Archive for August 1st, 2018

1. August 2018

NOTICIAS DE AMERICA LATINA Y EL MUNDO, 1. de Agosto 2018

Coordinador Alemania PCChile

Chile- Freundschaftsgesellschaft Salvador Allende e.V

Chile- Amistad Salvador Allende, Berlin- Alemania

http://bit.do/etc4H

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1. August 2018

Syrien: Von den Garantiemächten Russland, Iran und Türkei unterzeichnete Abschlusserklärung von Sotschi am 31. Juli 2018

Die von den Garantiemächten Russland, Iran und Türkei unterzeichnete Abschlusserklärung von Sotschi am 31. Juli 2018 betont eine Entwicklung in Syrien im Einklang mit dem Völkerrecht und mit Resolutionen des UN-Sicherheitsrates.
Im Vordergrund steht für die Garantiemächte weiterhin der Kampf gegen den »Islamischen Staat«, die Nusra-Front und andere Gruppen, die vom UN-Sicherheitsrat als »Terrorgruppen« gelistet sind. Abspaltungen und separatistische Bestrebungen werden einhellig abgelehnt, die Souveränität und territoriale Integrität des Landes wird ebenso bekräftigt wie die »nationale Sicherheit der Nachbarländer«. Betont wird die Unterstützung eines politischen Prozesses, der von den Syrern geführt und bestimmt werden müsse. Die Verfassungskommission solle ihre Arbeit in Genf »so schnell wie möglich« aufnehmen. Grundlage dafür seien die Entscheidungen des Kongresses für einen nationalen Dialog in Sotschi als auch die UN-Sicherheitsratsresolution 2254.
Die Garantiemächte begrüßten die »nützlichen« Gespräche mit dem UN-Sonderbeauftragten für Syrien, Staffan de Mistura. Eine neue Gesprächsrunde in Genf soll im September 2018 stattfinden.
Die »internationale Gemeinschaft«, insbesondere die Organisationen der UNO, wurde aufgefordert, Syrien mehr zu unterstützen. Es müssten mehr Anstrengungen bei der humanitären Hilfe, dem Räumen von Minen und der Wiederherstellung grundlegender ziviler Infrastruktur geben. Ausdrücklich genannt werden in der Erklärung »soziale und wirtschaftliche Einrichtungen« sowie der »Erhalt des historischen Erbes«.
Allen Syrern müsse dabei geholfen werden, ihr normales, friedliches Leben wiederherzustellen. Dafür müssten mehr Bemühungen unternommen und Gespräche unter der Vermittlung des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR und anderer »spezialisierter internationaler Organisationen« aufgenommen werden. Ziel sei, die »erforderlichen Bedingungen« für eine »sichere und freiwillige Rückkehr von Inlandsvertriebenen und Flüchtlingen in ihre Heimatorte in Syrien« zu schaffen.
Die Garantiemächte verpflichteten sich, gemeinsam das Vertrauen zwischen den verfeindeten Seiten wiederherzustellen. Dafür arbeite man in einer Arbeitsgruppe für die Freilassung von Gefangenen und Geiseln und für den Austausch von Getöteten sowie deren Identifizierung zusammen. Die Arbeit wird von Experten der UN und des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz unterstützt. Bei einem Treffen dieser Arbeitsgruppe am 30. Juli habe man sich auf ein »Pilotprojekt« geeinigt. Das nächste Treffen im Astana-Format ist für November 2018 geplant. (kl)

Treffen für Frieden
Bei den Astana-Gesprächen zu Syrien in Sotschi ging es auch um die vielen vom Krieg Vertriebenen
Von Karin Leukefeld

den ganzen Artikel hier lesen:

https://www.jungewelt.de/artikel/337112.treffen-f%C3%BCr-frieden.html

1. August 2018

Beratung unter Brüdern: Kurdische Kräfte verhandeln auf Einladung der syrischen Regierung in Damaskus über Zukunft des Landes – von Karin Leukefeld (junge Welt)

Der Gesprächsfaden zwischen Damaskus und den syrischen Kurden ist seit Beginn des Krieges 2011 nie abgerissen. Die politischen und militärischen Entwicklungen haben allerdings für erhebliche Spannungen gesorgt. In Damaskus wird die Gründung der Demokratische Föderation Nordsyrien ebenso kritisiert wie die enge militärische Kooperation mit den USA und der US-geführten »Anti-IS-Allianz«. Washington operiert in Syrien völkerrechtswidrig und hat östlich des Euphrats mehr als ein Dutzend Militärbasen errichtet.

den ganzen Artikel hier lesen:

https://www.jungewelt.de/artikel/337113.beratung-unter-br%C3%BCdern.html

1. August 2018

Die Völkermord-PR. Milliardenschwere PR-Kampagne bemüht sich um die Vertuschung des Genozids im Jemen. (Rubikon)

Die humanitäre Krise im Jemen bekommt in den Medien nicht die Aufmerksamkeit, die sie verdient. Deshalb veröffentlichen wir hier einen schon etwas älteren Text zum „YCHO“, dem Plan zur „umfassenden humanitären Hilfe im Jemen“, der genau das eben nicht ist. Dan Glazebrook untersucht darin die Rolle des „Jemen-Quartetts“ – Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, die USA und Großbritannien – in dieser schlimmsten humanitären Katastrophe seit Mitte des letzten Jahrhunderts.
Hier weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/die-volkermord-pr

1. August 2018

„Haben innere Kraft nicht genutzt“: US-Uni-Lektüre gibt Holocaust-Opfern Schuld an ihrem Tod (RT Deutsch)

https://deutsch.rt.com/newsticker/73857-haben-innere-kraft-nicht-genutzt-holocaust-opfer-uni-lehrbuch/  1.08.2018

Ein Online-Lehrbuch aus dem Bildungsplan der University of North Carolina hat immense Kritik geerntet, nachdem es im Kontext gesunder Lebensweise ein Beispiel mit Opfern nationalsozialistischer Massenvernichtungslager angeführt hatte. Nach Auffassung seiner Autoren sollen die Holocaust-Toten selbst die Verantwortung für ihr Schicksal tragen, weil sie dabei gescheitert seien, sich ihre inneren Kraft zunutze zu machen.

Das Buch mit dem Titel „Wellness des 21. Jahrhunderts: Die Wissenschaft über das Gesamtbild des Individuums“ gehöre zur Pflichtlektüre von etwa 19.000 Studenten der Universität, die am Lehrgang „Lebenslange Fitness“ teilnehmen, berichtet CNN. Außerdem sollen 15 andere prominente US-Hochschulen in ihren Lehrplänen darauf zugreifen. Im Rahmen des Kurses, der für alle Studierenden obligatorisch ist, werden sie über die Prinzipien der gesunden Lebensführung und die Aufrechterhaltung körperlicher Gesundheit aufgeklärt.

Doch in einer Passage stellen die Verfasser eine These auf, die für Entrüstung sorgt: „Die Menschen in den Konzentrationslagern, die nicht die Kraft aus ihrem inneren Wert schöpften, erlagen der Unmenschlichkeit, der sie ausgesetzt waren“, so der Wortlaut des Buches. Dabei berufe sich das Narrativ auf den österreichischen Psychotherapeuten und Holocaust-Überlebenden Viktor Frankl, der aufgrund seiner grausamen Erlebnisse eine Existenzanalyse entwickelte, laut der sogar die brutalsten Existenzformen ihren Sinn haben. Ferner nennt das Buch solche Krankheiten wie Krebs und Diabetes „Wahlkrankheiten“.

1. August 2018

Eko Fresh – Aber (prod. by Samy Deluxe) Leben zwischen zwei Stühlen

1. August 2018

Angst vor linker Regierung. In Großbritannien werfen bürgerliche Politiker Labour-Chef Corbyn Antisemitismus vor (junge Welt)

Die britische Labour-Partei ist von der Spitze bis zur Basis mit Antisemiten durchsetzt. Zu dieser Schlussfolgerung könnte man kommen, wenn man der bürgerlichen britischen Presse Glauben schenkt. Am vergangenen Mittwoch veröffentlichten die drei großen bürgerlichen jüdischen Tageszeitungen The Jewish ChronicleJewish News und Jewish Telegraph eine gemeinsame Titelseite, in der behauptet wurde, ein Wahlerfolg von Jeremy Corbyn bedeute »eine existentielle Bedrohung für das jüdische Leben in diesem Land«. Der Labour-Chef und seine Sympathisanten seien von »Verachtung für Juden und Israel« durchdrungen.

Bereits am 16. Juli hatten 68 Rabbiner einen gemeinsamen offenen Brief in der Tageszeitung The Guardian veröffentlicht. Darin heißt es: »Labour hat sich entschieden, jene zu ignorieren, die den Antisemitismus am besten verstehen, nämlich die jüdische Gemeinschaft. Indem die Parteiführung behauptet zu wissen, was für unsere Community am besten ist, hat sie auf beleidigende und arrogante Weise gehandelt.«

weiterlesen:

https://www.jungewelt.de/artikel/337062.angst-vor-linker-regierung.html

1. August 2018

Geopolitischer Schock: Was ein BRICS-Beitritt der Türkei für Russland bedeuten würde

https://de.sputniknews.com/zeitungen/20180731321785885-brics-beitritt-erdoga-russland/

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat vor kurzem einen Wunsch gegenüber den BRICS-Staaten geäußert: die Aufnahme der Türkei in die Organisation. Wenn sie uns aufnähmen, werde dieses Gremium BRICST heißen, sagte Erdogan. Ist die Aufnahme der Türkei derzeit möglich, und warum bezeichnen einige Experten dies als „geopolitischen Schock“?

Zuallererst sollte geklärt werden, was BRICS bedeutet und wie man überhaupt einer ihrer „Bausteine“ sein kann. Bekannt ist, dass dieser Begriff von einem US-Finanzanalysten zur Benennung der fünf Länder erfunden wurde, die wegen hohen Wachstumstempos das größte Investitionspotential darstellen.

Die Wirtschaft Chinas rangiert heute auf Platz zwei in der Welt nach dem Hauptkonkurrenten, den USA. Chinas BIP liegt bei 12 Billionen Dollar, Indiens bei 2,6 Billionen, Russlands bei etwas mehr als 1,5, bei Brasilien bei mehr als 2 Billionen. Diese Zahlen sind sehr beeindruckend. Die BRICS gründete eine eigene Entwicklungsbank, deren Ziele die Senkung der Abhängigkeit von der US-Währung und Investitionen in eigene Projekte als Gegengewicht zu den westlichen Finanzstrukturen sind.

BRICS bewegt sich allmählich in Richtung Aufbau eines multipolaren Systems. Doch seine Teilnehmer sind souveräne Staaten. Zudem gibt es zwischen den einzelnen Teilnehmerstaaten mitunter schwierige Beziehungen – z.B. Indien und China. Dieses informelle Bündnis hat keinen militärpolitischen Charakter. Es handelt sich um einen Interessenklub der Schwellenländer, die in der Tasche die Faust gegen die USA ballen. Es gibt bislang nicht einmal fixierte Regeln zur Aufnahme neuer Teilnehmer bzw. zum Ausschluss.

Wozu braucht die Türkei die BRICS-Staaten? Auf der einen Seite entwickelt sich die türkische Wirtschaft und rangiert nach der BIP-Größe auf Platz 17. Nach der Kaufkraftparität hat sie sogar China überholt. Auf der anderen Seite erlebt die Türkei derzeit nicht gerade ihre besten Zeiten: Abwertung der Nationalwährung, Anstieg der Inflationsrate wegen des Wachstums der Ausgaben. Die türkische Industrie und Landwirtschaft brauchen ausländische Investitionen und neue Absatzmärkte. Angesichts der Tatsache, dass Ankara in diesen Jahren nicht in die EU aufgenommen wurde, erscheint die Umorientierung auf die BRICS-Länder rationell und pragmatisch.

Wozu brauchen die BRICS-Staaten die Türkei? Es geht dabei vor allem um einen neuen Absatzmarkt für Erzeugnisse aus China, weshalb Peking so freundlich auf die Initiative Erdogans reagiert hat. Da zwischen den USA und China weiterhin der Handelsstreit im Gange ist, braucht China jede Unterstützung, besonders von einem so vorteilhaft gelegenen Land zwischen Europa und Asien. Trotz der Nato-Mitgliedschaft bewies der türkische Staatschef, dass er eine eigenständige Politik durchsetzen kann, darunter wider die Interessen Washingtons, wobei die Beziehungen zur Trump-Administration stark belastet wurden. Russland baut seinerseits die Turkish-Stream-Pipeline und wickelt große Rüstungsdeals mit Ankara ab. Experten zufolge würde kein anderes Land der Region geopolitisch die Türkei ersetzen, weshalb der Beitritt der Türkei zu einer Allianz mit Russland-China-Vektor ein geopolitischer Schock für Europa und die USA wäre.

Nicht ausgeschlossen ist, dass die EU es noch bedauern wird, die Türkei nicht aufgenommen zu haben. Dennoch sind auch da wichtige Aspekte zu erwähnen: Erstens beansprucht Ankara die Führungsrolle in der turksprachigen Welt, was in der Zukunft zum Zusammenstoß mit den Interessen Moskaus in Kasachstan und Kirgisien führen könnte.

Zweitens haben Russland und die Türkei nicht übereinstimmende Interessen im Syrien-Konflikt. Die Hände des türkischen Militärs sind zudem mit dem Blut russischer Soldaten befleckt. Es besteht keine Garantie, dass es in der Zukunft nicht wieder zu massiven Kontroversen kommt. Darüber hinaus ist die Türkei Nato-Mitglied und hat auch nicht vor, aus dem antirussischen Militärbündnis auszusteigen.

Zudem hat die türkische Regierung einen ambivalenten Ruf, der einen BRICS-Beitritt neuer Mitglieder verhindern könnte.

Bislang habe man nicht vor, die Zahl der BRICS-Teilnehmer formell zu erhöhen, weil die gebildeten Formate ihre Effizienz gezeigt haben, sagte der russische Präsident Wladimir Putin. Es ist nicht erstaunlich, dass die Erweiterung des informellen Klubs durch die Aufnahme der Türkei viele Fragen aufwirft.

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