Archive for Mai 28th, 2014

28. Mai 2014

Open Letter from U.S. Senator Richard H. Black to Syrian President Bashar al-Assad

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“My personal thanks to the Syrian Arab Army and Air Force for protecting all patriotic Syrians, including religious minorities, raped, tortured, kidnapped and beheaded at the hands of the foreign jihadists”……Senator Richard H. Black  of Virginia, 13th District

Dear President Assad,

I write to thank the Syrian Arab Army for its heroic rescue of Christians in the Qalamoun Mountain Range. I am especially grateful for the spectacular victory at Yabroud, where the Syrian Arab Army and Air Force liberated Christians and other Syrians who had been held captive by terrorists for several years. We are deeply grateful for the skill and valor displayed by Syrian troops who rescued the 13 nuns who were kidnapped and used as human shields by the cowardly jihadists at Yabroud.

 

It is obvious that the war in Syria has largely been fought by vicious war criminals linked to al-Qaeda. Groups like al-Nusra and the Islamic State of Iraq and the Levant routinely commit war crimes as a matter of official policy. They proudly post YouTube videos showing mass executions of prisoners of war, beheadings of priests and other civilians, and even cannibalism. In Aleppo, last June, al-Nusra boasted of forcing a mother to watch as they murdered her 14-year-old son by shooting him through the mouth and neck. It is difficult to understand how any civilized nation can condone the actions of such bloodthirsty criminals.

 

Clearly, the Syrian people have grown weary of seeing foreign mercenaries enter their land to fight against them. Your people suffered the criminal acts committed by those jihadists, who came to rape and murder innocent Syrians. Now, even some in the Western media are reporting that the rebels have lost the war—that their cause has grown hopeless.

 

Yet to this day, few Americans realize that the rebels in Syria are dominated by our arch-enemy, al-Qaeda. They do not know that your enemies have sworn allegiance to the same organization that, on September 11, 2001, crashed jetliners into the Pentagon and the Twin Towers, killing over 3,000 innocent Americans. Today, al-Qaeda-linked fighters use suicide bombs to murder helpless women and children in your country, just as they slaughtered helpless civilians here.

 

I cannot explain how Americans, who suffered so grievously at the hands of al-Qaeda, were tricked into supporting the jihadists. But I do know that many U.S. officials disagree with equipping and training the terrorists who penetrate your borders from the Kingdom of Jordan and through Turkey.

 

The worst possible outcome would be for the rebels to seize the capital and raise the dreaded black flag of al-Qaeda over Damascus. For that reason, the rebels have been denied advanced weapons. Military planners know that the terrorists are deceitful and untrustworthy. Nothing prevents them from turning antiaircraft missiles against civilian aircraft. Were they were to seize control of Syria’s reported arsenal of 4,000 MANPADS, terrorists could turn airliners into fireballs at Dulles Airport, Heathrow, and LaGuardia, paralyzing commercial aviation across the globe. Helping them to do so is an act of utter madness

 

You have followed the practice of your father by treating with respect all Christians and the small community of Jews in Damascus. You defended their churches and the Jewish synagogue, and you have permitted them to worship freely according to their beliefs. I am grateful for that.

 

By contrast, wherever rebels have seized control, they have acted as thieves, criminals and vandals. They raped, tortured, kidnapped and beheaded innocent people. They defiled the churches. The terrorists imposed the loathsome “dhimmitude” tax on Christians and Jews, treating them as subhuman. I pray that your army will drive the jihadists from Syria, so that Syrians of all faiths may live together in peace.

 

Until then, I pray that the Syrian armed forces will continue to exhibit extraordinary gallantry in the war against terrorists. Please convey my personal thanks to the Syrian Arab Army and Air Force for protecting all patriotic Syrians, including the religious minorities who face death at the hands of the foreign jihadists.

 

Sincerely,

 

Richard H. Black Senator of Virginia, 13th District

 

http://www.washingtonpost.com/blogs/the-fix/wp/2014/05/27/bashar-al-assad-posts-a-letter-of-support-from-a-virginia-state-senator/

28. Mai 2014

Das Putschregime in Kiew treibt das Land in einen Bürgerkrieg – Erklärung der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e.V. Berlin

    Berlin 22.5.2014

     

    

    Das Regime in Kiew führt einen Krieg gegen das eigene Volk und bedient – ungeachtet der Opfer – die Aufträge jener, die sie an die Macht gebracht haben – insbesondere der USA, der EU und der BRD

    Die einseitige Unterstützung der Kiewer Putschisten und die Ignoranz des Volkswillens im Osten und Süden der Ukraine sind keine politische Basis für die Lösung des Konflikts.

    
    Die Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde verurteilt diese Politik mit aller Entschiedenheit. Sie führt zur Destabilisierung und zu ernster Gefährdung des Friedens in Europa.

     

    Rechte, ultranationalistische  und faschistische nehmen in dem nun in Kiew etablierten Regime Schlüsselfunktionen in den Machtstrukturen ein. In den Strafexpeditionen, die jetzt in der Ostukraine durchgeführt werden, in der Unterdrückung Andersdenkender spielen sie eine entscheidende Rolle. Ermutigt durch das Zustandkommen des Regimes in Kiew, erhalten faschistische Bewegungen in Europa Auftrieb.

    Wir fordern von der Bundesregierung mit Nachdruck: Keine Tolerierung und Unterstützung von Faschisten in der Ukraine.

    Um die Ukraine endgültig unter ihre Kontrolle zu bringen wollen USA und EU den Kollaps der Wirtschaft abwenden, was zu weiteren Verwerfungen in der sozialen Lage der Menschen führen wird. Unangetastet bleibt die Macht der schwerreichen ukrainischen Oligarchen, die das Regime in Kiew stützen.  

    Als Menschenrechtsorganisation fordert die Gesellschaft für Bürgerrecht und Menschenwürde von der Bundesregierung ihre Politik gegenüber dem Regime in Kiew gemäß dem Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Menschen durchzuführen.

    * * * * *

    Eine fortdauernde Belastung der Beziehungen zu Russland durch Schuldzuweisungen und Drohungen mit Sanktionen  richtet sich letztendlich gegen die Interessen des deutschen Volkes und gegen eine stabile Entwicklung in Europa. Russland hat diese Krise nicht verursacht. Seine Vorschläge zu ihrer Beilegung wurden von den Westmächten von Anfang an ignoriert.

    Die Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde stellt fest; dass Hetze und Drohungen gegen die Russische Föderation und ihren Präsidenten in den Medien der BRD und auch in Regierungs-Erklärungen nicht zur Lösung des Konfliktes in und um die Ukraine beitragen.

    Auch wenn sich gegenwärtig gewisse Einsichten in dieser Hinsicht abzeichnen wird doch deutlich in welch hohem Maße die Informationsmedien  in der BRD gleichgeschaltet sind.    Wir protestieren entschieden gegen diese Praxis, weil sie den Prinzipien einer demokratischen Gesellschaft widerspricht.

    * * * * *

    Wir fordern, dass die Machthaber in Kiew, die nicht zuletzt durch die Politik der BRD  an die Regierung gekommen sind, von ihr auch aufgehalten werden, das Land in einen Bürgerkrieg zu stürzen, weiterhin die Rechte der Menschen in den Regionen zu missachten.                                                                                                           

    Wir fordern von der Bundesregierung dafür zu sorgen, dass an dem von ihr vorgeschlagenen Dialog zur Beilegung der Krise in der Ukraine alle politischen Kräfte teilnehmen können.

                                                                  

http://www.jungewelt.de/2014/05-28/047.php

28.05.2014 / Schwerpunkt / Seite 3Inhalt

Druck auf die Wähler

Ergebnis des Euromaidan: Die Ukraine hat einen Oligarchen -Präsidenten

junge Welt dokumentiert eine Erklärung der linken Vereinigung »Borotba« vom 26. Mai zu den Präsidentschaftswahlen in der Ukraine.

Die sogenannten Wahlen, die die Kiewer Junta am 25. Mai veranstaltete, können weder als ehrlich noch als legitim bezeichnet werden. Wahlen unter den Bedingungen des Bürgerkriegs im Osten des Landes und des neonazistischen Terrors im Süden und im Zentrum waren keine freien Wahlen.

Der Verlauf der Wahlkampagne selbst war beispiellos in bezug auf die Verletzung aller nur denkbaren demokratischen Normen. Kandidaten zu den Präsidentschaftswahlen wurden verprügelt, und man gab ihnen nicht die Möglichkeit, ihre Kampagne zu führen. Einige Kandidaten zogen als Zeichen des Protestes gegen die vor sich gehende Farce ihre Kandidatur zurück.

In Odessa und anderen Regionen wurden Fälle bekannt, daß die Wahllokale »geschützt« wurden von Abteilungen der Nationalisten aus Kiew und der Westukraine. Anders als offenen Druck auf die Wähler kann man das nicht bezeichnen.

Auf der Krim und auf den Territorien der Donezker und Lugansker Volksrepubliken fanden die »Wahlen« nicht statt. In den Gebieten Odessa und Charkiw blieben die Wahllokale praktisch leer. Viele von denen, die zur Abstimmung kamen, machten die Wahlzettel ungültig, indem sie sie mit Losungen gegen die Kiewer Junta versahen. Trotzdem verzeichnet die sogenannte Zentrale Wahlkommission eine Wahlbeteiligung von 60 Prozent!

Tausende Menschen in verschiedenen Städten des Landes gingen auf die Straßen zu Protestaktionen gegen die »Wahlen im Blut«. Trotzdem werden die Resultate anerkannt, sowohl von der juntahörigen Zentralen Wahlkommission wie auch von den westlichen Beobachtern.

Man muß auf die Heuchelei der sogenannten Kämpfer für ehrliche Wahlen hinweisen, die zu Recht Verletzungen bei Wahlen in der Russischen Föderation und anderen Ländern kritisierten, aber jetzt die Augen verschließen vor offenen Fälschungen und empörenden Verstößen bei denen am 25. Mai. Das zeigt noch einmal, daß als Kriterium der »Ehrlichkeit« von Wahlen nicht die reale Beachtung der Regeln gilt, sondern die Loyalität des Regimes, das die Wahlen durchführt, gegenüber dem westlichen Imperialismus.

Die »Wahlen« hat erwartungsgemäß der Milliardär Petro Poroschenko gewonnen. Poroschenko wurde neben anderen Milliardären – Igor Kolomoiski und Sergej Taruta – die Verkörperung der direkten Übergabe der staatlichen Macht an die größten Kapitalisten. Poroschenko ist Fleisch vom Fleische der herrschenden Klasse der »unabhängigen« Ukraine, der parasitären Oligarchie, die im Verlauf von zwanzig Jahren durch die Ausplünderung des Landes reich geworden ist.

Der politische Weg Poroschenkos ist aufschlußreich. Ende der 90er Jahre wurde er Mitglied der dem damaligen Präsidenten Leonid Kutschma loyalen Sozialdemokratischen Partei. Danach war er einer der Gründer der Partei der Regionen, dann Freund und Berater des Präsidenten Wiktor Juschtschenko (von der gegnerischen Partei »Unsere Ukraine«, jW). Als führender Lobbyist der sogenannten Eurointegration wurde Poroschenko einer der Führer und Sponsoren des »Euromaidan«.

Es ist unzweifelhaft, daß Poroschenko den Kurs von Turtschinow (Übergangspräsident der Ukraine, jW) und Jazenjuk (Ministerpräsident der Ukraine, jW), einen Kurs im Interesse einer kleinen Schicht von Oligarchen, fortführen wird. Poroschenko wird den schmutzigen Krieg gegen das eigene Volk im Donbass fortsetzen. Poroschenko wird die vom IWF auferlegten volksfeindlichen Maßnahmen, die das Land in die ökonomische Katastrophe führen werden, fortsetzen.

Die direkte Übergabe der Macht an die Oligarchen und die Verstärkung der neofaschistischen Tendenzen ist eine direkte Folge des Euromaidan, vor der die Vereinigung »Borotba« schon im Herbst vergangenen Jahres gewarnt hatte. Nur politisch äußerst naive Menschen konnten von einer Bewegung, die angeführt wurde von Ultraliberalen und Nationalisten, die gesponsert wurde von den mächtigsten Kapitalisten, etwas anderes erwarten.

Zu erwarten war auch die gewaltige Niederlage der radikalen Nationalisten Jarosch und Tjagnibok, die gemeinsam nicht einmal zwei Prozent einsammelten. Der Terror gegen das Volk, gegen linke und demokratische Kräfte, der von den Kampfabteilungen der Nationalisten entfacht wurde, trägt nicht zur Popularität der ultrarechten politischen Kräfte bei. Nichtsdestoweniger, trotz der geringen Unterstützung in der Gesellschaft, bleiben die äußerst rechten Kräfte ein wichtiges Element des politischen Systems der Kiewer Diktatur. Ihre Rolle – die gewaltsame Unterdrückung der Opponenten des oligarchischen Regimes. Diese Rolle ist typisch für Bewegungen faschistischen Typs.

Wir erkennen die Ergebnisse dieser Pseudowahlen nicht an, die von der Mehrheit der Bevölkerung ignoriert werden. Wir werden die Kampagne des zivilen Ungehorsams gegenüber der Junta der Oligarchen und Nationalisten fortsetzen.

Übersetzung: H.-G. Schmidt

 

http://www.jungewelt.de/2014/05-28/048.php

28.05.2014 / Schwerpunkt / Seite 3Inhalt

Glückwünsche von Kanzlerin Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das Ergebnis der Präsidentenwahl in der Ukraine als »klares Bekenntnis zur Einheit des Landes gewertet«, meldet dpa. In einem Telefonat habe sie am Dienstag dem Wahlsieger Petro Poroschenko gratuliert. Beide seien sich einig, daß es nun vor allem darum gehe, die Versöhnung weiter voranzutreiben, erklärte Regierungssprecher Steffen Seibert – nachdem Kiews Truppen im Osten der Ukraine gerade Dutzende Gegner getötet und Poroschenko eine Intensivierung der »Antiterroroperation« angekündigt hatte.

Auch Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) zeigte sich »erfreut«. »Die Menschen in der Ukraine sind zur Wahl gegangen, weil sie ein Ende von Konfrontation, Chaos und Korruption wollen. Sie wollen die Einheit der Ukraine«, sagte er in Berlin.

Realistischer wertete Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, den Ausgang der Abstimmung. »Die Präsidentschaftswahlen haben die auseinanderdriftende Situation nicht geklärt. Die Herrschaft der Oligarchen ist ungebrochen. Der Osten der Ukraine findet sich in diesem Wahlergebnis nicht wieder. (…) Die Wahlen waren von einem hohen Maß an Gewalt begleitet, nicht nur im Osten der Ukraine. Die Kandidatur von linken Präsidentschaftsbewerbern wurde von Anfang an mit Gewalt und Gewaltandrohung behindert und unterbunden.« Die Bundesregierung müsse dahin wirken, daß der jetzt gewählte Präsident Poroschenko das Dialogangebot der russischen Regierung annehme und die Kämpfe auf allen Seiten eingestellt werden, so Gehrcke. Und weiter: »Jetzt muß über die politische Neugestaltung der ukrainischen Verfassung konkret gesprochen werden. Blockfreiheit und ein föderativer Staatsaufbau sind unverzichtbar und bedürfen internationaler Unterstützung. Der neue ukrainische Präsident muß eine neue Regierung berufen, der rechtsradikale Parteien wie Swoboda nicht angehören dürfen. Das ist das Minimum, was die ›internationale Staatengemeinschaft‹ jetzt fordern muß.« (jW)

 

 

c/o Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde e. V.                                 

Weitlingstrasse 89, 10317 Berlin

Tel.:  030/ 557 83 97    Fax: 030/ 555 63 55   E-mail: gbmev@t-online.de Homepage: http://www.gbmev.de/

28. Mai 2014

Igor Strelkow: Kampfgeist (Interview vom 26.05.2014)

Geschrieben von apxwn am 27. Mai 2014 in neurussland | ukraine

Das gestern von KP.ru geführte Interview mit dem Kommandeur der Volkswehr in Slawjansk, Igor Strelkow, verantwortlich für Verteidigung der VRD, gibt Aufschluß über einige Details der Konfrontation in und um Slawjansk und die derzeitige Lage. Nach dem gestrigen Tag in Donezk mit um die 50 Toten unter Zivilisten und Angehörigen der Volkswehr sieht die Lage derzeit nicht allzu rosig aus – Strelkow spricht an anderer Stelle davon, in Donezk sei die Lage schlecht, was vor allem mit einem unfähigen Kommando bei der Sicherung des Flughafens zu tun habe. Slawjansk selbst aber ist, wie man zu sagen pflegt, eine “Festung”. Strelkow äußert sich auch zum Grund der insgesamt mangelnden Unterstützung im Donbass und anderswo in der Ukraine – nach den blutigen Übergriffen der Junta in Odessa, Mariupol und gestern in Donezk eigentlich unbegreiflich.

 

Mit Dank an Anja Müller für die Übersetzung!

http://www.chartophylakeion.de/blog/2014/05/27/igor-strelkow-kampfgeist-interview-vom-26-05-2014/#.U4VhNy8_f1s

28. Mai 2014

„Aus Sorge um die Frieden“

Auf große Zustimmung in der Friedensbewegung ist eine vor wenigen Tagen veröffentlichte Erklärung gestoßen, die 100 Schrifststeller, Künstler, Musiker und Wissenschaftler initiiert haben: „Aus Sorge um die Frieden“ (Link zu Erklärung). Sie ist bereits von mehreren tausend Menschen unterschrieben worden (hier online zu unterzeichnen). Zu den Erstunterzeichner/innen gehören die Schriftsteller Daniela Dahn, Ingo Schulze und Irina Liebmann, der Liedermacher Konstantin Wecker, die Schauspieler Jutta Wachowiak und Rolf Becker, die Rechtswissenschaftler Andreas Fisahn und Norman Paech, der Bundesrichter a.D. Wolfgang Neskovic, die Friedens- und Sozialwissenschaftler Andreas Buro, Christoph Butterwegge und Werner Ruf, sowie die Theologen Friedrich Schorlemmer und Hans Christoph Stoodt.

28. Mai 2014

Ecuador: Erster Internationaler Anti-Chevron-Tag – www.verdi.de

https://www.verdi.de/themen/nachrichten/++co++430692fc-e1b5-11e3-9cda-52540059119e

Neben 12 anderen Ländern hat sich am gestrigen Mittwoch auch Ecuador am ersten Internationalen Anti-Chevron-Tag beteiligt.  Anlässlich der Eröffnung der Kulinarischen Woche Ecuador vom 22.-31. Mai in Berlin etwa ließ es sich der ecuadorianische Botschafter Jorge Jurado nicht nehmen, auf die massiven Umweltschäden hinzuweisen, die der Öl-Gigant Chevron auch in Ecuador angerichtet hat und nicht willens ist zu zahlen.  

In den Jahren 1964-1992 waren 71 Millionen Liter Erdöl und 64 Millionen Liter Rohöl auf mehr als zwei Millionen Hektar im ecuadorianischen Amazonas-Regenwalds ausgelaufen. Chevron, damals noch Texaco, wurde dafür 2011 nach neunjährigen Verhandlungen von einem Gerichtshof Ecuadors zur Zahlung von 9,5 Milliarden Dollar verurteilt. Das Urteil wurde im vergangenen Jahr vom Obersten Gerichtshof Ecuadors bestätigt. Statt zu zahlen hat der Ölkonzern nun seinerseits das Land Ecuador vor dem Schiedsgerichtshof in Den Haag verklagt, um die Kosten der angerichteten Umweltzerstörung auf die Bevölkerung Ecuadors abzuwälzen.

Der Ölkonzern verfügte bereits damals über eine patentierte Technologie, die die Umweltschäden bei der Ölförderung deutlich verringert, wendete diese aber nur bei der Förderung in den USA an, um die Profite  in Lateinamerika nicht zu gefährden.  In der Folge ist das Trinkwasser im betroffenen Amazonas-Gebiet so vergiftet, dass es das Leben der indigenen Bevölkerung akut bedroht.

Botschafter Jurado bat um Solidarität im Kampf seines Landes gegen den westlichen Öligarchen und lud dazu ein, die Vielfalt und Qualität ecuadorianischer Produkte aus dieser Region bei der Kulinarischen Woche in Berlin kennen- und liebenzulernen.

28. Mai 2014

Rüdiger Göbel – Poroschenko soll’s richten. Und die Rechten?

http://german.ruvr.ru/2014_05_27/Poroschenko-solls-richten-Und-die-Rechten-3852/

In der Ukraine – oder wenigstens in einzelnen Teilen des Landes – ist mit dem Milliardär Pjotr Poroschenko ein neuer Präsident gewählt worden. US-Präsident Barack Obama gratuliert und bekundet, er freue sich schon auf die „Zusammenarbeit“ mit dem Neuen in Kiew.

Bundeskanzlerin Angela Merkel nennt das Votum für den Oligarchen „erfreulich“. Ihr Außenminister Frank-Walter Steinmeier macht ein klares Bekenntnis gegen die Spaltung des Landes aus. „Die Menschen in der Ukraine sind zur Wahl gegangen, weil sie ein Ende von Konfrontation, Chaos und Korruption wollen. Sie wollen die Einheit der Ukraine“, so der SPD-Politiker. Auch die Medien drücken die Augen nach rechts kräftig zu, die Angriffe mit Kampfjets auf Kiew-Gegner im Osten der Ukraine am Tag nach der Wahl werden klein geschrieben.

Aufatmen nach dem erwartbaren Sieg des prowestlichen Oligarchen Petro Poroschenko bei der ukrainischen Präsidentenwahl. Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) spricht davon, dass die Wahl demokratische Standards erfüllt habe – dass ein rechter Mob drauf und dran war, den Kandidaten der Kommunisten, Pjotr Simonenko, während des Wahlkampfes mit Molotow-Cocktails umzubringen, bleibt unerwähnt. Es fällt auch nicht weiter auf, weil das Gros der Medien den Mordanschlag ohnehin nicht thematisiert hatte – er galt ja „nur“ einem Kritiker des prowestlichen Kiew-Kurses.

Auch die EU redet die Lage in der Ukraine schön, spricht von einem „wichtigen Schritt zur Deeskalation der Lage“, just als Kiew Kampfjets den Flughafen von Donezk bombardieren läßt!

Der gerade gewählte Staatschef kündigt an, die für die „Strafaktionen“ im Osten Verantwortlichen in Amt und Würden zu halten und den „Anti-Terror-Einsatz“ dort fortzusetzen. „Es gibt meinerseits keine Pläne, den Ministerpräsidenten auszutauschen“, wird Poroschenko von Medien in Kiew zitiert. „Arseni Jazenjuk arbeitet bisher hervorragend.“

Das sieht man in Berlin und Brüssel auch so. Der Kiewer Kriegspremier darf in dieser Woche die Laudatio bei der Verleihung des Aachener Karlspreises halten und sich im Kreis der EU-Größen sonnen.

Poroschenko sei ein „Präsident ohne Staat“, konstatiert derweil das Onlineportal des „Spiegel“: „Der Schokoladenkönig muss das Land befrieden, Polizei und Armee neu aufbauen – und nebenher noch seine eigene Partei.“ Zudem würden die Maidan-Demonstranten – angetreten, die Macht der Milliardäre zu brechen – zusehen müssen, „wie Poroschenko die Interessen der Großunternehmer berücksichtigen wird – allein schon, um sich nicht zusätzliche Feinde zu schaffen“. Denn das Wahlergebnis des Schoko-Königs sei zwar imposant, „aber seine Machtbasis dünn“. Für den Kampf um das Präsidentenamt habe sich Poroschenko Teile des Stabs von Ex-Boxweltmeister Witali Klitschko geliehen. Letzterer – gerade zum Bürgermeister von Kiew gewählt – hat sich während des Wahlkampfes von seinem Hausblatt „Bild“ beim Schießtraining bei der Nationalgarde ablichten lassen. Also jener von Kiew neu geschaffenen Truppe, die im Osten der Ukraine gerade am brutalsten wütet.

Wolfgang Gehrcke, stellvertretener Vorsitzender der Fraktion Die Linke im Bundestag, warnt denn auch: „Die Präsidentschaftswahlen haben die auseinandertriftende Situation nicht geklärt. Die Herrschaft der Oligarchen ist ungebrochen.“

Der Osten der Ukraine finde sich in diesem Wahlergebnis nicht wieder. Das sei offensichtlich auch die Absicht der Gruppierungen, die auf eine Selbstständigkeit der östlichen Gebiete setzten, so Gehrcke. „Die Wahlen waren von einem hohen Maß an Gewalt begleitet, nicht nur im Osten der Ukraine. Die Kandidatur von linken Präsidentschaftsbewerbern wurde von Anfang an mit Gewalt und Gewaltandrohung behindert und unterbunden.“

Im Gegensatz zur Euphorie im Kanzleramt formuliert der Linke-Abgeordnete – ohne in den Medien freilich Gehör zu finden – eine klare politische Agenda: „Die Bundesregierung muss dahin wirken, dass der jetzt gewählte Präsident Poroschenko das Dialog-Angebot der russischen Regierung annimmt, so dass umgehend Gespräche zustande kommen und die Kämpfe auf allen Seiten eingestellt werden. Jetzt muss über die politische Neugestaltung der ukrainischen Verfassung konkret gesprochen werden. Blockfreiheit und ein föderativer Staatsaufbau sind unverzichtbar und bedürfen internationaler Unterstützung. Der neue ukrainische Präsident muss eine neue Regierung berufen, der rechtsradikale Parteien wie Swoboda nicht angehören dürfen. Das ist das Minimum, was die ‚internationale Staatengemeinschaft‘ jetzt fordern muss.“ Und: „Solange Faschisten an der Regierung beteiligt und an der Spitze von Militär und Justiz Kräfte aus dem rechten Sektor stehen, darf überhaupt kein Kredit gewährt werden.“

Gehrckes Problem: Es war ausgerechnet Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier, der Swoboda-Mann Oleg Tjagnibok auf internationaler Ebene hoffähig gemacht hatte.

Und während hierzulande der Wahlerfolg der rechtspopulistischen AfD für Aufregung in den großen Talksendungen der TV-Anstalten sorgt, spielen die 8,5 Prozent Stimmen für den nationalistischen Kandidaten der „Radikalen Partei“ Oleg Ljaschko nicht einmal erwähnt. Der erlangte in seiner Heimat Popularität mit Gewalt-Videos, die seine Übergriffe auf Beamte der Administration des gestürzten Präsidenten Wiktor Janukowitsch dokumentieren. Zusammen mit der „Vaterlandspartei“ der gewaltverliebten Oppositionsführerin Julia „Ich knall dem Russen eine Kugel in den Kopf“ Timoschenko kommen die Rechten in der Ukraine auf gut 20 Prozent …

28. Mai 2014

Update: Ukrainian army

Update: 3 civilians killed Ukrainian army shells Slavyansk residential area, 2 civilians killed 26 May 2014 At least two three civilians have reportedly been killed and several wounded when the Ukrainian Army launched a mortar attack on the town of Slavyansk in eastern Ukraine. One of the shells fell near a local teachers college, according to Ridus news portal. Residential blocks were ruined as a result of the assault by Kiev’s forces on Monday, the Ridus correspondent reported from the scene. At least two apartment blocks were damaged and „at least two people – a man and a woman – were killed,“ the reporter said.

The business behind Ukraine’s new billionaire president 26 May 2014 One of Ukraine’s richest men, newly ‚elected‘ President Pyotr Poroshenko, has a long history of mixing business with politics…Preliminary results show Poroshenko the clear winner with 50.1 percent of the vote, beating out 21 other candidates including former President Yulia Tymoshenko, who only received 13.1 percent of the vote. Voters in Ukraine’s eastern cities boycotted the election and denounced unfair, as they believe are unable to represent their interests and concerns.

28. Mai 2014

Russia Will Not Give Up Fighters for Human Rights – Putin on Snowden

 23 May 2014 The US is to blame for whistleblower Edward Snowden ending up in Moscow, but Russia is not the type of country that hands over fighters for human rights [unlike USociopaths], Russian President Vladimir Putin said Friday. „[Snowden] arrived at our transit zone and later it was explained that no one wanted him…And they [the Americans] scared everyone, and he ended up in our transit zone. What were we supposed to do? Russia is not the type of country that gives up fighters for human rights,“ Putin said during the plenary session of the St. Petersburg International Economic Forum. „Why did [the Americans] scare the whole world? If they can force planes down with presidents on board, then they could have forced down anything with Mr. Snowden on board anywhere,“ he said. [Exactly.]

28. Mai 2014

The Brussels mystery: Was shooting anti-Semitism or part of spy games?

http://www.reuters.com/article/2014/05/26/us-belgium-shooting-idUSBREA4P0BW20140526

…“People use the word terrorism very quickly but when I saw the images I thought this is a hitman,“ Bakker said ….

… Along with Israel’s foreign intelligence agency, Mossad, and its domestic security equivalent, Shin Bet, the Nativ agency was under the authority of the prime minister’s office. …

The Brussels mystery: Was shooting anti-Semitism or part of spy games?
Considering how professional the shooter looked on footage, and the fact two of those killed were former Israeli civil servants, maybe the attack was actually a battle in the covert war.

 

http://www.haaretz.com/jewish-world/jewish-world-news/.premium-1.595464#

 

By Amir Oren| May 27, 2014 | 2:00 AM | 7

There was no practical reason for a hostile state like Iran or an enemy organization like Hezbollah to try and harm either Emanuel or Mira Riva – both former civil servants – at the Jewish Museum in Brussels. Both were accountants who were employed separately by government bodies. They had no substantive connection to the core issues of either Iran or Hezbollah; their tools were numbers and computers, not cloaks and daggers.

Emanuel Riva came to Nativ, the liaison office for Jews from the former Soviet Union, from the Finance Ministry, where he met members of the security and intelligence community and the foreign service, and was in contact with senior government officials. Afterward, Mira was also hired by a government agency. There, and also when she was stationed at one of the agency’s missions in Europe, her post was solely administrative.

She wasn’t Mata Hari, or Sylvia Raphael, or Cindy of the Mordechai Vanunu affair. Even in Golani, after all, there is a crucial difference between the commander of the reconnaissance force and the unit’s paymaster.

Still, it’s possible that the murder in Brussels was not a hate crime or an anti-Semitic attack, but a targeted assault. This possibility is strengthened by the video of the killer’s actions. He was caught by the cameras looking like a professional, as if this was a settling of scores. Not the assassination of accountants, but a battle in a covert war, though perhaps there was a misidentification of the intended victims.

After all, such things have happened to organizations far more sophisticated than Iran and Hezbollah – like the Mossad, for instance, in its mistaken killing of Moroccan waiter Ahmed Bushiki in Lillehammer, Norway in 1973. Bushiki apparently looked to those tracking him like the double of Black September leader Ali Hassan Salameh. At the time, Brussels was one of the way stations in the Mossad’s bloody campaign against the various PLO factions throughout Europe. Tzadok Ofir, who controlled several agents, was seriously wounded there in an ambush by an Arab source who betrayed him.

Israel has double representation in Brussels – its embassy for Belgium, and its embassy to the European Union and NATO. In recent years, Brussels has been one of the most important postings in the foreign service, second only to Washington, and some of Israel’s top diplomats – including Ephraim Halevy (before he was appointed Mossad head) – were posted there.

Senior Israeli representatives are closely guarded by the Belgian authorities. Even a short trip with them to the local Foreign Ministry is a whole security operation.

Brussels is both a very international city and a very Muslim one. The headquarters of NATO, with its 28 member states and more than a dozen partners and observers, is located in one of its suburbs.

In the downtown area lies one of the centers of the European Union (which migrates periodically to Strasbourg). Bus No. 12 from the airport, which passes the NATO command center, full of officials from Europe and North America, continues downtown to the EU offices through neighborhoods that are clearly dominated by North Africans and others, with veiled women seen in the streets, stores and restaurants.

It’s easy to hide in this Arabic-European capital with diplomatic mail and passports from various countries and its supportive environment, which conceals and whisks you away.

Databases compromised in recent years (see Edward Snowden) – both those that have been published and those that have not – included tens of thousands of names, some with similar and erroneous spellings. They are liable to help evildoers track targets, correct or mistaken, and attack them, either as part of a plan or on an improvised basis, because the victims met acquaintances or colleagues who were in the trackers’ sights.

28. Mai 2014

[German Foreign Policy] Thailand – Wenn der Partner putscht

BANGKOK/BERLIN (Eigener Bericht) – Mit einer gewissen Sorge beobachtet
Berlin die Entwicklung in Thailand nach dem Putsch vom vergangenen
Donnerstag. Außenminister Frank-Walter Steinmeier hat den
Staatsstreich umgehend scharf verurteilt und „die rasche Durchführung
von Neuwahlen“ verlangt. Beobachter warnen, die Lage könne ansonsten
eskalieren und zu schwer kontrollierbaren Auseinandersetzungen führen.
Für Berlin wäre das strategisch ein schwerer Schlag: Thailand wird im
Auswärtigen Amt als „einer der wichtigsten politischen Partner“ in
Südostasien eingestuft; der Region kommt beträchtliche Bedeutung im
Machtkampf zwischen den westlichen Staaten und der Volksrepublik China
zu. Die Bundesrepublik kooperiert, um sich Einfluss zu sichern, schon
lange mit den thailändischen Streitkräften, obwohl diese häufig
geputscht haben; die Ausbildung thailändischer Militärs in Deutschland
und die Aufrüstung der Streitkräfte des Landes kam entsprechend auch
Putschisten zugute. Zuletzt wurden deutsche Sturmgewehre vor vier
Jahren bei der blutigen Niederschlagung demokratischer Proteste in
Bangkok eingesetzt.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58878

28. Mai 2014

[Spiegel] Bewaffnete verschleppen Chemiewaffen-Inspekteure in Syrien

Die syrische Regierung spricht von einem „Terrorakt“: Im Zentrum des Bürgerkriegslandes sind offenbar elf Inspekteure für Chemiewaffen entführt worden. Unter ihnen sollen sich sechs Ausländer befinden.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/syrien-bewaffnete-verschleppen-chemiewaffen-inspekteure-a-971933.html