Archive for Juni, 2025

26. Juni 2025

Im Windschatten der geplanten Stationierung von US-Raketen träumen Think-Tanks und Rüstungsindustrie von der Atommacht BRD (UZ, Unsere Zeit)

26. Juni 2025

Wang Yi, Mitglied des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und Direktor der Zentralkommission für Auswärtige Angelegenheiten, traf sich mit Graham Allison, Professor der Harvard-Universität (Xinhua)

https://english.news.cn/20250626/ad034ce0c94d4f7287230872be17dfdf/c.html

PEKING, 26. Juni (Xinhua) — Wang Yi, Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und Direktor des Büros der Zentralkommission für Auswärtige Angelegenheiten, traf sich am Mittwoch in Beijing mit Graham Allison, einem Professor der Harvard-Universität.

Wang sagte, die Chinesen schätzten Harmonie ohne Uniformität, was sich grundlegend von der westlichen Nullsummenmentalität unterscheide. Diese Perspektive lege den Schwerpunkt auf die Erreichung eines harmonischen Zusammenlebens durch die Anerkennung und den Respekt vor Unterschieden, was letztlich die Förderung und Stärkung gemeinsamer Interessen zwischen den Nationen fördere.

China und die Vereinigten Staaten müssten nun eine neue Erzählung konstruieren, die die zukünftigen Interaktionen zwischen den beiden Großmächten regeln könne, merkte er an.

Wang sagte, die vom chinesischen Präsidenten Xi Jinping vorgeschlagenen Prinzipien des gegenseitigen Respekts, der friedlichen Koexistenz und der Win-Win-Kooperation seien eine wesentliche Orientierung für China im Umgang mit den USA. Er äußerte die Hoffnung, dass die USA mit China zusammenarbeiten werden, um die grundlegende Frage der gegenseitigen Wahrnehmung zu klären, den Ton für die chinesisch-amerikanischen Beziehungen festzulegen und den richtigen Weg für eine Koexistenz unter der Führung dieser drei Prinzipien zu finden.

„Wir hoffen, dass einsichtige Menschen aus der gesamten US-Gesellschaft eine aktive Rolle dabei spielen werden, eine objektive und positive Wahrnehmung Chinas zu fördern und einen angemessenen Umgang zwischen den beiden Ländern zu unterstützen“, fügte Wang hinzu.

Graham Allison, Professor an der Harvard-Universität sagte, dass das Konzept der Harmonie ohne Uniformität eine gemeinsame Basis mit dem US-amerikanischen Wert der Achtung der Vielfalt habe und dass beide Seiten eine strategische Positionierung für die Koexistenz finden sollten, um nicht in die Thukydides-Falle zu tappen.

Die Vereinigten Staaten und China sollten einen neuen, prinzipiellen Rahmen für die künftige Entwicklung der bilateralen Beziehungen schaffen, wobei gegenseitiger Respekt das oberste Prinzip sei, sagte Allison und drückte seine Bereitschaft aus, weiterhin zur Förderung der Kommunikation und des Austauschs zwischen beiden Seiten beizutragen und die stabile Entwicklung der bilateralen Beziehungen zu fördern.

26. Juni 2025

Übersetzung von „Krieg gegen den Iran“ von Craig Murray (Nachdenkseiten)

Der frühere britische Botschafter, Menschenrechtsaktivist und schottische Journalist Craig Murray hat schon vor rund 20 Jahren öffentlich Menschenrechtsverletzungen kritisiert, die von westlichen Regierungen gedeckt wurden. Deshalb verlor er sein Amt als Botschafter in Usbekistan. Seine Stimme erhebt er aber auch weiterhin gegen die britische und US-amerikanische Außenpolitik. Unter anderem war Murray einer der prominentesten Unterstützer von Julian Assange. Im folgenden Text beleuchtet er die Verbindungen zwischen westlichen Geheimdiensten, insbesondere dem britischen Auslandsgeheimdienst MI6, Israel und einer medialen Kampagne, die dem Krieg gegen den Iran vorausging. Der Artikel wurde von Susanne Hofman übersetzt.

Dieser Beitrag ist auch als Audio-Podcast verfügbar.

hier zum Artikel:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=134995

26. Juni 2025

In ganz Russland finden anlässlich des Tages des Gedenkens und der Trauer zum Jahrestag des Großen Vaterländischen Krieges, der am 22. Juni 1941 begann, Aktionen statt.

VIDEO LINK HIER

25. Juni 2025

USA bombardieren Atomanlagen im Iran. Kampf gegen Hegemonieverlust mit allen Mitteln (UZ, Unsere Zeit)

25. Juni 2025

x – Twitter: Ukraine / Iran / Palestine / Gaza

HIER MEIN TWITTER ACCOUNT:
twitter.com/berlinSTOPwar

25. Juni 2025

Krieg der Informationen – Geheimdienstbericht: Zweifel am Erfolg des US-Angriffs auf Nuklearprogramm des Iran. US-Regierung widerspricht: Anlagen »vollständig zerstört« (junge Welt)

hier weiterlesen:
https://www.jungewelt.de/artikel/502719.krieg-im-iran-krieg-der-informationen.html

25. Juni 2025

Hände weg von Iran, Palästina, Yemen – Kundgebung organisiert von Gruppen der Friedenskoordination Berlin + Stimme für Gerechten Frieden in Nahost + Iranische Friedensfreundinnen und Friedensfreunde


  • Rede von Barbara Majd Amin gegen den Angriffskrieg gegen den Iran
    Für den 24. Juni hatten die „Friedenskoordination Berlin“ (Friko), die „Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“ und iranische Friedensfreunde zu einer Kundgebung vor dem Bundeskanzleramt aufgerufen. Ihre Forderung: „Für einen sofortigen Waffenstillstand zwischen Israel und Iran!“ Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer verurteilten den Angriffskrieg Israels und der USA gegen den Iran. Sie waren sich einig: Frieden im Mittleren Osten ist nur möglich, wenn der Westen den Großisraelplänen Netanjahus die Unterstützung entzieht!“ Auf der Kundgebung sprach neben weiteren Barbara Majd Amin für die Friko. Wir veröffentlichen im Folgenden ihre Rede:
  • Liebe Freunde des Friedens, Kolleginnen und Kollegen,
  • liebe Genossinnen und Genossen,
  • liebe Palästinenserinnen und Palästinenser,
  • liebe Iranerinnen und Iraner,
  • ich teile mich euch das Entsetzen, die Wut, die Empörung über diesen völkerrechtswidrigen Krieg gegen Iran. Und ich teile mit euch die große Sorge, dass dieser Krieg Ausmaße der Zerstörung anrichtet wie sie zuvor die Menschen in Libyen, in Afghanistan, im Irak und in Syrien erleiden mussten und wie sie noch immer Tag für Tag die Menschen in Gaza und im Westjordanland erleiden müssen.
  • Wir verurteilen aufs schärfste die Angriffe Israels und der USA auf den Iran, auf die Millionenstädte und die Menschen, die in ihnen leben, auf die Gasfelder, auf Wissenschaftler und Atomeinrichtungen. Mehr als 600 Menschen sind in Iran diesen Angriffen schon zum Opfer gefallen. Die heutigen Nachrichten von einer Waffenruhe geben vielleicht einen kleinen Hoffnungsschimmer, die Hoffnung stirbt zuletzt.
  • Wieder einmal ist in diesen Tagen klar geworden, dass sich die USA und Israel nicht um internationale Verträge und das Völkerrecht scheren, wenn es gilt, ihre Interessen durchzusetzen. Für diese Interessen setzen sie die Region bewusst der Gefahr eines Flächenbrandes aus, ja sogar der Gefahr des Einsatzes von Atomwaffen. Diese Gefahr muss gestoppt werden, jetzt!
  • Wer in der Region verfügt über Atomwaffen? Israel und – wenn auch weit weg – mittels ihrer Militärstützpunkte die USA. Es ist empörend, dass Israel Atomwaffen hat, und seine Atomwaffen nicht von der Internationalen Atomenergiebehörde kontrollieren lässt. Israel lässt sie nicht kontrollieren, weil es dem Weiterverbreitungsvertrag, dem Atomwaffensperrvertrag, nicht beigetreten ist. Aber Israel verlangt, dass andere Länder, Mitgliedsländer des Vertrages, kontrolliert werden. So einfach macht es sich das. Ich wiederhole: Israel schert sich nicht um internationale Verträge und das Völkerrecht.
  • Es ist empörend, dass Israel, das selbst über mindestens 100 Atomwaffen verfügt, damit die Region in Schach hält und ein anderes Land – Iran – unter dem Vorwand angreift, Iran wolle sich Atomwaffen anschaffen und sei kurz davor. Nicht nur, dass es dafür überhaupt keine Belege gibt.
  • Wir sind doch sofort hellwach, wenn die stärkste Militärmacht, die USA, und ihr engster Verbündeter Israel, vor einer unmittelbar drohenden Gefahr durch Massenvernichtungswaffen warnen, um einen Angriffskrieg zu rechtfertigen. Wie war es im Irak? Es gab sie nicht, diese Massenvernichtungswaffen und es drohte auch nicht die Gefahr für den Weltfrieden.
  • Die aktuelle Gefahr für die Region Mittlerer Osten – und damit für den Weltfrieden – das sind die Großisraelpläne Netanjahus.
  • Die Kriege Israels gegen Gaza und jetzt gegen den Iran, die Militärschläge gegen Libanon und Syrien, die Besatzung im Westjordanland, in Teilen Libanons und Syriens – sie sind Teil dieser Großisraelpläne.
  • Frieden im Mittleren Osten wird es erst geben, wenn der Wertewesten diesen Plänen die Unterstützung entzieht. Wir fordern deshalb: Stopp aller Waffenlieferungen an Israel – sofort! Schluss mit der Unterstützung der Kriege Israels gegen seine Nachbarn!
  • Die Interessen der USA in diesem Konflikt – auch sie liegen klar auf der Hand: Regime-Change in Iran zur Absicherung der US-Hegemonie in Westasien. Und das mit dem Ziel, die eigene Position in der Konfrontation gegen China zu stärken. Auch das ist ein klarer Bruch des Völkerrechts!
  • Wir in der Friedensbewegung sehen unsere Aufgabe darin, diese geostrategischen Interessen zu analysieren, die Menschen über die verheerenden Folgen ihrer Durchsetzung zu informieren und den Protest in die Öffentlichkeit zu tragen. Das tun wir heute – und das werden wir weiter tun.
  • Dazu gehört auch, die Politik im eigenen Land, also hier in Deutschland, kritisch zu hinterfragen.
  • Ich gestehe, mir fehlen die Worte, um mein Entsetzen zu beschreiben, wenn ich höre, was führende Politiker Deutschlands zum Krieg gegen Iran zu sagen haben. Das ist an Dreistigkeit und Heuchelei nicht zu überbieten. Dreist, weil sie das Völkerrecht einfach nicht zur Kenntnis nehmen, und uns sogar einreden wollen, Israels Angriff auf Iran, der diesen Krieg ausgelöst hat, sei Selbstverteidigung. Nein, das war und ist keine Selbstverteidigung – das ist ein unprovozierter Angriff!
  • Heuchlerisch sind sie, weil sie außer dieser kompletten Verdrehung ihre eigene beschämende Rolle bei den Atomverhandlungen mit Iran und nach der Kündigung durch Präsident Trump in seiner ersten Amtszeit schönreden. Heuchlerisch, weil Deutschland die Erklärung der IAEO vom 12. Juni unterstützt und mit verabschiedet hat, die sofort zum letzten Vorwand für den Angriff Israels wurde.
  • Nicht genug, dass Bundeskanzler Merz von der Drecksarbeit redet, die Israel für uns alle erledigt – das allein verdient eine Anzeige wegen Billigung eines Angriffskrieges.
  • Statt den Stopp der Angriffe zu fordern, verlangen Politiker wie Wadephul, Kiesewetter und andere, Iran solle an den Verhandlungstisch zurückkehren, als sei es nicht gerade von dort weggebombt worden. Der deutsche Außenminister Wadephul wirft Iran vor, rote Linien überschritten zu haben. Man könnte über soviel Verdrehung und Ignoranz nur den Kopf schütteln, wenn die Situation nicht so gefährlich wäre.
  • Roderich Kiesewetter, Mitglied für die CDU im Auswärtigen Ausschuss des Bundestages, wirft Iran mangelnde Verhandlungsbereitschaft und Verstöße gegen das Atomabkommen vor, er rechtfertigt den Angriff Israels, sieht die Chance zum Regime-Change und redet bereits von einer Nachkriegsordnung, an der unter anderem Deutschland mitwirken soll. Mittelfristig hätten die USA und Israel für mehr Sicherheit in der Region gesorgt. Ist der Mann noch bei Verstand? Auch seine Äußerungen sind Billigung eines Angriffskrieges und eine Anzeige wert.
  • Franziska Brandtner von den Grünen hat Verständnis für die Angriffe, deren Ziel es gewesen sei, die Atombombe zu verhindern. Ihre einzige Forderung ist die, das Bombardement ziviler Einrichtungen zu stoppen. Den Krieg und die Bombardierung von Atomanlagen verurteilt sie nicht – soweit sind die Grünen gekommen!
  • Wir empfehlen Franziska Brandtner, die Stellungnahme von El Baradei zu lesen, dem früheren Chef der Internationalen Atomenergiebehörde. Ich zitiere seinen Post auf der Social-Media Plattform X:
  • „Ein Angriffskrieg gegen den Iran verstößt gegen die UN-Charta und alle Bestimmungen des Völkerrechts. Internationale Kontrollgremien haben keinerlei Beweise für die Existenz eines militärischen Atomprogramms vorgelegt.“
  • Und weiter schreibt El Baradei: „Ein Krieg, der an den verheerenden Krieg gegen den Irak erinnert, der auf Täuschung basierte und alle Berichte internationaler Kontrollgremien missachtete, die besagten, dass es keine Massenvernichtungswaffen gäbe. Ein Krieg, der verheerende Folgen für die Region und ihre Bevölkerung haben wird und dem die Länder der Region – wie schon im Irakkrieg und derzeit im Gazastreifen – tatenlos zusehen.“
  • Wir alle sind aufgerufen, diesen Kriegen, dem gegen Iran wie dem gegen Gaza, nicht tatenlos zusehen. Wir protestieren heute und werden das so lange tun, bis diese Kriege gestoppt sind.
  • Eine Freundin aus dem Iran hat mir vor zwei Tagen auf WhatsApp geschrieben:
  • لعنت بر جنگ …زنده باد صلح
  • „Verflucht sei der Krieg – es lebe der Frieden“
  • Ja, darum sind wir heute hier. Dafür wollen wir mit euch allen weiter kämpfen.
25. Juni 2025

Die US-Bombardierung von Irans Atomanlagen – Eine Analyse von Oberst Jacques Baud (Video-Interview von Glenn Diesen mit Jacques Baud)

Oberst Jacques Baud ist ein ehemaliger Analyst für militärische Aufklärung in der Schweizer Armee und Autor zahlreicher Bücher. Oberst Baud spricht über den US-amerikanischen Angriff auf Irans Atomanlagen und die Täuschung, die diesen Angriffskrieg begleitet. Internationales Recht, Verträge und Institutionen werden allesamt untergraben, um Iran zu zerstören und die Vorherrschaft der USA wiederherzustellen.

Zum Video hier:
https://youtu.be/HDrpzlAeNjY?si=79nICvpnR-UzoNGV

Zum Artikel hier:
https://seniora.org/politik-wirtschaft/iran/die-us-bombardierung-von-irans-atomanlagen-eine-analyse-von-oberst-jacques-baud

25. Juni 2025

Russischer Außenminister warnt: Neue IAEA-Inspektionen im Iran könnten zu sensiblen Lecks führen (thecradle.co)

https://thecradle.co/articles-id/31575

Der russische Außenminister Sergej Lawrow warnte am 24. Juni, dass jede neue Inspektion iranischer Atomanlagen durch die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) zum Durchsickern geheimdienstlicher Informationen führen könnte. Er fügte hinzu, dass die Behörde derzeit ohne jeglichen Schutz der Vertraulichkeit arbeite.

In seiner Rede beim Primakov Readings Forum in Moskau kritisierte Lawrow den Generaldirektor der IAEA, Rafael Grossi, dafür, dass er Druck auf den Iran ausgeübt habe, um ihm erneuten Zugang zu seinen Atomanlagen zu gewähren. 

„Er besteht nun darauf, dass der Iran der Agentur sofortigen Zugriff gewährt … aber wo sind die Zusicherungen, dass diese Informationen nicht durchsickern? Ich sehe keine solchen Sicherheitsvorkehrungen“, sagte Lawrow.

Er fügte hinzu, dass internationale Gremien zunehmend der Manipulation durch westliche Mächte ausgesetzt seien: „Der Westen übt erheblichen Einfluss auf die Sekretariate internationaler Organisationen aus. In einigen Fällen scheint es, als wären sie praktisch privatisiert worden.“

Lawrows Bemerkungen fielen einen Tag, bevor das iranische Parlament offiziell einen Gesetzentwurf zur Beendigung der Zusammenarbeit mit der IAEA verabschiedete. Zuvor hatte es einen zwölftägigen Krieg mit Israel gegeben, den die IAEA laut Teheran durch die Weitergabe geheimdienstlicher Informationen an Tel Aviv ermöglicht hatte.

„Die IAEA, die sich weigerte, den Angriff auf die iranischen Atomanlagen auch nur ansatzweise zu verurteilen, hat ihre internationale Glaubwürdigkeit aufs Spiel gesetzt“, sagte der iranische Parlamentssprecher Mohammad Bagher Ghalibaf während der Abstimmung am 25. Juni.

Über das Ausmaß der Schäden an den iranischen Atomanlagen gibt es widersprüchliche Berichte. 

Verschiedene iranische Offizielle behaupteten zunächst, die Anlagen seien kaum betroffen. 

Die iranische Atomenergiebehörde (AEOI) bestätigte jedoch, dass ihre Anlagen in Fordu, Natanz und Isfahan während des Krieges durch israelische und US-Luftangriffe schwer beschädigt wurden, darunter auch durch direkte Treffer US-amerikanischer B-2-Bomber mit bunkerbrechenden GBU-57-Bomben. Berichten zufolge wurde das gesamte angereicherte Uran im Vorfeld von diesen Standorten evakuiert.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, erklärte gegenüber Al Jazeera, israelische und US-Luftangriffe hätten die iranischen Atomanlagen erheblich beschädigt. „Unsere Atomanlagen wurden schwer beschädigt, das steht fest, denn sie waren wiederholten Angriffen israelischer und US-amerikanischer Aggressoren ausgesetzt.“

Andererseits gab US-Verteidigungsminister Pete Hegseth bekannt , dass das FBI einen durchgesickerten Geheimdienstbericht untersuche, aus dem hervorgeht, dass die iranischen Atomanlagen bei Washingtons jüngstem Angriff nicht „vollständig zerstört“ wurden, wie US-Präsident Donald Trump behauptete. 

Darüber hinaus sagten israelische Quellen gegenüber ABC News , das Ergebnis sehe „wirklich nicht gut“ aus. 

Doch Trump bekräftigte seine Behauptungen und betonte, die iranischen Atomanlagen seien „ausgelöscht“ worden.

Die israelischen Kriegsanstrengungen begannen einen Tag, nachdem der IAEA-Vorstand dem Iran die Nichteinhaltung des Atomwaffensperrvertrags (NPT) vorgeworfen hatte. Teheran beschuldigte Grossi seitdem, sensible iranische Atomdaten an Israel weitergegeben zu haben, und kündigte rechtliche Schritte gegen ihn an.

Der russische UN-Gesandte Wassili Nebenzia erklärte letzte Woche vor dem Sicherheitsrat, die Berichte der Agentur selbst enthielten „keine Beweise dafür, dass der Iran Atomwaffen entwickelt“, und bezeichnete die westlichen Anschuldigungen als „Vorwand für einen Angriff“.

Er fügte hinzu: „In den IAEA-Berichten findet sich nirgends die Erwähnung, dass der Iran seine Atomwaffenbestände für nicht deklarierte oder militärische Zwecke umrüstet.“

24. Juni 2025

China: Der Fall Zhao Weiguo (UZ, Unsere Zeit)

24. Juni 2025

NATO folgt Trump in Hochrüstung. Aber Spanien und Belgien mögen Fünf-Prozent-Rüstungsziel nicht – Von Arnold Schölzel (junge Welt)

hier weiterlesen:
https://www.jungewelt.de/artikel/502650.nato-gipfel-nato-folgt-trump-in-hochr%C3%BCstung.html

24. Juni 2025

Die Bombardierung des Iran ist Teil des Wiederholungszwangs der USA für Krieg, Krieg, Krieg – Von Norman Solomon (World BEYOND War)

Von Norman Solomon, World BEYOND War, 22. Juni 2025
https://worldbeyondwar.org/bombing-iran-is-part-of-the-usas-repetition-compulsion-for-war-war-war/

Vor zwanzig Jahren, an einem Tag im Juni 2005, sprach ich mit einem Iraner, der auf dem Großen Basar von Teheran Unterwäsche verkaufte. „Die Menschen auf der ganzen Welt wollen Frieden“, sagte er, „aber die Regierungen wollen ihn ihnen nicht geben.“

Ich musste an dieses Gespräch am Samstagabend denken, nachdem die US-Regierung iranische Atomanlagen angegriffen hatte. Viele Tage zuvor zeigten Umfragen deutlich, dass die meisten Amerikaner einen Angriff der USA auf den Iran nicht wollten. „Nur 16 Prozent der US-Amerikaner sind der Meinung, dass sich das US-Militär in den Konflikt zwischen Israel und dem Iran einmischen sollte“, berichteten die Meinungsforscher von YouGov . „60 Prozent sagen, es sollte nicht, und 24 Prozent sind sich nicht sicher.“

Doch in der Praxis hat Demokratie nichts mit dem Würgegriff zu tun, den der Kriegsstaat auf das Gemeinwesen ausübt. Diese Realität ist der Grund dafür, warum die Vereinigten Staaten nicht vom Krieg loskommen. Und deshalb sind das tiefe Streben nach Frieden und echter Demokratie so eng miteinander verknüpft.

Am Samstagabend hielt Präsident Trump eine Rede, die eine Brutalität des Rechts des Stärkeren auf globaler Ebene ausstrahlte: „Entweder wird es Frieden geben, oder es wird eine Tragödie für den Iran geben, die weitaus größer ist als alles, was wir in den letzten acht Tagen erlebt haben.“

Mehr denn je sind die Vereinigten Staaten und Israel offenkundige Partner bei dem, was das Nürnberger Tribunal 1946 als „das schlimmste internationale Verbrechen“ bezeichnete – „Planung, Vorbereitung, Einleitung oder Führung eines Angriffskrieges“.

Natürlich sind die Täter dieses schwersten Völkerverbrechens begierig darauf, sich gegenseitig zu loben. Trump drückte es in seiner Rede so aus: „Ich möchte Premierminister Bibi Netanjahu danken und ihm gratulieren. Wir haben als Team zusammengearbeitet, wie vielleicht noch nie zuvor.“ Und Trump fügte hinzu: „Ich möchte dem israelischen Militär für die wunderbare Arbeit danken, die es geleistet hat.“

Eine grausame und schändliche Wahrheit ist, dass das israelische Militär de facto Teil der gesamten US-Militärmaschinerie ist. Die Streitkräfte beider Länder haben unterschiedliche Kommandostrukturen und sind sich manchmal taktisch uneinig. Doch im Nahen Osten, von Gaza und Iran bis Libanon und Syrien, beschreibt der Begriff „Kooperation“ nicht annähernd, wie eng und zielstrebig sie zusammenarbeiten.

Mehr als zwanzig Monate nach Beginn der israelischen Belagerung des Gazastreifens durch die USA geht der dortige Völkermord als gemeinsames US-israelisches Projekt weiter. Dieses Projekt wäre ohne die Waffen und Bomben, die die US-Regierung den orwellschen Israelischen Verteidigungsstreitkräften weiterhin liefert, buchstäblich unmöglich gewesen.

Dasselbe Bündnis zwischen den USA und Israel, das den Völkermord an den Palästinensern im Gazastreifen begeht, ermöglichte auch die Eskalation des KKK-ähnlichen Terrors und der ethnischen Säuberungen der palästinensischen Bevölkerung im Westjordanland. Die ethnozentrische Arroganz und der Rassismus, die mit der US-Unterstützung dieser Verbrechen einhergehen, bestehen schon lange und verschlimmern sich mit den schrecklichen Ereignissen.

Dieselbe Allianz terrorisiert die iranische Gesellschaft nun auch aus der Luft.

Wie wir in den letzten Stunden erneut gesehen haben, neigt die politische und mediale Kultur der Vereinigten Staaten stark dazu, den Einsatz ihrer unübertroffen zerstörerischen Luftstreitkräfte zu glorifizieren. Als stünden sie über allem. Der Dünkel des amerikanischen Exzeptionalismus geht davon aus, dass „wir“ die heilige moralische Grundlage haben, um in der Welt mit einer grundlegenden, von militärischer Macht getragenen De-facto-Botschaft aufzutreten: Tu, was wir sagen, nicht, was wir tun.

Während all dies geschieht, fällt häufig das Wort „surreal“. Doch ein viel passenderes Wort ist „real“.

„Wer die Augen vor der Realität verschließt, lädt seine eigene Zerstörung ein“, schrieb James Baldwin , „und wer darauf besteht, in einem Zustand der Unschuld zu verharren, lange nachdem diese Unschuld tot ist, verwandelt sich in ein Monster.“ Jetzt haben die Menschen in den Vereinigten Staaten in Echtzeit historische Gelegenheiten – alles in ihrer Macht Stehende zu tun, um gewaltfrei zu handeln und zu fordern, dass die US-Regierung ihre monströse Rolle im Nahen Osten beendet.

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Norman Solomon ist Nationaldirektor von RootsAction und Geschäftsführer des Institute for Public Accuracy.

23. Juni 2025

Krieg gegen Iran: „Ein verrücktes und gefährliches Glücksspiel“ (Bündnis für Gerechtigkeit zwischen Israelis und Palästinensern e. V.)

Krieg gegen Iran
„Ich habe mir den Tod gewünscht“: Die Folterung eines Palästinensers an einem israelischen Kontrollpunkt

Der unprovozierte Angriff Israels auf den Iran hat eine massive Eskalation ausgelöst. Israel nannte die Operation „Rising Lion (sich erhebender Löwe)“ und bezog sich dabei auf ein Bibelzitat, das auf Blutrausch hinweist. Die israelische Regierung ist sogar bereit, 4.000 Israelis in diesem Krieg zu opfern. Rechtsgerichtete Aktivisten äußerten ihre Freude darüber, dass einige der getöteten Israelis Palästinenser mit israelischer Staatsbürgerschaft sind. Obwohl Tod, Verletzung und Zerstörung in Israel ein geringeres Ausmaß haben als im Iran, wächst die Panik in Israel. Die Regierung verbietet Israelis, das Land zu verlassen, und viele fliehen illegal. Journalisten warnen, dass Netanjahu sich auf ein gefährliches Spiel eingelassen hat – Israels Hybris könnte sein Verderben sein.

weiterlesen hier:
https://bip-jetzt.de/2025/06/23/bip-aktuell-354-krieg-gegen-iran/

23. Juni 2025

China unterstützt den Iran in großem Stil

China ist Irans Kriegskasse: Eine strategische Lebensader, nicht nur billiges Öl China hat sich zur wichtigsten Lebensader für die iranische Regierung und Bevölkerung entwickelt, trägt den Löwenanteil der Rohölexporte und neutralisiert damit effektiv westliche Sanktionen. Manche argumentieren zwar, China nutze einen Preisnachlass, übersehen dabei aber die immensen strategischen und finanziellen Risiken, die Peking tapfer auf sich nimmt.

Aufgrund der US-Sanktionen gibt es keinen Käufer für iranisches Öl. China kauft also alles. China kauft etwa 90 % des iranischen Öls. • Daten zeigen, dass bis 2023 fast 90 % der iranischen Rohöl- und Kondensatexporte nach China flossen – ein deutlicher Anstieg gegenüber nur 25 % im Jahr 2017.

• Die Gesamtexporte des Iran erholten sich von einem Tiefstand von 0,4 Millionen Barrel pro Tag (bpd) im Jahr 2020 auf etwa 1,4 Millionen Barrel pro Tag im Jahr 2023, wobei China den größten Teil des Wachstums absorbierte.

• Im März 2025 erreichten die Seeexporte nach China einen Rekordwert von 1,8 Millionen Barrel pro Tag – ein Anstieg von fast 50 % gegenüber dem Niveau von 2024.

• Im Februar 2025 stiegen die Lieferungen um ~86 % und erreichten 1,74 Millionen Barrel pro Tag.