Archive for Dezember, 2024

31. Dezember 2024

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31. Dezember 2024

Deutschland muss aufhören, die Vernichtung der Palästinenser zu unterstützen – Offener Brief an die deutsche Bundesregierung

https://kurzlinks.de/1f51
english:
https://kurzlinks.de/wr7e

Offener Brief an die deutsche Bundesregierung

Mit Grauen beobachten wir den sich abzeichnenden Völkermord an der palästinensischen Bevölkerung durch Israel. Wir sind zutiefst erschüttert. Es schmerzt uns, und wir sind wütend angesichts dieser eklatanten Missachtung von Menschenleben – eine Missachtung, von der die deutsche Bundesregierung erwartet, dass wir sie als normal und notwendig hinnehmen.

Seit über einem Jahr trägt diese Bundesregierung aktiv zur Tötung und Entmenschlichung von
Palästinenser:innen bei, indem sie Israel politisch, finanziell, militärisch und rechtlich unterstützt.

Deutschlands Mittäterschaft an israelischen Völkerrechtsverbrechen muss umgehend beendet werden. Wir, die Unterzeichner:innen, fordern von der deutschen Bundesregierung, sich konsequent auf die Seite der Gerechtigkeit und des internationalen Rechts zu stellen und in einer Weise Druck auf Israel auszuüben, die das Töten, Verstümmeln und Vernichten palästinensischen Lebens sofort unterbindet. Angesichts der Tatsache, dass staatliche Institutionen, politische Parteien und Politiker:innen in Deutschland die Verbrechen der israelischen Armee größtenteils unterstützen, verlangen wir eine umfassende Neuausrichtung der Haltung und des politischen Handelns der deutschen Bundesregierung.
Israels Völkerrechtsverbrechen, darunter Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit, sind von den Vereinten Nationen (UN) und führenden Menschenrechts-organisationen umfassend dokumentiert.

Wie der Internationale Gerichtshof (IGH) festgestellt hat, besteht ein reales und unmittelbares Risiko, dass Israels Vorgehen in Gaza einem Genozid gleichkommt.[1] Die offizielle Zahl der Todesopfer liegt bei 42.718, wobei viele weitere noch unter den Trümmern begraben sind. Zahlreiche weitere Menschen werden aufgrund von Krankheiten sterben, deren Ausbreitung vermeidbar wäre.[2] Zehntausende wurden verletzt, und viele haben bleibende Behinderungen davongetragen, darunter Tausende Kinder, die ein oder mehrere Gliedmaßen verloren haben.[3] Israel lässt die Bevölkerung in Gaza hungern. Ganze Stadtviertel wurden dem Erdboden gleichgemacht und die gesamte lebenswichtige Infrastruktur zerstört, einschließlich der Nahrungsmittelproduktion, des Gesundheitswesens und des Bildungssystems.[4]

Die israelische Armee hat den Großteil der Bevölkerung Gazas vertrieben. Es gibt keine sicheren Orte, an denen sie Zuflucht suchen können, weil die israelische Armee regelmäßig so genannte Sicherheitszonen bombardiert.[5] Seit Anfang Oktober 2024 hat Israel den Norden Gazas in einen vollständigen Belagerungszustand versetzt und macht auf diese Weise menschliches Leben dort unmöglich mit dem offensichtlichen Ziel, die palästinensische Bevölkerung dauerhaft zu vertreiben.[6] In der Westbank haben israelische Siedler:innen ihre Angriffe verstärkt, oft unter dem Schutz der israelischen Armee, und dabei palästinensisches Land und Eigentum zerstört. Israelische Soldat:innen, und in einigen Fällen Siedler:innen, haben seit dem 7. Oktober 2023 mehr als 700 Palästinenser:innen getötet.[7]

Die israelische Armee führt außerdem regelmäßig groß angelegte Militäroffensiven durch, bei denen sie Häuser einreißt und lebenswichtige Gesundheitseinrichtungen, Straßeninfrastruktur, Stromnetze und die Wasserversorgung zerstört.[8] Der vor kurzem erfolgte israelische Einmarsch in den Libanon folgt einer ähnlichen Logik und birgt die Gefahr einer Ausweitung des anhaltenden regionalen Krieges.

Israels Völkerrechtsverbrechen müssen umgehend durch internationalen Druck und Sanktionen beendet werden. Wir fordern daher die Bundesregierung dazu auf, ihrer Verantwortung nachzukommen und unverzüglich Schritte zu unternehmen, um den vorläufigen Maßnahmen Folge zu leisten, die der IGH im Fall Südafrika vs. Israel im Januar, März und Mai dieses Jahres angeordnet hat. Deutschland muss das Gutachten des IGH respektieren, das die israelische Besatzung palästinensischer Gebiete im Juli für rechtswidrig erklärt hat. Außerdem appellieren wir an die Bundesregierung, den Empfehlungen der Resolution der UN-Vollversammlung zum IGH-Gutachten zu entsprechen. Insbesondere forderten UN-Expert:innen die Mitgliedsstaaten dazu auf, alle diplomatischen, politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu Israel zu überprüfen, ein vollständiges Waffenembargo zu verhängen und diejenigen wirtschaftlichen Beziehungen, Handelsabkommen und akademischen Beziehungen zu Israel abzubrechen oder auszusetzen, die zu Israels unrechtmäßiger Präsenz und seinem Apartheidregime in den besetzten palästinensischen Gebieten beitragen könnten.[9]

Als Vertragsstaat der UN-Konvention über die Verhütung und Bestrafung von Völkermord und des Römischen Statuts ist Deutschland historisch, ethisch, rechtlich und politisch verpflichtet, die in diesen Verträgen geächteten Völkerrechtsverbrechen weder zu begehen noch zu unterstützen oder zu befördern.

Wir fordern Deutschland daher auf, seine Mittäterschaft an den von Israel in Palästina begangenen Völkerrechtsverbrechen sofort und wirksam zu beenden.

  1. Oktober 2024

Erstunterzeichner:
Über 1.000 Akademiker, Beamte, Intellektuelle – sowie internationale Persönlichkeiten haben diesen Offenen Brief inzwischen unterzeichnet:

Tarik Abou-Chadi, Professor of European Politics, University of Oxford​​​​​​​, UK​​​​​​​

Ghassan Abu-Sittah, Plastic, Reconstructive, and Aesthetic Surgeon, Professor of Conflict Medicine, Rector at University of Glasgow, UK

Hanna Al Taher, researcher/lecturer, TUD, Germany

Schirin Amir-Moazami, Professor of Islam in Europe, FU Berlin, Germany

Grażyna Baranowska, Professor of Migration Law and Human Rights, FAU Erlangen-Nürnberg, Germany

Michael Barenboim, violinist, Professor at the Barenboim-Said Akademie, Germany 

Ulrike Bergermann, Professor of Media Studies, HBK Braunschweig, Germany

Christine Binzel, Professor of Economics: Economy and Society of the Middle East, FAU Erlangen-Nürnberg, Germany

Manuela Boatcă, Professor of Sociology and Head of School of the Global Studies Programme, University of Freiburg, Germany

Robin Celikates, Professor of Philosophy, Freie Universität Berlin, Germany

Sawsan Chebli, politician, activist, former secretary of state, Germany

Gwyneth Daniel, Psychotherapist and Writer, UK Palestine Mental Health Network

Dr. Marion Detjen, history lecturer​​​​​​​, Bard College Berlin​​​​​​​, Germany​​​​​​​

Tomer Dotan-Dreyfus, author, Berlin, Germany

Angélique Eijpe, former Dutch diplomat, resigned from the Dutch foreign service over Dutch Gaza policy, The Hague, The Netherlands

Dr. Dörthe Engelcke, Acting Head of the Centre of Expertise for the Law of Arab and Islamic Countries, Max Planck Institute for Comparative and International Private Law

Christine Engels, Lawyer, Berlin, Germany

Helen Fares, journalist, activist, host, podcaster and business psychologist, Germany

Isabel Feichtner, Professor of Public Law and International Economic Law, University of Würzburg, Germany

Deborah Feldman, author, Germany/USA

Khaled Furani, Sociology & Anthropology Department, Tel-Aviv University (al-Sheikh Muwannis), Israel

Rita Giacaman, Professor, Institute of Community and Public Health, Birzeit University, West Bank, occupied Palestinian territory

Dr. Mads Gilbert, Professor (em) dr.med., Senior consultant, Clinic of Emergency Medicine, University Hospital of North Norway, Tromsø, Norway ​​​​​

Neve Gordon, Professor of Human Rights, Queen Mary University of London, UK

Jens Hanssen, Professor and Director of the Orient-Institut Beirut (OIB), Lebanon

Amira Hass, daughter of survivors of the German led genocide of Jews

Faryda Hussein, Dutch civil servant, former EU staff, co-founder of Diversité Europe – EU staff association who set up Brussels based movement of civil servants protesting against genocide, Brussels, Belgium

Isabelle Ihring, Professor of Social Work, Protestant University of Applied Sciences Freiburg, Germany

Dr. Samah Jabr, Consultant psychiatrist, Head of the Mental health unit, Palestinian Ministry of Health​​​​​​​

Nasrin Karimi, Lawyer, Berlin, Germany

Rashid Khalidi, Edward Said Professor Emeritus of Modern Arab Studies, Columbia University, USA

Laleh Khalili, Al Qasimi Professor of Gulf Studies, University of Exeter, UK

Hanna Kienzler, Professor of Global Health, King’s College London, UK

Phillippe Koch, Lawyer, Berlin, Germany

Jana Krause, Professor in the Department of Political Science at the University of Oslo and Director of the MA program in Peace and Conflict Studies (PECOS), Norway

Dr. Andreas Krieg, senior lecturer, School of Security Studies, King’s College London, ​​​​​​​UK

Antony Loewenstein, independent journalist and author of „The Palestine Laboratory“, Sydney, Australia

Omar Shahabudin McDoom, Associate Professor, London School of Economics, UK

Hanna Meißner, Professor for Interdisciplinary Women‘s and Gender Studies, TU Berlin, Germany

Carmen Mörsch, Professor for Art Education, Mainz Academy of Arts, Johannes Gutenberg University, Germany​​​​​​​

A. Dirk Moses, Professor of International Relations, City College of New York, CUNY, USA

Dr. Alex Müller, physician and research associate, Charité Center for Global Health, Berlin, Germany

Tahani Nadim, Research Professor, Ruhr-Universität Bochum and College for Social Sciences and Humanities, Germany

Ilan Pappé, Professor at University of Exter, Israeli Historian, Author, UK

Dr. Hanna Pfeifer, Head of Research Area „Societal Peace and Internal Security“, Institute for Peace Research and Security Policy at the University of Hamburg (IFSH), Germany

Thomas Piketty, Professor at EHESS and at the Paris School of Economics, Paris, France

Jean-Philippe Platteau, Emeritus Professor of Economics, University of Namur, Belgium

Dr. Sharri Plonski, Senior Lecturer in International Politics, Queen Mary University of London, UK

Dr. Laila Prager, Anthropologist, Hamburg, Germany

Nicola Pratt, Professor of the International Politics of the Middle East, University of Warwick, UK

Dr. Nils Riecken, Research Associate, Institute of Arabic and Islamic Studies, Ruhr-Universität Bochum, Germany

Emilia Roig, author, France

E. Natalie Rothman, Israeli citizen and Professor of History, University of Toronto, Canada

Nadija Samour, Lawyer, Berlin, Germany

Dr. Benjamin Schuetze, Senior Researcher, Arnold-Bergstraesser-Institute (ABI), Freiburg, Germany

Melanie Schweizer, Lawyer, Civil Servant, Berlin, Germany

Raz Segal, Associate Professor of Holocaust and Genocide Studies and Endowed Professor in the Study of Modern Genocide, Stockton University​​​​​​​, USA

Martin Shaw, sociologist of global politics, war and genocide, Research Professor at the Institut Barcelona d’Estudis Internacionals (IBEI) and Emeritus Professor of International Relations and Politics of the University of Sussex

Annelle Sheline, former Foreign Affairs Officer with the U.S. Department of State’s Bureau of Democracy, Human Rights, and Labor’s Office of Near East Affairs, Washington DC, USA 

Avi Shlaim, FBA Emeritus Professor of International Relations, St Antony’s College, Oxford, UK

Marc Siegel, Professor of Film Studies, Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Germany ​​​​​​​

Raji Sourani, Palestinian lawyer, Director of the Palestinian Centre for Human Rights

Hanan Toukan, Associate Professor, Bard College, Berlin, Germany

Dr. Lewis Turner, Senior Lecturer in International Politics, Newcastle University, UK

Johanna Ray Vollhardt, Associate Professor of Psychology, Clark University, and affiliated with the Strassler Center for Holocaust and Genocide Studies​​​​​​​, USA​​​​​​​

Anosha Wahidi, Lawyer, Civil Servant and anti-racism advocate, Berlin, Germany

Berber van der Woude, former diplomat and policy advisor at the Dutch Ministry of Foreign Affairs, Leiden, The Netherlands 

Liesbeth Zegveld, Attorney (Amsterdam), Professor humanitarian law reparation University of Amsterdam, Netherlands

Aram Ziai, Professor of Development and Postcolonial Studies, University of Kassel, Germany

31. Dezember 2024

Präsidentenwahl in Kroatien: Auch hier liegt ein Nato-Kritiker vorn. Der kroatische Präsident Zoran Milanovic hat den ersten Wahlgang mit 49,2 Prozent klar gewonnen. Nach der Rumänien-Wahl ist dies ein weiterer Rückschlag für EU und Ukraine. (Berliner Zeitung)

hier weiterlesen:
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/praesidentenwahl-in-kroatien-mit-zoran-milanovic-liegt-auch-hier-ein-nato-kritiker-vorn-li.2285431

31. Dezember 2024

Pressekonferenz mit Wladimir Putin zum Jahr 2024 (UZ, Unsere Zeit)

30. Dezember 2024

Medizinisches Personal freilassen. Weitere Organisation fordert Israel nach der Stürmung eines Krankenhauses zum Handeln auf. Babys erfrieren – Von Ina Sembdner (junge Welt)

hier weiterlesen:
https://www.jungewelt.de/artikel/490831.krieg-gegen-gaza-medizinisches-personal-freilassen.html

30. Dezember 2024

Jimmy Carter verteidigte die Gründung des palästinensischen Staates (teleSUR)

https://www.telesurtv.net/jimmy-carter-defendio-la-creacion-del-estado-palestino/

Präsident Carter wurde wegen seiner Anerkennung der Palästinenser von rechten Flügeln Israels kritisiert.

Der 39. Präsident der Vereinigten Staaten (USA) und Friedensnobelpreisträger Jimmy Carter, der diesen Sonntag im Alter von 100 Jahren in seinem Haus in Plains, Georgia, starb, war berühmt für sein Engagement für Menschenrechte und globalen Frieden , sowie ein Verteidiger der Schaffung des palästinensischen Staates.

Im Jahr 1977, in seinem ersten Jahr als Präsident (1977–1981), gab er als erster US-Staatschef mehrere Erklärungen ab, in denen er sich für die Gründung eines palästinensischen Staates aussprach. Seine unerschütterliche Unterstützung für die Rechte der Palästinenser und seine offene Kritik an der Politik Israels waren Schlüsselelemente seines Lebens nach der Präsidentschaft.

Carter, ein Führer mit starken Überzeugungen, stellte häufig die etablierte Ordnung der US-amerikanischen Politik in Frage. Im Jahr 2006 sorgte sein Buch Palestine: Peace, Not Apartheid für heftige Diskussionen.

Allein der Titel war provokant und löste bei Politikern und Medien heftige Kritik aus. Dennoch blieb Carter bei seiner Haltung und wies darauf hin, dass die systematische Unterdrückung der Palästinenser im Westjordanland und im Gazastreifen mit der Apartheid vergleichbar sei.

Präsident Carter wurde von der Rechten in Israel, einschließlich der US-amerikanischen jüdischen Lobby, dafür kritisiert, dass er die Palästinenser als eine Nation mit dem Recht auf Selbstbestimmung anerkennt. Darüber hinaus betrachtete er die jüdischen Siedlungen im besetzten Westjordanland als Verstoß gegen das Völkerrecht und als Hindernis für die Bildung eines lebensfähigen und unabhängigen palästinensischen Staates und förderte nach seiner Amtszeit eine Kampagne gegen diese Siedlungen.

Carters Position erzeugte mehr Gegner, sogar unter seinen eigenen Mitgliedern der Demokratischen Partei. Einige beschuldigten ihn, antisemitisch zu sein, eine Aussage, die er vehement zurückwies. Angesichts der Massenverurteilung blieb er standhaft und forderte die Vereinigten Staaten auf, eine unparteiische Haltung gegenüber Palästina einzunehmen.

Obwohl Carters Präsidentschaft oft wegen des Camp-David-Abkommens zwischen Israel und Ägypten in Erinnerung bleibt, das 1978 den jahrzehntelangen Konflikt beendete, zeugen seine Taten nach seiner Amtszeit von einem Leben, das sich der globalen Gerechtigkeit verschrieben hat. Die Abkommen stellten Verbindungen zwischen beiden Nationen her und sowohl der ägyptische Präsident Anwar al-Sadat als auch der israelische Präsident Menachem Begin stießen in ihren Ländern auf starken Widerstand.

Im Jahr 2016 bat Carter den damaligen Präsidenten der Vereinigten Staaten, Barack Obama, den Staat Palästina vor dem Ende seiner Amtszeit anzuerkennen.

In den letzten Jahren waren die beiden vorherrschenden Forschungsschwerpunkte des Carter Centers die Verteidigung der Zwei-Staaten-Lösung im Nahen Osten durch die Bildung eines vollständig anerkannten palästinensischen Staates neben dem Staat Israel sowie die Verteidigung des Endes das Wirtschaftsembargo, das die Vereinigten Staaten in den 1960er Jahren gegen Kuba verhängten, obwohl es widersprüchlich war, es während seiner Amtszeit als Präsident nicht aufzuheben.

30. Dezember 2024

Chinesischer Spitzendiplomat trifft sich in Beijing mit iranischem Außenminister und betont verstärkte Koordination und Kooperation (Global Times)

https://www.globaltimes.cn/page/202412/1325923.shtml

Der chinesische Außenminister Wang Yi traf sich am Samstag in Peking mit dem iranischen Außenminister Seyyed Abbas Araghchi. Wang sagte, dass eine verstärkte Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen China und dem Iran nicht nur den Völkern beider Länder zugute käme, sondern auch zur Förderung des regionalen und globalen Friedens, der Stabilität und der Entwicklung beitragen werde, heißt es in einer Erklärung des chinesischen Außenministeriums vom Samstag.

Araghchi begann am Freitag auf Einladung der chinesischen Seite einen zweitägigen Besuch in China, teilte das chinesische Außenministerium am Freitag mit.

Während des Treffens sagte Wang, der auch Mitglied des Politbüros des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas ist, dass China und der Iran eine umfassende strategische Partnerschaft aufgebaut hätten und wichtige Mitglieder des globalen Südens seien. Die Beziehung zwischen den beiden Ländern hat eine lange Geschichte, die in der starken und tiefen traditionellen Freundschaft zwischen ihren Völkern, dem gegenseitigen Vertrauen und der Unterstützung seit der Aufnahme diplomatischer Beziehungen vor mehr als einem halben Jahrhundert und ihrem gemeinsamen Streben nach Unabhängigkeit, Verbesserung und nationaler Erneuerung verwurzelt ist, das den Prüfungen der sich ändernden internationalen Umstände standgehalten hat. 

Die Verbesserung der Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen China und dem Iran komme beiden Nationen zugute und trage zu Frieden, Stabilität und Entwicklung in der Region und der Welt bei, sagte Wang.

Wang betonte, dass beide Länder sich weiterhin in Fragen ihrer Kerninteressen gegenseitig unterstützen, die praktische Zusammenarbeit stetig vorantreiben und die multilaterale Zusammenarbeit verbessern sollten. Beide Seiten sollten sich innerhalb der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) eng abstimmen, gemeinsam den Shanghaier Geist fördern, mehr Kooperationsprojekte ermöglichen und eine engere SCO-Gemeinschaft mit gemeinsamer Zukunft aufbauen.

Beide Seiten sollten zusammenarbeiten, um die BRICS-Kooperation zu stärken, neue Bereiche der Zusammenarbeit zu erschließen, BRICS weiter zu stärken und die gemeinsamen Interessen des globalen Südens besser zu schützen, sagte Wang.

Wang betonte auch, dass wir angesichts der heutigen Welt der Instabilität und Unsicherheit entschlossen bleiben und fest daran glauben müssen, dass der historische Trend der weltweiten Multipolarität, der wirtschaftlichen Globalisierung und der kulturellen Vielfalt unaufhaltsam ist und dass die unilaterale Hegemonie letztendlich an Unterstützung verlieren wird. 

Wir müssen uns unerschütterlich auf unsere eigene Entwicklung konzentrieren, nationale Entwicklungsstrategien stetig vorantreiben und der Welt mehr Stabilität verleihen. Wir müssen die Einheit und Zusammenarbeit stärken, uns gegen hegemoniale und tyrannische Maßnahmen stellen und gemeinsam echten Multilateralismus befürworten und praktizieren und uns für den Aufbau eines gerechteren und vernünftigeren globalen Ordnungssystems einsetzen, sagte Wang. 

Araghchi betonte, dass die Entwicklung und Stärkung der umfassenden strategischen Partnerschaft zwischen dem Iran und China eine Priorität in der iranischen Außenpolitik sei. Der Iran halte am Ein-China-Prinzip fest und unterstütze Chinas legitime Positionen in Kernfragen, darunter Xinjiang, Xizang und Menschenrechte, nachdrücklich. 

Der Iran freue sich auf einen engeren Austausch auf hoher Ebene mit China, eine Vertiefung der für beide Seiten vorteilhaften Zusammenarbeit und eine Stärkung der Kommunikation und Zusammenarbeit in multilateralen Rahmen wie den Vereinten Nationen, der SCO und den BRICS, um gemeinsame Interessen zu schützen, sagte Araghchi.

Die beiden Seiten einigten sich darauf, die Umsetzung des umfassenden chinesisch-iranischen Kooperationsplans weiter voranzutreiben und den Austausch von Regierungserfahrungen in den Bereichen politische Diplomatie, Gesetzgebungsinstitutionen, Strafverfolgung, Justiz sowie Wirtschaft und Handel zu stärken. Sie werden auch die Zusammenarbeit und den Austausch in Bereichen wie Jugend, Bildung, Sport, Technologie, Kultur, Tourismus, Umweltschutz, öffentliche Gesundheit und Medien verstärken sowie die Interaktionen auf ziviler, lokaler und Partnerstadtebene vertiefen, um unermüdliche Anstrengungen zur Förderung der Entwicklung der chinesisch-iranischen Beziehungen zu unternehmen, heißt es in der Erklärung des Außenministeriums. 

Beide Seiten führten auch einen eingehenden Meinungsaustausch über die aktuelle Lage im Nahen Osten. Beide stimmten darin überein, dass der Nahe Osten den Menschen im Nahen Osten gehört; er sollte kein Schlachtfeld für Rivalitäten zwischen Großmächten sein und auch kein Opfer geopolitischer Kämpfe und Konflikte externer Mächte. 

Das Schicksal der Länder des Nahen Ostens sollte in den Händen ihrer eigenen Völker liegen. Die internationale Gemeinschaft sollte die Souveränität, Sicherheit, Stabilität, Einheit und territoriale Integrität der Länder des Nahen Ostens aufrichtig respektieren, ihre legitimen Anliegen respektieren, die unabhängig getroffene Entscheidung der Menschen im Nahen Osten respektieren und ihre historischen und kulturellen Traditionen respektieren. Die internationale Gemeinschaft sollte eine konstruktive Rolle bei der Förderung von Frieden und Stabilität im Nahen Osten spielen, heißt es in der Erklärung.

Der Weg zu Frieden und Stabilität im Nahen Osten liege darin, an politischen Lösungen ohne äußere Einmischung und unter Einhaltung des Völkerrechts festzuhalten. Beide Seiten unterstützten die anhaltende Versöhnungsdynamik zwischen dem Iran und Saudi-Arabien nach der Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen und ermutigten die Länder der Region, den Dialog und die Konsultationen aufrechtzuerhalten, hieß es in der Erklärung. 

Beide Seiten waren sich einig, dass die Lösung der Palästinafrage die Achtung und Wiederherstellung der legitimen Rechte des palästinensischen Volkes sowie die Beendigung der Besatzung erfordert. Die unmittelbare Priorität besteht darin, einen Waffenstillstand umzusetzen, die Streitkräfte abzuziehen und dringend humanitäre Hilfe zu leisten. Sie forderten die wirksame und vollständige Umsetzung des Waffenstillstandsabkommens und betonten den Respekt vor Syriens Souveränität, Unabhängigkeit und territorialer Integrität sowie einen integrierten Ansatz für Syriens Terrorismusbekämpfung, Versöhnung und humanitäre Prozesse.

Die beiden Seiten tauschten auch Ansichten über die iranische Atomfrage aus. 

Wang betonte, dass China sich immer dafür eingesetzt habe, die iranische Atomfrage durch politischen Dialog anzugehen und den gemeinsamen umfassenden Aktionsplan aufrechtzuerhalten. Alle relevanten Parteien sollten eine konstruktive Rolle bei der Wiederherstellung des Dialogs und der Verhandlungen spielen. China lehnt den häufigen Einsatz von Sanktionen und Druck ab und unterstützt den Iran nachdrücklich bei der Wahrung seiner legitimen Rechte und Interessen. 

Araghchi würdigte Chinas wichtige Rolle bei der Erleichterung und Aufrechterhaltung des gemeinsamen umfassenden Aktionsplans und drückte die Bereitschaft des Iran aus, eine enge Kommunikation mit China aufrechtzuerhalten.

30. Dezember 2024

Der Onkel der in Frankreich geborenen Georgierin Salome Surabischwili war ein Nazi-Verbrecher und Kollaborateur (Chay Bowes)

Die dunkle Wahrheit über den proeuropäischen Ex-Präsidenten Georgiens, der nun zweifellos im Mittelpunkt der gewalttätigen illegalen proeuropäischen und NATO-Proteste in Georgien stehen wird, die aggressiv versuchen, Georgien in die Ukraine 2.0 zu verwandeln.

Der Onkel der in Frankreich geborenen Georgierin Salome Surabischwili, Mikhail Kedia, war ein Nazi-Verbrecher und Kollaborateur. Salomes Großvater war Meki (Mekhisedek) Kedia, bis 1921 war er Chef der brutalen georgischen Geheimpolizei Meka hatte auch einen Sohn, Mikhail Kedia, der nach Beginn des Zweiten Weltkriegs mit den Nazis kollaborierte und sich persönlich mit dem notorisch bösen deutschen Nazi Richard Heydrich anfreundete.

Er beteiligte sich an der Zeppelin-Organisation und erhielt am 15. März 1943 in Berlin sogar einen deutschen Pass. All dies spiegelt sich in CIA-Dokumenten wider. Diese Dokumente wurden freigegeben und im Rahmen des 1998 verabschiedeten Nazi War Crimes Disclore Act veröffentlicht. In diesen Dokumenten wird Salomes Onkel direkt als Gestapo-Beamter aufgeführt.

Natürlich ist Salome nicht für die Nazi-Vergangenheit ihres Onkels verantwortlich. Aber aus ihrer tatsächlichen Biografie geht hervor, dass sie buchstäblich in einer Atmosphäre des Hasses gegenüber denen aufwuchs, die ihre mit den Nazis kollaborierenden Familienmitglieder besiegten und zerstörten. Vielleicht sieht sie deshalb „überall Russen“?

https://en.wikipedia.org/wiki/Chay_Bowes

30. Dezember 2024

Nach rumänischem NATO-Putsch – wie weiter? (Kit Klarenberg)

Georgescus überwältigender Sieg in der ersten Runde überraschte die politische Elite Rumäniens und ihre westlichen Sponsoren, machte ihn gleichzeitig aber zur beliebtesten politischen Figur des Landes. Im Wahlkampf vertrat er ein traditionalistisches, nationalistisches Programm und pries Ansichten an, die manche als unappetitlich empfinden könnten, befürwortete aber auch die Verstaatlichung und staatliche Investitionen in die lokale Industrie. Wie zu erwarten war, wurde er von den westlichen Medien pauschal als „rechtsextrem“, „Putin-freundlich“ und „Verschwörungstheoretiker“ verunglimpft, um nur einige der bekannten Schimpfwörter zu nennen, mit denen politische Dissidenten häufig belegt werden.

Georgescus größtes Verbrechen besteht darin, dass er sich entschlossen gegen die fortgesetzte rumänische Beteiligung am Stellvertreterkrieg in der Ukraine und die Unterstützung dieses Krieges ausgesprochen hat. Als Kiews Nachbar am Schwarzen Meer hat Bukarest seit Februar 2022 beträchtliche finanzielle, materielle und politische Hilfe geleistet und dabei immer das Risiko auf sich genommen, ins Kreuzfeuer zu geraten. In Interviews mit westlichen Nachrichtenagenturen verkündete Georgescu jedoch kühn, dass unter seiner Führung jegliche „militärische oder politische Unterstützung“ auf „Null“ reduziert würde:

Ich muss mich um mein Volk kümmern. Ich will nicht, dass mein Volk darin verwickelt wird … All das hört auf. Ich muss mich nur um mein Volk kümmern. Wir haben selbst eine Menge Probleme.“

Es wurde kein offizieller Grund dafür genannt, dass das rumänische Verfassungsgericht die Wahl vom November für ungültig erklärt hat, obwohl es die Ergebnisse schon Tage zuvor abgesegnet hatte. Nichtsdestotrotz hat der Bukarester Sicherheitsapparat in der Zwischenzeit freigegebene Berichte veröffentlicht, in denen angedeutet wird – ohne direkte Anschuldigungen zu erheben oder irgendwelche Beweise zu liefern -, dass Georgescus Sieg das Ergebnis einer weitreichenden, von Moskau gesponserten Einflusskampagne gewesen sein könnte, die über TikTok lief. Stattdessen deuteten die Angaben auf eine eher banale – wenn auch erfolgreiche – Marketingaktion in den sozialen Medien hin.

Ende Dezember wurde die Sache noch komplizierter, als sich herausstellte, dass die TikTok-Kampagne, die Georgescu angeblich unterstützte, in Wirklichkeit von der rumänischen Nationalliberalen Partei finanziert wurde. Diese Unterstützung trug dazu bei, den bis dahin unbekannten Kandidaten zu nationaler Bekanntheit zu verhelfen, wobei das Ziel möglicherweise darin bestand, dem Erzfeind der Nationalliberalen Partei, den Sozialdemokraten, zu schaden. Beweise für eine Finanzierung, geschweige denn für eine Unterstützung von Georgescu durch die Moskowiter sind nie aufgetaucht. Doch trotz dieser Enthüllungen hat sich das Narrativ von der russischen Destabilisierung, die ihn an die Macht katapultiert hat, seither als unbesiegbar erwiesen.

Der große und ständig wachsende Militärstützpunkt der NATO in Rumänien

Auf dem weitläufigen Territorium Bukarests befinden sich mehrere US-Raketenabschussanlagen und eine riesige NATO-Militärbasis, die demnächst stark ausgebaut werden soll, um das „Kräfteverhältnis“ in der Region entscheidend zugunsten des Westens zu verändern. Die rumänischen Präsidenten verfügen inzwischen über ein beträchtliches Maß an Einfluss in nationalen und internationalen Angelegenheiten. Sie diktieren die Außenpolitik, fungieren als Oberbefehlshaber der Streitkräfte und ernennen die Ministerpräsidenten. All dies deutet darauf hin, dass ein viel wahrscheinlicherer Grund für die Annullierung der Präsidentschaftswahlen vorliegt als „russische Einmischung“.

Ohne Hoffnung

Am 10. Dezember veröffentlichte die BBC einen eindrucksvollen Bericht darüber, wie fassungslos die Rumänen über die Absage der Präsidentschaftswahlen in letzter Minute waren. Der britische Staatssender bemühte sich, die beispiellose, despotische Annullierung der Wahl als korrekt zu rechtfertigen, da eine „massive“ und „aggressive“ bösartige Einmischungskampagne auf TikTok – ob russischen Ursprungs oder nicht – das Ergebnis verfälscht habe. Die BBC hatte jedoch offensichtlich keine andere Wahl, als zuzugeben, dass Georgescu enorm und organisch populär war.

So wurde beispielsweise der NATO-Veteran Mircea Geoana, Bukarests ehemaliger Außenminister, der im November als Präsidentschaftskandidat antrat und den sechsten Platz belegte, mit den Worten zitiert, dass „Rumänien einer Kugel ausgewichen“ sei und einem Staatsstreich „sehr nahe gekommen“ sei. „Wenn Moskau dies in Rumänien, das zutiefst antirussisch eingestellt ist, tun kann, bedeutet das, dass sie es überall tun können“, warnte er bedrohlich. Dennoch räumte Geoana ein, dass es „einen ganzen Cocktail von Missständen in unserer Gesellschaft“ gebe, und es wäre „ein großer Irrtum zu glauben“, Georgescus Erfolg sei „nur auf Russland zurückzuführen“.

Die BBC räumte ein, dass in der rumänischen Bevölkerung eine große „Müdigkeit“ gegenüber dem hartnäckig pro-westlichen politischen Establishment herrsche, das eine ständig wachsende Zahl völlig legitimer Beschwerden hege, die von den etablierten Parteien überhaupt nicht angesprochen würden. Im Gegensatz dazu sprach Georgescu, wie der britische Staatssender berichtete, nicht nur offen und leidenschaftlich über diese vielfältigen Probleme, sondern bot auch greifbare Lösungen für ihre Bewältigung an. Und vielen Durchschnittsbürgern „gefiel, was er sagte“. Mehrere Georgescu-Anhänger wurden in dem Artikel mit überschwänglichem Lob zitiert. Einer schwärmte:

Er ist wie ein Prediger, mit einer Bibel in der Hand, und ich dachte, er spricht nur die Wahrheit… Er spricht über Rechte und Würde. Rumänen gehen in andere Länder, um dort zu arbeiten, dabei haben wir hier so viele Ressourcen. Holz, Getreide – und unser Boden ist sehr reich. Warum sollten wir in Italien Landstreicher sein?“

Die BBC stellte weiter fest, dass Georgescus „Versprechen, Rumänien wieder groß zu machen, ihm geholfen hat, in der großen rumänischen Diaspora besonders gut abzuschneiden“. Angesichts der massiven Entvölkerung Rumäniens in den letzten Jahren, die durch die EU-Mitgliedschaft erheblich begünstigt wurde, ist dies kaum überraschend. „Viele, die weggegangen sind, weil das Leben so hart war, schlagen sich jetzt im Ausland durch, anstatt zu prosperieren“, so der britische Staatssender. Unterdessen steigen in Bukarest die Preise für grundlegende Güter „mit der höchsten Rate in Europa“. Ein ausländischer Unterstützer von Georgescu erklärte energisch:

Er ist korrupt? Er ist auf Putins Seite? Nein, das ist er nicht. Er ist auf der Seite des Volkes. Mit Rumänien. Georgescu ist ein Patriot. Er will Frieden, keinen Krieg, und das wollen wir auch. Da will jemand etwas Gutes für sein Land tun, und sie lassen es nicht zu… Vielleicht sitzt er in ein paar Monaten im Gefängnis, und wofür? Für nichts… Wir fühlen uns im Moment verloren, ohne Hoffnung.“

Vereinte Solidarität

Bislang gibt es keine konkreten Beweise, die unmittelbar auf eine Beteiligung der NATO-Mächte an der Annullierung der rumänischen Präsidentschaftswahlen hindeuten. Wir wissen nicht – und werden vielleicht auch nie erfahren -, was und von wem hinter verschlossenen Türen zu Mitgliedern des vom Westen finanzierten politischen, justiziellen, sicherheitspolitischen und militärischen Establishments in Bukarest gesagt worden sein könnte. Aber es gibt einen konkreten Präzedenzfall für derartige Hinterzimmer-Verschwörungen. In den letzten Monaten des Jahres 1989 begann der Kommunismus im gesamten Warschauer Pakt, der Konstellation der mittel- und osteuropäischen sowjetischen Satellitenstaaten aus der Zeit des Kalten Krieges, zu kollabieren.

Die einzige Ausnahme war Rumänien, das damals von Nicolae Ceausescu geführt wurde. Am 4. Dezember desselben Jahres traf er unter vier Augen mit dem damaligen sowjetischen Staatschef Michail Gorbatschow zusammen, um den Sturz der langjährigen kommunistischen Regierungen in Bulgarien, der Tschechoslowakei, Ostdeutschland, Ungarn und Polen zu besprechen. Gorbatschow, im Grunde eine Marionette des Westens, versicherte Ceausescu, seine Position sei sicher, er werde „überleben“, und sie würden sich in wenigen Wochen wieder treffen. Dieser Gipfel kam jedoch nie zustande, da Ceausescu am 25. Dezember durch ein militärisches Erschießungskommando hingerichtet wurde.

Die rumänische Revolution von 1989

Es folgten gewalttätige Massenproteste in ganz Rumänien. Jahre später wurde bekannt, dass hochrangige US-Beamte in jenem Monat heimlich mit Gorbatschow zusammenkamen und ihn anflehten, die Rote Armee einzusetzen, um Ceausescu zu stürzen. Diese Bitten wurden offenbar zurückgewiesen. Spätere Nachforschungen ergaben jedoch, dass während des gesamten Dezembers 1989 eine Fülle von KGB-Agenten in Abstimmung mit dem Ceausescu-Nachfolger Ion Iliescu unklare, verdeckte Missionen im ganzen Land durchführten. Der Verdacht, dass er persönlich die Razzien der Sicherheitsdienste anordnete, die die aufständischen Anti-Ceausescu-Demonstrationen entfachten, hält bis heute an.

Was auch immer der Wahrheit entspricht, die überragende geopolitische Bedeutung Rumäniens für das Empire damals und heute könnte nicht deutlicher sein. In den Wochen seit dem Veto gegen Georgescus Sieg wurde angekündigt, dass weitere zahlreiche ausländische NATO-Truppen nach Bukarest entsandt werden sollen, als ausdrückliche Reaktion auf „die Entwicklung der Sicherheitslage in der Schwarzmeerregion“. In der Zwischenzeit machen rumänische Beamte große Worte über die „alliierte Solidarität“ und freuen sich auf „umfangreiche gemeinsame Übungen“ im kommenden Jahr.

Darüber hinaus gab die rumänische Regierung am 12. Dezember plötzlich grünes Licht für ein seit langem diskutiertes, höchst umstrittenes Gesetz, das vorsieht, dass das Militär des Landes und alle seine „Waffen, militärischen Geräte und Munition“ jederzeit und ohne förmliche Notstandserklärung, Belagerung oder Krieg unter vollständige ausländische Kontrolle und Leitung gestellt werden können. Mit anderen Worten: Die NATO hätte die einseitige Befugnis, die Bukarester Streitkräfte auf ihr Geheiß zu requirieren. Dies ist in der Tat eine nützliche Fähigkeit, da der Stellvertreterkrieg in der nahen Ukraine auf einen völligen Zusammenbruch zusteuert und offen über eine ausländische Beteiligung nachgedacht wird.

In dem bereits erwähnten BBC-Artikel heißt es, dass der lokale „Verdacht“, dass unsichtbare ausländische Kräfte „die Entscheidung der Richter, die Wahl zu annullieren“, beeinflusst haben könnten, so groß ist, dass „selbst diejenigen, die einen Präsidenten Georgescu fürchteten – und glauben, dass Russland ihn unterstützte -, sich nun Sorgen über den Präzedenzfall machen, der für die rumänische Demokratie geschaffen wurde“. Wir müssen uns fragen, wo ein solcher illiberaler Staatsstreich, wie er gerade in Bukarest stattgefunden hat, als Nächstes wiederholt werden könnte, da die zunehmende Verachtung des Imperiums für die Demokratie und den öffentlichen Willen immer deutlicher wird.

Nichtsdestotrotz könnte man sich mit der Tatsache trösten, dass selbst diejenigen, die den autokratischen Putsch in Rumänien befürwortet haben, sich sehr wohl bewusst sind, dass es sich dabei um eine kurzfristige Lösung mit stumpfer Gewalt für eine ganze Reihe äußerst komplexer und wahrscheinlich unlösbarer sozioökonomischer und politischer Probleme handelt. Der ehemalige hochrangige NATO-Mitarbeiter Mircea Geoana erklärte gegenüber dem britischen Staatssender, dass die Annullierung des Sieges von Georgescu den westlichen Mächten und ihren gewählten Marionetten in Rumänien bestenfalls eine vorübergehende Erleichterung verschafft habe. Darüber hinaus befürchtete er, dass sich die Entscheidung als Bumerang erweisen könnte, sollten die Eliten die Sorgen der Bürger weiterhin ignorieren:

Wir haben uns etwas Zeit verschafft. Aber es gibt hier eine echte Wut. Und wenn wir nichts tun, könnte sich das wiederholen.

https://www.kitklarenberg.com/p/after-natos-romanian-coup-where-next  

29. Dezember 2024

Free Leonard Peltier Now! – Gemalt von Bärbel Brede und Musik von Alice Di Micele

29. Dezember 2024

Die Erklärung des russischen Aussenministers zeigt Verhandlungsbereitschaft, aber keine Zugeständnisse bei der Lösung, da er die „Grundursachen“ des Konflikts betont (Global Times)

https://www.globaltimes.cn/page/202412/1325976.shtml

Russland sei „bereit für Verhandlungen“ mit der Ukraine, diese müssten jedoch auf die Beseitigung der Ursachen der Ukraine-Krise ausgerichtet sein und die reale Situation vor Ort berücksichtigen, sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow am Sonntag in einem Interview mit der russischen Nachrichtenagentur Sputnik. 

„Insbesondere sprechen wir über die Entmilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine, die Gewährleistung ihres blockfreien, neutralen und atomwaffenfreien Status sowie die Beseitigung langfristiger Bedrohungen der Sicherheit Russlands, die vom Westen ausgehen, darunter die NATO-Erweiterung“, sagte Lawrow.  

Kiew müsse konkrete Verpflichtungen eingehen, um die Rechte, Freiheiten und Interessen der russischsprachigen Bürger zu gewährleisten und natürlich die in der russischen Verfassung verankerten territorialen Realitäten anzuerkennen, fügte Lawrow hinzu, heißt es in dem Bericht.

Er sagte, der russische Präsident Wladimir Putin habe zuvor Russlands Ansätze zur Lösung des Konflikts um die Ukraine dargelegt, darunter die Notwendigkeit, konkrete Verpflichtungen einzugehen, um die Rechte der russischsprachigen Bürger zu gewährleisten und territoriale Realitäten anzuerkennen. „Die Umsetzung der konkreten Vorschläge, die das Staatsoberhaupt formuliert hat, wird dazu beitragen, den Konflikt zu beenden und umfassende, langfristige, faire und rechtlich bindende Vereinbarungen zu erreichen. Nur so kann dauerhafter Frieden erreicht werden“, sagte Lawrow. 

Während seiner jährlichen Pressekonferenz am vergangenen Donnerstag drückte Putin seine Frustration über die Weigerung Kiews aus, sich auf Verhandlungen einzulassen, berichtete Sputnik und führte diesen Widerstand auf äußere Einflüsse zurück. 

Sun Xiuwen, außerordentlicher Professor am Institut für Zentralasienstudien der Lanzhou-Universität, sagte, Russland habe schon lange erklärt, dass die beiden wichtigsten „Ursachen“ der Ukraine-Krise der NATO-Erweiterungsplan und die Weigerung der ukrainischen Behörden seien, die Minsker Vereinbarungen einzuhalten, die ausdrücklich den Abzug „aller ausländischer Streitkräfte und militärischer Ausrüstung“ aus der Ukraine vorsehen. „Beide Punkte hängen eng mit dem zusammen, was Lawrow in der Erklärung sagte“, sagte Sun der Global Times am Sonntag.

Sun glaubt, dass Lawrows Erklärung Russlands konsequente Haltung zur Lösung der Ukraine-Krise bekräftigt – dass sie ein positives Signal der Verhandlungsbereitschaft vermittelt, aber dass die vorgeschlagenen Lösungen keine wesentlichen Zugeständnisse enthalten. 

Die Möglichkeit, Friedensgespräche zu führen, hängt noch immer weitgehend von den strategischen Vereinbarungen des Westens in der Ukraine ab. Angesichts der anhaltenden militärischen Unterstützung der Ukraine durch den Westen ist die Wahrscheinlichkeit, kurzfristig einen multilateralen Kompromiss zu erzielen, jedoch relativ gering, so Sun.

Die USA werden voraussichtlich ankündigen, dass sie der Ukraine weitere 1,25 Milliarden Dollar an Militärhilfe zukommen lassen werden, sagten US-Beamte am Freitag, da die Biden-Regierung darauf drängt, Kiew so viel Hilfe wie möglich zukommen zu lassen, bevor sie am 20. Januar aus dem Amt scheidet.berichtete AP am Samstag.

Das umfangreiche Hilfspaket umfasst eine beträchtliche Menge an Munition, unter anderem für die National Advanced Surface-to-Air Missile Systems und das HAWK-Luftabwehrsystem. Außerdem werden Stinger-Raketen sowie 155-mm- und 105-mm-Artilleriegeschosse bereitgestellt, sagten Beamte laut AP-Bericht.

Die USA und die NATO würden mit einer „entschiedenen Antwort“ rechnen müssen, einschließlich militärisch-technischer Gegenmaßnahmen, sollten sie Russland erneut mit Raketen bedrohen, sagte Lawrow am Sonntag, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua.

In dem Interview sagte Lawrow auch, dass Russland sein einseitiges Moratorium für die Stationierung bodengestützter Mittel- und Kurzstreckenraketen aufgeben müsse, da es trotz offizieller Inkraftsetzung nahezu unhaltbar geworden sei, so Xinhua.

29. Dezember 2024

„Sahra trifft“ Michael Lüders: „Deutsche Waffen werden in Gaza und Syrien eingesetzt“

Sowohl Sahra Wagenknecht als auch Michael Lüders kritisieren Russland, indem sie beide die Bombardierung Russlands von ziviler Infrastruktur in den Vordergrund stellen. Ohne in irgendeiner Weise auf den Hintergrund des Konflikts einzugehen. Tatsächlich hat aber die NATO die Russische Föderation seit Jahren massiv provoziert und dabei alle rote Linien überschritten.

29. Dezember 2024

Israels Regierung diskutiert, ob sie Jemen oder Iran angreifen soll – und bombardiert schon mal Jemen (UZ, Unsere Zeit)

29. Dezember 2024

Ukrainisierung Georgiens. Westliche Regime-Change-Kartelle steuern die südkaukasische Republik ins Chaos und an den Rand eines Bürgerkriegs – Von Susann Witt-Stahl, Tbilissi (junge Welt)

Vor dem Parlamentsgebäude in Tbilissi werden immer wieder Säcke mit nagelneuen Helmen angeliefert und auf den täglichen Pro-EU-Demonstrationen verteilt. Bis die Staatsmacht die militanten Proteste durch Verhaftungen und Verbot des Vertriebs von Feuerwerkskörpern vorerst unterbunden hat, gab es auch Gasmasken und andere für Straßenschlachten nützliche Ausrüstung – alles gratis. Kein Wunder: Die Pro-EU-Aktivisten haben mächtige Verbündete mit schier unerschöpflichen Geldquellen. »Von der Botschaft der USA bekommen wir alles, was wir brauchen«, berichtet eine Demonstrantin und schwärmt von deren »Demokratie«- und »Protesttrainings«, auch von der Unterstützung durch die sozialdemokratische Friedrich-Ebert-Stiftung (FES) und andere deutsche Nichtregierungsorganisationen.

hier weiterlesen:
https://www.jungewelt.de/artikel/490688.georgien-ukrainisierung-georgiens.html

28. Dezember 2024

International Anti-Facist Solidarity with Ukraine – Prorussischer Protest in Südafrika. Gegen das Zelensky-Regime.