Archive for Juni, 2017

23. Juni 2017

US-Plan für Donbass stellt Kiew womöglich nicht zufrieden (sputniknews)

In Kiew schätzte man Poroschenkos Besuch in Washington als großen Erfolg ein. Laut der offiziellen Mitteilung des Präsidialamtes hatten die Teilnehmer des Treffens im Vorfeld des G20-Gipfels „ihre Positionen zur Einstellung der russischen Aggression in der Donbass-Region und zur Rückgabe der Krim (an die Ukraine) koordiniert“.

In der Mitteilung des Weißen Hauses wurde die „russische Aggression“ gar nicht erwähnt, und die Akzente außerdem anders gelegt: „US-Präsident Donald Trump besprach mit dem ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko im Weißen Haus die friedliche Konfliktregelung im Osten der Ukraine sowie das Reformprogramm des Präsidenten Poroschenko und die Bemühungen um die Korruptionsbekämpfung.“

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https://de.sputniknews.com/zeitungen/20170622316284874-kiew-will-westen-ueberreden/

23. Juni 2017

Eskalation in Syrien (heise.de)

 

US-Streitkräfte schießen eine iranische Kampfdrohne ab, die einem US-Stützpunkt in Südsyrien nahegekommen sein soll, auch anderswo kommt es zu Konflikten und Provokationen

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https://www.heise.de/tp/features/Eskalation-in-Syrien-3750279.html

23. Juni 2017

Global Opium Epidemic: Killing Industry of Afghanistan

23. Juni 2017

Israel: Reisen zu Holocaust-Gedenkstätten

 

Mehrere israelische Touristikveranstalter haben sich nach Angaben der Polizei illegal miteinander abgestimmt. Sie sollen damit die Preise für organisierte Reisen nach Polen in die Höhe getrieben haben.

Eineinhalb Jahre Ermittlungen hätten ergeben, dass vier Veranstalter den Markt weitgehend unter sich aufteilten, so dass es praktisch keinen Wettbewerb mehr gegeben habe. Das teilte eine israelische Polizeisprecherin am Mittwoch mit. Dabei gehe es auch um Schülerreisen des israelischen Erziehungsministeriums.

Israelische Oberschüler nehmen traditionell an Reisen nach Polen teil, bei denen unter anderem das jüdische Viertel von Krakau, der Ort des Warschauer Ghettos und deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager in dem Land besucht werden.

„Es wurden Beweise gefunden, die den Verdacht untermauern, dass die Reiseveranstalter seit Jahren gemeinsam als Kartell agierten, um ein hohes Preisniveau zu halten, während sie den falschen Anschein einer Konkurrenz untereinander aufrechterhielten“, hieß es in der Mitteilung der Polizei. Man empfehle, Anklage gegen die Zuständigen zu erheben. Ranghohe Mitarbeiter eines Reiseveranstalters würden außerdem verdächtigt, Beamte bestochen zu haben. Die Ermittlungsakten sollen in Kürze an die Staatsanwaltschaft übermittelt werden, damit diese über eine mögliche Anklage entscheidet. (dpa)

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Für Interessierte, die die Dokumentation des israelischen Filmemachers Yoav Shamir „Defamation“ noch nicht gesehen haben, der darin u.a. auch eine Gruppe Jugendlicher seines Landes nach Auschwitz begleitet (einige wenige Abschnitte leider nur in Englisch oder mit englischen Untertiteln, die aber dann in Deutsch im wesentlichen vom Sprecher zusammengefasst werden):

 

23. Juni 2017

Warnung vor dem „großen Computer-Angriff“ des Staates

https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/autor/deutsche-wirtschafts-nachrichten/

SZ-Rechtsexperte Prantl attackiert in ungewöhnlich scharfen Worten die Bundesregierung. Sie plane in „fast betrügerischer Weise“ einen Einbruch in die Privatheit der Bürger.

Heribert Prantl, Rechtsexperte bei der Süddeutschen Zeitung, hat in ungewöhnlich drastischen Worten vor dem Angriff des Staates auf private Computer gewarnt. Prantl, der wie die gesamte Öffentlichkeit von dem, wie er es nennt, „großen Computer-Angriff“ des Staates überrumpelt wurde, schreibt:

„Man soll nicht bei jeder Gelegenheit von einem Skandal reden. Aber das, was heute am späten Nachmittag im Bundestag geschehen soll, ist eine derartige Dreistigkeit, dass einem die Spucke wegbleibt. Ein Gesetz mit gewaltigen Konsequenzen, ein Gesetz, das den umfassenden staatlichen Zugriff auf private Computer und Handys erlaubt, wird auf fast betrügerische Weise an der Öffentlichkeit vorbeigeschleust und abgestimmt.“

Nach Prantls Ansicht handelt es sich hier um viel mehr als um einen „Eingriff in die Privatsphäre“:

„Der große Computerangriff ist viel, viel größer. Es handelt sich nicht nur um einen Eingriff, es handelt sich um einen Einbruch in die Privatheit – und um einen Einbruch ins Grundgesetz.“

Denn die Attacke gegen alle in Deutschland aktiven Computer-Besitzer geht an die Substanz der Selbstbestimmung:

„Ein privater Computer ist, so hat es Winfried Hassemer, der verstorbene Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, einmal formuliert, so etwas wie ein ausgelagertes Gehirn, ein Gedächtnisspeicher. Das Gesetz, über das der Bundestag heute abstimmt, ermöglicht einen umfassenden Zugriff auf dieses Gehirn. Es handelt sich um Eingriffe in die Persönlichkeitsrechte von einer Reichweite, wie es sie in der Strafprozessordnung bisher nicht gibt. Das geplante Gesetz hat etwas Science-fiction-haftes, es eröffnet die Möglichkeit, Gedanken auszulesen: Computer und Handy werden, ohne dass der Betroffene davon weiß, zu einer staatlichen Spionageanlage…Wenn dieses Gesetz verabschiedet wird – dann arbeitet ein PC nicht nur, wie es sich gehört, für seinen Besitzer, er arbeitet auch für den, der den Trojaner geschickt hat – für den Geheimdienst, den Zoll oder die Polizei. Der Staat liest mit.“

Vor genau dieser Entwicklung warnt auch der Branchenverband Bitkom, der in seiner Stellungnahme ausdrücklich den Geheimdienst-Virus WannaCry als abschreckendes Beispiel nennt. Prantl glaubt nicht, dass ein Richter in der Lage ist, angemessen zu entscheiden, ob ein Angriff gerechtfertigt ist:

„Die Regeln, die für die „heimliche Infiltration“ (so die Gesetzesbegründung) gelten sollen, sind vage und gummiparagrafenartig. Gewiss: Ein Richter soll kontrollieren. Kann er das? Kann er Trojaner, kann er Wanzen kontrollieren? Die juristischen Formeln, die ihm dazu an die Hand gegeben werden, sind in ihrer Labrigkeit eines Rechtsstaats unwürdig. Und von den technischen Dingen, von der Ausstattung, die dem Staatstrojaner mitgegeben wird, versteht ein Richter leider nichts. Er ist kein Wanzen-TÜV.“

Es ist bemerkenswert, dass Prantl das Problem in dieser Schärfe benennt. Für kritische Beobachter kommt die Attacke des Staats auf die Bürger nicht wirklich überraschend. Bisher wurden jedoch all jene, die auf die Gefahren hingewiesen hatten, von Regierungs-, Parteien- und Geheimdienst-Aktivisten als „Verschwörungstheoretiker“ oder „Aluhut“ diffamiert und verunglimpft. Man darf dem im politischen Berlin hoch angesehen Prantl daher zurufen: Willkommen im Club!

23. Juni 2017

“ Schluss mit der Verfolgung von Julian Assange – Pressemitteilung von Sevim Dagdelen

, 19. Juni 2017

„Die politisch motivierte Verfolgung des Wikileaks-Gründers Julian Assange muss endlich ein Ende haben. Nach der Einstellung des schwedischen Ermittlungsverfahrens müssen die britischen Behörden offenlegen, ob die USA eine Auslieferung des Whistleblowers gefordert haben. Statt Assange weiter mit einer Überstellung an die USA zu bedrohen, muss es die Zusage geben, dass er die ecuadorianische Botschaft in London sicher und frei verlassen kann. Der weitere Umgang mit dem Fall wird zeigen, ob die Justiz in Europa noch unabhängig ist – oder ob sie im Dienste Washingtons steht“, erklärt Sevim Dagdelen, Sprecherin der Fraktion DIE LINKE für Internationale Beziehungen. Dagdelen weiter:

„Die Enthüllung von Geheimdokumenten über Kriegsverbrechen der US-Armee im Irak und in Afghanistan ist kein Verbrechen, sondern bleibendes Verdienst des Wikileaks-Gründers. Ihm und seiner Organisation gebühren Hochachtung und Respekt. Assange hat für sein Engagement den Friedensnobelpreis verdient und nicht fünf Jahre Botschaftsasyl, das auch laut UNO einen unrechtmäßigen Freiheitsentzug darstellt. Nicht wer Kriegsverbrechen aufdeckt, sondern wer sie begeht, gehört hinter Gitter.“ “

https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/schluss-mit-der-verfolgung-von-julian-assange/

23. Juni 2017

Deutsch-russischer Aufschwung (German Foreign Policy)

Ungeachtet der gestrigen Verlängerung der EU-Russland-Sanktionen befindet sich das deutsche Russland-Geschäft erstmals seit Jahren in einem spürbaren Aufschwung. Wie aus aktuellen Daten des Statistischen Bundesamts hervorgeht, sind die deutschen Russland-Exporte im ersten Quartal 2017 um fast ein Drittel gestiegen; mit einem Jahreswachstum um mindestens zehn Prozent wird gerechnet. Gleichzeitig nehmen die Investitionen in Russland deutlich zu; der Daimler-Konzern hat am Dienstag den Grundstein für ein etwa 250 Millionen Euro teures Werk in der Nähe von Moskau gelegt. Umgekehrt hat der russische Erdölkonzern Rosneft Investitionen in Höhe von 600 Millionen Euro in Deutschland angekündigt. Damit könnte der Konzern, der bereits jetzt ein Viertel der deutschen Rohölimporte stellt, seine Marktmacht in der Bundesrepublik weiter ausbauen. Unterdessen spitzt sich der Streit um die Pipeline Nord Stream 2, die die Ukraine weiter schwächen und ihr Transitgebühren im Wert von rund zwei Milliarden Euro jährlich nehmen würde, weiter zu – nicht zuletzt aufgrund neuer Sanktionspläne aus Washington.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59624

22. Juni 2017

هر که باد بکارد Wer den Wind sät – Islam und Nahostexperte Michael Lüders

22. Juni 2017

Qatar and the GCC: Conflict in Perspective – Dialogue of Civilizations Research Institute (DOC Research Institute)

The multifaceted and multiplayer conflict exemplifies the need for reimagining diplomatic dialogue, or at least how a more effective paradigm might begin to look. This can begin with regional mediators, such as Kuwait, leading discussions, rather than Western powers stepping into a conflict laden with historical and cultural factors they may not understand, let alone relate to. While military action is not seen as likely (as of yet), it is still unclear how this tangled mess of influence and conflict with be resolved with few repercussions felt by the region’s citizens, as well as international players.

read the whole article

https://doc-research.org/en/qatar-conflict-perspective/

22. Juni 2017

Michael Lüders über Irrtümer, Interessen & Liebe zum Orient – Jung & Naiv: Folge 312

22. Juni 2017

Gaddafi jr. kann zur Staatsspitze in Libyen aufsteigen (sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20170621316255640-gaddafis-sohn-kann-libyen-fuehren/

Der freigelassene Sohn des gestürzten und ermordeten libyschen Machthabers Muammar al-Gaddafi, Saif al-Islam, kann in die Machtstrukturen des Landes eingehen, auch ist nicht ausgeschlossen, dass er für das Amt des Präsidenten vorgeschlagen wird. Dies erklärte der amtliche Sprecher der Stammesvereinigung, Basem as-Sol, gegenüber der „Iswestija“.
Experten heben indes hervor, dass Saif al-Islam wahrscheinlich einen hohen, ehrenhaften, aber symbolischen Posten bekleiden werde. Sie meinten, der Gaddafi-Sohn genieße die wohl größte Unterstützung seitens der Stämme in Libyen. Gerade deshalb werde er einen Posten bekleiden, der zur Konsolidierung der Gesellschaft des Landes beitragen könne.
„Der überwiegende Teil der libyschen Gesellschaft würde es begrüßen, dass Saif al-Islam in die große Politik zurückkehrt und das Amt des Präsidenten bekleidet. Er ist eine bedeutsame Figur, die fähig ist, das Land zur nationalen Aussöhnung zu führen“, sagte Basem as-Sol.
Ein Gesprächspartner in der lybischen Armee habe erzählt, dass die Armee Libyens jetzt sehr eine Unterstützung von Seiten der Stämme im Süden und Westen des Landes brauche. Unter den Bewohnern dieser Regionen seien Sympathien gegenüber dem früheren Regime zu beobachten.
Wie der Zeitung „Iswestija“ bekannt wurde, soll gerade das Militär auf derFreilassung des Gaddafi-Sohnes bestanden haben. Saif al-Islam war im Rahmen einer Amnestie, die das libysche Parlament im Mai befürwortet hatte, am 9. Juni aus der Haft entlassen worden.

22. Juni 2017

Dr. Michael Lüders ist Nahostexperte und Islamwissenschaftler: Wie Washington seit 1949 regime change in Damaskus betreibt

Anlässlich seines 40-jährigen Jubiläums hat der Freundeskreis Trierer Universität e.V. im Jahr 2009 eine Gastprofessur initiiert.

Alle zwei Jahre kann so ein prominenter Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Gesellschaft als Gastredner für die Universität gewonnen werden.

Dr. Michael Lüders ist Nahostexperte und Islamwissenschaftler. Im Sommersemester 2017 hält er an der Universität im Rahmen einer Gastprofessur drei Vorlesungen zum Thema: „Wie nahe ist der Nahe Osten? Über die Folgen einer verfehlten westlichen Interventionspolitik“

Vorlesung 1/3: Der Fluch der bösen Tat

http://bit.ly/2rYTyLx

22. Juni 2017

Libyen: Macron gesteht Fehler ein und hat vor einer Wiederholung dieses Szenarios in Syrien gewarnt (sputniknews)

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat die Beteiligung der Streitkräfte seines Landes an der Libyen-Operation im Jahr 2011 als einen Fehler bezeichnet und vor einer Wiederholung dieses Szenarios in Syrien gewarnt.

In einem Interview für europäische Medien, darunter für die italienische Zeitung „Corriere della Sera“, sagte Macron: „Mit mir kommt diese Form des Neokonservatismus, die vor zehn Jahren von Frankreich importiert wurde, zum Ende. Die Demokratie kann nicht von außen eingebracht werden, ohne dass Völker darin involviert werden. Frankreich war nicht am Irak-Krieg beteiligt und hatte damit recht. Aber es beging einen Fehler, indem es in den Libyen-Krieg eintrat. Welches sind die Ergebnisse dieser Invasionen? Zerstörte Länder, in denen Terrorgruppen florieren. Ich möchte nicht, dass Derartiges in Syrien geschieht.“
Mitte Februar 2011 hatten in Libyen Massendemos begonnen, deren Teilnehmer den Rücktritt von Muammar Gaddafi forderten, der seit mehr als 40 Jahren das Land regierte. Die Proteste gipfelten in einer bewaffneten Konfrontation zwischen den Regierungskräften und den Rebellen. Im selben Jahr begann die Nato einen Luftfeldzug in Libyen.
Nach dem Sturz und der Ermordung von Muammar Gaddafi im Oktober 2011 entstand eine Doppelherrschaft zwischen dem Parlament, das in allgemeiner Wahl gewählt wurde und in Tobruk im Osten des Landes seinen Sitz hat, und dem pro-islamischen Allgemeinen Nationalkongress in Tripolis. Dabei stehen mehrere Gebiete des Landes außer Kontrolle der Zentralbehörden. Zudem agieren Mitglieder der Terrormiliz „Islamischer Staat“ intensiv auf libyschem Territorium.

22. Juni 2017

Rücktritt Assads für Macron keine Voraussetzung für Konfliktregelung mehr (sputniknews)

https://de.sputniknews.com/politik/20170621316269996-ruecktritt-regelung-voraussetzung/21.06.2017

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat nach Angaben von Reuters erklärt, dass er den Rücktritt des syrischen Staatschefs, Baschar al-Assad, nicht als eine unabdingbare Voraussetzung für die Konfliktregelung in dessen Land betrachtet.
„Ich habe eine neue Einstellung zu dieser Frage, und ich spreche jetzt nicht davon, dass Assads Rücktritt eine Vorbedingung sein soll, weil ich nicht sehe, wer sein legitimer Nachfolger sein könnte“, erklärte Macron in einem Interview für mehrere europäische Zeitungen, das in voller Version am Donnerstag veröffentlicht werden soll.
Dabei mahnte der französische Staatschef, im Falle der Anwendung von chemischen Waffen seitens Damaskus werde Frankreich bereit sein, einen Schlag gegen die syrischen Regierungskräfte zu versetzen.

22. Juni 2017

Geschäft steht auf der Kippe Koalition streitet um bewaffnete Drohnen (N-TV)

Noch vor der Sommerpause will der Bundestag milliardenschwere Rüstungsprojekte beschließen. Doch einige Geschäfte könnten noch platzen, weil sich die Große Koalition uneins ist. Darunter ein wichtiger Deal um Kampfdrohnen.

http://www.n-tv.de/politik/Koalition-streitet-um-bewaffnete-Drohnen-article19901417.html?service=print