29. August 2014

(RIA Novosti) EU-Vertretung in Kiew: Äußerung von Stulik über „russische Aggression“ ist Privatmeinung

MOSKAU, 28. August (RIA Novosti).

Die Äußerung des Presseattachés der EU-Vertretung in Kiew, David Stulik, über eine „russische Aggression“ und eine Wiederholung des „Krim-Szenarios“ auf dem ukrainischen Festlandterritorium ist seine persönliche Meinung und widerspiegelt nicht die offizielle Haltung der EU, wie aus einer Facebook-Mitteilung auf der offiziellen Webseite der EU-Vertretung hervorgeht.

„Mehrere ukrainische Massenmedien haben vor kurzem die persönliche Mitteilung von David Stulik, Presseattaché der EU-Vertretung in der Ukraine, im sozialen Netzwerk Facebook zitiert. Diese Mitteilung widerspiegelt seine persönliche Meinung und ist somit nicht als offizielle Position zu betrachten“, so die EU-Vertretung.

Ukrainische Medien verbreiteten Stuliks Äußerung über die „russische Aggression“ in der Ukraine. „Heute hat eine offene Aggression Russlands auf dem ukrainischen Territorium begonnen“, zitierte die Webseite 112.UA die besagte Account-Mitteilung von Stulik bei Facebook.

Russland hat wiederholt die Vorwürfe Kiews, an den Ereignissen im Südosten der Ukraine teilhaftig zu sein, zurückgewiesen. Wie der russische Außenminister Sergej Lawrow betonte, gibt es keine Gründe dafür, Russland wegen der Verschärfung der Situation im Süden und im Südosten der Ukraine zu beschuldigen. Laut dem russischen Verteidigungsministerium sind keine Militärtechnik und keine Munition an die Volkswehr geliefert worden.

29. August 2014

US-UK Plan working: EU and Russia destroying each other: Ukraine sinks eurozone economic sentiment to 8-month low – RT Business

“It seems that the ongoing geopolitical tensions are finally starting to take their toll on overall sentiment across the euro region,” Reuters quoted Martin van Vliet, a senior economist at ING, as saying.

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http://rt.com/business/183400-ukraine-euro-zone-sentiment/

29. August 2014

Moskauer Verteidigungsministerium nennt Berichte über russische Truppen in Ukraine „Ente“ – Deutsche Presse komplett gleichgeschaltet

Das russische Verteidigungsministerium hat die Berichte über „russische Truppen in der Ukraine“ zurückgewiesen.

Diese Angaben haben mit der Realität nichts zu tun, sondern seien eine “Ente”, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow, am Donnerstag.

Der ukrainische Präsident Pjotr Poroschenko hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass eine russische Militär-Invasion in die Ukraine begonnen habe. Poroschenko sagte seine Türkei-Reise ab und berief den ukrainischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung ein. Zugleich teilte Poroschenko mit, dass die Grenzämter von Russland und der Ukraine am Samstag über gemeinsame Grenzpatrouillen beraten würden und dass die Generalstäbe beider Staaten am Donnerstag erste Konsultationen abgehalten hätten. Kurz danach veröffentlichte die Nato Satellitenbilder, die belegen sollen, dass russische Truppen im Osten der Ukraine präsent seien. Viele russische Politiker wiesen den Vorwurf des Einmarsches als zurück.

Nach Beginn der ukrainischen Militäroffensive gegen Regierungsgegner in der östlichen Industrie-Gebieten Donezk und Lugansk haben Kiew und westliche Staaten Russland bereits mehrmals beschuldigt, Truppen an der ukrainischen Grenze zusammenzuziehen. Belege dafür wurden nie vorgelegt. Russland wies die Vorwürfe zurück. Auch internationale Inspektionsteams, die die russische Truppenstationierung entlang der Grenze achtmal kontrolliert haben, haben keine Verstöße registriert.

Die Zeit:
Das ist Krieg, Europas Krieg
Russische Soldaten kämpfen in der Ukraine, deutlich wie nie offenbart sich Putins zynische Doppelstrategie. Nur Europa kann diesen Krieg beenden.
Ein Kommentar von Steffen Dobbert
http://www.zeit.de/politik/ausland/2014-08/krieg-putin-russland-ukraine-merkel
 

FAZ:
Verbrannte Erde in der Ukraine – Putins Krieg

Der Westen darf sich nicht länger von Putin an der Nase herumführen lassen. Der russische Präsident hat kein Interesse an der Befriedung und Stabilisierung der Ukraine. Er wünscht sich einen „failed state“ als Pufferzone zu Demokratie und Rechtsstaatlichkeit.
Ein Kommentar von Berthold Kohler
http://www.faz.net/aktuell/politik/verbrannte-erde-in-der-ukraine-putins-krieg-13123000.html
 

Bild:
„Es begann mit einer Salve Granaten“

Nato: 1000 russische Soldaten in der Ukraine – „Das ist eine Invasionsarmee“ ++ Satellitenbilder zeigen russische Militärpräsenz in der Ukraine ++ Ukrainischer EU-Botschafter fordert Militärbeistand der EU ++ Russischer OSZE-Botschafter dementiert Invasion ++ Merkel: EU berät über neue Sanktionen

http://www.bild.de/politik/ausland/ukraine/usa-behaupten-putin-startet-gegenoffensive-37433346.bild.html
 
Der Spiegel:
Russische Soldaten in der Ukraine: EU berät Verschärfung der Sanktionen gegen Russland

Mehr als tausend russische Soldaten sollen bereits in der Ukraine sein. Das aggressive Vorgehen Moskaus alarmiert den Westen. Auf dem EU-Sondergipfel am Samstag in Brüssel wird über eine Verschärfung der Sanktionen beraten.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-reaktionen-des-westens-auf-russlands-vorgehen-a-988642.html
 
Die Welt:
USA werfen Moskau tiefes Eindringen in Ukraine vor

Die Vereinigten Staaten vermuten eine “von Russland geführte Gegenoffensive” in der Ostukraine. Zuvor warf Kiew Moskau vor, einen Militärkonvoi geschickt zu haben. Merkel fordert von Putin Aufklärung.

http://www.welt.de/politik/ausland/article131662241/USA-werfen-Moskau-tiefes-Eindringen-in-Ukraine-vor.html

28. August 2014

Moskau: Kiew lügt über russischen Einmarsch in Ukraine

Als Lüge hat Jewgeni Serebrennikow, Vizechef des Verteidigungsausschusses des russischen Föderationsrats, die Äußerung des ukrainischen Präsidenten Pjotr Poroschenko über einen russischen Einmarsch in der Ukraine zurückgewiesen. In der Ukraine gibt es keine russischen Streitkräfte, sagte der Parlamentarier am Donnerstag zu RIA Novosti.

Der ukrainische Staatschef Pjotr Poroschenko hatte behauptet, dass eine russische Militär-Invasion in die Ukraine begonnen habe. Deshalb habe er seinen Türkei-Besuch abgesagt und eine Krisensitzung des nationalen Sicherheitsrats einberufen, erklärte der Staatschef.

„Wir haben bereits mehrere Erklärungen der ukrainischen Führung gehört, die sich dann schnell als Lüge erwiesen haben“, kommentierte Serebrennikow. „Jetzt sind wir Zeugen einer neuen Ente.

28. August 2014

RT ll OSCE shares Moscow’s concerns over Ukraine’s nuclear deal with US

http://rt.com/news/183248-nuclear-ukraine-threat-osce/

The Organization for Security and Cooperation in Europe shares Moscow’s concern on world nuclear safety and the potential threat that possible US atomic fuel supplies to Ukraine might cause as the country remains in crisis.

The head of the OSCE and Swiss president Didier Burkhalter says he is concerned about nuclear safety in connection with the US intention to supply the country with nuclear fuel, according to a reply letter to Deputy Chairman of the State Duma Committee on Industry Vladimir Gutenev.

Switzerland “shares the view concerning nuclear safety,” Burkhalter wrote, as cited by Itar-Tass,

“Nuclear safety is a key concern of the Swiss nuclear policy,” he added. In this regard, the Swiss leader recalled the proposal to amend the Convention on Nuclear Safety in order to avoid long term contamination in the event of a nuclear accident. “We would be delighted to welcome the strong support of the Russian Federation in respect of the preparation process, as well as strengthening the Convention on Nuclear Safety,” said Burkhalter.

However, in Burkhalter’s opinion, the question should also be “discussed between the operator and the regulator of nuclear facilities, namely national security authority of Ukraine.”

“When a country has concerns about nuclear safety due to another country, one needs to result to bilateral negotiations, or, if not possible, to other appropriate authorities, such as the IAEA,” the letter said according to Tass.

In early June, Gutenev sent a letter to Burkhalter warning of security threats that European nations will face in case of a potential industrial nuclear disaster at one of Ukraine’s power plants, as Kiev is planning to sign a contract with American Westinghouse Electric Company. He highlighted the fact that Soviet made nuclear plants are not compatible with fuel assembly type TBC-W offered by the Americans, as previous trials have shown.

“The nuclear reactors in Ukraine are of Russian (Soviet) design, which are only designed for fuel that has passed a special certification. Therefore, further attempts to use non-adapted fuel assemblies of American production without a corresponding adjustment increase the risk of failure of the Ukrainian reactors and dramatically increase the likelihood of man-made disasters,” Gutenev wrote in June, calling on the OSCE to consider the issue.

In 2005, six experimental Westinghouse fuel assemblies, adopted for use in USSR-developed reactors, were tried at the South Ukraine plant in one reactor together with Russian fuel rods. By 2008 Ukraine signed a contract with Westinghouse on fuel rod supply. However, the experiment showed that Westinghouse assemblies deformed during exploitation and got stuck in the core. The reason is simple – Russian nuclear fuel rods are hexagonal in section, while Americans produce fuel assemblies of square section.

By 2012, after the failed test, exploitation of US nuclear fuel was banned in Ukraine and the fuel rods were returned to the producer “to get fixed” while Russian scientists came to the rescue. The Energoatom Company of Ukraine lost an estimated $175 million in this trial.

Now the Kiev regime has renewed the 2008 nuclear fuel deal till 2020, to replace 25 percent of the Russian-made fuel rods with an option to “provide more if needed.”

Ukraine has 4 nuclear power plants with 15 nuclear reactors that generate at least 50 percent (over 13 megawatt) of all electric power in Ukraine. All nuclear fuel for Ukrainian reactors has been produced in Russia, which also recycles Ukraine’s nuclear waste.

In order to reduce its dependency on Moscow, Kiev has announced the beginning of construction of a Central Spent Fuel Storage Facility in which the used fuel will be stored in double-walled stainless steel canisters in the southeast of the Chernobyl nuclear power plant, within the Exclusion Zone. It is scheduled to be completed in 2017 to service nine of Ukraine’s reactors.

 

28. August 2014

German Foreign Policy ll Die Hegemonie über Südosteuropa (Streit um Russland-Sanktionen und Vorwürfe gegen den BND)

BERLIN/BELGRAD (Eigener Bericht) – Streit um die Russland-Sanktionen
und Vorwürfe gegen den Bundesnachrichtendienst (BND) überschatten die
heutige “Westbalkan-Konferenz” in Berlin. Serbien, ein Teilnehmer der
Konferenz, hat erklärt, sich den Sanktionen der EU nicht anschließen
zu wollen; seine Firmen sind daher nicht von den russischen
Gegenmaßnahmen betroffen und springen nun als Ersatzlieferanten für
Agrarprodukte ein, deren Einfuhr aus der EU Moskau gestoppt hat. Die
Bundesregierung will das unterbinden. Sie hat ihrerseits nun einräumen
müssen, dass der BND Albanien bereits seit Jahren systematisch
ausspioniert. Albanien, ebenfalls ein Teilnehmer der heutigen
Veranstaltung, ist mit Deutschland in der NATO verbündet. Berlin hat
die “Westbalkan-Konferenz” anberaumt, um seine in den 1990er Jahren
erkämpfte Hegemonie über Südosteuropa gegen wachsende Einflüsse
anderer Staaten abzusichern. Bei diesen handelt es sich um China, die
Türkei und vor allem Russland.

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http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58935

28. August 2014

junge Welt ll Störungsfrei und friedlich Innenministerium bestätigt harmlosen Verlauf von Antikriegsdemonstration in Essen

http://www.jungewelt.de/2014/08-28/047.php

28.08.2014 /

Von Markus Bernhardt

Eine Kundgebung, zu der der nordrhein-westfälische Landesverband der Linkspartei gemeinsam mit der Linksjugend [’solid] Mitte Juli in Essen aufgerufen hatte, um unter dem Motto »Stoppt die Bombardierung Gazas – Für ein Ende der Eskalation im Nahen Osten« zu demonstrieren, ist am heutigen Donnerstag Thema im Innenausschuß des nordrhein-westfälischen Landtags.

Unter dem Tagesordnungspunkt »Antisemitische Ausschreitungen am 18.07.2014 in Essen« wird das Ministerium für Inneres und Kommunales das Gremium über seine Erkenntnisse unter anderem zum damaligen Demonstrationsgeschehen informieren.

Die besagten Antikriegsproteste hatten zur einer medialen Kampagne gegen den Landesverband der demokratischen Sozialisten geführt, der maßgeblich vom rechten Flügel der Partei angeheizt worden war. Schon im Vorfeld der besagten Friedenskundgebung hatte Linke-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn versucht, den NRW-Landesvorsitzenden Ralf Michalowsky und den ebenfalls aus NRW stammenden Bundestagsabgeordneten Niema Movassat dazu zu drängen, ihre »Teilnahme an dieser Demonstration zu überdenken und abzusagen«. Außerdem bezichtigte Höhn seine Genossen in einer E-Mail »am Ende faktisch« einen Rahmen für jene »politischen Kräfte« zu liefern, »die wir gemeinsam bekämpfen wollen und müssen«.

Der brandenburgische Bundestagsabgeordnete Harald Petzold (Die Linke) ließ es sich am Tag selbst nicht nehmen, auf einer von »Antideutschen« organisierten Gegenkundgebung aufzutreten, an der diverse Kriegstreiber und auch einzelne bekannte Rassisten teilnahmen und die zeitgleich zu den Antikriegsprotesten in Essen durchgeführt wurde (jW berichtete). Die Organisatoren der »antideutschen« Kriegskundgebung hatten – so geht es aus dem Bericht des Ministeriums hervor – darauf bestanden, in der Nähe der Friedenskundgebung zu demonstrieren.

Nach der Friedenskundgebung setzte unterdessen ein wüstes Trommelfeuer von öffentlichen Distanzierungen, Diffamierungen und Verleumdungen gegen die NRW-Linke ein, an der sich maßgeblich Parteifunktionäre beteiligten, die dem sogenannten Reformerlager zuzurechnen sind. Nicht wenige davon bezichtigten den nord­rhein-westfälischen Landesverband sogar, im Endeffekt mit Antisemiten gemeinsame Sache gemacht zu haben.

In seinem Bericht, der dem Landtags­innenausschuß heute vorgestellt wird und der junge Welt bereits vorliegt, straft das Innenministerium die innerparteilichen Gegner der NRW-Linken hingegen Lügen. »Die Versammlung verlief störungsfrei, es konnten weder gewaltbereite Personen noch das Zeigen, Beschädigen oder Verbrennen einer israelischen Fahne festgestellt werden«, heißt es darin etwa.

Insgesamt wird in dem besagten Bericht festgehalten, daß die Kundgebung der Linkspartei friedlich verlief und polizeiliche Schutzmaßnahmen für die Essener Synagoge aufgrund eines Haßaufrufs bei Facebook verstärkt worden waren und nicht – wie teilweise herbeigeredet – im Zusammenhang mit der Friedenskundgebung der Linkspartei standen. Mit einer Entschuldigung der wortgewaltigen Kritiker der nordrhein-westfälischen Linken für ihre Stimmungsmache und Falschbehauptungen dürfte wohl nicht zu rechnen sein.

http://www.kurzlink.de/­BerichtInnenminister

27. August 2014

jungewelt.de ll Stühlerücken in Kiew ll Prominente Politiker trennen sich von Timoschenko

http://www.jungewelt.de/2014/08-28/058.php

Von Reinhard Lauterbach

Vor den für Ende Oktober geplanten Parlamentswahlen in der Ukraine hat Präsident Petro Poroschenko zumindest einen innenpolitischen Erfolg erzielt. Eine Reihe prominenter Politiker der von Julia Timoschenko geleiteten »Vaterlandspartei« (Batkywschtschyna) verließen die Partei am Mittwoch. Zu den Abtrünnigen zählen Übergangspremier Arseni Jazenjuk, Innenminister Arsen Awakow und Parlamentspräsident Olexander Turtschinow.

Awakow veröffentlichte im Namen der Aussteiger auf seinem Facebook-Konto eine Erklärung. Darin begründete er den Schritt mit der Notwendigkeit, in Zeiten des Krieges die Einheit der Maidan-Kräfte zu wahren. In den letzten Wochen hatten verschiedene ukrainische Medien den Verdacht geäußert, daß Timoschenko die Unruhen auf dem inzwischen abgeräumten Euromaidan finanziert habe, um die Regierung Jazenjuk zu diskreditieren. Unabhängig davon, ob dies stimmt, machen die Umfragedaten deutlich, daß Timoschenko bei den ukrainischen Wählerinnen und Wählern keinen großen Kredit mehr genießt. Ihr werden für die Wahlen nur um die zehn Prozent vorausgesagt.

Während sich mit den Parteiaustritten von Jazenjuk, Awakow und Co. die Chancen Poroschenkos erhöhen, die oligarchische Koalition um seine eigene Person zu konsolidieren, droht der Kiewer Regierung Ungemach von anderer Seite. Etliche der rechten Söldnerführer, die im Donbass Freiwilligenbataillone leiten, haben offensichtlich die Geduld mit ihr verloren. Der bekannteste – und wohl auch politischste – von ihnen ist Semjon Semjontschenko, der das im Moment vor Ilowajsk eingeschlossene Bataillon »Donbass« führt. Er wirft der Regierung inzwischen ziemlich offen Verrat an den Kämpfern vor und hat zu Demonstrationen gegen sie in Kiew aufgerufen. Auch andere Anführer faschistischer Milizen drohen offen damit, nach dem Ende des Krieges mit ihren Waffen nach Kiew zu marschieren und dort »Ordnung« zu schaffen. Es ist an der Basis des Euromaidan kein großes Geheimnis, daß die »Revolution« sich bisher auf den Austausch einiger Personen und oligarchischer Gruppierungen beschränkt hat. In den letzten Tagen kursiert in diesen Kreisen der Verdacht, Poroschenko und seine Leute schickten die Freiwilligen bewußt in den Krieg, um sie zu dezimieren und ihre eigene Haut zu retten.

Insofern stellt sich die Frage, ob Poroschenko an einem schnellen Ende des Krieges im Donbass gelegen sein kann. Von einem raschen militärischen Sieg ist die Ukraine im Moment weit entfernt; jeder Kompromiß wird von den enttäuschten Nationalisten gegen ihn verwendet werden. Ein Treffen Poroschenkos mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin am Dienstag in Minsk brachte keinen Durchbruch. Putin wies jede Verantwortung für die Kämpfe im Südosten der Ukraine zurück und forderte Poroschenko auf, sich mit den Aufständischen direkt zu verständigen.

27. August 2014

Berliner KünstlerInnen gegen Kriegshetze, Destabilisierung u. Propaganda UNRUHE STIFTEN! Internationale Solidarität – mit Gaza, Donbass, Libyen, Irak, Syrien, Venezuela, Ecuador, Kuba

Berliner KünstlerInnen gegen Kriegshetze, Destabilisierung u. Propaganda
UNRUHE STIFTEN! Internationale Solidarität – mit Gaza, Donbass, Libyen, Irak, Syrien, Venezuela, Ecuador, Kuba
In Unterstützung des Aufrufs “Die Waffen nieder!”
“Schluß mit der Kriegstreiberei in der Ukraine und in Gaza”
http://www.unruhestiften.de/docs/140807.htm
Am Samstag, den 23. August am Chamissoplatz in Berlin

Der Aufruf “Unruhe stiften!” wird unterstützt von 2000 KünstlerInnen und Kulturschaffenden, anderen Persönlichkeiten und Organisationen.

eventananeu

Internationale Solidarität –  mit Gaza, Donbass, Syrien, Venezuela
Internationale Künstler gegen Kriegshetze,  Destabilisierung und Propaganda.

Ort:
KeramikvonKeitz
Chamissoplatz 6
Kreuzberg

http://www.keramikvonkeitz.de/

26. August 2014

Offener Brief an den Premierminister Großbritanniens, David Cameron ll Von Sergej Stepaschin, Ehem. Premierminister Russlands 1999

August 15, 2014

Von Sergej Stepaschin, Ehem. Premierminister Russlands 1999

Der Auftritt des Premierministers von Großbritannien, David Cameron, in der Zeitschrift „SundayTimes“ mit völlig unbegründeten Beschuldigungen an die Adresse Russlands stellt eine neue Etappe der Eskalation der ukrainischen Krise dar, welche mit dem Ziel verbunden ist, die Europäische Union in den Krieg gegen Russland einzubeziehen. Bis zu diesem Zeitpunkt spielten die Rolle der Kriegstreiber die amerikanischen Politiker und die europäischen Beamten, welche die von ihnen geschaffene Macht der Faschisten in Kiew zu massenhaften Verbrechen gegen die Einwohner der Ostukraine getrieben haben, mit der Zielstellung, Russland in diesen Krieg hineinzuziehen. Mit einem klaren Aufruf zum Krieg gegen Russland ist der Regierungschef einer führenden europäischen Macht erstmals in diesem Jahrhundert aufgetreten. Dadurch bestärkt hat die ukrainische Armee mit der physischen Vernichtung der Bevölkerung von Lugansk und Donezk begonnen.
Sergej Stepaschin / David Cameron

Wie schon im Jahre 1938 der damalige Premierminister von Großbritannien, Chamberlain, die Führer der europäischen Staaten davon überzeugt hat, den Kriegszug der deutschen Faschisten gegen die UdSSR zu tolerieren, so bringt auch der gegenwärtige englische Premier seine eindeutige Unterstützung für die ukrainischen Nazis zum Ausdruck und überzeugt seine europäischen Kollegen in einer bösartigen Art und Weise davon, „die Beziehungen mit Russland fundamental zu ändern“. In diesem Zusammenhang erpresst er uns mit der Entfesselung eines neuen Krieges. Damit sich diese Macht nicht tatsächlich in den Schrecken eines neuen Weltkrieges verwandelt, muss sich der englische Premier für seine Worte verantworten.

Deshalb untersuchen wir die Thesen Ihres Auftritts, Herr Cameron, etwas genauer.

1. Ihre Behauptung, dass „immer mehr und mehr Beweise darauf hinweisen, dass das Passagierflugzeug MH17 von einer ballistischen Rakete der Aufständischen in dem von ihnen kontrollierten Gebiet abgeschossen wurde“, entbehrt jeder Grundlage. Umgekehrt, von Tag zu Tag gibt es immer mehr Beweise dafür, die bestätigen, dass die vom Präsidenten Russlands, V.V, Putin nach der Katastrophe abgegebene Erklärung, dass das Flugzeug von ukrainischen Soldaten abgeschossen wurde, richtig ist. Ihnen ist sicher bekannt, dass es offensichtlich Beweise für die Anwesenheit eines Jagdflugzeuges der ukrainischen Luftstreitkräfte neben dem abgeschossenen Passagierflugzeug gibt. Diese Tatsache wurde vom Verteidigungsministerium Russlands und noch früher vom spanischen Dispatcher in Kiew und von örtlichen Anwohnern veröffentlicht. Vorliegende Angaben und Daten über die Konzentration und Aktivierung von Mitteln der ukrainischen Luftabwehr im Abschussgebiet unmittelbar vor der Realisierung des Verbrechens und die Korrektur der ursprünglichen Flugroute in dieses Gebiet beweisen seine rechtzeitige Vorbereitung. Allein schon die zum Himmel schreienden Fakten der vom Geheimdienst der Ukraine verbreiteten Falschmeldungen über angeblich aufgefangene Gespräche der Aufständischen beweisen, dass das Verbrechen von ukrainischen Geheimdiensten vorbereitet wurde, die – wie Sie sicher wissen – von der CIA der USA mit dem Ziel der Provokation der europäischen Länder kontrolliert werden. Ziel dieser Aktionen ist die Beschuldigung Russlands am Abschuss des Passagierflugzeuges und seine Einbeziehung in einen Krieg mit der Ukraine. Und Sie, Herr Premierminister, nehmen an dieser verbrecherischen Provokation teil.

2. Sich berufend auf diese Pseudofakten, sprechen Sie die folgende ungerechte und ungesetzliche Behauptung aus:

„Dies ist das Resultat der Handlungen Russlands, welche einen souveränen Staat destabilisiert, seine territoriale Integrität zerstört, kriminelle Formationen unterstützt, trainiert und bewaffnet. Wir müssen auf diese ungesetzlichen Handlungen entsprechend reagieren“.

Aber gerade ihre Handlungen, sehr verehrte Chefs der NATO, führten zu dieser Tragödie. Sie und Ihre Kollegen unterstützten die bewaffneten Auseinandersetzungen, und den Staatsstreich, der in der Ukraine mit nationalsozialistischen Losungen verwirklicht wurde. Ihnen müssen sie doch über die massenhaften Verbrechen und über die Ermordung ukrainischer Bürger berichten. Falls Sie es nicht wissen, schauen Sie in das Weißbuch der Verbrechen (1). Dort finden Sie die Verbrechen, die an Bürgern der Ukraine von Ihren Schützlingen verübt wurden. An ihnen klebt das Blut der in Odessa verbrannten Kinder und Frauen, Tausende erschlagene friedliche Einwohner von Mariupol, Slavjansk, Kramatorsk, Lugansk, Donezk u.a. ukrainischer Städte. Solange die von der ukrainischen Macht vollzogenen Massenmorde nicht Ihre Bürger betrafen, haben Sie geschwiegen. Gleiches gilt auch für den täglichen Artilleriebeschuss, die Bombardierung von Städten der Ostukraine mit Kassetten- und Phosphorbomben, die bewusste Zerstörung von lebenswichtigen Versorgungssystemen. Von der von Ihnen unterstützen ukrainischen Macht sind jetzt auch Ihre Bürger betroffen. Betrogen, in die Falle gelockt und vernichtet wurde ein malaysisches Passagierflugzeug mit 298 Menschen an Bord. Ich denke, es wird für Sie nicht uninteressant sein zu wissen, dass die ukrainischen Kräfte von amerikanischen und europäischen Instrukteuren und Beratern trainiert und unterrichtet werden. Bei der Planung von Vernichtungsoperationen gegen Einwohner der Ostukraine nehmen Mitarbeiter der CIA teil.

3. Sie behaupten, wenn der russische Präsident, Vladimir Putin, die Unterstützung der Aufständischen in der Ostukraine einstellen würde, dann könnte die ukrainische Macht die Ordnung wieder herstellen und die Krise wäre beendet. Es gibt keinen Zweifel, dass die Krise mit der physischen Vernichtung oder mit der Vertreibung aller Bürger der Ukraine enden würde, die mit dem gegenwärtigen Regime nicht einverstanden sind.

4. Wenn Sie erklären, dass die Aufständischen das Volk der Ukraine nicht vertreten, dann treten Sie als Advokat der ukrainischen Macht auf, welche alle, die mit ihnen nicht einverstanden sind, nicht als Bürger der Ukraine betrachtet. Das bedeutet, Sie unterstützen ethnische Säuberungen und die Ermordung friedlicher Bürger. Damit treiben Sie diese Bürger zu neuen Verbrechen.

5. Die Lehren aus der Geschichte Europas sollten Sie auf keinen Fall vergessen. Mit Ihren unbewiesenen Beschuldigungen provozieren Sie einen Krieg. Sie nehmen sich das Recht, Völker aufeinander zu hetzen, über sie zu richten und die Welt mit Lügen und Gewalt zu steuern. So haben es Ihre Vorgänger gemacht. Chamberlain und andere europäische Führer unterstützten und orientierten Hitler gegen die UdSSR. Mit der erdachten Beschuldigung des Besitzes von Massenvernichtungswaffen wurde der Staat Irak vernichtet. Belgrad wurde von der NATO bombardiert. Schon mit Ihrer persönlichen Unterstützung wurde Libyen vernichtet. Für alle ihre Verbrechen haben Millionen völlig unschuldige Menschen mit ihrem Leben bezahlt. Darunter auch die Passagiere des von Ihren Schützlingen abgeschossenen Flugzeuges mit dem Ziel der Provokation neuer Verbrechen gegen die Menschheit.

Ich bin einverstanden mit Ihnen, dass es notwendig ist, eine gründliche Untersuchung der Flugzeugkatastrophe durchzuführen. Russland hat, wie Sie gebeten haben, eine ausführliche und vollständige Information über den Vorfall gegeben. Außerdem hat unser Land die Sammlung von Beweisstücken und das Auffinden der Opfer aktiv unterstützt. Wir können nur hoffen, dass Ihre Experten, denen diese Beweisstücke übergeben wurden, sich jetzt ein objektives Bild machen werden. Vielleicht klären Sie, warum die ukrainische Macht alle Aufzeichnungen von ihren Radarstationen, die das Flugzeug geführt haben, schnell beseitigen ließ. Vielleicht erhalten Sie die Zeugenaussagen von den ukrainischen Fluglotsen, denen der ukrainische Geheimdienst verboten hat, irgendetwas zu sagen.

Und letztendlich. Sie sprechen über die Notwendigkeit der Herstellung langfristiger Beziehungen zwischen der Ukraine, der EU und Russland in Abhängigkeit davon, wie Russland auf die schreckliche Tragödie reagiert. Die Führung Russlands reagierte in voller Übereinstimmung mit Ihrem Aufruf. Sie fordert die unverzügliche Einstellung aller Kriegshandlungen und die Aufnahme von Verhandlungen.

Genauso ist unser Land auch in der Zeit der antiterroristischen Operationen in der Tschetschenischen Republik aufgetreten.

Entschuldigen Sie die Schärfe meines Schreibens. Ich bin aufgeregt.

S. Stepaschin

Premierminister Russlands im Jahre 1999 Innenminister Russlands im Jahre 1998

Justizminister Russlands im Jahre 1997 Direktor des FSB von 1994 bis 1995

[1] Weißbuch der Menschenrechtsverletzungen und der Verletzung der Grundrechte der Ukraine (von April bis Mitte Juni 2014) vom Außenministerium der Russischen Föderation, Juni 2014 г.

Russische Quelle: (Hier findet sich der Brief auch in Englisch und Russisch)

http://nstarikov.ru/blog/43817

Es gibt weitere offene Briefe an die Deutschen und die Welt von russischer Seite. Hier der Link zu einem, der allerdings schärfer im Ton und vielleicht gerade deswegen beachtenswert ist: Russischer Appell an die Deutschen

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