Archive for Januar 1st, 2019

1. Januar 2019

Bernie Sanders Starts Mentioning the Military Budget

By David Swanson
https://worldbeyondwar.org/bernie-sanders-starts-mentioning-the-military-budget/

Bernie Sanders has added the existence of foreign policy onto the bottom of emails like the one below, after having posted a video of himself quoting the usual Eisenhower quotes on military spending. These changes match the request made when World BEYOND War and RootsAction.org asked 100 prominent people to sign an open letter to U.S. Senator Bernie Sanders urging him to address military spending. Over 13,000 more people signed it. Let’s hope that Senator Sanders builds on this progress. Let’s take the same demand to other politicians.

 

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1. Januar 2019

„Wir sind noch mehr – Deutschland in Aufruhr”: Zunehmende Einflussnahme von Rechtspopulisten auf die alternativen Medien.

freiem

Der Blogger und politische Aktivist Michael Stürzenberger, vormals Bundesvorsitzender, der inzwischen nicht mehr bestehenden rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ und jetzt Mitglied in der Bürgerbewegung Pax Europa empfahl kürzlich in einem Artikel des der Pegida nahestehenden Blogs Politically Incorrect ein Buch, das inzwischen zum Bestseller avancierte.

Es geht um „Wir sind noch mehr – Deutschland in Aufruhr“, ein Buch, in dem neben Michael Stürzenberger auch Beiträge der folgenden Autoren veröffentlicht sind: Hanno Vollenweider als Herausgeber, Vera Lengsfeld, Petra Paulsen, Heiko Schrang, David Berger, Jürgen Fritz, Ramin Peymani, Imad Karim, Thomas Bachheimer, Marcus Franz, Thomas Böhm, Roger Letsch, Peter Helmes, Niki Vogt, Charles Krüger, Christian Jung, Wolfgang van de Rydt, John James, Naomi Seibt und Friedemann Wehr.

Hier berichtet Michael Stürzenberger über seine Arbeit bei Pi-News.

Die meisten der obigen Autoren haben sich 2018 in der Vereinigung der Freien Medien e.V. zusammengeschlossen und verstehen sich „als die erste staatspolitisch unabhängige Organisation zur Förderung des grundgesetzlich verankerten Bürgerjournalismus und der Meinungsfreiheit“.

Hanno Vollenweider betreibt das angeschlossene Internet-Talkshow Format „die Unbestechlichen“

Vera Lengsfeld veröffentlichte im März 2018 die „Gemeinsame Erklärung 2018“ in der es unter anderem heißt: „Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“

Lengsfeld ist auch Mitinitiatorin der Vereinigung der Freien Medien e.V.. Sie sympathisiert offen mit der AfD und mit Gruppierungen wie Pegida.

Zwischen 1996 und 2005 war Lengsfeld Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. 2012 wurde sie Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus in Berlin-Brandenburg.

Danach war sie, neben Klaus Peter Krause und Beatrix von Storch im Vorstand bis 2015 bestehenden Bürgerkonvents, der die Rückführung des Staates und den Abbau von Sozialleistungen befürwortete. 2014 plädierte sie dann für eine Koalition der CDU mit der AfD.

2018 nahm Vera Lengsfeld neben Thilo Sarrazin und Jörg Meuthen als Rednerin an dem von Max Otte organisierten sogenannten „Neuen Hambacher Fest“ teil, bei dem eine Reihe von Politiker der AfD auftraten. Die Kanäle NuoViso TV und Eingeschenkt.TV veröffentlichten die Beiträge vom „Neuen Hambacher Fest“. Im Sommer 2018 nahm Lengsfeld dann am von der AfD angemeldeten „Frauenmarsch zum Kanzleramt“ teil.

Ko-Autoren des Buchs „Wir sind noch mehr – Deutschland in Aufruhr“ waren auch im Format #BarCode bei Nuoviso TV.  zu Gast. Frank Höfer sprach mit Petra Paulsen, mit Heiko Schrang, dem Macher des Nuoviso TV angegliedertem Videoformats und mit Katrin Nolte, Moderatorin bei Compact TV, dem Videokanal des Compact-Magazins von Jürgen Elsässer. Katrin Nolte ist verheiratet mit Jan Nolte, AfD Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Landesverbandes Hessen der Jungen Alternative.

Bei Nuoviso heisst ein Format SchrangTV betrieben von Heiko Schrang. Er unterstützte in mehreren Interviews den antikommunistischen Chinakurs der chinesischsprachigen Epoch Times und der Falun Gong Sekte, die der Regierung Chinas zig-tausende Organentnahmen und die systematische Folterung und Ermordung von Gefangenen unterstellen. Schrang veröffentlicht seine Artikel auch auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert wird und von auch mit dem CIA in Verbindung gebracht wird. Schrang interviewte im Rahmen von NuoViso sowohl Vertreter der Falun Gong Sekte als auch die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland.

NuoViso TV solidarisiert sich zur Zeit auch mit Billy Six einem in Venezuela inhaftierten deutschem Journalisten, der das „Maduro-Regime“ beschuldigt, Venezuela durch seine linke Politik völlig zu verarmen. Billy Six arbeitete unter anderem für die „Junge Freiheit“ sowie für den nationalistischen Verein „Die Konservativen“.

Man muss vor dem Hintergrund des zunehmenden Einflusses rechtspopulistschen Stimmen  in den alternativen Medien der Frage stellen, warum linke Positionen hier derart vehement abgelehnt werden und die Medienplattformen eine derartige Verbreitung finden.

Grund dafür ist, dass man auf diesen Plattformen viele interessante, gut recherchierte Beiträge finden kann. Viele Beiträge plädieren für Frieden mit Russland liefern zum Teil gute Recherchen zu den Hintergründen von inszeniertem Terrorismus, 9/11 und Kriegen.

Es geht hier also nicht um Lese- oder Sehverbote oder um Video-Kanal Verbote, sondern vielmehr um die klare Zuordnung politischer Lager. Geprägt ist fast das gesamte Spektrum von einem deutlich anti-linken und vor allem anti-muslimischen Unterton. Das letztere Phänomen wird noch verstärkt durch die Frequenz von Gästen aus dem weiterem Spektrum der AFD und von Pegida-nahen Projekten. Dazu Namen wie Helmut Roewer, Ex-Verfassungsschützer, Hagen Grell, der Vegane Germane, Jürgen Elsässer, Michael Vogt, Gerhard Wisnewski, und der verstorbenene Udo Ulfkotte.

Neonazis werden falls thematisiert zumeist verharmlost und nicht selten sogar als mehrheitlich  vom Verfassungsschutz gesteuerte Gruppen charakterisiert, während Linke oft auf die Begriffe von Gutmenschen, Antifa oder linksextrem reduziert werden. Zugleich wird die Begrifflichkeit von links und rechts meist grundsätzlich als unzeitgemäss empfunden.

Die deutliche Affinität zu Gesprächsgästen, die anti-islamische Positionen vertreten und zu Videobeiträgen, die diese Grundhaltung aufzeigen wird von uns abgelehnt.

Medien wie die Tageszeitung junge Welt und andere traditionell eher linke Organisationen wollen diese Standpunkte und Verknüpfungen ebenfalls nicht akzeptieren und argumentieren deswegen zu Recht gegen eine so sogenannte „Querfront“.

Bewegungen wie #Aufstehen und #JaunesGilets stehen in Gefahr in den Sog dieser Kontroversen zu geraten.

Die hier kritisierten rechtsoffenen Medienplattformen, so wie auch ihre rechtspopulistischen Unterstützerkreise wollen mehrheitlich keine Konfrontation mit Russland , weisen sie vielmehr zurück. Wenn sich auch die Motive dafür, beispielsweise bei einer Partei wie der AFD nicht unbedingt logisch erschliessen, so ist diese Grundhaltung grundsätzlich positiv zu beurteilen, nur eine mögliche Zusammenarbeit kann daraus nicht abgeleitet werden.

Es sollte vielmehr die Kooperation zwischen linken, progressiven Medien und Organisationen weiter ausgebaut werden, die nicht wie andere „linke“ Strukturen ebenfalls die Dämonisierung von Russland, China und Syrien nur noch bestärken.

Zu empfehlen sind unserer Meinung nach deshalb Nachrichtenportale wie die Nachdenkseiten, Hintergrund, junge Welt, RT Deutsch, Russland TV, Telepolis, China Heute, Irans Pars News, Rubikon, Sputniknews, AG Friedensforschung, Amerika21, WeltnetzTV, Fefes Blog, Ossietzky. und andere. Hier eine unsere Liste empfehlenswerter Nachrichtenplattformen.

Warum finden sich in der Liste auch russische Nachrichtenportale? Trotz vielleicht berechtigter Kritik an Aspekten der russischen Innenpolitik, sollten Antifaschismus und Antirassismus heutzutage eine grundsätzliche Solidarität mit Russland unbedingt voraussetzen. Man sollte sich gegen den drohenden Rechtsruck stellen, schützend vor Minderheiten, vor Geflüchtete, aber unbedingt auch vor Russland. Denn wir sind abgesehen von einem erstarkendem Anti-Islamismus konfrontiert mit einer zunehmenden Russophobie, einer stark zum Rassismus tendierenden Russenfeindlichkeit und einem noch vom deutschen Faschismus geprägten Feindbild des jüdischen Bolschewismus. Dies sollte vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nicht toleriert werden.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang die jüngsten Stellungnahmen russischer Politiker über Verbindungen zu rechtspopulistischen Politikern und Organisationen in Europa.

Im Januar 2018 erklärte Präsident Putin, „dass der Islam ein wichtiger Teil unseres Kultur und die Muslime sind ein wichtiger Teil unseres multinationalen Volkes.“

Veronika Krascheninnikowa, Politologin und Leiterin der Abteilung Außenpolitik der Regierungspartei „Einiges Russland“ vertritt den Standpunkt, das jegliche Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands widersprechen.

Demnach nach nutzen die Rechtspopulisten Russland nur, um auf die internationale Bühne zu kommen. Wenn man die Behauptung der AfD, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, auf Russland übertrage, verstoße man gegen das Strafgesetzbuch. Russland sei ein Vielvölkerstaat. Laut Krascheninnikowa stehen diese Kräfte mit ihrem anti-muslimischen Standpunkten im völligen Widerspruch zu den Interessen eines multinationales und multikonfessionellen Russland.

Wir wissen auch, dass diese anti-muslimischen Standpunkte im völligen Widerspruch zu den Interessen einer multinationalen, weltoffenen Stadt Berlin stehen.
Coop Anti-War Cafe, Heinrich Bücker

Links:

„Nationalistische #Politik wäre die schnellste Vernichtung #Russland|s“ – Russische Politologin über Haltung zu #AfD, #Islam und #Migration
https://bit.ly/2R6uOCL

Neuorientierung in Moskau? Führendes Mitglied der Regierungspartei „Einiges Russland“, kritisiert Kontakte zu AfD und Front National – Ulrich Heyden (Heise.de)
https://www.heise.de/tp/features/Neuorientierung-in-Moskau-4210507.html

Vorstandsmitglied von Putins Partei „Einiges Russland“: Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ widersprechen den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands
https://bit.ly/2DHBZL7

 

 

 

 

1. Januar 2019

Deutsche Außenpolitik und die Krim ( Jörg Tauss)

um Jahresende prasselte an unterschiedlichen Stellen mal wieder jede Menge antirussische Propaganda auf uns ein. Thema dabei war fast immer die „völkerrechtswidrige Annexion“ der Krim, die ja seitens der NATO und unseres Auswärtigen Amts ständig bemüht wird, um Entspannungspolitik zu diskreditieren und Boykotte und Aufrüstung zu legitimieren. Deshalb hier ein Artikel mit Verweis auf eine schon ältere aber weiterhin interessante Betrachtung von Professor Merkel um Thema „Völkerrechtsverstoß“.
1. Januar 2019

Syrien-Abzug: Trump zieht über „gescheiterte Generäle“ her – verteidigt Entscheidung via Twitter (Sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20190101323465297-syrien-abzug-trump-zieht-ueber-gescheiterte-generaele-her/
01.01.2019
US-Präsident Donald Trump hat seine Entscheidung zum Truppenabzug aus Syrien via Twitter verteidigt. Trump tut nach eigenen Worten das, was er im Wahlkampf versprochen hatte.

„Ich habe im Wahlkampf den Abzug aus Syrien und anderen Ländern versprochen“, schrieb Trump am Montag in seinem Twitter-Beitrag. „Jetzt, wo ich damit beginne, beschweren sich die Fake News und ein paar gescheiterte Generäle, die es vor mir nicht hingekriegt haben, über mich und meine Taktik, die funktioniert.“

Er tue das, was er gesagt habe. „Wenn irgendjemand anderes als Donald Trump das getan hätte, was ich in Syrien getan habe, (…) wäre er ein nationaler Held“, erklärte der Präsident. „Der IS ist weitgehend verschwunden, wir schicken unsere Soldaten nun langsam heim zu ihren Familien, während wir gleichzeitig Überbleibsel des IS bekämpfen.“

Der einflussreiche republikanische Senator Lindsey Graham stellte sich nach anfänglicher Kritik hinter die Syrien-Strategie des Präsidenten. Graham galt lange Zeit als innerparteilicher Kritiker des Präsidenten, ist mittlerweile aber dessen Vertrauter.

Nach einem Treffen mit Trump erklärte der Senator, der Präsident habe ihm einige Dinge zu Syrien erklärt, die er vorher nicht gewusst habe. Er fühle sich nun deutlich besser, was die Richtung angehe, in die es in Syrien gehen soll.

Donald Trump hatte am 19. Dezember den sofortigen Beginn des Rückzugs der 2000 US-Soldaten aus Syrien verkündet, was heftige Kritik auslöste. Die Entscheidung führte zum Rücktritt von Verteidigungsminister James Mattis.

1. Januar 2019

Tweet des US Strategic Command zu Neujahr: „Wir sind bereit, etwas viel Größeres fallen zu lassen.“

ScreenHunter 1949

In einem inzwischen gelöschtem Tweet des US Strategic Command (StratCom), das die strategischen Raketensysteme der Nation kontrolliert und die weltweiten Nuklearkapazitäten koordiniert, wurde ein vermeintlicherWitz gemacht, und das während die Menschen in New York City den Countdown bis Mitternacht genossen. In dem Tweet hiess es wörtlich: „Wir sind bereit, etwas viel Größeres fallen zu lassen.“

Unter der Nachricht befand sich ein Video (siehe unten), wie die New York Times es beschreibt, von einem „B-2-Tarnkappenbomber“, der über den Himmel flog, bevor er zwei GPS-geführte Bomben abfeuerte, die in einen riesigen Feuerball am Boden explodierten.“

Stratcom löschte den Tweet nach etwa drei Stunden und veröffentlichte eine Entschuldigung, in der es hiess, dass die Nachricht „in schlechtem Geschmack war und nicht unsere Werte widerspiegelt“. Viele Leute hatten bereits Screenshots der Nachricht gemacht.

hier der ganze Artikel zum Vorfall:

https://bit.ly/2F0W7ao

1. Januar 2019

Paris: „Die Journalisten sollen herunterkommen“: Gelbwesten brüllen „Fake News“ vor TV-Sender BFMTV – Gescheiterter Versuch die offizielle Sommerresidenz Macrons zu stürmen

https://deutsch.rt.com/kurzclips/81854-paris-journalisten-sollen-heruntergekommen-gelbwesten/
31.12.2018
Dutzende von Demonstranten der sogenannten Gelbwesten haben sich vor dem Hauptsitz des französischen BFMTV-Senders zusammengezogen und beschuldigen den Sender, „Fake News“ zu senden. Außerdem fordern sie den Rücktritt von Präsident Emmanuel Macron.

Die Demonstranten kamen etwa eine Stunde nach der Ankündigung des Treffens auf Facebook vor den Büros in Paris an. Bereits zuvor wurde eine starke Polizeipräsenz vor Ort auf die Straßen gebracht, während im ganzen Land Demonstranten in gelben Westen gegen die etablierte Politik auf die Straßen gingen.

Einer der Demonstranten sagte RT France, dass BFM TV gefälschte Informationen über die Bewegung verbreite, und behauptete, dass der Sender die Größe seiner Demonstrationen absichtlich herunterspiele.

AFP berichtet, dass sich „mehrere Hundert“ Gelbwesten vor dem Hauptquartier versammelt hätten, und dass die Polizei Tränengasgranaten gegen die Menge eingesetzt habe, nachdem die Demonstranten Gegenstände in ihre Richtung geworfen hätten.

Berichten zufolge forderte die Gruppe im Chor, dass die „Journalisten herunterkommen sollen“. Außerdem brüllte die Menge: „Fake News“ und „Macron raus“.

Es war der siebte Samstag in Folge, an dem die sogenannten Gelbwesten auf die Straßen Frankreichs zogen. Die offiziellen Teilnehmerzahlen sind in den vergangenen Wochen deutlich gesunken, aber die Organisatoren meinen, dass der Rückgang auf die Feiertage zurückzuführen sei. Sie prophezeiten, dass die Bewegung 2019 weiter wachsen wird. Pläne für Silvesterproteste laufen.

Die Kundgebungen begannen zunächst als Demonstration gegen die Erhöhung der Kraftstoffsteuer, haben sich inzwischen aber in eine breite Ablehnung der Politik von Macron verwandelt. Am Donnerstag versuchte eine Gruppe von etwa 40 Gelbwesten, die mittelalterliche Festung von Brégançon zu stürmen, die dem Präsidenten als offizielle Sommerresidenz dient.

1. Januar 2019

Trump Rechtsanwalt Rudy Giuliani meint, Assange sollte nicht angeklagt werden (consortiumnews.com)

Englischer Artikel hierhttps://consortiumnews.com/2018/12/31/giuliani-says-assange-should-not-be-prosecuted/  31.12.2018
(Übersetzung)

Giuliani meint, Assange sollte nicht angeklagt werden

Von Joe Lauria

Donald Trumps Rechtsanwalt Rudy Giuliani sagte am Montag, dass WikiLeaks-Herausgeber Julian Assange „nichts Falsches“ getan habe und nicht ins Gefängnis gehen dürfe wegen der Verbreitung gestohlener Informationen, wie das nicht anders auch die großen Medien tun.

„Nehmen wir die Pentagon-Papiere“, sagte Giuliani zu Fox News. „Die Pentagon-Papiere waren gestohlenes Eigentum, nicht wahr? Sie wurden in der der New York Times und der Washington Post veröffentlicht. Niemand von der New York Times und der Washington Post ging dafür ins Gefängnis.“

Giuliani sagte, es habe auch „Enthüllungen in der Zeit der Bush-Regierung“ gegeben, wie zum Beispiel Abu Ghraib. „All das ist gestohlenes Eigentum. Es wurde von der Regierung genommen und es ist gegen das Gesetz. Aber wenn Medien es erhalten, können sie es veröffentlichen“, sagte Giuliani, „um die Menschen zu informieren“.

„Assange ist in der gleichen Position“, sagte er. „Er war ein Typ, der kommunizierte.“

Giuliani sagte: „Vielleicht gefällt uns ja nicht was [Assange] kommuniziert, aber er gehörte nun mal zu Medien. Er hat diese Informationen veröffentlicht“, sagte er. „Jede Zeitung und jeder Sender hat sie genommen und veröffentlicht.“

Die US-Regierung gab zu, dass sie gegen Assange wegen der Veröffentlichung von Verschlusssachen Anklage erhoben hat, aber sie kämpft vor Gericht, um die Details der Anklage geheim zu halten. Als Rechtsanwalt und enger Berater von Trump könnte Giuliani die Meinung des Präsidenten und des Justizministeriums über Assange beeinflussen.

Giuliani sagte auch, dass es keine Koordination zwischen der Trump-Kampagne und WikiLeaks gegeben habe. „Ich war in den letzten vier Monaten der Kampagne täglich mit Donald Trump zusammen“, sagte er. „Er war genauso überrascht wie ich über die WikiLeaks-Enthüllungen. Manchmal so überrascht, dass er meinte, ‚Oh mein Gott, haben die das wirklich gesagt?‘ Wir fragten uns ob es wahr sein konnte. [Die Clinton-Kampagne] hat es nie geleugnet.“

Giuliani sagte: „Was Hillary wirklich nahe ging, waren nicht so sehr die Enthüllungen selbst, sondern dass sie der Wahrheit entsprachen. Es gab wirklich so schlechte Leute und Betrug in Bezug auf die Debatten. [Hillary] hatte von Donna Brazile tatsächlich schon vorher die Fragen zugesteckt bekommen. Sie hat Bernie Sanders gründlich hintergangen.“

„Jedes bisschen davon war wahr“, fuhr er fort. „So wie die Pentagon-Papiere ein anderes Licht auf Vietnam geworfen hatten, so hat dies auch ein anderes Licht auf Hillary Clinton geworfen.“

Giuliani sagte: „Es ist nicht recht zu hacken. Leute, die es getan haben, sollten ins Gefängnis, aber Pressevertreter oder Personen, die das zum Zwecke der Information veröffentlichten, haben nichts falsch gemacht.“

Assange verbirgt sich seit sechs Jahren als Flüchtling in der ecuadorianischen Botschaft in London, aus Angst, dass die britischen Behörden ihn verhaften und zur Strafverfolgung in die USA ausliefern würden, wenn er das Gebäude verlässt.

1. Januar 2019

Zum Polizeiskandal NSU 2.0 in Hessen: Thomas Wüppesahl, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kritischen Polizistinnen und Polizisten

Seit einigen Tagen reden Medien und Politik über den mittlerweile weit über Frankfurt reichenden Polizeiskandal. Rechte PolizistInnen hatten sich selber NSU 2.0 genannt und eine bekannte Rechtsanwältin, Seda Basay-Yildiz, die auch Nebenkläger im NSU verfahren vertreten hat, bedroht. Man werde ihrer Tochter schlachten. Im Schreiben standen der Name der Tochter und die Privatadresse. In einer Whatsapp-Gruppe hatten sich mindestens 6 PolizistInnen rechtsextreme, rassistische Nachrichten und Hitler Bilder zugeschickt. Mittlerweile werden euch aus anderen Städten Fälle genannt in denen sich Polizisten rechtsextrem betätigen, auch von Verbindungen in die Reichsbürgerszene, geht sogar der hessische Innenminister aus. Wir haben über das Thema mit Thomas Wüppesahl, Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kritischen Polizistinnen und Polizisten gesprochen. Er kündigt im Interview auch das Auffliegen weiterer Verbindungen zwischen rechten Netzwerken in der Bundeswehr und der Polizei an.

 

1. Januar 2019

Die Kynast-Dialoge – Warum gibt es in Russland eigentlich keine Gay Prides? (Gert Ewen Ungar)

ScreenHunter 1948

Gert Ewen Ungar: Ein Korrespondent des zdf kommentierte einen Beitrag von RT Deutsch auf Twitter positiv. Ich fand das erstaunlich und entschloss mich, ihm zu folgen. Was ich danach erst verstand: Diese vermeintlich positive Kommentierung konnte nur ironisch gemeint sein. Dennoch schien mir dieser neue Kontakt gewinnbringend, weshalb ich ihn aufrecht erhielt. Der Korrespondent war Andreas Kynast. Auf Twitter ist er ausnehmend aktiv, kommentiert alles und jeden, oft in ausnehmend aggressiven Ton, meist verbunden mit einem grundlegenden Mangel an Themenkompetenz. Es wird ganz schnell deutlich: Um Dialog, Austausch, Einblick in andere Sichtweisen, Verständnis – um all dem geht es ihm nicht.

Hier zu den Beiträgen von Gert Ewen Ungar:

Die Kynast-Dialoge. 1. Teil

Die Kynast-Dialoge. 2. Teil

Die Kynast-Dialoge. 3. Teil

 

1. Januar 2019

Trump hat noch nicht genug. Jahresrückblick 2018. Heute: Handelskonflikt mit China. US-Präsident will Volksrepublik isolieren (junge Welt)

China soll isoliert werden. Die Frage ist nur, ob dieses Kalkül so aufgeht oder ob der im Abstieg begriffene Westen sich damit nicht letztlich selbst isoliert.

den ganzen Artikel hier lesen:

https://www.jungewelt.de/artikel/346309.wirtschaftkrieg-trump-hat-noch-nicht-genug.html

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