Archive for Januar 25th, 2019

25. Januar 2019

Kremlin-linked contractors help guard Venezuela’s Maduro – sources (Reuters)

Private military contractors who do secret missions for Russia flew into Venezuela in the past few days to beef up security for President Nicolas Maduro in the face of U.S.-backed opposition protests, according to two people close to them.

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https://www.reuters.com/article/us-venezuela-politics-russia-exclusive/exclusive-kremlin-linked-contractors-help-guard-venezuelas-maduro-sources-idUSKCN1PJ22M

25. Januar 2019

Krise in Venezuela: Maduro will mit Opposition reden (Sputniknews)

Nach der heftigen Konfrontation zwischen der Regierung und der Opposition in Venezuela zeigt sich Staatschef Nicolás Maduro bereit, mit der Opposition in Verhandlungen zu treten. Das berichtete die Agentur dpa am Freitag.

weiter hier
https://de.sputniknews.com/politik/20190125323709574-maduro-opposition-dialog/

25. Januar 2019

Venezuela: Politologen analysieren Krise (Sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20190125323717172-politologe-aeussert-sich-zu-krise-in-venezuela/  25.01.2019

Der Politologe und Professor am Colégio Militar de Porto Alegre, Diego Pautasso, hat sich zu den Ereignissen in Venezuela geäußert und unterstrichen, dass die politischen Kräfte – sowohl die venezolanischen als auch die äußeren – die Regierung zu stürzen versuchen, die eine Beziehung zum Chávez-Projekt besitzt.

Er erinnerte an den versuchten Umsturz von 2001, an den Streik der Erdölarbeiter sowie an mehrere Situationen, infolge derer die Regierung zur Durchführung von Volksabstimmungen greifen musste. „Die offiziellen Dokumente der USA sind eindeutig feindlich zuerst gegenüber der Chávez-Regierung und jetzt auch gegenüber der von Maduro. Es ist offensichtlich, dass es um eine Belagerung des Chávez-Regimes seitens der venezolanischen traditionellen Eliten sowie der USA geht“, meint der Professor. Dies zeige sich in institutionellen und wirtschaftlichen Krisen, die zusammen mit den niedrigen Ölpreisen die Regierung von Nicolás Maduro in eine schwierige Situation gebracht haben. Der Politologe betonte, dass Maduro und seine Regierung immerhin eine starke Unterstützung im Inland hätten.

25. Januar 2019

Heiko Maas sichert Venezuelas Oppositionschef Unterstützung zu (ZEIT)

24.01.2019

In der Venezuela-Krise hat der Außenminister Position bezogen. Deutschland stehe auf der Seite von Juan Guaidó. (…)

https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-01/venezuela-heiko-maas-unterstuetzung-juan-guaido-nicolas-maduro-proteste

25. Januar 2019

Nato als länder- und geldgierige Maschine: US-Austritt möglich, falls … (Sputniknews)

Walerija Filippowa, 25.01.2019

Allein die Idee eines US-Austritts aus der Nato hat dem amerikanischen Establishment einen panischen Schrecken eingejagt. Ob Trump den Rückzug aus der Allianz wirklich erwägt oder nicht, die Antwort blieb nicht aus: Der Kongress versucht jetzt, einen möglichen Nato-Ausstieg gesetzlich zu verhindern. All das ist aber einfach „viel Lärm um nichts“.

weiterlesen:

https://de.sputniknews.com/kommentare/20190125323711716-usa-nato-ausstieg-kommentar/

25. Januar 2019

Offener Brief an die Deutsche Bahn, den Bundeswehrverband betr. Vertragswerk zwischen Bundeswehr und Bundesbahn vor dem Hintergrund der Vorbereitung für eine kriegerische Konfrontation mit Rußland

ScreenHunter 2038

Als PDF hier: http://kurzelinks.de/jn0a

Von:
Ana Barbara von Keitz
Carmerstr. 9, 10623 Berlin
An:
Deutsche Bundesbahn

Deutscher Bundeswehrverband

Ministerium der Bundesverteidigung

Bundeskanzleramt

Bundespräsidialamt Berlin, den 22. Januar 2019

Deutschlandfunk

DIE LINKE

Junge Welt

Wir, die Unterzeichnenden haben folgenden schockierenden und empörenden Sachverhalt erfahren:

Seit 1.1.2019 führt die Bundeswehr für einen Zeitraum von 12 Monaten die „Speerspitze“ im Baltikum. Zugleich trat ohne größere öffentliche Aufmerksamkeit ein Vertrag in Kraft, der deutlich macht, mit welcher Entschlossenheit die NATO-Staaten und die Bundesregierung eine Vorbereitung für eine kriegerische Konfrontation mit Rußland treffen. Erstmals sicherte sich die Bundeswehr bei der DB Transportkapazitäten für Panzer und andere Rüstungsgüter bis an die Grenze Rußlands. Es geht dabei nicht um einzelne Wagen, die an Güterzüge angehängt werden, sondern um vollständige Züge, von denen im Verlauf des Jahres 2019 weit über 1000 Richtung Osten rollen können.

Zu den „Highlights“ des mit fast 100 Mill. € dotierten Vertrages zw. Bahn und BW gehören unter anderem die zusätzliche Vorhaltung von 300 Waggons und Lokomotiven mit dem Potenzial für über 1300 jährliche Transporte sowie die Umkehr der „Vorfahrt-Regel“. Künftig soll Militärtransporten erstmals gegenüber dem zivilen Personenverkehr Priorität eingeräumt werden.

Die Quelle dieses Textes für uns ist die „Informationsstelle Militarisierung e.V.“

Wir beobachten mit Zorn seit Jahren eine ständig zunehmende Mobilisierung der NATO-Streitkräfte und eine von Rußland nicht provozierte Militarisierung unserer ganzen Gesellschaft, die durch dieses Vertragswerk – das Tatsachen schafft – nochmals verschärft wird.

Wir erwarten von Ihnen eine Antwort.

Mögen wir fähig werden zu innerem und äußerem Frieden!


Erstunterzeichner
:
Ana Barbara von Keitz, Berlin;
Winfried Pommerehnke, Berlin;
Cornelia Praetorius, Berlin;
Wolfgang Penzholz, Berlin;
York Zebuhr, Berlin;
Heiner Bücker, Coop Anti-War Café Berlin;
Laura von Wimmersperg, Moderatorin der Berliner Friedenskoordination;
Dietrich Antelmann, Diplomkameralist, Berlin;
Joannes K. Werner, Berlin;

PDF hier: http://kurzelinks.de/jn0a

jeder kann unterzeichnen: bitte eine Mail schicken an email@hbuecker.net

ODER DAS HIER VERLINKTE KONTAKTFORMULAR VERWENDEN:
https://www.dw-formmailer.de/forms.php?f=5918_108997

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25. Januar 2019

Venezuela: Verteidigungsminister stellt sich hinter Maduro

25. Januar 2019

Erklärung des Auswärtigen Amtes der Arabischen Republik Syrien zur Lage in Venezuela

„Die Arabische Republik Syrien verurteilt auf das schärfste, in welcher extremen Art die USA vorgehen in ihrer offensichtlichen Einmischung in die Angelegenheiten der Bolivarischen Republik Venezuela. Dies stellt eine eklatante Verletzung aller internationalen Normen und Gesetze dar und einen unverschämten Angriff auf die venezolanische Souveränität.“

Es wurde hinzugefügt, dass die zerstörerische Politik der USA in verschiedenen Teilen der Welt und ihre Missachtung der internationalen Legitimität der Hauptgrund für die Spannungen und den Zustand der Instabilität auf der Welt sind, und dass dies die Schaffung einer neuen Weltordnung nach sich zieht, welche die Achtung der internationalen Legitimität wiederherstellen, die Souveränität und Unabhängigkeit der Staaten und ihre nationalen Entscheidungen respektieren und die feindseligen Ansätze der US-Regierung eindämmen wird.

Die Erklärung schloss mit dem Hinweis, dass die Arabische Republik Syrien ihre kategorische Ablehnung der offensichtlichen Eingriffe der USA bekräftigt und die uneingeschränkte Solidarität mit der venezolanischen Führung und dem Volk erneuert und zum Ausdruck bringt, um die Souveränität des Landes zu wahren und die feindlichen Pläne der US-Regierung zu vereiteln.

Die Erklärung fügte hinzu, dass das venezolanische Volk, welches sich gegen die Ansätze der Hegemonie und Arroganz der USA verweigert habe, jetzt standhaft mehr dazu in der Lage sei um diese erneuerte Verschwörung zu konfrontieren und zu untergraben und die Souveränität und Unabhängigkeit ihres Landes zu bewahren und die Stabilität wiederherzustellen.

Ruaa al-Jazaeri

https://sana.sy/de/?p=156412

25. Januar 2019

Venezuela: Der Putsch am 11. April 2002, als die Bush-Regierung Präsident Chávez verhaften ließ – A film by Lucila Gallino & Ralph T. Niemeyer

A film by Lucila Gallino & Ralph T. Niemeyer, produced during the darkest hours of a presidency under attack. Over three years, Gallino and Niemeyer accompanied President Hugo Rafael Chávez Frías and witnessed three coup attempts. Over 10 years the two documentary filmer repeatedly met with the president to follow up, the last time on 14th July 2012, 8 months before the sun set on Commandante Hugo Chávez. A selection of the many hours of material is put together in this comprised documentary film that explains the struggle of an oil-rich, yet poor, country at the brinks of modernisation. A people living at the edge of hop e and dispair. A country too rich to be poor.

25. Januar 2019

Putin Warns US: Hands Off Venezuela

25. Januar 2019

DKP und Heike Hänsel (Die Linke) zum Putschversuch in Venezuela (junge Welt)

Die Deutsche Kommunistische Partei (DKP) erklärte am Donnerstag in einer Pressemitteilung:

https://www.jungewelt.de/artikel/347947.dkp-und-heike-h%C3%A4nsel-die-linke-zum-putschversuch-in-venezuela.html

25. Januar 2019

Nach der versuchten Machtergreifung durch die venezolanische Opposition hat der russische Präsident Putin seinen venezolanischen Amtskollegen Maduro angerufen, um ihm Unterstützung zu bekunden. (Sputniknews)

„In der innenpolitischen Krise, deren Zuspitzung von außen provoziert wurde, äußerte der Präsident Russlands der legitimen Regierung Venezuelas Unterstützung.“

Putin habe betont, dass die „destruktive auswärtige Einmischung“ gegen die Grundsätze des Völkerrechts verstoße, hieß es. Nach Einschätzung des russischen Staatschefs müsste nach Lösungen gesucht werden, die im verfassungsmäßigen Rahmen liegen, und Streitigkeiten in der venezolanischen Gesellschaft müssten friedlich beigelegen werden.

weiter hier:

https://de.sputniknews.com/politik/20190124323705623-putin-sichert-maduro-unterstuetzung-zu/

25. Januar 2019

Über die verschwiegene Abhängigkeit Europas von den USA (Sputniknews)

Tilo Gräser, 22.1.2019

Was die Bankenrettung 2008 tatsächlich bedeutet und warum die deutsche Wirtschaft in einem historisch blamablen Zustand ist, erklärt der Wirtschafts-Historiker Adam Tooze in einem Interview mit einem Schweizer Magazin. Er bestätigt dabei auch Karl Marx und sagt, warum Linke in den USA für die Herrschenden ungefährlich sind.

Über die einseitige Abhängigkeit Europas von den USA staunt der britische Wirtschafts-Historiker Adam Tooze. Das sagte er in einem Interview mit dem Schweizer Magazin „NZZ Geschichte“ und fügte hinzu, dass ihn ebenso „die Tatsache, wie radikal unterbelichtet das ist“, erstaune. „Hier besteht eine Abhängigkeit, die die historische Bedeutung der Marschallplan-Ära hat.“

weiterlesen:

https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20181025322752762-finanzkrise-fed-rating-agenturen/

25. Januar 2019

RT Deutsch am Pranger »Keine Sendelizenz für Putins Propagandaabteilung«: DJV, Bild und ein Linke-Minister blasen zur Hatz auf russisches Nachrichtenportal (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/347825.allianz-gegen-feindsender-rt-deutsch-am-pranger.html

Von Rüdiger Göbel

Der Deutsche Journalistenverband (DJV) – nicht zu verwechseln mit dem mit gleicher Abkürzung firmierenden Deutschen Jagdverband – hat die Landesmedienanstalten aufgerufen, dem russischen TV-Sender RT für sein Webportal RT Deutsch keine Rundfunklizenz zu erteilen (jW berichtete). »Russia Today ist für uns kein Informationsmedium, sondern ein Propagandainstrument des Kreml, das mit Desinformation Politik zu machen versucht«, lautet der Ukas des DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall vom 11. Januar. Der Lobbyist reagiert damit auf Berichte, nach denen der Medienberater und frühere MDR-Chefredakteur Wolfgang Kenntemich von RT damit beauftragt sein soll, die Erteilung einer Rundfunklizenz an RT Deutsch in die Wege zu leiten.

»Russia Today hat in der Vergangenheit immer wieder Geschichten erfunden oder tatsächliche Ereignisse einseitig dargestellt«, behauptet Überall in der Pressemitteilung weiter. »Eine Rundfunklizenz für Propagandasender darf es nicht geben.« Es sei unverständlich, dass der langjährige MDR-Chefredakteur offenbar seinen Ruf aufs Spiel setze, um Putins Sprachrohr den Weg an die Seite des Qualitätsrundfunks zu ebnen.

Der erste – und bis dato einzige – zuständige Landespolitiker, der den bizarren Aufruf eines Journalistenverbandschefs zur Einschränkung der Meinungsfreiheit erhört hat, ist mit Benjamin-Immanuel Hoff ausgerechnet ein Politiker der Partei Die Linke. Der Minister für Kultur, Bundes- und Europaangelegenheiten und Chef der Thüringer Staatskanzlei stand noch am gleichen Tag per Twitter stramm: »Die Forderung @DJVde an die #Landesmedienanstalten, keine Rundfunklizenz für @RT_Deutsch zu erteilen, ist plausibel und wird von mir geteilt.« In Erfurt hat man offensichtlich jede Hoffnung auf eine zweite Amtszeit des ebenfalls der Partei zugehörigen Ministerpräsidenten Bodo Ramelow verloren. Anders ist kaum zu erklären, wieso Hoff sich so offen in die antirussische Front einreiht. Der Linke marschiert hier etwa Seit’ an Seit’ mit Springers Bild. Dort hat man unter Chefredakteur Julian Reichelt »Putins Propagandamaschine« mittlerweile in alter Nazidiktion zum »Feindsender« erklärt.

Es bleibt kritischen Onlineportalen vorbehalten, die Pressefreiheit zu verteidigen. Tobias Riegel kritisierte am 15. Januar auf Nachdenkseiten.de die »große Medienkoalition gegen RT Deutsch«: »Der Kampf der privaten Medienkonzerne gegen die RT-Lizenz ist zwar in der geführten Form inhaltlich unhaltbar, aber aus Eigeninteresse nachvollziehbar: RT ist nicht nur ein Konkurrent im Kampf um Zuschauer und Aufmerksamkeit. Der Sender hat sich auch zu einer ernsten Bedrohung für die westlichen Propagandakonstrukte etwa zum Syrienkrieg oder zum Putsch in der Ukraine entwickelt.« Das mögliche Auslaufen der in Großbritannien angemeldeten Lizenz infolge des »Brexit« werde ganz offensichtlich als Möglichkeit gesehen, »einen unbequemen Beobachter des eigenen Tuns unter Druck zu setzen«. Riegel mahnt an, der Journalistenverband habe sich vor seine Klientel zu stellen, und das seien deutsche Journalisten »ohne Ansehen der produzierten Inhalte«. Er schließt mit der Frage, ob denn Überall auch die Kollegen der Bild öffentlich diffamieren würde, »weil ihm bestimmte Inhalte gegen den Strich gehen«?

Im Telepolis-Interview schließlich hat Iwan Rodionow, Chefredakteur von RT-Deutsch, am 17. Januar den DJV-Anschuldigungen vehement widersprochen. »RT Deutsch hat nie Geschichten erfunden.« Es sei manchmal das »Realleben, das wie Erfindung wirkt«. Rodionow fragt: »Kann man so was erfinden, wie die rätselhaften russischen Schallwaffen, die den US-Diplomaten in Havanna so schwer zusetzten und sich am Ende als paarungswillige Grillen erwiesen? Ist es erfunden, dass ein Verschwörungstheoretiker zum Verfassungsschutzpräsidenten avanciert – und wegen eines 19sekündigen Twitter-Videos entlassen wird, nachdem er die eigentlichen großen Skandale wie Murat Kurnaz, Anis Amri und NSU heil übersteht? Ist es erfunden oder wahr, dass dänische Behörden entscheiden, ein intaktes Viertel mit ca. 1.000 Wohnungen abzureißen, weil es ihnen als zu ›ghettoisiert‹ und kriminell gilt? Dass einem Regionalabgeordneten einer demokratischen deutschen Partei auf parteiinternen Kanälen das Teilen und Liken der RT Deutsch-Beiträge auf seinem privaten Facebook-Account verboten wird? (…) Dass Russland eine Fake-News-Attacke gegen die Bundeswehr in Litauen lanciert? Dabei erscheint der angebliche Fake nur als Enthüllung seiner selbst, mit hektisch wechselnden Überschriften und ausschließlich im deutschen Mainstream – in keinem russischen Medium? Dagegen ist jede Phantasie blass.« (https://www.heise.de/tp/features/RT-Deutsch-hat-nie-Geschichten-erfunden-4278399.html)

RT Deutsch bemühe sich bei jedem kontroversen Thema um Darstellung aller Standpunkte und lasse in jeder Konfliktsituation alle beteiligten Parteien zu Wort kommen, so Chefredakteur Rodionow. Insbesondere, wenn Beteiligte direkt mit RT Deutsch sprächen. Dazu gehöre eine gewisse Unabhängigkeit und geistige Souveränität, so Rodionow, »vor allem, wenn man eine Karriere in Politik, Medien oder Staatsdienst vor sich hat«. Tatsächlich mussten Politiker wie Matthias Platzeck, Sigmar Gabriel oder Sahra Wagenknecht reichlich Schelte einstecken, nachdem sie dem Sender ein Interview gegeben hatten.

Man muss keineswegs mit allem einverstanden sein, was RT Deutsch macht, ebenso wenig wie man die Öffentlich-Rechtlichen oder das Kommerz-TV unkritisch konsumieren sollte. Klar ist aber, setzen sich DJV, Minister Hoff und Bild mit ihrer Stimmungsmache gegen den Spartenkanal durch, wird die deutsche Presselandschaft ärmer und konformer.

25. Januar 2019

Offener Brief an die USA: Hören Sie auf, sich in Venezuelas Innenpolitik einzumischen – von Noam Chomsky, Laura Carlsen, Miguel Tinker Salas und Greg Grandin u.v.a.m.

 

https://www.commondreams.org/views/2019/01/24/open-letter-united-states-stop-interfering-venezuelas-internal-politics?utm_campaign=shareaholic&utm_medium=twitter&utm_source=socialnetwork

Wenn die Trump-Regierung und ihre Verbündeten in Venezuela ihren rücksichtslosen Kurs fortsetzen, wird das wahrscheinlichste Ergebnis ein Blutvergießen, Chaos und Instabilität sein.

von Noam Chomsky, Laura Carlsen, Miguel Tinker Salas und Greg Grandin

Der folgende offene Brief, unterzeichnet von 70 Intellektuellen aus Lateinamerika, von Politik- und Geschichtswissenschaftler sowie von Filmemachern, Persönlichkeiten der Zivilgesellschaft und anderen Experten, wurde am Donnerstag, dem 24. Januar 2018 in New York veröffentlicht. Der Brief richtet sich gegen die laufende Einmischung in Venezuela seitens der Vereinigten Staaten.

Die Regierung der USA muss aufhören, sich in die venezolanische Innenpolitik einzumischen, insbesondere mit dem Ziel die Regierung des Landes zu stürzen. Die Maßnahmen der Trump-Regierung und ihrer Verbündeten in der Hemisphäre werden die Situation in Venezuela höchstwahrscheinlich verschlimmern und zu unnötigem menschlichem Leid, Gewalt und Instabilität führen.

Die politische Polarisierung Venezuelas ist nicht neu; Das Land war lange nach Rassenzugehörigkeit und sozioökonomischen Gesichtspunkten gespalten. Die Polarisierung hat sich jedoch in den letzten Jahren verstärkt. Dies ist zum Teil auf die Unterstützung der USA für eine Oppositionsstrategie zurückzuführen, die darauf abzielt, die Regierung von Nicolás Maduro durch außenpolitische Maßnahmen zu entfernen. Während die Opposition bezüglich dieser Strategie gespalten ist, hat die US-Unterstützung die Opposition mit ihrem Ziel unterstützt, die Maduro-Regierung durch gewaltsame Proteste, einen Militärputsch oder auf andere Weise, in Umgehung einer Wahl, aus dem Amt zu drängen.

Unter der Trump-Regierung ist die aggressive Rhetorik gegen die venezolanische Regierung auf ein extremeres und bedrohlicheres Niveau angestiegen. Die Vertreter der Trump-Regierung sprachen über „Militäraktionen“ und verurteilten Venezuela zusammen mit Kuba und Nicaragua als Teil einer „Troika der Tyrannei“. „Die Probleme, die sich aus der venezolanischen Regierungspolitik ergeben, wurden durch US-amerikanische Wirtschaftssanktionen, die unter der OAS, der Organisation Amerikanischer Staaten und der Vereinten Nationen illegal waren, sowie durch US-amerikanisches Recht und andere internationale Verträge und Übereinkommen verschärft.

Die Sanktionen haben das Land von den Mitteln abgeschnitten, mit denen die venezolanische Regierung ihrer wirtschaftlichen Rezession entkommen konnte, während gleichzeitig die Ölproduktion dramatisch zurückging und sich die Wirtschaftskrise verschlimmerte. Viele Menschen starben, weil sie keinen Zugang zu lebensrettenden Medikamente haben. Unterdessen beschuldigen die USA und andere Regierungen weiterhin die venezolanische Regierung – ausschließlich für den wirtschaftlichen Schaden, auch den durch die US-Sanktionen verursachten, verantwortlich zu sein.

Jetzt haben die USA und ihre Verbündeten, darunter der Generalsekretär der OAS, Luis Almagro, und Jair Bolsonaro, den rechtsextremen Präsidenten Brasiliens, Venezuela an den Abgrund gedrängt. Durch die Anerkennung des Präsidenten der Nationalversammlung Juan Guaido als neuen „Präsidenten“ von Venezuela – was in der OAS-Charta als illegal gilt – hat die Trump-Regierung die politische Krise Venezuelas jetzt stark beschleunigt, in der Hoffnung, das venezolanische Militär zu spalten und die Bevölkerung weiter zu polarisieren. Das offensichtliche und manchmal auch erklärte Ziel ist es, einen Staatsstreich zu erzwingen.

Die Realität ist, dass Venezuela trotz Hyperinflation, Engpässen und einer tiefen Depression ein politisch polarisiertes Land bleibt. Die USA und ihre Verbündeten müssen aufhören, die Gewalt zu fördern, indem sie auf gewalttätigen, außergesetzlichen Regimewechsel drängen. Wenn die Trump-Regierung und ihre Verbündeten in Venezuela ihren rücksichtslosen Kurs fortsetzen, wird das wahrscheinlichste Ergebnis Blutvergießen, Chaos und Instabilität sein. Die USA hätten etwas aus ihren Vorhaben zum Regimewechsel im Irak, Syrien, Libyen und ihrer langen, gewaltsamen Geschichte der Regimewechsel in Lateinamerika lernen sollen.

Keine Seite in Venezuela kann die andere einfach besiegen. Das Militär hat beispielsweise mindestens 235.000 Frontline-Mitglieder und mindestens 1,6 Millionen Miliz-Angehörige. Viele dieser Menschen werden nicht nur auf der Grundlage eines in Lateinamerika weit verbreiteten Glaubens an die nationale Souveränität kämpfen – angesichts einer scheinbar us-amerikanischen Intervention -, sondern auch, um sich vor einer möglichen Repression zu schützen. Die Opposition dagegen will die Regierung mit Gewalt stürzen.

In solchen Situationen ist die einzige Lösung eine Verhandlungslösung, so wie es in den lateinamerikanischen Ländern in der Vergangenheit der Fall war, als politisch polarisierte Gesellschaften ihre Differenzen nicht durch Wahlen lösen konnten. Es gab Anstrengungen, wie zum Beispiel die des Vatikan vom Herbst 2016 mit einem gewissen Potenzial angeführten Bemühungen. Diese erhielten jedoch keine Unterstützung aus Washington und seinen Verbündeten, die ihrerseits einen Regimewechsel in Venezuela wünschten.. Diese Strategie muss sich ändern, wenn es eine Lösung für die anhaltende Krise in Venezuela geben soll.

Im Interesse des venezolanischen Volkes, der Region und des Prinzips der nationalen Souveränität sollten internationale Akteure stattdessen Verhandlungen zwischen der venezolanischen Regierung und ihren Gegnern unterstützen, die es dem Land ermöglichen, endlich aus seiner politischen und wirtschaftlichen Krise herauszukommen.

Unterzeichner:

Noam Chomsky, Professor Emeritus, MIT and Laureate Professor, University of Arizona
Laura Carlsen, Director, Americas Program, Center for International Policy
Greg Grandin, Professor of History, New York University
Miguel Tinker Salas, Professor of Latin American History and Chicano/a Latino/a Studies at Pomona College
Sujatha Fernandes, Professor of Political Economy and Sociology, University of Sydney
Steve Ellner, Associate Managing Editor of Latin American Perspectives
Alfred de Zayas, former UN Independent Expert on the Promotion of a Democratic and Equitable International Order and only UN rapporteur to have visited Venezuela in 21 years
Boots Riley, Writer/Director of Sorry to Bother You, Musician
John Pilger, Journalist & Film-Maker
Mark Weisbrot, Co-Director, Center for Economic and Policy Research
Jared Abbott, PhD Candidate, Department of Government, Harvard University
Dr. Tim Anderson, Director, Centre for Counter Hegemonic Studies
Elisabeth Armstrong, Professor of the Study of Women and Gender, Smith College
Alexander Aviña, PhD, Associate Professor of History, Arizona State University
Marc Becker, Professor of History, Truman State University
Medea Benjamin, Cofounder, CODEPINK
Phyllis Bennis, Program Director, New Internationalism, Institute for Policy Studies
Dr. Robert E. Birt, Professor of Philosophy, Bowie State University
Aviva Chomsky, Professor of History, Salem State University
James Cohen, University of Paris 3 Sorbonne Nouvelle
Guadalupe Correa-Cabrera, Associate Professor, George Mason University
Benjamin Dangl, PhD, Editor of Toward Freedom
Dr. Francisco Dominguez, Faculty of Professional and Social Sciences, Middlesex University, UK
Alex Dupuy, John E. Andrus Professor of Sociology Emeritus, Wesleyan University
Jodie Evans, Cofounder, CODEPINK
Vanessa Freije, Assistant Professor of International Studies, University of Washington
Gavin Fridell, Canada Research Chair and Associate Professor in International Development Studies, St. Mary’s University
Evelyn Gonzalez, Counselor, Montgomery College
Jeffrey L. Gould, Rudy Professor of History, Indiana University
Bret Gustafson, Associate Professor of Anthropology, Washington University in St. Louis
Peter Hallward, Professor of Philosophy, Kingston University
John L. Hammond, Professor of Sociology, CUNY
Mark Healey, Associate Professor of History, University of Connecticut
Gabriel Hetland, Assistant Professor of Latin American, Caribbean and U.S. Latino Studies, University of Albany
Forrest Hylton, Associate Professor of History, Universidad Nacional de Colombia-Medellín
Daniel James, Bernardo Mendel Chair of Latin American History
Chuck Kaufman, National Co-Coordinator, Alliance for Global Justice
Daniel Kovalik, Adjunct Professor of Law, University of Pittsburgh
Winnie Lem, Professor, International Development Studies, Trent University
Dr. Gilberto López y Rivas, Professor-Researcher, National University of Anthropology and History, Morelos, Mexico
Mary Ann Mahony, Professor of History, Central Connecticut State University
Jorge Mancini, Vice President, Foundation for Latin American Integration (FILA)
Luís Martin-Cabrera, Associate Professor of Literature and Latin American Studies, University of California San Diego
Teresa A. Meade, Florence B. Sherwood Professor of History and Culture, Union College
Frederick Mills, Professor of Philosophy, Bowie State University
Stephen Morris, Professor of Political Science and International Relations, Middle Tennessee State University
Liisa L. North, Professor Emeritus, York University
Paul Ortiz, Associate Professor of History, University of Florida
Christian Parenti, Associate Professor, Department of Economics, John Jay College CUNY
Nicole Phillips, Law Professor at the Université de la Foundation Dr. Aristide Faculté des Sciences Juridiques et Politiques and Adjunct Law Professor at the University of California Hastings College of the Law
Beatrice Pita, Lecturer, Department of Literature, University of California San Diego
Margaret Power, Professor of History, Illinois Institute of Technology
Vijay Prashad, Editor, The TriContinental
Eleanora Quijada Cervoni FHEA, Staff Education Facilitator & EFS Mentor, Centre for Higher Education, Learning & Teaching at The Australian National University
Walter Riley, Attorney and Activist
William I. Robinson, Professor of Sociology, University of California, Santa Barbara
Mary Roldan, Dorothy Epstein Professor of Latin American History, Hunter College/ CUNY Graduate Center
Karin Rosemblatt, Professor of History, University of Maryland
Emir Sader, Professor of Sociology, University of the State of Rio de Janeiro
Rosaura Sanchez, Professor of Latin American Literature and Chicano Literature, University of California, San Diego
T.M. Scruggs Jr., Professor Emeritus, University of Iowa
Victor Silverman, Professor of History, Pomona College
Brad Simpson, Associate Professor of History, University of Connecticut
Jeb Sprague, Lecturer, University of Virginia
Christy Thornton, Assistant Professor of History, Johns Hopkins University
Sinclair S. Thomson, Associate Professor of History, New York University
Steven Topik, Professor of History, University of California, Irvine
Stephen Volk, Professor of History Emeritus, Oberlin College
Kirsten Weld, John. L. Loeb Associate Professor of the Social Sciences, Department of History, Harvard University
Kevin Young, Assistant Professor of History, University of Massachusetts Amherst
Patricio Zamorano, Academic of Latin American Studies; Executive Director, InfoAmericas

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