Archive for ‘Corona’

28. März 2020

Coronavirus: Nachdem die EU nicht hilft, bittet Italien Russland um Beistand. Die aktuelle globale politische Szene verändert sich aufgrund des Coronavirus rasant. (Mint Press News)

Coronavirus: After the EU Failed to Deliver, Italy Looks to Russia for Help

Mehr als 15 Militärtransportflugzeuge flogen von Russland nach Italien und lieferten Desinfektionseinheiten, 180 Ärzte und 100 Mitarbeiter, darunter  Spezialisten für biologischen Schutz, Krankenschwestern, Beatmungsgeräte und Masken. Die nach Italien entsandten Experten haben an internationalen Epidemien wie der Afrikanischen Schweinepest und an der Entwicklung eines Ebola-Impfstoffs gearbeitet. Italiens Premierminister Guiseppe Conte hatte Russland und den Regierungskommissar für den Coronavirus-Notfall, Domenico Arcuri, um Hilfe gebeten bestätigte, dass die Hilfe angekommen war. Der italienische Außenminister Luigi Di Maio begrüßte  das erste russische Flugzeug, das am Sonntag eintraf persönlich. Online tauchten Videos der Lastwagen auf dem Weg nach Nord-Bergamo in der Nähe von Mailand auf, die am stärksten vom Virus betroffen waren.

Der Regionalrat für Gesundheitsdienste der Lombardei,  Giulio Gallera , kündigte die Ankunft russischer Ärzte im Papa Giovanni-Krankenhaus in Bergamo an. Moskau hat eine Tradition internationaler Solidarität, die bis in die Sowjetzeit zurückreicht. „Noch nie sind so viele russische Flugzeuge und Mitarbeiter in einem NATO-Land gelandet“, berichtete die italienische Tageszeitung “ La Repubblica“ .

Italien importiert Gas, um seine Kraftwerke zu befeuern, und Rom hat zuvor gefordert, die EU-Sanktionen gegen Russland zu lockern, obwohl der Klagegrund nicht beachtet und die Sanktionen wiederholt erneuert wurden.

Die Facebook-Seite der italienischen Zivilschutzbehörde war voller  dankbarer Kommentare und einiger Wut auf die USA, die in den dunkelsten Stunden der Not Italiens nicht mit Hilfe gesehen wurden.

Neue Allianzen entstehen

Die aktuelle globale politische Szene verändert sich aufgrund des Coronavirus rasant. Wir sehen neue Supermächte wie China und Russland und frühere schwächere Mächte wie die USA und die NATO.

Der wechselnde Stand der Allianzen erinnert uns an eine ähnliche Situation vor dem Zweiten Weltkrieg. Italien und mehrere andere EU-Mitglieder könnten neue Allianzen schließen, die sich nach Osten wenden. Das derzeitige innenpolitische Chaos in den USA gab Russland und China die Möglichkeit, eine Alternative für Nationen anzubieten, die möglicherweise bereit sind, sich von der früheren US-Herrschaft zu befreien. Diese Situation führt zu einer neuen Version der alten Ära des „Kalten Krieges“, in der die Welt in Einflusslager im Westen und Osten aufgeteilt wurde.

Die Kritiken

Das Sprichwort „Schau einem geschenkten Gaul nicht ins Maul“ bedeutet, dass du ein Geschenk nicht kritisieren solltest, aber das hinderte die italienische Tageszeitung „La Stampa“ nicht daran, eine ungenannte hochrangige politische Quelle zu zitieren, die die meisten der russische Lieferungen nach Italien als „nutzlos“ bezeichnete.

Russlands Botschafter in Italien,  Sergei Razov,  wies den Bericht als pervers ab. „Solche Behauptungen sind das Produkt eines perversen Geistes. Der selbstlose Wunsch, freundlichen Menschen in Schwierigkeiten zu helfen, wird als heimtückisch beschrieben “, sagte Razov  gegenüber  russischen Medien.

Auf die Frage, ob Russland erwartet, dass Italien den Gefallen erwidert, indem es versucht, die EU-Sanktionen aufzuheben,  beschrieb der Kreml-Sprecher  Dmitry Peskov den Gedanken als absurd. „Wir sprechen hier nicht über Bedingungen, Berechnungen oder Hoffnungen“, sagte er am Montag. „Italien braucht wirklich viel umfassendere Hilfe, und was Russland tut, was möglich ist.“

Neben dem Wunsch, einem bedürftigen Nachbarn zu helfen, ist die Mehrheit der 658 Menschen mit bestätigten Fällen in Russland kürzlich aus  Westeuropa zurückgeflogen , was sich sowohl für den russischen Selbstschutz als auch für die italienische Freundschaft einsetzt.

Die russische Verwaltung ist gut organisiert und in der Lage, in einer solchen Krise starke Maßnahmen zu ergreifen, im Vergleich zu anderen Ländern, die nur langsam strenge Maßnahmen und Vorsichtsmaßnahmen ergriffen haben.

Die Antwort der EU

Die Länder der Europäischen Union haben ihren Partnern nur langsam geholfen. Italien, Frankreich und Spanien haben eine massive Reaktion gefordert; Die EU ist sich jedoch uneinig über einen möglichen Rettungsplan für die Wirtschaft der Region, wobei Deutschland, die Niederlande, Österreich und Finnland den ihrer Ansicht nach unangemessenen Erwartungen widersprechen. Neun EU-Länder, darunter Frankreich, Italien und Spanien, haben einen gemeinsamen Schuldenplan gefordert, der von einer europäischen Institution verwaltet wird, um Mittel auf dem Markt zu beschaffen. Deutschland und die anderen Mitglieder mit den engen Fäusten betonen jedoch, dass sich alle EU-Länder selbst finanzieren können.

Matteo Salvini , ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident, sagte im Gespräch mit dem italienischen Senat: „In Brüssel ist klar, dass die Situation noch nicht verstanden ist. Wenn die Bundesregierung weiterhin über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) ohne Bedingungen spricht, der vorsieht, dass Mittel an Italien vergeben werden, aber in Zukunft zurückgezahlt werden müssen, haben Berlin und Brüssel das falsch verstanden “, ist die Haltung Deutschlands und der EU eindeutig wütend .

Die Ursprünge der italienischen Krise

Mario Di Vito ist Korrespondent der italienischen Tageszeitung „Il Manifesto“. Er vergleicht die Coronavirus-Krise in Italien mit der eines Weltkrieges. In seiner Erklärung, wie sich das Virus schnell bewegte, verweist er auf Confindustria, den Verband italienischer Industrieller, der die Regierung unter Druck setzte, die Produktion nicht einzustellen, und den Bürgermeister von Mailand, Beppe Sala, und forderte die Menschen weiterhin auf, ihre Häuser zu verlassen und ein normales Leben zu führen Leben; Sobald jedoch die Zahl der Toten und Infizierten anstieg, war klar, dass diese frühen Entscheidungen tödlich waren. Die Bestellung von Premierminister Conte, zu Hause zu bleiben, kam viel zu spät, und die Schwäche des italienischen Gesundheitssystems wurde aufgedeckt, als die Zahl der Kranken und Sterbenden zu Tausenden stieg.

Zwei Wochen militärisch erzwungener Aufträge für den Aufenthalt zu Hause haben sich seit dem ersten positiven Test Italiens am 20. Februar mit Anzeichen für eine Verlangsamung der Neuinfektionen und Todesfälle ausgezahlt  . Italien hat mit 8.165 die mit Abstand meisten Virustoten aller Nationen der Welt  . Während die offizielle Anzahl der positiven Fälle 80.539 beträgt  , gehen Experten davon aus, dass die tatsächliche Anzahl viel höher sein könnte. In Italien sind mindestens 33 Ärzte gestorben und 6.414 medizinisches Personal positiv getestet.

„Wir wissen es, bevor wir in die Schlacht ziehen, und wir akzeptieren es“  , sagte Dr. Luca Lorini , Leiter der Intensivstation in einem Krankenhaus in Bergamo, gegenüber Associated Press.

Steven Sahiounie ist ein preisgekrönter syrisch-amerikanischer Journalist.

28. März 2020

Chinas neue Rolle, die in diesen Tagen weltweit für alle sichtbar ist, kommt nicht von ungefähr. Sie ist das Ergebnis tiefgreifender globaler Kräfteverschiebungen. Von Jörg Kronauer (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/375412.vor-dem-abstieg.html

26. März 2020

Coronaviruspandemie: Hetze gegen Kubas Ärzteteams – Havanna hilft auch uneigennützig. Das passt manchen Medien nicht (junge Welt)

https://bit.ly/2UD4rDm

26. März 2020

Jetzt trifft es auch die Jungen. Viele Corona-Erkrankte in Bergamo sollen jünger als 40 Jahre sein (FAZ)

https://bit.ly/2WQgijU

26. März 2020

Weckruf Corona-Krise: Versagen die „alternativen“ Medien? Eindringliche Warnung vor KenFM, Rubikon, NuovisoTV, SchrangTV, Wissenmanufaktur, EingeschenktTV, EpochTimes, N23, KlagemauerTV u.a.m.

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In einer Zeit, in der eigentlich Augenmaß, ein kühler Kopf und Empathie gefragt wären, versagen die meisten der sogenannten „alternativen“ Medien.

Zur Zeit kann man deshalb lediglich nur einige wenige unabhängige Medienportale empfehlen. Hier die wichtigsten: Nachdenkseiten, die Tageszeitung junge WeltWeltnetz TV und einige andere.

Warnen muß man ausdrücklich vor der Informationspolitik der folgenden Nachrichtenplattformen: KenFM, Rubikon, NuovisoTV,  Schrang.TV,  Wissenmanufaktur, EingeschenktTV, KlagemauerTV. Hier werden Inhalte verbreitet, die ich bereits in der Vergangenheit wiederholt kritisiert habe.

Warum ist diese Warnung gerade jetzt so wichtig?

Die kritisierten Nachrichtenportale verharmlosen die derzeitige Corona-Krise.

Weltweit werden seit Beginn des Jahres allergrößte Anstrengungen unternommen um eine Krise zu bewältigen, die vielen Menschen große Ängste bereitet.

Die Corona-Krise begann zuerst in China und in Folge allmählich auch in anderen Regionen evident zu werden. China ging mit rigorosen Maßnahmen gegen die Ausbreitung vor. Der Iran wurde extrem stark betroffen, mehrere hochrangige Regierungsmitglieder erkrankten, einige starben. Zig-tausende Gefängnisinsassen wurden freigelassen. Auch Südkorea und Japan waren jetzt betroffen und die Krise begann auch in Europa deutlicher zu werden. Hier war zunächst Italien am stärksten betroffen. Inzwischen hat die Ausbreitung der Viruserkrankung fast ganz Europa erfasst, neben Italien vorab Spanien und Frankreich. In Nordamerika spitzt sich die Lage ebenfalls zu.

Es gibt verschiedenste Erklärungsmuster vor dem Hintergrund einer sehr dynamischen und schwer durchschaubaren Faktenlage.

Tatsache ist, es gibt inzwischen weltweit viele Tausende schwer Erkrankte und Tote und das mit zunehmender Tendenz, obwohl ein Großteil der Infizierten keine oder nur wenig Symptome zu entwickeln scheint.

Weiterhin ist es eine Tatsache, dass sich Krankenhäuser in vielen Ländern derzeit auf eine mögliche Flut von Erkrankten vorzubereiten versuchen. die in einigen Ländern bereits evident ist und zu sehr dramatischen Zuständen geführt hat.

Hierzulande und auch in den USA gibt es allerdings eine kleine Gruppe von Ärzten, Virologen und Gesundheitsexperten, die Kritik an den inzwischen in vielen Ländern eingeführten Quarantänevorschriften äußern. Darunter auch Stimmen, die meinen, dass der Verlauf der Viruserkrankung allzu dramatisch geschildert wird und die Krankheit überbewertet wird. Manches davon mag sich plausibel anhören, ist aber für Laien auch einigermaßen schwer einzuordnen.

Dem gegenüber stehen die eindringlichen Äußerungen sehr vieler Ärzte, Experten, Behörden und Politikern, aus vielen Ländern, die eindringlich vor einer sich ständig zuspitzenden Krise warnen. Außerdem werden Quarantänevorschriften inzwischen in sehr vielen Ländern mehr oder weniger rigoros angewendet. Es wird befürchtet, dass die Virus-Krankheit auch für Altenheime, Gefängnisse, Geflüchtete und Obdachlose eine große Gefahr darstellen könnte.

Weltweite Hilfsaktionen und zahllose Beispiele der Solidarisierung und Empathie.

Vorab leisten China, Russland und Kuba herausragende internationale Hilfe. Mit einer großen Anzahl von russischen und chinesichen Hilfsflügen werden riesige Mengen an Gesichtsschutzmasken, Schutzkleidung, Beatmungsgeräten. mobile Kliniken, Ärzteteams und medizinisches Personal in die Krisengebiete der verschiedener Länder eingeflogen.

In China läuft die Produktion von Beatmungsgeräten auf Hochtouren. Fabriken haben ihre Fließbänder auf die Produktion von Gesichtsschutzmasken und Schutzkleidung umgestellt. Dies geschieht auch in anderen Ländern. Aber um es noch einmal zu wiederholen, vorwiegend kommt die Hilfe zur Zeit aus China, Russland und Kuba und dies eröffnet jetzt die einmalige Chance, langfristig engere Beziehungen Europas zu diesen Ländern und zu ihren sozial gestalteten Gesellschaftsentwürfen auszubauen.

Viele Länder, darunter die 120 Länder der Blockfreien Bewegung, setzen immense Hoffnung in Chinas Konzept der Neuen Seidenstraße, die eine Brücke bilden soll zwischen den Kulturen und Nationen. Chinas Staatschef Xi Jinping hat jetzt Pekings Bereitschaft erklärt, zusammen mit Italien einen Beitrag zur Entwicklung der „Seidenstraße der Gesundheit“ zu leisten.

Verdeutlichung der Kritik an bestimmten sogenannten „alternativen“ Medien.

Die hier kritisierten Nachrichtenportale verharmlosen die derzeitige Gesundheitskrise und berufen sich dabei auf die Stimmen der oben erwähnten kleinen Gruppe von Experten.

Die zahlreichen internationalen Hilfsaktionen, die weltweite Solidarität findet dabei leider gar keine oder nur sehr wenig Erwähnung. Einige der Plattformen verbreiten immer wieder auch anti-chinesische Standpunkte. Dies gilt insbesondere für die Wissenmanufaktur, wo die bekannte ehemalige Tagesschau-Sprecherin Eva Hermann beispielsweise vor einigen Tagen einen Beitrag zur Corona-Krise publiziert hat, der inzwischen 2.5 Millionen mal angesehen wurde. Genau diese Plattform verbreitet an anderer Stelle das Horror-Narrativ von der angeblichen chinesischen Organentnahme-Industrie.

Andere der Kanäle laden wiederum häufig Gäste ein, die anti-linke Standpunkte vertreten oder rechten Parteien nahestehen. Diese rechtslastigen Inhalte werden geschickt dosiert präsentiert und platziert, eingebettet in einem insgesamt durchaus progressiv wirkendem Umfeld von teils sehr interessanten und vor allem systemkritischen Beiträgen.

Die Kanäle und Webseiten sind untereinander bestens vernetzt, solidarisieren sich sporadisch und erreichen insgesamt ein Millionenpublikum. Auf Grund der Attraktivität der großen Reichweite und teilweise auch auf Grund unzureichender Recherche, haben in der Vergangenheit immer wieder auch zahlreiche anerkannte Persönlichkeiten, Autoren und Linke diese Plattformen genutzt.

Insbesondere der Medienpersönlichkeit Ken Jebsen kommt hier eine herausragende Rolle zu. Er repräsentiert gewissermassen das Einfallstor in diese Szene und hat inzwischen viele hundert Interviews mit vielen zum Teil prominenten Gäste veröffentlicht. Zusammen mit den anderen hier kritisierten Portalen befeuert KenFM so bewusst oder unbewusst die Marginalisierung linker, fortschrittlicher Berichterstattung.

Dies geschieht im Wesentlichen durch die ständige Vermischung und Negierung der Begrifflichkeiten von rechts und links, sowie durch die Bemühung der Maxime von der freien Rede, dem Credo alle Meinungen nebeneinander stellen zu dürfen.

Sicherlich ist alles erlaubt, aber dann auch die Kritik daran!

Wenn jemand wie Ken Jebsen die Redakteure der Tageszeitung junge Welt als „Eichmanns an den Schreibtischen“ bezeichnen kann, ohne sich etwa nachträglich für einen solchen möglichen Ausrutscher zu entschuldigen, dann ist etwas nicht in Ordnung.

Aber viele weisen jegliche Kritik rigoros zurück, empfinden Ken Jebsen als charismatisch und seine Debatten-Formate und langen oft sehr interessante Interviews sprechen sie an. Sein Engagement und seine Spendenaktion für Griechenland haben ihm ebenfalls viel Unterstützung gebracht. Manche hoffen vielleicht auch darauf, dass er den Weg zurück findet in linke Zusammenhänge, dass er zur Besinnung kommt. Seine jüngsten Realitätsverluste im Zuammenhang mit der Corona-Krise lassen allerdings schwer daran zweifeln.

Meiner festen Überzeugung nach ist es jetzt an der Zeit sich zu entscheiden wo man stehen will. Es geht hier nicht um Denk- oder Leseverbote sondern vielmehr darum dass potentielle Desinformationskampagnen klar als solche benannt werden sollten.

Im übrigen kann sich jede und jeder der Angesprochenen hierzu äußern.

Dasselbe gilt selbstverständlich auch für alle Gäste, Unterstützer und Sympathisanten der hier kritisierten Plattformen.

siehe auch:

Eine Verharmlosung der Corona-Krise ist unangebracht. Russland, China und Kuba beweisen, dass internationale Solidarität das unbedingte Gebot der Stunde ist. Ein Appell für eine „Seidenstraße der Gesundheit“

Gefährliche Vereinnahmung von Teilen der alternativen Medien, vor allem durch Rechtspopulisten. Hochrangige russische Politikerin warnt vor jeglicher Zusammenarbeit mit AFD-nahen Kräften.
URL: https://bit.ly/2FD6kL7

Große Teile der sogenannten „Alternativen“ Medien verbreiten zunehmend rechtsoffene und anti-linke Standpunkte. Wer sind die Förderer?
https://bit.ly/2xgXm3p

Schließe mich der Kritik von Andreas Wehr, wenn auch nicht uneingeschränkt, aber grundsätzlich an. Hier seine beiden Beiträge:
https://andreas-wehr.eu/newsletter-online-ansicht/item/andreas-wehr-newsletter-maerz-2020.html

https://www.andreas-wehr.eu/bizarres-auf-rubikon.html

 


Heinrich Bücker, Coop Anti-War Cafe Berlin
https://cooptv.wordpress.com
info @ hbuecker.net

23. März 2020

Die Corona-Krise wird für die Wirtschaft zur Zerreißprobe. Das Beispiel Italien zeigt, dass Verteilungsfragen bald im Vordergrund stehen könnten (Heise.de)

https://www.heise.de/tp/features/Und-wie-hat-es-dich-getroffen-4684635.html

21. März 2020

COVID-19: Italien meldet fast 800 Tote an einem Tag

https://deutsch.rt.com/europa/99662-covid-19-italien-meldet-fast-800-tote-an-einem-tag/
21.03.20202

Im Zuge der Corona-Virus-Pandemie vermeldete Italien an nur einem Tag fast 800 Tote. Bis zum Samstag starben 4.825 Menschen, teilte der Zivilschutz in Rom mit. Das sind 793 mehr als am Vortag und so viele wie bisher an keinem anderen Tag seit dem Ausbruch des Virus.
Italien ist das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Corona-Virus auf der Welt. Die Regierung hatte daher erst am Freitag die Ausgangssperren verschärft, die seit dem 10. März landesweit gelten. Allerdings fordern Regionalpolitiker im Norden weitere Maßnahmen. In der Lombardei war der Ausbruch vor einem Monat bemerkt worden. Besonders stark betroffen ist die nördliche Region Lombardei, dort starben 546 Menschen. Insgesamt stieg die Zahl der Infizierten auf 53 578 Menschen – das sind mehr als 4800 mehr als am Vortag.

Die Zahl der Toten ist in Italien im Vergleich zu den offiziell gemeldeten Infizierten auffällig hoch. Unklar ist die genaue Ursache dafür. Es könnte mehrere Gründe geben: Italien hat eine der ältesten Bevölkerungen weltweit – und die meisten Toten waren ältere Menschen mit Vorerkrankungen. Viele Großeltern wohnen mit ihren Kindern und Enkeln im Haus oder sind mehr als zum Beispiel in Deutschland in das tägliche Leben eingebunden. Daher sind Ansteckungen einfacher. Auch gehen Experten davon aus, dass die Dunkelziffer bei den Infizierten wesentlich höher ist als angegeben, viele mild oder symptomlos verlaufende Fälle werden nicht erfasst. Daher ergibt sich eine höhere Sterberate als zum Beispiel in China oder auch in Deutschland.

21. März 2020

Corona offenbart die Ursachen der Mängel unseres Sozialstaats – Aberwitziger Streit, ob Corona gefährlich, weniger gefährlich oder Vorwand für staatlichen Machtmissbrauch ist

Von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam

Kein Albtraum, sondern grauenhaft real: Italienische Ärzte sind seit dem 10. März 2020 gezwungen, zu entscheiden, welcher Corona-Patient behandelt wird und welcher sterben muss. Zur uneingeschränkten Hilfeleistung reichen die medizinischen Kapazitäten nicht mehr.

 Derweil tobt in unserer Gesellschaft der aberwitzige Streit, ob das Corona-Virus gefährlich, weniger gefährlich oder gar nur ein Vorwand für staatlichen Machtmissbrauch sei.

Im chinesischen Wuhan und Umgebung leben ungefähr gleich viele Menschen wie in Deutschland. Nach anfänglichen Fehlern der örtlichen Behörden hat die Regierung in Beijing einen drastischen Kurswechsel angeordnet, 56 Millionen Bürger in eine rigorose Quarantäne geschickt, ein weltweit anerkanntes Versorgungsprogramm auf die Beine gestellt und dafür gigantische gesamtwirtschaftliche Schäden in Kauf genommen. Darf ein solches Vorbild bei uns etwa als Beweis dafür dienen, dass an der Corona-Infektionsgefahr nichts dran sei?

Objektiv besteht die Besorgnis einer schnellen, massenhaften Virusinfektion und gesundheitlicher Beeinträchtigung. Es ist die Pflicht aller zuständigen Instanzen, Maßnahmen dagegen zu ergreifen. Ob das bisher Veranlasste notwendig oder zweckmäßig war, lässt sich erst dann schlüssig beantworten, wenn die Krise ausgestanden ist. Derzeit sind übrigens Desinfektionsmittel und Schutzmasken ausverkauft. Darüber wird später ebenfalls zu urteilen sein.

Einem Corona-Patienten sagen zu müssen: „Wir können nichts machen, wir haben keinen Platz und keinen Arzt mehr für dich frei”, bedeutet, ihn qualvoll ersticken zu lassen. Den häufig vorgebrachten Einwand, das Corona-Covid19 sei nicht mal so gefährlich wie Grippeviren und habe bisher eh bloß bei wenigen älteren und vorerkrankten Menschen zum Tod geführt, halten wir für unerträglichen Zynismus. Er ist zudem, trotz aller Unvergleichbarkeit der Verhältnisse, angesichts von mehr als 6000 Toten in der VR China und fast 4000 Toten in Italien eine ausgesprochene Infamie.

Hier weiterlesen: https://publikumskonferenz.de/blog/2020/03/21/coronakrise-die-versager-haben-das-wort/

21. März 2020

Corona-Krise: Schuldzuweisungen der USA gegen China zunehmend aggressiver

 

21. März 2020

Warum ist das in Italien anders gekommen als in Deutschland? Russischer Chefarzt über Corona-Virus

21. März 2020

Italienische Anwälte-Vereinigung fordert Ende antirussischer Sanktionen vor dem Hintergrund der Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie

https://sptnkne.ws/BKnV

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