Boliviens und Mexikos Außenminister unterstützen nicht die Abschlusserklärung der internationalen Konferenz zu Venezuela

Boliviens Außenminister Diego Pary erklärte, seine Regierung trage die Erklärung nicht mit, „weil wir mit dem gesamten Text der vorgelegten Erklärung nicht einverstanden sind und uns vielmehr dem Montevideo-Mechanismus anschließen“. Man könne keinen Text unterzeichnen, der in den Wahlprozess eines anderen Landes eingreift. „Dies ist eine interne venezolanische Frage, und es ist Aufgabe der Venezolaner, ihre Schwierigkeiten zu definieren und zu entscheiden, wie sie sie lösen wollen.“ Pary forderte zudem die Länder, die einseitige Sanktionen gegen Venezuela verhängt haben, auf, die Wirtschaftsblockade zu beenden. Gleichzeitig versicherte Bolivien, es werde weiterhin an der internationalen Kontaktgruppe teilnehmen und mit allen Ländern zusammenarbeiten, die den Dialog befürworten.

Unterdessen betonte der mexikanische Außenminister Marcelo Ebrard – dessen Land der ICG nicht endgültig beigetreten ist –, dass Mexiko die Abschlusserklärung ebenfalls nicht unterstütze: „Wir können nicht an etwas teilnehmen, was impliziert, dass wir den politischen Wahlprozess (in Venezuela) bestimmen. Unsere Verfassung verbietet uns die politische Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.“

Quelle Amerika21

https://amerika21.de/2019/02/221940/montevideo-konferenz-venezuela-eu

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