Archive for Dezember, 2014

31. Dezember 2014

Willy Wimmer (CDU) – An diesem Jahreswechsel stimmt das Bild mit der Kristallkugel nicht. Es scheint sich um eine übergroße Handgranate zu handeln. die uns in die Hand gedrückt worden ist

Willy Wimmer, 30. Dezember 2014 – Jemand schaut in die berühmte Kristallkugel und glaubt etwas zu erkennen, das dem an seinem Anfang stehende neue Jahr eine gewisse Perspektive verleihen könnte.
Nach den Erfahrungen, die von den Menschen im Lande in dem gerade vergangenen Jahr gemacht werden konnte, stimmt an diesem Jahreswechsel schon das Bild mit der Kristallkugel nicht. Es scheint sich um eine übergroße Handgranate zu handeln. die uns allen in die Hand gedrückt worden ist. Erschwerend kommt hinzu, dass dieser Sprengsatz uns schon in den ersten Tagen des neuen Jahres um die Ohren fliegen dürfte. Alles, was uns über Jahrzehnte als verlässlicher Größe präsentiert worden ist und uns bei allen Dissonanzen einen gewissen Halt zu versprechen schien, steht in diesen ersten Wochen auf einem Prüfstand, wie er schlimmer nicht sein dürfte: 

1.) In Washington wird ab sofort Feindschaft institutionalisiert, wenn in einer ohnehin verfeindeten Lage mit aller Brachialgewalt, die innerstaatlicher Auseinandersetzung zu eigen ist, eine republikanische Kongressmehrheit sich mit Präsident Obama herumschlagen wird. 

2.) In Frankreich sieht es für uns auch nicht besser aus. Sarkosy ist zwar zurück, aber wer erinnert sich nicht daran, durch wen er sich -an allen Institutionen des französischen Republik vorbei- den Krieg in Libyen aufschwatzen lies. Wir haben es uns zwar zum Glück angewöhnt, in einer Art von politischem Grundvertrauen innenpolitische Entwicklungen in den Staaten der Europäischen Union unkommentiert zu lassen, solange sie in einer gewissen Bandbreite links und rechts der politischen Mitte ablaufen. Sollte jedoch in Frankreich die politische Formation des Familienclans derer von Le Pen Oberwasser erhalten und die Regierung stellen können, dürfte zwischen Marianne und Michel die tragende Säule Europas demoliert und das Tischtuch zerschnitten werden. Wenn man sich ansieht, durch wen die Bewegung Le Pen so alles unterstützt wird, darf vermutet werden, dass gezielt auf eine derartige Entwicklung zugesteuert wird. 

3.) Großbritannien und seine dort zu erwartende Unterhaus-Wahl macht die Lage auch nicht besser. Man kann sich zwar unverändert wundern, warum dieses menschlich eng befreundete Land jemals auf die Idee gekommen ist, dem vereinten Kontinentaleuropa beizutreten. Unterstellt man allerdings, das alles immer dem nationalen britischen Interesse unterworfen wird, dann war es für Großbritannien gewiss nicht ohne Reiz, sich einem aufstrebenden europäischen Projekt anzuschließen, als man selbst nichts besseres aufzuweisen hatte. Wenn Premier Cameron und andere auf der Insel heute damit nachhaltig spielen, die Europäische Union unter ebenso begründeten wie fadenscheinigen Argumenten verlassen zu wollen, muss einem vor dem Hintergrund einschlägiger Erfahrungen mit der Insel über Jahrhunderte eigentlich schlecht werde. Will sich London vom Kontinent lösen, um wieder seine eingeübten Reflexe spielen zu lassen, die seit langem darauf gerichtet sind. den Kontinent solange aufzumischen, bis alles wieder in Ruinen liegt? 

4.) Griechenland kann relativ kurzfristig allen zuvorkommen, weil es die Fähigkeit hat, Europa über eine Parlamentswahl auseinander zu jagen und das politische Spitzenpersonal in den Orbit zu schießen. Gesetzt den Fall und Griechenland wählt links, was geschieht in dieser Nacht? Da kommt in Athen so alles zusammen, was bedenklich ist. Von einer Bürgerkriegserfahrung, die ohne Außenelemente nicht darstellbar hätte sein können bis zu der jammervollen europäischen Frage, wohin die 240 Milliarden Euro der EU-Hilfe denn abgeblieben sein könnten.? Bevor die verdutzten Bürger in Warschau, Berlin, Lissabon oder Paris diese Frage überhaupt formuliert haben dürften, wird die Welle der internationalen Finanzspekulation schon über uns alle hinweg gerollt sein. Sollten die internationalen Pressemeldungen zutreffen, spricht seit geraumer Zeit der eine oder andere aus dieser Riege vom „Ende des europäischen Experimentes“. Wohl war. Da alles dürfte nicht ohne innenpolitische Auswirkungen sein, die sich dann überaus schnell einstellen könnten. Die Wahlergebnisse von 2009 und 2013 mit der zweifachen Bildung der Regierung Merkel sind gewiss darauf zurückzuführen, dass der gemeinsame Auftritt Merkel/Steinbrück und die Aussagen zu den deutschen Sparvermögen bis heute die Deutschen –neben einer guten wirtschaftlichen Lage- beruhigt hat. Damit dürfte es noch in der Nacht vorbei sein, wenn die Jahre seit Lehmann-brothers 2008 einem Tsunami gleich über uns und vor allem der Regierung zusammenbrechen werden. Unsere eigene Regierung dürfte die Zeit bis zur Bildung einer neuen griechischen Regierung als „Leben auf der Rasierklinge“ empfinden und dem ist auch so. Die deutlichen Worte des ehemaligen Ministers Dr. Friedrich an die Adresse der Bundeskanzlerin über Weihnachten gleichsam als „Störung der Weihnachtsruhe“ hat deutlich gemacht, wie sehr die Einschläge für die Frau Bundeskanzlerin näher kommen. Bei der Betrachtung der innerparteilichen Machtstrukturen, die ihr bislang das politische Überleben nur möglich gemacht haben, fällt nüchternen Beobachtern auf, wie ihr tragende personalpolitische Säulen deshalb abhandengekommen sind, weil Kabinettserwartungen nicht erfüllt werden konnten. Als auf dem Parteitag der CDU in Köln und wenige Tage zuvor am Niederrhein die große Nähe zu ihr für einen Kandidaten sich zum Karrierehemmnis auswuchs, wußte man eigentlich Bescheid. Die Uhr tickt und Athen legt das Feuer an diese Lunte. Alleine diese Sprengsätze sind von einer Art, dass wir sie kaum überleben dürften. Da spielt es schon fast keine Rolle mehr, wenn sich im Gebaren eines amerikanischen „Ober-Präsidenten“ zur nächsten „Münchner Sicherheitskonferenz“ Herr Senator John McCain in gut einem Monat ansagen sollte. Wenn den meisten Zeitgenossen auch die Erinnerung an die berüchtigten altägyptischen Plagen entfallen sein dürfte, so hat doch dieses Treffen seit Jahren den in den Augen vieler Menschen zweifelhaften Ruf erworben, schlimme Dinge anzukündigen oder einzuläuten. Man möchte fast ausrufen: “Kriegstreiber aller Länder, versammelt euch“. Wie in jedem Jahr so dürfte auch 2015 dieser Ruf erhört werden. München als Stadt einer höchst gefährlichen „Bewegung“? Sollte Senator McCain, dem offenbar kein Krieg zu viel ist, in München auftauchen, werden wir uns noch umsehen. Selbst US-Amerikanern graust bei dem Gedanken daran, dass es in Washington bis zum Ende der Amtszeit Obama ein Hauen und Stechen der brutalsten Art geben wird. Die beste Zeit, um Krieg zu führen, wie es durch reinen zeitlichen Zufall schon bei der Präsidentschaft Clinton der Fall gewesen ist. Die absehbare politische Entwicklung in Washington ist für die Amerikaner lebensgefährlich und für uns durchaus tödlich. Die Entwicklung vor und nach dem Putsch in Kiew und das aggressive Vorpreschen des gesamten Westens gegenüber Russland seit dem Winter 2014 machen deutlich, was auf uns zukommt. Die „unverzichtbare Nation“, von den Deutschen über Jahrzehnte geradezu verehrt, zeigt ihre Krallen und fegt mit Feuer und Schwert über den Globus. Natürlich haben wir uns 2014 nicht nur an den Ausbruch des ersten Weltkrieges 1914 erinnert und an den Ausbruch des zweiten Weltkrieges gerade mal dreißig Jahre nach Versailles. Führende amerikanische Repräsentanten, darunter Henry Kissinger, haben vor gut zehn Jahren bei einem Treffen ehemaliger Staatschefs in Peking in Anwesenheit des ehemaligen Bundeskanzlers Dr. Helmut Kohl ihre Sicht dazu freimütig artikuliert. Die Welt sei nicht fertig geworden mit der dynamisch aufstrebenden Nation Deutschland und man habe den Weg in den Krieg gewählt oder sei hineingeschliddert. Die Mannen mit dem Briten Cecil Rhodes haben es anders gesehen und wollten die britische Globalgeltung und die „Vorherrschaft der angelsächsischen Rasse“ unter allen Umständen für die Zukunft sicherstellen. In einer Zeit, in der Kriege noch als zulässige staatliche Instrumente angesehen worden sind, galt es, Deutschland in den Griff zu bekommen. Das Teufelswerk von Versailles schuf die Grundlage für den zweiten europäischen und globalen Krieg, an dessen Ende allerdings nach „Nürnberg“ die Ächtung des Krieges und die Charta der Vereinten Nationen standen. Krieg sollte nicht mehr das gängige staatliche Mittel zur Durchsetzung von Interessen sein. Der Sicherheitsrat sollte der Garant der friedlichen Konfliktbeilegung sein. Das war und blieb er in Europa auch-bis zum völkerrechtswidrigen Angriffskrieg auf Betreiben der NATO und der amerikanischen Führungsmacht gegen die Bundesrepublik Jugoslawien. Seither und dies bis zum Vorgehen im Irak und Syrien, wird die zentrale Errungenschaft der beiden Weltkriege-wenn man in Zusammenhang mit den gewaltigen Opfern diesen Begriff überhaupt verwenden kann- nämlich das Gewaltmonopol der Vereinten Nationen gezielt durch Washington beseitig. Wir sind alle schon längst wieder dort, wo Cecil Rhodes und seine verschworene Gemeinde die Welt vor 1914 hinhaben wollte. Krieg als Normalfall. Krieg als Mittel, die Vorherrschaft zementieren zu wollen? Wir alle werden uns festhalten müssen, wenn wir den Jahreswechsel in diesen Tagen sehen. Es spricht alles dafür, dass Washington den Jahrestag des Sieges 1945 über das Deutsche Reich dazu nutzen wird, die Siegerkoalition mit Moskau endgültig aufzukündigen. Einladungen werden mit gehörigem Affront ausgeschlagen. Drohgebärden nehmen zu und eigentlich erwartet man den Ausbruch von „non-verbalen“ Feindseligkeiten. Dieses Ringen, das uns in völliger Abkehr von den berechtigten Erwartungen zum Ende des Kalten Krieges im Jahr 2014 auf dem falschen Fuß erwischt hat, wird viele Facetten haben. Während des Kalten Krieges gab es das geflügelte Wort, nach dem der Schlüssel für die deutsche Wiedervereinigung in Moskau liege. Mal sehen, was noch in Moskau liegt?

31. Dezember 2014

US-Regisseur Oliver Stone: Ukrainepolitik „dreckige Geschichte durch und durch“ – CIA Handschrift

de1972 Dec. 31 14.30

Die Wahrheit wird im Westen nicht verbreitet

Der US-Regisseur und Filmemacher Oliver Stone schreibt jetzt in einem Post auf Facebook, dass der Staatsstreich diese Jahres in der Ukraine die Fingerabdrücke einer CIA-Operation aufweise. Die Rädelsführer der Proteste nutzten die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem damaligen Präsidenten, Viktor Janukowitsch um den Putsch herbeizuführen.

Oliver Stone schreibt, der Staatstreich sei mit den CIA-initiierten Operationen vergleichbar, die im Iran, in Venezuela und Chile geschehen sein. Stone war kürzlich nach Moskau geflogen, um den dort im Exil lebenden ukrainischen Ex-Präsident Janukowitsch zu treffen und ihn zu interviewen.

Auf seiner Facebook-Seite beschreibt Stone seine Eindrücke folgendermassen: „aber es scheint klar zu sein, dass die sogenannten „Schützen“, die 14 Polizisten töteten, 85 Zivilisten verwundeten und 45 protestierende Zivilisten töteten außenstehende Drittpartei-Agitatoren waren. Viele Zeugen, inklusive Janukowitsch und Polizeivertreter glauben, dass diese fremden Elemente von prowestlichen Fraktionen eingeführt wurden – klar sind deutliche CIA-Fingerabdrücke zu erkennen.“

Er vergleicht die Vorgänge in Kiew mit jenen im Iran 1953, Chile 1973 und den aktuellen Ereignissen in Venezuela, wo „Oppositionsgruppen“ die mit den USA sympathisieren und von den USA finanziert werden, die Aufgabe haben die Massen zu mobilisieren. Stone beschreibt diese Regime Change oder Regime-Wechsel als „Soft power“, Bewegungen um unliebsame Regierungen ohne „echten Krieg“ zu beseitigen, um dann ein  Marionettenregime zu installieren.

Oliver Stone schreibt weiter, dass in den westlichen Medien das „instabile und brutale prorussische Janukowitsch-Regime „für das „Maidan-Massaker“ verantwortlich gemacht wurde. Laut Oliver Stone gab es aber ein Abkommen zwischen Janukowitsch, der Opposition und drei EU-Außenministern, das am  21. Februar unterzeichnet wurde. Danach sollte eine gemeinsame Übergangsregierung geschaffen werden und es sollte vorgezogene Wahlen geben.

Über Nacht wurde alles ins Chaos beschleunigt. Janukowitsch musste das Land fluchtartig verlassen. Am nächsten Tag übernahm die Opposition die Regierung. Die USA erkannnten die Putschregierung sofort an. Stone bezeichnete dies als „dreckige Geschichte durch und durch“.

„aber im tragischen Nachspiel dieses Putsches, hat der Westen das dominante Narrativ von „den Russen auf der Krim“ gepflegt, wohingegen das wahre Narrativ von „US-Amerikanern in der Ukraine“ wahr ist. Die Wahrheit wird im Westen nicht verbreitet. Es ist eine surreale Perversion der Geschichte die wieder einmal fortgeführt wird, wie schon in Bushs Massenvernichtungswaffen-Kampagne im Irak. Aber ich hoffe, dass die Wahrheit im Westen schlussendlich noch herauskommt. Ich hoffe, dass weiterer Irrsinn irgendwann gestoppt wird.“

https://www.facebook.com/TheOliverStone/posts/901387646552202

31. Dezember 2014

German Rock Legend Udo Lindenberg supports Russia in Ukrainian conflict – „NATO, would you please get out of the Eastern European countries „

The western military alliance NATO did not stick to the agreement they made with Russia after the fall of the Berlin wall , said Udo Lindenberg in a newspaper interview. The West promised not to expand with NATO into  the countries „liberated“ from the former Soviet Union. „That’s why the Russians are angry, and that’s not Putin alone. If I had anything to do with politics, I would say: NATO, would you please get out of the Eastern European countries “

Lindenberg also said that he could imagine to travel to Moscow to appeal for a peaceful solution of the conflict in Ukraine: „I have been there quite a few times. I would like to remain active in this regard. „Lindenberg further said he is afraid of an escalation in the conflict between NATO and Russia. All too easily an „error in the military system can happen“. A nuclear war by mistake. „This danger already existed in the 1980s.

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Udo Lindenberg is a close friend of former German Chancellor Gerhard Schröder.

On December 5, Gerhard Schröder and others published the letter “Another War in Europe? Not in our name!” The letter was published in the renowned weekly newspaper Die Zeit and was co-signed by former presidents, former representatives from both sides of the aisle, House speakers, former governors, attorneys general, cabinet members,  ambassadors, CEOs, movie stars and directors, writers, astronauts, religious leaders, mayors, academics, mainstream media correspondents, and more — all united in stating “Nobody wants war.”

They came together to demand de-escalatory politics between the United States and the European Union, on one side, and Russia. They appeal to the German federal government, its representatives and the media to assume their responsibility for peace in Europe.

In a new development today Oliver Stone posted a statement on Facebook about his stance on the conflict in Ukraine: „The Truth Is Not Being Aired in the West“

https://www.facebook.com/TheOliverStone/posts/901387646552202

31. Dezember 2014

Udo Lindenberg stellt sich im Ukrainekonflikt vor Russlands Präsident Putin – Kritik an NATO – Angst vor Atomkrieg aus Versehen

de3088 Jul. 12 17.41
Die Nato habe sich nicht an die Absprache mit Russland gehalten, sagt Udo Lindenberg in einem Zeitungsinterview. Man habe versprochen nicht mit der Nato in die „befreiten“ Länder der ehemaligen Sowjetunion zu expandieren. „Deshalb werden die Russen sauer, das ist ja nicht Putin alleine. Wenn ich mit Politik irgendetwas zu tun hätte, würde ich sagen: Nato, bitteschön raus aus den osteuropäischen Ländern!“

Lindenberg sagte weiter, er könne sich auch vorstellen nach Moskau zu fahren, um sich dort für eine friedliche Lösung des Ukraine-Konflikts einzusetzen: „Ich bin dort schon ein paar Mal aufgetreten. Ich möchte gern in dieser Hinsicht aktiv bleiben.“ Lindenberg sagte weiter er habe Angst vor einer Eskalation in dem Konflikt zwischen der Nato und Russland. Allzu leicht könne ein „Fehler im Militärsystem passieren“. Ein Atomkrieg aus Versehen.“ Diese Gefahr habe bereits in den 1980er Jahren bestanden.

Wozu sind Kriege da?

Text: Udo Lindenberg; Musik: Udo Lindenberg

Keiner will sterben, das ist doch klar
wozu sind denn dann Kriege da?
Herr Präsident, du bist doch einer von diesen Herren
du musst das doch wissen
kannst du mir das mal erklären?
Keine Mutter will ihre Kinder verlieren
und keine Frau ihren Mann.
also warum müssen Soldaten losmarschieren
Um Menschen zu ermorden – mach mir das mal klar
wozu sind Kriege da?

Herr Präsident, ich bin jetzt zehn Jahre alt
und ich fürchte mich in diesem Atomraketenwald.
sag mir die Wahrheit, sag mir das jetzt
wofür wird mein Leben aufs Spiel gesetzt?
Und das Leben all der andern – sag mir mal warum
sie laden die Gewehre und bringen sich gegenseitig um
sie stehn sich gegenüber und könnten Freunde sein
doch bevor sie sich kennenlernen, schießen sie sich tot
Ich find das so bekloppt, warum muß das so sein?

Habt ihr alle Milliarden Menschen überall auf der Welt
gefragt, ob sie das so wollen
oder geht’s da auch um Geld?
Viel Geld für die wenigen Bonzen,
die Panzer und Raketen bauen
und dann Gold und Brillanten kaufen
für ihre eleganten Frauen
oder geht’s da nebenbei auch um so religiösen Mist
dass man sich nicht einig wird
welcher Gott nun der wahre ist?

Oder was gibt’s da noch für Gründe
die ich genauso bescheuert find’
na ja, vielleicht kann ich’s noch nicht verstehen
wozu Kriege nötig sind
ich bin wohl noch zu klein
ich bin ja noch ein Kind

31. Dezember 2014

Radio Utopie ll Oberstleutnant gibt vier Medaillen an “kriminelle Vereinigung” N.A.T.O. zurück

Offener Brief an den Verteidigungsminister und die Regierung der Tschechischen Republik – Antrag auf Widerruf der Auszeichnungen in militärischen Operationen der AČR unter der Schirmherrschaft der N.A.T.O.

Es gibt sie noch, Menschen mit Gewissen, die nicht nur voller Groll in der Zimmerecke vor sich hin grummeln, sondern offen ihre Missbilligung mit einem großen Paukenschlag über einen Militärapparat zum Ausdruck bringen, dem sie ihr Einkommen und Karriere verdankten.

Mit dieser guten Nachricht beenden wir das alte Jahr und starten zuversichtlich in das kommende. Möge dem guten Beispiel von Oberstleutnant Marek Obrtel so viel wie möglich folgen.

Marek Obrtel war tschechischer Militärarzt. Seine Einsatzgebiete waren die Kriege in Kosovo und Bosnien-Herzegowina und anderen Ländern des ehemaligen Jugoslawien sowie in Afghanistan. In Afghanistan war Obrtel Leiter des 11. tschechischen Militärkrankenhauses.

In einem dreiseitigen Brief an die tschechische Regierung und das Verteidigungsministerium, den er als Offenen Brief gleichzeitig an das Parlament weiterleitete um die Öffentlichkeit darüber in Kenntnis zu setzen, zeigte sich der Oberstleutnant tief beschämt darüber, an den internationalen Friedensmissionen der Nordatlantischen Allianz teilgenommen zu haben. Eine der Überschriften des in Abschnitte gegliederten Briefes heißt “Frost kommt aus dem Weißen Haus, das heißt von der N.A.T.O.”

Marek Obrtel nannte darin die N.A.T.O. eine kriminelle Vereinigung mit grausamen Interessen und erbat den Modus zur Rücknahme seiner ihm verliehenen N.A.T.O.-Medaillen. Die von der U.S.A. geführte Allianz verfolge perverse Interessen und eine imperialistische Politik in künstlichen Konflikten auf der ganzen Welt auf der höchsten Stufe der Verderbtheit und des Machtrausches.

Weiter schrieb Obrtel, dass er seinen Dienst im guten Glauben mit allen ihm zur Verfügung stehenden Kräften ausführte und sein Bestes gegeben hatte, denn einen solchen Einsatz übt man nicht nur halb aus. “Aber immer mehr, besonders in Zusammenhang mit dem Kosovo-Konflikt, begann ich zu erkennen, dass unser Weg nicht richtig ist.”

Der Militärarzt schrieb weiter in dem Brief, dass jedes freie Land, das sich den Machtinteressen der U.S.A. widersetzt und seine Identität, die Ökonomie und Souveränität verteidigt, von der Landkarte getilgt werden müsse.

Der Militärarzt führte aus, dass er die Möglichkeit hatte, mit den Einheimischen zu sprechen. Dadurch wurde er in die Lage versetzt, eine Analyse und Bewertung der Situation aus allen möglichen Blickwinkeln führen zu können.

“Immer, wenn ich das Gefühl bekam, dass “etwas nicht stimmt”, tröstete ich mich durch die Arbeit als Arzt und das es meine Aufgabe ist, den Kranken, Verletzten und Betroffenen, einschließlich der lokalen Bevölkerung, wo unsere Truppen sie sahen, zu helfen.”

In den Gesprächen wurde Obrtel die “Absurdität” der Schritte der N.A.T.O. und die jüngsten Entwicklungen, die er als einen neuen Kalten Krieg bezeichnete, bewusst.

Das Verteidigungsministerium der Tschechischen Republik hat auf diesen Brief geantwortet, dass es kein Gesetz gibt, verliehene Medaillen wieder zurückzunehmen, aber er kann sie jederzeit zurückgeben, wenn er sie aufzugeben wünscht.

Der vollständige Brief, der auch auf die Rolle der C.I.A. und die Entwicklung der N.A.T.O. seit ihrer Gründung eingeht, wurde zwei Tage vor Weihnachten, am 22. Dezember 2014, auf der Parlamentwebsite PARLAMENTNI Liszty.cz unter “Marek Obrtel: Hluboce se stydím za zločineckou organizaci, jakou je NATO. Vracím vyznamenání” veröffentlicht.

In der Republik Tschechien wird seit Veröffentlichung des Briefes eine heftige Diskussion geführt. Dabei outen sich die Politiker, die als Kriegstreiber den Kurs der N.A.T.O. vehement verteidigen. Unter dem Artikel Veterán, který vrátil medaile a mluvil o „zločinném” NATO: Do debaty se zapojil generál a exministr obrany. A šlo se až na dřeň vom 30.Dezember 2014 kann die spannende Diskussion der Politiker in unserem Nachbarland verfolgt werden.

https://www.radio-utopie.de/2014/12/31/oberstleutnant-gibt-vier-medaillen-an-kriminelle-vereinigung-n-a-t-o-zurueck/

31. Dezember 2014

Yuri Shcherbak, ehemaliger Botschafter der Ukraine in den USA warnt vor Weltkrieg

Yuri Shcherbak, Botschafter der Ukraine in den USA von 1994-1998.

Am vergangenen Montag sprach Yuri Shcherbak im Fernsehsender Ukraine Channel 5 und warnte seine Landsleute wegen der Richtung der neu installierten Regierung, die durch einem gewalttätigen Staatsstreich am 22. Februar an die Macht gekommen ist.

Seine vollständige Erklärung zu diesem Thema, wie zitiert auf der einflussreichen ukrainischen Website politnavigator.net:

„Das ist ein Auftakt zum dritten Weltkrieg. Viele Leute wissen das. Betrachten wir zum Beispiel das Saporoshje Kernkraftwerk, dass nur 160 Kilometer von der aktuell Kampfzone entfernt liegt. Können Sie sich vorstellen, was für ein Unglück passieren könnte, wenn das AKW von einer Granate getroffen wird? Haben wir eine Alternative zu den Minsker Gesprächen [zwischen dem ukrainische Präsidenten Petro Poroschenko, und den Kommandeuren im Donetsk]? Können wir denn Moskau den Krieg erklären und diesen mit Hilfe einer schnellen Operation gewinnen? Nein, denn in diesem Fall würden bereits am nächsten Tag von Russland aus Marschflugkörper auf Kiew abgefeuert werden.“

http://www.globalresearch.ca/ukraines-war-a-prelude-to-world-war-ii-says-former-ukraine-ambassador-to-u-s/5421994

30. Dezember 2014

AG Frieden in der GEW Berlin ll Kundgebung zum Gedenken an Celalettin Kesim 5.1.2015

Damals wie heute:
entschlossen gegen den Faschismus kämpfen!
Kommt zur Kundgebung

am Montag, dem 5. Januar 2015,
um 14:00 Uhr

an der Gedenkstele für Celalettin Kesim,

Kottbusser Tor, Kottbusser Straße/Ecke Reichenberger Straße

Am 5. Januar 1980 wurde unser Kollege Celalettin Kesim ermordet. Celalettin war Lehrer an einer Neuköllner Berufsschule und Sekretär des ‚Türkenzentrums‘ in der Schinkestraße.
Er hatte an diesem Tag mit Freunden und Genossen aus dem ‚Türkischen Demokratischen Arbeiterverein‘ am Kottbusser Tor Flugblätter gegen die in der Türkei drohende Militärdiktatur verteilt. Auf dem Rückweg ins Türkenzentrum wurden sie von türkischen Faschisten und religiösen Fanatikern überfallen. Celalettin wurde durch einen Messerstich in die Schlagader am Oberschenkel getroffen. Polizei und Rettungswagen trafen verspätet ein. Celalettin verblutete noch am Tatort.

Der Mord an Celalettin Kesim hat in der demokratischen Öffentlichkeit Berlins Trauer und Bestürzung hervorgerufen. An der Demonstration im Anschluss an die Trauerfeier nahmen mehr als 10.000 Menschen teil.
Für Politik und Justiz jedoch waren Überfall und Mord das Ergebnis einer Auseinandersetzung zwischen ‚türkischen Extremisten‘. Der Täter wurde bis heute nicht bestraft.

Unsere Kundgebung zum Gedenken an Celalettin Kesim soll zugleich auf die Gefahren der heutigen Politik hinweisen:

Angesichts der jüngsten Entwicklungen sind wir alle gefordert, gegen das Erstarken rechter Kräfte und gegen den Rassismus und die Hetze gegen Flüchtlinge und ihre UnterstützerInnen aktiv zu werden. Wir müssen einer Politik widersprechen, die Verständnis für die ‚Sorgen‘ der ‚Abendlandretter‘ von Pegida & Co. hat, die mit bevorstehenden Flüchtlingsströmen droht und die z.B. die Regierung in Kiew unterstützt, an der Faschisten beteiligt sind.

30. Dezember 2014

sputniknews ll Warum Obama nicht „Schurke des Jahres“ ist

http://de.sputniknews.com/meinungen/20141230/300447785.html

von Rüdiger Göbel

Kurzer Prozess per Drohne: US-Präsident Barack Obama und die NATO arbeiten in Afghanistan eine geheime Tötungsliste ab. Die westliche Werteallianz spielt Ankläger, Richter und Henker. Auch Deutschland macht mit. Doch der »Schurke des Jahres« wird unverdrossen im Kreml ausgemacht.

30. Dezember 2014

RTdeutsch ll Islambild – Wo PEGIDA bereitwillig der „Lügenpresse“ Glauben schenkt

 

Bei Demonstrationen der PEGIDA wird gerne fundamentale Kritik an den Manipulationsmechanismen der deutschen Leitmedien geübt und die zunehmende Skepsis gegenüber diesen Meinungsbildnern innerhalb der Bevölkerung weist darauf hin, dass Menschen diese zunehmend durchschauen. Allerdings glaubt man exakt diesen Medien immer noch bereitwillig, wenn es um deren Darstellung des Islam geht.

Zum Artikel: http://www.rtdeutsch.com/8747/headline/islambild-wo-pegida-bereitwillig-der-luegenpresse-glauben-schenkt/

30. Dezember 2014

junge Welt ll Vor 90 Jahren erschien Thomas Manns Bildungsroman »Der Zauberberg«. Die Hinwendung zu Antifaschismus und »Sozialismus«

Von Alain Herman

 

https://www.jungewelt.de/2014/12-29/002.php?sstr=vision|der|besten

 

darin ist die Rede von Thomas Mann Okt. 1930 “Deutsche Ansprache” und aus dem Exil die BBC-Rede 1944 zum Faschismus und Mißbrauch des Begriffs Sozialismus von Seiten der Faschisten  usw.

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