Archive for Februar, 2014

22. Februar 2014

Russlands Aussenminister kritisiert doppelte Standards in der Syrien-Politik der USA

Bagdad (RIA Novosti/IRIB) – Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat am Donnerstag die ambivalente Syrien-Politik der USA kritisiert.

In den Beziehungen zwischen Russland und den USA, darunter bei der Einschätzung der syrischen Situation, treten doppelte Standards zu Tage, sagte Lawrow gestern auf einer Pressekonferenz bei einem Besuch in Bagdad.

Laut Lawrow behaupten die USA, der Terrorismus sei nicht zu besiegen, solange Baschar Assad an der Macht sei. Diese Position bedeute eine Ermunterung für die Extremisten und diejenigen, die Waffen an Terroristen verkaufen würden, so der Außenminister.

Er merkte zugleich an, dass die USA in inoffiziellen Gesprächen zugeben würden, dass der Terrorismus und nicht Baschar Assad die Hauptbedrohung für Syrien darstelle.

21. Februar 2014

Medienkampage gegen Venezuela – Foltervorwürfe der Opposition in Venezuela nicht bestätigt

– Die Studenten, die bei den Ausschreitungen in Valencia im Bundesstaat Carabobo in der vergangenen Woche inhaftiert wurden, haben in Gesprächen mit Funktionären der Ombudsstelle (Defensoría del Pubelo) nicht über Folterungen berichtet. Dies sagte nach Informationen der größten venezolanischen Tageszeitung Últimas Noticias einer der Mitarbeiter der Institution. Der zuständige Ombudsmann für Carabobo, Teodardo Zamora, habe seine Vorgesetzten in Caracas informiert, dass er keine Berichte über gefolterte Personen erhalten hat, sagte der Informant. weiterlesen:
http://amerika21.de/2014/02/97598/folter-nicht-bestaetigt

21. Februar 2014

Aufruf für die Souveränität der Völker – Solidarität mit Venezuela – Hände weg von Venezuela

Wir rufen die internationale Gemeinschaft zur Solidarität mit dem Volk Venezuelas auf, in diesem Moment, wo die nationale und internationale Aggression auflauert, um die verfassungsgebende Institutionalität der bolivarischen Regierung zu stürzen.

 Venezuela ist nicht allein, in vielen Teilen der Erde tausende von Menschen sind solidarisch zu der bolivarischen revolutionären Bewegung, die Hugo Chavez vor 14 Jahren in Gang gesetzt hat.

 Seit einer Woche finden in Venezuela Proteste der Opposition statt, die mit einer rechtsradikalen und sehr gewalttätigen Mobilisierungen endet und zum Sturz der heutigen Regierung in Venezuela benutzt wird. Genau wie das Drehbuch, das beim Putsch gegen Chávez in April 2002 gespielt wurde.

 Leopoldo López, der auch Vertreter des rechtsextremen Flügels der venezolanischen Opposition ist, führte die gewalttätigen Proteste. Er hatte seine Anhänger dazu aufgerufen, solange auf die Straßen zu gehen, bis die Regierung Maduro abtrete. Die Generalstaatsanwaltschaft beschuldigt ihn, die Gewaltaktionen der vergangenen Woche, bei denen es drei Tote und zahlreiche Verletzte gab, mit initiiert und organisiert zu haben. Ein Gericht in Caracas hat daraufhin Haftbefehl gegen ihn erlassen und wurde daher gestern festgenommen.

 US-Außenminister John Kerry hatte sich am vergangenen Samstag den 16.02 „tief besorgt über die zunehmenden Spannungen und die Gewalt“ in Venezuela gezeigt. Washington sei „besonders alarmiert“ über Berichte von Festnahmen Oppositioneller „und den Haftbefehl gegen den Oppositionsführer Leopoldo López“.

 Der Vertreter Venezuelas bei der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), Roy Chaderton, habe einen Anruf des Unterstaatssekretärs im US-Außenministerium, Alex Lee, erhalten. Dieser habe Venezuela mit „internationalen Konsequenzen“ für den Fall gedroht, dass López verhaftet werde. Die Regierung Maduro müsse außerdem den Dialog mit der Opposition führen und alle Festgenommen freilassen, habe Lee gefordert.

 Die Regierung Venezuelas akzeptiere weder eine derartige Einmischung in innere Angelegenheiten noch Drohungen oder Bedingungen seitens der USA.

 Am Sonntag den 17.02. rief die venezolanische Regierung in einem Kommuniqué zu internationaler Unterstützung auf.

 Die Lateinamerikanische Gemeinde in Berlin ruft die Berliner Bevölkerung auf, sich zu der gerechtem Kampf des venezolanischen Volkes solidarisch zu zeigen, und zwar, gegen fremde Einmischung im inneren Angelegenheiten und gegen Putschversuche einer demokratisch gewählten Regierung gegenüber.

 

 V .i.S.d. P.  Manuel „perico“ Pérez, Revista Panamerica/Für eine Kulturvolle solidarische Welt e.V., Tel.: 0152 / 10 10 28 73, e-mail: panamerika@aol.com

21. Februar 2014

World Peace Council WPC – Statement of Solidarity with Venezuela

WPC Statement
 

WPC denounces the plans for destabilization of the Bolivarian Republic of Venezuela
                                      
The World Peace Council denounces the ongoing plans and actions to destabilize the Bolivarian Republic of Venezuela by reactionary forces and groups with the support of imperialist forces.
 The recent violent orchestrated events in Caracas and other regions of the country show clearly the intention of the local oligarchy and its foreign supporters which are aiming in putting obstacles to the efforts of the elected government of the country to empower the people and to solve social problems and needs.
 The economic sabotage in multiple ways, the violent provocations and intimidation of the people are going hand in hand with the nostalgy of the old establishment which is loosing power and privileges and therefore is acting subversively against the efforts of the Bolivarian revolution and its forces.
 The WPC expresses its full-hearted solidarity to its member organisation in Venezuela, the COSI (Committee for International Solidarity), to the anti-imperialist forces of the country and to the Venezuelan people.
 The World Peace Council and the peace loving people all over the world are confident that the Venezuelan people will win this battle on the road to become masters of their fortunes, with sovereignty and dignity.
 
The Secretariat of WPC  19th February 2014

21. Februar 2014

Griechenland immer nochGriechenland – Ansprüche auf die Rückzahlung von Kriegsschulden

das Gutachten zur Politik der Troika von Andreas Fischer-Lescano vom Zentrum für Europäische Rechtspolitik der Universität Bremen liegt jetzt auch auf Englisch vor.

In der Frage des Zwangkredits und der Reparationen gibt es mittlerweile die Antwort auf eine Anfrage der Fraktion Die Linke:
http://www.ulla-jelpke.de/news_detail.php?newsid=2860

„Die Bundesregierung ignoriert ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestags, dem zufolge Griechenland immer noch Ansprüche auf die Rückzahlung von Kriegsschulden erheben könnte“, erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, Ulla Jelpke, zur Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der Fraktion (BT-Drs. 18/451).

Dazu weitere Informationen und links auf der Seite von Ingo Stützle:
http://stuetzle.cc/2014/02/im-uebrigen-waeren-reparationen-mehr-als-65-jahre-nach-ende-der-kriegerischen-auseinandersetzungen-ohne-jede-praezedenz/

20. Februar 2014

[antikrieg.com] Diskussionen auf höchste

[antikrieg.com]
Diskussionen auf höchster Ebene über neuerliche Intervention Obama noch immer auf der Suche nach ‚militärischen Optionen’ in Syrien
Sein letzter Vorstoß in Richtung Krieg gegen Syrien war ein peinlicher Misserfolg, aber Präsident Obama gibt die Vorstellung nicht auf, und es heißt, dass er auf neue „militärische Optionen” drängt, um eine Intervention in Syrien wahrscheinlicher zu machen. http://antikrieg.com/aktuell/2014_02_19_obama.htm

20. Februar 2014

Solidarität mit #Venezuela: Präsident #U

Solidarität mit #Venezuela: Präsident #Uruguay, José Mujica – 20.2.14
http://youtu.be/KylNV_iERX0 #antikriegtv #assange #wikileaks

20. Februar 2014

[RT] US, EU are ‘neck deep’ in plan to see pro-Western regime change in Ukraine

Though the Ukrainian conflict is complex, with „its own dynamic,“ protesters are certainly emboldened by support from Western powers, Brian Becker, director of the anti-war ANSWER Coalition, told RT in an interview.

„The United States and NATO and the EU are together using their combined forces to signal to these demonstrators that ‚We are with you,'“ he said. The EU, NATO leadership and the Obama administration „are neck deep now in a plan to carry out regime change in this extremely important part of Europe, trying to integrate a former Soviet republic into the EU and, of course, into NATO ultimately.“

In the cheerleading for protesters coming from Washington, Becker believes the US is fomenting discontent to further its reach into Russia’s backyard.

„I think the United States government is playing another dirty game. They’re trying to do what they have tried to do for the last 20 years, which is to incorporate all of the former socialist countries in the eastern and central European bloc – those that were aligned with the Soviet Union – into an American-Western-NATO sphere of influence,“ he said.

whole article

http://rt.com/op-edge/us-eu-ukraine-regime-change-634/

20. Februar 2014

US Intervention in Venezuela

Edited from a piece by Paul Dobson, writing in a personal capacity, Venezuela, Feb 2013

This week Wikileaks published over 40,000 secret documents regarding Venezuela, which show the clear hand of the US in efforts to topple the progressive government of the popular and democratically elected leader Hugo Chavez.

The documents, which date from July 2004 to December 2011 and which were published through Wikileaks twitter account @wikileaks and are now available on Wikileaks Global Intelligence Files online, are based on emails taken from the private US-based intelligence company, Stratfor.

This company claims to provide analysis for multinational corporations looking to invest in Venezuela, and uses a number of local sources to develop their reports. However, their emails prove that their motives and objectives are far from independent, and they are working as an intelligence and strategy agency for those looking to develop suitable political conditions for both economic exploitation and intervention in the country.

Wikileaks describes Stratfor as “a company that fronts as an intelligence publisher, but provides confidential intelligence services to large corporations, such as Bhopal’s Dow Chemical Co., Lockheed Martin, Northrop Grumman, Raytheon and government agencies, including the US Department of Homeland Security, the US Marines and the US Defense Intelligence Agency”.

“The emails”, Wikileaks goes on to explain, “show Stratfor’s web of informers, pay-off structure, payment laundering techniques and psychological methods”.

The leaked emails cover a range of issues, but concentrate on the energy sector, especially petrochemicals and oil; political change and the state of the right-wing forces within Venezuela; and the state of the military and armed forces. They also touch on Venezuela’s relations with Cuba, China, Russia, and Iran, as well as providing bleak projections of the economy and future of the financial sector.

The firm’s emails are listed with the addresses of the sender and receiver, as well as mentioning, amongst other things, the reliability of the source from which they take the information. One email, which exposes the political requisites for reliability, according to Stratfor, uses a source described as a “Venezuelan economist in Caracas” who is described as having “source reliability: B (solidly anti-Chavez)”.

The emails mention meetings with, and biographies of, various prominent Venezuelan right-wing opposition leaders, such as Antonio Ledezma (Mayor of Caracas), Henrique Capriles (the Presidential candidate defeated by Hugo Chavez last year) and Leopoldo Lopez, as well as right wing media tycoon Rafael Poleo: “I spoke to Rafael Poleo [a very prominent Venezuelan
political analyst] a couple of days ago” reports one source. Such naming’s complete the link between right-wing anti-Chavez activities in Venezuela and US/external ambitions in the country.

The emails to and from the Stratfor staff mention various political events during the period, but focus on the student protests of 2009-2010 when right-wing student based opposition sectors manipulated for political ends the power cuts bought about by the worst drought in 100 years which left the hydro-based energy system completely dried up. They also address the
RCTV protests following the rejection of the application to renew the license of the right wing TV channel after they backed the 2002 coup d’état and publically called for the assignation of elected President Chavez.

The emails make frequent reference to a Serbia-based right wing policy group called CANVAS (Center for Applied Non Violent Action and Strategies).Here, there are numerous Word documents sent amongst the emails, many of which are classed as “not for  publication” and which detail the steps recommended to enact a “revolution” which would see Hugo Chavez thrown out of power.
One is indeed referred to as “a how-to guide for revolution”. They go on to class Venezuelan people as “retarded” and who “talk out of their ass”. The country is, according to CANVAS, “absolutely a joke”.

CANVAS explains clearly their recommended strategy for toppling governments: “when somebody asks us for help, as in Vene case, we usually ask them the question ‘and how would you do it’. That means that the first thing is to create a situational  analysis (the word doc I sent you) and after that comes “Mission Statement” (still left to be done) and then “Operational Concept”, which is the plan for campaign” explain CANVAS to Stratfor. “For this case we have three campaigns: unification of opposition, campaign for September elections and parallel with that a “get out and vote” campaign”.

Referring to destabilisation plans, CANVAS go on to state that “we only give them the tools to use”.

Making reference to the opposition alliance of parties, they further state that “in Venezuela’s case, because of the complete disaster that the place is, because of suspicion between opposition groups and disorganization, we have to do the initial analysis. Whether they go on to next steps really depends on them, in other words depends on whether they will become aware that because of a lack of UNITY they can lose the race before it has started”.

“This year we are definitely ramping up activity in Venezuela” they write. Referring to the 2010 Parliamentary elections, the explain that “they have elections in September and we are in close connection with activists from there and people trying to help them (please keep this to yourself for now, no publication). The first phase of our preparation is under way”.

The emails also leave the reader in no doubt about whom these people are helping the Venezuelan right-wing opposition: “to answer your question, the US networks are definitely involved. I cannot confirm for you if that specific gentleman is involved, but the usual establishments are”.

Other emails contains various attached files which provide rundowns of the exact status of the Venezuelan army, air force and navy, including numbers, equipment, and expertise.

“(We) will be sending along more info soon on the whole rundown of how Chavez has revamped the military/security apparatus over the past several years” states the sender. “It’s all scribbled on paper right now from my notes, but gotta say, I’m quite impressed with ‘ol Hugo”.

The fully detailed documents explain that “the army’s reform has stretched beyond the procurement of new assault and sniper rifles and now comprises of a modernized doctrine too. New concepts include asymmetric warfare and reliance on the country’s communication and supply infrastructure as well as popular support to resist a large scale US invasion”

http://www.venezuelasolidarity.co.uk/latest-wikileaks-show-further-us-intervention-in-venezuela/

20. Februar 2014

REWIND April 04, 13 – New WikiLeaks cabl

REWIND April 04, 13 – New WikiLeaks cable reveals US embassy strategy to destabilize Chavez government – http://rt.com/news/wikileaks-venezuela-us-chavez-358/

20. Februar 2014

[Neues Deutschland] Auf bestem Weg zum totalitären Polizeistaat NSA-Whistleblower William Binney über Massenausspähung durch den US-Geheimdienst

Interview von ElsaRassbach___________________________________________________________________________

William Binney arbeitete mehr als 30 Jahre lang bei der National Security Agency (NSA – Agentur für Nationale Sicherheit). Dem US-Verteidigungsministerium unterstellt, ist die NSA heute der größte Geheimdienst der USA.

In den 90er Jahren baute Binney zusammen mit NSA-Forschungsdirektor Dr. John Taggart eine Einheit für automatisierte Informationsgewinnung auf und wurde Technischer Direktor. Nach seinem Ausscheiden aus der NSA am 31. Oktober 2001 forderte Binney zusammen mit anderen Kollegen den Kongress und das Verteidigungsministerium auf, den Geheimdienst wegen Verletzung der Verfassung und Verschwendung von Steuergeldern zu untersuchen.

Nach der Veröffentlichung eines kritischen Berichts über die NSA in der »New York Times« ermittelte das FBI gegen Binney und andere Whistleblower wegen angeblicher Verschwörung und Preisgabe von Staatsgeheimnissen. Die Betroffenen wurden aber von allen Anschuldigungen freigesprochen.

Nach jahrelangen Bemühungen, eine Untersuchung der NSA durch die US-Behörden zu veranlassen, ging Binney am 20. April 2012 mit einem Interview in der Fernsehsendung »Democracy Now« erstmals an die Öffentlichkeit. Durch die Enthüllungen Edward Snowdens im vergangenen Jahr sehen sich Binney und die anderen früheren NSA-Whistleblower in ihren Forderungen bestätigt. Im Februar war Binney in Berlin, um seine Erfahrungen und Ansichten der deutschen Öffentlichkeit bekannt zu machen. Elsa Rassbach nutzte die Gelegenheit für ein Gespräch.

weiterlesen

http://www.neues-deutschland.de/artikel/924652.auf-bestem-weg-zum-totalitaeren-polizeistaat.html

19. Februar 2014

[Xinhua] Tokyo owes world explanation ov

[Xinhua]
Tokyo owes world explanation over plutonium stockpile
If a country claims that it sticks by the three non-nuclear principles but at same time hoards far more nuclear materials than it needs, including a massive amount of weapon-grade plutonium, the world has good reason to ask why. http://news.xinhuanet.com/english/indepth/2014-02/18/c_133125192.htm

19. Februar 2014

Gerhard Schröder: Scharfe Kritik am Kurs

Gerhard Schrüder: Scharfe Kritik am Kurs der Europäischen Union. Die EU könne keine Funktion als Vermittler übernehmen, so der Ex-Kanzler. „Die Europäische Union ist dazu nicht mehr in der Lage. Die einseitige Unterstützung der Europäer für die Opposition macht es unmöglich, dass die EU in dem Konflikt noch vermitteln kann. Europa hat den Fehler gemacht, sich auf eine Seite zu schlagen, es ist nun selbst Partei“

19. Februar 2014

Julian Assange am 3.12.13 via Twitter: „Hat Otpor mit den Ereignissen in der Ukraine zu tun?“

Ehemalige Mitglieder der serbischen Widerstandsbewegung Otpor von Srdja Popovic haben eine der wichtigsten Rolle bei dem Sturz des serbischen Präsidenten Slobodan Milosevic im Jahre 2000 gespielt. Nun haben sich mit der NGO CANVAS (Center for Applied NonViolent Action and Strategies) zusammengetan und somit ein weiteres Mal gezeigt, was sie bewegen können. Diesmal in der Ukraine.

Außerhalb Serbiens war diese Organisation erstmals 2003 in Georgien aktiv. Damals wurde Präsident Eduard Schewardnadse nach den Protesten gegen die Wahlfälschung zum Rücktritt gezwungen. Eine sehr wichtige Rolle spielte dabei die Studentenbewegung Kmara, die von der Otpor-Bewegung vorbereitet wurden war.

Im März 2003 fuhren mehrere Vertreter von Kmara nach Belgrad. Einer der Führer der Jugendbewegung Georgi Kandelaki gab zu:

„Nach unserem Besuch in Belgrad kamen die Otpor-Vertreter mehrmals nach Georgien. Bei ihrem zweiten Besuch wurde bei Tiflis eine Sommerschule organisiert, die 700 neue Aktivisten vorbereitete.“

2004 erschien die Otpor-Bewegung in der Ukraine, wo sie die Pora-Bewegung ausbildete, die neben anderen Organisationen die Orangenrevolution im Land initiiert hat. Die ukrainische Bewegung bekam viele Milliarden Dollar Hilfe aus den USA. Die Pora-Mitglieder besuchten einen Crashkurs im serbischen Novi Sad. Nach diesen Ereignissen wurde manchen Otpor-Mitgliedern die Einreise in die Ukrainie untersagt.

Im gleichen Jahr 2004 schloss sich die Otpor-Bewegung CANVAS an und „förderten Demokratie“ während der Zedernrevolution im Libanon; später zeigten sie sich auch bei dem Arabischen Frühling. Otpor bildete 2011 in Ägypten die Bewegung „6. April“ und andere Zivilgruppen aus, deren Rolle bei Mubarak-Sturz groß war. Es gab Hinweise, dass es die Otpor-Bewegung und die CIA waren, die die Occupy-Bewegung infiltrierten. Nach manchen Angaben soll der Otpor-Veteran Ivan Marovic im Kontakt zu der damals unbekannten Occupy-Bewegung gestanden haben. Es gibt Hinweise, dass der Arabische Frühling in Ägypten und Tunesien sowie die Occupy-Bewegung aus einem einheitlichen Zentrum beeinflusst wurden, dessen Ziel nicht in einem Sturz des Systems lag, sondern darin bestand, Oppositionskräfte unter seine Kontrolle zu bringen.

Nun tauchten die Otpor-Mitglieder in der Ukraine auf. „Haben die Otpor-Männer mit den diesmaligen Ereignissen in der Ukraine zu tun?“, twitterte Julian Assange am 3. Dezember 2013 und brachte einen Link zur Webseite der Organisation, die Beweise dafür liefert, dass Srdja Popovic und seine Bewegung an der Orangenrevolution in der Ukraine von 20o4 aktiv teilgenahmen, nach der prowestliche Parteien an die Macht gekommen sind.

Am 3. Dezember 2013 schrieb der Abgeordnete von der Partei der Regionen, Oleg Zarjow auf seiner Facebook-Seite: „Ein Kumpel von mir flog in die Ukraine und erkannte in seinem Nachbarn nebenan den bekannten Drahtzieher von Putschen und Umstürzen Marco Ivcovic. Er wurde als Gründer der serbischen Otpor-Bewegung bekannt, dann waren die georgische Kmara-Bewegung und die ukrainische Pora dran. Marco versuchte etwas von der Art auch in Russland zu organisieren, wurde jedoch des Landes verwiesen und darf nicht mehr rein. Er war 2010 in Kirgisien, als dort Präsident Bakijew gestürzt wurde. Nun ist der Maidan sanft und gut finanziell aufgehoben.“ Kein Wunder also, dass das ukrainische Außenamt Marco Ivcovic am 3. Dezember 2013 zur Persona non grata erklärt hat.

Was die Finanzierung von Otpor anbetrifft, so spricht man mit US-amerikanischen Stiftungen Freedom House, International Republican Institute, USAID und US Institute of Peace. WikiLeaks enthüllt einen weiteren Otpor-Freund: „Ich habe mit manchen Menschen gesprochen, die sie für sie lobbieren, um mehr Geld zu bekommen. Darunter sind Michael McFaul von der Hoover Institution (der aktuelle US-Botschafter in Russland)“, entnimmt man einer der Mitteilungen.

Laut WikiLeaks-Angaben habe die Otpor-Bewegung eng mit der bekannten US-amerikanischen Gesellschaft Stratfor zusammengearbeitet, die auch als „Schatten-CIA“ bekannt ist. Der Serbe Marco Papic, Stratfors geopolitischer Analytiker für Eurasien, lockte Ende 2007 Menschen aus CANVAS heran, um von ihnen Informationen aus Georgien, Venezuela und Serbien zu erhalten. „Diese Gruppe ist beeindruckend. Sie kommen, veranstalten eine gewisse „Aktion“ im Land und versuchen, das Regime zu zerstören. Bei einem richtigen Herangehen können sie eine stärkere Waffe werden, als ganze Flugzeugträgertrupps“, schreibt ein Stratfor-Mitarbeiter in einer Mitteilung auf der WikiLeaks-Seite vom 15. November über CANVAS.

Wie man sieht, sind die Ereignisse in der Ukraine kaum spontan. In beliebigen Protesten kann man heute Spuren von serbischen Kampforganisationen finden.

19. Februar 2014

WikiLeaks und Co. als „bösartige feindliche Akteure“

 

Florian Rötzer 18.02.2014

Dokumente, die von Snowden geleakt wurden, zeigen, dass die USA Druck auf andere Regierungen ausgeübt haben, gegen Assange strafrechtlich vorzugehen

Dass der britische Geheimdienst GCHQ, wie jetzt Glenn Greenwald und Ryan Gallagher imIntercept aufgrund von Dokumenten, die Snowden geleakt hat, berichten, Besucher von Websites verfolgt hat, ist nicht weiter erstaunlich. Mit Tracking-Tools konnten offenbar die IP-Adressen der Besucher einer WikiLeaks-Website in Echtzeit identifiziert und auch erfasst werden, aufgrund welcher Suchbegriffe, die in Suchmaschinen eingegeben wurden, die Internetnutzer auf diese Site gelangten. Aber Anonymität im Internet gibt es nur unter großen Mühen.

http://www.heise.de/tp/artikel/41/41034/1.html