Archive for ‘Russland’

26. Januar 2021

Novichok Erfinder entwickelt neues Medikamente zur wirksamen Bekämpfung von COVID-19

Ein neues Medikament, das COVID-19 und andere Viruserkrankungen wirksam behandeln kann, könnte in naher Zukunft in Russland in Massenproduktion hergestellt werden, hat der russische Biochemiker Leonid Rink, einer der Entwickler von Novichok bekannt gegeben.

Leonid Rink identifizierte das Arzneimittel als antivirales und immunmodulierendes Mittel „Immofon“. Es wirkt gegen Viruserkrankungen.

Ihm zufolge basiert das Medikament auf dem Medikament „Diucifon“, das 1967 in der Sowjetunion zur Behandlung von Lepra synthetisiert wurde und bis in die 2000er Jahre auf der Liste der essentiellen Medikamente stand.

„Immofon“ enthält einen Teil des starken antiviralen Wirkstoffs „Dapson“ und zwei Methyluracil-Moleküle, die den Stoffwechsel in Geweben aktivieren und den Regenerationsprozess stimulieren sollen. Link fügte hinzu, dass das neue Medikament neben COVID-19 gegen Lupus erythematodes wirksam ist, Sklerodermie, rheumatoide Arthritis, Psoriasis, Allergien, Leukämie und Lungenerkrankungen. Er wies darauf hin, dass das Medikament bereits an etwa 700 älteren Freiwilligen getestet wurde.

Quelle:
https://sptnkne.ws/FeZM

25. Januar 2021

Wer ist der Feind: Russland oder China? (Berliner Zeitung)

https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/anjana-usa-li.134923

25. Januar 2021

Gehrcke zu Höhn: Kein Frieden mit der NATO

Wie vor Parteitagen üblich, werden tatsächliche oder konstruierte Konflikte, Widersprüche, Differenzen gern über die Presse ausgetragen: Dieses Mal zur Friedenspolitik der LINKEN. Die russische Presseagentur SNA (ehemals Sputnik-News) befragte dazu Wolfgang Gehrcke.

Nachfolgend vorab der Text im Wortlaut:

Frage: Der sicherheitspolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag , Matthias Höhn, hat seine, hat neue Überlegungen zu einer Sicherheitspolitik der Linkspartei vorgelegt. Was halten Sie von diesem Diskussionsangebot?

Wolfgang Gehrcke : Überhaupt nichts. Wenn es in seinem Arbeitskreis der Fraktion oder auf seiner website veröffentlicht worden wäre, würde kein Hahn danach krähen. Nur, weil der Spiegel es veröffentlicht und andere Mainstreammedien es aufgegriffen haben, ist es überhaupt im Gespräch.Ein Diskussionsangebot ist es auch nicht. Mit wem will er das denn diskutieren? Die Partei hat kein Interesse, einen Generalangriff auf ihre friedenspolitischen Grundpositionen zu diskutieren, sie hat sie doch immer wieder bestätigt, sie heißen: Kein Frieden mit der NATO, Abzug der US-Atomraketen aus Deutschland, gutnachbarschaftliche Beziehungen zu Russland, keine Auf-, sondern Abrüstung, keine Auslandseinsätze der Bundeswehr. Interesse an einer „Diskussion“ der Friedenspolitik der Linken haben jene, die sie ihr austreiben wollen, damit sie handzahm werde und mit den Wölfen, sprich: mit der NATO, heule.

Frage: Herr Höhn verweist darauf, dass sich die Weltlage seit 2007, als sich die Linkspartei gegründet hat, und seit 2011, als sie ihr Parteiprogramm in einer Urabstimmug angenommen hat, deutlich verändert habe. Seine Stichworte sind: Flucht, Vertreibung, Klimakrise, Kriege und Stellvertreterkriege in Syrien, Jemen, der Ukraine, Afghanistan, Mali, Irak…

Wolfgang Gehrcke: Leider ist die Welt nicht erst seit 2007, sondern schon seit 1989 nicht sicherer geworden. Laut Höhn haben daran die Vereinigten Staaten, Russland, China gleichermaßen Anteil, allen ginge es um Geopolitik, alle seien bereit, „für den eigenen Vorteil internationale Regeln zu brechen“, deshalb müsse die LINKE „altes Blockdenken“, „ausgediente Freund-Feind-Bilder“, „rückwärtsgewandte Muster und Klischees“ ablegen. Gute Gründe als überholt, alt, von gestern abzuwerten, ist ein beliebtes Muster neoliberaler Ideologen, um sich selbst als innovativ, modern, der Zukunft zugewandt darzustellen. Höhn versucht das, doch er scheitert an der Realität. Haben wir nur ein – ausgedientes – Bild vom US-Imperialismus als zu allem und jederzeit bereite Interventionsmacht? Das Bild vom deutschen Imperialismus als Hegemonial- und (leider) nicht Friedensmacht im Herzen Europas – überholt? Das Bild von der NATO als expansiv – rückwärtsgewandt? Ist sie an die Westgrenze Russlands, entgegen aller Zusagen von 1989, vorgerückt oder Russland an Neiße?

Frage: Ist dann der Verfasser der Rückwärtsgewandte?

Wolfgang Gehrcke: Rückwärtsgewandt würde ich das nicht nennen. Höhn bedient die sogenannte Äquidistanz, meint: Gleich große Kritik und Distanz zu allen Großmächten, namentlich zu Russland und den USA. Das Mittel dazu sind Nebelschwaden, etwa, indem er schreibt: „Wichtige Pfeiler der Rüstungskontrolle kamen ins Wanken oder sind bereits eingerissen“…Durch ein Erdbeben oder wie? Kamen die irgendwie über die Menschheit? Nein, die Abkommen sind von den USA aufgekündigt worden und haben damit wieder ein Wettrüsten losgetreten. Zwecks Äquidistanz unterstellt Höhn der Linke eine „Doppelmoral“ und schreibt: „Ein nicht-mandatierter amerikanischer Luftschlag in Syrien…oder der Einsatz von verbotenem Giftgas in Russland – wer glaubwürdig sein will, darf nicht mit zweierlei Maß messen.“ Glaubwürdig ist also nur, wer mit der Bundesregierung, der EU und der NATO behauptet, Nawalny sei mit Giftgas fast ermordet worden? Dieser Unsinn zeigt: Diese Art Äquidistanz soll nicht zu eigenständiger kritischer Reflexion des Weltgeschehens ermuntern, sondern die wohl begründete kritische Distanz zur derzeitigen internationalen Politik der Bundesregierung, der EU, NATO und den USA aufweichen.

Frage: Wird sich die LINKE in dieser Frage spalten?

Wolfgang Gehrcke: Nein. Innerhalb der LINKEN meinen immer mal wieder einzelne Politikerinnen, Politiker, die eine oder andere der Grundpositionen etwas abschleifen zu können. Dafür gab es bislang keine Mehrheit, für diesen Generalangriff zur Komplettrevision schon gar nicht. Sein Hintergrund ist natürlich die Bundestagswahl in diesem Jahr. Matthias Höhn gehört zu den Genossinnen und Genossen, die auf rot-rot-grün setzen und sich als mögliche Koalitionspartner andienen.

Frage: Was ist daran zu kritisieren?

Wolfgang Gehrcke: Außerhalb von Raum und Zeit: Gar nichts. Ich bin sehr dafür, dass DIE LINKE zu gegebener Zeit auch als Teil einer Regierung die Gesellschaft mit verändern kann. Doch im Jahr 2021 will keine der anderen Parteien auf Bundesebene mit der LINKEN koalieren, nach menschlichem Ermessen wird es ohnehin rein rechnerisch nicht gehen – und politisch schon gar nicht. Bislang ist in den Ländern der NATO noch keine Partei an die Regierung gekommen, die die NATO prinzipiell kritisiert und als friedens-untauglich abgelehnt hat. Das haben die USA immer verhindert. Eine Ausnahme ist vielleicht der Austritt Frankreichs aus den militärischen Strukturen der NATO unter De Gaulle im Jahr 1966. Aber der hatte mehr mit den eigenen damaligen Kriegen Frankreichs in Algerien und der USA in Vietnam zu tun. Noch bevor Gerhard Schröder (SPD) und Josef Fischer (Grüne) 1998 als Bundeskanzler bzw. Außenminister vereidigt wurden, mussten sie in Washington ihre Treue zur NATO unter Beweis stellen, indem sie die deutsche Unterstützung für den dann erst folgenden NATO-Krieg gegen Jugoslawien zusicherten. Auch heute müsste eine LINKE in der Regierung einen Preis zahlen, wenigstens den Verrat an ihren eigenen Positionen, und sie müsste ganz sicher Russland mindestens die kalte Schulter zeigen, wenn nicht mehr. Das kommt für mich gar nicht in Frage. 2021 jährt sich zum 80. Mal der Überfall Hitlerdeutschlands auf die Sowjetunion mit den unfassbaren Grausamkeiten, begangen von Deutschen, und 27 Millionen Toten allein in der Sowjetunion. Wenn etwas Staatstragendes gewünscht wird, dann möchte ich, dass die Erinnerung an die Ungeheuerlichkeit dieser Verbrechen und das Bemühen um Versöhnung deutsche Staatsräson wird.

Frage: Was braucht die LINKE zum Regieren?

Wolfgang Gehrcke: Ganz sicher nicht, ihre Kapitalismuskritik und ihre Friedenspolitik für das Linsengericht einer Regierungsbeteiligung zu verkaufen. Die eine wie die andere sind doch in der derzeitigen tiefen gesellschaftspolitischen Krise aktueller denn je. Die Krise wird nicht kleiner werden, sie wird auch nicht wie von selbst verschwinden. Deshalb brauchen wir eine Veränderung der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse für Frieden und soziale Gerechtigkeit. Vom Parlament aus kann man dazu unterstützend beitragen, wachsen muss es von unten.

Quelle: Wolfgang Gehrcke

25. Januar 2021

„Erinnerungen“ am 27. Januar 2021 am Brandenburger Tor, Pariser Platz – von 14 16 Uhr (27.1.1945 Befreiung von Auschwitz – 27.1.1944 Befreiung von Leningrad)

Befreiung von Auschwitz LINK

Befreiung von Leningrad LINK

24. Januar 2021

Wer ist der russische Oppositionelle Nawalny? Ein Lügner im Dienste russlandfeindlicher Interessen!

Dass ein kleiner Teil der russischen Bevölkerung meint, Alexej Nawalny akzeptieren zu können, weil er angeblich alternativlos ist, ist schon schlimm genug. Was aber wirklich schockierend zu beobachten ist, dass so viele Deutsche derart viel Sympathie und Verständnis für diese russische Kopie von Björn Höcke aufbringen. Wie tief muss die Verachtung für die Russen und Russland sein?

Nawalny ist einer der wenigen Oppositionellen, der extreme fremdenfeindliche und antiliberale Positionen vertritt. Aber selbst liberale und allgemein unzufriedene Menschen scheinen seine unglaubliche Hetze zu akzeptieren.Acht Jahre, von 1999 bis 2007 war Alexej Nawalny Mitglied, und zeitweise sogar Vorstandsmitglied in der Partei „Jablonko“. Letztendlich entsorgte der Parteichef Grigori Jawlinski den Mitstreiter Nawalny und kommentierte später, dass nationalistische und rassistische Äußerungen zum Rauswurf geführt hätten.

Auf seinem eigenen Blog nannte Alexej Nawalny Bürgerrechtler „quasiliberale Wichser“ und Homosexuelle: „Schwuchteln“, die weggesperrt gehörten. 2008 sprach er sich für die Deportation aller Georgier aus Russland aus und forderte sogar dass „das Hauptquartier (Tiflis) der Nagetiere“ mit Marschflugkörpern zerstört werden sollte.Jährlich nahm Nawalny am „Russischen Marsch“ teil. Ein Treffpunkt für Konservative, Nationalisten, Monarchisten und offen rechtsextreme Gruppierungen. Nawalny war dort mehrfach als Redner auf der Bühne und gehörte zu den Organsisatoren.

Die von ihm gegründete Fortschrittspartei nannte sich „nationalistisch“. 2013 wollte Nawalny Bürgermeister von Moskau werden. Er bekam tatsächlich 27 Prozent der Stimmen und wurde zum prominentesten Oppositionellen. Die Wahl gewann er mit einer scharf antimigrantischen Agenda und behauptete dass die Hälfte der Kriminalität in Moskau von Einwanderern aus dem Kaukasus ausgehe.

Tschetschenen bezeichnete er als „Kakerlaken“, und riet sogar dazu, dass man sich gegen diese bewaffnen müsseRussische Frauen könnten „nicht mehr auf die Straße gehen“.

2013 paktierte er mit sogar mit den den Ultrarechten Krylow und Tor, verfasste mit ihnen gemeinsam eine Erklärung, in der die antitschetschenische Randale in der Stadt Pugatschow unterstützt wurde und Tschetschenen als Aggressoren bezeichnetet wurden.

24. Januar 2021

Auch mit Joe Biden: Osteuropa bleibt im Visier der USA (RT DE)


23.1.2021

von Prof. Dr. Anton Latzo

Bereits vor seiner Wahl zum US-Präsidenten hat Joe Biden den globalen Führungsanspruch der USA bekräftigt. Zu dessen Umsetzung ist die Vorherrschaft in Eurasien laut dem US-Strategen Brzezinski unerlässlich. Neben China steht dort vor allem Russland den US-Interessen im Weg – weshalb die neue Biden-Administration Osteuropa verstärkt ins Visier nehmen wird.

weiterlesen hier:
https://de.rt.com/meinung/112093-osteuropa-bleibt-im-visier-usa/

24. Januar 2021

Nach Nawalny-Protesten: Oppositionelle im Ausland um den Ex-Oligarchen Michail Chodorkowski fordern weitere Sanktionen gegen Russland (SNA News)

https://snanews.de/20210124/nawalny-proteste-oppositionelle-ausland-sanktionen-russland-643622.html
24.1.2021

Nach den jüngsten Protesten für die Freilassung des inhaftierten Bloggers Alexej Nawalny gibt es Rufe nach weiteren EU-Sanktionen gegen Moskau. Wie dpa meldet, erklärten im Ausland lebende Oppositionelle um den Ex-Oligarchen Michail Chodorkowski am Samstag, die Strafmaßnahmen müssten Oligarchen und Freunde von Kremlchef Wladimir Putin treffen.
Der frühere Schach-Weltmeister Garri Kasparow sagte bei einer Online-Pressekonferenz: „Jagt sie, verfolgt ihre Geldströme.“ Die EU solle das Sanktionsinstrument nutzen, das sie im Kampf gegen Menschenrechtsverletzungen im Dezember beschlossen hatte.
Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell kündigte an, am Montag mit den Außenministern der EU-Staaten bei einem Treffen in Brüssel über die nächsten Schritte zu beraten. FDP-Chef Christian Lindner forderte ein Moratorium für den Weiterbau der deutsch-russischen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2.

Bei den Protesten hatten am Samstag Tausende Menschen in rund 100 Städten Russlands für die Freilassung Nawalnys und gegen Präsident Wladimir Putin demonstriert. Mancherorts kam es zu Ausschreitungen, mehrere Menschen wurden festgenommen, die genaue Zahl ist bislang aber nicht offiziell bekannt.

24. Januar 2021

Russische Proteste für den vom Westen unterstützten Rassisten Nawalny ähneln den Protesten Hongkong

Die folgende Erklärung wurde im September 2020 verfasst und gilt heute umso mehr!

http://www.berlin-gegen-krieg.de/ex/russlandbrief

Endlich Schluss mit der Dämonisierung Russlands im Fall Nawalny!
Endlich Schluss mit der westlichen Einmischungspolitik!
Frieden mit Russland!
Wir unterstützen linke Politiker*innen,
die diese Dämonisierung Russlands zurückweisen.

Die folgenden Stimmen sind außerordentlich wichtig, sie sind mutig
und sie verdienen unsere Unterstützung:
Deutschland muss endlich aufhören Russland zu provozieren,
durch Sanktionen,
durch Aufrüstung,
durch Militärübungen
oder wie jetzt im Fall Nawalny durch unbewiesene Behauptungen.

Wir fordern Frieden mit Russland!

Sevim Dagdelen, die Obfrau der Fraktion Die Linke im Auswärtigen Ausschuss erklärte vor kurzem: „Die Vergiftung des russischen Oppositionellen Alexej Nawalny ist ein Verbrechen, das umfassend aufgeklärt werden muss. Es obliegt den zuständigen Justizbehörden Russlands, dafür Sorge zu tragen und die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft zu ziehen. Die Bundesregierung ist aufgerufen, diese Aufklärung zu unterstützen und mit den russischen Ermittlern zu kooperieren.” Sevim Dagdelen weiter: „Es ist befremdlich, wenn Bundeskanzlerin Angela Merkel und Außenminister Heiko Maas die russische Regierung ,dringlich’ zu einer Erklärung zu dem Vorgang auffordern, noch bevor Untersuchungsergebnisse aus Deutschland offensichtlich an Moskau übermittelt wurden, während gleichzeitig aber bereits eine ,angemessene gemeinsame Reaktion’ seitens der EU und NATO angekündigt wird.

Gregor Gysi, außenpolitische Sprecher der Linken, warnt vor einer „Vorverurteilung“ des russischen Präsidenten Wladimir Putin und Russlands und meint: „Der Putin muss doch bescheuert sein, wenn er sowas macht. Er weiß doch, dass das die Beziehungen zum Westen noch mehr verschlechtert.“ Gysi weiter: „Wir wissen doch gar nicht, wer der Täter war. Alle gehen davon aus, die Regierung war das. Aber es kann ja auch ein einzelner Mann vom Geheimdienst sein, der durchgedreht ist.“ ….. „Es kann ja auch sein, dass es ein Gegner der Erdgasleitung nach Deutschland war. Oder ein beauftragter Gegner, der wusste: Wenn man einen solchen Mord inszeniert, der dann der Regierung in die Schuhe geschoben wird, führt das zur Verschlechterung der Beziehungen.“

Sahra Wagenknecht, hat in der Debatte um mögliche Strafmaßnahmen gegen Russland wegen des Falls Nawalny vor Heuchelei gewarnt. Demnach sollte die Sanktionspolitik gegenüber allen Handelspartnern gleich bleiben – sie verwies auf schwere Verstöße vonseiten Saudi-Arabiens und der USA. „Aber selbst wenn der Kreml dafür verantwortlich sein sollte (wofür es bisher keine Belege gibt), ist es auch nicht abscheulicher, als Oppositionelle zu köpfen oder zu Tode zu peitschen, wie es in Saudi-Arabien, von dem wir Öl beziehen, gängige Praxis ist“, sagte Wagenknecht und weiter erklärte sie: „Es ist auch nicht abscheulicher, als unschuldige Zivilisten mit Drohnen zu zerfetzen, wie es die Vereinigten Staaten, die uns ihr Fracking-Gas liefern, in weit mehr als tausend Fällen getan haben.“

Klaus Ernst, Die Linke, Mitglied des Deutschen Bundestages, erklärte: „Ich frage, wem nutzt die Vergiftung Nawalnys wirklich?“, und weiter: „Für Putin ist Nawalny keine ernsthafte Gefahr. Eigentlich nutzt die Vergiftung denen, die ein Interesse daran haben, die Russen und die Europäer auseinander zu bringen“….“Dieser Konflikt nutzt eindeutig den Amerikanern.“ Einen Baustopp bei der Ostsee-Pipeline North Stream 2 lehnte Ernst strikt ab. „Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir die wirtschaftlichen Beziehungen mit Russland aufrecht erhalten und sogar intensivieren“, sagte der Linken-Politiker. „Ein Stopp der Pipeline wäre ein falscher und gefährlicher Weg.“

Heike Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion Die Linke erklärte: „Der Mordanschlag auf den russischen Politiker Nawalny muss aufgeklärt werden, Vorverurteilungen und Sanktionsdrohungen sind jedoch kontraproduktiv.“…. „Statt an der Eskalationsspirale gegenüber Russland aufgrund von Verschwörungstheorien zu drehen, muss die NATO deeskalieren und sich für Aufklärung einsetzen“.

Alexander Neu, Obmann für Die Linke im Verteidigungsausschuss, erklärte, dass gerade Deutschland, das einen hohen Anspruch auf Rechtsstaatlichkeit lege, mit Beweisen auftreten sollte und nicht mit wilden Spekulationen.

Linken-Fraktionsvorsitzende Amira Mohamed Ali sprach von einem furchtbaren Verbrechen, das es lückenlos aufzuklären gelte. Ein Ende von Nord Stream 2 lehnte sie ab. US-Präsident Trump wolle „uns zwingen, sein dreckiges Frackinggas abzukaufen“. Deutschland werde mit völkerrechtswidrigen Sanktion gedroht, um von russischem Gas zu lassen. Die Tatsache, dass die USA selbst russisches Erdöl importieren, zeige aber, dass wieder einmal mit doppelten Standards gemessen werde: „Es geht nicht um Menschenrechte, es geht um Wirtschaftsinteressen.“

Wir wiederholen:
Diese Stimmen sind außerordentlich wichtig, sie sind mutig und sie verdienen unsere Unterstützung.

Jeder kann diesen Offenen Brief unterstützen.

http://www.berlin-gegen-krieg.de/ex/russlandbrief

23. Januar 2021

Wer regiert die neue US-Regierung? Das große Spektakel (RT DE)

Wer regiert die neue US-Regierung?
Ein sehr aufschlussreicher Kommentar von Ivan Rodionov

Als Joe Biden und Kamala Harris unter massivster Bewachung ins Amt eingeschworen wurden, zog weniger sichtbar die US-Oligarchie mit ins Weiße Haus ein. Big Tech ist neben Big Money besonders massiv in der Biden-Administration vertreten. Die Konzerne besetzen mit ihren Leuten die Stellen in diversen staatlichen Aufsichts- und Kontrollbehörden, die dieselben Konzerne regulieren sollen.
Hier anhören: https://de.rt.com/programme/derkommentar/112198-alle-macht-oligarchen/

Ein Kommentar von Stefan Fein:https://de.rt.com/meinung/112117-und-donald-sagt-auf-wiedersehen/
Und Donald sagt „Auf Wiedersehen“
Die Übernahme der Regierungsgeschäfte des US-Präsidenten Joe Biden wurde zu einer großen Show. Scharf von der Nationalgarde bewacht und von zahlreichen Künstlern, Sängern und Schauspielern umgarnt, feierte der Neue im Amt den Abgang des Alten. Donald Trump fehlte bei der Zeremonie. Das gab es in den USA seit 150 Jahren nicht mehr.

Als der Mann mit der blonden Tolle das Weiße Haus verließ, schien es in den Medien, als habe der Teufel persönlich den Rückzug aus dem Paradies angetreten. Die Nationalgarde wartete auf einen Angriff. Doch nichts passierte. Trotz Ankündigung und Untergangsmahnungen der Medien. Trump entzog sich still dem Schauspiel. Er flog nach Florida, hinterließ seinem Nachfolger Joe Biden noch einen sehr versöhnlichen Brief, den der gute Joe aber nicht weiter vorlesen wollte. Denn der passte nicht in das hollywoodartig durchinszenierte Spektakel der Vertreibung des Teufels aus dem Paradies.

Als brave Unterstützer eines neuen Herrschers waren sich US-Journalisten nie zu schade. Auch einige deutsche Politiker sahen ihre Stunde wieder einmal gekommen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier etwa sprach von einem „großen Tag für die Demokratie“, die er, der Absegner undemokratischster Corona-Beschlüsse in Deutschland, gerade noch satt ignorierte. Aber aus dem Hinterzimmer im Schloss Bellevue sieht man eben nicht alles.

Zurück zum neuen Salvator im Weißen Haus. Zumindest was die Erwartungen einiger Journalisten angeht, die gern in kräftigen Farben malen. Trump „schleicht sich über die Bühne wie ein geschlagener Preisboxer, der den Hallenausgang sucht“, so der CNN-Reporter Jim Acosta. Er wirke so klein wie nie zuvor. Wer sich da noch kleiner machte, sollte man vielleicht an dieser Stelle mal fragen.

N-tv verkündete: „Anti-Trump will Amerika wieder aufbauen.“ Nicht Christus, aber ähnlich. War es denn kaputter als zuvor? Andere Künstler machten sich selbst noch kleiner vor dem neuen Alten, der es gar nicht erwarten konnte, im Oval Office neben einem Mappenstapel gleich 17 Dekrete auf einmal zu erlassen; darunter auch die Maskenpflicht für 100 Tage in Bundeseinrichtungen, die Rückkehr zur WHO, die Schaffung eines Corona-Koordinators, mehr Mieterschutz, das Aussetzen von Studienkrediten, die Rückkehr zum Pariser Klimaabkommen, den Stopp der Alaska-Ölpipeline und den Mauerbaustopp zu Mexiko – die längst als Stahlzaun vorhanden ist, der aber auch nicht abgebaut werden soll.

Und natürlich dürfen wieder alle Muslime ins Land. Auch aus „Schurkenstaaten“. Vornehmlich Investoren. Die Waffenindustrie hat schon geläutet. Dann waren da noch der Weltfrieden und andere profane, typisch US-amerikanische Dinge wie Freiheit, Gleichheit und die Suche nach dem Glück. Das schlechte Amerika geht, das gute kommt. Das ist jetzt die offizielle Lesart in den meisten Medien.

Während mit hysterisch überkippender Stimme Lady Gaga im schwarz-roten Carmen-Look mit Adler auf der Brust die Nationalhymne anstimmte, warteten auch andere Showgrößen, die ihre Dienerhaftigkeit nicht schnell genug demonstrieren konnten: „Forrest Gump“-Hauptdarsteller Tom Hanks, Justin Timberlake, Katy Perry.

Als Biden vereidigt wurde, saß Trump schon in der Air Force One Richtung Florida. Man muss sich ja nicht alles antun. Der Teufel hätte auch nicht ins Bild gepasst bei einer solchen bunten Inszenierung mit dem lieben Gott Joe. Mal sehen, wie lange das Theater anhält, wie lange die Medien den alten Mann im Weißen Haus mit seiner bemerkenswert oft lächelnden Vizepräsidentin Kamala Harris noch heiligsprechen …
Irgendwann nutzt sich das ab. Dann braucht man wieder einen Buhmann. Aber Trump sagte ja bereits: „Auf Wiedersehen“.

23. Januar 2021

Pandemie als Geschäft – Kuba, Venezuela, Russland, China und andere Schurkenstaaten drohen wieder einmal, die Gewinne multinationaler Konzerne zu schmälern. (junge Welt)

zum Artikel hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/394954.pandemie-als-gesch%C3%A4ft.html

20. Januar 2021

Kein Frieden mit Biden. China »abkoppeln«, Russland einkreisen: Neue US-Regierung bleibt außenpolitisch auf Aggressionskurs (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/394757.machtwechsel-in-den-usa-kein-frieden-mit-biden.html

20. Januar 2021

US-Magazin Time: Ukrainische Asow-Bewegung ist zur kampffähigsten rechtsextremen Miliz weltweit aufgestiegen (RT DE)

Das US-Magazin Time veröffentlichte einen umfassenden Bericht über den weltweiten Einfluss der rechtsextremen Asow-Bewegung. Diese verfüge über Waffen, Trainingsbasen und eine erfolgreiche Vermarktungsstrategie. Die Extremisten werden mit den Taliban und dem IS verglichen.

von Wladislaw Sankin

Außerhalb der Ukraine nimmt die rechtsextreme Asow-Bewegung eine zentrale Rolle in einem Netzwerk extremistischer Gruppen ein, das sich von Kalifornien über Europa bis nach Neuseeland erstreckt,berichtet das US-Magazin Time unter Berufung auf Strafverfolgungsbeamte von drei Kontinenten.

„Und es wirkt wie ein Magnet für junge Männer, die sich nach Kampferfahrung sehnen.“

Das sagt Ali Soufan, Sicherheitsberater und ehemaliger FBI-Agent. Außer ihm befragte Time zahlreiche andere Experte und Protagonisten in den letzten zwei Jahren für seinen Bericht und trug die Ergebnisse letzte Woche unter dem Titel „Like, Share, Recruit: Wie eine für die weiße Vorherrschaft kämpfende Miliz Facebook nutzt, um neue Mitglieder zu radikalisieren und zu trainieren“ zusammen.

Hier weiterlesen und sehen (Videos): https://de.rt.com/international/111843-time-ukrainische-asow-bewegung-zur-kampffaehigsten-rechtsextremen-miliz-aufgestiegen/

20. Januar 2021

Warf Moskau US-Wahleinmischung vor: Ex-US-Botschafter in Russland zum neuen CIA-Chef nominiert (RT DE)


Der frühere US-Botschafter in Russland William Burns, der unter anderem Moskau Einmischung in die US-Präsidentschaftswahl 2016 vorgeworfen hatte, soll künftig den Auslandsgeheimdienst CIA leiten. Dies verlautete aus einer Mitteilung des Biden-Übergangsteams am Montag.

weiter hier:
https://de.rt.com/nordamerika/111630-warf-moskau-us-wahleinmischung-vor-ex-botschafter-in-russland-neuer-cia-chef/

20. Januar 2021

„Eine schlechte Idee“: US-Außenministerkandidat Blinken äußert sich zu Nord Stream 2 (SNA News)

Die Administration des neugewählten US-Präsidenten Joe Biden wird Maßnahmen ergreifen, um den Bau der Gaspipeline Nord Stream 2 zu stoppen. Dies erklärte der Außenministerkandidat Antony Blinken während der Anhörungen vor dem Ausschuss für äußere Angelegenheiten des Senats.

weiterlesen hier:
https://snanews.de/20210120/blinken-nord-stream-2-593024.html

19. Januar 2021

Transatlantische Sanktionen (III). USA verhängen Sanktionen wegen Nord Stream 2 (german-foreign-policy.com)

Erstmals verhängen die Vereinigten Staaten konkrete Sanktionen gegen ein Unternehmen wegen seiner Beteiligung am Bau von Nord Stream 2. In einer ihrer letzten Amtshandlungen hat die Trump-Administration gestern mitgeteilt, das russische Verlegeschiff Fortuna mit Zwangsmaßnahmen zu belegen. Während Moskau erklärt, man setze dennoch alles daran, die Pipeline fertigzustellen, die russisches Erdgas direkt in die Bundesrepublik leiten soll, steigen wegen der US-Sanktionsdrohungen weitere Unternehmen aus mehreren europäischen Staaten bei Nord Stream 2 aus, darunter der deutsche Bilfinger-Konzern. Der Ausstieg ist nicht ohne Risiko: Die Unternehmen erweisen sich damit als von den Vereinigten Staaten erpressbar – ein Nachteil etwa auf dem hochattraktiven chinesischen Markt. Da Russland den Ausbau der Erdgaspipelines nach China energisch vorantreibt, droht die EU ihre privilegierte Abnehmerposition zu verlieren. Außenminister Heiko Maas hatte schon kürzlich gewarnt,man müsse „nicht über europäische Souveränität“ reden, wenn man alles nur noch mache, „wie Washington es will“.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8491/