Archive for Mai 12th, 2014

12. Mai 2014

BND-Akten: Kriegsveteranen bauten Geheimarmee auf

Markus Kompa 11.05.2014
Veteranen verschwiegen Bundeskanzler illegale Wiederbewaffnung

Nach einem Bericht des SPIEGEL, der sich auf der BND-Historikerkommission freigegebene Akten stützt, haben 2.000 ehemalige Offiziere der Wehrmacht und der Waffen-SS sich eigenmächtig am Aufbau einer Geheimarmee beteiligt. Die Streitkräfte, die ab der Gründung der Bundesrepublik 1949 organisiert wurden, sollen auf 40.000 Mann angelegt gewesen sein. So hatte offenbar der in den Nürnberger Prozessen wegen Kriegsverbrechen angeklagte SS-Mann Otto Skorzeny, der im 2.Weltkrieg u.a. an geheimen Kommandoaktionen und False-Flag-Einsätzen beteiligt war, eine solche Veteranenarmee geplant. Das Projekt wurde jedoch offenbar von Veteran Albert Schnez durchgeführt. Die Finanzierung und Ausstattung etwa mit Fahrzeugen sollen deutsche Industrielle besorgt haben. Waffen hätte man sich im Bedarfsfall aus Beständen der Bereitschaftspolizei beschafft. Informationen lieferte etwa ein Zuträger im Innenministerium. Auch das Bespitzeln möglicher „Vaterlandsverrärter“ wurde organisiert. Adenauer soll von dieser Geheimarmee dem SPIEGEL zufolge erst 1951 erfahren und Schattenmann Reinhard Gehlen – damals noch unter US-Kommando – mit der Überwachung, nicht aber der Zerschlagung der Schattenarmee befasst haben.

Inwiefern der zwielichtige Gehlen bereits damals seine Finger im Spiel von Schnez‘ Schattenarmee hatte, ist unklar. Gehlen war nach dem Krieg von den USA als Leiter der „Organisation Gehlen“ eingesetzt worden, einem US-Geheimdienst mit deutschem Personal. Der General war zuvor in den letzten Kriegstagen als Chef des deutschen Militärgeheimdienstes „Fremde Heere Ost“ mit dessen Archiv zu den US-Streitkräften übergelaufen, weil er hoffte, mit Washington den Kampf gegen die Kommunisten fortsetzen zu können. Zeitlebens glaubte er, der Ausbruch eines weiteren Kriegs gegen den Osten sei nur eine Frage der Zeit. Daher sammelte Gehlens mit SS-Leuten durchsetzte „Org“ vor allem bei Kriegsheimkehrern alle möglichen Informationen und wollte Deutschland ggf. verdeckt wiederbewaffnen, wie es bereits nach dem 1.Weltkrieg geschah.

Bislang war bekannt, dass Gehlen sich um das Oberkommando neu aufzubauender Streitkräfte bemühte. 1950 gab es ein mit Adenauers rechter Hand Globke abgestimmtes Geheimtreffen zwischen prominenten Gehlen-Leuten und Veteranen wie Adolf Heusinger, Herrmann Foertsch und Hans Speidel zur Planung der Remilitarisierung. Gehlen intrigierte gegen Konkurrenten wie etwa gegen Friedrich Wilhelm Heinz, der beim Bundeskanzleramt unter Adenauer einen streng geheimen deutschen Militärgeheimdienst aufbaute und Frontgruppen wie die „Kampfgruppe gegen Unmenschlichkeit“ unterstützte. Auch rivalisierte Gehlen mit Theodor Blank, den Adenauer dennoch 1955 als Verteidigungsminister vorzog.

Ebenfalls war bekannt, dass sich Veteranenverbände im Nachkriegsdeutschland organisierten und das Interesse der Geheimdienste erfuhren. So finanzierte 1950 der US-Geheimdienst Counter Intelligence Corps rechtsextreme Organisationen wie den „Bund Deutscher Jugend“, um die Kontrolle über Paramilitärs zu bekommen, die man ggf. hätte einsetzen können. Zudem bildete man patriotisch gesinnte Zivilisten als Stay-Behind-Kämpfer aus, die sich im Kriegsfall im Inland überrollen lassen sollten, um hinter den Linien einen Widerstand aufzubauen. Die Rolle der deutschen Dienste an diesen paramilitärischen Aktivitäten war bislang ein offenes Geheimnis, ist historisch jedoch nicht hinreichend aufgearbeitet.

1955 legalisierte die Bundesrepublik mit NATO-Eintritt ihre von Schnez aufgezogene Schattenarmee im Zuge der Wiederbewaffnung. Schnez wurde in der Bundeswehr schließlich Generalleutnant und Heeresinspekteur. Er vertrat dort erzkonservative Positionen und beklagte die „übertriebene parlamentarische Kontrolle“ des Militärs. General Gehlen kam als Militär nicht mehr zum Zug, sondern leitete ab 1956 den aus seiner „Org“ hervorgegangenen zivilen Bundesnachrichtendienst (BND). Der BND erbte von den US-Diensten das deutsche Stay-Behind-Netz paramilitärischer Zivilisten, dessen Existenz seit 1990 bekannt ist. Akten hierzu sind NATO-weit noch immer unter Verschluss, wobei sich abzeichnet, dass es auch hiervon unabhängige geheime Streitkräfte gab. Diese Woche war die Vermutung des ehemaligen Luxemburger Geheimdienstchefs Marco Mille bekannt geworden, der im Großherzogtum ebenfalls eine von hohen Militärs kontrollierte geheime Einheit für möglich hält, die bis in die 1980er Jahre existierte.

http://www.heise.de/tp/news/BND-Akten-Kriegsveteranen-bauten-Geheimarmee-auf-2187045.html

12. Mai 2014

[ND] Alt-Nazis bauten in BRD Geheimarmee auf Adenauer-Regierung duldete offenbar Truppe aus SS- und Wehrmachtsoffizieren

Tausende Alt-Nazis bauten in Bundesrepublik Geheimarmee auf
Adenauer-Regierung duldete offenbar Truppe aus SS- und Wehrmachtsoffizieren
Ehemalige Offiziere von Wehrmacht und SS sollen in der jungen Bundesrepublik am Aufbau einer 40.000 Mann starke Geheimtruppe gearbeitet haben. Dies berichtet der SPIEGEL in Berufung auf BND-Unterlagen. Die Bundesregierung tolerierte offenbar die Nazi-Armee http://www.neues-deutschland.de/artikel/932543.tausende-alt-nazis-bauten-in-bundesrepublik-geheimarmee-auf.html

12. Mai 2014

Bericht vom Berliner Parteitag Die LINKE – Mai 2014 – antikriegTV

12. Mai 2014

„Faschistische Freiheitskämpfer“ Das Erstarken faschistischer Kräfte in der Ukraine unter der Ägide des Kiewer Umsturzregimes

BERLIN/KIEW/MÜNCHEN (Eigener Bericht) – Das Erstarken faschistischer
Kräfte in der Ukraine unter der Ägide des Kiewer Umsturzregimes führt
zu Rückwirkungen bei dessen deutschen Unterstützern. In München
beginnt eine Debatte über die Ehrung eines ukrainischen
Holocaust-Befürworters; in der Presse heißt es, es gehe dabei um die
„Frage“, ob „ein faschistischer Freiheitskämpfer“ (!) öffentlich
gewürdigt werden solle. Der Kiewer Bildungsminister, ein Absolvent der
„Ukrainischen Freien Universität“ in München, nimmt den fraglichen
Holocaust-Befürworter in deutschen Medien in Schutz. Die faschistische
Miliz „Prawyi Sektor“ („Rechter Sektor“) intensiviert ihre Beziehungen
zur extremen Rechten in mehreren europäischen Staaten, darunter
Deutschland; die Organisation, die am Massaker von Odessa beteiligt
war, unterhält Kontakte zu gewaltbereiten Neonazis etwa in Schweden
sowie zur NPD. Während der Führer der Organisation bekräftigt, er
arbeite eng mit den offiziellen ukrainischen Repressionsbehörden
zusammen, berichten Medien, dass diese bei ihren Gewaltaktionen gegen
Rebellen in der Ost- und Südukraine („Anti-Terror-Operationen“) auch
von CIA und FBI unterstützt werden. Unbestätigt sind nach wie vor
Hinweise auf eine Verwicklung des BND.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58863

12. Mai 2014

Kissinger: Putin plante keinen Konflikt in Ukraine

„Die Dämonisierung von Putin ist keine Politik sondern ein Versuch, sich für ein Fehlen der Politik zu rechtfertigen“.

http://de.ria.ru/politics/20140511/268467406.html

Kissinger: Putin plante keinen Konflikt in Ukraine

MOSKAU, 11. Mai (RIA Novosti).

Russland war laut dem Ex-Außenamtschef der USA Henry Kissinger in den zurückliegenden Jahren bemüht, seine Fortschrittlichkeit zu zeigen, insofern ist es wenig wahrscheinlich, dass ein Konflikt in der Ukraine zu Wladimir Putins Plänen gehörte.

„Man muss sich fragen: Putin hat 60 Milliarden Dollar für die Olympischen Winterspiele ausgegeben“, sagte er in einem CNN-Interview. Bei der Eröffnungs- und der Abschlusszeremonie war man bemüht, Russland als einen fortschrittlichen Staat darzustellen. Es wäre unglaublich, dass Putin drei Tage später die Ukraine überfallen würde.“

Nach Kissingers Meinung musste Wladimir Putin auf die Entwicklung in der Ukraine reagieren, die „außer seiner Kontrolle geriet“.

„Ich denke nicht, dass er eine Krise in der Ukraine heraufbeschwören wollte. Ich denke, dass er eine schrittweise Entwicklung erwartet hat. Heute ist dies eine Art Antwort darauf, was er als eine außerordentliche Situation bewertet hat (…) Ich denke aber, dass wir vor allem die Krise in der Ukraine regeln und erst dann die Beziehungen zwischen der Ukraine und Russland behandeln sollten“, so Kissinger.

Alle namhaften Russen, mit denen er gesprochen habe, einschließlich der Schriftsteller Alexander Solschenizyn und Iossif Brodski, haben „die Ukraine als einen Teil der russischen Kultur empfunden“, fügte er hinzu.

In einem vor kurzem in der „Washington Post“ erschienenen Artikel hatte der namhafte US-Politiker betont, dass die Ukraine nicht als ein Land wahrgenommen werden dürfe, das entweder die Position des Westens oder die Position des Ostens beziehen solle. Sie müsste als ein Staat betrachtet werden, der als Brücke dazwischen dienen sollte. Außerdem äußerte Kissinger die Ansicht, dass „die Dämonisierung von Putin keine Politik“ sei, sondern „ein Versuch, sich für ein Fehlen der Politik zu rechtfertigen“.

12. Mai 2014

US-Söldner kämpfen gegen Föderalisierungsanhänger

http://german.ruvr.ru/news/2014_05_11/Amerikanische-Elitesoldaten-kampfen-gegen-Einwohner-von-Slawjansk-0533/

Amerikanische Elitesoldaten kämpfen gegen Einwohner von Slawjansk

Die deutsche Ausgabe Bild am Sonntag hat herausgefunden, dass in Slawjansk 400 Elitesoldaten aus dem amerikanischen Militärunternehmen Academy, früher als Blackwater bekannt, gegen Föderalisierungsanhänger kämpfen.

Davon hat der deutsche Bundesnachrichtendienst die Bundesregierung am 29. April in Kenntnis gesetzt, während der Sicherheitsdienst der Ukraine am 8. Mai erklärte, dass es unter den Angehörigen der Strafkommandos keine Ausländer seien.

Zuvor hat der bekannte amerikanische Journalist und politischer Analyst, Robert Perry, darauf verwiesen, dass sich Washington in der Ukraine der gleichen Taktik wie auch in Mittelamerika, Afghanistan und Syrien bediene.

http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-krise-400-us-soeldner-von-academi-kaempfen-gegen-separatisten-a-968745.html
Einsatz gegen Separatisten: Ukrainische Armee bekommt offenbar Unterstützung von US-Söldnern

400 US-Söldner sollen in der Ostukraine gegen die Separatisten kämpfen. Das berichtet „Bild am Sonntag“ und beruft sich dabei auf Geheimdienstinformationen. Die Kämpfer kommen demnach vom Militärdienstleister Academi, früher bekannt als Blackwater.

Berlin – Es war ein eindeutig formuliertes Dementi. „Unverantwortliche Blogger und ein Onlinereporter“ hätten „Gerüchte“ verbreitet, wonach Angestellte der Firma Academi in der Ukraine im Einsatz seien. Das sei falsch und nichts mehr als ein „sensationalistischer Versuch, eine Hysterie zu kreieren“. So äußerte sich der US-Militärdienstleister, ehemals unter dem Namen Blackwater zu unrühmlicher Bekanntheit gelangt, am 17. März auf seiner Webseite.

Die staatliche russische Nachrichtenagentur „Ria Novosti“ legte freilich am 7. April nach: Blackwater-Kämpfer agierten in der Ostukraine – und zwar in der Uniform der ukrainischen Sonderpolizei „Sokol“. Eine unabhängige Bestätigung dafür gab es nicht.

Ein Zeitungsbericht legt nun nahe, dass an der Sache womöglich doch etwas dran sein könnte: Laut „Bild am Sonntag“ werden die ukrainischen Sicherheitskräfte von 400 Academi-Elitesoldaten unterstützt. Sie sollen Einsätze gegen prorussische Rebellen rund um die ostukrainische Stadt Slowjansk geführt haben. Demnach setzte der Bundesnachrichtendienst (BND) die Bundesregierung am 29. April darüber in Kenntnis. Wer die Söldner beauftragt habe, sei noch unklar.

Die Informationen sollen vom US-Geheimdienst stammen und seien während der sogenannten Nachrichtendienstlichen Lage, einer regelmäßigen Besprechung unter Leitung von Kanzleramtschef Peter Altmaier (CDU), vorgetragen worden. An dem Treffen hätten auch die Präsidenten der Nachrichtendienste und des Bundeskriminalamts, der Geheimdienstkoordinator des Kanzleramts und hochrangige Ministeriumsbeamte teilgenommen.

Die Zeitung berichtet aus der Runde weiterhin, dass die US-Geheimdienstler auch über Informationen verfügten, wonach russische Flugzeuge absichtlich den Luftraum der Ukraine verletzt hätten. Die Regierung in Moskau hatte das dementiert. Der BND habe aber Informationen der Amerikaner, dass Moskaus Militärpiloten den Einsatzbefehl bekommen hätten, gezielt in den ukrainischen Luftraum einzudringen.

Eine Bestätigung für den Bericht gibt es bisher nicht. Der BND habe eine Stellungnahme abgelehnt, so „Bild am Sonntag“. Private Sicherheitsfirmen wie Academi gerieten insbesondere während des Irak-Kriegs in die Kritik. In den USA stehen mehrere ehemalige Blackwater-Angestellte im Zusammenhang mit der Tötung von irakischen Zivilisten vor Gericht. Academi hat sich mit einer Millionenzahlung von Ermittlungen in den USA freigekauft.

%d Bloggern gefällt das: