19. Juni 2018

Dr. Gniffkes Macht um acht: Das üble Foulspiel der Nachrichten-Redakteure 


ARD-aktuell zieht in der Rahmen-Berichterstattung zur Fußball-WM in Russland – und teils während der Spiele selbst wieder einmal alle feindseligen Propaganda-Register. In sozialen Medien fragen Nutzer nach Alternativen zu Übertragungen auf deutschen Sendern.

von Friedhelm Klinkhammer und Volker Bräutigam, 19.06.2018
Eine charakterlose Journaille darf sich wieder weidlich austoben: Der öffentlich-rechtliche Nachrichtenjournalismus pervertiert seinen Auftrag, sachlich zu informieren, auch im Rahmen von Welt-Sportereignissen. Zur Begleitberichterstattung im speziellen Fall der Fußball-WM in Russland schicken beispielsweise Tagesschau und Tagesthemen journalistische Anti-Typen wie die WDR-Korrespondentin Golineh Atai und den selbsternannten Doping-„Enthüllungsjournalisten“ Hans-Joachim Seppelt an die Propaganda-Front. Die zeigen mustergültig, wie sich eine friedliche Form der internationalen Begegnung und des multinationalen sportlichen Leistungsvergleichs zu antirussischer Hetze und üblichem Putin-Bashing missbrauchen lässt.
Volles Rohr! Golineh Atai am 14. Juni: „Putins Propagandaplattform“ … „die Fußball-WM in Russland wirft ethische Fragen auf“… „Intellektuelle veröffentlichen Boykottaufrufe“ … „So oder so, Putin steht als Sieger da.“
Persönliches Unlustempfinden als „ethische Frage“
Üblicher Qualitätsjournalismus: Nichts Konkretes auf der Pfanne, stattdessen den russischen Präsidenten dämonisieren und über sich angeblich stellende, aber nicht näher benannte „ethische Fragen“ spintisieren – schon ist eine fette Portion abträglicher Stimmungsmache abgesondert. Plus Missgunst im Übermaß: „Putin steht als Sieger da.“
Hier weiterlesen: https://deutsch.rt.com/meinung/71619-dr-gniffkes-macht-um-acht-foulspiel/

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19. Juni 2018

Markus Lanz – Gespräche mit ziemlich fremden Freunden

Sehenswerte Sendung im Internet – verfügbar bis 13.07.2018

Russland ist 2018 nicht nur durch die Präsidenten-Wahl und die Fußball-WM näher in unser Blickfeld gerückt. Auch im Mittelpunkt der jüngsten politischen Entwicklungen steht „Putins Reich“.

https://www.zdf.de/gesellschaft/markus-lanz/markus-lanz—russland-vom-14-juni-2018-100.html

19. Juni 2018

„Kontinuierliche, automatische Überwachung“: Die EU, die Zensur und das Urheberrecht (Nachdenkseiten)

Die EU plant eine Zeitenwende: Künftig sollen Inhalte noch vor der Veröffentlichung im Internet herausgefiltert – also zensiert – werden. Die Einführung dieses gefährlichen Prinzips wird von der EU mit dem „unverfänglichen“ Schutz des Urheberrechts verknüpft. Wird das Prinzip der prophylaktischen Löschung vor einer Veröffentlichung jedoch erst einmal akzeptiert, kann es zukünftig auch potenziell zur politischen Zensur genutzt werden. Die Strategie der harmlos formulierten, aber vielseitig einsetzbaren Regelungen nutzen die EU-Institutionen nicht das erste Mal im Zusammenhang mit versuchter Meinungsunterdrückung. Von Tobias Riegel.

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https://www.nachdenkseiten.de/?p=44517

19. Juni 2018

Kampf um Berlins Weigerung, NS-Opfer zu entschädigen (german-foreign-policy.com)

 

Erneut ist die Bundesregierung vor einem italienischen Gericht mit ihrer Weigerung, NS-Opfer zu entschädigen, gescheitert. Geklagt hatte der Sohn des Italieners Paolo Frascà, der Anfang 1944 von den NS-Besatzern festgenommen, gefoltert und am 24. März 1944 in den Ardeatinischen Höhlen gemeinsam mit 334 anderen Zivilisten ermordet worden war. Der Römische Zivilgerichtshof hat ihm nun Recht gegeben. Damit hat sich zum wiederholten Mal die italienische Justiz der deutschen Forderung widersetzt, Privatpersonen dürften nicht vor ausländischen Gerichten gegen die Bundesrepublik klagen – dies widerspreche der „Staatenimmunität“. Während Berlin alles daran setzt, künftige Klagen abzuwehren, wird am Donnerstag in Köln das Urteil in einem Entschädigungsverfahren erwartet, das ein Opfer der NS-Zwangsgermanisierung angestrengt hat. Der Kläger wurde – wie womöglich Hunderttausende andere Kinder – von den NS-Besatzern seiner Familie entrissen und zur „Eindeutschung“ ins Reich verschleppt. Gedenkinitiativen rufen zu einer Gedenkveranstaltung auf.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7642/

19. Juni 2018

US Conference of Mayors Urges Trump To Diligently Pursue Korea Peace

https://worldbeyondwar.org/us-conference-of-mayors-urges-trump-to-diligently-pursue-korea-peace/

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At the close of its 86th Annual Meeting in Boston, the United States Conference of Mayors (USCM), unanimously adopted a sweeping resolution “Calling on the Administration and Congress to Step Back From the Brink and Exercise Global Leadership in Preventing Nuclear War”.

In the resolution, “the USCM welcomes the dramatic diplomatic opening between the U.S. and North Korea and urges President Trump to patiently and diligently work with North and South Korea for a formal resolution of the Korean War and normalized relations with a denuclearized Korean peninsula.”

The USCM also “reaffirms the importance and efficacy of the 2015 Joint Comprehensive Plan of Action negotiated by Iran, the U.S. and 5 other nations to limit Iran’s nuclear program in exchange for sanctions relief, and calls on [the] U.S. Administration to pursue diplomacy and normalized relations with Iran with the goal of establishing a zone free of nuclear, chemical and biological weapons in the Middle East.”

The resolution notes that tensions between the United States and Russia “have risen to levels not seen since the Cold War” and warns that “this is only one of many nuclear flashpoints, from the Korean Peninsula, to the South China Sea to the Middle East and South Asia, where all of the nuclear-armed states are engaged in unpredictable conflicts that could catastrophically escalate out of control.”

The resolution also warns that the February 2018 U.S. Nuclear Posture Review “manifests a commitment to an increasing and long-term reliance on nuclear arms, lowers the threshold for use of nuclear weapons”, proposes new warheads and missiles, and “endorses current plans to sustain and upgrade existing nuclear forces and infrastructure projected to cost well over a trillion dollars over the next three decades.”

Noting that “in 2017 the United States spent $610 billion on its military, more than two and a half times as much as China and Russia combined, amounting to 35% of world military spending”, and that this huge amount is slated to rise significantly in coming years ”the USCM “calls on the President and Congress to reverse federal spending priorities and to redirect funds currently allocated to nuclear weapons and unwarranted military spending to support safe and resilient cities” and to meet basic human needs.

The USCM resolution expresses deep regret that the United States and the seven other nuclear-armed states boycotted last year’s negotiations for a Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons (TPNW) and urges the U.S. government to “embrace the TPNW as a welcome step towards negotiation of a comprehensive agreement on the achievement and permanent maintenance of a world free of nuclear arms”.

Finally“the USCM calls on the United States to lead a global effort to prevent nuclear war by renouncing the option of using nuclear weapons first; ending the sole, unchecked authority of any president to launch a nuclear attack; taking U.S. nuclear weapons off hair-trigger alert; cancelling the plan to replace its entire arsenal with enhanced weapons; and actively pursuing a verifiable agreement among nuclear armed states to eliminate their nuclear arsenals.”

The resolution was sponsored by Mayors for Peace U.S. Vice-President T.M. Franklin Cownie, Mayor of Des Moines, Iowa and 25 co-sponsors including USCM President Steve Benjamin, Mayor of Columbia, South Carolina and USCM International Affairs Committee Chair Nan Whaley, Mayor of Dayton, Ohio.

The USCM, the nonpartisan association of 1,408 American cities with populations over 30,000, has unanimously adopted Mayors for Peace resolutions for 14 consecutive years.Resolutions adopted at annual meetings become USCM official policy.

As noted in this year’s resolution, “Mayors for Peace, which is working for a world without nuclear weapons and safe and resilient cities as essential measures for the realization of lasting world peace, has grown to 7,578 cities in 163 countries and regions, with 213 U.S. members, representing in total over one billion people”. Mayors for Peace, founded in 1982, is led by the Mayors of Hiroshima and Nagasaki.

19. Juni 2018

Zweiter Weltweiter Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit

worldmarch

Im Zuge der Vorbereitungen für den zweiten weltweiten Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit besucht Rafael de la Rubia, Gründer von World without Wars and Violence (Welt ohne Kriege und Gewalt), zur Zeit verschiedene Länder und Organisationen, um den Marsch zu einem riesigen Event auszubauen und dadurch weltweit ein Bewusstsein für Gewaltfreiheit zu schaffen. Während seines Besuchs in Indien führte die Zeitung ‘The Hitavada’ ein Interview mit ihm, in dem er die Notwendigkeit unterstreicht, die Kraft des Mitgefühls zu stärken und auszubauen.

Können Sie sich kurz selber beschreiben und welche Erfahrungen Sie als Weltfriedensaktivist gemacht haben?

Ich habe als Weltfriedensaktivist in über 60 Ländern von Amerika über Europa bis nach Asien gearbeitet. Als einer der Gründer der internationalen Organisation „Welt ohne Kriege und Gewalt“ und als Urheber und Pressesprecher des weltweiten Marsches für Frieden und Gewaltfreiheit bin ich seit 35 Jahren aktiv im Bereich Gewaltfreiheit tätig.

Zudem bin ich Präsident des „Humanist Forum of Educators“ (Humanistischen Forums für Erziehung), das die Entwicklung von Methodologien für eine gewaltfreie Erziehung verfolgt, sowie Koordinator des „Forum for Nuclear Disarmament of the Mediterranean“ (Forum für nukleare Abrüstung im Mittelmeerraum) und habe bei internationalen Seminaren mitgewirkt, um das Verständnis, die Entwicklung und die Umsetzung eines neuen Humanismus zu fördern, der sich auf weltweite Abrüstung konzentriert. Meine Tätigkeit ist also vielfältig, verbunden mit zahlreichen Herausforderungen und war wirklich großartig bis jetzt. Ich habe auch Bücher zum Thema geschrieben, darunter „Introduction to a Universal Humanism“ (Einführung zum universalen Humanismus) und „Reconciliation for a World Without Wars“ (Versöhnung für eine Welt ohne Kriege).

Sind Sie zum ersten Mal zu Besuch in Madhya Pradesh? Und wofür steht die Organisation „Welt ohne Kriege und Gewalt„?

Welt ohne Kriege und Gewalt“ ist eine internationale humanistische Organisation, die Teil der humanistischen Bewegung ist. Sie nimmt einen besonderen beratenden Status innerhalb des Wirtschafts- und Sozialrat der Vereinten Nationen ein. Die Organisation wurde 1994 gegründet und wir sind in über 30 Ländern aktiv, auch in Indien. „Welt ohne Kriege und Gewalt“ ist eine soziale Bewegung, deren Ziel die Schaffung eines weltweiten Bewusstseins für Gewaltfreiheit ist.

In Madhya Pradesh bin ich zum ersten Mal und ich erlebe die Menschen hier als sehr kooperativ und energiegeladen. Wir sollten die Energie der Jugend mobilisieren, um die Friedensbemühungen zu verstärken. Dazu müssen wir aber ihren Intellekt miteinbeziehen und ihr Verständnis für die Kraft von Frieden vertiefen, um einen echten Wandel herbeiführen zu können. Unser Hauptanliegen es also, eine Strategie zur Mobilisierung der Jugend zu entwerfen und diejenigen gesellschaftlichen Bereiche zu identifizieren, in denen die Arbeit mit Jugendlichen für humanitäre Zwecke in Betracht gezogen werden kann.

Am 2. Oktober 2018 wird in Neu Delhi ein weltweiter Marsch für Frieden starten. World Without Wars wird dieses Großereignis zusammen mit Ekta Parishad unter dem Aktivisten Rajagopal PV für Gewaltfreiheit nach Gandhi lancieren. Der Marsch wird sich auf die Unterstützung und den Schutz von marginalisierten Bereichen konzentrieren, der Höhepunkt wird die Ankunft in Genf beim Hauptquartier der Vereinten Nationen sein.

Was hat Sie in Indien und in Madhya Pradesh im Besonderen am meisten beeindruckt?

Die Not hat mich am meisten bewegt. Aber auch die Tatsache, dass die Sprache, die Kultur und die Traditionen in den einzelnen Gegenden sehr unterschiedlich sind. Wegen der Kürze des Besuchs ist es aber schwierig, über die Besonderheiten und Charakteristika der Region zu sprechen. Meine vorangegangenen Aufenthalte beschränkten sich eher auf große Städte wie Delhi oder Mumbai.

Wie ist die allgemeine öffentliche Meinung über Indien in Ihrem Heimatland Spanien?

In Spanien hat man viel Respekt vor den Werten Gandhis und speziell in Konfliktzonen orientiert man sich an Indien und Mahatma Gandhis Prinzipien der Gewaltfreiheit zur Lösung von Konflikten. In unserer Organisation fördern wir Kampagnen auf internationalem Niveau wie zum Beispiel Europe for Peace (Europa für Frieden), Mediterranean without Nuclear Weapons (Mediterraner Raum ohne Atomwaffen) und Latin America Free of Wars (Lateinamerika ohne Kriege). In all diesen Kampagnen werden auf deren internationalen Plattformen immer die Vorbilder aus Indien wie Mahatma Gandhis Vision für Frieden thematisiert und diskutiert.

Der weltweite Marsch für Frieden und Gewaltfreiheit kommt zu einer Zeit, in der Entmenschlichung in jedem Bereich der Gesellschaft immer weiter voranschreitet, überall auf der Welt. Gleichzeitig suchen die Stimmen der Nächstenliebe und des Mitgefühls immer mehr nach Ausdruck, obwohl auch klar ist, dass sie in den Leitmedien nur wenig Gehör finden. Eine Ausnahme ist der Artikel „The cult of being kind“ (etwa: „Der Kult der Nächstenliebe“) von Eva Wiseman, erschienen im Guardian. Deshalb ist es auch so wichtig, dass der weltweite Marsch für Frieden als Sprachrohr für diese Stimmen fungiert, für eine wahrhaftige Revolution gesellschaftlicher Werte mit dem Ziel, den Mensch anstatt das Kapital in den Mittelpunkt zu stellen.

Übersetzung aus dem Englischen von Evelyn Rottengatter

Übernommen von Pressenza:

https://www.pressenza.com/de/2018/04/zweiter-weltweiter-marsch-fuer-frieden-und-gewaltfreiheit-die-kraft-des-mitgefuehls-ausbauen/


 

Erster Weltweiter Marsch fordert Frieden und Gewaltlosigkeit

Im November 2009, fast auf den Tag genau 20 Jahre nach dem Mauerfall und 65 Jahre nach dem Ende des 2. Weltkrieges war das internationale Team des Weltweiten Marsches am 6. November 2009 in Berlin eingetroffen.

http://www.theworldmarch.org

Die Repräsentanten des Weltmarsches stellten im Jahr 2009 die folgenden Forderungen:

  • Weltweite atomare Abrüstung
  • Sofortiger Rückzug aus den besetzten Gebieten
  • Progressive u. proportionale Abrüstung konventioneller Waffen
  • Nichtangriffspakten zwischen den Ländern
  • Verzicht auf den Einsatz von Krieg als Mittel zur Konfliktlösung

Unterstützt wurden diese Forderungen von einer eindrucksvollen Liste von Unterstützern aus zahlreichen Ländern.

http://www.theworldmarch.org/index.php?secc=adhesiones

Ein Komitee der Friedensnobelpreisträger, das in Berlin tagte, unterstützte den Marsch.

Am 6. November 2009 gab es mit den folgenden Referenten in der Humboldt Universtität zu Berlin ein
Symposium für nukleare Abrüstung..

Hans-Christian Ströbele, MdB (Bündnis 90 / Die Grünen)
Wolfgang Gehrcke, MdB (Die LINKE)
Franziska Drohsel, (SPD), Bundesvorsitzende Jusos
Otfried Nassauer (BITS)
Marion Küpker (GAAA)
Abdullah Wagishauser, Bundesvorsitzender Ahmadiyya Muslim Jamaat
Micky Hirsch / Bhairavi Sagar (Basisteam Weltmarsch)
Moderation:
Michael Steinbach (Welt ohne Kriege e.V.)

Der 1. Weltweite Marsch für Frieden und Gewaltlosigkeit begann am 2.Okober 2009, dem Internationalen Tag der Gewaltfreiheit, in Wellington, Neuseeland und endete am 2. Januar 2010 in Argentinien. In Hunderten von Städten wurden Märsche, Festivals, Foren, Konferenzen und andere Events durchgeführt.

Zu den Unterstützern des Weltmarsches 2009 zählten Evo Morales , Isabel Allende, Helen Clark, Präsidentin Dr. Cristina Fernandez de Kirchner, Rigoberta Menchu Tum, Mario Soares, Jimmy Carter, Yoko Ono, Lou Reed, Noam Chomsky, Pete Seeger, Dennis Kucinich, Giulietto Chiesa, Tony Benn, Daniel Berrigan, Jean Ziegler und hunderte andere mehr.

Sudhir Gandotra, der Sprecher des Marsches für Frieden und Gewaltlosigkeit für die Region Asien-Pazifik sowie und Dr. Harald Freyer, Physiker und Mitorganisator des Marsches in Deutschland sind Unterzeichner der internationalen Petition war-is-illegal.org

19. Juni 2018

Mexico vs. Germany (Live @ Fanmeile in Berlin, Germany) – by Zo & Marimar

Alonzo y Maria

18. Juni 2018

Neue linke Bewegung: «Wir wollen Mitglieder der SPD und der Grünen genauso ansprechen wie Parteilose» – Interview mit Sahra Wagenknecht (NZZ)

Während die Regierung in Berlin in der Krise steckt, arbeitet Sahra Wagenknecht an einer neuen linken «Sammlungsbewegung». Das Projekt hat viele Gegner, weil die Fraktionschefin der Linkspartei sich auch für mehr Polizei einsetzt und Respekt vor Identität und Tradition einfordert.

weiter zum Interview

http://bit.do/ene2h

 

18. Juni 2018

Was wurde im Bundestag am 13. Juni 2018 zur Kampfdrohnen-Beschaffung beschlossen? Was tun?

Info von Elsa Rassbach:

BESCHLUSS DES HAUSHALTSAUSSCHUSSES DES DEUTSCHEN BUNDESTAGS ZUR KAMPFDROHNEN-BESCHAFFUNG
Der Maßgabenbeschluss im finalen Beschluss des Haushaltsausschusses am 13.06.2018 legt fest:
1) es darf keine Munition für Heron TP beschafft werden;
2) es darf keine Waffenausbildung für Heron TP von Bundeswehrpersonal stattfinden;
3) das Aufheben dieser Beschlüsse ist nach Vorlage eines neuen Beschlusses des Bundestags nach ethischer und völkerrechtlicher Würdigung möglich.

ERKLÄRUNG:
Die Heron TP Drohnen werden zuerst ausschließlich für die Aufklärung eingesetzt. Das Verteidigungsministerium darf jedoch jederzeit eine Vorlage dem Bundestag präsentieren, um Munition für die Drohnen zu kaufen. Daraufhin soll nach der Vorstellung der SPD-Bundestagsfraktion eine breite gesellschaftliche Debatte sowie eine öffentliche “Würdigung” und Abstimmung im Bundestag stattfinden, bevor der Haushaltsausschuss die Beschaffung der Munition bewilligen könnte. Die nächste Schritte der Bundesregierung (um das Ziel der Bewaffnung der Drohnen zu erreichen) könnten schon vor Ende 2018 — aber auch erst nach einigen Jahren — erfolgen.

Deutschland ist bisher der einzige NATO-Mitgliedstaat, in dem die Regierungsparteien eine solche Untersuchung dieses gefährlichen Waffensystems angeordnet haben.
Die Entscheidung des Bundestags zur Frage der Bewaffnung der Heron TP Drohnen könnte auch Auswirkungen für die Eurodrohne haben, die erst in 2025 serienreif werden soll.

Die Friedensbewegung fordert eine breite gesellschaftliche Diskussion sowie eine parlamentarische Debatte unter Einbeziehung von Expert*innen und der Zivilgesellschaft über die Legalität, über ethische Fragen sowie über die humanitären Folgen eines Einsatzes von Kampfdrohnen. Die Bevölkerung muss direkt in die Diskussionen über die Bewaffnung einbezogen werden. Die Bundesregierung sollte zudem international gegen die militärische Nutzung von Drohnen einsetzen und die völkerrechtlichen Normen stärken.

Seit der Gründung in 2013 des bundesweiten Netzwerks „Drohnen-Kampagne”(https://drohnen-kampagne.de), mit 150 beteiligte Organisationen, haben Friedensbewegte hierzulande vieles dazu beigetragen, dass hier in Deutschland eine Mehrheit der Bevölkerung Kampfdrohnen ablehnt. Leider ist dies bei den gewählten Vertreter*innen der Bevölkerung im Bundestag nicht so der Fall.  Wir haben trotz alledem Wichtiges erreichen können:  Deutschland ist das letzte große NATO-Mitgliedstaat, das bewaffnungsfähige Drohnen beschaffen wird.  Die Bewaffnung der Drohnen bleibt noch sehr umstritten, auch im Bundestag und sogar auch noch in der SPD. Es könnte noch Jahre dauern, bevor die Frage der Bewaffnung und/oder der Einsatzregeln für deutsche militärische Drohnen entschieden wird.

UNSERE AUFGABE BLEIBT: Aufklärung, Aufklärung, Aufklärung!

WEITERE INFOS:

IPPNW Pressemitteilung vom 13. 06. 2018: „Ethische und rechtliche Debatte über Kampfdrohnen notwendig“
https://www.ippnw.de/startseite/artikel/de/ethische-und-rechtliche-debatte-ueb.html

Videobeitrag (6 Minuten) zum Protest gegen den Kampfdrohnen-Beschluß am 13. Juni 2018 vor dem Bundestag, mit  MdB Karl-Heinz Brunner (SPD), MdB Andrej Hunko (DIE LINKE), Angelika Wilmen (Pressesprecherin IPPNW) und Elsa Rassbach (Friedensaktivistin & Sprecherin CODEPINK in Deutschland), siehe http://youtu.be/oTtV1_TsDOQ
(Video von Johannes Klemt / kameramensch.de)

RBB-Kulturradio-Beitrag am 15.06.2018 zur Anschaffung der Heron TP Drohnen (vom 1:17 bis 6:35)  https://www.kulturradio.de/programm/schema/sendungen/kulturtermin/archiv/20180615_1904.html
(Die Sendung wurde am 17.06.  zweimal wiederholt.)

Bundestag-Mediathek vom 14.06.2018 (45 Minuten) zur 39. Plenarsitzung , TOP 11: „Beschaffung von bewaffnungsfähigen Drohnen“, mit Redebeiträgen von allen Bundestagsfraktionen,
siehe https://www.bundestag.de/mediathek?videoid=7245832#url=L21lZGlhdGhla292ZXJsYXk/dmlkZW9pZD03MjQ1ODMy&mod=mediathek
Der Antrag gegen eine Beschaffung von bewaffnungsfähigen Drohnen wurde durch die Bundestagsfraktion DIE LINKE gestellt.

Beispiele der Berichterstattung der bürgerlichen Presse:
— Tagesschau 13.06.2018: „Grünes Licht vom Bundestag: Bundeswehr bekommt waffenfähige Drohnen“
https://www.tagesschau.de/inland/bundeswehr-drohnen-heron-101.html
„Die Bundeswehr bekommt nach jahrelangem Streit nun doch Kampfdrohnen. Nur so richtig kämpfen können die nicht. Denn vorerst wird auf Bewaffnung verzichtet – was vor allem die SPD freut.“
— Die Zeit 13.06.2018: „Bundestag bewilligt bewaffnungsfähige Drohnen“
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2018-06/kampfdrohnen-beschaffung-bundestag-herontp

Mit der Beschaffung der Heron TP Drohnen wächst die Kooperation der Bundesregierung mit den beiden größten Unternehmen der israelischen Luftfahrt- und Verteidigungsindustrie, siehe „Elbit und IAI stärken Präsenz in Deutschland” (Israel Ministry of Economy and Industry) http://www.itrade.gov.il/germany/elbit-und-iai-starken-prasenz-in-deutschland/
Die Beihilfe der Bundesregierung für die israelischen Rüstungs- und Sicherheitsindustrie wird durch jüdische und israelische Aktivist*innen und Wissenschaftler*innen stark kritisiert, siehe u.a. von Dr. Shir Hever „Israelische Angriffsdrohnen: Die Bundeswehr trifft eine falsche Wahl“
http://www.juedische-stimme.de/2017/06/17/israelische-angriffsdrohnen-die-bundeswehr-trifft-eine-falsche-wahl/

18. Juni 2018

NOTICIAS DE AMERICA LATINA Y EL MUNDO, 18 de Junio 2018

Coordinador Alemania PCChile
Chile- Freundschaftsgesellschaft Salvador Allende e.V

http://bit.do/eneMi

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