Archive for Mai 21st, 2014

21. Mai 2014

Berlin, Freitag, 23. Mai – HACKER UND GEHEIMDIENSTE – Filmausschnitte und Podiumsdiskussion

Die Wau Holland Stiftung und die Rosa Luxemburg Stiftung laden ein:

HACKER UND GEHEIMDIENSTE – DIE HELLE UND DIE DUNKLE SEITE DER MACHT?

(Filmausschnitte und Podiumsdiskussion)

Wo:    Rosa Luxemburg Stiftung
       Franz -Mehring-Platz 1
       10243 Berlin

Wann:  Freitag, 23. Mai 2014, 19:00 Uhr
       (Einlass: ab 18:30)

Am 23. Mai jährt sich zum 25.ten Mal der Todestag von Karl Koch alias
„Hagbard Celine“, einem der Hacker aus dem Umfeld des Chaos Computer
Clubs, der Mitte der 80’er Jahre in den sogenannten „KGB-Hack“ involviert
war. Dabei haben jugendliche Hacker Computersysteme nach Informationen
durchforstet, um sie an den KGB in Ost-Berlin gegen Geld weiterzugeben.

Wir möchten in einer Podiumsdiskussion mit Zeitzeugen
die damaligen Vorgänge aus heutiger Sicht neu bewerten und auch Parallelen
zur Jetzt-Zeit herstellen, in der einige „Hacker“ noch immer gegen die
Hackerethik handeln und für Geheimdienste arbeiten. Nur wenige gehorchem
ihrem Gewissen und finden den Mut wie Edward Snowden, wieder auf die helle
Seite der Macht zu wechseln.

Zur Einführung in die Diskussion werden Ausschnitte aus dem Spielfilm
„23 – Nichts ist wie es scheint“ gezeigt.

Auf dem Podium diskutieren:

 – Mathias Lenhardt (Jounalist)
 – Stefan Ammann (Journalist)
 – Steffen Wernery (damals CCC-Vorstand)
 – Andy Müller-Maguhn (damals CCC-Mitglied, später Vorstand und Sprecher des CCC)
 – VertreterIn der Rosa Luxemburg Stiftung / Die LINKE

 Die Diskussion wird moderiert von Bernd Fix, Wau Holland Stiftung

21. Mai 2014

[Junge Welt] Zwei Drittel der Deutschen lehnen »größeres Engagement« in der Welt ab

http://www.jungewelt.de/2014/05-21/053.php

21.05.2014 / Inland / Seite 2Inhalt

Mehrheit nicht kriegsreif

Zwei Drittel der Deutschen lehnen »größeres Engagement« in der Welt ab

Von Rüdiger Göbel

Das Mantra von Bundespräsident Joachim Gauck, von Wehrministerin Ursula von der Leyen und Außenminister Franz-Walter Steinmeier, Deutschland müsse international »mehr Verantwortung übernehmen«, verfehlt seine Wirkung. Fast zwei Drittel der Bundesbürger lehnen ein »größeres Engagement« in der Welt ab. Das geht aus einer Umfrage hervor, die das Auswärtige Amt zusammen mit der Körber-Stiftung in Auftrag gegeben hat. Die Ergebnisse wurden am Dienstag auf der Konferenz »Review 2014 – Außenpolitik Weiter Denken« in Berlin vorgestellt.

Während 1994 noch 62 Prozent der Deutschen für die »Übernahme größerer Verantwortung« bei internationalen Krisen plädierten, sind es heute nur noch 37 Prozent. Der völkerrechtswidrige Angriff auf Jugoslawien 1999, die Kriegslügen im Vorfeld der Irak-Invasion 2003 und das Desaster in Afghanistan zeigen offensichtlich Wirkung. »Besonders skeptisch«, so die Körber-Stiftung, zeigten sich die Befragten in Bezug auf den Einsatz deutscher Soldaten und bei Rüstungsexporten: 82 Prozent wünschen sich weniger Militäreinsätze der Bundeswehr. Ebenso viele Befragte finden, Deutschland solle weniger Waffen an verbündete Länder liefern.

Außenminister Steinmeier räumte auf der Konferenz ein, es gäbe einen »tiefen Graben« zwischen der breiten Öffentlichkeit und der politischen Elite. Die Meinung der Bürger gilt es zu ignorieren, so die Haltung des SPD-Politikers: »Politik muß sich über solche Gräben hinwegbewegen, damit sie handlungsfähig bleibt.« Angesichts der Veränderungen in der Welt müsse man auch »vermeintliche Gewißheiten in Frage stellen«, erklärte Steinmeier. Deutschland sei in der veränderten Welt »noch nicht so richtig neu verortet«.

Den Frieden in der Welt zu sichern, halten 51 Prozent der Deutschen – unabhängig von Alter, Bildungsgrad und Parteipräferenz – für das erste Ziel deutscher Außenpolitik. Wichtigste Aufgabe ist für zwei Drittel der Befragten der weltweite Schutz der Menschenrechte. »Wir müssen in Deutschland eine Debatte darüber führen, daß Menschenrechte und Frieden in der Welt nicht umsonst zu haben sind und nicht durch Zurückhaltung in der Außenpolitik erreicht werden«, erklärte Thomas Paulsen, Leiter des Bereichs Internationale Politik der Körber-Stiftung, die weiteren Ansatzpunkte, die Bevölkerung doch noch in Kriegsstimmung zu bringen