12. August 2018
US-Sanktionen: Wird der Iran zum neuen Nordkorea? (RT Deutsch)
12.08.2018
Die ersten Sanktionen gegen den Iran sind in Kraft getreten, weitere werden folgen. Die Frage ist nun: Wer gewinnt das wirtschaftliche Armdrücken? Wird der Iran nachgeben, oder beißt sich Donald Trump an der Islamischen Republik die Zähne aus?
von Dr. Kamran Gasanov
den Artikel hier lesen:
https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/74391-us-sanktionen-wird-der-iran-zum-neuen-nordkorea/
12. August 2018
NOTICIAS DE AMERICA LATINA Y EL MUNDO, 12 de Agosto 2018
Coordinador Alemania PCChile
Chile- Freundschaftsgesellschaft Salvador Allende e.V
Chile- Amistad Salvador Allende, Berlin- Alemania
12. August 2018
100 Jahre: Der Plan Russland wie eine Orange zu zerlegen. Schon der deutsche Kaiser Wilhelm II. verfolgte die sogenannte Orangenschalen-Strategie. – von Ana von Keitz
Schon der deutsche Kaiser Wilhelm II. verfolgte die sogenannte Orangenschalen-Strategie.
Über die Farben-Revolutionen und die „orangene Revolution“ in der Ukraine 2004.
Artikel als PDF
http://bit.do/eupAf
Das Auswärtige Amt des Deutschen Kaiserreiches zu Beginn des I. Weltkrieges 1914 auf der Suche nach Konzepten, den Kriegsgegner Rußland zu schwächen und nach einem
gewonnenen Krieg die deutsche Hegemonie über die Territorien des damaligen Zarenreiches zu sichern:
– Einrichtung einer „Zentralstelle für Auslandsdienst“. Darin mitarbeitende Ideengeber: Paul Rohrbach, ein im Zarenreich geborener Baltendeutscher sowie Matthias Erzberger (*), Zentrumspolitiker: Rohrbach, Verfechter einer Gründung einer Ukraine als eigenständigen Staat über eine bestehende ukrainische Nationalbewegung. (Ukraine, das „Grenzland“ besetzt, assoziiert von Österreich-Ungarn, Polen und Rußland), Erzberger’s Vorstellung: „Rußland von der Ostsee als auch vom Schwarzen Meer abzuschließen.“ (Veröffentlicht in seiner Kriegszieldenkschrift vom 2. September 1914.)

Mittel dazu:
– die „Befreiung der nichtrussischen Völkerschaften“ im Zarenreich „vom Joch des Moskowitertums (**) und Schaffung von Selbstverwaltung im Innern der einzelnen Völkerschaften.“ Damals genannt „Dekompositionstheorie“. „Alles dies unter militärischer Oberhoheit Deutschlands, vielleicht auch mit Zollunion.“;
– Minderheiten zur Rebellion gegen das Zarenreich veranlassen. Die Koordinierung oblag der „Zentralstelle für Auslandsdienst“;
– beide Vertreter plädierten für die „Zerlegung des russischen Kolosses in seine natürlichen, geschichtlichen und ethnographischen Bestandteile: Finnland, die Ostseeprovinzen, Litauen, Polen, Bessarabien, die Ukraine, der Kaukasus und Turkestan“;
– Die Vorstellung davon veranschaulichte das Bild, „daß (sich) Rußland auseinandernehmen läßt wie ein Apfelsine“ und daß dabei „bei gehöriger Vorsicht durch keinen Riß und keine Wunde ein Tropfen Saft zu fließen braucht“. Herausragend unter den Apfelsinenscheiben die Ukraine. “Wenn aber der Tag kommt, wo Rußland das Schicksal herausfordert, und dann hat zufällig dort, wo bei uns die Entscheidungen getroffen werden, jemand soviel Kenntnis von den Dingen und soviel Entschlossenheit, daß er die ukrainische Bewegung richtig loszubinden weiß – dann, ja dann könnte Rußland zertrümmert werden.“ „Wer Kiew hat, kann Rußland zwingen!“
– „Der deutsche Kaiser Wilhelm II. verfolgte die sogenannte Orangenschalen-Strategie: wie die Schale der Südfrucht vom Fruchtfleisch sollten die nichtrussischen Randgebiete von Kernrußland getrennt werden.“ (***)

Versuchte Realisierung:
In einer Position militärischer Stärke des Deutschen Kaiserreiches gegenüber dem revolutionären Rußland Anfang 1918 wurden diese Konzepte der „Zentralstelle“ zur Zerschlagung des Zarenreichs reaktiviert = Fast zeitgleich mit dem Vertrag von Brest Litowsk mit Rußland schloß das Kaiserreich einen Vertrag mit der „Ukraine“, die als Staat noch gar nicht existierte, ab. Durch ihre Anerkennung als Vertragspartnerin wurde sie zu einem staatlichen Subjekt erhoben.
Es war geschichtlich zu früh. Im Zerfallsprozeß der Sowjetunion verkündete die Ukraine am 24. August 1991 ihre Eigenstaatlichkeit. Als eine der ersten Regierungen erkannte die Bundesrepublik Deutschland sie in aller Form an. „Orangene Revolution“ in der Ukraine 2004. Nicht ausgereift. 2013/2014 soziale Proteste in der Ukraine zum Putsch dirigiert – 2014 – In 100 Jahren von der Apfelsine zur Orange. Oder ist alles nur ein Zufall?
(*) Matthias Erzberger hat für das Deutsche Kaiserreich am 11. November 1918 in Compiègne das Waffenstillstandabkommen
unterzeichnet. Er wurde 1921 ermordet.
(**) Siehe auch Konrad Adenauer’s Vokabular in den 1950er Jahre
(***) zitiert aus „Revolutionär Seiner Majestät“ von Klaus Wiegrefe u.a, Der Spiegel 50/2007
Zitiert aus „Die ukrainische Sache“ von Jörg Kronauer, junge welt, 21. Juni 2012
Ana Barbara von Keitz, Berlin, 20. April 2014
P.S. Als ich meinen Osterspaziergang an der Oder in Frankfurt machte, kam ein Mann auf mich zu und sprach unentwegt mit einem slawischen Akzent klagend und empört auf mich ein. Um mich ihm als Wohlgesonnene zu zeigen, sprach ich in seinen Redefluß meine entdeckte „Orangen-Theorie“ hinein. Ich hatte den Eindruck, er hätte sie nicht wahrgenommen, doch als er ging, rief er: “Eßt Apfelsinen und laßt uns in Ruhe!“
(*) Matthias Erzberger hat für das Deutsche Kaiserreich am 11. November 1918 in Compiègne das Waffenstillstandabkommen
unterzeichnet. Er wurde 1921 ermordet.
(**) Siehe auch Konrad Adenauer’s Vokabular in den 1950er Jahre
(***) zitiert aus „Revolutionär Seiner Majestät“ von Klaus Wiegrefe u.a, Der Spiegel 50/2007
Zitiert aus „Die ukrainische Sache“ von Jörg Kronauer, junge welt, 21. Juni 2012
Ana Barbara von Keitz, Berlin, 20. April 2014
P.S. Als ich meinen Osterspaziergang an der Oder in Frankfurt machte, kam ein Mann auf mich zu und sprach unentwegt mit einem slawischen Akzent klagend und empört auf mich ein. Um mich ihm als Wohlgesonnene zu zeigen, sprach ich in seinen Redefluß meine entdeckte „Orangen-Theorie“ hinein. Ich hatte den Eindruck, er hätte sie nichtwahrgenommen, doch als er ging, rief er:“Eßt Apfelsinen und laßt uns in Ruhe!“
FRIEDENSVERTRAG VON BREST-LITOWSK VOM 3. MÄRZ 1918
(POLITISCHER HAUPTVERTRAG) LINK
Vor 100 Jahren
Der Brotfrieden mit der Ukraine LINK
12. August 2018
Explosive neue Doku von Filmemacherin Gaby Weber: Wie #Monsanto seine Risiken auf #Bayer abwälzte / Geheimgehaltener Fusionsvertrag jetzt online
Gaby Weber schreibt in einer e-mail:
Hallo an Alle,
ich habe gerade meinen neuen Film (21 Minuten) bei Youtube hochgeladen:
Weiter schreibt sie:
Es geht darum, wie Monsanto seine Risiken auf Bayer abgewälzt hat. Ihr habt sicher von dem am Samstag veröffentlichten Urteil aus San Francisco gehört, wo Monsanto – also jetzt Bayer – zu einem dreistelligen Millionenbetrag verurteilt wurde, weil es nicht ausreichend über die Gefährlichkeit seines Pestizids Glyphosat hingewiesen hat. Auf Bayer kommt damit eine Prozesslawine nicht nur in den USA zu, aber dort ist es am teuersten. Es geht in diesem Film nicht um die Umweltfragen – dazu habe ich ja einen 75-Minüter über Monsanto in Argentinien gemacht – sondern um die Haftungsrisiken, die nunmehr Bayer zu 100 Prozent übernommen hat. Dahinter steckt der größte Vermögensverwalter der Welt, Blackrock. Den Fusionsvertrag hält Bayer geheim, ich habe ihn aber aus anderer Quelle besorgt und im Film verwertet. Außerdem habe ich ihn auf meine homepage gestellt, wo ihr ihn komplett runterladen und studieren könnt: http://www.gabyweber.com/dwnld/Fusionsvertrag.pdf
Ich wäre euch für Verbreitung dankbar!
Ansonsten hatte Fefe einen Spendenaufruf für meine Prozesse veröffentlicht und trotz Urlaubszeit ist ausreichend zusammen gekommen – ausschließlich für die Prozesse. Allen die gespendet haben, vielen Dank an dieser Stelle. Ich habe auch gleich noch gegen das Kanzleramt einen neuen eröffnet, diesmal nach Presserecht. Ich halte euch wie immer über die Neuigkeiten auf dem Laufenden.
Herzliche Grüße
Gaby Weber
Hier ihre neue Doku:
12. August 2018
Ehemalige US-Geheimdienstler warnen #Trump : Die erfundenen „geheimdienstlichen Erkenntnisse“ über den #Iran könnten katastrophale Folgen haben.
Obwohl schon wieder zu einem Krieg und zwar diesmal gegen den Iran getrommelt wird, dürften die an den US-Präsidenten gerichteten Warnungen genauso ungehört verhallen, wie die vor dem Überfall auf den Irak geäußerten – was eine Weltkatastrophe zur Folge hätte
Memorandum an den US-Präsidenten
Von den Veteran Intelligence Professionals for Sanity (VIPS)
Betreff: Die geheimdienstlichen Erkenntnisse gegen den Iran fallen schon bei einem „Geruchstest“ durch.
Herr Präsident,
als die Regierung George W. Bushs vor 15 Jahren den Angriff auf den Irak vorbereitete, konnten wir keinen zwingenden Grund für einen Krieg sehen. Deshalb entschieden wir uns dafür, den Präsidenten Bush darauf aufmerksam zu machen, dass er vom Vizepräsidenten Dick Cheney und anderen ausgetrickst worden war. Wir nahmen zu seinen Gunsten an, dass er die „geheimdienstlichen Erkenntnisse“, die Colin Powell vor den Vereinten Nationen präsentierte, wirklich glaubte; der hatte behauptet, es lägen „unwiderlegbare und unbestreitbare“ Beweise dafür vor, dass der Irak Massenvernichtungswaffen besitze und eine „unheilvolle Verbindung“ zwischen Saddam Hussein und Al-Qaida bestehe.
Uns Veteran Intelligence Professionals for Sanity / VIPS (ehemaligen Geheimdienstlern für Vernunft) war jedoch klar, dass die von Powell vorgebrachten „geheimdienstlichen Erkenntnisse“ frei erfunden waren. Deshalb haben wir Präsident Bush noch am gleichen Tag, am Nachmittag des 5. Februar 2003, in einem ähnlichen Memorandum empfohlen, „doch Rat auch außerhalb des Kreises derjenigen zu suchen, die unbedingt einen Krieg wollen, für den wir keinen zwingenden Grund sehen, und von dem wir glauben, dass seine unbeabsichtigten Folgen vermutlich katastrophal sein werden“.
Es bereitet uns keine Genugtuung, dass wir damals mit der vorhergesagten politischen und humanitären Katastrophe im Irak richtig lagen, auch wenn wir ignoriert wurden. Den US-Bürgern wurde dann erzählt, die Geheimdienste hätten sich „geirrt“. Das stimmte aber nicht, es wurde einfach nur gelogen und betrogen, und einige unserer damaligen Kollegen haben sich leider auch daran beteiligt.
Fünf Jahre nach Powells Rede hat der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses des Senats das Ergebnis einer von Mitgliedern beider Parteien durchgeführten Untersuchung (der damaligen Vorkommnisse) in wenigen Worte so zusammengefasst: „Zur Rechtfertigung des Krieges (gegen den Irak) hat die Regierung wiederholt „geheimdienstliche Erkenntnisse“ als Fakten präsentiert, die sich in Wirklichkeit als unbegründet, widersprüchlich oder sogar als nicht existent erwiesen haben. Damit wurde der US-Bevölkerung vorgegaukelt, die vom Irak ausgehende Bedrohung sei viel größer, als sie tatsächlich war.“
Jetzt werden erneut die Trommeln für einen militärischen Angriff geschlagen – diesmal auf den Iran. Wir Veteran Intelligence Professionals for Sanity und andere erfahrene, objektive Analysten werden allem Anschein nach wieder ignoriert. Wir sind in großer Sorge, weil ein Krieg (gegen den Iran) noch viel schrecklichere Folgen als der Krieg gegen den Irak hätte und zu einer Weltkatastrophe führen würde.
Hier weiterlesen: http://www.luftpost-kl.de/luftpost-archiv/LP_16/LP11418_130818.pdf
12. August 2018
#Moskau warnt #Berlin vor Forderungen nach „harten“ Russland-Kurs. Man werde dies nicht dulden, sagte Verteidigungsminister #Schoigu und erinnerte an den Ausgang des Zweiten Weltkrieges. „Nach all dem, was #Deutschland unserem Land angetan hat, müsste es in den nächsten 200 Jahren diesbezüglich lieber schweigen“
Von der Leyen hatte im April gefordert, „aus einer Position der Geschlossenheit und Stärke“ mit Moskau zu sprechen. Ein „harter“ Russland-Kurs sei nötig, wenn „Präsident Putin keine Schwäche schätzt“.
Am Samstag wurde Schoigu in einem Interview im russischen Fernsehen auf diese Äußerungen der deutschen Verteidigungsministerin angesprochen. Dabei empfahl Schoigu der deutschen Ministerin von der Leyen einen Rückblick in die Geschichte.
„Nach all dem, was Deutschland unserem Land angetan hat, müsste es in den nächsten 200 Jahren diesbezüglich lieber schweigen“, äusserte der russische Verteidigungschef.
Deutschland sollte seine „Großväter fragen“, was werde, wenn man mit Russland aus der Position der Stärke zu sprechen beginne, so Schoigu weiter. Dabei versicherte er, dass Russland für eine gleichberechtigte Zusammenarbeit weiter offen sei.

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hatte sich Ende April in einem Interview mit der Bild-Zeitung für einen härteren Kurs gegenüber Moskau ausgesprochen.
Sie sagte: „Präsident Putin schätzt keine Schwäche. Anbiedern oder Nachgiebigkeit macht ihn nicht freundlicher“. Das Kernproblem bestehe darin, dass der Kreml Feindbilder brauche, die freien Gesellschaften des Westens nicht.
„Deshalb ist es wichtig, dass wir aus einer Position der Geschlossenheit und Stärke bereit bleiben zum Dialog mit Moskau.“
Die „Annexion der Krim“, Moskaus Position zur Lösung des Donbass-Konflikts und die Situation in Syrien verhindere eine Verbesserung der Beziehungen zu Russland.
12. August 2018
Must-Watch #Russian Documentary, Banned in The West: The #Magnitsky Act — Behind the Scenes
WHO WAS Sergei Magnitsky, and why are we supposed to believe he was a hero?
Must-Watch Russian Documentary, Banned in The West: The Magnitsky Act — Behind the Scenes
12. August 2018
#Netanyahu behauptete 2006 in einem CNN Interview, die 9/11 Angriffe vom vorhergesagt zu haben.
Benjamin Netanyahu im CNN Interview von 2006. Netanyahu behauptete, die WTC-Angriffe (9/11) vom 11.September vorhergesagt zu haben. Premierminister Binyamin Netanyahu berief am 11. September 2001 eine Pressekonferenz ein, zu einer Zeit, als er keine politische Position innehatte, und erklärte, dass er den Angriff auf das World Trade Center sechs Jahre vorhergesagt hatte.
Netanyahu verteilte den Reportern Kopien von Seiten seines 1995 erschienenen Buches Fighting Terrorism: How Democracies Can Defeat Domestic and International Terrorism. https://amzn.to/2noHLXf *Nach einem mehrjährigen Zwischenspiel, in dem die Aufmerksamkeit gegen den Terrorismus gelockert wurde, sind neue Kräfte des nationalen und internationalen Terrors entstanden“, schrieb Netanyahu im Vorwort des Buches. „Unter ihnen sind vor allem die verschiedenen Stämme des militanten Islam, die ihr letztes Schicksal ebenfalls als eine endgültige Konfrontation mit dem Großen Satan, den Vereinigten Staaten, sehen.
Später im Buch schlug Netanyahu vor, dass die Iraner im Westen loyale Kämpfer einsetzen könnten, um eine Atombombe im Keller des World Trade Centers zu platzieren. „Das mag unglaublich klingen oder jenseits des Möglichen“, schrieb Netanyahu. „Leider ist es das nicht. Wer den verzerrten Fanatismus und die zunehmende technische Kompetenz islamischer Kämpfer kennt, kann dies nicht als wachsende Gefahr ausschließen.“
Netanyahu sagte auf der Pressekonferenz am 11. September 2001 voraus, dass der Tag ein Wendepunkt in der Geschichte der Vereinigten Staaten sein würde, ähnlich den Pearl Harbor-Angriffen von 1941. Er nutzte die Pressekonferenz, um Pläne für den Sicherheitszaun im Westjordanland anzugreifen und sagte, dass Israel keinen Zaun bauen könne, der höher als die Zwillingstürme sei.
Der amerikanische Schriftsteller Daniel Pipes kritisierte Netanyahu in einem Artikel von 2009, weil er behauptete, die Anschläge vom 11. September vorhergesagt zu haben. Ein Atombombenangriff auf die Zwillingstürme hätte ganz New York für Generationen unbewohnbar gemacht“, schrieb er. „Die beiden Flugzeuge vom 11. September flogen in das World Trade Center und zerstörten die Gebäude, aber ansonsten ist New York City heute noch sehr bewohnt und lebendig, eine dynamische Welthauptstadt.“ Neuere Behauptungen von Netanyahu, dass er den „militanten Islam, der das World Trade Center zu Fall bringt“, vorausgesagt habe, führten dazu, dass Netanyahu den 11. September nicht vorhersagte. „Die Diskrepanz zwischen dem eigentlichen Text des Buches von 1995 und den jüngsten Behauptungen enthüllt etwas Kleines, aber Beunruhigendes über Netanyahus Charakter, das mich an den Politiker erinnert, der in den 90er Jahren erfolglos als Premierminister diente, anstatt an einen älteren und weiseren „neuen Bibi'“, schrieb Pipes.
Quellen: Netanyahu claimed to have predicted WTC attacks:https://bit.ly/2OUXV7i
Did Binyamin Netanyahu Predict 9/11?: https://bit.ly/2vv4ZiD
12. August 2018
Das Scheinversprechen. Das Konzept der Diversität verschleiert gravierende Ungerechtigkeit. – von Chris Hedges (Rubikon)
Vielfalt, Gleichberechtigung, Toleranz – all das schwingt bei dem Begriff Diversität mit. Welcher aufgeklärte Geist könnte daran kritteln? Chris Hedges nimmt die Diversität in den USA unter die Lupe und aufs Korn. Er kritisiert: Hinter der ubiquitären Diversitätsmaske steckt die alte Rassenungerechtigkeit. Heute sind mehr Schwarze arm und abgehängt als zu Martin Luther Kings Zeiten.
Als schwarze Studenten 1970 das Büro des Dekans der Harvard Divinity School besetzten, um dagegen zu protestieren, dass es keine afroamerikanischen Wissenschaftler an ihrem Fachbereich gab, war die weiße Verwaltung gezwungen zu reagieren und schwarze Kandidaten zu Bewerbungsgesprächen einzuladen.
Sie baten James H. Cone, den bedeutendsten Theologen seiner Generation, zu einem Treffen nach Cambridge, Massachusetts. Doch die weiße Machtstruktur hatte nicht die Absicht, Cone eine Stelle anzubieten. In ihren Augen war es schlimm genug, schwarz zu sein. Schwarz, brillant und dazu leidenschaftlich unabhängig zu sein stieß ihnen auf. Und so erhielt die Stelle ein anpassungsfähiger, afroamerikanischer Kandidat, der noch nie ein Buch geschrieben hatte. Ein Umstand, der sich auch in den mehr als drei Jahrzehnten seiner Lehrtätigkeit in Harvard nicht ändern sollte.
Harvard bekam, was es wollte. Mittelmäßigkeit im Namen der Diversität. Es war ein klassisches Beispiel dafür, wie der weiße Machtapparat farbige Menschen einsetzt. Er entscheidet, wen er fördert und wen er zum Schweigen bringt. Als der damalige Major Colin Powell 1968 das Massaker an etwa 500 Zivilisten im vietnamesischen Mỹ Lai zu vertuschen half, war ihm eine glanzvolle militärische Karriere garantiert. Als sich Barack Obama der Chicagoer Politmaschine, der Wall Street und dem Establishment der Demokraten als fügsam erwies, wurde er in den U.S.-Senat und ins Präsidentenamt befördert.
Nur ein Werbetrick
Diversität in den Händen der weißen Machtelite – sowohl in der Politik als auch im Unternehmertum – ist ein Werbetrick. Ein neues Gesicht, eine Marke, wird nach vorne gebracht, begleitet von der üppigen finanziellen Entlohnung, die es mit sich bringt, wenn man dem weißen Machtapparat dient und dessen Spiel mitspielt. Es gibt keinen Mangel an Frauen (Hillary Clinton, Nancy Pelosi und Donna Brazile), Latinos (Tom Perez und Marco Rubio) oder Schwarzen (Vernon Jordan, Clarence Thomas und Ben Carson), die ihre Seele verkaufen, um von der Macht zu kosten.
In seinem Buch „We Were Eight Years in Power: An American Tragedy“ (Wir waren acht Jahre an der Macht: eine amerikanische Tragödie) schreibt Ta-Nehisi Coates: „Barack Obama ist direkt verantwortlich für den Aufstieg einiger schwarzer Autoren und Journalisten, die während seiner beiden Amtszeiten an Bedeutung gewonnen haben.“ Doch das trifft nur für jene schwarzen Autoren wie Coates oder Michael Eric Dyson zu, die sich als unterwürfige Cheerleader Obamas erwiesen. Wenn man aber, wie Cornel West, schwarz war und Obama kritisierte, wurde man isoliert und von Obama-Stellvertretern als Rassenverräter angegriffen.
(…)
Das Fehlen echten politischen Inhalts in unserem nationalen Diskurs hat diesen degradiert zu einer Debatte zwischen Rassisten und Leuten, die nicht als Rassisten gelten wollen. Die einzigen Gewinner in diesem selbstzerstörerischen Zickenkrieg sind Konzerne wie Goldman Sachs, gegen deren Interessen kein Amerikaner stimmen kann, und Eliteinstitutionen, die sich dem Erhalt der Plutokratie verschrieben haben. Drew G. Faust, die erste Präsidentin der Harvard-Universität, deren Ernennung einen Triumph für die Diversität darstellte, wurde mit Beginn ihres Ruhestands in den Vorstand von Goldman Sachs berufen und in dieser Rolle eine Vergütung von mehr als einer halben Million Dollar pro Jahr erhalten. Eine neue und „diversifizierte“ Gruppe von Kandidaten der Demokratischen Partei, mehr als die Hälfte davon rekrutiert aus CIA, Nationalem Sicherheitsrat und Außenministerium, hoffen auf einen Aufstieg zu politischer Macht, die auf dem alten Diversitätsschwindel beruht.
„Es ist eine Beleidigung der organisierten Bewegungen von Menschen, die diese Institutionen angeblich miteinbeziehen wollen“, meinte Ford. „Diese Institutionen schreiben das Drehbuch. Es ist ihr Drama. Sie wählen die Schauspieler, nach ihrem Gusto schwarze, braune, gelbe, rote Gesichter.“
Zum ganzen Artikel: https://www.rubikon.news/artikel/das-scheinversprechen
11. August 2018
Die Welteroberer Der Westen ist bereit, alles zu tun, um Syrien zu unterwerfen. (Rubikon)
von Karin Leukefeld
Die Liste der westlichen Interventionen in Syrien ist lang und vermutlich ist vieles nicht bekannt, weil Geheimdienste und die zuständigen Regierungen noch nicht gezwungen waren, alle Aufträge offenzulegen.
Die geostrategische Lage Syriens könnte für Nord und Süd, Ost und West von großem Nutzen sein, würde die staatliche Souveränität des Landes von seinen Nachbarn und internationalen Akteuren respektiert. Das Land hat eine Brückenfunktion, die über Jahrtausende Kontinente und Kulturen miteinander verbunden hat. Fremdherrschaft – mal für 100, mal für 400 Jahre – ist in Syrien bekannt.
Die letzte Fremdherrschaft, das Osmanische Reich, zerfiel vor 100 Jahren. In Syrien und in der Levante hoffte man auf staatliche Unabhängigkeit. Doch der ungezügelte Machthunger des Westens und seiner Verbündeten hat der Region seit 100 Jahren weitere Bevormundung, Teilung und immer neue Kriege beschert.
Die Lehren, die der Westen angab, aus dem letzten großen Krieg 1939 bis 1945 gezogen zu haben und die in der UNO-Menschenrechtserklärung aufgeschrieben wurden, werden ausgehebelt. Weil diese Regeln die Schwächeren schützen, werden sie von denjenigen, deren Machthunger sie nicht nutzen, heute lächerlich gemacht und missachtet.
Der letzte Angriff begann 2011 und ist noch nicht beendet. Mit einem großen Arsenal neuer Technologien und mit der Zerstörung des Völkerrechts soll Syrien unterworfen werden. Doch der Westen hat sich verrechnet. Syrien und seine Verbündeten ¬– Russland, Iran, die Hisbollah und die BRICS-Staaten – setzen sich zur Wehr. Damit behauptet Syrien sein Recht auf Selbstbestimmung, wie es die UNO-Charta vorsieht.
Hier weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/die-welteroberer
11. August 2018
Armutsmigration und neokoloniale Praxis – Empörung über die Abschiebungen von Algerien nach Niger greift zu kurz – von Sabine Kebir (WeltnetzTV)
https://weltnetz.tv/story/1575-armutsmigration-und-neokoloniale-praxis
Während hierzulande noch diskutiert wird, ob und wieviel Migration von jenseits des Mittelmeers verträglich ist und in welchen Fällen Migranten abgewiesen werden könnten, tritt kaum ins Bewusstsein, dass durch die Grenzzäune in Ungarn und Mazedonien die Zugangswege nach Deutschland schon weitgehend versperrt sind. In diskreter Übereinkunft mit der EU wird auch in Nordafrika die Abwehr von subsaharischen Migranten immer effizienter. Algerien zum Beispiel hat mit Mali und Niger Verträge sowohl für Arbeitsmigration als auch für Rückführungen. Von Zeit zu Zeit werden Abschiebungen von Migranten durchgeführt, die ihre Arbeit verloren oder keine Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben: Frauen, Jugendliche und sogar Kinder, die von Schlepperorganisationen gezielt zum Betteln nach Nordalgerien gebracht wurden, wo es 18 Zentren gibt, die ihnen humanitäre Hilfe leisten. Da sie Muslime sind, gibt es keine kulturellen Gründe, weshalb algerische Bürger, die Bettelnde vor einigen Jahren noch großzügig unterstützten, dies heute weniger tun. Ihr Staat transferiert nach Mali und Niger Gelder, um Menschen vor Ort eine wirtschaftliche Perspektive zu sichern – aber der Flüchtlingsstrom wächst weiter. Seit 2014 schon 66 000 Menschen nach Niger rückgeführt worden.
Das Land will aber nur eigene Bürger wieder einreisen lassen. Seit dem Ausbruch des Bürgerkriegs in Mali passieren jedoch auch viele Menschen illegal die Grenze nach Algerien, die aus anderen Ländern der Westafrikanischen Wirtschaftsunion kommen, in der Freizügigkeit herrscht. Vor diesem Hintergrund kam es Anfang Juli zu der international bekannt gewordenen Aussetzung von 350 Migranten jenseits der Grenze zu Niger. Verantwortlich soll Algerien sein, das den Vorwurf aber ablehnt und darauf verweist, dass es die Abschiebeaktionen unter Kontrolle des UNHCR durchführte. Tatsächlich waren die 14 klimatisierten Busse nicht nur begleitet von Polizisten und Gendarmen, sondern auch vom algerischen Roten Kreuz und Pascal Reyntjers, dem Repräsentanten der Internationalen Organisation für Flüchtlingshilfe in Algier. Auch die Journalistin Salima Tlemçani , bekannt dafür, die heißesten Themen anzufassen, hat den Konvoi begleitet, der sich am 28. Juni um 21 Uhr vom nahe bei Algier gelegenen Badeort Zeralda in Richtung Sahara in Bewegung setzte.
In der 400 km südlich, bereits in der Steppe liegenden Stadt Laghouat, wurden im Morgengrauen Frühstücksimbisse und Babywindeln ausgegeben. Eine Krankenstation versorgte Migranten, die sich schlecht fühlten. Beim Röntgen des Arms eines Jungen von sechs oder sieben Jahren wurde ein doppelter Bruch festgestellt. Er und etliche schwangere Frauen, die die Reise schon jetzt überanstrengt hat, werden ins Krankenhaus gebracht und können erst einmal hier bleiben.Weitere 280 km weiter südlich, in Ghardaia, war in einer Ausstellungshalle ein Couscous für die Migranten angerichtet worden. Gut gemeint, aber doch irgendwie makaber – hatte man auch den Auftritt einiger Clowns organisiert, um die zahlreichen Kinder „zu unterhalten“. Aus etlichen Städten der algerischen Sahara stießen weitere Busse mit Migranten dazu. In Hassi Lefhel, wo das algerische Rote Kreuz am Nachmittag Wasser und Kekse ausgab, versuchten einige Migranten zu entfliehen, wurden aber von den Gendarmen schnell wieder zurückgebracht. Ein junger Mann, der in Algerien vergeblich Arbeit gesucht hatte, sagte Tlemçani: „In Niger erwartet uns nur der schleichende Tod“. Andere, die vom Betteln gelebt hatten, erzählten, dass ihr Einkommen im Vergleich zu den Verhältnissen in Niger „traumhaft“ gewesen sei. Dort könne niemand mehr einem Bettler etwas geben. Immer wieder versicherten die zum Teil schon mehrfach abgeschobenen Migranten, dass sie auf alle Fälle versuchen würden, zurückzukehren.
In In Salah, weitere 370 km südlich, ist ein künftiges Durchgangslager für 1000 Migranten im Bau. Die jetzt Ankommenden können hier aber schon duschen.
Nach 43 Stunden erreicht der Konvoi Tamanrasset, wo ein ebenso großes Durchgangslager bereits fertiggestellt ist. Hier können sich die Migranten noch einmal ausruhen. Es kommt aber zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Migranten, die gebettelt haben und denen, die sich als Arbeitsmigranten deklarieren. Letztere verkünden, dass sie leicht immer wieder Arbeit fänden, hätte man sie nicht aufgegriffen.
Während dessen prüfen Vertreter des Konsulats von Niger mit modernsten Mitteln die Identitäten. Doch weder diese Prozedur, noch die Anwesenheit von Vertretern des UNHCR beim Grenzübertritt, noch die bis Agadez vorgesehene Begleitung des algerischen Roten Kreuzes bewirkte, dass der Empfang in Niger vorbereitet war. Auf einer bilateralen Konferenz über dieses Vorkommnis am 16. Juli in Algier wurde vereinbart, dass Algerien Niger künftig dabei hilft, kompetentes Personal für die Repatriierungsvorhaben auszubilden. Niger will aber weiterhin keine abgeschobenen Menschen aus anderen Staaten „empfangen“.
Während die Europäer noch diskutieren, ob und wie humanitäres Engagement die Migration mindern kann und sich dabei gegenseitig den Schwarzen Peter zuschieben, bleibt völlig außen vor, dass die Fluchtgründe durch die imperiale Praxis ihrer stärksten Mitglieder entstehen. Im Falle von Mali und Niger ist es Frankreich, das sich – unterstützt von der Bundeswehr – auch mit Hilfe militärischer Kontrolle Zugang zu den Rohstoffen der Region sichert. In Niger profitieren französische Konzerne von der größten Uranausbeute der Welt. Die Gewinne fließen nicht in die Entwicklung des Landes, der Abbau geht mit hemmungsloser weiträumiger Zerstörung der Umwelt einher. Dass Länder so etwas zulassen, lässt sich nur mit breit angelegter Korruption ihrer Eliten verstehen. Damit sich etwas ändert, dürfen die Europäer nicht mehr nur über Veruntreuung von Entwicklungshilfegeldern schwadronieren. Notwendig wäre, sich keine Illusionen über die Korruption zu machen, die das neokoloniale Weltsystem am Laufen hält.
* Dieser Artikel wurde unter dem Titel ‚Ab in die Sahara‘ in Der Freitag vom 27. 7. 2018 erstveröffentlicht
11. August 2018
Wir hoffen, dass diese unfassbare Dämonisierung endlich ein Ende findet! Wir wünschen Asma al-Assad gute Besserung und eine baldige Genesung!

Ein Kommentar auf meinen Beitrag bei Facebook:

Meine Antwort:
Heinrich Buecker Die Familie Assad ist keinesfalls über jeden Zweifel erhaben. Und wenn man jemanden wünscht eine schwere Krankheit zu überleben ist das auch keine Lobhudelei. Vielmehr entsteht dies aus dem Wunsch sich gegen eine systematische Dämonisierung zu stellen, die in der „bürgerlichen“ Presse vorangetrieben wird, angeführt von der Springergazette BILD bis hin zum Spiegel und der taz. Aber leider auch von vielen sich als links fühlenden Menschen, sowohl in der Partei DIE LINKE, aber auch ausserhalb der Parteien. Und von vielen, die sich als antifaschistisch und antirassistisch verstehen.
Ein sehr großer Teil der syrischen Bevölkerung unterstützt ihren Präsidenten und seine Frau. Das ist trotz aller Kritik sehr verständlich, wenn man sich die jahrelange Beleidigung und die Erniedrigung der syrischen Gesellschaft vor Augen führt. Seit Jahren werden hierzulande sogenannte „Rebellen“ unterstützt, die für die Zerstörung weiter Teile des Landes verantwortlich zu machen sind und die weit über 100.000 syrische Soldaten ermordet haben. Der Westen unterstützt die „Rebellen“, die zu großen Teilen im Ausland rekrutiert wurden, finanziell, militärisch und über die Medien.
Syrien wird seit Jahren mit den härtesten Sanktionen belegt und kaum ein Tag vergeht an dem nicht irgendwelche neuen Beleidigungen gegen das Land veröffentlicht werden. Die Anti-Assad Opposition hat sogar ein Büro in Berlin zur Verfügung gestellt bekommen, die auf seiten der Opposition agierenden Weißhelme bekommen große Geldzuwendungen und Preise. Als Folge dieser bestens organisierten und finanzierten Propagandamaschinerie verwenden große Teile der sich als links, progressiv, humanistisch, antirassistisch oder antifaschistisch verstehenden Gruppen und Aktivisten in Deutschland und weltweit viele derselben Argumente, die man in den Medien tagtäglich konsumiert.
Leider sind auch Teile der Refugee Welcome Bewegung von dieser Assad- und Putin-Dämonisierung infiziert. Organisationen wie „Adopt a Revolution“, „Moabit hilft“ und andere sind ein Teil der Seebrücke-Bewegung, und stehen damit grundsätzlich für Humanismus und Nächstenliebe, wenn es nämlich um die Rettung von Menschen im Mittelmeer geht. Gleichzeitig aber stehen sie auf der Seite der Kriegstreiber, wenn sie deren Argumente weiterverbreiten, dass die syrische Regierung, die syrische Armee und damit sinngemäß auch Putin für die Flucht der Menschen aus Syrien und den hunderttausendfachen Tod dort verantwortlich zu machen sei.
Es ist an der Zeit sich schlau zu machen und diese Kriegspropaganda nicht länger unbewusst zu unterstützen. Man muss diese Dämonisierung durchbrechen und als Strategie der Kriegstreiber entlarven.
Interessanterweise gab es in der heutigen Ausgabe der jungen Welt ein Interview mit Thomas Rüland, Mitorganisator der morgigen Kundgebung von Seebrücke und „Let‹s get united against racism and war“. Er nennt als Fluchtursache beispielsweise den NATO-Krieg gegen Libyen.
Dazu sagt er weiter: „Die von außen aufgezwungene, angebliche Demokratisierung (in Libyen) ist mehr als fragwürdig, was man auch in Irak und Afghanistan sieht. Dort hat die Einmischung nur zu Verelendung und Unsicherheit geführt. Es sollte mittlerweile jedem klar sein, dass es bei diesen Kriegen nur um Macht und Ressourcen geht.“
Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Zwar spricht er nicht von den Verhältnissen in Syrien, aber von der Ermordung Gaddafis zu den Putschplänen gegen Syrien und der Dämonisierung Assads und Putins ist es nur ein kleiner Schritt.
Ich unterstütze die Forderung der Seebrücke-Bewegung, dass die Menschen im Mittelmeer gerettet werden müssen!!! Gleichzeitig wünsche ich Asma al-Assad alles Gute in ihrem Kampf gegen den Krebs und wünsche vor allem den Menschen in Syrien endlich wieder Frieden. Die wahren Kriegstreiber und Verursacher der Flüchtlingskrise hier im Westen müssen zur Rechenschaft gezogen werden. Die Verantwortung dafür, sie beim Namen zu nennen, liegt bei uns.
Antwort:
Heiner, ich huldige keinem von denen. Nicht der Nato, Nicht Putin nicht assad. weil ich sie als ein teil des Problems betrachte.
11. August 2018
Berliner Stardirigent kritisiert Israel und fordert Gleichheit von Israelis und Arabern. Barenboim sieht „klare Form der Apartheid“
Barenboim war 1999 Mitgründer des West-Eastern Divan Orchestra, das sich der kulturellen Verständigung durch israelische und arabische Musiker verschrieben hat.
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11. August 2018
Kommunikation ausbaufähig. Sammlungsbewegung #Aufstehen : Basis sucht Ansprechpartner. Das ist nicht einfach. Von Claudia Wangerin (junge Welt)
Wer auf keinen Fall mitmachen will, weiß für seinen Geschmack längst genug über die von Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine initiierte linke Sammlungsbewegung »Aufstehen« und äußert sich seit Tagen in Blogs und Debattenbeiträgen. Wer vielleicht oder wahrscheinlich mitmachen will, wüsste dagegen gern mehr. Am Donnerstag abend trafen sich im Berliner »Anti-War-Café« potentielle Unterstützer, die noch Fragen haben.
Zu Wagenknecht, der Fraktionschefin der Partei Die Linke im Bundestag oder ihrem Ehemann Lafontaine, der die Landtagsfraktion im Saarland anführt, hat hier keiner direkten Kontakt. Es ist auch schwer, sich das Politikerpaar in dem Kellerraum mit der Regenbogenfahne für den Frieden vorzustellen. Aber immerhin fühlen sich hier Menschen von dem Projekt angesprochen, das innerparteiliche Gegner von Wagenknecht und Lafontaine als rein digitalen Werbeauftritt kritisieren.
Sie sind auf der Suche nach einer überparteilichen Bewegung, die soziale, friedens- und umweltpolitische Themen gebündelt auf die Agenda setzt – und zumindest teilweise optimistisch, dass Aufstehen diese Bewegung sein könnte. Heiner Bücker vom Anti-War-Café, der zur Diskussion eingeladen hat, hält den Ansatz »persönlich für vielversprechend« – vielleicht könne damit an die Erfolge des britischen Labour-Politikers Jeremy Corbyn angeknüpft werden.
Allerdings fehlt bisher ein »Manifest« – das soll am 4. September veröffentlicht werden. Bis dahin scheint es kaum möglich, mit den Initiatoren zu kommunizieren und Vorschläge einzubringen. Mehr als 50.000 Menschen sollen sich schon auf der Internetseite http://www.aufstehen.de registriert haben, um »Teil der Bewegung« oder erst mal nur informiert zu werden. Es gebe aber keine »Rückkoppelung«, heißt es an diesem Abend.
Eine junge Frau, die im Büro einer Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke arbeitet, stellt klar, sie werde sich nur beteiligen, wenn die »Sammlungsbewegung« nicht ständig die Flüchtlingspolitik als Problem in den Mittelpunkt stelle. An diesem »AfD-Fokus« gibt ein Mitglied der Linksparteigruppe Berlin-Wedding eher den Medien die Schuld als Wagenknecht und Lafontaine. Beide hätten sich differenzierter geäußert und Fluchtursachen deutlich benannt. Viele Medien würden jedoch Überschriften auswählen, die eine Nähe zur AfD suggerieren, so der junge Mann. »Warum schafft eine Fraktionsvorsitzende es nicht, sich so auszudrücken, dass Linke dahinter stehen und sich nicht die Köpfe einschlagen?«, fragt verärgert ein anderer Diskutant. Am Montag hatte Wagenknecht in einem Gastbeitrag für die Nordwestzeitung sich zugleich von »den Ressentiments der AfD und der allgemeinen Moral einer grenzenlosen Willkommenskultur« abgegrenzt. Sie unterstütze aber »die vielen freiwilligen Helfer in der Zivilgesellschaft, die sich um die Integration der Flüchtlinge kümmern«. Im Anti-War-Café erzählen zwei Anwesende, dass sie selbst in ihren Wohnungen Geflüchtete aufgenommen haben. Aufstehen scheint für sie zumindest eine Option zu sein.
Victor Grossman, der auf ein langes politisches Leben zurückblickt, ist hin und her gerissen. »Wenn es klappt, ist es wunderbar, aber es gibt auch Gefahren«, sagt der 90jährige, der als junger Kommunist in Bayern aus der US-Armee desertierte, später in der DDR Journalistik studierte und sich heute zu den »Linken in der Linken« zählt. Die Partei könne sich im schlimmsten Fall spalten, ohne dass wirklich eine neue Bewegung entstehe, so Grossmann.
Der Jazzmusiker Paul Teschner schlägt vor, einfach eine Basisgruppe zu gründen, Vorschläge aufzuschreiben und an die Initiatoren von Aufstehen zu schicken: »Hier Leute – wollt ihr überhaupt hören, was wir zu sagen zu haben?« So sei das am besten herauszufinden. Ein weiteres Treffen für Interessierte soll jedenfalls folgen.
https://www.jungewelt.de/artikel/337685.sammeln-aber-wie-kommunikation-ausbauf%C3%A4hig.html
