Archive for Mai, 2014

31. Mai 2014

{Junge Welt] Kiew läßt wahllos feuern

Krankenhaus in Slawjansk durch Artilleriebeschuß beschädigt. Poroschenko und US-Botschafter: Bis zu 2000 Tote sind öffentlich vertretbar

Von Arnold Schölzel

Ukrainische Regierungstruppen beschossen am Freitag Wohnhäuser, Schulen und Kindereinrichtungen in der Stadt Slowjansk mit Artillerie. Das berichteten mehrere Medien der Ukraine und Rußlands. Sie machten keine Angaben über Tote und Verletzte. Anwohner berichteten der Kiewer Zeitung Iswestija w Ukraine, von »völlig chaotischem Feuer auf die Stadt«. Der Sender Russia Today zitierte einen Einwohner, um fünf Uhr morgens seien eine Kinderpoliklinik und der danebenliegende Empfangsbereich eines Kinderkrankenhauses getroffen worden. Auf Bildern im Internet waren schwere Zerstörungen zu sehen. Es hieß, in der Klinik seien noch einige Kinder gewesen, die in die Kellerräume des Gebäudes gebracht worden seien. Die Regierung in Kiew leugnete, daß eigene Truppen die Stadt beschossen hätten. Vielmehr hätten Aufständische das Feuer eröffnet.

Die Einwohner beklagten gegenüber Journalisten bei Telefongesprächen, daß sie von der neuen ukrainischen Regierung mit den Aufständischen »in einen Topf« geworfen würden. Es habe keine Angebote für Evakuierungen gegeben und keinerlei Unterstützung für jene Familien, denen Armee oder Luftwaffe buchstäblich das Dach über dem Kopf weggeschossen hätten. Auch aus anderen Städten der Ostukraine wurden Kämpfe gemeldet.

Auf dem zentralen Platz der Stadt Dsershinsk (etwa 50 Kilometer nördlich von Donezk, 35000 Einwohner), versammelten sich nach Angaben lokaler Medien am Freitag etwa 5000 Bergarbeiter aus der Region zu einer Protestkundgebung und verlangten das sofortige Ende der »antiterroristischen Operation« von Armee und Nationalgarde sowie Teilnahme der Aufständischen am »Runden Tisch«. Redner drohten mit einem unbefristeten Streik.

Die Machthaber in Kiew blieben unterdessen auf Bürgerkriegskurs. Verteidigungsminister Michail Kowal warf erneut Rußland vor, verdeckte militärische Einsätze auf Seiten der Rebellen zu steuern und kündigte an, das ukrainische Militär werde die Einsätze im Grenzgebiet zu Rußland fortsetzen, bis die Region »normal lebt, funktioniert und für die Menschen Ruhe herrscht«. Kowal berichtete zugleich, daß am Donnerstag zwei Armeehubschrauber vom Typ Mi-8 bei Slowjansk abgeschossen worden seien, die Besatzungen seien umgekommen. Der Sprecher der Aufständischen in der Stadt hatte erklärt, von der 14köpfigen Besatzung des einen Helikopters seien 12 verstorben, zwei schwer verletzt.

Was unter Ruhe und Normalität zu verstehen ist, deutete Milliardär Petro Poroschenko, der am 25. Mai die vorgezogene ukrainische Präsidentenwahl gewann, an. Die russische Nachrichtenagentur Ria Nowosti berichtete am Donnerstag abend unter Berufung auf eine hochrangige Quelle in Kiew,Poroschenko habe noch am Wahltag mit US-Botschafter Geoffrey Pyatt den »Antiterroreinsatz« im Osten der Ukraine erörtert. Sofort nach den Konsultationen in der US-Botschaft habe er in einer Beratung mit leitenden Vertretern des Militärs und des Sicherheitsapparates ultimativ gefordert, die Gebiete Donezk und Lugansk vor seiner für den 7. Juni geplanten Amtseinführung zu »säubern«. Dabei sei als akzeptable Zahl von Toten die Ziffer 2000 genannt worden. Pyatt habe sich für aktivere Handlungen der Armee im Osten der Ukraine ausgesprochen. Für den Fall, daß die Zahl der Todesopfer zu hoch werde, habe der Botschafter versichert, daß die USA den »negativen Effekt abfedern und die internationale Reaktion werden herunterspielen können«.

http://www.jungewelt.de/2014/05-31/060.php

31. Mai 2014

[Junge Welt] Interview mit dem Vorsitzenden der KP der Ukraine

 

31.05.2014 / Schwerpunkt / Seite 3Inhalt

»Unter Poroschenko nimmt die Konfrontation noch zu«
In der Ukraine wird Jagd auf Linke und Andersdenkende gemacht. Kommunistischer Partei droht das Verbot. Ein Gespräch mit Petro Simonenko
Interview: Peter Wolter
Petro Simonenko ist Vorsitzender der Kommunistischen Partei der Ukraine, er war auf Einladung des Parteivorstandes der Linkspartei in Berlin

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http://www.jungewelt.de/2014/05-31/050.php

31. Mai 2014

springstein.blog – „Endspiel“ um die Ukraine begann auf der Krim

 

Eine anscheinend geheimnisvolle Konferenz in Jalta auf der Halbinsel Krim ist wenig geheimnisvoll, aber bedeutungsvoll für die Entwicklung des Konfliktes um die Ukraine

Das „Endspiel“ um die Ukraine wurde auf der Krim eingeleitet: Aber nicht durch die Wiedervereinigung mit Russland im März 2014, sondern durch eine Konferenz sechs Monate zuvor in Jalta. Die Tageszeitung Die Welt berichtete am 23. September 2013: „Auf der Konferenz wurde deutlich, dass das Endspiel um die Zukunft der Landes und um die Zukunft von Timoschenko begonnen hat.“ Mit der Konferenz ist das seit 2004 jährlich stattfindende Treffen der „Yalta European Strategy“ (YES) gemeint. Bezahlt wird es von dem Oligarchen Viktor Pintschuk, der die Ukraine in die EU führen will. Laut eines Berichtes der FAZ vom 19 Februar 2014 ist der Oligarch mit „weit mehr als 2,3 Milliarden Euro“ der zweitreichste Mann in der Ukraine. Veranstaltungsort ist passenderweise der Liwadija-Palast in Jalta auf der Krim – eben dort, wo vor fast 70 Jahren Stalin, Roosevelt und Churchill zusammensaßen. 2007 hat sich dort übrigens Gerhard Schröder für eine Partnerschaft mit Russland ausgesprochen und laut Die Welt vom 4. Juli 2007 bei den Gastgebern unbeliebt gemacht.

Hier weiterlesen: http://springstein.blogspot.de/2014/05/endspiel-um-die-ukraine-begann-auf-der.html

31. Mai 2014

[RT} WikiLeaks cables reveal changing US views on Poroshenko

http://rt.com/news/162396-wikileaks-cables-us-poroshenko/

The disgraced oligarch’:
WikiLeaks cables reveal changing US views on Poroshenko

Published time: May 30, 2014 01:17

The US was among the first states to congratulate Ukraine’s president-elect Petro Poroshenko. Yet real US opinions of the new president are more complicated, as revealed by WikiLeaks cables which refer to the billionaire as a “disgraced oligarch.”

For years, the US was keeping an eye on the Ukrainian billionaire and former foreign minister. Between 2006 and 2011, Poroshenko’s name was a direct or indirect subject of hundreds of cables released by WikiLeaks.

A simple search for “Poroshenko“ on WikiLeaks‘ website gives at least 350 documents mentioning his name. But some of the descriptions provided by US diplomats are far from complimentary.

Poroshenko is not new to politics, having occupied various prominent posts in Ukraine in the past.

The majority of the negative characteristics were given to Poroshenko by US diplomats between 2006-2009 – the years he served as a deputy of the Verkhovna Rada and council chair of the National Bank of Ukraine.

For example, in a cable dated February 16, 2006, US Ambassador to Ukraine John Herbst describes Poroshenko as a “disgraced oligarch.”

“[Former Ukrainian Foreign Minister] Konstyantyn Hryshchenko claimed that Poroshenko appeared to be working hard to scuttle a possible deal between Yushchenko and Yanukovich, because such a coalition would likely freeze out the disgraced oligarch. End summary,“ he said.

In another cable dated May 26, 2006, deputy chief of the US mission in Kiev Sheila Gwaltney addressed the Department of State describing ‚Poroshenko as “tainted by credible corruption allegations.”

Then-Prime Minister Yulia Tymoshenko was one of the people behind the corruption accusations. Poroshenko was then one of Viktor Yushchenko’s close allies during the Orange Revolution.

A series of US diplomatic cables shows the Poroshenko-Tymoshenko rivalry, revealing that he would stop at nothing in order to get back at Tymoshenko for accusing him of public corruption.

Beginning with 2009 – the year Poroshenko became a Ukrainian foreign minister – US descriptions began to turn around, with personal characteristics becoming more favorable.

In a cable dated October 9, 2009 US interim charge d’affaires to Ukraine James Pettit described him as a “wealthy businessman with broad political connections, calling for increased European integration and more pragmatic relations with Russia.”

Later, cables talked about Poroshenko developing pro-Western views.

US Ambassador John Tefft’s report from February 17, 2010 said that it was Poroshenko who recommended that then-President Viktor Yanukovich make his first visit to Brussels instead of Moscow.

Poroshenko “urged the US not to read too much into language in Yanukovich’s speeches favorable to Medvedev’s [the then Russian president] proposal for new security architecture.” The note added that Poroshenko insisted “NATO membership remains an aspiration, albeit a distant one.”

When asked about Poroshenko’s thoughts about the cables, the president-elect’s press secretary Irina Friz told Kommersant newspaper that “he did not read them.”

Poroshenko already has a meeting scheduled with Barack Obama, after the US president expressed his readiness to meet with his Ukrainian counterpart while on his European tour. The meeting is scheduled for June 3, according to Kommersant.

The Ukrainian leader is one of the country’s richest businessmen. He has been dubbed the ‚Chocolate King‘ because of the fortune he has made in confectionery, which is worth more than US$1.3 billion. Poroshenko also unofficially controls Ukraine’s Channel 5.

Poroshenko officially won the election as he received 54.7 percent of the votes, the country’s Central Electoral Commission (CEC) announced Thursday.

The president-elect’s main competitor, Yulia Tymoshenko, was a distant second, with just 12.81 percent of the votes, according to exit polls.

The inauguration ceremony for the new Ukrainian leader is scheduled to be held sometime between June 8-10.

Meanwhile, Kiev intensified its military operation in the eastern regions of Ukraine in the run-up and following the election, escalating the conflict further.

30. Mai 2014

[telepolis] Kalter Krieg 2.0

Die Dämonisierung Putins und der Kampf Russlands um die Ukraine zeigen, dass der geopolitischen Verschnaufpause nur ein kurzer Sommer beschieden war. Der Bär zeigt wieder Krallen, Teil V
Das Bild hat für Furore und politische Missstimmung gesorgt, in Berlin, in den Medien und in der Regierungskoalition. Gerhard Schröder, Vorsitzender des Aktionärsausschusses der Nord Stream AG, eines Unternehmens, das die gleichnamige Ostsee-Pipeline betreibt und vom russischen Staatskonzern Gazprom dominiert wird, feierte Ende April seinen 70. Geburtstag in St. Petersburg nach und umarmte demonstrativ lachend und mitten in der Ukraine-Krise, Vladimir Putin, seinen „alten“ und „engen Freund“, wie der „Spiegel“ süffisant anmerkte. weiterlesen http://www.heise.de/tp/artikel/41/41895/1.html

30. Mai 2014

[Telepolis] EU-Politik: Der Trick beim TTIP

Demnächst sollen neue EU-Kommissare für transatlantischen „Freihandel“ sorgen, das EU-Parlament wird nur für ein Plazet gebraucht

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41903/1.html

30. Mai 2014

[Gegenmeinung] Wichtige Vereinbarung zwischen Russland und Syrien

Von der ukrainischen Frage sehr in Anspruch genommen, schien Russland vom Nahen Osten in den letzten zwei Monaten abwesend zu sein. Dieser Besuch markiert seine regionale Rückkehr und seine neue Politik gegenüber „dem Westen“.

http://principiis-obsta.blogspot.se/2014/05/wichtige-vereinbarung-zwischen-russland.html

30. Mai 2014

USA: Gewerkschafter gegen Einmischung in der Ukraine

Ein Beschluss des Labour Council in San Francisco zur Ukraine

Resolution zu Ukraine und Rußland

Da die Vereinigten Staaten und andere westliche Länder sich in die inneren Angelegenheiten der Ukraine eingemischt haben und hinter dem Umsturz Millionen Dollar unserer Steuergelder stecken, die in der verdeckten Kampagne zur Destabilisierung und zum Sturz der demokratisch gewählten vorhergehenden Regierung verwendet wurden, und
da dieses Geld aus dem Bundeshaushalt stammt, wo es unmittelbar mit den Bugets für die Bedürfnisse der Menschen konkurriert, die der Erziehenung und anderen Diensten gewidmet sind, wie auch den Studenten und ihren Familien; und
da die westlichen Mächte historisch versucht haben, Rußland einzukreisen und zu schwächen, indem sie osteuropäische Länder in die NATO integrieren; und

da die Einmischung der westlichen Mächte und der drohende Krieg den Interessen des ukrainischen, des russischen und des amerikanischen Volkes entgegenstehen und Frieden und Stabilität in der Region untergraben; und
da die neue ukrainische Regierung, gestützt durch die Vereinigten Staaten und europäische Mächte, ein faschistisch gesonnenes Element hat, das einen großen Teil der Bevölkerung bedroht und rassistische, antisemitische und fremdenfeindliche Ansichten wiedergibt, die unseren grundsätzlichen Werten widersprechen, und
da faschistische Bewegungen in der Geschichte versucht haben, die organisierte Arbeiterbewegung zu zerstören, und
da die Region nun ein Pulverfaß ist, das leicht entzündet werden kann; und
da ein Krieg in Europa verheerende Folgen für die Weltwirtschaft, die menschliche Rasse und den Planeten hätten und
da eine auf Frieden gerichtete, produktive Wirtschaft nicht nur den Bedürfnissen aller Fachrichtungen und Studenten, Gewerkschaftsmitglieder und Arbeitern entspricht, sondern denen aller Schichten der Gesellschaft, außer der Kriegsprofiteure und der Superreichen,
wurde deshalb beschlossen, dass das San Francisco Labour Council die US-Regierung drängt, auf diplomatischem Wege mit Rußland und der Ukraine eine friedliche Lösung des brodelnden Konfliktes zu suchen, eine, die die Souveränität, das demokratische Recht auf Selbstbestimmung und die Sicherheit aller Völker Osteuropas respektiert, und
des weiteren wurde beschlossen, dass das San Francisco Labour Council die US-Regierung drängt, jede militärische Hilfe für die neue ukrainische Regierung einzustellen, und
schließlich wurde beschlossen, dass das San Francisco Labour Council Kopien dieser Resolution an die Kongressmitglieder der Bay Area schickt, die Senatoren Barbara Boxer, Dianne Feinstein, John McCain und MitchMcConell, den Außenminister John Kerry, Präsident Barack Obama und die AFL-CIO.

Vorgeschlagen von Allan Fisher, AFT 2121 und einstimmig angenommen vom San Francisco Labour Council am 12. Mai 2014

Quelle: http://sflaborcouncil.org/wp-content/uploads/2014/05/05-12-14ResReUkraine+Russia.pdf

Übersetzung DH

30. Mai 2014

US-Repräsentantenhaus stimmt Venezuela-Sanktionen zu

Washington (IRIB) – Der US-Senat hat am Mittwoch den Gesetzesentwurf für ein Sanktionspaket gegen die venezolanische Regierung genehmigt.
Die Sanktionen, die mit der Unterdrückung von Antiregierungsprotesten in Venezuela begründet werden, beinhalten die Beschlagnahme aller Besitztümer und Grundstücke von einigen venezolanischen Regierungsmitglieder und deren Einreiseverbote in die USA.

Der venezolanische Staatspräsident Nicolas Maduro warnte die USA am Mittwoch, dass diese Sanktionstaktik scheitern werde. Seine Regierung werde die Gesetze in Zusammenhang mit dem Sanktionspaket gegen Venezuela nicht offiziell anerkennen. Kein Land habe das Recht, andere Länder zu sanktionieren. Nur kolonialistische Imperien würden sich das Recht anmaßen, exterritoriale Gesetze zu erlassen.

Venezolanische Verantwortliche werfen der US-Regierung vor, Oppositionelle mit dem Ziel zu unterstützen, die sozialistische Regierung in diesem Land zu stürzen.

30. Mai 2014

[Argentina Independent] Venezuela: Government Reveals Assassination Plot

Yesterday the Venezuelan government unveiled a series of emails which seem to show opposition figures plotting an assassination attempt against President Nicolás Maduro, seemingly with financial backing from the US.

http://www.argentinaindependent.com/currentaffairs/newsfromlatinamerica/venezuela-government-reveals-assassination-plot/

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