Archive for Oktober, 2024

27. Oktober 2024

„Drei Kreise des Abgrunds – Wie der Bonner Staat kriegstüchtig wurde – Lieber tot als rot – Adolf Eichmann und der Zionismus – Wiederbewaffnung – Illegale US-Atomtests in Patagonien – Keine Wiedervereinigung eines neutralen Deutschlands – Die Machtergreifung des Militärisch-Industriellen Komplexes“ – Neues Buch von Gaby Weber

für 16 Euro zu bestellen:
https://diebuchmacherei.de/produkt/drei-kreise-des-abgrunds/.

Vorbemerkung

Eisenhower am 22. Mai 1960

Wie eine Fake News in die Geschichtsbücher gelangte

Die Wiederbewaffnung der Bundesrepublik

Der Bonner Staat im Mai 1960

De Gaulle und Adenauer

Das US-amerikanisch-argentinische Atomprojekt

Eichmann und Standard Oil

Eichmann und die Zionisten

Das braune Exil in Argentinien

Deutsche Techniker in Argentinien

Das israelische Atomprogramm

Schweigegelder

Das nukleare Dreiecksgeschäft:

Der Geschäftsfreund

Im Vorfeld des Pariser Gipfeltreffens

De Gaulle und das Gipfel-Desaster

Die Festnahme Eichmanns in Argentinien

Bombs for Peace und das Erdbeben in Valdivia

Stillstand nach Mai 1960

Israels Peinlichkeiten nach Mai 1960

Wie Israel einen Zeugen zum Schweigen brachte

Vor dem Eichmann-Prozess

Die Verhandlung in Jerusalem

Der Geschäftsfreund lieferte

Die Machtergreifung des Militärisch-Industriellen Komplexes

Nachbemerkung: Was ist noch offen?

Vorbemerkung der Autorin:

2012 hatte ich im Verlag Das Neue Berlin meine Recherchen über die Ereignisse im Mai 1960 (Pariser Abrüstungsgipfel, Eichmann-„Entführung“ u. a.) veröffentlicht, im folgenden Jahr kam die spanische Übersetzung bei Sudamericana heraus. Die Verlage hätten nicht unterschiedlicher sein können – der deutsche Verlag stammte aus DDR-Zeiten, der argentinische gehört zum Imperium des gigantischen Penguin Random House. Mit beiden kommunizierte ich am Ende über einen Rechtsanwalt. Obwohl sich die Bücher gut verkauft und es keine juristischen Probleme gegeben hatte, verzichteten beide auf einen Nachdruck oder eine aktualisierte Auflage. War dies auf politischen Druck zurückzuführen? Das würde mich nicht wundern, denn in meinen Augen ist die offizielle Darstellung über die Ereignisse des Mai 1960 nichts anderes als Geschichtsfälschung. Meine Recherche verletzt die Interessen mehrerer Mächte: Israel hat sich in seine hübsche Fake News von der „heldenhaften Entführung eines Nazis“ regelrecht verliebt; die USA verschweigen ihre zeitgleich in Patagonien stattgefundenen, illegalen Nuklearversuche, die als Provokation für den Abrüstungsgipfel in Paris gedacht waren und eine verheerende Bilanz angerichtet hatten; Russland hatte den Militärisch-Industriellen Komplex unterschätzt und sich erpressen lassen; Konrad Adenauer konnte die Wiedervereinigung eines neutralen Deutschlands verhindern; und die Argentinier hatten es gut gemeint, waren am Ende aber betrogen worden.

Zwölf Jahre nach der ersten Auflage lege ich jetzt meine neuen Forschungsergebnisse vor, mit bisher unveröffentlichten Dokumenten. Inzwischen habe ich mehrere Prozesse zumindest teilweise gewonnen. So gab der Bundesnachrichtendienst (BND) Akten über den Eichmann-Prozess in Jerusalem frei und das Kanzleramt Material über die Wiederbewaffnung der Fünfzigerjahre. Einen Teil hält es zurück, obwohl die maximale Schutzfrist von 60 Jahren abgelaufen ist; gegen BND und Kanzleramt prozessiere ich nach wie vor. Den Zutritt zum Archiv der Deutschen Bank erzwang ich gerichtlich; dort fand ich die Details über die Finanzierung der israelischen Atombombe. In Frankreich wurde die Informationsfreiheit gesetzlich erweitert, und seitdem sind Unterlagen über 50 Jahre offen – theoretisch, denn die französische Regierung weigert sich, dem Gesetz Folge zu leisten und diese Akten offenzulegen. Argentinische Archive verrieten mir, wer Adolf Eichmann am 11. Mai 1960 festgenommen hat (es gab weder die vom Mossad behauptete Suche nach Nazis noch eine Entführung). Das russische Außenministerium ließ mich ein paar Dokumente einsehen, um dann den Mantel des Schweigens über das peinliche Kapitel zu breiten.

Ende der Fünfzigerjahre hatte der sowjetische Ministerpräsident Nikita Chruschtschow in den Vereinten Nationen eine atomwaffenfreie Welt gefordert. Dies sollte feierlich auf dem Abrüstungsgipfel der vier Siegermächte des Zweiten Weltkrieges in Paris am 16. Mai 1960 beschlossen werden, und der Kreml suchte für dieses Vorhaben Unterstützer in aller Welt. Er fand sie nicht nur im Lager des realen Sozialismus sondern auch in Argentinien. Dort regierten seit 1958 Arturo Frondizi und seine links-bürgerliche UCRI. Als junger Rechtsanwalt hatte er für die Internationale Rote Hilfe gearbeitet, sein Innenminister für die kommunistische Insurrexit. Frondizi war Anti-Faschist und störte sich an der Präsenz von Tausenden Nazis, die der frühere Präsident, General Juan Perón, ins Land geholt hatte. Frondizi hatte in der UNO für den sowjetischen Abrüstungsvorschlag gestimmt und wollte die beiden mit Haftbefehl gesuchten Nazis kurz vor dem Gipfeltreffen festnehmen: Eichmann und den SS-Arzt Josef Mengele. So steht es in einem BND-Vermerk, den ich auf dem Gerichtsweg erhalten habe. Der Plan ging schief, nicht zuletzt wegen der dilettantischen Agenten, die aus Israel angereist waren.

Das Thema ist bis heute aktuell, nicht nur, weil der Eichmann-Prozess von der Menschenrechtsbewegung als Meilenstein der Gerechtigkeit gefeiert wird. In Wahrheit war er ein Schauprozess, bei dem grundlegende rechtsstaatliche Regeln außer Kraft gesetzt wurden. Und es wurde die riesige Chance, eine atomwaffenfreie Welt zu schaffen, verpasst – wie und warum, wird in diesem Buch beschrieben.

Diese Frage steht im Raum: Was ist im Mai 1960 passiert? In die internationalen Schlagzeilen hatten es drei Ereignisse geschafft: 1) das sensationelle Auftauchen Eichmanns am 23. Mai in Israel, das sich die Presse mit einer „Entführung” erklärte, 2) die gescheiterte Gipfelkonferenz am 16. Mai in Paris, auf der Chruschtschow den Kalten Krieg und das Wettrüsten beenden, einen Schlussstrich unter das Kapitel des Nationalsozialismus ziehen und einem neutralen Deutschland die Wiedervereinigung erlauben wollte, und 3) das größte jemals registrierte Erdbeben, bei dem in Chile die Erdkruste auf über tausend Kilometern aufbrach.

Diese drei Ereignisse stehen in einem kausalen Zusammenhang. Es sind drei Kreise des Abgrunds, und jeder dieser Kreise ist kompliziert, nicht nur, weil sie bis heute einer strengen Geheimhaltung unterliegen. Verschiedene Interessen müssen berücksichtigt werden, und sie waren nicht geplant sondern passierten chaotisch; jeden Tag änderte sich das Szenarium. Daher ist der „timetable“ wichtig: was wussten die Player damals und wie änderten sich jeden Tag ihre Pläne?

Dieses Buch basiert auf Dokumenten aus öffentlichen Archiven, die musste ich über den Gerichtsweg einfordern. Ich lege meine Quellen in den fast 1.000 Fußnoten offen und hoffe, dass dies auf die Leser nicht abschreckend sondern einladend wirkt. Wer meine Arbeit als „Verschwörungstheorie“ abtun will (weil er selbst zu faul oder zu dumm für die Recherche und die Analyse ist), der möge die von mir dokumentierten Fakten überprüfen und, wenn er sie widerlegen will, neues Material unter Angabe der Quelle vorlegen. Geschichtsschreibung ist nicht das, was in den Verlautbarungen steht und in die Geschichtsbücher einfließt. Dies ist bequem, Archivarbeit mühsam. Der Weg zur historischen Wahrheit ist lang, aber unerlässlich.

27. Oktober 2024

In Ungnade gefallener CIA-Direktor General David Petraeus will aus den Konzentrationslagern im Gazastreifen Kapital schlagen

Uncaptured Media

General David Petraeus leitet einen US-Plan, den Gazastreifen in ein Netz abgeriegelter biometrischer Konzentrationslager umzuwandeln. Wird Netanjahu diesen Plan akzeptieren?

Seit den ersten Monaten des Krieges drängt der pensionierte US-General und in Ungnade gefallene ehemalige CIA-Direktor David Petraeus Israel dazu, den Gazastreifen in eine Reihe von Konzentrationslagern umzuwandeln – die sogenannten „Gated Communities“.

Er trat mehrfach bei Think-Tank-Konferenzen auf, verfasste Artikel und gab führenden außenpolitischen Publikationen der USA Interviews , um für eine Strategie zur Aufstandsbekämpfung zu werben, die der ähnelt, die er im Irak verfolgte.

27. Oktober 2024

„Die Zeit ist reif“ (german-foreign-policy.com)

(Eigener Bericht) – Neue Forderungen ehemaliger britischer Kolonien nach Reparationen für Sklaverei und für koloniales Unrecht erhöhen indirekt auch den Druck auf Berlin zur Zahlung von Entschädigung für deutsche Kolonialverbrechen. Am Samstag hat der Commonwealth of Nations, dem vor allem ehemalige britische Kolonien angehören, auf seinem Gipfeltreffen eine Erklärung verabschiedet, in der er ein „Gespräch“ über „eine gemeinsame Zukunft“ verlangt, „die auf Gleichheit beruht“. Hinter der nebulösen Formulierung verbirgt sich das Dringen einer wachsenden Zahl ehemaliger Kolonien auf Entschädigungen, das die Regierung in London unter Premierminister Keir Starmer nicht mehr zu unterdrücken vermag. Allein für die Karibik ist von Reparationen in Höhe von über 200 Milliarden Pfund die Rede. Auch der Druck auf Frankreich, für Kolonialverbrechen materiell einzustehen, nimmt zu. Von Deutschland wiederum verlangen Nachkommen von Überlebenden des Genozids in Namibia sowie von Überlebenden des Vernichtungskriegs in Tansania mit bis zu 300.000 Todesopern Entschädigung. Die Bundesregierung verweigert dies bis heute – auch unter Rückgriff auf kolonialrassistische Argumentationen.

Weiterlesen hier:
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9734

27. Oktober 2024

Das Schreckgespenst der „Monroe-Doktrin“ steckt hinter Washingtons Bemühungen zur Risikominimierung (Global Times)

https://www.globaltimes.cn/page/202410/1321972.shtml

Kürzlich wurden die Äußerungen der US-Handelsbeauftragten Katherine Tai von der chinesischen Botschaft in Brasilien zurückgewiesen. Während ihrer Teilnahme am B20-Wirtschaftsgipfel in Sao Paulo schlug sie vor, dass Brasilien „die Risiken prüfen“ sollte, bevor es sich der Belt and Road Initiative (BRI) anschließt. Tais Reise nach Brasilien ist eindeutig ein weiteres Beispiel für „eine Erzieherin auf Geschäftsreise“, denn die Darstellung Chinas als „Risiko“ ist vom Gespenst der „Monroe-Doktrin“ durchdrungen. Wie könnte China als Brasiliens größter Handelspartner, größter Exportmarkt und wichtigste Überschussquelle ein Risiko und keine Chance darstellen? Darüber hinaus braucht Brasilien keine anderen, die ihm vorschreiben, mit wem es kooperieren oder welche Art von Partnerschaften es eingehen soll, und die normale Wirtschafts- und Handelskooperation zwischen China und lateinamerikanischen Ländern sollte nicht der Kontrolle durch Drittländer unterliegen.

Tais Warnung an Brasilien offenbart eine Machtideologie, die Brasilien als „geopolitischen Hinterhof“ der USA betrachtet, was einen grundlegenden Mangel an Respekt gegenüber der brasilianischen Regierung und ihrem Volk zeigt. Dies ist nicht das erste Mal, dass sich US-Beamte in diese Angelegenheit einmischen. Im Mai dieses Jahres behauptete General Laura Richardson, Kommandantin des US Southern Command, bei ihrem Besuch in Brasilien, dass eine Teilnahme an der BRI die Souveränität Brasiliens untergraben könnte. Seit 2013 hat China mit über 150 Ländern und mehr als 30 internationalen Organisationen Kooperationsabkommen für die BRI unterzeichnet, und kein Land hat durch den Beitritt zur Initiative seine Souveränität verloren. Im Gegensatz dazu üben diese US-Beamten Druck auf Brasilien aus, sich zwischen Peking und Washington zu entscheiden, was eine eklatante Einmischung in die Souveränität eines anderen Landes darstellt.

US-Beamte sprechen häufig von „Risikominderung“ in Bezug auf Lateinamerika, aber was Washington wirklich aufgeben muss, ist seine hartnäckige „Monroe-Doktrin“-Denkweise. In dem Versuch, Brasilien zum Ausstieg aus der BRI zu bewegen, zog Richardson einen absurden Vergleich: Brasiliens diplomatische Beziehungen zu den USA hätten 200 Jahre gedauert und „wir respektieren die Souveränität des jeweils anderen“, während die Beziehungen zu China erst seit 50 Jahren bestehen. Was sie wirklich sagen wollte, ist, dass Chinas wachsender Einfluss in Brasilien und Lateinamerika Washingtons Wunsch, die Region zu kontrollieren, erschüttert. Chinas wachsenden Einfluss in Lateinamerika durch die Brille des Kalten Krieges zu betrachten und die „Auswirkungen“ der chinesisch-lateinamerikanischen Zusammenarbeit mit einer Nullsummenmentalität zu berechnen, spiegelt die tiefsitzenden Ängste wider, die Washington plagen.

Derzeit ist Brasilien eines der wenigen Länder in Lateinamerika, das noch nicht an der BRI teilgenommen hat. Seit der brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva im vergangenen Jahr sein Amt wieder angetreten hat, gibt es immer wieder Berichte darüber, dass Brasilien entsprechende Bemühungen aktiv vorantreibt, und das ist kein Zufall. Die Initiative ist eng mit dem Reindustrialisierungsplan der Regierung Lula und Entwicklungsstrategien wie den südamerikanischen Integrationsrouten verbunden. Sie sucht nach Partnern für Brasiliens geplante Infrastrukturprojekte, insbesondere für solche im Zusammenhang mit verschiedenen Transportrouten in Südamerika, die für Brasiliens wirtschaftliche Interessen von grundlegender Bedeutung sind. Im Juli dieses Jahres erklärte Lula öffentlich: „Ich möchte wissen … wo wir ins Spiel kommen und welche Position wir einnehmen werden … wir möchten ein Starter sein“ in Bezug auf die BRI. Als Reaktion darauf drückte die chinesische Seite aus, dass China es begrüße, wenn Brasilien so bald wie möglich der Belt and Road-Familie beitritt, und sich auf die Zusammenarbeit Brasiliens mit Weltklasse bei der Belt and Road-Initiative freue. Dies zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen China und Brasilien auf Autonomie und Freiwilligkeit beruht und dass beide Seiten bestrebt sind, einander auf halbem Weg entgegenzukommen.

Derzeit versuchen die USA, in Brasilien und anderen lateinamerikanischen Ländern einen „kleinen Hof, einen hohen Zaun“ gegen China zu errichten. Ob es sich nun um die von chinesischen Unternehmen in Mexiko investierte Fabrik für Elektrofahrzeuge oder den Bau des Hafens Chancay in Peru handelt, beides stößt auf Ablehnung und Behinderung seitens der USA. Der Hafen von Chancay wurde von Washingtoner Falken sogar als „für militärische Zwecke“ verdreht dargestellt. China hat nicht die Absicht, sich auf eine militärische Konfrontation mit irgendeinem Land einzulassen; der Bau des Hafens Chancay zielt darauf ab, eine bessere Plattform für den Handel zwischen den beiden Ländern und die regionale Wirtschaftsentwicklung zu schaffen. Nach seiner Fertigstellung wird der Hafen von Chancay die Logistik- und Handelslandschaft Perus und ganz Südamerikas erheblich verbessern und die Transportzeit für Waren von der peruanischen Küste nach China um ein Drittel verkürzen.

Ein hochrangiger peruanischer Beamter erklärte einmal, wenn die USA über Chinas wachsende Präsenz in Peru besorgt seien, sollten sie ihre eigenen Investitionen erhöhen. Der von den USA im Jahr 2022 gestartete Plan „Amerikanische Partnerschaft für wirtschaftlichen Wohlstand“ soll angeblich darauf abzielen, „Chinas Einfluss entgegenzuwirken“. Abgesehen von einigen Treffen mangelt es jedoch bis heute an praktischen Ergebnissen.

Chinas Kooperation in Lateinamerika hat Drittparteien nie ausgeschlossen, und die lateinamerikanischen Länder sind nicht bereit, eine „Einheitswahl“ zwischen China und den USA zu treffen. Insbesondere in einem Kontext, in dem Industrieländer wie die USA und Europa alle den Handel mit China ausbauen, ist es völlig absurd, von den Lateinamerikanern zu erwarten, dass sie an die sogenannten Theorien der „Entkopplung“ oder „Risikominderung“ glauben. Die USA könnten China bei der Modernisierung und Entwicklung der lateinamerikanischen Länder voll unterstützen, anstatt die Region als „neue Frontlinie“ in einer Konfrontation mit China zu betrachten.

China und Brasilien sind die größten Entwicklungsländer der östlichen bzw. westlichen Hemisphäre. Beide Länder unterstützen den Freihandel entschieden und lehnen Protektionismus ab. Letzte Woche sagte Brasiliens Landwirtschaftsminister Carlos Favaro, das Land solle sich Chinas Belt and Road Initiative anschließen, und bemerkte, dies würde Brasilien eine „Gelegenheit bieten, Handelsbarrieren zu überwinden“. Die Zusammenarbeit zwischen China und Brasilien entspricht nicht nur den Interessen beider Länder, sondern entspricht auch dem Bedürfnis des „globalen Südens“, eine gerechtere und gleichberechtigtere internationale Wirtschaftsordnung aufzubauen. Diesen Trend kann Washington nicht aufhalten.

27. Oktober 2024

Einladung zum Frikoplenum – November 2024 am 3. November 2024

um 18 Uhr 30
PallasT, Goebenstr. 1
(U2 Bülowstr, U7 Kleistpark, Busse M48, M85, A187).

TOP:
·     ·       Berliner Appell – gegen den drohenden Wahnsinn  –
      Startpunkt für eine breite Kampagne gegen die Stationierung von US Mittelstreckenraketen, Marschflugkörpern und Dark Eagle  –
      Schaffen wir die Verhinderung?
      Ideen für Aktionen in Berlin

      Input: Lühr Henken und NN

27. Oktober 2024

Der vermessene Mensch – Die Dokumentation (ZDF)

https://www.zdf.de/dokumentation/terra-x-history/der-vermessene-mensch-die-begleitdoku-100.html

27. Oktober 2024

Wie extremistische Siedler im Westjordanland das Gesetz in die eigene Hand nehmen. Die Mobilisierung gewalttätiger Siedler hat die Angst der Palästinenser vor Angriffen und Vertreibung verstärkt (Financial Times)

Bericht der Financial Times (in english)
https://ig.ft.com/west-bank/

27. Oktober 2024

Bolivien: Anschlag auf Ex-Präsident Evo Morales -Fahrer verletzt

Der Ex-Präsident Boliviens Evo Morales erklärte, dass das Fahrzeug, von Unbekannten 14 Mal angeschossen wurde, wobei der Fahrer des Politikers verletzt wurde.

Der Angriff erfolgte um 6:25 Uhr morgens Ortszeit (10:25 GMT) in der Provinz von Cochabamba.

Morales sagte, er habe beobachtet, dass zwei oder drei Lastwagen seinem Auto folgten, sein Fahrer wechselte die Route, aber die Verfolgung habe nicht aufgehört . „Da wurde mir klar, dass es sich um eine Operation handelte“, sagte Evo Morales.

„Es hat mich überrascht, glücklicherweise haben wir unser Leben gerettet“

Der Anschlag wurde in einem Video aufgezeichnet, von einer Person die im Auto saß.

„Runter, runter!“, sagten die beiden Insassen des Fahrzeugs zu Morales, während der Ex-Präsident am Telefon versuchte, vor dem Geschehen zu warnen.

Das Fahrzeug in dem sich Morales befand wurde gewechselt. Es war durch die Schüsse beschädigt.

Da merken die Insassen, dass der Fahrer am Kopf blutet, während er beharrlich die Hupe betätigt, um an einem stark befahrenen Straßenabschnitt vorbeizukommen.

Dann öffnete Evo Morales das Autofenster und machte seine Sympatisanten darauf aufmerksam was geschehen war, und forderte sie auf, die Straße zu blockieren.

27. Oktober 2024

Putschversuch in Bolivien

Wir fordern Respekt und Garantien für den ehemaligen Präsidenten Boliviens Evo Morales. Es lebe das bolivianische Volk!!! Es lebe Evo Morales!!!

VIDEOS:

Bolivien – Anschlag auf den Ex-Präsidenten Evo Morales
https://www.youtube.com/watch?v=-D6tq2oxoNc

https://www.youtube.com/watch?v=MBKpcF-N9Zg

https://www.youtube.com/watch?v=ko_RUBQUKVY



27. Oktober 2024

Arroganz, Distanz, Ignoranz: Das fing nicht gut an mit der deutschen Einheit. Matthias Gehler, Regierungssprecher der letzten DDR-Regierung, berichtet über die sechs Monate des Übergangs 1990. Da wundert einen gar nichts mehr. (Berliner Zeitung)

hier zum Artikel:
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/arroganz-distanz-ignoranz-das-fing-nicht-gut-an-mit-der-deutschen-einheit-li.2263529

27. Oktober 2024

Eine atemberaubende Enthauptung? Der Netanjahu-„Wahnsinn“ – Von Alastair Crooke

Ein großer Krieg zwischen Israel und dem Iran wird wahrscheinlich bald ausbrechen – das sagt Israels Verteidigungsminister Gallant. Er wird eingeleitet, wenn Israel seinen seit langem diskutierten Angriff auf den Iran startet. Gallant hat versprochen , dass Israels Angriff auf den Iran „tödlich, präzise und vor allem überraschend “ sein wird , und fügte hinzu, dass der Iran „nicht verstehen wird, was mit ihm passiert ist oder wie“.

„ Wie “ – eine interessante Wortwahl.

Bis heute Morgen ist von der tödlichen Reaktion, die Gallant versprochen hat, nichts zu sehen. Es scheint, dass Israel, das ursprünglich Wert auf eine schnelle und direkte Reaktion gelegt hatte, nun auf die Einrichtung der THAAD-Raketenabwehrbatterien wartet – und auf die Ankunft der US-Truppen, die sie bedienen werden.

THAAD wird wahrscheinlich keine bahnbrechende Neuerung sein. Am 1. Oktober hat der Iran durch zwei aufeinanderfolgende Salven ballistischer Raketen seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, die israelische Luftabwehr zu überlasten und zu überwältigen. Der Punkt bei der Ankunft von THAAD ist, dass Israel einerseits an Abfangraketen mangelt und dass es für Netanjahu zweitens weitaus wichtiger ist, die USA in einen Krieg zwischen den USA und dem Iran zu verwickeln, als den Zeitplan einzuhalten.

Paradoxerweise könnten die THAAD-Batterien genau das bewirken (die USA in den Krieg ziehen). Mit den derzeit vor Ort stationierten US-Truppen zur Unterstützung der militärischen Maßnahmen Israels gegen den Iran legt Israel effektiv einen amerikanischen „Stolperdraht“ in das Kriegsdrama: Sollten US-Soldaten getötet werden, befinden sich die USA im Krieg mit dem Iran; sie würden sich verpflichtet fühlen, auf den Tod amerikanischer Soldaten energisch zu reagieren.

Netanjahu wünscht sich diesen Krieg seit 25 Jahren. Jetzt kann er direkt vor seinen Augen sehen, wie er konkrete Gestalt annimmt. Und aus seiner Sicht kommt er zu einem günstigen Zeitpunkt – kurz vor den US-Wahlen, bei denen fast jeder Kandidat darum wetteifert, seine Treue zu Israel zu bekunden.

Um es klar zu sagen: Dies ist keine Kleinigkeit. Es könnte sich zu einem großen Konflikt mit Russland entwickeln, sollte Teheran bedroht werden. Israels Völkermord im Gazastreifen und seine unmenschlichen – alle Kriegsregeln verletzenden – Bombardierungen von Zivilisten im Libanon, um eine terrorisierte Unterwerfung zu erzwingen, haben Russland zu einem vollwertigen Partner Irans gemacht. Russland hat daher hart daran gearbeitet, die iranische Verteidigung durch seine eigenen hochmodernen Verteidigungssysteme zu ergänzen.

Die Rolle Russlands wird sich jedoch wahrscheinlich darauf beschränken, dem Iran folgende Verteidigungshilfe zu leisten: russisches ISR (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance), sein neuestes elektronisches Kriegsführungssystem, bestimmte Raketen und möglicherweise S-400-Luftabwehrraketen (deren Ankunft im Iran jedoch nicht bestätigt wurde).

Russland wird ein großes Interesse daran haben, zu beobachten, wie sich diese Waffen gegen einen israelischen Angriff schlagen.

Sollten diese Maßnahmen gut funktionieren, würden sie die allgemeine Abschreckung Russlands deutlich stärken.

Und hier liegt der springende Punkt: Für israelische Zionisten und die Neokonservativen in den USA führt der Weg zu einem entschärften Moskau über ein geköpftes und besiegtes Teheran. Ein Sieg Irans – und damit auch der Widerstand – liegt ganz klar im russischen Interesse.

Aufgeregt durch die Enthauptung eines Großteils der Führungsspitze der Hisbollah durch Israel und möglicherweise ermutigt durch unerlaubte (und falsche) Signale aus dem Iran, dass dieser auf einen israelischen Angriff vielleicht oberflächlich reagieren würde, könnte das Team Biden durchaus die Geburt eines neuen, zionistisch geführten Nahen Ostens voraussehen.

Werden die Vereinigten Stabschefs im Pentagon eingreifen, um den Konflikt zu stoppen – wie sie es bei Blinkens Eskalationsplänen in der Ukraine getan haben? Das erscheint unwahrscheinlich. Sie haben Israel bisher vorbehaltlos unterstützt. Und sie haben zugestimmt, die THAAD-Batterien zu liefern.

Die Vereinigten Stabschefs haben sicherlich die starke pro-israelische Stimmung im Kongress gespürt, die in deutlichem Kontrast zur wachsenden Enttäuschung über die Ukraine steht.

Doch der Kampf gegen den Iran – unterstützt von Russland und China – ist keine Kleinigkeit: Ist er wirklich „gewinnbar“? Und wenn nicht? Was, wenn Israel verliert – und damit auch die USA? Das wäre ein Erdbeben, eine Demütigung, die die westliche Welt erschüttern würde.

Der Kommentator James Kroeger sagt die interessante Tatsache voraus: „ Sollte es zu einem Angriff Israels kommen, wird es sich um einen weiteren Enthauptungsschlag handeln, der dieses Mal auf noch spektakulärere Art und Weise ausgeführt wird als der Schlag gegen Nasrallah.“

„Sehen Sie, das Pentagon wird die Pläne der israelischen Streitkräfte, die iranischen Ölfelder oder gar die verborgene iranische Atomindustrie anzugreifen, nicht unterstützen; aber es hat eine Geschichte der Unterstützung Israels, wenn es die Anführer des Widerstands angreift, die sich Israel widersetzen. Hat die israelische Armee nicht gerade 82 US-Bomben mit einem Gewicht von 2.000 Pfund in Beirut eingesetzt, um Nasrallah zu töten? Mit voller Mitschuld der USA?

„Grundsätzlich werden die USA wahrscheinlich einen ‚Enthauptungsschlag‘ gegen die wichtigsten iranischen Führer in Teheran billigen und möglicherweise sogar ermöglichen, in der Annahme, dass der Iran zu fassungslos wäre, um mit einem ‚totalen Kriegsangriff‘ auf Israel zu reagieren. Was hat der Iran schließlich getan, nachdem Nasrallah getötet wurde? Einige israelische Luftwaffenstützpunkte angegriffen, ohne dass dabei ein Israeli getötet wurde? Hat es Israel davon abgehalten, einen erneuten Angriff auf den Iran zu wagen?“

„Was das Pentagon wahrscheinlich nicht billigen würde, ist der Einsatz von Atomwaffen, um die iranische Regierung zu enthaupten – denn das könnte ausreichen, um den umfassenden Krieg auszulösen, den das Pentagon so sehr fürchtet: Was aber, wenn das listige Israel, nachdem es mit Hilfe der USA bei einer Operation zur Durchführung eines konventionellen Angriffs mit bunkerbrechenden Bomben auf den Obersten Führer angenommen hat, von sich aus beschließt, auch eine taktische oder strategische Atombombe auf Teheran abzuwerfen, die die Befehlskette des Iran völlig zerstört?“

„Verstehen Sie, Israels Absicht ist nicht , einen umfassenden Krieg mit dem Iran zu vermeiden, sondern einen zu entfachen, und der Einsatz einer Atombombe gegen Teheran würde genau das bewirken. 100 % garantiert. Bibi ist sich bewusst, dass er nach einem solchen Angriff, wenn der Iran darauf reagiert, indem er Israel mit allem, was er hat, angreift, den Kongress dazu bringen kann, eine Kriegserklärung gegen den Iran zu verabschieden.“

„Die Mainstream-Medien und das Außenministerium [gemeinsam mit dem US-Kongress] würden zunächst aufgefordert, den Einsatz von Atomwaffen zu leugnen und dann emotionale Entschuldigungen dafür zu finden, warum Israel seine Atomwaffen „zur Selbstverteidigung“ einsetzen müsse. Das Thema, das sie endlos wiederholen werden: Das arme Israel, das von Terroristen mit der Vernichtung bedroht war, griff auf die einzigen Waffen zurück, die ihm noch zur Verfügung standen, um das Böse zu besiegen, dem es gegenüberstand …“.

„Wahnsinn? Ja. Netanjahus ‚Wahnsinn‘“ … Doch Gallants rätselhafte „ tödliche, präzise und vor allem überraschende: Der Iran wird nicht verstehen, was mit ihm passiert ist oder wie “ – eine seltsame Formulierung, die gut zu dieser These von Kroeger passt.

Die große Unbekannte: Wird das Pentagon in der Lage sein, Stellung zu beziehen und sich zu weigern, nachzugeben? Tatsächlich hat das Pentagon einen offenen Krieg zwischen den USA und dem Iran stets abgelehnt.

Warum? Alle Kriegsspiele, die in den letzten Jahren gespielt wurden, endeten für die USA mit einer Niederlage.

27. Oktober 2024

Eine atemberaubende Enthauptung? Der Netanjahu-„Wahnsinn“ – Von Alastair Crooke (strategic-culture.su)

https://strategic-culture.su/news/2024/10/27/a-stunning-de-capitation-the-netanyahu-madness/

Ein großer Krieg zwischen Israel und dem Iran wird wahrscheinlich bald ausbrechen – das sagt Israels Verteidigungsminister Gallant. Er wird eingeleitet, wenn Israel seinen seit langem diskutierten Angriff auf den Iran startet. Gallant hat versprochen , dass Israels Angriff auf den Iran „tödlich, präzise und vor allem überraschend “ sein wird , und fügte hinzu, dass der Iran „nicht verstehen wird, was mit ihm passiert ist oder wie“.

„ Wie “ – eine interessante Wortwahl.

Bis heute Morgen ist von der tödlichen Reaktion, die Gallant versprochen hat, nichts zu sehen. Es scheint, dass Israel, das ursprünglich Wert auf eine schnelle und direkte Reaktion gelegt hatte, nun auf die Einrichtung der THAAD-Raketenabwehrbatterien wartet – und auf die Ankunft der US-Truppen, die sie bedienen werden.

THAAD wird wahrscheinlich keine bahnbrechende Neuerung sein. Am 1. Oktober hat der Iran durch zwei aufeinanderfolgende Salven ballistischer Raketen seine Fähigkeit unter Beweis gestellt, die israelische Luftabwehr zu überlasten und zu überwältigen. Der Punkt bei der Ankunft von THAAD ist, dass Israel einerseits an Abfangraketen mangelt und dass es für Netanjahu zweitens weitaus wichtiger ist, die USA in einen Krieg zwischen den USA und dem Iran zu verwickeln, als den Zeitplan einzuhalten.

Paradoxerweise könnten die THAAD-Batterien genau das bewirken (die USA in den Krieg ziehen). Mit den derzeit vor Ort stationierten US-Truppen zur Unterstützung der militärischen Maßnahmen Israels gegen den Iran legt Israel effektiv einen amerikanischen „Stolperdraht“ in das Kriegsdrama: Sollten US-Soldaten getötet werden, befinden sich die USA im Krieg mit dem Iran; sie würden sich verpflichtet fühlen, auf den Tod amerikanischer Soldaten energisch zu reagieren.

Netanjahu wünscht sich diesen Krieg seit 25 Jahren. Jetzt kann er direkt vor seinen Augen sehen, wie er konkrete Gestalt annimmt. Und aus seiner Sicht kommt er zu einem günstigen Zeitpunkt – kurz vor den US-Wahlen, bei denen fast jeder Kandidat darum wetteifert, seine Treue zu Israel zu bekunden.

Um es klar zu sagen: Dies ist keine Kleinigkeit. Es könnte sich zu einem großen Konflikt mit Russland entwickeln, sollte Teheran bedroht werden. Israels Völkermord im Gazastreifen und seine unmenschlichen – alle Kriegsregeln verletzenden – Bombardierungen von Zivilisten im Libanon, um eine terrorisierte Unterwerfung zu erzwingen, haben Russland zu einem vollwertigen Partner Irans gemacht. Russland hat daher hart daran gearbeitet, die iranische Verteidigung durch seine eigenen hochmodernen Verteidigungssysteme zu ergänzen.

Die Rolle Russlands wird sich jedoch wahrscheinlich darauf beschränken, dem Iran folgende Verteidigungshilfe zu leisten: russisches ISR (Intelligence, Surveillance, Reconnaissance), sein neuestes elektronisches Kriegsführungssystem, bestimmte Raketen und möglicherweise S-400-Luftabwehrraketen (deren Ankunft im Iran jedoch nicht bestätigt wurde).

Russland wird ein großes Interesse daran haben, zu beobachten, wie sich diese Waffen gegen einen israelischen Angriff schlagen.

Sollten diese Maßnahmen gut funktionieren, würden sie die allgemeine Abschreckung Russlands deutlich stärken.

Und hier liegt der springende Punkt: Für israelische Zionisten und die Neokonservativen in den USA führt der Weg zu einem entschärften Moskau über ein geköpftes und besiegtes Teheran. Ein Sieg Irans – und damit auch der Widerstand – liegt ganz klar im russischen Interesse.

Aufgeregt durch die Enthauptung eines Großteils der Führungsspitze der Hisbollah durch Israel und möglicherweise ermutigt durch unerlaubte (und falsche) Signale aus dem Iran, dass dieser auf einen israelischen Angriff vielleicht oberflächlich reagieren würde, könnte das Team Biden durchaus die Geburt eines neuen, zionistisch geführten Nahen Ostens voraussehen.

Werden die Vereinigten Stabschefs im Pentagon eingreifen, um den Konflikt zu stoppen – wie sie es bei Blinkens Eskalationsplänen in der Ukraine getan haben? Das erscheint unwahrscheinlich. Sie haben Israel bisher vorbehaltlos unterstützt. Und sie haben zugestimmt, die THAAD-Batterien zu liefern.

Die Vereinigten Stabschefs haben sicherlich die starke pro-israelische Stimmung im Kongress gespürt, die in deutlichem Kontrast zur wachsenden Enttäuschung über die Ukraine steht.

Doch der Kampf gegen den Iran – unterstützt von Russland und China – ist keine Kleinigkeit: Ist er wirklich „gewinnbar“? Und wenn nicht? Was, wenn Israel verliert – und damit auch die USA? Das wäre ein Erdbeben, eine Demütigung, die die westliche Welt erschüttern würde.

Der Kommentator James Kroeger sagt die interessante Tatsache voraus: „ Sollte es zu einem Angriff Israels kommen, wird es sich um einen weiteren Enthauptungsschlag handeln, der dieses Mal auf noch spektakulärere Art und Weise ausgeführt wird als der Schlag gegen Nasrallah.“

„Sehen Sie, das Pentagon wird die Pläne der israelischen Streitkräfte, die iranischen Ölfelder oder gar die verborgene iranische Atomindustrie anzugreifen, nicht unterstützen; aber es hat eine Geschichte der Unterstützung Israels, wenn es die Anführer des Widerstands angreift, die sich Israel widersetzen. Hat die israelische Armee nicht gerade 82 US-Bomben mit einem Gewicht von 2.000 Pfund in Beirut eingesetzt, um Nasrallah zu töten? Mit voller Mitschuld der USA?

„Grundsätzlich werden die USA wahrscheinlich einen ‚Enthauptungsschlag‘ gegen die wichtigsten iranischen Führer in Teheran billigen und möglicherweise sogar ermöglichen, in der Annahme, dass der Iran zu fassungslos wäre, um mit einem ‚totalen Kriegsangriff‘ auf Israel zu reagieren. Was hat der Iran schließlich getan, nachdem Nasrallah getötet wurde? Einige israelische Luftwaffenstützpunkte angegriffen, ohne dass dabei ein Israeli getötet wurde? Hat es Israel davon abgehalten, einen erneuten Angriff auf den Iran zu wagen?“

„Was das Pentagon wahrscheinlich nicht billigen würde, ist der Einsatz von Atomwaffen, um die iranische Regierung zu enthaupten – denn das könnte ausreichen, um den umfassenden Krieg auszulösen, den das Pentagon so sehr fürchtet: Was aber, wenn das listige Israel, nachdem es mit Hilfe der USA bei einer Operation zur Durchführung eines konventionellen Angriffs mit bunkerbrechenden Bomben auf den Obersten Führer angenommen hat, von sich aus beschließt, auch eine taktische oder strategische Atombombe auf Teheran abzuwerfen, die die Befehlskette des Iran völlig zerstört?“

„Verstehen Sie, Israels Absicht ist nicht , einen umfassenden Krieg mit dem Iran zu vermeiden, sondern einen zu entfachen, und der Einsatz einer Atombombe gegen Teheran würde genau das bewirken. 100 % garantiert. Bibi ist sich bewusst, dass er nach einem solchen Angriff, wenn der Iran darauf reagiert, indem er Israel mit allem, was er hat, angreift, den Kongress dazu bringen kann, eine Kriegserklärung gegen den Iran zu verabschieden.“

„Die Mainstream-Medien und das Außenministerium [gemeinsam mit dem US-Kongress] würden zunächst aufgefordert, den Einsatz von Atomwaffen zu leugnen und dann emotionale Entschuldigungen dafür zu finden, warum Israel seine Atomwaffen „zur Selbstverteidigung“ einsetzen müsse. Das Thema, das sie endlos wiederholen werden: Das arme Israel, das von Terroristen mit der Vernichtung bedroht war, griff auf die einzigen Waffen zurück, die ihm noch zur Verfügung standen, um das Böse zu besiegen, dem es gegenüberstand …“.

„Wahnsinn? Ja. Netanjahus ‚Wahnsinn‘“ … Doch Gallants rätselhafte „ tödliche, präzise und vor allem überraschende: Der Iran wird nicht verstehen, was mit ihm passiert ist oder wie “ – eine seltsame Formulierung, die gut zu dieser These von Kroeger passt.

Die große Unbekannte: Wird das Pentagon in der Lage sein, Stellung zu beziehen und sich zu weigern, nachzugeben? Tatsächlich hat das Pentagon einen offenen Krieg zwischen den USA und dem Iran stets abgelehnt.

Warum? Alle Kriegsspiele, die in den letzten Jahren gespielt wurden, endeten für die USA mit einer Niederlage.

27. Oktober 2024

Iran kündigt Vergeltung nach israelischen Angriffen an, Naher Osten in Aufruhr (cgtn.com)

https://news.cgtn.com/news/2024-10-27/Iran-vows-to-retaliate-after-Israeli-strikes-Middle-East-on-edge-1y2e29UuxnW/p.html

Die Angst vor einem umfassenden Krieg im Nahen Osten wurde weiter geschürt, als der Iran drohte, sich zu verteidigen, nachdem bei israelischen Luftangriffen mindestens vier iranische Soldaten getötet worden waren.

Die Internationale Atomenergiebehörde bestätigte, dass keine Atomanlagen im Iran getroffen worden seien. Israel warnte, dass der Iran „einen hohen Preis zahlen“ werde, wenn er auf die Angriffe reagiere, während die USA, Deutschland und Großbritannien forderten, dass Teheran den Konflikt nicht weiter eskalieren lasse.

US-Präsident Joe Biden äußerte die Hoffnung, dass „dies das Ende“ der israelischen Angriffe sei, und stellte fest: „Es sieht so aus, als hätten sie außer militärischen Zielen nichts getroffen.“

Die Europäische Union forderte alle Parteien auf, äußerste Zurückhaltung zu üben, um eine „unkontrollierbare Eskalation“ zu vermeiden. Andere Länder, darunter viele Nachbarn des Iran, verurteilten die israelischen Angriffe und forderten beide Seiten zur Zurückhaltung auf.

Der Iran beharrte darauf, dass er „das Recht und die Pflicht“ habe, sich zu verteidigen.

„Obwohl sich der Iran sein gesetzliches und legitimes Recht vorbehält, zum geeigneten Zeitpunkt zu reagieren, räumt er der Schaffung eines dauerhaften Waffenstillstands in Gaza und im Libanon höchste Priorität ein“, erklärte der Generalstab der iranischen Streitkräfte.

Israel ist bereits an zwei Fronten in Kämpfe verwickelt. Seit letztem Monat führt es im Libanon Krieg gegen die Hisbollah. Dabei kommt es zu Angriffen, bei denen die Führungsspitze der Gruppe getötet wurde, und Bodenangriffen, die darauf abzielen, Raketenstellungen zu zerstören.

Seit dem Anschlag der Hamas vom 7. Oktober 2023 führt Israel seit mehr als einem Jahr auch im Gazastreifen Krieg, was in dem dicht besiedelten palästinensischen Gebiet zu zahlreichen zivilen Opfern geführt hat.

Die Vereinten Nationen warnten, dass sich gerade der „dunkelste Moment“ dieses Konflikts ereigne und dass die Palästinenser angesichts täglicher israelischer Bombenangriffe einer schweren humanitären Krise gegenüberstünden.

Stephanie Eller, stellvertretende Leiterin des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes in Gaza, bezeichnete die Lage im Norden Gazas während einer Pressekonferenz am Samstag als „entsetzlich“.

„Die anhaltenden Evakuierungsbefehle und die anhaltenden Einschränkungen bei der Versorgung mit lebenswichtigen Gütern bringen die verbleibende Zivilbevölkerung im Norden Gazas in schreckliche Lage“, sagte Eller. „Krankenhäuser wurden zur Evakuierung aufgefordert, was für viele dort verbliebene Zivilisten den Verlust der medizinischen Versorgung bedeuten könnte. Diese Krankenhäuser kämpfen bereits mit schweren Ressourcenengpässen, da immer mehr Verwundete und Kranke eintreffen“, fügte sie hinzu.

Eller forderte weitere Anstrengungen, um humanitärem und medizinischem Personal einen sicheren Zugang zu den Hilfsbedürftigen in Gaza-Stadt und im Norden des Gazastreifens zu gewährleisten.

Die Bodenoperationen des israelischen Militärs im Flüchtlingslager Jabalia, einem der größten palästinensischen Flüchtlingslager, dauern bereits seit 22 Tagen an. Ihr erklärtes Ziel ist es, eine Neugruppierung der Hamas für weitere Angriffe zu verhindern.

(Mit Input von Agenturen)

26. Oktober 2024

EU teilt China. EU-Parlament verabschiedet Taiwan-Resolution. Im Hintergrund wirkt antichinesische Lobby in USA (junge Welt)

Das EU-Parlament schließt sich einer neuen, in den USA initiierten Kampagne gegen China an und fordert die Aufnahme Taiwans in Sonderorganisationen der Vereinten Nationen. Wie es in einer Resolution des Parlaments vom Donnerstag nachmittag heißt, müssten sich die EU und ihre Mitgliedstaaten für eine »tiefergehende Beteiligung« der Insel zum Beispiel an der WHO oder auch an zwischenstaatlichen Zusammenschlüssen wie Interpol starkmachen.

weiterlesen hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/486505.kanonenbootpolitik-gegen-china-eu-teilt-china.html

26. Oktober 2024

Internierungslager für Gaza. Israelische Regierung prüft Pläne, ummauerte Areale in Küstenenklave einzurichten und US-Söldnerfirma zur Kontrolle anzuheuern (junge Welt)

Die vom israelischen Geschäftsmann Mordechai Kahana geführte US-Firma Global Delivery Company (GDC) ist dazu in Gesprächen mit der Netanjahu-Regierung. Laut der größten israelischen Zeitung Jediot Acharonot würden diese euphemistisch »humanitäre Blasen« genannten Internierungslager zunächst »innerhalb von 48 Stunden« durch die israelischen Streitkräfte (IDF) von palästinensischen Kämpfern »gesäubert« und mit einer »Trennmauer« eingeschlossen, so dass sie anschließend unter der Kontrolle von GDC von Veteranen von Eliteeinheiten aus den USA und Großbritannien besetzt würden.

hier weiter zum Artikel:
https://www.jungewelt.de/artikel/486535.gazakrieg-internierungslager-f%C3%BCr-gaza.html