Archive for August 9th, 2018

9. August 2018

BILD zeigt einmal mehr, wie hauchdünn die Decke unserer Zivilisation doch ist (Nachdenkseiten)

 9. August 2018

https://www.nachdenkseiten.de/?p=45400#more-45400

“Darf man sich freuen, dass Syriens mörderische Mutter Krebs hat?”. Mit diesem infamen Gedankenspiel kommentiert heute der BILD-Redakteur Daniel Böcking die Meldungen der Krebserkrankung der syrischen Präsidentengattin Asma al-Assad. Man darf, dies ist nur all zu menschlich, aber christlich sei dies nicht, so Böcking sinngemäß, der ansonsten vor allem als frisch bekehrter Christ und Autor christlicher Erweckungsliteratur von sich reden macht. Nun sollte selbst für die letzten Zweifler klar sein, dass BILD nicht nur keinen Anstand hat, sondern in puncto Verkommenheit und Niedertracht mittlerweile jeden Maßstab sprengt. Die Tatsache, dass die BILD immer noch die meistgelesene Tageszeitung des Landes ist und bild.de zu den reichweitenstärksten deutschen Internetseiten gehört, wirft ein dunkles Licht auf uns und unsere Mitbürger. Ein Kommentar von Jens Berger.

Manchmal fragt man sich, wo eigentlich heutzutage die Grenzen unserer Zivilisation verlaufen. Sicher – wenn wir uns heute auf unseren Marktplätzen versammeln, bejubeln wir nicht mehr das Erhängen, Köpfen, Pfählen oder Vierteilen anderer Menschen und brutale Gewalt gilt heute als Verbrechen und ist weitestgehend zivilisatorisch geächtet. Doch vielleicht trügt der Schein. Immer wieder gibt es „Grenzsituationen“, die zeigen, wie dünn die Decke unserer Zivilisation doch eigentlich ist. An dieser Stelle sollte man sich aber davor hüten, zu verallgemeinern. Im Mittelalter war nicht jeder Mensch ein brutaler Folterknecht, genau so wenig wie heute jeder Mensch ein niederträchtiges ********* ist, das sich zwischen den Zeilen über die Krebserkrankung einer jungen dreifachen Mutter freut – und sei sie die Ehefrau des Leibhaftigen höchstpersönlich. Menschen, die den Mantel der Zivilisation abgelegt haben, eint vielmehr über die Jahrhunderte hinweg eine bestimmte moralische Verrohung und das komplette Fehlen jeglicher Empathie, was wohl nötig ist, um solche Berufe überhaupt ohne seelischen Schaden ausüben zu können.

Doch was tun? Wahrscheinlich wird BILD für diese Schlagzeile einmal mehr eine Rüge des Presserats bekommen, mit denen BILD-Chef Julian Reichelt mittlerweile schon sein Büro tapezieren kann. So what? Warum sollte die BILD den Pressekodex anerkennen, wenn sie generell die Regeln unserer Zivilisation nicht anerkennt? Es ist hoffnungslos, sich über BILD aufzuregen oder gar an die Moral der BILD-Macher zu appellieren. Wer in leitender Funktion bei der BILD tätig ist, ist wohl in den meisten Fällen ohnehin nicht mehr resozialisierbar.

Doch was heißt dies für unsere Gesellschaft? Eine Gesellschaft, in der die BILD mehrheitlich immer noch nicht als moralisch bankrottes Sprachrohr einer verkommenen Elite gilt, sondern die auflagenstärkste Zeitung des Landes ist, hat ein ernstes Problem. Dies sollten vor allem unsere politischen Eliten bedenken, wenn sie wieder einmal die Stärke unserer Zivilisation und die moralische Überlegenheit des Westens bejubeln. Anspruch und Wirklichkeit klaffen hier weit auseinander. Ursache und Wirkung. Wir können uns nicht über Fremdenfeindlichkeit beschweren, ohne gleichzeitig mit dem Finger auf die unzähligen fremdenfeindlichen Schlagzeilen der BILD zu zeigen. Wir können nicht die Verrohung der Gesellschaft beklagen, ohne das Leitorgan der Verrohung beim Namen zu nennen.

Doch was nutzt all die Kritik, wenn sie niemand ernst nimmt? Welcher Zeitungshändler, Bäcker oder Tankstellenpächter hat denn die BILD aus seinen Regalen verbannt? Welcher Großkonzern weigert sich, Werbung in der BILD oder auf bild.de zu schalten? Welcher Promi oder Politiker boykottiert BILD und weigert sich, dem Blatt Interviews zu geben? Wird ein Bischof sich durchringen und dem selbsternannten Christen Daniel Böcking eine Rüge erteilen? Egal was und wen man fragt – die Zahl derer, die sich auch dann aktiv gegen BILD stellen, wenn damit auch nur kleine persönliche Nachteile verbunden sind, ist überschaubar. Wer kämpft, kann verlieren. Wer nicht kämpft, hat schon verloren. Daher kann man nur an uns selbst appellieren, ein wenig mutiger zu werden und einen Kampf zumindest in Erwägung zu ziehen. Und dies gilt nicht nur für BILD.  Denn wer soll unsere Zivilisation verteidigen und ihre dünne Decke wieder verstärken, wenn nicht wir?

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9. August 2018

Steiniger Weg zum Frieden. Syrien hofft auf Ende des Krieges. Truppen auf dem Vormarsch – Von Karin Leukefeld (junge Welt)

Von Karin Leukefeld

Nach sieben Jahren Krieg haben sich die Fronten in Syrien weiter reduziert. Im Südwesten Syriens, entlang der Grenzen zu Jordanien und zu den von Israel besetzten Golanhöhen, hat die syrische Armee mit Unterstützung ihrer Verbündeten Russland, Iran und der Hisbollah aus dem Libanon die bewaffneten Gruppen zur Aufgabe und zum Abzug gezwungen.

weiterlesen

https://www.jungewelt.de/artikel/337627.syrien-steiniger-weg-zum-frieden.html

9. August 2018

US-Politikerin Ocasio-Cortez: Wir wollen eine Krankenversicherung anstatt Billionen für permanente Kriege und Steuergeschenke für Milliardäre

9. August 2018

BILD fragt: „Darf man sich freuen, dass Syriens mörderische Mutter Krebs hat?“


Hat die BILD-Zeitung völlig vergessen, was sich gehört? In ihrer reißerischen, menschenverachtenden Berichterstattung zur Erkrankung von Asma al-Assad überschreitet die Zeitung jegliche Grenzen von Anstand und Ethik.
https://de.sputniknews.com/kommentare/20180809321889916-bild-asma-assad-hass/

9. August 2018

Die Kriegslügner – Die Geschichten der Weißhelme wurden als Fälschungen entlarvt. (Rubikon)


von Jens Bernert
Die „White Helmets“ sind eine Propagandatruppe im Syrienkrieg im Gewand einer angeblichen Hilfsorganisation. Sie liefern zum „richtigen Zeitpunkt“ die passende PR gegen Syrien und veröffentlichen dazu hauptsächlich schlecht gefälschte Videos angeblicher Angriffe gegen die Zivilbevölkerung.
Siehe: https://www.rubikon.news/artikel/die-kriegslugner

9. August 2018

Washington verhängt wegen Skripal-Fall neue Sanktionen gegen Russland (Heise)

Auf welcher neuen Grundlage die Sanktionen verhängt werden, ist nicht bekannt, offensichtlich soll der Konflikt mit Russland auch nach dem Treffen Putin-Trump angeheizt werden.
09. August 2018 Florian Rötzer

https://www.heise.de/tp/features/Washington-verhaengt-wegen-Skripal-Fall-neue-Sanktionen-gegen-Russland-4131982.html

9. August 2018

Syrien: Kurden geben bedingungslosen Widerstand gegen Assad auf

Den Kurden-Milizen droht nach dem Vorbild der internationalen Söldner eine Kapitulation gegenüber der syrischen Regierung. Sie fühlen sich von den USA hintergangen.

9. August 2018

Wir hoffen, dass diese unfassbare Dämonisierung endlich ein Ende findet! Wir wünschen Asma al-Assad gute Besserung und eine baldige Genesung! Frieden für Syrien!

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9. August 2018

Brüder, die schweigen. Neonaziterror und Staatsräson, zweierlei dubiose Zeugen und die »Dramaturgie einer großen Zicke«. – Ein Rückblick auf fünf Jahre NSU-Prozess (junge Welt)

Die junge Welt nannte ihr Dossier zu diesem »Netzwerk von Kameraden« – so die Selbstbezeichnung der Gruppe im 2011 verschickten Bekennervideo – »Wieviel Staat steckt im NSU?« Eine Frage, die engagierte Nebenklageanwälte immer wieder in Beweisanträgen thematisierten. Schon vor Beginn der Hauptverhandlung hatten Untersuchungsausschüsse in Bund und Ländern zusammengerechnet, dass von rund 140 Mitgliedern des »Thüringer Heimatschutzes«, aus dem das 1998 untergetauchte Trio stammte, rund 40 »Vertrauenspersonen« der Inlandsgeheimdienste gewesen waren, darunter auch Führungskader. Im November 2011 waren gezielt Akten über V-Leute in der Thüringer Neonaziszene vernichtet worden – wenige Tage nach dem mutmaßlichen Selbstmord der Neonazis Uwe Mundlos und Uwe Böhnhardt und der Verschickung des NSU-Videoclips.

den ganze Artikel hier lesen:

https://www.jungewelt.de/artikel/337582.jahrhundertverfahren-br%C3%BCder-die-schweigen.html

9. August 2018

Pressemitteilung des Berliner VVN-BdA e.V. an Berlins Innensenator Geisel! Wo bleibt ein Verbot des „Rudolf-Heß-Marsch“ am 18. August in Spandau?

Offener Brief und Pressemitteilung der Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschist*innen und Antifaschisten

Berlin , 9. August 2018

Sehr geehrter Innensenator Andreas Geisel!

Wo bleibt ein Verbot des „Rudolf-Heß-Marsch“ am 18. August in Spandau?

Mit Verwunderung und wachsendem Unverständnis nehmen wir das Schweigen des Berliner Innensenta(or)s zum geplanten neonazistischen „Rudolf-Heß-Marsch“ am 18. August in Spandau zum 31. Todestages des ehemaligen Stellvertreters Adolf Hitlers auf.

„Die demokratische Grundordnung gilt leider auch für Arschlöcher“ haben sie letztes Jahr gesagt. Aber ist auch die offene Verherrlichung von Faschismus, Rassismus und Antisemitismus und Wegbereitern des Holocaust durch sie geschützt?

Und gilt sie nicht für die alten und neuen Opfer von Rassismus und Antisemitismus, für die Angehörigen der Opfer des NSU, die diese NSU-Unterstützer, die ihre Würde mit Füßen treten, nicht auf der Straße sehen wollen?

Wir fordern sie auf: Setzen Sie sich für ein Verbot der geplanten Demonstration und der Verherrlichung des NS-Regimes und seiner Verbrechen ein.

Sämtliche Erlasse und Gesetze, die nach dem Erlass der sog. „Nürnberger Rassegesetzen“, die zunehmende Entrechtung der Juden in Deutschland bestimmten, trugen Heß’ Unterschrift. Er war ein überzeugter Antisemit.

Im Schlusswort zu seiner Verurteilung in den Nürnberger Prozessen wurde wegen Planung eines Angriffskrieges und Verschwörung gegen den Weltfrieden zu lebenslanger Haft sagte er: „Ich bin glücklich, zu wissen, daß ich meine Pflicht getan habe meinem Volke gegenüber, meine Pflicht als Deutscher, als Nationalsozialist, als treuer Gefolgsmann meines Führers. Ich bereue nichts.“

Das macht ihn bis heute zum Idol und Mythos und auch ideologisch und organisatorischen Kristallisationspunkt der militanten deutschen und europäischen Neonaziszene und ihm will diese am 19. August in unmittelbarer Nähe des ehemaligen Kriegsverbrechergefängnisses huldigen. Hier will auch das NSU-Unterstützungsumfeld marschieren. Herr Innensenator lassen sie das nicht zu!

Für Rudolf Hess findet sich übrigens ein eigenes Kürzel. Als StdF wurde der „Stellvertreter des Führers“ bezeichnet.

Würden Neonazis aus Deutschland und ganz Europa in Gedenken an Adolf Hitler demonstrieren wollen, so würde dies zweifelsohne verboten. Warum dies für einen Marsch zu Ehren seines Stellvertreters Rudolf Heß nicht gilt, ist der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschist*innen seit den ersten Veranstaltungen dieser Art vor 30 Jahren in Rätsel.

Die Mitglieder des NSU-Terrornetzwerks Ralf Wohlleben und André Eminger wurden vor kurzem in München aus der Haft entlassen, auch sie bereuen nichts. Ob sie in Spandau auftauchen wissen wir nicht, Uwe Böhnhardt, Uwe Mundlos und Beate Zschäpe werden aus bekannten Gründen nicht erscheinen. Sie alle waren regelmäßige Teilnehmer*innen der verschiedenen Heß-Aufmärsche und Aufmarschversuche der neunziger Jahre, gleiches gilt für alle Mitglieder des NSU-Terrornetzwerkes, der Skinheads Sächsische Schweiz, des Thüringer Heimatsschutzes, Blood and Honour. Der Verfassungsschutz dürfte einige Busreisen mitfinanziert haben. Heute sind sie in den Freien Kameradschaften, im 3.Weg, der Rechten, in der NPD organisiert. Wer also das NSU-Netzwerk sehen will, sollte am 18. August nach Spandau kommen.

Letztes Jahr haben tausende antifaschistisch und demokratisch denkende Menschen die Route der Neonazis blockiert. Wir denken, das werden sie dieses Jahr wieder tun. Die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes-Bund der Antifaschist*innen begrüßt dies ausdrücklich und fordert dazu auf dies zu tun, sollte der Neonazi-Aufmarsch nicht verboten werden.

Wir fordern zudem, dass die Route der Neonazis frühzeitig veröffentlicht wird. Die Geheimhaltungspolitik der Berliner Polizei darf legitimen demokratischen Protest nicht behindern!

Herr Geisel handeln Sie! Die Opfer der alten und neuen Nazis werden es ihnen danken.

Berliner Bürger*innen und Antifaschist*innen haben damit bereits begonnen. Am 18. August wird von einem breiten Bündnis zu einer Demonstration, die am Bahnhof Spandau startet und zu einer Kundgebung am Gelände des abgerissenen Kriegsverbrechergefängnisses, aufgerufen. Die Bezirksverordnetenversammlung Spandau hat den geplanten Neonazi-Aufmarsch verurteilt.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

Berliner VVN-BdA, 7.August 2018

Berliner Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes –
Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten e..V.

Berliner VVN-BdA e.V.
http://berlin.vvn-bda.de/

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