Archive for Juni, 2017

24. Juni 2017

BND bespitzelte jahrelang das Weiße Haus – (SPIEGEL)

Der Bundesnachrichtendienst (BND) hat jahrelang US-Regierungseinrichtungen ausspioniert, wie „Spiegel Online“ unter Berufung auf Dokumente des Geheimdienstes berichtet.

Im Zeitraum zwischen 1998 und 2006 bespitzelte der BND demnach Tausende Ziele in den USA, darunter Anschlüsse des US-Finanzministeriums, des US-Außenministeriums und selbst des Weißen Hauses sowie der Militäreinrichtungen wie beispielweise der US Air Force, des Marinecorps und der Defence Intelligence Agency, des Militärgeheimdienstes der amerikanischen Streitkräfte.

Der deutsche Auslandsgeheimdienst habe außerdem Telefon- und Faxnummern sowie E-Mail-Adressen amerikanischer Firmen wie Lockheed Martin, der Weltraumorganisation NASA, der Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch und mehrerer Universitäten in verschiedenen Bundesstaaten überwacht.

Außerdem sollen die BND-Spione Anschlussdaten von weit über hundert ausländischen Botschaften in Washington, von Institutionen wie dem Internationalen Währungsfonds und dem Washingtoner Büro der Arabischen Liga abgegriffen haben.

Laut früheren Berichten hatten deutsche Geheimdienste die Interpol sowie Redaktionen führender internationaler Medien ausspioniert.

https://de.sputniknews.com/politik/20170623316289729-deutschland-usa-bespitzeln/

24. Juni 2017

USA wollen Resolution der OAS gegen Venezuela erzwingen, Opposition ruft zum Umsturz auf – Von Christian Kliver (amerika21)

https://amerika21.de/usa-venezuela-oas-opposition-umsturz-putsch

Die USA und Mexiko haben gegen Ende der 47. Generalversammlung der Organisation Amerikanischer Staaten offenbar den Druck auf kleinere Mitgliedsstaaten erhöht, um eine Resolution gegen Venezuela zu erreichen. Nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur (dpa) und der spanischen Nachrichtenagentur EFE drängten der mexikanische Außenminister Luis Videgaray und US-Vizeaußenminister John Sullivan auf eine Erklärung, nachdem ein ersten entsprechendes Papier Anfang der Woche gescheitert war, weil es die notwendige Anzahl von 23 Stimmen verfehlte.

In dem neuen Text sollten ein weiterer Vermittlungsversuch zwischen Regierung und Opposition erwähnt werden, schrieb die dpa. Zugleich solle die Notwendigkeit von „humanitärer Hilfe“ für das südamerikanische Land erwähnt werden.

Bislang hat Washington, wo sich auch der Sitz der Organisation befindet, 20 Mitglieder der OAS auf seiner Seite. Zuletzt seien daher Gespräche unter anderem mit Granada, El Salvador, Haiti sowie Trinidad und Tobago geführt worden, um die fehlenden drei Stimmen zu mobilisieren.

In Venezuela selbst setzt das Oppositionsbündnis Tisch der demokratischen Einheit (MUD) immer offener auf den Sturz der gewählten Regierung von Präsident Nicolás Maduro. Am Dienstag bekräftigten der Parlamentspräsident Julio Borges gemeinsam mit anderen Vertretern des MUD, die Regierung von Maduro nicht mehr anzuerkennen. Man berufe sich auf Artikel 333 und 350 der geltenden Verfassung, so Borges. Beide Regelungen beschreiben das Recht auf Widerstand bei der Abschaffung des demokratischen Systems. Borges argumentierte mit einer von der Regierung anberaumten verfassunggebenden Versammlung, die im Juli gewählt werden soll. Das Gremium würde das geltende venezolanische Grundgesetz durch ein neues Regelwerk ersetzen. Die Opposition läuft gegen das Vorhaben Sturm.

In regierungsnahen Medien kamen indes mehrere Experten zu Wort, die die Initiative des MUD als rechtlich nicht haltbar bezeichneten, weil die demokratischen Institutionen im Land funktionierten.

2001.com.ve
tsur

24. Juni 2017

Unter deutscher Führung (Kritik an deutscher Dominanz in der EU) German Foreign Policy

Vor dem heute beginnenden EU-Gipfel, der sich mit dem Ausbau der EU zur Militärmacht befasst, warnen Außenpolitik-Experten vor wachsendem Unmut über die deutsche Dominanz in der Union. Zwar beobachten Spezialisten im Establishment sämtlicher 28 EU-Mitgliedstaaten bezüglich der deutschen Vormacht eine „neue Akzeptanz der Führung“. Doch wachse zugleich die Unzufriedenheit – in der Bevölkerung diverser Mitgliedstaaten, aber auch in Teilen der politischen Eliten. So habe bereits 2013 eine Umfrage in Frankreich ergeben, dass 86 Prozent der Befragten die Bundesrepublik als „dominantes Land“ einstuften. Sogar in „politischen Kreisen“ in Paris seien „mehr oder weniger schwere Vorwürfe gegen Deutschland zu hören“. Ebenfalls 2013 habe die Mehrheit der Bevölkerung Griechenlands die Bundesrepublik zum „am wenigsten vertrauenswürdigen und mitfühlenden sowie zugleich arrogantesten EU-Mitgliedstaat“ erklärt. Wie ein Experte des German Marshall Fund of the United States (GMFUS) urteilt, müsse Deutschland nun dringend Zugeständnisse machen, um zumindest die Eurozone zu stabilisieren. Damit sei jedoch nach den bisherigen Erfahrungen mit der deutschen Dominanz kaum zu rechnen. Tatsächlich setzt Berlin gegenwärtig darauf, die EU auf dem Wege gemeinsamer Kriegseinsätze zusammenzuschweißen, und treibt entsprechend ihre Militarisierung voran.

mehr
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59623

24. Juni 2017

Top Russia Expert: The Establishment’s Russia Fixation Takes A Dark Turn: An Interview With Stephen F. Cohen

Basically, Washington and the Press have gone crazy, Cold War II on steroids, in the eyes of the world.

And we are essentially one way lead against Russia – That there may be a terrible accident/response escalating to nuclear war (I think too far, but when the missiles start flying,…)

24. Juni 2017

Russlands Senator Puschkow in Berlin zur globalen Politik: „Washington nervös, EU unschlüssig“ (RT Deutsch)

Quelle: Sputnik

Alexej Puschkow tritt am 26. Januar 2015 vor die Parlamentarische Versammlung des Europarates. Dies sei ein sehr seltsames Gremium, weil es auf einem Auge blind und auf einem Ohr taub sei, urteilte Puschkow während des Treffens in Berlin. Seit zwei Jahren nimmt Russland an den Sitzungen nicht teil.

Im Vorfeld des G-20 Gipfels in Hamburg lud das Deutsch-Russische Forum den bekannten russischen Außenpolitiker Alexej Puschkow zur Diskussion. In einem Berliner Nobelhotel übte er Kritik am Westen und westlichen Medien – und fand im Saal dafür Zustimmung.

Was ist in Europa los? Wohin steuern die USA? Wird es in Syrien einen großen Krieg geben? Was hält Russland überhaupt von all den Turbulenzen? Wieviel Einfluss hat es in Europa? Das Deutsch-Russische Forum erkannte die Gunst der Stunde und schickte eine Einladung nach Moskau aus, um dazu eine russische Stimme „aus erster Hand und mit scharfer Zunge“ zu hören, wie es der Veranstalter formulierte.

Alexej Puschkow gehört zu den auffälligsten Persönlichkeiten in der russischen Politik: als Diplomat, der die russische Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung des Europarates leitet, als Vorsitzender des Senats-Ausschusses für Informationspolitik und Medienzusammenarbeit, als Mitglied des Gesellschaftlichen Rates für Menschenrechte, Professor und seit 1998 auch Autor der ältesten Politsendung des Landes, „Postskriptum“.

Mehr lesen: Nach Studie zu RT Deutsch: Oppermann warnt vor „russischer Propaganda“

Seit einigen Jahren ist Puschkow auch aktiver Twitterer mit 217.000 Followern. Mit seinen sarkastischen Kurzkommentaren zum aktuellen politischen Geschehen ist er zusammen mit der Sprecherin des Außenministeriums, Maria Sacharowa, die beliebteste Zitaten-Fundgrube für Journalisten.

Ende der 1980er war Puschkow auch Redenschreiber für Michail Gorbatschow. Heute kritisiert er den gescheiterten Reformer:

Tweet vom 16. Juni: „Kohl war einer aus der Plejade der europäischen Politik-Realisten. Und die DDR fiel ihm wie eine reife Birne vom Baum des Gärtners Gorbatschow in die Hände.“

Kein Liebes-Dreieck

Das Verhältnis zwischen Russland und der EU sei stabil negativ, das zu den USA negativ, aber instabil. Die Beziehungen zwischen den USA und der EU befinden sich hingegen im Zustand einer nicht kritischen Instabilität. In wenigen Sätzen beschrieb Puschkow das Beziehungsdreick zwischen den drei Machtzentren. Die Krise der westlichen Integrationsprojekte sei für diese (noch) nicht lebensgefährlich, sie äußere sich in erster Linie darin, dass der Westen keine Antworten auf die Herausforderungen der Zeit generieren könne. So begann Puschkows Analyse, in der präzise-geschliffenen Form des langjährigen Fernsehautors, wie sie seine Zuschauer seit Jahren gewohnt sind.

Aber das Problem des Westens liege darin, dass er, und das betonte Puschkow mehrmals, selbst ohne Not damit begann gravierende, zum Teil verbrecherische Fehler zu machen – vor allem mit Interventionen und einer Regime-Change-Politik. Und Russland habe mit all dem nichts zu tun, so Puschkow, obwohl es laut Medien-Mainstream und westlichem Establishment an allem schuld sein soll. Im Gegenteil, jedes Mal habe Russland gewarnt, aber die westlichen Entscheidungsträger hörten nicht zu. Puschkow erinnerte unter anderem daran, dass viele europäische Länder den alliierten Streitkräften im Irak Unterstützung leisteten.

Der russische Politiker und Medienmacher Alexej Puschkow antwortet auf die Fragen aus dem Saal nach seinem Vortrag im Berliner Adlon-Hotel am 20. Juni 2017.

Nun habe der Westen mit einer Menge Probleme auf eigenem Territorium zu tun. Die Entfremdung zwischen der Türkei und der EU, die Länder der Visegradgruppe, die bei sich keine Flüchtlinge aufnehmen möchten, und Brüssel selbst gehören dazu. Mittlerweile seien sogar innere Sanktionen gegen Warschau im Gespräch.

Alexej Puschkow ist in Europa gern gesehener Gast, obwohl er an Kritik nicht spart. Woran aber liegt das, dass die Hörer im Saal, darunter sogar Journalisten mancher großer deutscher Zeitungen, ihm auf diese Weise an den Lippen hängen? Die Erklärung liegt nahe: Weil Puschkows Appell ein Appell an die Vernunft ist, an die Ratio. Die Sprache der Ratio ist die Sprache, in der sich auch unterschiedliche politische Plattformen und Kulturen verständigen können.

Was ist dir lieber, Europa?

Jedes Mal, wenn die Politik nicht der Vernunft folgt, passieren gravierende Fehler. So auch im Ukraine-Konflikt. Puschkow betonte, dass vor der Krise im Jahr 2013 Russland und EU kurz davor waren, die Visafreiheit einzuführen und eine strategische Partnerschaft zu schließen. Dann, „aus irgendwelchen Gründen“, setzte die EU alles auf eine Karte – auf die der Demokratisierung der Ukraine.

Und was habe die EU am Ende gewonnen? Einen Staat, der, um kein „Failed State“ zu werden, ständig um Hilfe und Kredite fleht, gleichzeitig jahrhundertelange wirtschaftliche und kulturelle Verbindungen kappt und ständig neue Sanktionen fordert.

Russland ist Ukraine-müde. Wir werden es mit Erleichterung aufatmen, wenn der Gas-Transit im Jahr 2020 nicht mehr über die Ukraine läuft“, sagte Puschkow.

Tweet vom 20. Juni: Jetzt bekommt die Ukraine 4 Milliarden Dollar im Jahr für Gas-Transit aus Russland. Aber sie tut alles dafür, dass sie nichts mehr davon bekommt. Und das wird so auch gerecht sein.

Dass in Deutschland Konsens darüber herrscht, dass auch die Pipeline Nord Stream 2 gebaut werden soll, dessen war sich der Senator fast sicher. Doch er war überrascht, als Deutschlands Kanzlerin Merkel die USA für neue Sanktionen gegen Gasunternehmen kritisiert hat, die mit Russland zusammenarbeiten.

Mehr dazu: Streit um Nord Stream 2: Berlin verurteilt die Russland-Sanktionen des US-Senats

Aber zurück zur Ukraine: Was habe die EU eigentlich vom Regime Change in der Ukraine gehabt? Brüssel habe ein wichtiges europäisches Land verprellt und auf ein Integrationsprojekt verzichtet. Nun sei die EU geschwächt und müsse noch mehr Konkurrenz vonseiten Chinas und der USA fürchten, so Puschkow. Xi Jinping sei ein großer Stratege und baue sicher den chinesischen Einfluss in der Welt aus. Mit Russland hätte Europe viel mehr Gewicht und Einfluss als jetzt.

Über 100 Politik-Interessierte kamen zum Podium mit Alexej Puschkow.

Erneut kritisierte Puschkow die antirussischen EU-Sanktionen. Diese seien nicht von der UNO beschlossen und daher rechtswidrig. Ob Russland irgendeinem Land in der EU Schaden zugefügt, irgendeinem EU-Bürger das Leben genommen habe, fragte er in die Runde. Mit den Sanktionen führe die EU einen illegalen Wirtschaftskrieg, betonte Puschkow.

Le Monde noch einseitiger als die Prawda

Großes Thema bei dem Treffen waren wauch estliche Medien. Er kannte die sowjetische Prawda (Wahrheit), sagte Alexej Puschkow, und diese war in der Tat sehr einseitig. Aber die französische Le Monde zurzeit sei noch einseitiger. Was in der europäischen und US-amerikanischer Mainstreampresse in Bezug auf Russland geschrieben werde, entgehe jeglichem Verständnis, wunderte sich der Journalist und Senator, der den Ausschuss für Informationspolitik leitet.

Leider ist russophobes Denken in Europa fast zur offiziellen Ideologie geworden“, kritisierte Puschkow.

Aber Europa sei sehr unterschiedlich. Während die Länder im Südosten Europas sehr russlandfreundlich seien, sei die Nordachse von Großbritannien bis Finnland und dem Baltikum traditionell antirussisch eingestellt. Zu diesen Ländern zählte Puschkow auch Deutschland. Österreich gehöre tendenziell aber der ersten Gruppe an, Frankreich sei in dieser Beziehung geteilt. Insgesamt habe Russland Interesse an der EU als einem verlässlichen Partner, der EU-Zerfall würde „unkontrollierbare Prozesse“ mit sich bringen.

Mehr dazu: Trump, Prostituierte und die Russen: Manche Fake News sind in Ordnung

Washington ist zurzeit die nervöseste Stadt

Der Dialog mit Puschkow befasste sich auch mit den USA. Die Hysterie, die dort zurzeit herrsche, habe in Wahrheit mit Russland nichts zu tun, betonte der Diplomat. Diese liege daran, dass die Establishment-Klasse um den Clinton-Klan die Niederlage ihrer Kandidatin nicht hinnehmen will. Aber was die US-Außenpolitik im Nahen Osten angeht, sei diese doch die Fortsetzung der Obama-Politik. Also doch ein Sieg der herrschenden Klasse?

Tweet vom 18. Juni: Neue Sanktionen des Senats sind kein Schlag gegen Putin, sondern gegen Trump. Gestern sagte ich das in Postskriptum. Heute schreibt das Independent.

Ein bekannter Zeit-Journalist wollte wissen, welche Folgen der Abschuss des Kampfjets der syrischen regulären Armee vonseiten der USA haben könnte. Diesbezüglich äußerte sich der russische Politiker pessimistisch.

So fing auch der Vietnam-Krieg an, mit Zwischenfällen, wie sie sich auch im Syrien-Konflikt häufen, so Puschkow.

Dabei es sei immer noch nicht klar, was die USA mit ihrem rechtswidrigen Aufenthalt in Syrien eigentlich bezwecken. Sollte Assad gestürzt werden, würde es in Syrien trotzdem keinen demokratischen Staat geben. Puschkow machte deutlich:

Wenn unter den Förderern der oppositionellen Kräfte in Syrien die saudische absolutistische Monarchie ist, was könnten dann deren Schützlinge sein? Sie können allenfalls noch radikal-islamistischer sein, aber niemals ‚demokratisch‘.

In Bezug auf das geplante Treffen des US-amerikanischen Präsidenten Donald Trump mit Wladimir Putin ging der russische Senator davon aus, dass dieses tatsächlich stattfinden wird. Donald Trump sei schon mit allen wichtigen Staatsoberhäupter zusammengetroffen, nur mit dem russischen Präsidenten nicht. Das Treffen werde wahrscheinlich ohne abschließende Statements vor der Presse stattfinden, ließ der Politiker tief blicken.

Aber auch, wenn die Staatschefs einander einfach kennenlernen und die akutesten Probleme besprechen wollten, sei dies nützlich.

Mehr lesen: G20-Gipfel: Kritik wird sich auf Nebenveranstaltung beschränken

Was das russische Programm zum bevorstehenden G20-Gipfel angeht, stünde dieses noch nicht vollständig fest, sagte Puschkow. Aber bei dem Treffen werde es vor allem um Fragen der Sicherheit und Armutsbekämpfung gehen. Besonders das letzte Thema passe zu G20, weil es am wenigstens politisiert sei.

Gut, dass G20 existiert. Wir wünschen uns von diesem Format Impulse für eine neue politische Philosophie, für logische Schemata und Paradigmen“, sagte Alexej Puschkow in Bezug auf das baldige Gipfel in Hamburg.

Am Mittwoch tritt der Experte beim Foreign Policy Lunch im Verein VBKI (Verein der Kaufleute und Industrieller) auf. Er hält einen Vortrag zum Thema „Stabilitätsfaktor oder Störenfried? Russlands Rolle in der europäischen (Außen-)Politik“ mit abschließender Diskussion. Das Brainstorming mit Alexej Puschkow geht also weiter.

24. Juni 2017

US-Interventionen: Droht Georgien das gleiche Schicksal wie der Ukraine? (RTdeutsch)

Der nachfolgende Artikel wurde bereits vor 3 Monaten von RT Deutsch verbreitet. Da er über den Beginn und den Verlauf der sogenannten “Krimkrise”  in politischen und historischen Zusammenhängen  berichtet, ist er nach wie vor ein informativer, interessanter Beitrag.

US-Interventionen: Droht Georgien das gleiche Schicksal wie der Ukraine?

Als die Sowjetunion zerbrach, stellte man sich zwangsläufig die Frage, wer den Kalten Krieg gewonnen hätte. Für die meisten Menschen stand diese Frage damals eigentlich gar nicht zur Debatte. Allein die Tatsache, dass nur noch die Vereinigten Staaten von Amerika als Supermacht übriggeblieben waren, sagte bereits alles aus.

von Zlatko Percinic

Es waren jedoch nicht alle dieser Meinung, wie ein veröffentlichter Leserbrief in der New York Times vom 3. Juli 1990 zeigt. Darin schreibt John E. Ullmann, Managementprofessor an der Hofstra University auf Long Island/New York, folgendes:

Der wahre Punkt ist aber der, beide [USA und UdSSR] haben verloren. Beide Länder haben einen militärisch-industriellen Komplex geschaffen, der Kapital sowie technische und wissenschaftliche Talente verhinderte; der einen Grad von Verschwendung und Inkompetenz, im Namen des Patriotismus, weil alles andere durchfiel, erreichte, der gefärbt mit Korruption die lebenswichtigen, wirtschaftlichen Organe ihrer Gesellschaften aussaugte. Es sollte sich als ansteckend erweisen. … Die Sieger, sofern wirtschaftlicher Big-Power-Status einen Sieg definiert, sind West-Deutschland und Japan. Sie haben den Kalten Krieg gewonnen, einfach deshalb, weil sie keine Ressourcen von kreativen, industrialisierten Gesellschaften auf Tretmühlen von Wettrüsten und gelegentlichen „kleinen“ Kriegen verschwendet haben.“

Auch Jack Matlock, ehemaliger US-Botschafter während der Regierungszeiten von Ronald Reagan und George H.W. Bush in Moskau, vertrat die Auffassung, dass die USA den Kalten Krieg nicht gewonnen hätten.

Mehr lesen:Zum Synonym geworden: Globalisierung und US-amerikanische Militärmacht

Doch solche Stimmen blieben leider in der Minderheit. Der süße Duft des Geldes, der durch Korruption und Vetternwirtschaft lockte, und dem viele Unternehmer und Politiker nicht widerstehen konnten, ließ nicht zu, dass die Ursachen, die zum Zerfall der Sowjetunion geführt hatten, auch entsprechend in der Konzeption und Strategie der US-Armee und des Pentagons berücksichtigt wurden. Genau diesen Punkt kritisierte 2014 Lt. General H. R. McMaster. Nach dem internen Putsch gegen General Michael Flynn, dem nationalen Sicherheitsberater von US-Präsident Donald Trump, wurde er zu dessen Nachfolger ernannt.

In seinem Artikel „Approaching the Study of War and Warfare“ beschreibt McMaster, dass die amerikanischen Kriegsplaner und Strategen nach dem Ende des Kalten Krieges einem fatalen Irrtum zu Opfer fielen. Sie wären davon überzeugt gewesen, dass sie die Sowjetunion in der Tat besiegt hätten. Daraus schließen sie die Konsequenz, dass US-Waffensysteme unbesiegbar wären und sich die Kriegsführung überhaupt vollständig von der historischen Lehre verabschiedet hätte. Für McMaster „stammen viele der kürzlichen Schwierigkeiten in der strategischen Entscheidungsfindung, operationeller Planung und Kräfteentwicklung zumindest teilweise von der Missachtung der kritischen Kontinuität der Natur des Krieges.“

Diese falschen Rückschlüsse wurden unter dem Konzept der „Revolution in Military Affairs“ (RMA) bekannt und fanden Eingang in die Strategieplanung der NATO. Als Mitglied des NATO-Parlaments schreibt Lothar Ibrügger in seinem Bericht vom November 1998, dass das Endziel dieser RMA die sogenannte „Full Spectrum Dominance“ der US-Armee sei und die europäischen NATO-Mitglieder den Anschluss an die technologische Entwicklung verpasst hätten. Ibrügger  fordert die USA dennoch auf, mehr militärische Hochtechnologie an Europa zu verkaufen, um eine Zusammenarbeit der einzelnen Armeen zu erreichen. Das heißt, die US-Rüstungsunternehmen verkaufen weitere Waffensysteme an Europa, damit die europäischen Länder ihre Armeen unter NATO-Flagge stellen können. Kein Wunder also, dass Waffenverkäufe doch eigentlich gar nicht so eine schlechte Sache sind, wie es aus CNN’s Vorzeigemoderator Wolf Blitzer herausplatzte oder dass Robert Kaplan, der Gründer von Stratfor, behauptet, Krieg wäre gut.

Das Konzept der „Full Spectrum Dominance“ sieht vor, den militärischen Gegner in jeglicher Hinsicht zu dominieren, nicht nur auf dem Schlachtfeld. Für die Umsetzung in die Realität ist es laut dieser Studie aus dem Jahr 2009 unumgänglich, „modulare Base Camps“ überall dort zu errichten, wo die „Machtprojektion“ der USA ihre Wirkung entfalten soll. Die US-Basen im Ausland (genauere Zahlen gibt es hier) erfüllen aber nicht den gleichen Zweck wie früher die Forts der weißen Siedler oder römische Militärzentren. Sie dienen in allererster Linie dazu, die Transportrouten von Gütern und Energieressourcen primär für die USA zu sichern. Auch dienen sie für die unendliche Kriegsführung gegen den Terror, der immer wieder unbenannt wird, und der selbst nichts anderes als Terror ist und diesen ständig von neuem entfacht.

Der Traum vom Schwarzen Meer

Die USA und NATO kamen der Sowjetunion während des Kalten Krieges an keiner anderen Stelle so nahe wie im Schwarzen Meer. Als die Türkei 1952 aus Angst vor einem sowjetischen Überfall der NATO beitrat, öffnete sich plötzlich für die US-Navy das Tor zum Schwarzen Meer. Das Abkommen von Montreux besagte zwar, dass Kriegsschiffe von Nicht-Anrainerstaaten sich nicht länger als 21 Tage im Schwarzen Meer aufhalten dürfen – Flugzeugträger, U-Boote und schwere Kriegsschiffe sind generell verboten. Dennoch erhielt Washington zumindest einen Fuß in die bis dahin unerreichten warmen Gewässer

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Die Ukraine war für die Planer der NATO-Osterweiterung schon immer das ganz große Sahnehäubchen. Sewastopol als Sitz der Schwarzmeerflotte war Gegenstand der wildesten Träume sowohl von ehrlichen Planern als auch von Kriegstreibern in Washington.

Die USA nutzten die Schwäche Russlands nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion aus und spannten einen militärischen Schirm über einige Länder, die früher hinter dem Eisernen Vorhang lagen. Mit Ausnahme der drei baltischen Staaten Estland, Lettland und Litauen befanden sich diese Länder aber nicht direkt an der Grenze zur Russischen Föderation. In Moskau nahm man diese Entwicklung zähneknirschend an und betrachtete sie nicht als eine Gefahr für die nationale Sicherheit. Dann kamen die Terroranschläge vom 11. September.  Russland solidarisierte sich mit den USA und stand im „Krieg gegen den Terror“ den US-Amerikanern zur Seite.

Dankbar zeigte sich die Regierung von George W. Bush nicht dafür. 2002 ließen die USA das seit 1972 in Kraft stehende ABM-Abkommen (Anti-Ballistic Missile Treaty oder Vertrag zur Begrenzung von Systemen zur Abwehr von ballistischen Raketen) aufkündigen. Mit diesem Abkommen verpflichteten sich die USA und die UdSSR ihre Entwicklung von ballistischen Raketen zu limitieren. Was jedoch noch wichtiger war, man beschränkte die Stationierung von ballistischen Raketen lediglich auf die jeweilige Hauptstadt sowie einer weiteren Position nach Wahl im jeweiligen Land. Allerdings mussten die zwei Standorte mindestens 1.300 Kilometer voneinander entfernt sein. Es handelte sich also um ein äußerst nützliches Abkommen, das von beiden Seiten ein gewisses Maß an Vertrauen abverlangte. Korrekterweise wurde dieses Abkommen weltweit ein „Eckpfeiler der strategischen Stabilität“ bezeichnet.

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Der heutige Kampf um das Schwarze Meer und die strategisch wichtige Halbinsel Krim begann bereits im Jahr 2005.  Anlässlich des NATO-Gipfeltreffens am 21. April 2005 ermutigte Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer die Ukraine, einen „intensivierten Dialog“ mit der nordatlantischen Allianz zu beginnen. Ziel war es, „Maßnahmen zur Stärkung der demokratischen Institutionen, zur Stärkung des politischen Dialogs und zur Wiederbelebung der Kooperation in der Reformierung des Verteidigungs- und Sicherheitssektors“ durchzuführen. Am 27. Dezember 2005 unterzeichnete Viktor Juschtschenko das präsidiale Dekret 1861/2005. Damit wurde die „Implementierung der Kooperation zwischen der Ukraine und NATO“ zum staatlichen Grundsatz erklärt. Mit einem weiteren präsidialen Dekret vom 31. Januar 2006 legitimierte Juschtschenko die Stationierung von ausländischen Soldaten auf ukrainischem Boden, was bis zu diesem Zeitpunkt gemäß der Verfassung verboten war.

Eine Genehmigung durch das Parlament in Kiew wurde jedoch nie erteilt. Denn die vom Präsidenten forcierte euro-atlantische Integration stieß sowohl in der Bevölkerung als auch bei Politikern auf breite Ablehnung. Doch unter Missachtung der Verfassung peitschte Juschtschenko das von ihm vereinbarte Programm durch. Diese und viele weitere verfassungswidrigen Entscheidungen von Präsident Viktor Juschtschenko wurden sogar von der Parlamentarischen Versammlung des Europarates in Straßburg verurteilt.

Im Rahmen des ersten NATO-Manövers (Sea Breeze 2006) im Schwarzen Meer legte am 27. Mai 2006 der US-Frachter „Advantage“ im Hafen von Feodossija an. Zwei Tage zuvor landete bereits ein US-Militärflugzeug mit 117 Marines auf dem Flughafen von Simferopol. Ziemlich schnell formierte sich massiver Protest der Krim-Bevölkerung gegen die „amerikanische Invasion“.

In den Straßen der Hafenstadt wurde gegen die NATO demonstriert. Die Bekanntgabe, dass eine weitere US-Maschine mit 140 Marines an Bord in Simferopol gelandet war, brachte das Fass zum Überlaufen. Bewohner der Halbinsel versperrten die Zugänge zur Stadt Feodossija. Die US-Marines suchten daraufhin Schutz in einem Hotel des Innenministeriums in der Hafenstadt Aluschta. Dort harrten sie sechs Tage lang ohne Nahrungsmittel, fließendes Wasser und Strom aus. Erst nachdem Präsident Juschtschenko Spezialeinsatzkräfte gegen die Demonstranten eingesetzt und die Belagerung des Hotels gesprengt hatte, konnten die GIs mit drei Bussen nach Feodossija gebracht werden. Der Protest der Krim-Bevölkerung gegen die NATO war trotzdem so groß, dass am Abend des 11. Juni 2006 125 US-Soldaten nach Deutschland ausgeflogen werden mussten. Am nächsten Tag folgten die restlichen 132 Männer.

Doch nicht nur die Anwesenheit von US-amerikanischen Soldaten sorgte für einen Eklat auf der Krim. Als die Containerladung des Frachters „Advantage“ gelöscht wurde, fiel den Demonstranten die Frachtliste in die Hände. Sie enthielt neben Waffen und Baumaterialen den Hinweis darauf, dass man sich bei Problemen mit chemischen oder biologischen Kampfmitteln an die vorgeschriebene Behörde wenden muss. Angesichts der allgemein aufgeheizten Situation gingen die Demonstranten davon aus, dass in den Containern entsprechende chemische und biologische Kampfmittel verladen sind, die auf die Krim gebracht werden sollten. Obwohl es tatsächlich keine solche Stoffe gab, wurde der letzte Zweifel mit dem Diebstahl des Inhalts aus einigen Containern nie wirklich beseitigt. Fakt ist, dass das Parlament der Krim am 6. Juni 2006 ein Gesetz verabschiedet hat, dass die Halbinsel zu einer „NATO-freien Zone“ erklärt hat.

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Von diesen Ereignissen völlig ungerührt, fing US-Präsident George W. Bush im Frühjahr 2008 damit an, seine NATO-Partner zur Gewährung des Membership Action Plan (MAP) für die Ukraine und Georgien zu drängen, der Vorstufe zur Mitgliedschaft im Militärbündnis. Noch am 1. Februar 2008 erklärte der russische Außenminister Sergej Lawrow der amerikanischen Botschaft in Moskau, dass die NATO-Erweiterung, insbesondere in die Ukraine und Georgien, als eine „potentielle militärische Bedrohung eingestuft werden muss. Man hätte zwar gern den Beteuerungen der NATO Glauben geschenkt, dass die Erweiterung nicht gegen Russland gerichtet sei, doch die Errichtung von amerikanischen Stützpunkten in diesen Ländern müsse man nicht nach „Absichtserklärungen evaluieren, sondern nach deren Potential.“

Die USA ließen sich von den Einwendungen Lawrows nicht beirren und erklärten nur zwei Monate später beim NATO-Gipfeltreffen in Bukarest, dass die Ukraine NATO-Mitglied werden soll. US-Außenministerin Condoleeza Rice unterstrich diese Absicht mit einer Charta, der United States-Ukraine Charter on Strategic Partnership, die am 19. Dezember 2008 in Washington unterschrieben wurde. Zwar ist dieses Dokument kein bindendes Abkommen, sondern eher eine Absichtserklärung, es dennoch stellte es die Weichen für die weitere NATO-Expansion in die Ukraine.

Die heftige öffentliche Reaktion Russlands auf diese Schritte wurde in den USA so gewertet, dass man genau auf dem richtigen Weg sei, um diese Länder vor Russland zu schützen. Washington glaubt bis heute, dass Moskau nichts anderes vorhat, als eine neue Sowjetunion auferstehen zu lassen. War das aber nicht der Existenzgrund der NATO, um die Welt vor der Expansion der Sowjetunion zu beschützen? Das neue, alte Feindbild wurde wiederbelebt.

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So ähnlich äußerte sich am 12. Januar 2010 Präsidentschaftskandidat Viktor Janukowitsch in einer Fernsehansprache und gab bekannt, dass er die Mitgliedschaft in der NATO nicht weiterverfolgen werde. „Stattdessen sollte die Motivation für Reformen in der Ukraine die Erreichung von europäischen technischen und sozialen Standards sein.“ Dass er die Präsidentschaftswahlen schließlich gewann, hätte im Westen als Zeichen gedeutet werden sollen, dass die Mehrheit der Ukrainer gar nicht der NATO beitreten wollte.

Stattdessen hieß die Devise von da an „jetzt erst Recht“. Die Strategen in Washington ließen sich nicht von Äußerungen des neu gewählten ukrainischen Präsidenten Wiktor Janukowitsch vom Kurs abbringen, als er sagte, dass die „Ukraine den Kurs einer blockfreien Politik gewählt hat, um die Entstehung von neuen Trennlinien auf dem europäischen Kontinent zu verhindern.“

Schließlich brachte Janukowitsch die Amerikaner vollends gegen sich auf, als er in Geheimverhandlungen mit Moskau das Abkommen von Charkow unterzeichnete. Damit wurden die für das Jahr 2017 auslaufenden Verträge für den russischen Stützpunkt in Sewastopol um weitere 25 Jahre verlängert. Die Miete (98 Millionen USD/Jahr) blieb die gleiche, auch wenn die Ukraine mehr als eine Milliarde US-Dollar jährlich forderte. Im Gegenzug erhielt Kiew eine Reduktion auf den Gaspreis von 30 Prozent. Damit erhielt das Finanzministerium für den Rest des Jahres 2010 zusätzliche 2.8 Milliarden US-Dollar. Ab 2011 bis 2020 sollten es jährlich sogar 4 Milliarden US-Dollar sein, die Kiew durch diese Reduktion eingespart hätte. Das wären insgesamt 38.8 Milliarden US-Dollar gewesen, die Janukowitsch mit Moskau ausgehandelt hatte. Das sind mehr als sieben Mal so viel, wie Washington für subversive Aktivitäten und angebliche Hilfsprojekte „investiert“ hat und mehr als das Doppelte, was der Internationale Währungsfonds eventuell an Krediten zur Verfügung gestellt hätte.

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Wladimir Putin, damals Ministerpräsident, beschwerte sich über diese enormen Summen, die Präsident Dmitri  Medwedew der Ukraine zugestanden hatte. Aus russischer Sicht bedeutete dieses Abkommen ein Defizit von etwa fünf bis sechs Prozent für das Jahr 2010. Natürlich kannte Putin den geostrategischen Wert von Sewastopol. Dennoch beschrieb er den ausgehandelten Rabatt für die Ukraine als „exorbitant“ und meinte zum russischen Stützpunkt, dass es „keine Militärbasis auf der Welt gibt, die so viel Geld gekostet hat.“

Gegen den ausdrücklichen Widerwillen der „Gang of Five“, wie Washington seine NATO-Partner Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Spanien und Norwegen abschätzig nannte, versuchten die Amerikaner die Stimmung der Europäer zu kippen, die sich nicht für die Mitgliedschaft der Ukraine im Bündnis erwärmen konnten. Insbesondere Deutschland machte immer wieder deutlich, dass Berlin nichts von dieser Idee hält. Der damalige Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier sagte am 6. März 2008, dass er es „nicht verhehlen kann, dass er skeptisch ist.“ Auch der deutsche NATO-Botschafter äußerte sich bei einem Besuch in der Ukraine ganz ähnlich, als er meinte, dass die europäischen Außenminister erst einmal abklären müssten, ob die Erweiterung in die Ukraine die Sicherheit von Europa als Ganzes überhaupt verbessern würde. Denn seiner Meinung nach wäre es unmöglich, in Europa Sicherheit ohne Russland zu haben, und richtiggehend dumm, es gegen Russland aufzunehmen.

Diese Meinung vertrat nicht nur Deutschland, sondern auch der US-Botschafter in Moskau, John R. Beyrle. Seine Analyse aus dem Jahr 2009 fordere einen Dialog zwischen den USA und Russland, um so die ganze Region zu stabilisieren und die Ukraine mit vereinten Kräften auf eigene Beine zu stellen.

Mehr lesen:Bundeswehrgeneral a.D. Kujat im Gespräch mit RT: Russland und die NATO sind keine Feinde

Nach dem Putsch gegen den Präsidenten Wiktor Janukowitsch im Februar 2014 und dem Krim-Referendum einen Monat später war der Traum von einer NATO-Basis auf der Krim vorerst ausgeträumt. Während zwei Jahre später der „Sieg der Krim-Bewohner über die NATO“ gefeiert wurde, begann in Brüssel die Suche nach einem auch nur annähernd adäquaten Ersatz. In Georgien,  einem weiteren „Wunschkandidaten“ der USA, scheint man fündig geworden zu sein.

Der georgische Generalstabchef, Brigadegeneral Wladimir Tschatschibaija stellte eine kreative Lösung für eine NATO-Basis vor. Danach könnte in der Hafenstadt Poti eine „Basis für die Küstenwache“ erstellt werden, nachdem Georgien im Jahr 2009 die eigene Marine aufgelöst und den Rest in die Küstenwache integriert hatte. Obwohl es offiziell nicht bekannt gegeben wurde, dürfte dieses Thema ziemlich sicher Bestandteil der Gespräche zwischen Tschatschibaija und seinem Gast, dem Vorsitzenden des NATO-Militärkomites Petr Pavel, Anfang März gewesen sein. Genauso wie der von den USA geplante und nach dem Besuch des georgischen Verteidigungsministers Levan Izoria bestätigte Bau einer ähnlichen Ausbildungsbasis in Vaziani bei Tiflis, einer ehemaligen sowjetischen Basis.

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Die US-Armee hat schon im Juli 2008, nur sieben Jahre nachdem die letzten russischen Truppen abgezogen wurden, die Basis in Beschlag genommen, um dort georgische Spezialeinheiten für die US-geführten Kriege auszubilden. Nur wenige Wochen später brach der georgisch-russische Krieg aus. Wie die unabhängige Untersuchungskommission der Europäischen Union festgestellt hatte, wurde dieser Krieg – entgegen aller Behauptungen – nicht von Russland angezettelt. Auch die Basis Vaziani wurde während des Krieges bombardiert.

Wofür genau in Vaziani ein hochmodernes, millionenschweres Trainingszentrum für die georgische Armee errichtet werden soll, bleibt ein Rätsel. Denn bereits 2015 eröffnete in Krtsanisi das Joint Training and Evaluation Center(JTEC), das von der NATO finanziert wird. Es gilt als „Eckpfeiler der neuen Verteidigungsaufbau-Initiative der NATO und stellt einen Teil des Gesamtbeitrages der Allianz zur internationalen Sicherheit, Stabilität und Konfliktprävention“ dar. Es soll „eine ganze Reihe“ von solchen JTEC-Zentren in Georgien gebaut werden, mitunter auch in Vaziani, „um Anrainerstaaten des Schwarzen Meeres Möglichkeiten für NATO-Truppenübungen“ zu ermöglichen. Zurecht fragen sich nicht wenige Georgier: wozu das alles?

Bei einer Bevölkerungsanzahl von knapp fünf Millionen, einer Armee von 40.000 aktiven Soldaten und einer Reserve von weiteren 140.000 Mann, 67 Armeeflugzeugen sowie Helikoptern, 200 Panzern, 230 mobilen Artillerieeinheiten und weiteren 265 Mehrfachraketenwerfern nimmt Georgien Platz 80. der 126 nationalen Streitkräften der Welt ein. In der Tat erscheint es angesichts dieser Dimensionen völlig absurd, in Georgien eine „ganze Reihe“ von hochmodernen Truppenübungsplätzen und womöglich einen Marinestützpunkt für eine nicht existente Marine zu bauen, wo doch fast alle Länder der nordatlantischen Allianz unter ihrer Schuldenlast und leeren Kassen ächzen.

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Zumal die NATO bereits in Deutschland über mehrere hochmoderne Joint Multinational Readiness Zentren (JMRC) verfügt, darunter mit 163 Quadratkilometern das Größte im bayrischen Hohenfels. Die zu trainierenden Truppen aus Georgien könnten ohne Weiteres bequem in einem der JMRC-Zentren in Deutschland untergebracht werden, was eine viel günstigere Alternative wäre. Aber wie der litauische Außenminister Linas Linkevicius während einer Konferenz des McCain Institutes in Georgien sagte: „Bringing more NATO here!“

Wer soll also in den NATO-Trainingszentren in Georgien ausgebildet werden? Es kann einem schon mulmig werden, wenn  man die dunkle Geschichte der Allianz von geheimen GLADIO-Armeen betrachtet und wenn man weiß, dass die USA von ihrem Stützpunkt in Mannas in Kirgisistan die Terrororganisation Jundullah (deren pakistanischer Ableger zur Al Qaida mutierte) in ihrem Kampf gegen den Iran unterstützt hat und dass trotz Milliarden von US-Dollars, die Washington in Kirgisistan gelassen hat, der Stützpunkt Mannas 2014 geschlossen worden ist. Noch gruseliger wird es, wenn man bedenkt, dass gemäß dem türkischen Geheimdienst Terroristen des sogenannten Islamischen Staates von Syrien unter anderem via Georgien nach Europa geschleust werden.

23. Juni 2017

Digitale Geheimbombe: USA wollen russische Infrastruktur zerstören – Medien (sputniknews)

Obama also approved a previously undisclosed covert measure that authorized planting cyber weapons in Russia’s infrastructure, the digital equivalent of bombs that could be detonated if the United States found itself in an escalating exchange with Moscow. The project, which Obama approved in a covert-action finding, was still in its planning stages when Obama left office. It would be up to President Trump to decide whether to use the capability.

https://www.washingtonpost.com/graphics/2017/world/national-security/obama-putin-election-hacking/?utm_term=.fb1a32232e7b

https://de.sputniknews.com/politik/20170623316300757-digitale-bombe-usa-russische-infrastruktur/

23.06.2017  (

Der ehemalige US-Präsident Brack Obama hat im vergangenen Jahr einen geheimen Plan genehmigt, der es ermöglichen soll, die Systeme der russischen Infrastruktur mithilfe von Cyberwaffen zu zerstören, schreibt die Zeitung „The Washington Post“. Über den Einsatz dieser „Bombe“ solle jedoch Donald Trump entscheiden.

Dem Blatt zufolge stellt diese Waffe eine Art „digitale Bombe“ dar, die eingesetzt werden könne, sollte Washington eine kritische Zuspitzung der Beziehungen zu Moskau feststellen. Es sei nun jedoch dem jetzigen Präsidenten Donald Trump überlassen, diese „Bombe“ gegen Russland einzusetzen oder nicht.

Wie ein amerikanischer Ex-Beamter der Zeitung mitteilte, kann diese Waffe die Arbeit von strategisch wichtigen Netzen in Russland lahmlegen. Diese Technologie sei von der NSA erarbeitet worden und könne ferngesteuert werden.

Die Administration von Obama soll über einen langen Zeitraum hinweg eine Gegenreaktion auf die angebliche Einmischung Moskaus in die inneren Angelegenheiten der USA erwogen haben. Die USA sollen befürchtet haben, dass beliebige Sanktionen zu einem gegenteiligen Effekt führen würden. Sie haben zudem die Ergebnisse der Wahlkampagne nicht beeinflussen und den erwarteten Sieg von Hillary Clinton nicht überschatten wollen.

Derzeit befindet sich die Cyberoperation der Zeitung zufolge im Frühstadium, da ihre Entwicklung nach dem Wahlsieg von Trump verzögert worden sei. Damals seien die Beamten auf die Vorbereitung von Maßnahmen konzentriert gewesen, die Trump daran hindern sollten, die Initiativen seines Vorgängers außer Kraft zu setzen.

In den USA wird eine angebliche Einmischung Russlands in die Präsidentschaftswahlen 2016 weiterhin aktiv diskutiert, wobei bislang noch keine Beweise dafür vorgelegt wurden.

Trump selbst hatte am Donnerstag sein Befremden darüber geäußert, warum die Administration von Obama Moskau nicht gestoppt habe, wenn Moskau sich aus Sicht der Demokraten in die Wahlen eingemischt haben soll.

23. Juni 2017

Wusste Außenamtssprecher Schäfer, dass Seibert falsch lag?

 

Regierungssprecher Steffen Seibert behauptete bei der wöchentlichen Bundespressekonferenz, dass RT Deutsch „besser recherchieren könne.“ Es ging um ein Zitat des Wehrbeauftragten Hans-Peter Bartels gegenüber der dpa. Dabei war es Seibert der nachweislich falsch lag. Wussten das die beiden Herren rechts von ihm? Mehr auf : https://deutsch.rt.com/

23. Juni 2017

Russische Gedenkveranstaltungen zum 76. Jahrestag der Invasion von Nazi-Deutschland

23. Juni 2017

Völkerrechtlich illegale Militärbasis in Süd-Syrien – Sondereinsatzkräfte der US-Armee trainieren Rebellen der Freien Syrischen Armee

Sondereinsatzkräfte der US-Armee trainieren in Süd-Syrien Rebellen der Freien Syrischen Armee. In al-Tanf unweit der jordanischen Grenze baute die US-geführte Anti-IS-Koalition eine völkerrechtlich illegale Militärbasis auf und bekämpft seit Wochen die syrische Armee und Alliierte. Die in al-Tanf von den USA ausgebildete und ausgerüstete FSA soll offiziell gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ in der östlichen Deir Zor-Provinz vorrücken.

23. Juni 2017

Katastrophale Äusserungen von Katja Kippping, Vorsitzende der Partei DIE LINKE im Dezember 2016 zur Lage in Aleppo

Katja Kipping, die Vorsitzende der Partei DIE LINKE im Dezember 2016 zur Lage in Aleppo: Zumindest jetzt endlich sollte die Welt sich mit aller Kraft bemühen, dass nicht all diejenigen, die die furchtbare Zeit der Belagerung und Bombardierung in den Kellern ihrer zerstörten Häuser überleben konnten, nun verfolgt oder gar abgeschlachtet werden.

Der UN-Sicherheitsrat hat eklatant versagt. Das Scheitern aller Waffenstillstandsbemühungen hat dem syrischen Präsidenten Assad de facto einen Freibrief ausgestellt, seine eigenen Städte zu Staub zu bomben und seine Bevölkerung zu massakrieren. Es war die offenkundige Brutalität von Assads Armee, die dazu führte, dass viele der betroffenen Menschen in ihrer Ohnmacht sogar den Schutz von islamistischen Milizen suchten, die ihrerseits mit Methoden des Terrors und der Gewalt herrschten.

https://www.katja-kipping.de/de/article/1174.eklatantes-versagen-der-internationalen-gemeinschaft.html

z2992

https://m.facebook.com/KatjaKipping/photos/a.362429797122353.87355.214211071944227/1408376869194302/?type=3&p=0

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Wenn dies Foto kein Fälschung ist, dann weht auf der Barrikade das Banner der Terror-Organisation Ahrar Al Sham.

23. Juni 2017

CrossTalk on Syria: Rushing to War?

23. Juni 2017

Jeff Halper, Israeli Commitee Against House Demolitions – Anhörung vor dem Bundestags-Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe

Jeff Halper, Israeli Commitee Against House Demolitions (ICAHD), hingegen sagte, dass die Zwei-Staaten-Lösung längst „vom Tisch“ sei. Es gebe heute de facto ein Land zwischen Mittelmeer und Jordan mit einer Armee, einer Währung und einer Regierung. 800.000 Israelis lebten heute in „besetzten Gebieten“. Offiziell nenne Israel diese Siedlungen im Westjordanland „umstrittene“ oder „verwaltete Territorien“ und leugne damit, „dass es eine Besatzungsmacht“ sei.

Halper kritisierte, dass Israel mit der faktischen Verabschiedung der Zwei-Staaten-Lösung auf dem Weg in die „Apartheid“ sei. Er forderte, dass die internationale Gemeinschaft Israel auf einem Weg zu einem „multikulturellen Staat“ unterstützen solle: „Einen jüdischen Staat kann man nicht haben, wenn man keine Zwei-Staaten-Lösung will.“

Quelle des Videomaterials: Deutscher Bundestag

http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2017/kw25-pa-menschenrechte/509862

23. Juni 2017

Neocons are urging US-President Trump to escalate U.S. military attacks inside Syria (consortiumnews)

America’s neocons are back pounding the war drums, urging President Trump to escalate U.S. military attacks inside Syria even if that means hitting Russian targets and risking a new world war, reports Robert Parry.

By Robert Parry

The U.S. mainstream media’s near universal demonization of Syrian President Bashar al-Assad and Russian President Vladimir Putin – along with similar hatred directed toward Iran and Hezbollah – has put the world on a path toward World War III.

read the article

https://consortiumnews.com/2017/06/20/spoiling-for-a-wider-war-in-syria/

23. Juni 2017

Andriy Parubiy, Ukrainian speaker of Parliament announces US troops will deploy in Donbass

Andriy Parubiy., the Ukrainian speaker of Parliament, has announced  on the air during a broadcast of the program “Freedom of Speech” on Kiev television.that Ukraine has an agreement with the United States of America to deploy combat troops to “assist” their martial law operation or reintegration of Donbass plan.

A security agreement with the United States has been signed that provides for the deployment of US military forces on the territory of Ukraine, as stated by the head of the Verkhovna Rada,

“The agreement envisages special operations, joint scientific and technical developments, and even the deployment of military troops from the United States of America in Ukraine,” he said.

US forces are currently acting as advisers and operate on a secret basis in Donbass. The actual deployment of US forces as a backup force to Ukrainian units involved in martial law duties fighting in Donbass is a sharp, severe escalation of the Donbass conflict to a level not seen previously.