Archive for September, 2018

4. September 2018

Der Kampf um die neue Weltordnung  Russische Einmischung in die US-Politik ist durchaus erwünscht. – von Diana Johnstone (Rubikon)

4. September 2018,

Der Einfluss Russlands auf die US-Politik erscheint als eines der vorherrschenden Themen in den westlichen Medien. Gerne wird dabei Präsident Putin mit seiner Troll-Armee als Schurke beklagt. Wie Diana Johnstone in ihrer ausführlichen Analyse aufzeigt, ist die wahre Sachlage jedoch wesentlich komplexer. Nicht länger stehen in diesem fortwährenden „Kalten Krieg“ Kommunisten gegen Kapitalisten, sondern die nach einer unipolaren, „demokratischen“ Welt strebenden USA und ihre Verbündeten gegen ein Russland, das sich für eine multipolare Weltordnung einsetzt und allen Staaten ihre jeweilige Souveränität zugesteht. Wie an den Karrieren des russischen Oligarchen Michail Chodorkowski und des amerikanischen Anwalts Jonathan M. Winer, Beamter des US-Außenministeriums sowie Berater der Lobbyfirma APCO, sichtbar wird, ist russischer – und anderer ausländischer – Einfluss in den USA durchaus willkommen, solange er deren Streben nach Unipolarität vorantreibt.
Hier weiterlesenhttps://www.rubikon.news/artikel/der-kampf-um-die-neue-weltordnung

4. September 2018

Werte-Westen kann Frieden in Syrien nicht hinnehmen

Werte-Westen als skrupelloser Geiselgangster in Syrien
von Rainer Rupp, 4.09.2018
Ein Gangster, der ohne zu zögern so lange Menschen umbringt, bis er bekommt, was er will. Das ist die aktuelle US-Politik in Syrien. Mit einem Unterschied: Die Zahl der Mordopfer eines Gangsters ist verschwindend gering im Vergleich zu denen der US-Regierungskriminellen.

Zur US-Syrienpolitik zitierte die Washington Post letzten Donnerstag einen namentlich nicht genannten Regierungsbeamten mit den Worten: „Im Augenblick ist es unsere Aufgabe, dabei zu helfen, [für Russland und das syrische Regime] so lange Morast und Chaos zu schaffen, bis wir bekommen, was wir wollen.“

Was der namenlose US-Regierungsbeamte verharmlosend „Morast und Chaos“ nennt, bedeutet endloser Krieg, es bedeutet Tod für weitere Tausende von Syrern durch US-Bomben oder US-gelieferte Waffen an die Terroristen.
Hier weiterlesenhttps://deutsch.rt.com/meinung/75504-werte-westen-als-geiselgangster-in-syrien/

Frankreichs subtile Drohung: „Assad hat den Krieg in Syrien gewonnen, aber nicht den Frieden“
4.09.2018
Laut Frankreichs Außenminister hat Syriens Präsident Baschar al-Assad den Krieg in seinem Land gewonnen. Doch Assad habe nicht den Frieden gewonnen, schob Jean-Yves Le Drian hinterher. Der Diplomat warnte zudem vor einer Militäroperation in der Provinz Idlib.

Über Jahre versuchten westliche Staaten mitsamt ihrer regionalen Verbündeten, die syrische Regierung unter Präsident Baschar al-Assad durch die Unterstützungislamistischer Aufständischer zu stürzen. Doch spätestens mit Russlands militärischem Eingreifen haben sich diese Umsturzpläne als kaum noch realistisch erweisen. Die neue Marschrichtung ließe sich daher in etwa so zusammenfassen: Ist Assad der Sieg im Krieg nur noch schwer zu nehmen, so darf er auf keinen Fall den Frieden gewinnen.
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/der-nahe-osten/75497-frankreichs-aussenminister-assad-hat-krieg-gewonnen/

4. September 2018

Pressekonferenz / Liste der Gründungsmitglieder der #Aufstehen Sammlungsbewegung

Achim Hagemann, Musik-Kabarettist
Albrecht Müller, Publizist
Ana Maria Alvarez, Gründerin und Geschäftsführerin Migration Hub Network gGmbH
Andreas Nölke, Politikwissenschaftler
Andreas Wehr, Marx-Engels-Stiftung Berlin
Annette Humpe, Musikproduzentin
Antje Vollmer, Politikerin/Autorin
Bernd Stegemann, Dramaturg/Autor
Berndt Renne, Generalintendant a.D.
Christoph Hein, Schriftsteller
Christoph Zöpel, Staatsminister Auswärtiges Amt und Minister für Stadtentwicklung, Wohnen und Verkehr NRW a.D. (SPD)
Daniela Dahn, Schriftstellerin
Detlev Hensche, Jurist. ehemals Vorsitzender IG Medien
Detlev Schönauer, Kabarettist/Autor
Detlev von Larcher, MdB a.D. (SPD)
Dr. Frank Havemann, Informationswissenschaftler
Dr. Marianna Schauzu, Marx-Engels-Stiftung Berlin
Dr. Torsten Teichert, Unternehmer
Eugen Drewermann, Theologe
Eugen Ruge, Schriftsteller
Fabio De Masi, stellv. Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Felix Meyer, Chansonier
Felix Philipp, Juso und Studierender
Florian Kirner (Prinz Chaos), Journalist, Liedermacher, Kabarettist
Gerlinde Schermer, Dipl. Betriebswirtin
Gina Pietsch, Sängerin
Harri Grünberg, Die Linke
Heiner Flassbeck, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen a.D. (SPD), Herausgeber Makroskop
Holger Vermeer, IG BAU Regionalleiter Rheinland
Ingo Schulze, Schriftsteller
Joachim Witt, Musiker
Jochen Bauer, GEW-Personalrat
Jonas Höpken, katholischer Theologe
Jöran Klatt, Politik-/Kommunikationswissenschaftler
Julia Neigel, Sängerin
Karl Nolle, SPD Landtagsabgeordneter in Sachsen
Konstanze Schumann
Geschäftsführerin Arbeitsloseninitiative Sachsen e.V.
Lisa Fitz, Kabarettistin
Luc Jochimsen, Journalistin
Ludger Volmer, ehemaliger Vorsitzender Bündnis 90/Die Grünen
Lühr Henken, Bundesausschuss Friedensratschlag
Marco Bülow, MdB (SPD)
Maurike Maaßen, Verkäuferin
Michael Brie, Institut für Gesellschaftsanalyse der Rosa-Luxemburg-Stiftung
Mohssen Massarrat, Prof. Dr. i. R. Universität Osnabrück, wiss. Beirat von attac und IPPNW Vorstand.
Muhsin Omurca, Schauspieler
Nina Hagen, Künstlerin
Norbert Arndt, Gewerkschaftssekretär Herne
Oliver Ruhnert, Geschäftsführer Profifußball beim 1. FC Union Berlin
Oskar Lafontaine
Otto Jäckel, Rechtsantwalt
Prof. Dr. Cornelius Weiss, Mitglied des Sächsischen Landtages (bis 2009)
Prof. Dr. Dieter Klein, Ökonom und Politikwissenschaftler
Prof. Dr. Dirk Jörke, Politikwissenschaftler
Prof. Dr. Franz Segbers, Sozialethiker
Prof. Dr. Lorenz J. Jarass, M.S. (Stanford Univ.)
Prof. Dr. Martin Höpner, Politikwissenschaftler
Prof. Dr. Peter Brandt, Politiker/Publizist
Prof. Dr. Tanja Paulitz, Soziologin
Prof. Dr. Ulrich Brinkmann, Wirtschaftswissenschaftler
Professor Dr. Dr. Helge Peukert, Uni Siegen
Rainer Einenkel, ehem. Betriebsratsvorsitzender Opel Bochum
Ralf Köpke, NRW-Gewerkschafter
Ralf Krämer, Gewerkschaftssekretär
Reiner Kröhnert, Kabarettist/Parodist
Robert Beyer, Schauspieler
Rudolf Dreßler, Mitglied im SPD-Präsidium von 1991 bis 2000
Sahra Wagenknecht
Sebastian Schwarz, Schauspieler
Sevim Dagdelen, MdB (DIE LINKE)
Simone Lange, Kriminalhauptkommissarin a.D.
Sonja Karas, Kommunikationsberaterin und Leadership Trainer
Steve Hudson, Momentum
Susi Neumann, IG Bau
Thomas Wagner, Soziologe
Ufuk Cakir, Generalsekretär Alevitische Gemeinde
Ulrike von Wiesenau, Pianistin und Organistin (UdK)
Willi Hoffmeister, Ostermarschkomitee Rhein-Ruhr
Willy Praml, Theater Willy Praml
Wolfgang Engler, Ehemaliger Direktor „Ernst Busch“ Hochschule
Wolfgang Räschke, 1. Bevollmächtigter IG Metall Salzgitter-Peine
Wolfgang Streeck, Prof. emer.
Wolfgang Zarnack, Schauspieler

 

4. September 2018

Do 27.Sept. Berlin: Das Vermächtnis von Agent Orange – Lighter than Orange – The Legacy of Dioxin in Vietnam – Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten

vietnamagentorange

Do 27.September, 19 Uhr
Lighter than Orange – The Legacy of Dioxin in Vietnam
Filmabend und Gespräch mit Matthias Leupold
Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten in Berlin
Turmstraße 7, 10551 Berlin
http://www.kunstverein-tiergarten.de/?cat=ausstellung&id=157

4. September 2018

#Aufstehen #StandUp

 

https://www.aufstehen.de

3. September 2018

Erklärung von Sozialdemokrat*innen zu #aufstehen (marco-buelow.de)

Es ist nicht mehr fünf vor zwölf. Es ist zwölf Uhr. Die Politik des “Weiter so” führt zu einer Spirale aus Ungleichheit, Aufrüstungen, ökologischem Kollaps und dem Aufstieg rechter Kräfte in ganz Europa. Die politische Linke, die all dies hätte verhindern sollen, ist zersplittert und gespalten. Was immer die Unterschiede zwischen uns im linken Spektrum sind, wir müssen uns jetzt darüber hinwegsetzen, um uns für eine gerechtere, nachhaltigere Gesellschaft zu engagieren, bevor es komplett zu spät ist.

Wir müssen unsere Kräfte bündeln, wir müssen auf- und zusammenstehen, uns gemeinsam für eine progressive Politik einsetzen. Daher unterstützen wir die Grundidee der Sammlungsbewegung #aufstehen. Wir sind überzeugt, dass es eine linke Bewegung braucht, die soziale Gerechtigkeit universell und global begründet und endlich wieder die Themen auf die Agenda setzt, die in einem Klima von Hass und Hetze in den vergangenen Jahren sträflich vernachlässigt wurden: Sozialpolitik, Bildung, Pflege, Klimaschutz oder bezahlbares Wohnen. Zu dieser Linken gehört in unseren Augen auch eine Migrationspolitik, bei der Ursachenbekämpfung vor Ort, faire Handelsbeziehungen, sichere Aufnahme und Integration zusammengehören.

Wir wollen eine offene, tolerante Gesellschaft, die sich immer weiter vernetzt und in der die Menschen wieder zusammenfinden, statt sich zunehmend auseinanderzudividieren. Wir sind überzeugte Europäer*innen, die regional und global denken. Wir setzen uns ein und engagieren uns für internationale Solidarität. Solidarität ist für uns unteilbar, sie gilt weltweit, deutschlandweit und regional vor Ort.

Wir sind Sozialdemokrat*innen mit Herz und Seele und der sozialen Idee verpflichtet. Die SPD hat dieses Land geprägt und es immer wieder solidarischer gemacht. Es gab Irrwege, aber sie hat gestritten und sich für Frieden und Freiheit engagiert. Sie hat viele Menschen begeistert und motiviert mitzumachen.

Wir beobachten jedoch schon länger, dass die Entwicklung der SPD in eine falsche Richtung geht. Die Erneuerung der Strukturen, des Personals und der Inhalte unserer Partei droht wieder einmal zu einem leeren Versprechen zu werden. Die Partei hat vor allem ihre Vielfalt an der Spitze verloren, die auch nötig war, um die Menschen in der Breite anzusprechen. Kritische Stimmen werden ausgegrenzt. Es werden immer wieder Koalitionen und Bündnisse mit rechtskonservativen Kräften und Populist*innen eingegangen, aber Gespräche mit linken Kräften gemieden. Rot-Rot-Grün war im Bund mehrfach möglich, wurde jedoch immer wieder ausgeschlossen. Es reicht uns nicht für kleine Reparaturen am Kapitalismus zu stehen, den unsere Partei in den letzten Jahren mit neoliberaler Politik selbst mitgestaltet hat. Es reicht uns nicht nur das kleinere Übel zu sein und zuzuschauen, wie wir bei immer mehr Menschen Vertrauen verlieren.

Wir wollen gerade deshalb Veränderung und glauben, es bedarf des Drucks von innen und außen. Die SPD hat zwischen 1998 und 2017 jeweils mehr als 50% ihrer Wähler*innen und Mitglieder verloren. Ein Umdenken und Kurswechsel ist dennoch ausgeblieben. Es geht gerade um viel mehr, als um einen brüchigen Machterhalt oder den Erfolg bei einer Wahl.

Wir wollen mithelfen den nötigen Druck zu erzeugen, damit sich endlich etwas bewegt. Gemeinsam wollen wir dafür sorgen, dass wir wieder die Sprachhoheit erlangen. Wir wollen die Themen im öffentlichen Diskurs und in der Politik voranbringen, die wirklich wichtig sind.

Wir müssen gemeinsam stark und eine echte Bewegung werden. Es geht dabei nicht nur darum, sich dem gesellschaftlichen Rechtsruck entschieden entgegen zu stellen, sondern auch den neoliberalen Kapitalismus, der immer mehr Ungleichheit erzeugen wird und immer weniger Menschen einen Vorteil verschafft, in die Schranken zu weisen. Denn obwohl die Vertreter*innen des Neoliberalismus gegen den Aufstieg der Rechten wettern, übersehen sie zu gerne, dass eben die massive Ungleichheit, die ihre Politik verursacht hat, auch ein Treiber für deren Zulauf ist.

Wir brauchen deswegen die Öffnung der Parteien nach außen. Wir sollten die herkömmlichen Strukturen aufbrechen, kooperieren und gemeinsam neu denken, neue Ideen entwickeln und damit neue Möglichkeiten schaffen.

Wir begrüßen den Vorstoß durch die linke Sammlungsbewegung #aufstehen und plädieren dafür, dass sich ihr so viele Vertreter*innen der politischen Linken wie möglich anschließen. Eine pauschale Ablehnungshaltung gegenüber #aufstehen, ohne Alternativen anzubieten, und ein Festhalten am „Weiter so“ halten wir für ignorant.

Wir engagieren uns und setzen uns ein für…
…transparente Strukturen
…Mitbestimmungsmöglichkeiten
…Akzeptanz von konstruktiver Kritik: An Reibung kann man wachsen, Selbstgefälligkeit bedeutet Stillstand
…Vielfalt: es sollen unterschiedlichen Gruppen und Initiativen die Hände gereicht werden und viele Kooperationen entstehen
…eine Politik, die den Schwächsten und Benachteiligten dient und sie nicht gegeneinander ausspielt
…europäische Lösungsansätze und die Vernetzung mit anderen internationalen Bewegungen

Wir sehen, dass #aufstehen Grundsätze vertritt, die große gesellschaftliche Unterstützung genießen, aber momentan durch Koalitionen im heutigen Parteiengeflecht nicht durchsetzbar sind – allem voran die Abkehr von der Agenda 2010 und von Kriegseinsätzen der Bundeswehr. Was die Entwicklung eines Programms angeht, soll #aufstehen kein Top-Down-Projekt sein. Im Gegenteil, es sollen alle Mitstreiter*innen ihre Positionen in Vor-Ort-Treffen und online einbringen.

Wir sind der Meinung, dass schon viel erreicht ist, wenn die Sammlungsbewegung dazu führt, dass es mehr Bewegung und ein Umdenken in den Parteien gibt und dass außerhalb der Parteien oder der Sammlungsbewegung mehr Menschen aktiv werden anstatt den Status Quo weiterhin so hinzunehmen. Denn es muss mehr Druck aufgebaut werden: gegen rechts, gegen die absolute Alternativlosigkeit der Merkel-Politik, gegen den vorherrschenden Neoliberalismus, der dazu geführt hat, dass wir schon lange nicht mehr von einer sozialen Marktwirtschaft sprechen können.

Deshalb aufstehen! Werdet aktiv, beteiligt euch nicht nur vor Ort in der Hoffnung, die SPD erneuere sich von oben. Schließt euch zusammen, unterstützt Initiativen wie DL21, NoGroKo und die Progressive Soziale Plattform. Macht euch auch in der Sammlungsbewegung stark, prägt sie, damit sie vielfältig wird, damit verschiedene Aspekte dort berücksichtigt werden. Überwindet das Klein-klein und das strukturkonservative Denken. Jetzt gibt es das Momentum. Das Bedürfnis der Menschen nach einer starken vereinten Linken ist groß, das Vertrauen in die etablierten Mitte-links-Parteien schrumpft dagegen immer weiter. Dass sich allein durch die Ankündigung einer neuen Bewegung in nur wenigen Tagen mehr als 50.000 Unterstützer*innen auf der #aufstehen-Website eingetragen haben und bald die 100.000-Grenze geknackt wird, bestätigt, dass die Sehnsucht der Menschen nach Veränderung, nach einer neuen politischen Kraft sehr groß ist. Nur zusammen können wir etwas bewegen. Und nur wer dabei ist, kann eigene Aspekte einbringen und die Sammlungsbewegung mitgestalten.

Erstunterzeichner*innen:
Simone Lange (Progressive Soziale Plattform)
Susi Neumann (Progressive Soziale Plattform)
Sebastian Ackermann (Vorsitzender Jusos Duisburg)
Prof. Dr. Peter Brandt (Historiker, Publizist)
Marco Bülow (MdB, Initiator Progressive Soziale Plattform)
Steve Hudson (Momentum, NoGroKo e.V., Progressive Soziale Plattform)
Lino Leudesdorff (SPD Ortsvereinsvorsitzender und Juso)
Daniel Reitzig (NoGroKo e.V.)

https://www.marco-buelow.de/erklaerung-von-sozialdemokratinnen-zu-aufstehen/

3. September 2018

Kommunistisches Magazin in Italien: Bewegung „Aufstehen“ wird offiziell am 4. September gestartet und verschiedene soziale Plattformen – wie Facebook, Instagram,Twitter, YouTube – sollen zur Verbreitung der Initiative eingesetzt werden

Samstag 4. August – Magazin der Kommunisten Italiens

schlechte online Übersetzung:

Bewegung „Aufstehen“ wird offiziell am 4. September gestartet und verschiedene soziale Plattformen – wie Facebook, Instagram,Twitter, YouTube – sollen zur Verbreitung der Initiative eingesetzt werden

http://contropiano.org/documenti

Interessanterweise sind die Seite mehr als ein Dutzend Video-Interviews mit verschiedenen Menschen aus verschiedenen Berufen an öffentlichen Orten Schießen – vom Gärtner bis zum DJ, vom Lehrer zum Rentner – in einem Stil, der „das Zentrum“ zu nennen, sucht einzelnes individuelles Leben der Menschen Ausdruck seiner tief empfunden: eine politische Kommunikationsstrategie auf diese Weise dazu neigt, die Bewegung zu illustrieren zu identifizieren und zu überwinden, die Art und Weise eine Botschaft von oben oder eine Organisation Filter durch Wort fallen zu lassen geschrieben.

An der Spitze dieser politischen Unternehmens ist der Co-Präsident der Bundestagsfraktion der LINKEN, Sahra Wagenknecht, eine der historischen Kerne der radikalen Linken in den ersten deutschen PDS – Entertainer der so genannten Kommunistischen Plattform in der Mitte der 90er Jahre – und dann in Die Linke. Jetzt hat er sehr klare Positionen auf der Europäischen Union getroffen, Inspiration nahm aus dem „Plan B“ ins Leben gerufen von Mélenchon als Exit-Strategie aus der EU, nach der Kapitulation von Syriza vor der Troika.

Wir müssen bedenken, dass die Debatte über die europäische Einheitswährung in der Linke im Frühjahr 2013 entwickelt hatte, nach einem „No-€“ Interview mit Oskar Lafontaine, im April veröffentlicht am 29. auf „Saarbrücker Zeitung“, die zu nicht gegeben hatte, wenige Kritikpunkte in der Führung der deutschen Organisation.

Wie von Marco Damiani im Kapitel über Deutschland seiner sorgfältigen Studium der radikalen Linken in Europa berichtet, im Jahr 2016 von Donzelli veröffentlicht, unterstützt Lafontaine“die Notwendigkeit zu einem monetären System zu denken zurück, dass die europäischen Länder erlauben würde, die Hebel der sich erholen zu können, Abwertung und wirtschaftliche Aufwertung durch ein von der Union und der Zentralbank kontrolliertes Wechselkursregime „.

Die Linke mit ihren 69 Abgeordneten, die fünfte politische Kraft des Plenarsaals ist, und servierte ein eher negatives Ergebnis bei den Wahlen vom vergangenen September, die den Eintritt in dem Parlament von der rechten Kraft AfD sahen -, dass die Umfragen die Debatte zwischen der CDU und der CSU, der bayerischen Verbündeten historisch Bildung von Merkels Partei, einen möglichen Flop zu den Herbstwahlen in ihrem Land und stark beeinflusst hat, auf die Migrationsfrage, aus Angst – weiter bergauf als all’exploit Wahl.

Laut der Agentur „Reuters“ am 2. August:

„Die Christlich Demokratische Union (CDU) von Bundeskanzlerin Angela Merkel ist auf dem niedrigsten Stand in den Umfragen nach den internen Turbulenzen des letzten Monats über die Frage der Migrationspolitik in Deutschland. Laut einer Meinungsumfrage veröffentlicht Donnerstag, sind die CDU nur 29% der Wahlabsichten, einen Punkt weniger als im Juli, während dieser Rückgang L ‚AfD zugute kommt mit 17% die höchste Stufe erreicht. Angela Merkel, die seit 2005 an der Macht ist, hat den Sturz seiner Regierung im vergangenen Monat nach dem Konflikt zwischen der CDU und der bayerischen CSU Verbündeten vermieden, vertreten durch Innenminister Horst Seehofer. “

Der Aufbau dieser Bewegung wurde Ende Mai durch ein Interview mit dem Französisch Webseite „Mediapart“ von dem gleichen Wagenknecht angekündigt, der als Contropiano hatte prompt übersetzt.

Die wichtigste Inspirationsquelle für diese politische Initiative ist eindeutig Frankreich Insoumise.

Aufstehen will jetzt nicht eine politische Partei sein, aber von einer Seite suchen zu beeinflussen „von links“ der SPD als Sozialpolitik und zum anderen quer Garner Interesse unter den Wählern der Linken Dateien in Bezug auf die all’ultime Wahlen hat der Stimme enthalten oder auf der rechten Seite ausgerichtet ist, eine klare Kritik an der EU und ihre militaristische Politik, eine deutsche Variante von populistischen Varianten bekräftigt, die den kontinentalen Kontext charakterisieren.

Laut einem Bericht in „Mediapart“ in einem kürzlich erschienenen Artikel in der August-4: „Die Allemande Sahra Wagenknecht Lanze un nouveau mouvement, inspiré des Insoumis“ Amélie Ponssot – unter Berufung auf Quellen wie „Der Spiegel“ und „Der Tagesspiegel“. Innerhalb der Bewegung finden würde Persönlichkeiten aus Kultur und Forschung, wie der Direktor Bern Stegemann oder Ökonom Wolfgang Streeck, einer der wichtigsten deutschen Gelehrten „von links“ Währungsunion und der Euro. Ein weiterer Unterstützer des Projektes, das ein deutlich politisches Profil hat, würde die Leitfigur der Ökologie Antje Vollmer, der ehemaligen Vizepräsidenten des Bundestages sein.

Um einen Eindruck von dem intellektuellen Humus zu geben, in dem dieses Projekt Gestalt annimmt, berichten wir einen Auszug aus einem interessanten Interview mit Streeck, das vor einem Jahr auf „Mediapart“ veröffentlicht wurde:

„Der deutsche Imperialismus sollte, besonders nach der Weimarer Republik, ein Gebiet erobern, das groß genug war, um deutsche Waren zu verkaufen. Heute brauchen wir es nicht mehr: Es gibt eine Währungsunion. Es ermöglicht uns, unseren überdimensionierten Industriesektor zu erhalten. Es geht nicht nur darum, Volkswagen Autos in ganz Europa zu verkaufen. Es gibt einen weiteren Effekt: Mit anderen europäischen Ländern wie Frankreich oder Italien sind sie wirtschaftlich schwach, der Euro hat an Wert verloren. Wenn wir mit unserer Währung arbeiten würden, wäre eine Währung, die sich beispielsweise nur für Deutschland, die Niederlande und Österreich lohnen würde, unendlich schwieriger, weil wir nicht billig verkaufen könnten. Deshalb sind die Deutschen dem Euro so verbunden! “

Innerhalb der LINKEN werden Positionen im Rahmen der nächsten Europawahlen inhaltlich und inhaltlich polarisiert.

Mit der Schaffung dieser Bewegung setzt Wagenknecht auf der Platte einen inneren Kampf, der, unter anderem, um Katja Kipping, Ko-Sekretär der Partei Der Linken, die auf die Bewegung des ehemaligen Finanzministers griechische Yanis initiiert kam in der Nähe gegenüber Varoufakis, DiEM25.

In den zwei Monaten, die seit der Ankündigung des bisherigen Animators der Kommunistischen Plattform vergangen sind, hat sich der kontinentale Rahmen in Bezug auf die politische Dynamik geändert, die für das Projekt relevant ist.

Die Ausgabe von der Fraktion der Vereinigten Europäischen Linken der Partie de Gauche – eine der Seelen wichtigsten Insoumise Frankreich – und der Allianz Expansion Lissabon „Maintenant Le Peuple“ in wichtigen Erfahrungen der Linken „Nordic“ in gewisser Weise näher Deutsch politische Kultur als die in der europäischen Peripherie, sind sicherlich wichtige Elemente, die mehr Schwung zu geben Aufstehen, unter Berücksichtigung den Mangel an Erfolg hatte durch DIEM25 und ehemalige Minister griechischen nell’agglutinare um ihn politische Kräfte von einem bestimmten Gewicht, außer dem Anführer von Génération-s, B.Hamon, der immer noch eine sehr relative Anhängerschaft in einem zunehmend polarisierten Frankreich zwischen einem abnehmenden Macron und einem aufstrebenden Mélenchon hat …

„Aufstehen“ kann daher für die Volksklassen ein bedeutsames politisches Anti-Establishment-Vakuum füllen, das bisher entweder von der extremen populistischen Rechten oder von der Rückkehr zu Enthaltung und politischer Unzufriedenheit durch diejenigen, die es waren, ausgefüllt wurde Margen des Wohlergehens der deutschen Lokomotive, und helfen, politische Gefilde sowie ähnliche Formationen im Rest des Kontinents zu ändern.

Als er fast prophetisch schrieb, in ihre Notizen aus dem Gefängnis, Erich Honecker, „es gibt keinen Zweifel, dass der Kampf um die Vorherrschaft viele Gefahren und Unbekannten, nicht nur für Deutschland, sondern auch für die ganze Welt hat. Aber man kann auch die eigene Stärke überschätzen „.

3. September 2018

„Trump wird Damaskus bombardieren – er hat keine andere Wahl“ – Kommentar von Iwan Danilow (Sputniknews)

Laut CNN hat das US-Militärkommando bereits eine Liste von Objekten in Syrien erstellt, die nach der Beschuldigung eines erneuten Chemiewaffeneinsatzes gegen Zivilisten durch die Armee des Präsidenten Baschar al-Assad mit Bomben angegriffen werden sollen.

In diesem Fall wird der wahre Sachverhalt absolut keine Rolle spielen: Bombenangriffe werden unter allen Umständen ausgeführt. Mehr noch: Die Falken in Washington werden die jüngsten Informationen über Einzelheiten der Vorbereitung von Provokationen um die angebliche Giftstoffanwendung einfach ignorieren. Für sie geht es eigentlich  gar nicht um Assad und den Syrien-Konflikt. Syrien wird bombardiert, weil das aus innenpolitischer Sicht nötig ist. Die Bombenangriffe wird es nur in einem Fall nicht geben – und zwar wenn irgendein Thema aufkommt, das die „Syrien-Frage“ für eine längere Zeit von der Tagesordnung verdrängen könnte.

weiterlesen

https://de.sputniknews.com/kommentare/20180903322193665-usa-syrien-angriff/

3. September 2018

USA erstellen Liste mit möglichen Angriffszielen in Syrien – CNN

Experten amerikanischer Nachrichtendienste und des US-Militärs haben eine vorläufige Liste mit syrischen Objekten erstellt, die im Falle eines Angriffsbefehls des Präsidenten Donald Trump getroffen werden könnten. Dies meldet der Fernsehsender CNN unter Berufung auf mehrere US-Beamte. weiter hier:
https://de.sputniknews.com/politik/20180901322170621-syrien-c-waffen-provokation/

2. September 2018

„Rebellen“ Berlin und die EU erhöhen Druck auf Damaskus und Moskau (german-foreign-policy.com)

 

(Eigener Bericht) – Vor der mutmaßlich bevorstehenden Offensive syrischer Truppen gegen Jihadistenmilizen in Idlib, darunter der syrische Al Qaida-Ableger, erhöhen Berlin und die EU den Druck auf Damaskus und Moskau. Man „erwarte“ von der russischen Regierung, „das syrische Regime von einer Eskalation abzuhalten“, erklärt eine Sprecherin der Bundesregierung. Washington droht mit einer nicht näher definierten Intervention, sollte es zu einem Chemiewaffeneinsatz kommen. Syrische Jihadisten haben in der Vergangenheit Chemiewaffen genutzt und wären in der Lage, die angedrohte US-Intervention zu provozieren. Die Provinz Idlib wird seit dem vergangenen Sommer von dem syrischen Al Qaida-Ableger Hayat Tahrir al Sham dominiert, der dort rund 30.000 Kämpfer zur Verfügung hat. Daneben stehen einige kleinere, meist ebenfalls salafistisch-jihadistisch ausgerichtete Milizen für die Schlacht gegen die syrische Armee bereit. Politiker und Medien verharmlosen die Jihadisten, unter ihnen Al Qaida, kurz vor dem 17. Jahrestag der Anschläge vom 11. September als „Rebellen“.

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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7708/

2. September 2018

Vertriebene Kurden aus Afrin, einer Region in Nordsyrien, hoffen auf Rückkehr / Bündnispartner werden vermisst – Von Karin Leukefeld (Neues Deutschland)

Ein Tag so lang wie ein Jahr
Vertriebene Kurden aus Afrin, einer Region in Nordsyrien, hoffen auf Rückkehr / Bündnispartner werden vermisst

Von Karin Leukefeld, Tell Rifaat

Der Traum eines verbundenen kurdische Nordstreifens in Syrien wurde vom türkischen Militär zerschlagen. Die harte Realität heißt für viele Kurden aus Afrin jetzt Vertreibung und Flüchtlingslager.
Es ist noch nicht lange her, dass ich über diese Straße nach Afrin gefahren bin. Damals markierten die weiß-blau angemalten Betonblöcke die Grenze zwischen Aleppo, der Millionenstadt in Nordostsyrien, und dem von syrischen Kurden verwalteten Kanton Afrin.

Afrin war damals der westlichste Teil von »Rojava«, wie die Kurden das Gebiet im Norden Syriens nennen, das sie in eine »Demokratische Föderation Nordsyrien« umwandeln wollen. Wer nach Afrin wollte, wurde von einem überdimensionalen Bild des in der Türkei im Gefängnis sitzenden Vorsitzenden der Arbeiterpartei Kurdistans Abdullah Öcalan begrüßt.

Öcalan, der seit 1999 in der Türkei in Isolationshaft gehalten wird, wusste vermutlich nicht, was in seinem Namen im Norden Syriens geschah. Um von Syrien aus nach Afrin zu gelangen, mussten Reisende damals aus Bussen und Privatfahrzeugen aussteigen und sich ausweisen. Wer nicht aus Afrin war, sollte eine Einladung vorlegen, ein Visum beantragen. Ordnung musste sein.

Doch nun sind die blau-weiß markierten Betonblöcke zur Seite geräumt. Das Bild von Öcalan ist fort, den Grenzposten in den Kanton Afrin gibt es nicht mehr. Ein ausgebranntes Busgerippe liegt am Straßenrand. Arabische Freiwillige aus Syrien waren darin unterwegs und wollten den Kurden zu Hilfe eilen, die Ende Januar 2018 von der türkischen Armee und mit der Türkei verbündeten Milizen überfallen wurden. Eine türkische Bombe setzte der Fahrt ein Ende.

Nach Afrin kommen wir nicht mehr, es ist von der türkischen Armee und ihren Verbündeten der so genannten Freien Syrischen Armee, von turkmenischen Einheiten und der Nusra-Front besetzt. Heute wollen wir nach Tell Rifaat, um Vertriebene aus Afrin zu treffen. Joseph, der mich in Syrien begleitet, und ich müssen zum Gespräch mit einem syrischen Sicherheitsoffizier. Der Weg nach Tell Rifaat sei sicher, sagt er nach einem kurzen Gespräch. »Sie können dort mit jedem sprechen, Fotos machen, Tonaufnahmen. Viel Erfolg.« Kurz darauf fahren wir durch ein großes Tor in Richtung Tell Rifaat. Ein junger Bursche hat sich am Mittelpfosten aufgestellt, als wolle er sicherstellen, gesehen zu werden. Mit großen Augen sieht er unserem Auto hinterher, das mit dem deutlich sichtbaren Schild am Frontfenster als »Presse« gekennzeichnet ist.

Tell Rifaat nahm das Gros der Vertriebenen aus Afrin auf
Tell Rifaat liegt etwa 40 km nördlich von Aleppo, der Hauptstadt der gleichnamigen nordsyrischen Provinz. Seit 2012 war der Ort Kriegszone. Wechselnde Kampfverbände hissten in den folgenden Jahren über dem Ort ihre Fahnen. Was die Kämpfer zunächst einte, doch im Laufe der Zeit immer mehr gegeneinander aufbrachte, waren das Geld und die Waffen, die aus der nahe gelegenen Türkei geliefert wurden. Im Krieg zerstritten sich auch die Staaten, die die Kämpfer unterstützten.

Die USA stellten – gegen den Willen der Türkei – eine neue Truppe auf, die so genannten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), die von den disziplinierten kurdischen Volksverteidigungseinheiten bis heute dominiert werden. Die SDF nahmen im Februar 2016 Tell Rifaat ein, die Islamische Front, Bündnispartnerin der Türkei, zog ab. Doch zwei Jahre später, im März dieses Jahres hatte sich der Wind erneut gedreht.
Vor den vorrückenden türkischen Truppen zogen sich die kurdischen Volksverteidigungskräfte über Tell Rifaat nach Kobane und Qamischli im Nordosten Syriens zurück. Mehr als 250 000 Bewohner aus Afrin und den umliegenden 360 Dörfern flohen und ließen alles zurück.

Tell Rifaat nahm das Gros der Vertriebenen aus Afrin auf, sagt Bashir, der für den Syrischen Arabischen Roten Halbmond (SARC) in Tell Rifaat die Hilfe koordiniert. Weil die Menschen aber nicht blieben, sondern weiterzögen, sei die Zahl schwer zu bestimmen. »Viele Leute aus Afrin sind trotz Warnung nach Afrin und in ihre Dörfer zurückgekehrt«, berichtet er. Andere Familien seien nach Osten, nach Kobane oder Qamischli weitergezogen. Wieder andere versuchten, nach Aleppo zu gelangen, oder sie würden von Angehörigen abgeholt, die sie mit nach Damaskus nähmen. Auch Nubl und Zahra, zwei mehrheitlich von schiitischen Muslimen bewohnte Orte, haben Vertriebene aus Afrin aufgenommen. Das UN-Büro für die Koordination von Nothilfe gab am 15. Juni die Zahl der Vertriebenen im Gebiet von Tell Rifaat, Nubl und Zahra mit 134 000 Personen an.

Um die Moschee von Tell Rifaat herrscht an diesem Morgen reges Treiben. Kinder, Frauen, Männer, Alt und Jung drängen sich vor den geschlossenen Toren, schauen über die Mauern in den Innenhof des kleinen Gebäudes. Dort sind SARC-Freiwillige mit einigen Männern dabei, die Hilfslieferungen von einem Lieferwagen abzuladen. Es gibt Pakete mit Nahrungsmitteln vom Welternährungsprogramm; desweiteren Zuteilungen der UN-Hilfsorganisation für Flüchtlinge (UNHCR). Sie enthalten Küchenutensilien wie Töpfe, Pfannen, Schüsseln, Teller, Tassen und Besteck. Sie stammen aus dem UN-Lager in Gaziantep, einer Stadt im Südosten in der Türkei.

Nur wer einen entsprechenden Zettel erhalten hat, kann eines der Pakete vom UNHCR oder des Welternährungsprogramms mit nach Hause nehmen, erzählt ein SARC-Mitarbeiter, der die Verteilung koordiniert. Die Männer vor der Mauer sind unruhig. Seit Tagen kämen sie zu der Moschee, und nie hätten sie irgendetwas bekommen, beschweren sie sich. Das System, nach dem die Hilfsgüter verteilt werden, ist den Flüchtlingen nicht klar.

Gegenüber der Moschee wird an einem gesonderten Stand von SARC-Freiwilligen Brot an die Vertriebenen aus Afrin verteilt. Viel ist es nicht, doch es reicht zum Leben, erzählt Ramadan Racho aus Bulbul. Er ist etwa 60 Jahre alt. Die Bewohner von Tell Rifaat hätten ihnen Wohnraum zur Verfügung gestellt. Alle hofften, bald wieder in ihre Heimat zurückkehren zu können.

Mit älteren Männern und Frauen sitzt Ramadan Racho mitten auf einer Wiese auf Plastikstühlen. Hier treffen sie sich, hier tauschen sie Neuigkeiten aus. »Jeder Tag ist so lang wie ein Jahr«, sagt einer der Männer, der aus einem Dorf bei Afrin stammt. »Wir haben alles an die Türken verloren.« Ramadan Racho hat 850 Olivenbäume zurücklassen müssen. Er spricht etwas Deutsch, weil er früher einmal in Duisburg gelebt hat. Seine beiden Söhne und die beiden Töchter lebten heute in Deutschland, Frankreich und den Niederlanden, erfahre ich. Allein seine Frau sei noch bei ihm.

Als er das Aufnahmegerät sieht, möchte er eine Botschaft an seine Kinder hinterlassen. »Mein lieber Mohammad«, sagt er in Deutsch. »Ich bin jetzt in Tell Rifaat, es geht mir gut, meiner Frau geht es auch gut.« Dann spricht er seine Tochter an: »Guten Tag, meine liebe Hediye. Es geht mir gut ….«. Die Botschaft des alten Mannes an seine Kinder bricht ab. Er sucht nach Worten, schluchzt und wendet sich ab.

Wir haben nie jemanden angegriffen, wir haben uns immer nur verteidigt
Einen Tag später besuche ich Scheich Maksud, einen Stadtteil von Aleppo. Das Viertel liegt erhöht, an der Zufahrtsstraße gibt es einen Kontrollpunkt. Friedlich wehen hier die Fahnen der »Demokratischen Föderation Nordsyrien« und die syrische Nationalfahne nebeneinander. Wer nach Scheich Maksud hinein will, wird von jungen Polizisten der »Asayish«, der kurdischen Sicherheitskräfte, kontrolliert.

Mein Kommen war angekündigt, ein kurdischer Sicherheitsbeamter fährt in seinem Auto voraus zum Büro von TEV-DEM, der Bewegung für eine demokratische Gesellschaft. TEV-DEM ist die Regierungskoalition der »Demokratischen Föderation Nordsyrien«, ein Bündnis verschiedener kurdischer Parteien. Neben den beiden offiziellen Vertretern – (Frau) Suad Hassan und (Herr) Mohamed Sheikho – warten noch weitere Gesprächsteilnehmerinnen, die sich als Pressevertreter vorstellen.

Das Gespräch dreht sich um die Lage in Afrin, die Situation der Flüchtlinge, die Schwierigkeiten, alle zu versorgen, und natürlich um die politische Gesamtlage, in der die syrischen Kurden sich befinden. »Wir haben nie jemanden angegriffen, wir haben uns immer nur verteidigt«, sagt Suad Hassan, die als Lehrerin arbeitet. Russland habe sie verraten, weil es den Luftraum für die türkischen Kampfjets freigegeben und die eigenen Militärbeobachter aus Afrin abgezogen habe.

Auf die USA könne man sich auch nicht verlassen. Die suche jetzt eine Einigung mit der Türkei über Manbidsch, einen Ort östlich von Aleppo. Die Türkei aber sei von ihrem Vernichtungswillen gegen die Kurden getrieben. Scharf kritisieren die TEV-DEM-Vertreter, dass Kämpfer, die aus anderen Teilen Syriens nach Idlib oder an die syrisch-türkische Grenze abgezogen seien, sich nun in den Häusern der Kurden in Afrin und den umliegenden Dörfern niederlassen würden. »Das war zwischen Russland, der Türkei und dem Regime vereinbart«, sind die Gesprächsteilnehmerinnen überzeugt. »Ein schmutziger Deal«.

Mit »dem Regime« sei man im Gespräch, doch das föderale Modell werde nicht aufgegeben. Es sei die »Hoffnung für ganz Syrien«, beteuern die Gesprächspartner. Auf die Frage, wie sie die restliche Bevölkerung in Syrien davon überzeugen wollten, bleiben sie die Antwort schuldig. Auf die Frage, wer angesichts der schwierigen Lage für die syrischen Kurden zuverlässige Bündnispartner sein könnten, stellen sie fest, dass alle regionalen und internationalen Akteure nur ihre eigenen Interessen verfolgten. »Wenn niemand uns unterstützt und mit uns kooperiert, werden wir auf unsere eigene Kraft vertrauen«, sagt Mohamed Sheikho. »Dann werden wir unseren eigenen Staat gründen.«

Geheime Gespräche
Auch wenn die Regierung in Damaskus das Projekt einer kurdischen Demokratischen Föderation in Nordsyrien ablehnt, ist der Gesprächsfaden mit den syrischen Kurden nie abgerissen.

Von Karin Leukefeld, Damaskus

In den Kriegsjahren in Syrien ist der Gesprächsfaden zwischen den syrischen Kurden und der Regierung in Damaskus nie abgerissen. Während die stärkste der Parteien, die Partei der demokratischen Union, PYD offiziell den Kontakt dementierte, machten syrische Offizielle kein Geheimnis daraus.

Die enge Kooperation zwischen den Kurden und der von den USA angeführten »Anti-IS-Koalition« wird von Damaskus scharf kritisiert, zumal sie zum Bau von mehr als einem Dutzend US-Militärbasen östlich des Euphrat geführt habe, sagte ein syrischer Offizieller im Gespräch mit der Autorin in Aleppo. De facto sei die US-Besatzung mit Hilfe der PYD zustande gekommen. Letztlich wüssten die Kurden aber auch, dass sie »auf niemanden setzen können, als auf Syrien«. Das Projekt einer Demokratischen Föderation in Nordsyrien wird von Damaskus abgelehnt. Dabei wird auf die syrische Verfassung verwiesen, die lokale Selbstverwaltung vorsieht.

Im Oktober 2017 war es zu einem ersten offiziellen Treffen der syrischen und syrisch-kurdischen Seite auf der russischen Militärbasis Hmeimien (Latakia) gekommen, Sitz des russischen »Zentrums für die Versöhnung der verfeindeten Seiten in Syrien«. Im Juli 2018 bestätigte Ilham Ahmed, eine von zwei Vorsitzenden des Syrischen Demokratischen Rates, dass Gespräche zwischen dem Lokalrat von Tabqa und »dem Regime« aufgenommen worden seien. Dabei gehe es um Reparaturmaßnahmen am Tabqa-Staudamm, der von zentraler Bedeutung für die Strom- und Wasserversorgung der Provinz Raqqa ist.

Anfang August 2018 wurde bekannt, dass eine Delegation verschiedener syrisch-kurdischer Organisationen in Damaskus offizielle Gespräche führte. Neben Fragen zur Infrastruktur ging es auch um militärische und politische Themen. Die syrischen Kurden forderten eine Beteiligung an der Kommission, die in Genf unter dem Dach der Vereinten Nationen über eine Verfassungsreform diskutieren soll. Auch über eine militärische Kooperation wurde gesprochen. Eine gemeinsame Kommission soll die Themen kontinuierlich bearbeiten.

Der ehemalige PYD-Vorsitzende Salih Muslim betonte im Juli die Bereitschaft, mit der syrischen Regierung zu verhandeln. Gleichzeitig forderte er eine »internationale Garantie« dafür, dass »die Ergebnisse der Vereinbarung beider Parteien auch umgesetzt werden.«

Die US-Armee hat derweil ihre Waffenlieferungen an die SDF erhöht. Kurdischen Medienberichten zufolge wurden zudem moderne Radarsysteme östlich des Euphrat stationiert, die offenbar eine »Flugverbotszone« absichern sollen. Die US-Präsenz in Syrien – aktuell sind es 2200 Soldaten – ist völkerrechtswidrig, dennoch operieren US-Offizielle und Militärs wie sie wollen. Die Avancen der US-Amerikaner an die syrischen Kurden sollen offenbar die kurdisch-syrischen Verhandlungen stoppen.

2. September 2018

Apparently the question now may well be whether war with Russia will break out first in Idlib, Syria or in Ukraine

Apparently the question now may well be whether war with Russia will break out first in Idlib, Syria or in Ukraine after the Donetsk leader was assassinated, apparently by Kiev (and maybe with help/prompting from the U.S.). Here’s a pertinent comment under a video of the Donbass leader’s funeral:

Rest in peace and sympathy to all people of good will.
When the U.S. and its NATO allies overthrow, abduct, imprison and kill heads of state around the world – in recent years Slobodan Milosevic, Saddam Hussein, Muammar Gaddafi, Laurent Gbagbo, Viktor Yanukovych – it’s simply business as usual for the indispensable nation. But if a foreign national takes out a Facebook ad it’s a threat to the very essence of the U.S. and the grand cosmic order.
Here’s a Vesti News host’s comment as to the likelihood that Minsk Accords also are dead: https://youtu.be/a-QY1WnQdLk 
And finally this comment from Diana Johnstone who now writes for Consortiumnews (and used to write for Counterpunch):
While all the establishment hypocrites were extolling McCain as a hero and saint, one of his victims was assassinated in Donetsk.  McCain with his well-funded National Endowment for Democracy bears major responsibility for the tragedy of Eastern Ukraine.  This attempt to incite more war by murdering a popular leader ready for compromise is an example of the chaos McCain spent his life enthusiastically promoting.
Meanwhile new and improved nuclear missiles are being installed in several NATO countries for use against Russia and other countries: https://youtu.be/USEsXbg4ES4  But on the deck of the Titanic (Earth), the band plays on.
2. September 2018

Allein gegen Hitler: Die Sowjetdiplomatie in den 1930er Jahren

In den 1930er Jahren versuchte die UdSSR unter ihrem Außenminister Maxim Litwinow, ein Bündnis gegen die drohende Kriegsgefahr aus Deutschland aufzubauen, mit zahlreichen Angeboten. Die westliche Diplomatie hielt sich jedoch bedeckt und ignorierte sie.

von Hasan Posdnjakow, 2.09.2018

Am 1. September 1939 begann der Zweite Weltkrieg mit dem Überfall der deutschen Wehrmacht auf Polen. Sechs Jahre sollte dieser blutigste Konflikt der Geschichte dauern. Fast 70 Millionen Menschen starben zwischen 1939 und 1945. Im Nachhinein betrachtet, lassen sich Adolf Hitlers Kriegsambitionen sehr leicht erkennen: Zunächst ließ er das entmilitarisierte Rheinland besetzen. Es folgte der sogenannte Anschluss Österreichs. Danach zerstückelte Hitler die Tschechoslowakei. Parallel ließ er die Wiederbewaffnung und Ausbau des deutschen Militärs in atemberaubendem Tempo beschleunigen.

Die westlichen Großmächte protestierten nur hilflos oder kamen, wie etwa im Falle der Tschechoslowakei, Hitlers Wünschen sogar vorauseilend entgegen. Der damalige Ministerpräsident Großbritanniens, Neville Chamberlain, ließ sich 1938 bei Verhandlungen in München über die Zukunft der Tschechoslowakei von den Nazis über den Tisch ziehen und proklamierte felsenfest seine Selbstbeschwichtigung, Hitler sei doch eigentlich ein ganz anständiger, ehrlicher Mann, der sich auch nur Frieden wünsche. Gab es unter den verblendeten und feigen Regierungsverantwortlichen in Europa keine einzige Stimme der Vernunft und des Anstandes?

Lediglich die sowjetische Diplomatie verfolgte in den 1930er Jahren hartnäckig das Ziel, durch den Aufbau eines umfassenden kollektiven Sicherheitssystems den Expansionsgelüsten Nazi-Deutschlands Einhalt zu gebieten. Doch die Appelle aus Moskau trafen im Westen immer wieder nur auf taube Ohren.
Hier weiterlesenhttps://deutsch.rt.com/gesellschaft/75346-alleine-gegen-hitler-sowjetdiplomatie-in/

2. September 2018

#Aufstehen für Frieden! Abrüsten statt Aufrüsten! #Antikrieg 1.9.2018 #Berlin

 

 

 

„Abrüsten statt Aufrüsten“ – das ist eine der zentralen Forderung der bundesdeutschen Friedensbewegung am 1. September, dem Antikriegstag und Weltfriedenstag. Eine andere ist: „Frieden mit Russland!“ Die hat vor allem die Kundgebung in der Mitte der deutschen Hauptstadt, direkt neben der US-Botschaft, bestimmt.

hier den ganzen Bericht lesen:

https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20180901322178937-frieden-bewegung-russland/

2. September 2018

Das neue Völkerrecht. Die Welt wurde in einen latenten Zustand fortdauernden Krieges manövriert. – von Norman Paech (Rubikon)

Die Hoffnung, die sich mit dem Verschwinden des Ost-West-Konflikts durch die Auflösung der Sowjetunion und des Warschauer Paktes für eine friedlichere Welt in der Zukunft verband, hat sich in keiner Weise erfüllt. Im Gegenteil, die Zahl der Kriege in der Welt ist gestiegen und die NATO-Staaten haben immer stärker die Kriege selbst begonnen. Sie haben zerstörte Staaten hinterlassen, die einen ständigen Herd immer neuer Kriege und internationalen Terrors bilden. Der Zustand, in dem die Menschen versuchen, ihre Ruinen aufzuräumen, die Infrastruktur wiederaufzubauen und eine gesellschaftliche Ordnung wiederherzustellen versuchen — ob in Afghanistan, Irak, Libyen, Syrien aber auch in zahlreichen afrikanischen Ländern —, kann nicht als Frieden bezeichnet werden. Es ist ein latenter Zustand fortdauernden Krieges.
Hier weiterlesen: https://www.rubikon.news/artikel/das-neue-volkerrecht