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21. Januar 2019

Gefährliche Vereinnahmung von Teilen der alternativen Medien, vor allem durch Rechtspopulisten. Hochrangige russische Politikerin warnt vor jeglicher Zusammenarbeit mit AFD-nahen Kräften.

URL: https://bit.ly/2FD6kL7

Die Bedeutung eines großen Teils der westlichen Medien als Instrumente der herrschenden Eliten und einer destruktiven Politik gegen die Mehrheit der Bevölkerung kann nicht überbewertet werden. Alternative und unabhängige Medien sind deshalb wichtiger denn je. Nur von welchen Interessen bestimmte alternative Medien beeinflusst werden, sollten wir uns bewusst machen und hinterfragen.

Seit das Coop Antikriegs Café 2005 eröffnet wurde, gibt es dort immer wieder kontroverse Diskussionen über die Glaubwürdigkeit bürgerlicher Medien und die Bedeutung von alternativen und unabhängigen Medien. Selbst betreibe ich diesen Blog, einen YouTube Kanal und bin in verschiedenen sozialen Medien aktiv.

Dazu informiere ich mich vielseitig, auf in- und ausländischen Medienplattformen, im Mainstream, und auf linken wie auch auf eher rechten und rechtsoffenen Nachrichtenportalen. Grenzen sind hier lediglich dem Zeitaufwand geschuldet. Hier eine Liste empfehlenswerter Nachrichtenplattformen.

Diese Empfehlungen beinhalten keine Nachrichtenportale, auf denen ich mich zwar informiere, die ich persönlich aber als tendenziell rechtsoffen einschätze.

Das Coop Antikriegs Café stellt die Forderungen nach Frieden und insbesonders mit Russland in den öffentlichen Raum und plädiert für das friedliche Konzept einer multipolaren und gerechten Weltordnung im Sinne internationaler Solidarität und auf der Basis des Völkerrechts. Dies bedeutet die Ablehnung von Fremdenfeindlichkeit, Anti-Islamismus, Antisemitismus, Russophobie aber auch die Ablehnung jeglicher Zusammenarbeit mit der AFD und Rechtspopulisten.

Es geht in diesem kritischen Beitrag nicht um Denk- oder Leseverbote. Es soll vielmehr hinterfragt werden, warum in einem Teil des ständig wachsenden Netzwerks  alternativer Medienportale und Blogs, die vor allem auch im Video-Format publizieren, regelmäßig Beiträge von Vertretern rechtspopulistischer Gruppierungen, von Politikern der AFD und sogar von verkappten Holocaustleugnern eingebunden sind, ohne dass dies auf Kritik aus den eigenen Reihen stösst.

Wohldosierte Einbindung rechter Positionen in ein scheinbar progressives Umfeld systemkritischer Beiträge. 

Sicherlich wird eingewendet werden, dass die hier aufgeführten Kritikpunkte überbetont wirken, weil sie nur einen kleineren Teil der Inhalte dieser Medienplattformen betreffen. Diesen Einwänden ist die Ausführlichkeit dieser Aufführungen geschuldet. Es ist ein klares Muster zu erkennen, nämlich einen sehr kritischen und grundsätzlich eher fortschrittlichen Teil der Bevölkerung, auf der Suche nach Antworten, allmählich in ein Umfeld rechter Zusammenhänge zu bewegen. Deutlich kann man regelmäßig anti-linke, anti-muslimische, fremdenfeindliche und rechte Narrative erkennen. Diese Kritik richtet sich deshalb im wesentlichen gegen die Portale NuoViso, SchrangTV, Stein-Zeit, Querdenken, Kulturstudio, um die Plattformen der Antizensurkonferenz AZK von Ivo Sasek mit Klagemauer TV, um die Inhalte von Wissensmanufaktur, EingeschenktTV und eine Reihe weiterer Kanäle.

Die hier kritisierten „alternativen“ Medien haben in den vergangenen Jahren eine sehr große Reichweite entwickelt und werden inzwischen von mehreren Millionen Nutzern mehr oder weniger intensiv konsumiert und weiterempfohlen.

Auch von AFD-Medienportalen und offen damit sympathisierenden Webseiten, wie beispielsweise von Jürgen Elsässer, gibt es ständige Verweise auf die Beiträge der oben angeführten Netzwerke.

Die Frage ist daher naheliegend, ob bestimmte Kreise hier eine systematische Beeinflussung der alternativen Medienlandschaft betreiben und in Folge inzwischen erfolgreich Millionen von Menschen zunehmend mit rechtem Gedankengut beeinflussen. Rechte Inhalte werden geschickt dosiert präsentiert, eingebettet in einem insgesamt durchaus progressiv wirkendem Umfeld von systemkritischen Beiträgen. Die Konsumenten und viele der Gäste und Referenten, können die Motive hinter dieser Strategie entweder nicht erkennen, oder haben um den Preis der großen Reichweite dieser Medien und fehlender Alternativen ihre Zurückhaltung aufgegeben. Wer zieht hier im Hintergrund die Fäden?

Jetzt sogar Versuche Sahra Wagenknecht und ihre Sammlungsbewegung „Aufstehen“ zu instrumentalisieren?

Aktuell versucht das Team um NuoViso.TV sogar Sahra Wagenknecht und ihre Sammlungsbewegung „Aufstehen“ zu manipulieren. Es kursiert derzeit eine Meldung von Norbert Fleischer, einem der Moderatoren bei NuoViso.TV und Medienbeauftragter des „Orga-Teams Aufstehen Leipzig“ mit der Ankündigung einer Veranstaltung mit Sahra Wagenknecht am 18. Februar in Leipzig. Bislang ist diese Veranstaltung jedoch lediglich auf der Webseite von Sahra Wagenknecht und der Linksfraktion im Bundestag angekündigt. Seit Januar wird auch der Youtube Kanal Aufgestanden TV betrieben, der hier in einem Beitrag von NuoViso.TV vorstellt wird. Möglicherweise wird NuoViso jetzt versuchen, sich als Medienvertretung und Videoformat von Aufstehen darzustellen.

Wo steht Ken Jebsen? Viele hervorragende Gesprächsgäste, aber weiterhin Verbindungen zu NuoViso. Extreme Angriffe gegen die linke Tageszeitung „junge Welt“. 

Von sehr vielen Friedensbewegten wird KenFM als eines der wichtigsten alternativen Medienportale gesehen. Er lädt immer wieder sehr seriöse und ernstzunehmende Stimmen zu Gesprächen ein, zuletzt auch in sehr interessanten Debatten-Formaten. Viele der langen Interviewbeiträge sind hochinteressant und gehen in die Tiefe. Sein Engagement und seine Spendenaktion für Griechenland hat viele Menschen bewegt.

Seine Zusammenarbeit mit Jürgen Elsässer liegt zeitlich zurück und er hat sich inzwischen davon distanziert. Interviewgäste wie Erich von Däniken, Udo Ulfkotte, Gerhard Wisnewski oder Christian Blex von der AFD kann man in dem breiten Feld seiner Gesprächsgäste vielleicht als marginal akzeptieren. Aber gleichzeitig scheint Ken Jebsen nicht davon abzurücken, weiterhin mit prominenten Gesichtern der oben kritisierten Medien zu kooperieren. Erst kürzlich war er zum wiederholten Mal Gesprächspartner bei NuoVisoTV.

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Ein ganz neues KenFM Format wird von Rüdiger Lenz gestaltet, selbst häufig präsent bei NuoViso.TV, wie im obigen Bild im Interview mit dem AFD-Sympatisanten Hagen Grell. Er war auch zu Gast bei Kulturstudio, bei Jo Conrad und den Mahnwachen, Jetzt heißt es über den Gesprächsgast Julia Szarvasy, ihrerseits Moderatorin bei NuoViso.TV in einem Intro des neuen Formats:
„Zunehmend haben linke und grüne politische Kräfte in Deutschland die Friedensbewegung mit rechten Parolen untermalt und für sich festgestellt, dass diese Friedensbewegung rechts und von Nazis nur so untersetzt sei. Was aber überhaupt nicht stimmt! Was bedeutet es für eine ehemalige linke Aktivistin wie Julia Szarvasy, die sogar aktiv bei der Antifa gegen Nazis vorgegangen ist, nun selbst diffamiert zu werden – als Rechte? Was stimmt in diesem Land mit der Bildung nicht? Wie kann es angehen, dass Menschen, die sich für den Frieden stark machen, als Rechte, als Nazis und sogar als Antisemiten diffamiert werden? Brauchen wir als Ersatz für politisches Denken in rechts und links eine an den Potenzialen orientierte Bildung, damit jeder junge Mensch sich anhand seiner inneren Potenziale entwickeln kann?“

Wird hier die Opferrolle bemüht, um die Position zu rechtfertigen, bisweilen auch mit Vertretern grundsätzlich rechtsoffener Gruppen Gespräche zu führen? In freundlicher Atmosphäre und ohne wirklich kritische Fragen zu stellen? Oder geht es hier nur um Klicks und Reichweite?

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Linke werden zwar auch immer wieder bei KenFM zu Gesprächen eingeladen aber gegen links wird von Jebsen auch mit extrem harten Bandagen ausgeteilt. Nachdem er mehrfach von der „junge Welt“ scharf, zugespitzt aber durchaus nicht unberechtigt kritisiert wurde, attackierte Ken Jebsen die linke Tageszeitung Anfang 2018, indem er sie in einem langen Interview in dreister Manier mit dem Stürmer, der Wochenzeitung der Nazis verglich. Gleichzeitig unterstellte er der Redaktion, und den „Eichmanns an den Schreibtischen“, faschistische Methoden gegen ihn anzuwenden. Die Redaktion der junge Welt habe die Absicht eine Progromstimmung gegen ihn zu erzeugen, und Gewalt und sogar eine Mord-Drohung gegen seine Tochter zu billigen. Trotz Kritik hat er sich bis zum heutigen Tag in keiner Weise für diese diffamierenden und nachweislich falschen Anschuldigungen entschuldigt oder das Video aus dem Internet entfernt.

Tatsächlich hat die kritische Auseinandersetzung mit Fake-News im Krieg gegen den Terror, mit inszenierten Terror und 9/11, mit Gladio und vielen anderen wichtigen Themen zuerst in der Tageszeitung „junge Welt“, bei Telepolis und bei Mathias Bröckers stattgefunden, lange vor KenFM, vor Daniele Ganser und anderen.

Ist die zunehmende Verbreitung dieser Themen im Umfeld von rechten Bezügen, wie AFD-nahen Gruppierungen und Autoren bis hin zu verkappten Holocaustleugnern vielleicht tatsächlich eine Kampagne, um die linke Bewegung von diesen Themen abzukoppeln und fernzuhalten. In den Mainstream-Medien können Fakten und Fragen rund um Regimechange-Kriege, zur NATO-Expansion, 9/11 und weltweitem Terrorismus durchweg ganz einfach als rechte „Verschwörungstheorien“ und damit als Bedrohungen diffamiert werden. Dasselbe Muster kann man auch in den USA beobachten.

Fragen und Forderungen nach klaren Antworten sind deshalb notwendig und berechtigt: Wie weit kann Toleranz gehen und gibt es überhaupt noch rote Linien oder Tabus? Warum werden gerade extrem fragwürdige Verbindungen zu Rechten und Revisionisten nicht von diesen investigativen Journalisten hinterfragt und kontrovers diskutiert? Eine konkrete Stellungnahme von Ken Jebsen zu den Vorwürfen wäre lange überfällig und eine klare Distanzierung von inakzeptabelen Inhalten bei NuoViso.TV dringend notwendig.

Unheilige Allianz von rechtslastigen Autoren, Bloggern, AFD-Politikern und alternativen „investigativen“ Medien. 

Der Blogger und politische Aktivist Michael Stürzenberger, vormals Bundesvorsitzender der inzwischen nicht mehr bestehenden rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ und Mitglied in der Bürgerbewegung Pax Europa empfahl kürzlich in einem Artikel des der Pegida nahestehenden Blogs Politically Incorrect einen neuen Bestseller.

Es ging um das Buch „Wir sind noch mehr – Deutschland in Aufruhr“, in dem neben Michael Stürzenberger u.a. auch Beiträge von Hanno Vollenweider, Vera Lengsfeld, Petra Paulsen und Heiko Schrang veröffentlicht sind. Die meisten der Autoren hatten sich 2018 in der Vereinigung der Freien Medien e.V. zusammengeschlossen.

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Ko-Autor Michael Stürzenberger berichtete über das Buch, die Autoren und seine Arbeit bei Pi-News. Der Beitrag wurde im Video-Format „Die Unbestechlichen“ veröffentlicht, betrieben von Hanno Vollenweider, ebenfalls Ko-Autor des Bestsellers. Einige der Ko-Autoren waren auch bei NuoViso.TV zu Gast, darunter auch Vera Lengsfeld.

Vera Lengsfeld ist außerdem Initiatorin der Gemeinsamen Erklärung 2018“ und sympathisiert offen mit der AfD und mit Pegida, kurz für Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes. Nach langer Mitgliedschaft in der CDU, von 1996 bis 2005 auch als Bundestagsabgeordnete, plädierte sie 2014 für eine Koalition der CDU mit der AfD.

2018 nahm Lengsfeld an dem von der AfD angemeldeten „Frauenmarsch zum Kanzleramt“ teil. Zuvor nahm Lengsfeld neben Thilo Sarrazin und Jörg Meuthen sowie weiteren Bundestagsabgeordneten der AFD,  an dem von Max Otte organisierten sogenannten „Neuen Hambacher Fest“ teil. NuoViso.TV und Eingeschenkt.TV veröffentlichten eine Reihe von Redebeiträgen dieser Veranstaltung. Viele Klicks, viel Zuspruch, kaum Kritik.

Zu Gast bei Nuoviso TV war auch Katrin Nolte, Moderatorin bei Compact TV, Videokanal des Compact-Magazins von Jürgen Elsässer. Dieser unterstützt die AFD und Pegida. Katrin Nolte ist verheiratet mit Jan Nolte, AfD Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender eines Landesverbandes der Jungen Alternative. Das Compact Magazin wurde bis 2016 regelmäßig von Elsässer persönlich bei NuoViso beworben und die CompactTV-Moderatorin Nolte ist auch 2018 weiter gern gesehener Gast bei NuoViso.

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Für Frieden mit Russland aber für die Opposition in China und Venezuela?

Ein weiteres Format bei Nuoviso nennt sich SchrangTV, und wird betrieben von Heiko Schrang. Dieser unterstützt in Interviews den antikommunistischen Kurs der Epoch Times und der Falun Gong Sekte, die dem „Unrechtsregime“ China zig-tausendfache Organentnahmen und die systematische Folterung und Ermordung vielen Tausenden von Menschen unterstellen. Schrang veröffentlicht seine Artikel auch direkt auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert wird und der immer wieder auch Verbindungen zum US-Geheimdienst CIA nachgesagt werden. Schrang interviewte im Rahmen des Formats von NuoViso.TV sowohl Vertreter der Falun Gong Sekte als auch die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland. Immerzu wird der „Unrechtsstaat“ China dämonisiert.

Zur Zeit solidarisiert sich NuoViso.TV mit Billy Six einem in Venezuela inhaftierten deutschem Journalisten, der das „Maduro-Regime“ in einem auf NuoViso.TV veröffentlichten Doku beschuldigte, Venezuela durch seine linke Politik völlig zu ruinieren und für die Flüchtlingskrise im Land direkt verantwortlich zu sein. Billy Six arbeitete zuvor unter anderem für die „Junge Freiheit“ und für den nationalistischen Verein „Die Konservativen“.

Auch der ehemalige NuoViso Moderator Hagen Grell und Martin Sellner, prominenter Aktivist der Identitären Bewegung Österreich fordern die Freilassung von Billy Six. In diesem Video von Hagen Grell geht Sellner sogar soweit zu fordern, die Freilassung des wörtlich als „rechten Journalisten“ bezeichneten Billy Six, notfalls unter Androhung militärischer Massnahmen seitens Deutschlands gegenüber dem „Regime“ in Venezuela durchzusetzen. Sellner pflegt Kontakte zu Björn Höcke (AfD) und André Poggenburg (Aufbruch deutscher Patrioten) sowie zu Götz Kubitschek,  erfolgreicher Verleger der Neuen Rechten in Deutschland.

Nuoviso.TV, dessen Ex-Moderator Hagen Grell und der Identitäre Sellner stehen hier sinnbildlich Schulter an Schulter in ihrer Unterstützung für die Ultrarechten in den USA, in Kolumbien und Brasilien, die einen Umsturz in Venezuela vorantreiben.

Nachdem sich der linke Politiker Andrej Hunko skeptisch zum Fall geäußert hat, konnte man jetzt im AFD nahen Umfeld lesen: „Dass Linke durchweg charakterlos und menschenfeindlich sind, ist allgemein bekannt. Doch jetzt hat ein gewisser Andrej Hunko, seines Zeichens Bundestagsabgeordneter und Mitglied der Partei Die Linke etwas auf Twitter gepostet, das an Widerwärtigkeit kaum zu überbieten ist. Es geht um den Journalisten Billy Six, der in dem linken Unrechtsstaat Venezuela wegen angeblicher Spionage zu Unrecht im Knast sitzt“.

screenhunter 1986(NuoViso-Talkshow mit Hagen Grell, Mahnwachen-Veranstalter Frank Geppert und Ex-Pegida Pressesprecherin Kathrin Oertel)

Man muss vor dem Hintergrund des zunehmenden Einflusses rechtspopulistischer Stimmen in den alternativen Medien feststellen, dass linke Positionen oft vehement abgelehnt werden, insbesondere von Gästen aus dem Umfeld der AFD und von Pegida. Kontroverse Namen wie Helmut Roewer, Ex-Verfassungsschutzchef in Thüringen, Hagen Grell, der Vegane Germane, Jürgen Elsässer, Eva Hermann, Andreas Popp und Michael Vogt verstärken diesen Trend noch.

Neonazis und neurechte Gruppierungen werden oft verharmlost und nicht selten sogar als mehrheitlich vom Verfassungsschutz gesteuerte Gruppen dargestellt. Linke dagegen werden oft auf Schlagworte wie Gutmenschen, Antifa oder linksextrem reduziert. Zugleich wird die Begrifflichkeit „links und rechts“ immer wieder als etwas grundsätzlich unzeitgemäßes definiert.

Rechtes Gedankengut und das Spiel mit dem Thema der Holocaustleugnung.

Zunehmend wird auch das Thema Holocaust aus einer rechten Perspektive bedient. Immer wieder werden Gäste eingeladen, die provokativ mit Holocaustleugnern sympathisieren. So trat der sogenannte Volkslehrer Nikolai Nerling 2018 bei NuoViso TV auf. Bei einer Mahnwache von Frank Geppert, trug Nerling ein Plakat, das den Holocaust als „eine Geschichte voller Lügen“ bezeichnete. Zuvor trat er als Redner bei einer der Mahnwachen von Lars Mährholz auf, der selbst wiederholt Gast bei bei KenFM und Nuoviso.TV war.

Der „Volkslehrer“ Nerling wurde durch ein Youtube Video bekannt, welches nach dem Prozess gegen den Holocaustleugner Alfred Schaefer entstand,  der wegen Volksverhetzung vor Gericht stand. In dem Video sieht man neben Schaefer auch die Holocaustleugnerin Sylvia Stolz, Ex-Lebensgefährtin von Horst Mahler. Der „Volkslehrer“ Nerling unterstützt auch die mehrfach verurteilte Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck. Wenn auch die Sinnhaftigkeit von Haftstrafen für hochbetagte Leugner des Holocaust hinterfragt werden kann, so ist Straffreiheit sicherlich auch keine Alternative.

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Nikolai Nerling trat außerdem in einem Video zusammen mit dem AFD-Landtagsabgeordneten Wolfgang Gedeon auf und hielt zum Jahresausklang noch eine Rede bei der Berliner Pegida (Bägida).

Robert Stein, einer Moderatoren von Nuoviso TV machte ebenfalls ein langes Interview mit Nikolai Nerling in dem er dessen ausgesprochenen Mut lobte. Die Beiträge bei NuovisoTV wurden inzwischen gelöscht.

Der oben erwähnte Buchautor Michael Stürzenberger hatte im vergangenen Sommer ebenfalls einen gemeinsamen Auftritt mit Nikolai Nerling. Und Frank Stoner, jetzt auch mit einer eigenen Sendung bei NuoViso TV aktiv, interviewte Nerling zuletzt im Format von Kulturstudio.

Im Verlauf einer Sendung, an der auch der NuoViso TV Betreiber Frank Höfer teilnahm, wird über bessere Konzepte zur gemeinsamen Verbesserung der Vernetzung alternativer Medien gesprochen. Einer der Teilnehmer der Runde, der übrigens die Flacherde-Theorie vertritt, also behauptet, die Erde hätte nicht die Form einer Kugel. propagiert auch die Idee einer gemeinsamen Sendung, in der „offene“ Fragen zum Holocaust thematisiert werden sollten. Ein anderer in der Runde meint, man solle den Hammer (Holocaust) zum Schluss herausholen, nachdem man andere Themen zusammen angegangen ist. Die Öffentlichkeit sei noch nicht genügend vorbereitet auf so eine Keule. Frank Höfer von NuoViso verabschiedet sich dann wegen eines Termins vorzeitig aus der Runde mit den Worten: „Es wäre auf jeden Fall super wenn wir in Kontakt bleiben und das Ganze in Zukunft konstruktiv angehen.“

Silvia Stolz ist bekannt als Rechtsanwältin prominenter Holocaustleugner und Rechter wie Horst Mahler, Germar Rudolf und Ernst Zündel. Der „Volkslehrer“ Nerling protestierte im Juli 2018 in einem Video gegen ihre Festnahme. Sylvia Stolz trat im Format der AZK, der Anti-Zensur Koalition auf. 

Die jährlich stattfindenden Konferenzen der AZK werden vom christlichen Laienprediger Ivo Sasek organisiert, zusammen mit seiner ca. 3000 Mitglieder umfassenden OMC-Glaubensgemeinde, die eine sektenartige Struktur aufweist. Darüber hinaus werden diverse Videokanäle betrieben und Zeitschriften vertrieben. Die AZK-Konferenzen kann man als das Zentrum eines vielseitig verwobenen Netzes der meisten der oben benannten alternativen Medien mit weiteren, noch fragwürdigen Vertretern rechtsoffener Kreise beschreiben. Auch Frank Höfer war hier mit NuoViso.TV zu Gast. Frank Stoner, jetzt auch bei NuoViso TV aktiv, interviewte Ivo Sasek kürzlich im Format von Kulturstudio.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang die Anmerkungen des russischen Präsidenten Putin über die Holocaustleugnung, und seine Gedanken über Kriegpropaganda und Lügen, die Kriege oft erst möglich machen.

Im Oktober 2018 wurde bei NuoViso.TV unter dem Format Neue Horizonte ein Interview über den Holocaust und deutsche Schuldkomplexe ins Netz gestellt. Der Buchautor Markus Mynarek sprach über sein Werk mit dem Titel „Die versklavte Nation“. den Autor sind die Menschen in Deutschland Sklaven, kontrolliert von jüdischen Seilschaften und ihren Unterstützern. Mynarek ist kein offener Holocaustleugner, er leugnet nur die Singularität des Holocaust, weil dies strafrechtlich nicht relevant ist. Er relativiert den Holocaust, indem er diesen und sogar Hitler relativiert, und den „sowjetischen Gulag und Maos Kulturrevolution“ als ein viel „größeres Verbrechen“ bezeichnet.

Die Tageszeitung junge Welt und andere linke Medien, Organisationen und Aktivisten können die obigen Standpunkte, Vernetzungen und eklatanten Widersprüche nicht akzeptieren und sind völlig zu Recht zu Gegnern einer an den Rändern völlig rechtsoffen und diffus wirkenden Bewegung geworden.

Jegliche Kritik wird ohnehin zumeist pauschal als Teil einer Verleumdungskampagne zurückgewiesen, die angeblich ausschließlich mittels konstruierter Kontaktschuld argumentiert. Zugleich wird immer wieder auch der Begriff „teile und herrsche“ angeführt, und das Argument, dass die Kritiker nur das zentrale Interesse hätten, nämlich die Friedensbewegung zu spalten. Nur zusammen sei man stark. Das Publikum sei der Mensch.

Tatsächlich ist die Spaltung jedoch das Ergebnis einer fehlenden Auseinandersetzung mit der Tatsache, dass rechte Inhalte in „alternativ“ getarnten Formaten inzwischen massenhaft geteilt werden. Dem muss man offensiv einen organisatorischen Widerstand entgegensetzen.

Die in diesem Artikel erhobenen Kritikpunkte könnten zudem jederzeit dadurch entkräftet werden, dass man sich eindeutig von den Positionen einer Reihe hier namentlich erwähnter Referenten, insbesondere von Politikern der AFD distanzieren würde und darüber hinaus vor allem von jeglichen Relativierungen des Holocaust. Dass dies geschieht ist unwahrscheinlich, weil man sich offensichtlich ständig auf das Prinzip der freien Meinungsäußerung und Offenheit beruft. Deshalb ist eine kontroverse Debatte über diese unhaltbaren Zustände dringend notwendig.

Forderungen aus rechten Kreisen nach Frieden mit Russland sehr fragwürdig. Eine Zusammenarbeit mit solchen Gruppen kann unter keinen Umständen daraus abgeleitet werden.

Die hier kritisierten Medienplattformen, so wie auch ihre Unterstützerkreise wollen mehrheitlich scheinbar keine Konfrontation mit Russland, weisen diese vielmehr zurück. Diesen Fakt muss man begrüßen, und den meisten der Konsumenten und Unterstützer ist es ernst mit diesem Standpunkt.

Da sich aber die Motive für das Verständnis für Russland und Forderungen nach Frieden, beispielsweise bei einer Partei wie der AFD, vor allem aus ihrer Geschichte heraus keinesfalls logisch erschließen, muss man diesen Fakt sehr kritisch hinterfragen.

Hierbei beziehe ich mich gern auch auf einen Beitrag der russischen Spitzenpolitikerin Veronika Krascheninnikowa. Sie argumentiert ebenfalls, dass Rechtspopulisten ihre angebliche Sympathie mit Russland nur dazu nutzen, um an Einfluss zu gewinnen. Deswegen unterstützen sie bestimmte russische Positionen. Laut Krascheninnikowa stehen die rechtspopulistischen Kräfte mit ihrem anti-muslimischen Standpunkten im völligen Widerspruch zu den Interessen eines multinationales und multikonfessionellen Russland.

Es gibt seitens der AFD keine Ablehnung der NATO, man unterstützt die Anschaffung von Kampfdrohnen, stimmt für die Aufrüstung durch das 2-Prozent-Ziel der NATO, verhinderte zuletzt zusammen mit der GroKo den Untersuchungsausschuss für die Berater-Affäre im Verteidigungsministerium. Die AFD sieht in den Deutschen „das einzige Volk der Welt, dass sich ein Denkmal der Schande in das Herz seiner Hauptstadt gepflanzt hat“ und bekennt: „stolz zu sein auf die Leistung deutscher Soldaten in zwei Weltkriegen.“

Vor allem an den Partnerorganisationen der AFD kann man erkennen, dass die ganze Bewegung in nationalen Strukturen wurzelt, die mit dem Dritten Reich liiert waren. Zudem will die AFD Renten und Hartz 4 kürzen, lehnt darüber hinaus eine Vermögensteuer ab und schlägt einen einheitlichen Steuersatz für Putzfrauen und Milliardäre vor.

Warum finden diese Medienplattformen eine derartige Verbreitung?
Warum wird dies nicht investigativ hinterfragt? Was kann man tun?

Ein Grund dafür ist, dass man eingebunden in ein Geflecht rechter Positionen auch eine ganze Reihe interessanter, gut recherchierter Beiträge und Hintergrundinformationen finden kann. Bedingt wird dies sicherlich auch durch die Bereitschaft vieler Referenten und Autoren in diesem Spektrum über ihren thematischen Schwerpunkte zu sprechen, um eine größere Verbreitung zu finden. Viele Beiträge plädieren für Frieden mit Russland und liefern zum Teil sehr gute Recherchen zu den Hintergründen von inszeniertem staatlichen Terrorismus und Interventionskriegen. NATO-Kriege werden abgelehnt, der militärische industrielle Komplex wird kritisiert.. Diese Inhalte findet man in dem jetzt sehr überwiegend konsumiertem Videoformat auf progressiven und linken Medienplattformen leider nur sehr selten. Die hier angebotenen Printformate werden oft gar nicht wahrgenommen.

Es wäre daher wichtig speziell Videoformate in Kooperation mit linken, progressiven Medien und Organisationen schnellstens auszubauen. Es wäre allerdings auch sehr wichtig zu verhindern, dass hier Kräfte ihren Einfluss geltend machen können, die systematisch die Dämonisierung von Russland, China, Syrien, Venezuelas und anderer Länder betreiben. Über den Hintergrund bellizistischer, russlandfeindlicher Strömungen innerhalb bestimmter Kreise der linken Bewegungen muss offen diskutiert werden.

Denkverbote dürfen nicht zugelassen werden, sondern man sollte betonen, dass jeder das Recht hat, sich umfassend zu informieren. Aber die Zusammenarbeit mit rechten oder rechtsoffenen Medien und unkritische Empfehlungen sollten unbedingt unterbleiben. Rote Linien müssen dringend gezogen werden.

Zur Zeit versuchen zwei empfehlenswerte Plattformen, Nachdenkseiten und Weltnetz im Bereich des Videoformats aufzuholen. Sie liegen aber leider, was die Reichweite angeht, noch weit abgeschlagen zurück. Printmedien wie die junge Welt, Hintergrund und andere sind bisher nicht in das Format Video eingestiegen. Dies nachzuholen wäre dringend notwendig und in gemeinsamer Kooperation auch durchaus zu realisieren. Die Nachdenkseiten haben beispielsweise erst kürzlich damit begonnen, ihre Beiträge auch über Youtube zu teilen und haben sehr viel Erfolg mit diesem Ansatz.

Deutsch- und englischsprachige Medien aus Russland, China, Venezuela und dem Iran wie RT Deutsch, Sputniknews und Russland TV, teleSUR, Irans Pars News, PressTV, vielfach auch im Videoformat produziert, sollten als eine wichtige unterstützende Stimmen internationaler Friedensbewegungen begriffen werden.

Trotz vielleicht durchaus berechtigter Kritik an Aspekten der russischen Innenpolitik, sollten Antifaschismus und Antirassismus eine grundsätzliche Solidarität mit Russland voraussetzen. Man sollte sich gegen den drohenden Rechtsruck stellen, zugleich schützend vor Minderheiten, vor Geflüchtete, aber unbedingt auch vor Russland. Sich antifaschistische nennende Gruppierungen, die sich gleichzeitig gegen Russland stellen sind abzulehnen.

Wir sind abgesehen von einem erstarkendem Anti-Islamismus konfrontiert mit einer zunehmenden Russophobie, einer stark zum Rassismus tendierenden Russenfeindlichkeit. Diese begründet sich im Kern, im noch vom deutschen Faschismus geprägten Feindbild des jüdischen Bolschewismus. Dies sollte vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nie vergessen werden.

Russland warnt vor jeglicher Zusammenarbeit mit AFD-nahen Kräften. Kontakte zu Europas Rechten widersprechen den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands. Fehler in der Vergangenheit eingeräumt.

Sehr wichtig sind in diesem Zusammenhang die jüngsten Stellungnahmen russischer Politiker zu den Verbindungen zu rechtspopulistischen Politikern und Organisationen in Europa, die in den vergangenen Jahren zweifelsohne bestanden haben.

Veronika Krascheninnikowa, Historikerin, Politologin und Leiterin der Abteilung Außenpolitik und Mitglied des Obersten Rates der Regierungspartei „Einiges Russland“. ist Beraterin des Generaldirektors von Rossija Sewodnja, der Eigentümerin von Sputniknews und anderen großen Medien. Frau Krascheninnikowa vertritt seit kurzem in mehreren Interviews und Artikeln den Standpunkt, das jegliche Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands völlig widersprechen.

Sie beschreibt jetzt in mehreren Interviews ihr Bild von rechten Parteien wie der AFD und warum es auf der Ebene von Abgeordneten in der Vergangenheit zu Kontakten zwischen „Einiges Russland“ und der AfD kommen konnte. Sie bestreitet jedoch jegliche Kooperation seitens der russischen Regierung. Außerdem nimmt sie Stellung zu Berichten in deutschen Medien, wonach Russlands Präsident der Drahtzieher rechter Bewegungen in Westeuropa sein soll. Sie weist diese Einschätzungen entschieden zurück.

Sie spricht auch die Tatsache an, dass Präsident Putin zuletzt im Januar 2018 erklärt hatte: „dass der Islam ein wichtiger Teil unseres Kultur und die Muslime sind ein wichtiger Teil unseres multinationalen Volkes.“

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Rechtspopulistische Kräfte dagegen widersprechen mit ihrem anti-muslimischen Standpunkten völlig den Interessen eines multinationales und multikonfessionellen Russland.

In einem sehr lesenswertem Artikel mit dem Titel „Russland im Netz der Ultrarechten“ schreibt Veronika Krascheninnikowa: „Die Ultrarechten in Europa bekommen vom Umgang mit Russland nur Dividende. Sie werden nicht nur national, sondern auch zugleich international legitimiert. Es kostet sie nichts, ein paar unterstützende Worte in Richtung Russland zu artikulieren, dafür bekommen sie kostenlose Werbung in russischen Medien und öffentliche Anerkennung.“


Berlin, 21.1.2018 – Coop Anti-War Cafe, Heinrich Bücker

Links:

Hier unsere umfassende Liste empfehlenswerter Nachrichtenplattformen.

Russland im Netz der Ultrarechten – Von Veronika Krascheninnikowa
http://www.russlandkontrovers.com/russland-im-netz-der-ultrarechten

„Nationalistische #Politik wäre die schnellste Vernichtung #Russland|s“ – Russische Politologin über Haltung zu #AfD, #Islam und #Migration
https://bit.ly/2R6uOCL

Neuorientierung in Moskau? Führendes Mitglied der Regierungspartei „Einiges Russland“, kritisiert Kontakte zu AfD und Front National – Ulrich Heyden (Heise.de)
https://www.heise.de/tp/features/Neuorientierung-in-Moskau-4210507.html

Vorstandsmitglied von Putins Partei „Einiges Russland“: Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ widersprechen den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands
https://bit.ly/2DHBZL7

Stoppt Putinpartei alle AfD-Kontakte? (Russland Direkt)
https://bit.ly/2Rz2aJH

Russische Politologin über Farbenrevolutionen u. Verbindungen zwischen dem 3. Reich, Neofaschisten und US-Politikern – Video hier: https://bit.ly/2TyCbzo

Jul 26, 2017 – Die Mitbegründerin der Epoch Times Deutschland Renate Lilge-Stodieck im Interview mit Heiko Schrang   http://bit.ly/2AmRgyM

Schrang / Falun Gong Skandal! Organraub im großen Stil und Merkel schaut weg
http://bit.ly/2zf7ENe

Flache-Erde Theorie / NuoViso / Holocaust / Schuldkomplex / zukünftiger Zusammenarbeit  http://bit.ly/2zVRUT8

Toni Mahoni / NuoViso & Holocaust  http://bit.ly/2yMZlsL

AZK Konferenz – Holocaust Sylvia Stolz   http://bit.ly/2jKwZMd

 

1. Januar 2019

„Wir sind noch mehr – Deutschland in Aufruhr”: Zunehmende Einflussnahme von Rechtspopulisten auf die alternativen Medien.

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Der Blogger und politische Aktivist Michael Stürzenberger, vormals Bundesvorsitzender, der inzwischen nicht mehr bestehenden rechtspopulistischen Partei „Die Freiheit“ und jetzt Mitglied in der Bürgerbewegung Pax Europa empfahl kürzlich in einem Artikel des der Pegida nahestehenden Blogs Politically Incorrect ein Buch, das inzwischen zum Bestseller avancierte.

Es geht um „Wir sind noch mehr – Deutschland in Aufruhr“, ein Buch, in dem neben Michael Stürzenberger auch Beiträge der folgenden Autoren veröffentlicht sind: Hanno Vollenweider als Herausgeber, Vera Lengsfeld, Petra Paulsen, Heiko Schrang, David Berger, Jürgen Fritz, Ramin Peymani, Imad Karim, Thomas Bachheimer, Marcus Franz, Thomas Böhm, Roger Letsch, Peter Helmes, Niki Vogt, Charles Krüger, Christian Jung, Wolfgang van de Rydt, John James, Naomi Seibt und Friedemann Wehr.

Hier berichtet Michael Stürzenberger über seine Arbeit bei Pi-News.

Die meisten der obigen Autoren haben sich 2018 in der Vereinigung der Freien Medien e.V. zusammengeschlossen und verstehen sich „als die erste staatspolitisch unabhängige Organisation zur Förderung des grundgesetzlich verankerten Bürgerjournalismus und der Meinungsfreiheit“.

Hanno Vollenweider betreibt das angeschlossene Internet-Talkshow Format „die Unbestechlichen“

Vera Lengsfeld veröffentlichte im März 2018 die „Gemeinsame Erklärung 2018“ in der es unter anderem heißt: „Mit wachsendem Befremden beobachten wir, wie Deutschland durch die illegale Masseneinwanderung beschädigt wird. Wir solidarisieren uns mit denjenigen, die friedlich dafür demonstrieren, dass die rechtsstaatliche Ordnung an den Grenzen unseres Landes wiederhergestellt wird.“

Lengsfeld ist auch Mitinitiatorin der Vereinigung der Freien Medien e.V.. Sie sympathisiert offen mit der AfD und mit Gruppierungen wie Pegida.

Zwischen 1996 und 2005 war Lengsfeld Mitglied der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. 2012 wurde sie Landesvorsitzende der Vereinigung der Opfer des Stalinismus in Berlin-Brandenburg.

Danach war sie, neben Klaus Peter Krause und Beatrix von Storch im Vorstand bis 2015 bestehenden Bürgerkonvents, der die Rückführung des Staates und den Abbau von Sozialleistungen befürwortete. 2014 plädierte sie dann für eine Koalition der CDU mit der AfD.

2018 nahm Vera Lengsfeld neben Thilo Sarrazin und Jörg Meuthen als Rednerin an dem von Max Otte organisierten sogenannten „Neuen Hambacher Fest“ teil, bei dem eine Reihe von Politiker der AfD auftraten. Die Kanäle NuoViso TV und Eingeschenkt.TV veröffentlichten die Beiträge vom „Neuen Hambacher Fest“. Im Sommer 2018 nahm Lengsfeld dann am von der AfD angemeldeten „Frauenmarsch zum Kanzleramt“ teil.

Ko-Autoren des Buchs „Wir sind noch mehr – Deutschland in Aufruhr“ waren auch im Format #BarCode bei Nuoviso TV.  zu Gast. Frank Höfer sprach mit Petra Paulsen, mit Heiko Schrang, dem Macher des Nuoviso TV angegliedertem Videoformats und mit Katrin Nolte, Moderatorin bei Compact TV, dem Videokanal des Compact-Magazins von Jürgen Elsässer. Katrin Nolte ist verheiratet mit Jan Nolte, AfD Bundestagsabgeordneter und Vorsitzender des Landesverbandes Hessen der Jungen Alternative.

Bei Nuoviso heisst ein Format SchrangTV betrieben von Heiko Schrang. Er unterstützte in mehreren Interviews den antikommunistischen Chinakurs der chinesischsprachigen Epoch Times und der Falun Gong Sekte, die der Regierung Chinas zig-tausende Organentnahmen und die systematische Folterung und Ermordung von Gefangenen unterstellen. Schrang veröffentlicht seine Artikel auch auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert wird und von auch mit dem CIA in Verbindung gebracht wird. Schrang interviewte im Rahmen von NuoViso sowohl Vertreter der Falun Gong Sekte als auch die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland.

NuoViso TV solidarisiert sich zur Zeit auch mit Billy Six einem in Venezuela inhaftierten deutschem Journalisten, der das „Maduro-Regime“ beschuldigt, Venezuela durch seine linke Politik völlig zu verarmen. Billy Six arbeitete unter anderem für die „Junge Freiheit“ sowie für den nationalistischen Verein „Die Konservativen“.

Man muss vor dem Hintergrund des zunehmenden Einflusses rechtspopulistschen Stimmen  in den alternativen Medien der Frage stellen, warum linke Positionen hier derart vehement abgelehnt werden und die Medienplattformen eine derartige Verbreitung finden.

Grund dafür ist, dass man auf diesen Plattformen viele interessante, gut recherchierte Beiträge finden kann. Viele Beiträge plädieren für Frieden mit Russland liefern zum Teil gute Recherchen zu den Hintergründen von inszeniertem Terrorismus, 9/11 und Kriegen.

Es geht hier also nicht um Lese- oder Sehverbote oder um Video-Kanal Verbote, sondern vielmehr um die klare Zuordnung politischer Lager. Geprägt ist fast das gesamte Spektrum von einem deutlich anti-linken und vor allem anti-muslimischen Unterton. Das letztere Phänomen wird noch verstärkt durch die Frequenz von Gästen aus dem weiterem Spektrum der AFD und von Pegida-nahen Projekten. Dazu Namen wie Helmut Roewer, Ex-Verfassungsschützer, Hagen Grell, der Vegane Germane, Jürgen Elsässer, Michael Vogt, Gerhard Wisnewski, und der verstorbenene Udo Ulfkotte.

Neonazis werden falls thematisiert zumeist verharmlost und nicht selten sogar als mehrheitlich  vom Verfassungsschutz gesteuerte Gruppen charakterisiert, während Linke oft auf die Begriffe von Gutmenschen, Antifa oder linksextrem reduziert werden. Zugleich wird die Begrifflichkeit von links und rechts meist grundsätzlich als unzeitgemäss empfunden.

Die deutliche Affinität zu Gesprächsgästen, die anti-islamische Positionen vertreten und zu Videobeiträgen, die diese Grundhaltung aufzeigen wird von uns abgelehnt.

Medien wie die Tageszeitung junge Welt und andere traditionell eher linke Organisationen wollen diese Standpunkte und Verknüpfungen ebenfalls nicht akzeptieren und argumentieren deswegen zu Recht gegen eine so sogenannte „Querfront“.

Bewegungen wie #Aufstehen und #JaunesGilets stehen in Gefahr in den Sog dieser Kontroversen zu geraten.

Die hier kritisierten rechtsoffenen Medienplattformen, so wie auch ihre rechtspopulistischen Unterstützerkreise wollen mehrheitlich keine Konfrontation mit Russland , weisen sie vielmehr zurück. Wenn sich auch die Motive dafür, beispielsweise bei einer Partei wie der AFD nicht unbedingt logisch erschliessen, so ist diese Grundhaltung grundsätzlich positiv zu beurteilen, nur eine mögliche Zusammenarbeit kann daraus nicht abgeleitet werden.

Es sollte vielmehr die Kooperation zwischen linken, progressiven Medien und Organisationen weiter ausgebaut werden, die nicht wie andere „linke“ Strukturen ebenfalls die Dämonisierung von Russland, China und Syrien nur noch bestärken.

Zu empfehlen sind unserer Meinung nach deshalb Nachrichtenportale wie die Nachdenkseiten, Hintergrund, junge Welt, RT Deutsch, Russland TV, Telepolis, China Heute, Irans Pars News, Rubikon, Sputniknews, AG Friedensforschung, Amerika21, WeltnetzTV, Fefes Blog, Ossietzky. und andere. Hier eine unsere Liste empfehlenswerter Nachrichtenplattformen.

Warum finden sich in der Liste auch russische Nachrichtenportale? Trotz vielleicht berechtigter Kritik an Aspekten der russischen Innenpolitik, sollten Antifaschismus und Antirassismus heutzutage eine grundsätzliche Solidarität mit Russland unbedingt voraussetzen. Man sollte sich gegen den drohenden Rechtsruck stellen, schützend vor Minderheiten, vor Geflüchtete, aber unbedingt auch vor Russland. Denn wir sind abgesehen von einem erstarkendem Anti-Islamismus konfrontiert mit einer zunehmenden Russophobie, einer stark zum Rassismus tendierenden Russenfeindlichkeit und einem noch vom deutschen Faschismus geprägten Feindbild des jüdischen Bolschewismus. Dies sollte vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nicht toleriert werden.

Wichtig sind in diesem Zusammenhang die jüngsten Stellungnahmen russischer Politiker über Verbindungen zu rechtspopulistischen Politikern und Organisationen in Europa.

Im Januar 2018 erklärte Präsident Putin, „dass der Islam ein wichtiger Teil unseres Kultur und die Muslime sind ein wichtiger Teil unseres multinationalen Volkes.“

Veronika Krascheninnikowa, Politologin und Leiterin der Abteilung Außenpolitik der Regierungspartei „Einiges Russland“ vertritt den Standpunkt, das jegliche Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands widersprechen.

Demnach nach nutzen die Rechtspopulisten Russland nur, um auf die internationale Bühne zu kommen. Wenn man die Behauptung der AfD, der Islam gehöre nicht zu Deutschland, auf Russland übertrage, verstoße man gegen das Strafgesetzbuch. Russland sei ein Vielvölkerstaat. Laut Krascheninnikowa stehen diese Kräfte mit ihrem anti-muslimischen Standpunkten im völligen Widerspruch zu den Interessen eines multinationales und multikonfessionellen Russland.

Wir wissen auch, dass diese anti-muslimischen Standpunkte im völligen Widerspruch zu den Interessen einer multinationalen, weltoffenen Stadt Berlin stehen.
Coop Anti-War Cafe, Heinrich Bücker

Links:

„Nationalistische #Politik wäre die schnellste Vernichtung #Russland|s“ – Russische Politologin über Haltung zu #AfD, #Islam und #Migration
https://bit.ly/2R6uOCL

Neuorientierung in Moskau? Führendes Mitglied der Regierungspartei „Einiges Russland“, kritisiert Kontakte zu AfD und Front National – Ulrich Heyden (Heise.de)
https://www.heise.de/tp/features/Neuorientierung-in-Moskau-4210507.html

Vorstandsmitglied von Putins Partei „Einiges Russland“: Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ widersprechen den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands
https://bit.ly/2DHBZL7

 

 

 

 

19. Dezember 2018

NuoViso TV solidarisiert sich mit Billy Six einem in Venezuela inhaftierten deutschem Journalisten, der das „Maduro-Regime“ beschuldigt, eine desaströse linke Politik zu betreiben und das Land völlig zu verarmen.

Der Journalist Billy Six arbeitete unter anderem für die „Junge Freiheit“ sowie für den nationalistischen Verein „Die Konservativen“.
In den vergangenen Jahren war er mehrfach Gast bei alternativen Nachrichtenportalen, u.a. auch bei NuoViso TV.

Nachdem er den arabischen Frühling in Ägypten kritisch begleitete, lenkte er sein Interesse auf die Lage in der Ukraine, den Donbass und schlieslich bereichtete er auch sehr kritisch über den Abschuss des malaysischen Flugzeugs MH370 in der Ukraine und hinterfragte die Arbeit der Mainstream-Medien und der niederländischen Untersuchungskommission.

Dann wendete er sich 2015 dem Thema der Flüchtlingswelle und vertrat hier mehr die Linie der Pegida-Demonstrationen und begann auch eine ganze Reihe von Artikeln für die junge Freiheit zu schreiben, eine Blatt, das der AFD nahe steht.

2017 begann Billy Six in Venezuela zu recherchieren und veröffentlichte im Juli dieses Jahres einen Bericht über die Flüchtlingswelle von Venezulanern nach Kolumbien. Hier vertrat Billy Six einigermassen vehement den Standpunkt, dass die sozialistische Politik von Chavez und Maduro für die jetzt völlig desaströe Wirtschaftslage alleinig verantwortlich ist. In dem Beitrag kommen durchweg ablehnende Stimmen gegen die Regierung von Maduro zu Wort.

Jetzt wurde Billy Six von den venezualanischen Behörden verhaftet. Es geht um Beschuldigungen der Spionage. Er soll Fotos von öffentlichen Militärparaden zum Nationalfeiertag gemacht haben, was nicht erlaubt ist.

Der Geheimdienst Venezuelas betreibt in Caracas angeblich zwei Gefängnisse. Inhaftiert ist Billy Six im Gefängnis El Helicoide. In der Zeitung „Junge Freiheit“ wird ein ehemals dort inhaftierter Regierungsgegner so zitiert: „Es ist schon ein Treppenwitz der Geschichte, daß El Helicoide einstmals als Zeichen des Fortschritts für das süd­amerikanische Land geplant war. So ist es heute ein Mahnmal für den Sturz eines Landes ins Chaos, organisiert durch ein sozialistisches, inhumanes System.“

Dieser Beitrag von NuoViso ist ein weiterer Hinweis für die Rechtsoffenheit der NuoViso-Plattform, gerechtfertigt und begründet unter dem Motto der „alternativen Meinungsvielfalt.“

Bei NuoViso TV, aber auch auf den Plattformen Querdenken TV und Compact werden seit Jahren teilweise rechtslastige Referenten und Themen in einem Format präsentiert, in das dann auch angesehene Autoren eingebunden werden. Denn es gibt aber auch eine ganze Reihe von Beiträgen mit seriösen Autoren und Gästen und sogar bisweilen Beiträge, die sich gegen fremdenfeindliche Tendenzen aussprechen.

Viele der Interview-Gäste übersehen die Hintergründe und Widersprüche der Plattformen oder setzen ausschliesslich auf die weite Verbreitung ihrer Standpunkte. Ernstzunehmende Themen und Referenten werden so angreifbar gemacht und können je nach Bedarf in den Medien einigermaßen glaubhaft diskreditiert werden. Die Ablehnung von „System-Parteien“ und ein oft deutlich spürbarer anti-linker Ton bewirkt zudem, dass sich linke Kräfte zunehmend von durchaus wichtigen der angesprochenen Themen distanzieren.

Beispielsweise tritt der Journalist Heiko Schrang auf, dessen Format SchrangTV, ebenfalls ein Sendesegment auf der Plattform NuoViso ist. Schrang vertritt den extrem antikommunistischen Chinakurs der Epoch Times und der Falun Gong Sekte, die beide der Regierung Chinas zig-tausende Organentnahmen und systematische Folterung von Gefangenen unterstellen. Schrang veröffentlicht seine Artikel auch auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert wird und die übrigens von zahlreichen Kritikern als vom CIA gesteuert bezeichnet wird. Schrang interviewte so im Rahmen von NuoViso sowohl Vertreter der Falun Gong Sekte als auch die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland.

Dieser Richtung einer stark ablehnenden Haltung gegenüber linken Positionen, linken Bewegungen und Regierungen entspricht auch die Haltung von Billy Six in Bezug auf Venezuela. Selbstverständlich sollte die Freilassung des Journalisten möglichst schnell und zügig erfolgen, nur muss man sich vor dem Hintergrund der zunehmenden Tendenz in den alternativen Medien der Frage stellen, wie man weiter agieren sollte. Es muss endlich offen diskutiert werden, warum linke Positionen derart vehement abgelehnt und linke Bewegungen oft sogar pauschal als tendenziell faschistisch bezeichnet werden.

Rechtsradikale und Neonazis werden häufig verharmlost und nicht selten sogar als ausschließlich vom Verfassungsschutz gesteuerte Gruppen charakterisiert, während Linke als Gutmenschen oder linksextrem dämonisiert werden. Der Ex-Verfassungsschützer Helmut Roewer, Hagen Grell, Jürgen Elsässer, Michael Vogt, Gerhard Wisnewski, und der verstorbenene Udo Ulfkotte sind nur einige der Namen, die diese Richtung vorzeichnen.

Plattformen wie die Tageszeitung junge Welt und etliche andere traditionell linke Medien und Organisationen finden sich mit vielen dieser Standpunkten naturgemäß nicht zurecht und stimmen so in den zunehmend lauter werdenden Chor über-dogmatischer Gegner einer sogenannten „Querfront“ ein.

So geraten selbst Bewegungen wie #Aufstehen und #JaunesGilets in den Sog dieser Kontroversen und können einfach diskreditiert werden.

Zu empfehlen sind unserer Meinung nach Nachrichtenportale wie die Nachdenkseiten, Hintergrund, junge Welt, Russland TV, Telepolis, China Heute, Irans Pars News, Rubikon, Sputniknews, AG Friedensforschung, Amerika21, RT Deutsch, WeltnetzTV, Fefes Blog, Ossietzky.

Russische Nachrichtenportale sind vor allem deshalb wichtig, weil Antifaschismus und Antirassismus heute Solidarität mit Russland voraussetzen. Man sollte sich gegen den drohenden Rechtsruck stellen, und gleichzeitig schützend vor Minderheiten, vor Geflüchtete, aber unbedingt auch vor die Russen. Wir sind mit Russophobie, mit einer stark zum Rassismus tendierenden Russenfeindlichkeit, dem noch im deutschen Faschismus geprägten Feindbild des jüdischen Bolschewismus konfrontiert, und dies sollte vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nicht toleriert werden.

Russland aber auch China setzen sich für das Modell einer multipolaren Weltordnung ein und erklären sich in diesem Zusammenhang logischerweise solidarisch mit Staaten wie Syrien, Venezuela, Kuba, Bolivien, Ecuador. Gemeinsam vertritt man eine Politik der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.

Jetzt gibt es aber Hoffnung in der Krise. Venezuelas Präsident Maduro hat kürzlich bei einem Besuch in Moskau Investitionszusagen im Umfang von sechs Milliarden US-Dollar erhalten. 2019 sollen 600.000 Tonnen Getreide für die Versorgung Venezuelas geliefert werden. Moskau will ausserdem bei der Erdölförderung Hilfe technische leisten und den Goldbergbau ausbauen.

Links:

„Nationalistische #Politik wäre die schnellste Vernichtung #Russland|s“ – Russische Politologin über Haltung zu #AfD, #Islam und #Migration
http://bit.do/eDGgU

Neuorientierung in Moskau? Führendes Mitglied der Regierungspartei „Einiges Russland“, kritisiert Kontakte zu AfD und Front National – Ulrich Heyden (Heise.de)
http://bit.do/eDGg2

Vorstandsmitglied von Putins Partei „Einiges Russland“: Kontakte zu Europas Rechten wie der AfD oder FPÖ widersprechen den innen- und außenpolitischen Interessen Russlands
http://bit.do/eDGg7

Übelste rechte Propaganda bei NuoViso: „Holocaust, deutsche Schuldkomplexe und eine versklavte deutsche Nation“
http://bit.do/eDGhh

Was haben Schrang TV, Nuoviso TV, Jürgen Elsässer und die AFD miteinander zu tun?
http://bit.do/eDGhp

Google Hangout mit NuoViso & Co über den Holocaust, deutsche Schuldkomplexe, Flache-Erde Theorie und zukünftige Zusammenarbeit
http://bit.do/eDGhw

Rechtsoffene „Alternativmedien“ und eine zunehmend anti-linke Stimmungsmache
http://bit.do/eDGhJ

25. Juli 2018

Berlin: Veranstaltung der antikommunistischen Falun Gong Sekte, die Chinas Regierung wegen Massenmord an unschuldigen Menschen, systematischer Folterung von Gefangenen und Organentnahmen beschuldigt. Grußworte von Politikern der AFD und der CDU.

Video der Veranstaltung: http://bit.do/esu5y

weiteres Video: http://bit.do/esu8a

Hunderte Mitglieder der chinesischen Sekte Falun Dafa (Falun Gong) zogen am Samstag, den 21.7.2018 durch Berlin und versammelten sich zur Abschlussveranstaltung vor dem Brandenburger Tor.

Es wurden auch Grußadressen von Politikern der AFD und der CDU verlesen: Von Nicole Höchst Bundestagsabgeordnete der AfD-Fraktion, von Thomas Braun (AfD), stellv. Bezirksbürgermeister und Bezirksstadtrat in Berlin-Marzahn-Hellersdorf und von Martin Patzelt (CDU), MdB und Mitglied im Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe.

Die antikommunistische Epoch Times und Falun Gong Sekte unterstellen der Regierung Chinas die systematische Folterung von Gefangenen und Organentnahmen. Zudem propagieren sie die Sichtweise der chinesichen Opposition über den Umsturzversuch gegen die chinesische Regierung im Sommer 1989.

Auch sogenannte alternative Medien in Deutschland unterstützen die Sekte. Heiko Schrang betreibt den Internetplattform Schrang TV und veröffentlicht seine Artikel als Gastautor auch wiederholt auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert wird und von zahlreichen Kritikern als vom CIA gesteuert bezeichnet wird.

Schrang interviewte sowohl Vertreter der Falun Gong Sekte als auch die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland.

Kanal von Heiko Schrang bei Nuoviso
hier interviewt Schrang die Gründerin von Epochtimes / Falun Gong am 8. August 2017
Im Video der interessante bis zur Minute 7.00

https://nuoviso.tv/home/schrangtv/das-ende-des-mainstreams-alternative-medien-im-vormarsch/

5. Februar 2018

Rechtsoffene „Alternativmedien“ und eine zunehmend anti-linke Stimmungsmache

Hier aufgezeigt an zwei konkreten Beispielen beim Format Schrang TV:

1) Heiko Schrang zur Rechts – Links Lüge
ab 3.18 interessant

Der Begriff rechts, so argumentiert Schrang hier, stand laut seinen Recherchen früher, d.h. von den 70er Jahren bis ungefähr 2000, in der Bedeutung für: richtig, rechtsschaffend, Rechtschreibung, im englischen bedeutet right = richtig und rechts – es heisst zur Rechten Gottes, nicht zur Linken Gottes, es heisst Rechtsstaat und nicht Linksstaat.

Dann argumentiert Schrang weiter, früher habe es geheissen:
Links: linken = betrügen, hintergehen.

Jetzt würde uns aber von den Linken und Liberalen suggeriert, eine linke Gesellschaft sei das zu erstrebende Ideal.
Etwas was er, Schrang, als eine Gesellschaft von Lügnern und Betrügern bezeichnet.

2) bei Nuoviso gibt es den Kanal von Heiko Schrang
hier interviewt Schrang die Gründerin von Epochtimes / Falun Gong am 8. August 2017
Im Video der interessante bis zur Minute 7.00

https://nuoviso.tv/home/schrangtv/das-ende-des-mainstreams-alternative-medien-im-vormarsch/

Die antikommunistische Epoch Times und Falun Gong Sekte unterstellen der Regierung Chinas die systematische Folterung von Gefangenen und Organentnahmen. Zudem propagieren sie die Sichtweise der chinesichen Opposition über den Umsturzversuch gegen die chinesische Regierung im Sommer 1989. Schrang veröffentlichte seine Artikel bei Epoch Times wiederholt als Gastautor.

Sowohl Schrang als auch andere Autoren von Epoch Times unterstützten die Montagsmahnwachen von Lars Mährholz.

Eine zunehmende Öffnung gegenüber dem vielverbreiteten Infoportal NuoViso TV muss man leider auch bei KenFM feststellen. In einem seiner Videos bewarb Ken Jebsen kürzlich diese Infoplattform zum wiederholten Mal ausdrücklich. Ausserdem gab er NuoViso TV im Sommer 2017 ein Interview. Auch andere Äusserungen von Ken Jebsen gehen in eine ähnliche Richtung, nämlich wenn er die Begrifflichkeiten rechts und links als etwas gestriges bezeichnet.

Wir distanzieren uns ausdrücklich von solchen Äusserungen!

siehe auch: Kontroverse Debatte um Preisverleihung für Ken Jebsen lähmt breite Teile der deutschen Friedensbewegung
https://cooptv.wordpress.com/2017/12/11/kontroverse/


Infos zu den Vorgängen in China im Sommer 1989

Peking 4. Juni 1989 – Operation Chinesischer Mauerfall verhindert
https://cooptv.wordpress.com/2018/01/01/peking-4-juni-1989-operation-chinesischer-mauerfall-verhindert/

Juni 1989: Umsturzversuch in Peking – Rolf Berthold, ehemaliger Botschafter der DDR in China
https://cooptv.wordpress.com/2017/10/26/juni-1989-umsturzversuch-in-peking-rolf-berthold-ehemaliger-botschafter-der-ddr-in-china/

 

11. Dezember 2017

Kontroverse Debatte um Preisverleihung für Ken Jebsen lähmt breite Teile der deutschen Friedensbewegung – Offene Debatte längst überfällig

Heinrich Bücker, Coop Antikriegscafé Berlin

Im Umfeld einer kontrovers diskutierten geplanten Verleihung eines Friedenspreises für den Journalisten Ken Jebsen hat sich eine seit nunmehr fast drei Jahren andauernde Debatte innerhalb der Linken und der Friedensbewegung erneut zugespitzt.

Zum Hintergrund: Der Berliner Kultursenator Klaus Lederer hatte versucht auf den Betreiber des Kino Babylon Druck auszuüben, um die Preisverleihung für Ken Jebsen zu verhindern. Die daraufhin erfolgte Kündigung des Veranstaltungsraums  wurde inzwischen laut Gerichtsbeschluss für rechtswidrig erklärt und musste zurückgenommen werden. Die Veranstaltung findet wie angekündigt statt. Für den 14. Dezember wird nun vor der Preisverleihung zu einer Kundgebung vor der Volksbühne aufgerufen. Man will für die Pressefreiheit und gegen den „imperialen  Kultursenator“ Klaus Lederer und die „imperiale Linke“ demonstrieren. Deren Politik erinnert laut Ken Jebsen an Deutschlands braune Vergangenheit und an die Vergangenheit der DDR.

Vor dem Hintergrund besorgniserregender außen- und innenpolitischen Ereignisse findet hier eine kafkaesk anmutende Debatte statt. Zahlreiche Publikationen haben sich zu den Vorgängen geäußert und im Vorstand der Partei DIE LINKE kam ein Antrag zur Abstimmung, dem 18 Vorstandsmitglieder zugestimmt haben sollen, bei sieben Nein-Stimmen und fünf Enthaltungen. Im Antrag, der Kultursenator Lederer unterstützt, geht es um: „Aktivitäten von Rechtspopulisten, Nationalisten, Verschwörungstheoretikern und Antisemiten, die […] rechtspopulistische Welterklärungsmuster und ‚Querfront‘-Strategien salonfähig […] machen (wollen).“

Die Fronten verhärten sich und eine sachliche Diskussion scheint schwieriger zu werden. Außerdem hat die Debatte das Potential, innerhalb der Partei DIE LINKE weitere Probleme zu schaffen.

Selbstverständlich kann eine Friedensbewegung nicht nur aus linken Kräften bestehen, sondern alle fortschrittlichen Gruppen sollten vertreten sein dürfen. Wir brauchen eine starke Friedensbewegung. Eine breite Friedenbewegung wird immer auch von einer inhaltlichen Diversität geprägt sein und keineswegs nur von linker Reinkultur. Aber zugleich sollte eine Öffnung des Friedensbewegung nach rechts nicht toleriert werden und auch keine Bewegung, die sich gegen links positioniert. Deshalb sollten Kritikpunkte sorgfältig diskutiert werden.

Den Protest gegen den Zensurversuch durch den Kultursenator Lederer unterstütze wir hiermit ausdrücklich. Die ununterbrochen wiederholte Verwendung des  Kampfbegriffs „Querfront“ durch Neoliberale und Kriegsbefürworter ist zurückzuweisen.

Der Journalist Ken Jebsen war über viele Jahre als Fernseh- und Radiomoderator tätig, zuletzt bis 2011 beim Berliner rbb. Nach meiner Meinung nach diffamierenden Vorwürfen wegen angeblicher antisemitischer Äußerungen endete sein Arbeitsverhältnis beim rbb und Jebsen gründete in Folge sein Onlineportal KenFM. In einer Vielzahl von Interviews mit vielen z.T. hochinteressanten Gesprächspartnern geht es um vorrangig um friedenspolitische Themen, Medien- und Kapitalismuskritik und alternative Gesellschaftsmodelle.

Ken Jebsen positioniert sich immer wieder klar gegen die Eskalations- und Sanktionspolitik gegenüber Russland. Das hat ihn natürlich, so wie auch zahlreiche andere Journalisten, die in diesem Punkt ähnliche Standpunkte vertreten, zur Zielscheibe für massive Angriffe in den bürgerlichen Medien gemacht. Einige der Kritikpunkte spiegeln sich allerdings auch häufig innerhalb der Linken wieder. Man sollte deshalb an dieser Stelle einmal nüchtern und unvoreingenommen der Frage nachgehen können, warum dies der Fall ist.

Trotz vieler klar als links einzuordnender Interviewpartner bei KenFM bleibt es eine Tatsache, dass Ken Jebsen von vielen als tendenziell anti-links empfunden wird. Denn Jebsen hat sich immer wieder gegen das Wählen etablierter Parteien ausgesprochen, die Linkspartei ausdrücklich eingeschlossen. Außerdem bezeichnet er auch linke Politiker nicht selten als korrupt. Darüber hinaus hat er einen Konflikt mit der linken Tageszeitung junge Welt, sowie mit der Tageszeitung Neues Deutschland, die der Partei DIE LINKE nahesteht.

Exemplarisch und ganz im Stil von Ken Jebsen schreibt jetzt z.B. ein Gastautor auf KenFM über den Konflikt mit der Partei DIE LINKE: „Fest steht, diese Partei wird nie wieder meine Stimme erhalten. .[…]  fundamentale Vorbehalte gegen die parteienbasierte „parlamentarische Demokratie“ […] dummen substanzlosen Plattitüden, dieser hirnrissige geistige Dünnpfiff […] Begründungen und Diskussionen werden generell verweigert bzw. „Beweise“ herangezogen, die keine sind.[…] alte Feindnummer zieht sich wie eine eklige Schmierspur durch die Menschheitsgeschichte: Die Hatz auf Jebsen und seine Anhänger ist lediglich deren Verlängerung und weist Parallelen zur Inquisition, der Hexen- und Ketzerverbrennung längst vergangen geglaubter Zeiten auf.[…] Verfolgungsmuster der beweisfreien Denunziation und Stigmatisierung .[…] schreierisch-hysterische, verblödete und autoritätshörige Denunziantentum, das gar nicht genug Holz auf dem Scheiterhaufen zusammentragen kann, um die Gebranntmarkten brennen zu sehen. .[…] Jubelgeschrei alter Zeiten, wenn die Köpfe in den Korb fallen. Mehrheitsfraktion der Linkspartei kann es offensichtlich nicht mehr erwarten, die neuen Interventionskriege der NATO gutzuheißen und damit den ganz großen Kotau vor dem marktradikallen Kapitalismus als totalitärem, alternativlosen Herrschaftskonzept zu vollziehen.“

Neben dieser Art von provokativen Beiträgen, die bei vielen innerhalb der Linken zu Recht Missfallen erzeugen, gibt es aber leider auch eine zunehmende Öffnung gegenüber dem vielverbreiteten Infoportal NuoViso TV. In einem neuen Video bewirbt Ken Jebsen diese Infoplattform zum wiederholten Mal ausdrücklich. Das ist insofern bedeutsam, weil zur Veranstaltung im Babylon auch die Bandbreite eingeladen ist, eine Musikgruppe, die sowohl NuoViso TV als auch das angegliederte Format Querdenken TV unterstützt. Und genau hier macht sich auch die teilweise durchaus berechtigte Kritik an der Rechtsoffenheit fest, die am Netzwerk um KenFM zu erkennen ist. Eine Kritik, der aber zugleich von allen Betroffenen vehement widersprochen wird.

Prof. Dr. Michael Vogt, der Verantwortliche hinter Querdenken TV, tritt ebenfalls ständig bei Nuoviso auf und hat noch im vergangenen Winter zu seinem bei NuoViso beworbenen „Querdenken-Kongress“ u.a. Jürgen Elsässer und Daniele Ganser eingeladen. Auf der Webseite von Michael Vogt findet man als Medienpartner Compact TV, den Medienkanal von Elsässer. Eine Nähe zur AFD ist hier manchmal einfach nicht zu verkennen, bei Elsässer selbst ist sie unmittelbar und überaus direkt. Prof. Vogt interviewte beispielsweise auch Helmut Roewer, den Ex-Präsidenten des Thüringer Verfassungsschutzes, der bei den NSU-Morden rechtsextreme Motive für „denkbar unwahrscheinlich“ hält, und die Morde selbst als „ethnisch bedingt“ einordnet. Als Resultat der Flüchtlingspolitik Deutschlands prophezeit Roewer einen bewaffneten Volksaufstand. Prof. Dr. Vogt interviewte in der Vergangenheit auch Gerard Menuhin, der den Holocaust als „die größte Lüge der Geschichte“ bezeichnet. Zahlreiche der auf den o.g. Portalen verlinkten „alternativen“ Videokanäle geben fremdenfeindlichen Stimmen Raum.

Verantwortlich für NuoViso TV ist Frank Höfer, der bis vor nicht allzu langer Zeit auch Elsässer und dessen Compact Magazin massiv unterstützt hat. Und Frank Höfer nahm beispielsweise kürzlich zusammen mit einem Vertreter der Theorie, die Erde sei keine Kugel, sondern eine Scheibe, an einer Video-Debatte teil, bei der es um bessere Vernetzung alternativer Medien ging. Der Flacherde-Verschwörungstheoretiker schlug dann u.a. vor, endlich auch den Holocaust zu thematisieren. Frank Höfer verließ die Sendung an diesem Punkt nicht, sondern erklärte vielmehr sein Interesse erneut mit den Gesprächsteilnehmern zusammenzukommen, um die Vernetzung alternativer Medien weiter voranzutreiben. Ein Ausrutscher könnte man meinen, aber redet man überhaupt mit solchen Leuten und das in der Öffentlichkeit?

Und auch bereits beim vielbesuchten, alljährlichen in der Schweiz stattfindenden sogenannten Anti-Zensur Kongress, organisiert vom Laienprediger Ivo Sasek, argumentierte eine Rechtsanwältin des Holocaustleugners Horst Mahler in einen Vortrag, man solle den Holocaust in Frage stellen. Jürgen Elsässer, Frank Höfer von NuoViso TV, die Bandbreite, Daniele Ganser, Prof. Dr. Michael Vogt u.a.m. traten ebenfalls bei diesem übrigens immer sehr gut besuchten Kongress auf.

Derzeit wird auch eine Veranstaltung zu alternativen Heilmethoden auf der Webseite von NuoViso TV beworben. Einer der eingeladenen Gäste ist wiederum Ivo Sasek, von der o.g. AZK, Anti-Zensur Kongress. Veranstalter ist der Jim Humble Verlag, benannt nach „Bishop James V. Humble“ ein selbst ernannter Wunderheiler und Autor aus den USA. Robert Stein von NuoViso TV moderiert.

Bei NuovisoTV gibt es zugegebenerweise neben zahlreichen, befremdlichen Esoterik-Beiträgen auch eine ganze Reihe von Beiträgen mit seriösen Autoren und Gästen und auch Beiträge, die sich gegen fremdenfeindliche Tendenzen aussprechen. Aber es tritt auch der Journalist Heiko Schrang auf, dessen Format SchrangTV, ebenfalls ein Sendesegment auf der Plattform NuoViso ist. Schrang aber vertritt den extrem antikommunistischen Chinakurs der Epoch Times und der Falun Gong Sekte, die beide der Regierung Chinas zig-tausende Organentnahmen und systematische Folterung von Gefangenen unterstellen. Schrang veröffentlicht seine Artikel auch auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert wird und die übrigens von zahlreichen Kritikern als vom CIA gesteuert bezeichnet wird. Schrang interviewte sowohl Vertreter der Falun Gong Sekte als auch die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland.

Und sogar Beiträge von Ken Jebsen werden bei Epoch Times veröffentlicht, zumindest gekennzeichnet als vom Gastautor Ken Jebsen verfasst, wobei zu überprüfen wäre, ob dies tatsächlich einvernehmlich geschieht. In einem seiner neusten Videos spricht Ken Jebsen zwar über das chinesische Projekt der Seidenstrasse, aber nur um dann abschließend in einer Definition zum Reizthema „Rechts/Links“ zu behaupten, dass an der Spitze der Machtpyramide alle Eliten zusammenarbeiten. Die USA, Russland, der Iran, Israel und China arbeiten demnach zusammen, schaffen  Kriege, Terrorismus, nur um uns zu unterdrücken und ihre Macht zu erhalten.

Widersprüchliche Denkansätze werden verbreitet: Parlamente und Parteien seien abzulehnen, Kriege und Regimechange zu verurteilen, Russland zu verteidigen, Chinas Bemühungen anzuerkennen, um diese zugleich auch wieder abzulehnen und gleichzeitig alle Eliten der Welt zu verdächtigen sich gegen uns hier unten zu verschwören. All dies erscheint vielen einigermaßen verworren und wenig richtungweisend.

Dass sich Ken Jebsen mit teilweise sehr kompetenten Gesprächspartner umgibt, macht sein Format zweifelsohne sehr interessant, aber all die oben angeführten Widersprüche und offensichtlichen Vernetzungen sollten es auch verständlich erscheinen lassen, dass sich viele innerhalb der Linken nicht unbedingt in seinem Format wiederfinden wollen.

Es muss doch die Frage erlaubt sein, warum einige der Info-Plattformen neben eine ganzen Reihe von sehr wichtigen friedenspolitischen Themen gleichzeitig zahlreiche völlig abstruse Inhalte verbreiten und Personen zu Wort kommen lassen, die erheblich dem rechten Spektrum zuneigen. Zudem werden noch dazu anti-chinesische Ressentiments bedient. Warum werden linke Positionen so häufig abgelehnt, ja werden bisweilen sogar als tendenziell faschistoid bezeichnet? Warum werden Rechtsradikale und Neonazis nicht selten als fast ausschließlich vom Verfassungsschutz gesteuerte Gruppen charakterisiert?

Welche Motive sind hier denkbar? Und wenn man denn schon so häufig den Begriff der „Wahrheitsbewegung“ bemüht, müsste es doch ein ganz besonderes Anliegen sein, den Motiven hinter diesen Widersprüchen nachzugehen. Stattdessen ist die Reaktion auf konkrete kritische Fragen meist nur eine völlig generelle Ablehnung mittels fadenscheinigen Argumenten, wie dem der angeblich völlig konstruierten Kontaktschuld. Viele, wie die Tageszeitung junge Welt und andere traditionell linke Medien, Organisationen und Aktivisten finden sich mit solchen Standpunkten und Vernetzungen und eklatanten Widersprüchen nicht zurecht und werden so zu Gegnern einer an den Rändern rechtsoffen und diffus wirkenden Bewegung. Einige Unterstützer der „neuen Friedensbewegung“ wirken auf ihre Kritiker sehr befremdlich.

Was Selbstkritik und veränderte Standpunkte angeht, so war Jürgen Elsässer vor Jahren noch Autor für das Neue Deutschland und die junge Welt. 2004 haben wir in meiner Galerie im Kunsthaus Tacheles Jürgen Elsässer als Referenten zum Thema Jugoslawien-Krieg eingeladen. Die Bandbreite ist 2009 auf unserem zusammen mit Freunden organisierten Musik-Festival aufgetreten. Nebenbei bemerkt, antisemitische Standpunkte hat die Bandbreite niemals vertreten, was auch für Ken Jebsen gilt.

Sowohl Zensur als auch die Vernetzung mit rechtsoffenen „alternativen“ Medien sind abzulehnen. Jeder sollte sich umfassend in alle Richtungen informieren dürfen. Grenzen sollten aber gezogen werden bei der Verbreitung von Informationen, bei Hinweisen auf Veranstaltungen, bei Empfehlungen von Webseiten und Organisationen.

Man sollte sich aber auch gegen die pauschale Stigmatisierung all derer wenden, die sich nicht vorbehaltlos mit allen „alternativen“ Medien solidarisieren wollen. Man kann nicht alle Kritiker der sogenannten „Neuen Friedensbewegung“ in die Lederer-Schublade stecken oder sie pauschal als Kriegstreibern nahestehend diffamieren, wie dies geschieht. Fragen, Zweifel und Kritik muss es geben dürfen.

Persönlich distanziere ich mich seit Jahren ausdrücklich von den Netzwerken um NuoViso, Querdenken TV und Elsässers Compact und empfehle daher u.a. die Nachdenkseiten, Hintergrund, junge Welt, Russland TV, Telepolis, China Heute, Irans Pars News, Rubikon, Sputniknews, AG Friedensforschung, Amerika21, RT Deutsch, WeltnetzTV, Fefes Blog, Ossietzky.

Russische Nachrichtenportale empfehle ich vor allem deshalb, weil Antifaschismus und Antirassismus heute unbedingt Solidarität mit Russland voraussetzen. Man sollte sich gegen den drohenden Rechtsruck stellen, und gleichzeitig schützend vor Minderheiten, vor Geflüchtete, aber unbedingt auch vor die Russen. Wir sind mit einer Russophobie, mit einer stark zum Rassismus tendierenden Russenfeindlichkeit konfrontiert, die insbesondere vor dem Hintergrund der deutschen Geschichte nicht toleriert werden sollte.

Eine zu wenig bekannte Tatsache ist, dass sich Russland aber auch China für das Modell einer multipolaren Weltordnung einsetzen und sich in diesem Zusammenhang solidarisch erklären mit Staaten wie Syrien, Venezuela, Kuba, Bolivien, Ecuador. Als Unterstützer internationaler Bündnisse wie der Blockfreien, G77, ALBA, Celac und BRICS bestehen sowohl Russland als auch China auf einer Politik der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.

Die systematische und pauschale Dämonisierung von „Verschwörungstheoretikern“, „Aluhüten“, von „Putin- und Russlandverstehern“ hat entscheidend zur Zuspitzung der Debatte beigetragen. Aber die Kriege gegen Afghanistan, den Irak und den Yemen, Regimechange-Kriege durch westlich unterstützte Söldner in Libyen und aktuell in Syrien, NATO-Truppen an der Grenze zu Russland, durch einen Putsch an die Macht gekommene Rechte in der Ukraine, die Einkreisung Russlands und Chinas, all dies sind keine Verschwörungstheorien, sondern klar dokumentierte Tatsachen.

Was „Verschwörungstheorien“ betrifft, so hat beispielsweise auch Russland wiederholt über den 11. September, als ein wesentliches Element der westlichen Kriegspropaganda berichtet, als einen der Auslöser des seit 2001 andauernden Krieges gegen den Terror. Auch in Japan wurde 2008 und 2009 die offizielle Darstellung der Terroranschläge vom 11. September 2001 in Reden und Anhörungen im Parlament massiv in Frage gestellt. In den USA haben über 2500 Bauingenieure und Architekten eine Petition für eine neue Untersuchung des Terroranschlags vom 11. September 2001 unterzeichnet.

Auch im Fall Amri, beim Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt, spricht immer mehr dagegen, dass es sich im Vorfeld des Anschlags lediglich um Fehler, Unachtsamkeiten oder Verkettungen unglücklicher Verhaltensweisen innerhalb der Behörden handeln könnte. Dass ganze Abteilungen, die offenbar untereinander vernetzt gewesen sein müssen, im Hintergrund stehen müssen, könnte den Blick auf Terroranschläge und den „Krieg gegen den Terror“ weltweit verändern.

Dass aber so wenige linke und fortschrittliche Kräfte in Deutschland es wagen, derart wichtige Themen öffentlich zu debattieren, hat entscheidend zur Tatsache beigetragen, dass rechtsoffene Kräfte und Rechte diese Themen zu großen Teilen für sich beanspruchen konnten. Netzwerke wie NuoViso TV, Querdenken TV und Elsässers Compact haben diesen Trend noch bestärkt. Die Themen können so in den Medien einigermaßen glaubhaft in die rechte Ecke gestellt und diskreditiert werden.

Könnte es hilfreich sein öffentliche Diskussionsrunden zu schaffen, um Widersprüche und Fragen kontrovers zu diskutieren? Wäre es vielleicht möglich in einer offenen und kontroversen Debatte Kritik anzugehen und vielleicht auch auszuräumen, Grenzen zu definieren? Könnten sich KenFM, Daniele Ganser, vielleicht auch NuoViso vorstellen sich zu diesen Fragen zu stellen? Die Friedensbewegung sollte sich unbedingt neu sortieren.

Vor dem Hintergrund überaus komplizierter weltpolitischer Konflikte, einer angespannten innenpolitischen Lage und der Gefahr zunehmender Zensur ist es unbedingt wichtig diese Streitpunkte zu klären.

Insbesonders möchte ich auf einen Artikel von Victor Grossman hinweisen, der in einer Replik auf einen Artikel von Halina Wawzyniak auf einige weitere Aspekte der Debatte eingeht.

LINKS:
Verlinkte Inhalte müssen nicht die Sichtweise dieses Blogs widerspiegeln.

RT- Causa Jebsen und der fortschreitende Niedergang der politischen Diskussionskultur in Deutschland  https://de.rt.com/1btw

Die Linke und der Streit um Ken Jebsen – Raum für Antisemiten und Aluhüte?
http://www.tagesspiegel.de/politik/die-linke-und-der-streit-um-ken-jebsen-raum-fuer-antisemiten-und-aluhuete/20695688.html

Victor Grossman: EINE REPLIK AUF EINEM BEITRAG VON HALINA WAWZYNIAK
(„Schluss mit der Querfront!“ Die Zeit, 6. Dezember 2017)
http://bit.ly/2iQ2fWm

Aufruf „Empört Euch – Zensur zurückweisen“
http://bit.ly/2jN5OAm

Aufruf „Empört Euch – Zensur zurückweisen“ – Unterstützung, Kommentare, Kritik
http://bit.ly/2zZcG4t

Persönliche Erklärung zum Parteivorstandbeschluss der LINKEN: ‚Klare Kante gegen Querfront‘ – Von Andrej Hunko, Mitglied des Parteivorstands DIE LINKE, 5.12.2017
http://andrej-hunko.de/start/aktuell/3848-persoenliche-erklaerung-zum-parteivorstandbeschluss-der-linken-klare-kante-gegen-querfront

Die Doppelstrategie gegen alles Linke: 1. bei Wahlen klein halten mithilfe der Medien. 2. unterwandern – sichtbar am Fall Lederer
http://www.nachdenkseiten.de/?p=41232

Des Linken-Vorstands strategischer Kampf in Richtung 5 %. Dazu auch die Erklärung von Andrej Hunko zum Linken-Beschluss  „Klare Kante gegen Querfront“.
http://www.nachdenkseiten.de/?p=41439#more-41439

Wen hat Ken Jebsen umgebracht? – Facebook Oskar Lafontaine
http://bit.ly/2yfHysx

Solidarität mit Ken Jebsen!- Stellungnahme von Andreas Wehr
http://www.andreas-wehr.eu/solidaritaet-mit-ken-jebsen.html

„Wahrheitssuchender“ und Konvertit Martin Lejeune über den Holocaust
http://bit.ly/2C4CnPd

Prof. Dr. Michael Vogt interviewte den Holocaustleugner Gerard Menuhin, Sohn des bekannten jüdischen Geigers Yehudi Menuhin.  http://bit.ly/2l0c74j

Jun 27, 2017  „Die Friedensbewegung definiert sich gerade neu“ – Reiner Braun im Gespräch mit Norbert Fleischer  http://bit.ly/2mQUcgR

Jul 26, 2017 – Die Mitbegründerin der Epoch Times Deutschland Renate Lilge-Stodieck im Interview mit Heiko Schrang   http://bit.ly/2AmRgyM

Schrang / Falun Gong Skandal! Organraub im großen Stil und Merkel schaut weg
http://bit.ly/2zf7ENe

Die Manipulation der Massenmedien – Podiumsdiskussion mit Rico Albrecht, Daniele Ganser, Michael Friedrich Vogt, Wojna und Thomas Cassan: zum Thema „Manipulation der Massenmedien“   http://bit.ly/2B2MwKD

Flache-Erde Theorie / NuoViso / Holocaust / Schuldkomplex / zukünftiger Zusammenarbeit  http://bit.ly/2zVRUT8

Toni Mahoni / NuoViso & Holocaust  http://bit.ly/2yMZlsL

AZK Konferenz – Holocaust Sylvia Stolz   http://bit.ly/2jKwZMd

22. November 2017

Unterstützung des Aufrufs „Empört Euch – Zensur zurückweisen“ – Babylon Veranstaltung mit Ken Jebsen

ScreenHunter 439

Ich unterstütze den Aufruf „Empört Euch – Zensur zurückweisen“ ausdrücklich.

Coop Antikriegscafe Berlin, H. Bücker

Folgendes möchte ich anmerken:

Berlins Kultursenator Lederer versucht sich mit diesem Versuch der Zensur an die Spitze einer Gruppe von Linken zu drängen, die Schwierigkeiten mit alternativen Medienplattformen und mit Ken Jebsen haben. Wie konnte es dazu kommen?

Fakt ist, Ken Jebsen wirkt auf viele Linke, besonders in seinen Brandreden, tendenziell anti-links, und er hat sich auch immer wieder gegen das Wählen etablierter Parteien ausgesprochen, die Linkspartei eingeschlossen und bezeichnet auch linke Politiker nicht selten pauschal als korrupt.

Neben vielen sehr interessanten Diskussionen und Gesprächspartnern bei Ken Jebsen kann man leider auch eine zunehmende Öffnung gegenüber NuoViso TV nicht übersehen und zur Veranstaltung im Babylon war auch die Bandbreite eingeladen, die wiederum NuoViso TV und Querdenken TV unterstützt.

Bei NuovisoTV wird z.B. Reiner Braun interviewt, einer der Mitorganisatoren der Ramstein-Kampagne. Daneben gibt es dann zahlreiche Esoterik-Sendungen und z.B. auch SchrangTV. Der Journalist Heiko Schrang vertritt den antikommunistischen Chinakurs der Falun Gong Sekte, die China zig-tausende systematische Organentnahmen und Folterungen von Gefangenen unterstellt. Schrang veröffentlicht Artikel auf der Anti-China Plattform Epoch Times, die in zahlreichen Ländern publiziert. Schrang interviewt Vertreter der Falun Gong Sekte und die Mitbegründerin der Epoch Times in Deutschland. Auch Beiträge von Ken Jebsen werden bei Epoch Times veröffentlicht, gekenntzeichnet als vom Gastautor Ken Jebsen verfasst.

Prof. Dr. Michael Vogt, der ebenfalls bei Nuoviso auftritt, hat noch im vergangenen Winter zu seinem bei NuoViso beworbenen „Querdenken- Kongress“ u.a.  Jürgen Elsässer und Daniele Ganser eingeladen. Auf der Webseite von Michael Vogt findet man als Medienpartner Compact TV, den Medienkanal von Jürgen Elsässer. Eine Nähe zur AFD ist manchmal nicht zu verkennen. Verlinkte Videokanäle geben fremdenfeindlichen Stimmen Raum.

Frank Höfer, verantwortlich für NuoViso TV, hat bis vor nicht allzu langer Zeit Elsässer und dessen Compact Magazin massiv unterstützt, nahm kürzlich zusammen mit einem Vertreter der Theorie, die Erde sei eine Scheibe, an einer Diskussionsrunde teil, in der es um die bessere Vernetzung alternativer Medien ging. Einer der Teilnehmer schlug in dem Video vor, endlich doch auch mal den Holocaust zu thematisieren. Ein Ausrutscher könnte man meinen, aber redet man mit solchen Leuten?

Auch beim vielbesuchten und alljährlichen stattfindenden Schweizer Anti-Zensur Kongress, organisiert vom Laienprediger Ivo Sasek, argumentierte eine Rechtsanwältin des Holocaustleugners Horst Mahler in einen Vortrag, man solle den Holocaust in Frage stellen. Jürgen Elsässer, Frank Höfer von NuoViso TV, die Bandbreite, Daniele Ganser, Prof. Dr. Michael Vogt u.a.m. traten ebenfalls bei diesem Kongress auf.

Zur Zeit wird eine Veranstaltung zu alternativen Heilmethoden auf der Webseite von NuoViso TV beworben. Einer der eingeladenen Gäste ist Ivo Sasek, von der o.g. AZK, Anti-Zensur Kongress. Veranstalter ist der Jim Humble Verlag, benannt nach „Bishop James V. Humble“ ein selbst ernannter Wunderheiler und Autor aus den USA. Robert Stein von NuoViso moderiert.

Es muss endlich offen diskutiert werden, warum einige der Info-Plattformen neben den wichtigsten friedenspolitischen Themen gleichzeitig derart abstruse Inhalte verbreiten und Personen zu Wort kommen lassen, die erheblich dem rechten Spektrum zuneigen, oder warum offen anti-chinesische Ressentiments verbreitet werden. Linke Positionen werden häufig abgelehnt und sogar bisweilen als tendenziell faschistoid bezeichnet. Rechtsradikale und Neonazis bisweilen als fast ausschließlich vom Verfassungsschutz gesteuerte Gruppen charakterisiert. Welche Motive sind hier denkbar?

Könnte es hilfreich sein öffentliche Diskussionsrunden zu schaffen, um diese Widersprüche und Fragen kontrovers zu diskutieren?

Viele, wie die Tageszeitung junge Welt und andere traditionell linke Medien, Organisationen und Aktive finden sich mit den Standpunkten und Vernetzungen jenseits aller „roter Linien“ nicht zurecht und werden so zu Gegnern einer an den Rändern tatsächlich rechtsoffenen Bewegung. Viele Unterstützer der „neuen Friedensbewegung“ wirken auf sie befremdlich. Es wäre aber vielleicht möglich in einer offenen und kontroversen Diskussion Kritikpunkte anzugehen und vielleicht auch auszuräumen, indem man man bestimmte Grenzen definiert.

Was Selbstkritik und veränderte Standpunkte angeht, so war Jürgen Elsässer vor Jahren noch Autor für das Neue Deutschland und die junge Welt. Tobias Pflüger, einer der prominentesten Kritiker der „Querfront“ hat damals ein Interview bei Michael Vogt gegeben. 2004 habe ich in einer Galerie im Kunsthaus Tacheles Jürgen Elsässer als Referenten zum Thema Jugoslawien eingeladen. Die Bandbreite ist 2009 auf unserem mit Freunden organisierten Musik-Festival aufgetreten. Antisemitische Standpunkte hat die Bandbreite aber niemals vertreten, was übrigens auch für Ken Jebsen gilt.

Zensur lehne ich ab, ich versuche mich umfassend in alle Richtungen zu informieren, ziehe aber inzwischen Grenzen bei der Verbreitung von Informationen. Gleichzeitig wende ich mich gegen eine allzu allgemeine Verurteilung derjenigen Stimmen, die sich nicht vorbehaltlos mit allen „alternativen“ Medien solidarisieren wollen. Man sollte nicht alle Kritiker der sogenannten „Neuen Friedensbewegung“ in die Lederer-Schublade stecken oder sie pauschal als Kriegstreibern nahestehend bezeichnen. Fragen, Zweifel und Kritik sollte es geben dürfen und es muss offen diskutiert werden.

Die Friedensbewegung sollte sich neu sortieren und rote Linien ziehen.

Ich distanziere mich ausdrücklich von den Netzwerken um NuoViso, Querdenken TV und Compact und empfehle als Informationsquellen die Nachdenkseiten, Hintergrund, junge Welt, Russland TV, Telepolis, China Heute, Irans Pars News, Rubikon, Sputniknews, AG Friedensforschung, Amerika21, RT Deutsch, WeltnetzTV, Fefes Blog, Ossietzky u.a.m.

Russische Nachrichtenportale empfehle ich deshalb, weil Antifaschismus und Antirassimus heute Solidarität mit Russland voraussetzen. Linke und progressive Kräfte müssen sich jetzt gegen den drohenden Rechtsruck stellen, und gleichzeitig schützend vor Minderheiten, vor Geflüchtete und auch vor die Russen. Denn wir sind mit Russophobie, mit stark zu Rassismus tendierender Russenfeindlichkeit konfrontiert.

Fakt ist, dass sich sowohl Russland als auch China solidarisch erklären mit Syrien, Venezuela, Kuba, Bolivien, Ecuador. Auch die Bündnisse der Blockfreien, die G77, ALBA, Celac und die BRICS stehen ein für eine Politik der Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder.

Was Verschwörungstheorien angeht, so hat auch Russland wiederholt über den 11. September als ein wesentliches Element der westlichen Kriegspropaganda berichtet, als Auslöser des seitdem andauernden Krieges gegen den Terror. Die Kriege gegen Afghanistan, den Irak und den Yemen,  Regimechange-Kriege durch westlich unterstützte Terrorsöldner in Libyen und aktuell in Syrien, NATO-Truppen an der Grenze zu Russland, durch einen Putsch an die Macht gekommene Rechte in der Ukraine, die Einkreisung Russlands und Chinas, all dies sind keine Verschwörungstheorien sondern Tatsachen.

Dass so wenige linke und fortschrittliche Kräfte den Mut haben diese wichtigen Themen aufzugreifen und zu diskutieren, hat entscheidend zur Tatsache beigetragen, dass rechtsoffene Kräfte und Rechte diese Themen zu großen Teilen für sich beanspruchen konnten. Netzwerke wie NuoViso TV, Querdenken TV und Elsässers Compact haben diesen Trend noch bestärkt. Die Themen können so in den Medien allzu leicht diskreditiert und einigermassen glaubhaft in die rechte Ecke gestellt werden. Leider übernehmen auch viele in der deutschen Linken diesselben Argumente.

LINKS:

Aufruf „Empört Euch – Zensur zurückweisen“
http://bit.ly/2jN5OAm

Unterstützung, Kommentare, Kritik
http://bit.ly/2zZcG4t

Jun 27, 2017
„Die Friedensbewegung definiert sich gerade neu“ – Reiner Braun im Gespräch mit Norbert Fleischer
http://bit.ly/2mQUcgR

Jul 26, 2017
Die Mitbegründerin der Epoch Times Deutschland Renate Lilge-Stodieck im Interview mit Heiko Schrang
http://bit.ly/2AmRgyM

Schrang / Falun Gong
Skandal! Organraub im großen Stil und Merkel schaut weg
http://bit.ly/2zf7ENe

Die Manipulation der Massenmedien
Eine Podiumsdiskussion mit Rico Albrecht, Daniele Ganser, Michael Friedrich Vogt, Wojna und Thomas Cassan: zum Thema „Manipulation der
Massenmedien“ in Lustenau.
http://bit.ly/2B2MwKD

Flache-Erde Theorie / NuoViso / Holocaust / Schuldkomplex / zukünftiger Zusammenarbeit
http://bit.ly/2zVRUT8

Toni Mahoni / NuoViso & Holocaust
http://bit.ly/2yMZlsL

AZK Konferenz – Holocaust Sylvia Stolz
http://bit.ly/2jKwZMd