Archive for September 14th, 2016

14. September 2016

Wohlfeile Preise, schwere Artillerie / Darüber, dass der Freihandel ohne Krieg nicht zu haben ist (junge Welt)

Beim folgenden Beitrag handelt es sich um das leicht gekürzte Manuskript eines Vortrags, den Norman Paech am 1. September bei ver.di in Hamburg gehalten hat. (jW)

Wer am Antikriegstag zu einem Vortrag über den Freihandel einlädt, könnte in Verdacht geraten, den freien Handel als den Schlüssel zum Frieden, als die Hauptwaffe gegen den Krieg ins Feld führen zu wollen. Und in der Tat, der freie Handel ist nicht nur seit Adam Smith (1723–1790) die Leitidee der kapitalistischen Weltwirtschaft, sondern der Fixstern unseres vielbeschworenen Wertekanons geworden. Er stützt sich auf eine Botschaft, deren Überzeugungskraft bis heute nicht verblasst ist, obwohl ihr ideologischer Charakter seit langem erkannt ist: Er sei das beste Instrument zur Förderung der Ökonomie und des Wohlstandes der am internationalen Handel beteiligten Staaten, und zwar auch der schwachen. Das ist grundfalsch, denn der Freihandel fördert vor allem die starken Ökonomien. Staaten halten immer dann das Banner des Freihandels hoch, wenn ihre Produktion einen Stand erreicht hat, der die internationale Konkurrenz nicht mehr zu scheuen braucht.

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https://www.jungewelt.de/m/artikel/293512.wohlfeile-preise-schwere-artillerie.html

14. September 2016

6 U.S. military veterans join helipad protest in Okinawa – By Takao Nogami, The Asahi Shimbun

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HIGASHI, Okinawa Prefecture–Former U.S. Marine Matthew Hoh once served his country in Okinawa Prefecture, leading war drills in the forest here.

Today, Hoh and five other U.S. military veterans have joined daily protests against the construction of U.S. Marine helipads in the same woodland.

They are saying it is insane to destroy a vast swath of forest in northern Okinawa to conduct war exercises.

The veterans are members of Veterans for Peace (VFP), a U.S. antiwar group. They joined the protests near Takae, a district of Higashi, from late August. Hoh and two other former U.S. Marines in the group were previously stationed in this southernmost prefecture.

The demonstrators are demanding a halt to the helipad project and are in continual clashes since July with hundreds of riot police that have been mobilized from across Japan.

The veterans said they used to follow what the U.S. government told them without raising questions when they were young. However, they started opposing the military’s activities after the 2003 Iraq War as well as other conflicts that included Afghanistan and Vietnam.

Work to build four helipads has been ongoing near Takae since July after it was previously suspended due to local opposition. Two helipads, which were completed by 2014, are currently being used by U.S. Marines.

The helipad project is based on the bilateral agreement in 1996 to return half of the land of Camp Gonsalves, the 7,800-hectare U.S. Marine Corps jungle warfare training area straddling Higashi and neighboring Kunigami village.

One condition of the agreement was that six helipads–each 75 meters in diameter–would be built in the middle of the forest near Takae to replace those in the area to be returned to Japan.

Hoh, 43, knows the forest well. He led troops in drills twice a month in the training area in the woodland, but he said such exercises could be held in the United States.

Japanese and U.S. leaders, he continued, would realize that they were completely wrong about the helipad project if they set foot in the forest, which he described as beautiful and without equal in the world.

Hoh said he had spotted a variety of animals in the forest while he was training.

He added he and the other vets were determined to draw worldwide attention to what is occurring in Takae and also highlight the Okinawan people’s fight against the U.S. military presence.

Okinawa, which represents 0.6 percent of the nation’s land mass, is home to 74 percent of U.S. bases in Japan.

The veterans were due to leave Okinawa on Sept. 9 for the United States.

The veterans’ delegation was formed after VFP unanimously decided in its annual convention in August to demand a halt to the helipad project.

The group also calls for the retraction of the planned relocation of the functions of U.S. Marine Corps Air Station Futenma in Ginowan to the Henoko district of Nago, both in the prefecture, as well as urging tilt-rotor Osprey be removed from the Futenma airfield. Futenma is the only U.S. base in Japan where the noisy Osprey aircraft are deployed. Osprey aircraft have been involved in a number of accidents overseas, with fatalities.

One of VFP’s most prominent members is Academy Award-winning movie director Oliver Stone. The organization, founded in 1985, has an estimated membership of about 3,500. It assists protests against U.S. military bases around the world and promotes peace.

Riot police have forcibly removed protesters since late July as they continually try to hinder the helipad project with sit-ins and by other means.

http://www.asahi.com/ajw/articles/photo/AS20160909003373.html

14. September 2016

Am 17. September gegen CETA und TTIP

Sieben Demonstrationen – sieben Programme

Die einzigartige Breite unseres Demonstrationsbündnisses spiegelt sich auch in unserem vielfältigen und bunten, politischen und kulturellen Programm auf den Kundgebungen wider: Rednerinnen und Redner aus Deutschland, Europa, USA und Kanada werden ihre Ablehnung gegen undemokratische Freihandelsabkommen bekunden und so deutlich machen: Der Widerstand gegen CETA und TTIP wächst in allen gesellschaftlichen Bereichen – in Deutschland, Europa und weltweit!

Hier die Programme und alle Informationen zu den Demonstrationen im Detail:

Berlin: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/berlin/
Frankfurt: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/frankfurtmain/
Hamburg: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/hamburg/
Köln: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/koeln/
Leipzig: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/leipzig/
München: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/muenchen/
Stuttgart: http://ttip-demo.de/bundesweiter-demo-tag/stuttgart/

Mehrmals täglich aktuelle Informationen zu unserem Widerstand gegen CETA und TTIP gibt es auf unserer Facebookseite:
https://www.facebook.com/ttipdemo

14. September 2016

Deutschlands Kriegsbilanz (II) German Foreign Policy

Beinahe 15 Jahre nach dem Beginn des NATO-Kriegs in Afghanistan und der unter starker deutscher Beteiligung durchgeführten Besatzung herrschen in dem Land katastrophale ökonomische und soziale Verhältnisse sowie eine miserable Sicherheitlage. Dem Krieg sind seit 2001 laut einer umfassenden Analyse mehr als 220.000 Menschen direkt oder indirekt zum Opfer gefallen. Die Sicherheitslage im Land hat sich zuletzt laut Einschätzung des Wehrbeauftragten des Deutschen Bundestags „dramatisch verschärft“. Soldaten müssen inzwischen, wenn sie von einem Standort zum nächsten wechseln wollen, aus Sicherheitsgründen fliegen, weil die Fahrt mit gepanzerten Autos auf der Straße als unvertretbar gefährlich gilt. Die Zahl der afghanischen Flüchtlinge wird von den Vereinten Nationen aktuell auf 1,1 Millionen geschätzt – mit steigender Tendenz. Wichtigster Wirtschaftszweig ist weiterhin der Opiumanbau; 39,1 Prozent der Afghanen leben nach nationalen Standards in Armut, 2,7 Millionen sind unterernährt. Lediglich die Bundeswehr kann positive Tendenzen erkennen und rät zu „Geduld und Ausdauer“. – (Teil 2 einer Serie, in der german-foreign-policy.com – aus Anlass der Ankündigung Berlins, in Zukunft stärker „global“ intervenieren zu wollen, auch militärisch – die Folgen der deutschen Kriege aus den vergangenen zwei Jahrzehnten bilanziert.)

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/59440

14. September 2016

Chance auf Frieden in #Syrien nicht verspielen – Pressemitteilung von Wolfgang Gehrcke

Pressemitteilung von Wolfgang Gehrcke

„Erstmals seit Jahren besteht die Chance, in Syrien zu einer stabilen #Waffenruhe zu kommen. Voraussetzung dafür ist, dass die westlichen Staaten, darunter Deutschland, sich nicht länger mit islamistischen bewaffneten Formationen einlassen, nur weil diese auf den Sturz Assads hinarbeiten“, erklärt Wolfgang Gehrcke, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zu den aktuellen Entwicklungen in Syrien. Gehrcke weiter:

„Ein Fahrplan für eine über die Waffenruhe hinausgehende Friedenskonzeption liegt in Gestalt der Wiener Vereinbarungen vor. Kernpunkte sind der Erhalt Syriens als zentraler, säkularer Staat, konkrete Vereinbarungen über humanitäre Hilfe in allen Teilen des Landes sowie die Vorbereitung freier, international kontrollierter Wahlen. Der Prozess bis zu den Wahlen muss von einer Übergangsregierung gestaltet werden.

Es wäre positiv, wenn die Außenpolitik der Bundesregierung endlich in diese Richtung aufgestellt würde. Die Bundesregierung hat in der Syrienpolitik bisher schwere Fehler begangen. Dazu gehören der Abbruch der diplomatischen Beziehungen, die Beteiligung an der Formierung der sogenannten ‚Freunde Syriens‘, die Genehmigung für islamistische Gruppierungen, in Berlin eine Vertretung zu eröffnen und über die regierungsnahe Stiftung SWP Konferenzen zu organisieren, in deren Zentrum jeweils der mögliche Sturz Assads stand. Statt auf humanitäre Hilfe zu setzen, pokert die Bundesregierung auf Regimewechsel.

Nun besteht die Chance, diese fehlerhafte Politik zu korrigieren. Diese Chance darf nicht verspielt werden. Die türkischen Angriffe auf die kurdischen Gebiete in Nordsyrien müssen sofort eingestellt und die Vertretung der Kurdinnen und Kurden in Syrien, die PYD, muss an den Verhandlungen über einen Friedensschluss und die weitere Entwicklung Syriens beteiligt werden.“

Siehe: https://www.linksfraktion.de/…/chance-auf-frieden-in-syrie…/

14. September 2016

TTIP und Verteilen für 8.X. Demonstration „Die Waffen nieder – Kooperation statt NATO-Konfrontation, Rüstungsabbau statt Sozialabbau“

Viele Menschen, die bereit wären, für diese Losung auf die Straße zu gehen, müssen noch erreicht werden. Eine wichtige Gelegenheit dafür bietet u.a. die TTIP-Demo. Ihr, die Ihr Eure Anwesenheit auf der TTIP-Demo damit verbinden wollt, auch für den 8.X.  zu werben, Euch bitten wir, zu unserem Verteilstützpunkt zu kommen:

Samstag, den 17. September, 12 Uhr 30
U-Bhf. Straußberger Pl., Ausgang Richtung Straußberger Pl. links, Neue
Blumenstr./Krautstr., BVG-Zentrale
Wir treffen uns links auf dem breiten Gehsteig vor dem „Bioladen“ 

Wir haben Material und zwei große Transparente dabei.

Berliner Friedenskoordination (FRIKO)

http://www.frikoberlin.de/

14. September 2016

Monsanto akzeptiert 60-Milliarden-Euro-Angebot von Bayer (sputniknews)

Monsanto hat Medienberichten zufolge die Übernahme durch Bayer akzeptiert. Der Chemie- und Pharmakonzern zahlt für den US-Saatguthersteller umgerechnet rund 60 Milliarden Euro, wie Focus Online beichtet.

Das Magazin beruft sich auf die Nachrichtenagentur Reuters. Monsanto Co. wurde 1901in den USA gegründet. Das Unternehmen ist vor allem für den Vertrieb des Pflanzenschutzmittels Glyphosat unter dem Namen „Roundup Ready“ bekannt geworden. Der US-Konzern hat jährlich etwa 13 Milliarden Euro Einnahmen aus Saatgut und Pflanzenschutzmitteln.

Mehr: https://de.sputniknews.com/wirtschaft/20160914/312541744/monsanto-bayer-uebernahme.html

14. September 2016

Obama slams Trump’s appearance on RT, compares Putin to Saddam Hussein (RT)

Barack Obama slammed Donald Trump for his appearance on RT last week, accusing the Republican nominee of trying to “curry favor” with the Russian president, whom he compared to Saddam Hussein in one of his harshest comments yet about Vladimir Putin.

Obama blasted Republican Presidential nominee Donald Trump for offering a soundbite to the Larry King Politicking Show that airs on RT.

When the interviewer asks him [Trump], ‘why do you support this guy [Putin]?’ He says, ‘He is a strong guy. Look, he’s got an 82 percent poll rating.’ Well, yes, Saddam Hussein had a 90 percent poll rating. If you control the media and you’ve taken away everybody’s civil liberties, and you jail dissidents, that’s what happens,” Obama claimed, addressing the crowd at a Hillary Clinton campaign event in Philadelphia.

“He loves this guy,” Obama added of Trump’s alleged cozy relationship with Putin. “Now their nominee is out there praising a guy, saying he’s a strong leader, because he invades smaller countries, jails his opponents, controls the press, and drives his economy into a recession.”

It’s not the first time that the name of Vladimir Putin has been brought up in the US presidential campaign, but this time the US president used this ‚argument‘ while openly campaigning for Clinton against Trump. The situation has become “really ludicrous and it borders on the ridiculous,” believes Gregory R. Copley, editor of Defense & Foreign Affairs.

“In my 50 odd years covering the US government, I have never seen this level of partisanship within the administration where a sitting president actually regards the opposition party as the enemy of the state,” Copley told RT.

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https://www.rt.com/news/359234-obama-trump-rt-putin-hussein/

14. September 2016

Privatizing the Commons: Brazil to Auction off Infrastructure (teleSUR)

The privatization scheme will sell or concession airports and hydroelectric, mining, oil, and other infrastructure projects across the country.

Brazil’s unelected President Michel Temer announced Tuesday a new phase of the government’s controversial privatization agenda with plans to auction off 32 major resource and infrastructure projects in the name of boosting private sector investment.
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http://www.telesurtv.net/english/news/Privatizing-the-Commons-Brazil-to-Auction-off-Infrastructure-20160913-0022.html

14. September 2016

Zurück zu den Gründungsidealen: Blockfreie Staaten treffen sich in Venezuela (RTdeutsch)

deutsch.rt.com  13.09.2016

Die Bewegung der blockfreien oder „unabhängigen“ Länder umfasst 120 Staaten. Sie repräsentieren 55 Prozent der Weltbevölkerung und stellen zwei Drittel der Sitze in der UN-Generalversammlung. Dennoch ist ihr Gewicht auf internationaler Ebene gering.

von Maria Müller, Montevideo

Am heutigen Dienstag beginnt die 17. Gipfelkonferenz der Blockfreien Staaten auf der venezolanischen Karibikinsel Margarita. Zuerst treffen sich hohe Regierungsbeamte, anschließend die Außenminister der Staaten, die dem Bündnis angehören. Schließlich soll am kommenden Wochenende die Konferenz der Staatschefs stattfinden. Auf der Tagesordnung steht vor allem die engere Zusammenarbeit zwischen den Kontinenten Lateinamerika und Afrika im Rahmen einer multipolaren Welt.

Die Regierungschefs der Blockfreien wollen vor allem „gleichberechtigte Wirtschaftsbeziehungen fördern“. In diesem Jahr steht auch die Forderung nach einer „internationalen demokratischen Medienpolitik“ auf dem Programm. Außerdem suchen die Politiker nach einem Konsens bei Themen wie der globalen Sicherheit, den Menschenrechten und der Souveränität. Das Motto des Treffens der „unabhängigen“ Ländern heißt in diesem Jahr: „Gemeinsam auf dem Weg des Friedens“.

Natürlich werden auch die gegenwärtigen Konfliktherde behandelt, unter anderem die aktuelle Lage im Nahen Osten. Im Mittelpunkt stehen in diesem Zusammenhang die Politik Israels und die Situation in den Palästinensergebieten, die Flüchtlingskrise und der Krieg in Syrien. In Sachen Lateinamerika wird man vor allem über die umstrittene Absetzung der Präsidentin Dilma Rousseff beraten und über den Druck der USA auf jene Länder Mittel- und Südamerikas, in denen sozialistische Regierungen amtieren.

Das bedeutsamste gemeinsame Aktionsfeld der Staatenbewegung ist auf politischer Ebene bis heute die UNO-Generalversammlung. Man hofft immer noch, dort ein Gegengewicht schaffen zu können, um den globalen Hegemonialanspruch der USA unter dem Motto „America Number One“ zurückzudrängen. Doch dafür sei eine Demokratisierung der UNO notwendig, heißt es aus den Reihen der Blockfreienbewegung.

Im weiteren Verlauf der Woche soll die Rückbesinnung auf die Prinzipien der Gründerphase der blockfreien Staatenbewegung wieder verstärkt in den Mittelpunkt der Diskussionen gestellt werden. Ein wesentlicher Grundsatz ist dabei das Recht auf eine unverletzbare staatliche Souveränität ohne ausländische Einmischung in innere Angelegenheiten. Gerade in Zeiten der Wirtschaftsblockaden, der geheimdienstlich geschürten Aufstände und Bürgerkriege sowie getarnter und offener militärischer Invasionen ist dieses Recht eine Überlebensfrage.

Der venezolanische Präsident Nicolas Maduro sagte gestern in einer Erklärung im Vorfeld des Treffens:  „Wir müssen eine Geopolitik des Gleichgewichts schaffen. Eine Friedenspolitik, die jeden Hegemonieversuch ausschaltet. Wir brauchen eine tiefe demokratische Erneuerung des Systems der Vereinten Nationen. Wie schon so oft diskutiert wurde, muss das politische Gewicht des Generalsekretariats gestärkt werden. Es muss uns alle repräsentieren, damit wir gehört werden und damit  Lösungskonzepte für die Konflikte in der Welt dort erarbeitet werden können.“

Hier weiter: https://deutsch.rt.com/amerika/40628-zuruck-zu-grundungsidealen-blockfreie-staaten/

14. September 2016

Politische Einflussnahme: Fünf Journalisten, die wegen Kritik an Hillary Clinton gefeuert wurden (RTdeutsch)

deutsch.rt.com  14.09.2016

Hillary Clinton gehört zu den Politikern, die im Namen von Menschenrechten international intervenieren. Wenn es um die Meinungsfreiheit in den USA geht, zeigt sich die Präsidentschaftskandidatin von einer anderen Seite: Zahlreiche Journalisten wurden bereits sanktioniert, weil sie unangenehme Fragen stellten.

Unter amerikanischen Journalisten ist bekannt, dass die Liebe der meisten Medien zu Hillary Clinton und ihrem Team bisweilen eine einseitige ist. Zu den bemerkenswertesten Besonderheiten dieses Wahlkampfes gehört, dass die Spitzenkandidatin der Demokratischen Partei seit fast einem Jahr keine Pressekonferenz abgehalten hat.

Trotzdem genießt Hillary Clinton auch unter US-Journalisten einen erstaunlich guten Ruf. Zumindest im Vergleich zum republikanischen Kandidaten Donald Trump stellen die Mainstreammedien Hillary Clinton überwiegend in einer sehr positiven Art und Weise dar.

Dies liegt möglicherweise nicht immer nur daran, dass die Journalisten ihre linksliberalen Ansichten in gesellschaftspolitischen oder ihre neokonservativen Überzeugungen in der Außenpolitik teilen. Politiker aus der Demokratischen Partei wissen aus jahrelangen Erfahrungen, dass Kritik an Hillary Clinton bereits in mehreren Fällen dazu geführt hat, dass politische Karrieren in der Partei jäh und vorzeitig enden oder sich entscheidend verlangsamen konnten. Immer wieder stößt man auf Aussagen über eine vermeintliche „Abschussliste“ der Familie Clinton, auf der mutmaßliche politische Gegner stehen sollen.

Die Clintons gelten im politischen Washington als rücksichtslos und nachtragend. Diese Wesenszüge der Präsidentenfamilie scheinen jedoch zunehmend auch außerhalb der Parteipolitik in Erscheinung zu treten. Inzwischen bekommen dies offenbar zunehmend auch Journalisten zu spüren. So wurden alleine in den letzten Monaten mehrere Fälle bekannt, in denen Redakteure gefeuert wurden oder ihnen ihre Vorgesetzten aus heiterem Himmel einen Maulkorb verpassten, weil sie Informationen verbreitet haben, die dem Team Clinton nicht ins Konzept passten.

Siehe hier: https://deutsch.rt.com/gesellschaft/40613-politische-einflussnahme-funf-journalisten-wegen/

14. September 2016

Uranmunition: Grimme-Preisträger nach Film über Tabuthema unter „Berufsverbot“ (sputniknews)

 

Der Regisseur und Grimme-Preiseträger Frieder Wagner hat viele große Dokumentationen für ARD und ZDF gedreht. Nach seinem Film „Deadly Dust – Todesstaub“ über die Auswirkungen von Uranmunition nach Einsätzen der Nato im Irak und in Jugoslawien bekam er keine Aufträge mehr. Was ist so gefährlich an dem Film, der bis heute nicht im Fernsehen lief?

Herr Wagner, warum lief Ihr Film „Deadly Dust“ nicht im Fernsehen?

„Deadly Dust“ baut ja auf einer Fernsehproduktion für den WDR auf – „Der Arzt und die verstrahlten Kinder von Basra“. Im April 2004 wurde er zum Tschernobyl-Tag einmal gesendet. Und obwohl dann der Film im Herbst den Europäischen Fernsehpreis auf der ÖkoMedia bekommen hat, ist er nicht wiederholt worden. Egal, was ich dann vorgeschlagen habe, ich habe keinen Auftrag mehr bekommen. Ich habe mich dann mit einem Redaktionsleiter im WDR besprochen und habe gefragt, wie das sein kann. Schließlich haben wir gemeinsam große Produktionen gemacht – sehr erfolgreich, von den Kritikern hochgelobt. Er zögerte erst, sagte aber dann: „Du gilst im Haus beim WDR als schwierig. Was besonders gravierend ist: Die Themen, die du vorschlägst, sind besonders schwierig. Mehr wage ich an dieser Stelle nicht zu sagen.“

Was ist denn an diesem Film so schwierig oder gefährlich?

Hier weiterlesen: https://de.sputniknews.com/gesellschaft/20160914/312539610/frieder-wagner-deadly-dust-todesstaub.html

 

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