Archive for August, 2018

21. August 2018

#Aufstehen und die falschen Argumente unserer Gegner – von Oskar Lafontaine

Die Sammlungsbewegung Aufstehen hat weiter Zulauf und die Gegner formieren sich. Ihre Argumente überzeugen aber nicht.

1. Gegenargument: Die Bewegung habe noch kein Programm: Diejenigen, die sich uns anschließen, sind für bessere Löhne durch Änderung der Hartz-Gesetze, für eine Rentengesetzgebung nach dem Beispiel Österreichs und für eine Wiederherstellung der sozialen Sicherungssysteme. Sie sind für bezahlbare Mieten, für mehr Sozialwohnungen, für zusätzliches Personal in der Pflege. Sie wollen, dass sich die Bundeswehr nicht an Rohstoff-Kriegen beteiligt, keine Waffen in Spannungsgebiete geliefert werden und dass die Konfrontations- und Aggressionspolitik gegenüber Russland beendet wird. Zudem wollen sie eine Europapolitik der guten Nachbarschaft und eine Umweltpolitik, die die Kumpanei mit den Konzernen beendet. Mit Naomi Klein sagen viele: Es gibt keinen grünen Kapitalismus. Würde nur ein Teil dieser Forderungen verwirklicht werden, dann hätten wir eine gerechtere Gesellschaft und eine friedlichere Welt. Die programmatische Blindheit scheint mittlerweile so groß zu sein, dass viele vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr sehen.

2. Gegenargument: Aus den jetzigen Führungsetagen der Sozialdemokraten oder Grünen habe sich noch keiner der Bewegung angeschlossen. Vielleicht können unsere Kritiker einen Sozialdemokraten oder Grünen aus den Führungsetagen benennen, der nicht für Sozialabbau, Auslandseinsätze der Bundeswehr oder Kungelei mit den Konzernen, wenn es um Umweltschutz gehen müsste, steht.

3. Einschlägig bekannte Politiker der Berliner Linken monieren, die Bewegung käme nicht von unten: Nachdem sich schon in den ersten Tagen über 60.000 dieser Bewegung angeschlossen haben – und die Zahlen wachsen täglich weiter – ist es reichlich anmaßend, zu behaupten, diese Bewegung käme nicht von unten. Und zur Kritik, dass sich führende Politiker beteiligen, kann man nur sagen: Die Bewegungen von Bernie Sanders, Jeremy Corbyn, Jean-Luc Mélanchon und Pablo Iglesias kamen selbstverständlich alle ohne bekannte Politiker aus (Achtung, Ironie). Den Vogel schoss wieder einmal die rechte Hand Bodo Ramelows, der Chef der Thüringer Staatskanzlei Benjamin-Immanuel Hoff ab, der meinte, die Bewegung richte sich gegen die da oben und sei damit anti-aufklärerisch. Er selbst muss noch aufgeklärt werden: Die Bewegung richtet sich nicht primär gegen die, die meinen, sie seien an der Macht, in Wirklichkeit aber nur an der Regierung sind, wie ein Spötter einmal bemerkte. Sie richtet sich vor allem gegen die, die in den Oligarchien oder Plutokratien an den Hebeln der Macht sitzen. Und um die wirklichen Machtstrukturen hinter der Fassadendemokratie aufzudecken, muss noch viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.

4. Führende Politiker der LINKEN haben erklärt, die Bewegung sei kein Projekt der Partei DIE LINKE. Ihnen sind wir zu Dank verpflichtet, weil sie bestätigt haben, dass wir eine überparteiliche Bewegung sind und darauf hinarbeiten wollen, dass es im Bundestag wieder eine Mehrheit gibt, die wenigstens einen Teil der oben genannten Forderungen in Regierungspolitik münden lässt.

5. Bleiben noch die selbsternannten „Antikapitalisten“, die sich ein Leben lang damit beschäftigen, anderen vorzuwerfen, sie seien nicht links genug. Sie begnügen sich damit, schöne Papiere zu verfassen, die keinerlei Wirkung haben. Trotz der Schwierigkeiten, die wir kennen, suchen wir im parlamentarischen System einen Weg, die Lebensbedingungen der Menschen zu verbessern.

Mitmachen bei Aufstehen: http://www.aufstehen.de

21. August 2018

Antikriegstags-Veranstaltung am 1. September in Berlin

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21. August 2018

Trump: Nur die Dummen konzentrieren sich auf Russland (heise.de)

Die USA scheinen in einer neuen Paranoia zu versinken bzw. die politische Klasse suggeriert, dass die USA von allen Seiten angegriffen und unterwandert wird. Die Haltung ist zwar den USA nicht fremd, wenn man an den antikommunistischen Wahn des McCarthyism in den 1950er Jahren des beginnenden Kalten Kriegs denkt. Das Wettrüsten des Kalten Kriegs ist längst wiedergekehrt, die Angst vor den ausländischen Geheimdiensten und Unterwanderung offenbar auch.

weiterlesen:

https://www.heise.de/tp/features/Trump-Nur-die-Dummen-konzentrieren-sich-auf-Russland-4141388.html

21. August 2018

Kontroverse: Sammlungsbewegung #Aufstehen (Bonath/Henn)

Contra „Aufstehen“: Die Illusion vom guten Kapitalismus
von Susan Bonat, 19.08.2018
https://deutsch.rt.com/meinung/74657-conrta-aufstehen-die-illusion-vom-guten-kapitalismus/

Zur Stellungnahme von Susan Bonath hier folgende Antwort:
https://www.facebook.com/dagmar.henn.92/posts/2022238551161802?__tn__=K-R
von Dagmar Henn, 19.08.2018:
Gut gemeint ist… oft das Gegenteil von gut.
So kann man auch Susan Bonaths Kommentar gegen ‚Aufstehen‘ bewerten.
Warum?

Lassen wir mal das Problem beiseite, das jede nur moralisch begründete Position schafft. Was den Text unwirksam macht, ist das Fehlen jeder konkreten Analyse.
Im heutigen Deutschland stellt sich die Frage, ob eine tatsächlich sozialreformerische Bewegung die Arbeiterbewegung ausbremsen könnte, aus mehreren Gründen nicht.

Zum einen, weil etwas, was kaum da ist, auch nicht gebremst werden kann.
Zum anderen, weil der Zustand des Kapitalismus von der Art ist, dass jede echte soziale Forderung sehr schnell an die Grenze des in Wirklichkeit disfunktionalen Systems stößt. So ist es, wenn die bestehende Gesellschaft in einer tiefen Krise steckt – irgendwann ist der Punkt erreicht, an dem die Forderung nach einer Scheibe Brot die Grenze überschreitet, überschreiten muss.

Wenn in einer solchen Situation aber keine Forderung nach Brot gestellt wird, sondern, sagen wir, nach ehelicher Gleichstellung für Zoophile, dann hat die herrschende Klasse ihre Ruhe.
Sprich, was unbedingt vonnöten ist, ist eine Bewegung, die die tatsächlich massenhaft vorhandenen sozialen Forderungen aufgreift. Es ist nicht zu übersehen, die Linkspartei ist das nicht.

Ist es in irgendeiner Form schädlich, wenn die zwei führenden Protagonisten nicht von Beendigung des Kapitalismus sprechen? Im Augenblick sicher nicht; weil es weder andere davon abhält, das zu tun, noch etwas an der allgemeinen ökonomischen Lage ändert, die JEDE ernsthafte soziale Forderung an die Grenze des Systems führt.

Man kann sich über die Lage täuschen, wenn man immer nur die subjektive Seite im Blick hat, und meint, an deren ziemlich beschissenem Zustand ändere sich nur etwas, wenn man besonders eifrig mit der Flagge der Revolution wedelt. Da hat man Lenin nicht verstanden, der nicht mit der Losung ‚Wir wollen den Sozialismus jetzt!‘ die Revolution einleitete, sondern mit der Forderung ‚Land, Brot und Frieden‘.

An diesem Punkt fallen übrigens die Erfordernisse für ein Wiedererstarken der Arbeiterbewegung und jene für eine Abwehr der vorhandenen faschistischen Tendenzen in eins. Beides gelingt nur, wenn endlich wieder die Lebensverhältnisse im Land auf die Tagesordnung gesetzt werden.

Und nein, da hilft ein Rufen nach offenen Grenzen nicht weiter. So sehr dieser Standpunkt (auch und gerade in der Art, wie Susan Bonath ihn in diesem Text vertritt) die Bewohner der Peripherie genauso zum Objekt macht wie die Politik der Herrschenden, weil ihnen das Recht – und die Pflicht – zum Kampf um die Befreiung des eigenen Landes abgesprochen werden, so sehr übergeht er die entscheidende Tatsache: der beste Beitrag, den wir Deutschen für eine Verbesserung des Lebens der Menschen in allen Ländern Afrikas und anderer Kontinente leisten können, besteht nicht darin, ganz lieb zu Flüchtlingen zu sein. Er besteht darin, dem deutschen Imperialismus die Flügel zu brechen, die Fänge abzureißen und die Federn zu ziehen. So, wie einmal die DDR keinem anderen Land Schaden, aber einigen Nutzen gebracht hat, sollte es das ganze Deutschland halten.

Die Frage, wie deutsche Arbeiter mit den Flüchtlingen umgehen oder umgehen sollten, mag zwar zu moralischen Ausbrüchen verleiten. Relevant ist sie nicht.
Relevant ist, ob die Macht der deutschen Konzerne angetastet wird.
Wer das nicht glauben will, dem empfehle ich ein Stück von Brecht. Es heißt: Die Maßnahme.

21. August 2018

Korruption im Pentagon – Verdacht fällt auf Hillary Clinton

Das Pentagon ist die mit Abstand finanziell am besten ausgestattete Behörde der Welt. Laut einem Whistleblower betrachten manche Beamte das US-Verteidigungsministerium als eine Art Selbstbedienungsladen, um Freunden und Verbündeten lukrative Aufträge zuzuschanzen.
Auch die bei den Präsidentschaftswahlen 2016 gescheiterte Hillary Clinton steht im Verdacht, Aufträge an Freunde der Familie vergeben zu haben.


https://deutsch.rt.com/nordamerika/74799-korruption-im-pentagon-hillary-clinton/

21. August 2018

Wiederaufbau in Syrien (II) – german-foreign-policy.com

 

(Eigener Bericht) – Deutschland soll einer exklusiven Gruppe aus vier Staaten zur „Stabilisierung“ Syriens angehören. Dies bestätigen russische Regierungskreise nach dem Treffen zwischen Kanzlerin Angela Merkel und Russlands Präsident Wladimir Putin vom vergangenen Wochenende. Demnach wollen Russland, Deutschland, Frankreich und die Türkei im Rahmen eines Abgleichs ihrer Interessen eine Grundlage für den Wiederaufbau Syriens schaffen. Nicht beteiligt sind die Vereinigten Staaten – zum ersten Mal seit 1945 bei einem strategisch bedeutenden Umbruch im Nahen und Mittleren Osten. Washington solle die gut 2.000 Soldaten, die es – ohne jegliche völkerrechtliche Grundlage – in den kurdisch kontrollierten Gebieten in Syriens Nordosten stationiert habe, nutzen, um Einfluss geltend zu machen, rät ein früherer britischer Außenminister. Völlig unabhängig davon wird damit gerechnet, dass China beim Wiederaufbau des Landes eine zentrale Rolle spielt. Berlin droht, Mittel für den Wiederaufbau zu verweigern, sollten seine politischen Interessen nicht berücksichtigt werden.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7693/

21. August 2018

Trump deutet Ende der Russland-Sanktionen an

https://de.sputniknews.com/politik/20180820322027545-trump-russland-sanktionen-aufhebung/20.08.2018

US-Präsident Donald Trump hat sich bereit erklärt, Russland-Sanktionen aufzuheben, doch dafür müsste Moskau mit Amerika in puncto Syrien und Ukraine zusammenarbeiten.
Russland müsste bei diesen Themen Schritte in Richtung Zusammenarbeit tun, sagte Trump in einem Reuters-Interview.
Die Vereinigten Staaten hatten seit Beginn der Ukraine-Krise zahlreiche politische und wirtschaftliche Sanktionen gegen Russland verhängt. Laut US-Recht darf Präsident Trump ohne Zustimmung des Kongresses nur einen Teil dieser Strafmaßnahmen aufheben.

21. August 2018

NOTICIAS DE AMERICA LATINA Y EL MUNDO, 20 de agosto 2018

Nancy Larenas
Coordinador Alemania PCChile
Chile- Freundschaftsgesellschaft Salvador Allende e. V
Chile- Amistad Salvador Allende

https://bit.ly/2L8bTzz

21. August 2018

Berlin: Autoren gegen den Krieg

Terminänderung: Veranstaltung Herbst 2018
wird in Kürze bekanntgegeben

autoren2-vert

Veranstalter Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller in ver.di
und Autoren der Gesellschaft für Neue Literatur Berlin

 

 

20. August 2018

Not just Russians: China, North Korea & Iran may target US elections, Bolton says

20. August 2018

Deutschland sollte syrischen Flüchtlinge, die von hier in ihre Heimat zurückkehren wollen, eine Rückkehrbeihilfe von mindestens 30.000 Euro zahlen.

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Zur Zeit kehren viele syrische Flüchtlinge in ihr Heimatland zurück. Aus dem Libanon werden mehrere hunderttausend Rückkehrer erwartet.

In Deutschland halten sich mehrere hunderttausend syrische Staatsangehörige auf, die zur Zeit keinerlei Möglichkeiten haben legal in ihr Land zurückzukehren. Teilweise reisen Syrer nach Griechenland und überqueren dort illegal den Fluss Ebros in die Türkei um dann nach Syrien weiterzureisen. Es sind bereits zahlreiche Menschen bei der Überquerung des gefährlichen Grenzflusses ums Leben gekommen.

Vor dem Hintergrund der hohen Kosten für die zum Teil sehr schlechte Unterbringung der Menschen hier wäre es angebracht, den Menschen eine legale Rückkehr zu erleichtern und ihnen hierfür auch finanzielle Anreize zu geben. Die Kosten für die Unterbringung von Flüchtlingen in Deutschland wird auf mindestens 20 Milliarden Euro pro Jahr geschätzt. Pro Kopf wird von mindestens 1000 Euro Kosten im Monat ausgegangen.

30.000 Euro haben in Syrien eine wesentlich höhere Kaufkraft als in Deutschland und könnten von den Heimkehrern sinnvoll und effizient für den Wiederaufbau und für Existenzgründungen eingesetzt werden. Sinnvoll wäre es vielleicht auch ein Drittel der Summe, also 10.000 Euro an das staatliche Wiederaufbauprogramm weiterzuleiten. Die Sicherheit der Rückkehrer könnte von unabhängigen Organisation gewährleistet werden.

Laut Schätzungen könnte der Wiederaufbau des zerstörten Landes zwischen 300 und 500 Milliarden US-Dollar kosten. Deutschland müsste überdies mit sofortiger Wirkung die Sanktionen gegen Syrien aufheben und umgehend die Unterstützung von Strukturen der syrischen Opposition einstellen.

Deutschland hat diesen Konflikt und damit die ungeheure Zerstörung in Syrien befeuert. Insbesonders die deutschen Medien haben bei der Dämonisierung des Regierung Syriens eine große Rolle gespielt. Deutschland trägt deshalb eine sehr große Verantwortung jetzt die richtigen Schritte einzuleiten, um Syrien einen Neuanfang zu ermöglichen.

20. August 2018

Pro #Aufstehen – Dann bleibt eben sitzen! Die neue Sammlungsbewegung ist politisch vielversprechend (RT Deutsch)

Die neue Sammlungsbewegung um Sahra Wagenknecht erfährt großen Zuspruch – aber auch viel medialen Gegenwind aus dem neoliberal-pseudolinken Lager. Sie sei von oben installiert und spalterisch, heißt es. Diese Kritik hält einer Überprüfung nicht stand.

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https://deutsch.rt.com/meinung/74658-pro-aufstehen-dann-bleibt-eben-sitzen-die-neue-sammlungsbewegung-ist-politisch-vielversprechend/

19. August 2018

Pipelines im Visier (german-foreign-policy.com)

Nach den jüngsten deutsch-russischen Absprachen zur Erdgaspipeline Nord Stream 2 drohen US-Regierungskreise mit Sanktionen gegen die beteiligten Energiekonzerne aus der EU. Strafmaßnahmen seien fest geplant und befänden sich aktuell in den letzten Abstimmungen zwischen dem Weißen Haus und den involvierten Ministerien, wurde am Wochenende kurz vor dem Treffen zwischen Bundeskanzlerin Angela Merkel und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin ein Mitarbeiter der Trump-Administration zitiert. Aus den beteiligten Energiekonzernen wiederum verlautet, man werde sich auch durch US-Sanktionen nicht vom Pipelinebau abbringen lassen. Er gilt als zentrales Element der Berliner Energiestrategie. Darüber hinaus wäre die deutsche Wirtschaft, müsste sie nach ihrer Iran-Expansion auch Nord Stream 2 aufgeben, immer stärker auf den transatlantischen Markt zurückgeworfen – zu Lasten einer eigenständigen deutschen Weltpolitik. Berlin stellt Washington Kompensationen in Aussicht – und nimmt zudem den Bau einer neuen Kaukasuspipeline für turkmenisches Erdgas ins Visier.

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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7692/

19. August 2018

#Aufstehen gegen einen solchen Wahnsinn deutscher Außenpolitik – Warum unterstützt die deutsche Regierung die Weißhelme?

NICHT IN UNSEREM NAMEN // Wir sollten #Aufstehen gegen einen solchen Wahnsinn deutscher Aussenpolitik – Warum unterstützt die die deutsche Regierung die Weißhelme? Eine überwältigende Indizienkette zeigt, dass sie mit dem bewaffneten Widerstand in Syrien zusammengearbeitet haben. Und dennoch äussert hier: HeikoMaas zum Treffen mit dem Direktor der syrischen #Weißhelme Raed Al Saleh: „Die Weißhelme sind ein starkes Symbol der Menschlichkeit und Hoffnung.“

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19. August 2018

#Aufstehen – Die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung fragte Sahra Wagenknecht: Verabschieden sich vom traditionellen Internationalismus der Linken?

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Sahra Wagenknecht antwortete so:

Im Gegenteil. Internationalismus heißt, sich für eine gerechtere Weltwirtschaftsordnung einzusetzen. Diejenigen, die Rohstoffe armer Länder ausplündern, Waffen in Kriegsgebiete liefern und unfaire Handelsabkommen diktieren, handeln nationalistisch. Das lehnen wir ab. Internationalismus heißt nicht: Abwerbung der Mittelschicht aus armen Ländern, um hier Lohndumping zu betreiben. In einer grenzenlosen Welt regieren die Multis. Sozialer Ausgleich und Demokratie funktionieren aktuell nur innerhalb einzelner Staaten, auf globaler Ebene gibt es gar keine Hebel dafür. Natürlich müssen die Staaten ihre Bürger vor Dumpingkonkurrenz schützen.

Interview mit Sahra Wagenknecht, erschienen in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung am 12.08.2018
https://bit.ly/2ONSkyz