Archive for ‘Latin America’

21. Juni 2020

Kundgebung Berlin 20. Juni – „Hände weg von Venezuela“ / Año Nuevo Andino-Amazonico

http://haendewegvonvenezuela.net/links/kundgebung20.06.20.html

20.6.2020 #NoMasBloqueo / Nancy Larenas KP Chile & Maren / Frente Unido Latino America Berlin

Año Nuevo Andino-Amazonico 20.6.Berlin / Manifestacion contra Golpe de Estado en Bolivia

Año Nuevo Andino-Amazonico / Frente Unido America Latino 20.6.Berlin

Año Nuevo Andino-Amazonico / Enrique über die Rolle der Indigenen 20.6. Berlin

Manifestacion Año Nuevo Andino-Amazonico / Frente Unido America Latino 20.6.Berlin

Bilder:
https://kurzelinks.de/2gp3

19. Juni 2020

Samstag 20. Juni: Kundgebung „Hände weg von Venezuela“ erklärt sich solidarisch mit der Demonstration vom Bündnis Mietenwahnsinn am Potsdamer Platz!

Wir veranstalten am Samstag, den 20. Juni unserer wöchentliche Kundgebung am Brandenburger Tor. Wir sind solidarisch mit unseren Mitstreitern am Potsdamer Platz und wollen deshalb noch einmal ausdrücklich das Beispiel Venezuela anführen:

In Venezuela bekommt man Wohnungen zum Baupreis übereignet, finanziert mittels langfristiger Hypotheken. Nach 5 Jahren darf man weiterverkaufen, aber nicht über dem Kaufpreis. Wollte man, so könnte man auch in Deutschland so verfahren!

Heute gehen in Berlin wieder Menschen auf die Strasse um gegen die eskalierenden Mietpreise und die Gentrifikation zu protestieren.

Die Forderungen, die auch wir unterstützen:

Wohnraum ist kein Geschäftsmodell, sondern Lebensraum für alle
Häuser sollen fürs Wohnen und nicht für den Profit gebaut werden.

Niemand in Notunterkünften, Heimen oder auf der Straße leben müssen.
Wohnraum, Boden und Natur sind Allgemeingut!

Radikaler Kurswechsel in der Wohnungspolitik und die Enteignung von profitorientierten Wohnungsunternehmen. Gemeinwohlorientierte Lösungen der Wohnungsfrage!

Schauen wir uns aber nur einmal die Realität am Beispiel der Wohnungspolitik in Venezuela an. Hier wurden Forderungen der Proteste tatsächlich umgesetzt .

Man sollte sich das Beispiel Venezuelas vor Augen führen. Diejenigen, die jetzt richtigerweise Enteignung bzw. Vergesellschaftung fordern werden genauso dämonisiert wie die Regierung Venezuelas. Diese vertritt nämlich die Devise: Jeder hat Recht auf Obdach!

Seit 2011 wurden in Venezuela nach Angaben der Maduro-Regierung 2.5 Millionen neue Wohnungen für die Bevölkerung zur Verfügung gestellt. Also für schätzungsweise 8 Millionen Menschen. Rein rechnerisch Wohnraum für 25% der Bevölkerung Venezuelas wenn von 31 Millionen Einwohnern ausgeht.

Die Tagesszeitung junge Welt berichtete vor  einiger Zeit darüber, dass Venezuelas Regierung trotz der aktuellen Krise im Land sein Wohnungsbauprogramm fortgesetzt hat. 2,5 Millionen Appartements wurden jetzt fertiggestellt, so viele Wohnungen sind seit dem Beginn des Bauprogramms der venezolanischen Regierung im Jahr 2011 fertiggestellt und den Bewohnern übergeben worden. Sogar in dem durch einen Putschversuch und die Sabotage der Stromversorgung geprägten ersten Quartal 2019 ist die Zahl um rund 100.000 gewachsen.

Die Regierung machte die generelle Wohnungsnot der einkommensschwachen Teile der Bevölkerung zu einem zentralen Thema ihrer Sozialpolitik. Das Programm war danach 2011 von Hugo Chávez aufgelegt worden, um die durch mehrere Naturkatastrophen verschärfte Wohnungsnot zu beheben. Er hatte er im Anfang 2011 angekündigt, bis 2017 zwei Millionen Wohnungen fertigstellen zu wollen. »Es wird keine Familie im Land mehr geben, die nicht ihre eigene und angemessene Wohnung hat«, Zugleich rechnete er mit der Politik seiner Vorgänger ab.. Für die Armen seien »Streichholzschachteln« gebaut worden, »aber für die Reichen errichteten sie große Häuser und Gebäude«.

Neue Hochhäuser und ganze Neubausiedlungen prägen inzwischen Caracas und die Umgebung. Bewohner berichten, dass sie im ersten Jahr kostenfrei in ihren neuen Wohnungen bleiben dürfen. Anschließend soll entsprechend ihrer jeweiligen Einkommen eine Miete festgelegt werden. Tatsächlich jedoch scheint dieser zweite Schritt nur selten stattzufinden, so dass die Menschen de facto kostenfrei in ihren Appartements wohnen.

Die Direktorin des Wohn- und Siedlungsprogramms der UN-, zeigte sich im vergangenen Jahr bei einem Treffen mit Venezuelas Vizeaußenminister beeindruckt von den Erfolgen der »Misión Vivienda«. Diese sei ein Modell, das den Völkern der Karibik großen Nutzen bringen könne, erklärte sie.

Doch auch heute noch ziehen sich Armensiedlungen an den Berghängen um die Metropole Caracas hoch, leben viele Menschen unter ärmlichen Verhältnissen. Ein Grund dafür ist, dass der Bedarf an Wohnraum in den vergangenen acht Jahren seit dem Start des Programms weiter zugenommen hat – die Bevölkerung Venezuelas ist allein in diesem Zeitraum um rund drei Millionen Menschen angewachsen. Die Gesamtbevölkerung beträgt 31 Millionen Einwohner.

Es gibt auch gewisse Probleme mit der Infrastruktur, die bei der Planung der Baumaßnahmen übersehen wurden. So sind die Strom- und Wasserleitungen oft nicht dafür ausgelegt, dass plötzlich Hunderte weitere Einwohner angeschlossen werden. Die Folgen sind auch in normalen Zeiten Stromausfälle und Störungen bei der Trinkwasserversorgung.

Ziel bleibt, insgesamt fünf Millionen Wohnungen fertigzustellen.

Mit dem 2011 lancierten Programm stellt die Regierung günstigen Wohnraum für Personen und Familien zur Verfügung, die einen entsprechenden Bedarf nachweisen können.“Die Misión Vivienda stellt die besten Grundstücke, die Finanzierung und Materialien bereit, schafft Dienstleistungen und Wohnraum sowie Kreditbedingungen, damit Familien sich eine Wohnung leisten können“, sagte Maduro.

In Venezuela werden mit diesem Programm vor allem die für Südamerika typischen Slumgebiete schrittweise beseitigt, die sich wie ein Gürtel um die Millionenstädte ziehen.

Im Jahr 2018 läuft außerdem ein neuer Plan zur Erneuerung von Dächern bei sehr einfachen Häusern an. Renovierungsmaßnahmen in Sozialsiedlungen älteren Datums sind ebenfalls vorgesehen. Außerdem sollen Asbestmaterialien in Gebäuden ersetzt werden, um weitere Gesundheitsschäden der Bevölkerung zu vermeiden.

Geplant ist auch, in verschiedenen Regionen die Trinkwasserversorgung zu erneuern bzw. zu erweitern. Investitionen im Straßennetz und bei der Stromversorgung sind ebenfalls für 2018 vorgesehen.

Das Nationale Institut für Landvergabe hat in diesem Jahr auch über 1000 Besitztitel für Landparzellen vergeben. Damit sind insgesamt fast 1 Million Besitztitel erteilt worden. Die neu gewählten Bürgermeister des Landes haben einen gemeinsamen  Koordinierungsplan erstellt, um die Ressourcen optimal verwenden zu können.
Laut bisherigem Gesetz müssen die Unterklassenhaushalte die bezogenen staatlich errichteten Wohnungen, die im Vergleich zur vorherigen Situation beträchtlichen Komfort aufweisen, in an ihre Einkommen angepassten Raten abzahlen, was sehr lange Abzahlungsfristen beinhalten kann. Den Preis bestimmen die Baukosten.

Es handelt sich also nicht um einen spekulativen Marktpreis, und auch die Wohnlage hat keinen Einfluss – viele Sozialwohnungen wurden in enteigneten Mittelschichtsquartieren errichtet. Bei Bezug der Wohnungen erhalten die Leute eine Zuweisungsbescheinigung und sind damit vor Rauswurf geschützt. In den ersten 5 Jahren dürfen sie ihre Wohnung verkaufen, sofern diese abbezahlt ist, aber der Staat hat ein Vorkaufsrecht. Danach dürfen die Haushalte die im übrigen innerhalb der Familien vererbbaren Wohnungen frei verkaufen, aber nur zu ihrem ursprünglichen Erstehungswert.

Präsident Maduro, betont, diese seien „ein grundlegendes Instrument“, das gestärkt werden müsse. „Der Schlüssel zu allem ist die Organisation und das Bewusstsein der Bevölkerung“,. Die Wohnungspolitik müsse eng mit der Organisierung in den kommunalen Räten verbunden werden.
„Komitees für städtischen Boden“ (Comités de Tierra Urbana) entstanden vor etwa 15 Jahren, um die Bewohner von Siedlungen an den Rändern von Großstädten, die bereits seit den 1950er-Jahren aus Landflucht und Armut entstanden sind, zu organisieren. In den letzten Jahren hatten zudem Wohnungslose staatlich enteignete Spekulationsgrundstücke besetzt.

Die Vergabe städtischer Landtitel soll für die Bewohner Rechtssicherheit schaffen.
Die sozialistische Regierung in Venezuela verfolgt eine städtische Wohnungspolitik, die von Vertreibungen und vom Abriss wilder Ansiedlungen absieht. Stattdessen sollen ihre Infrastruktur an das allgemeine Versorgungsnetz angeschlossen und Mittel zur Eigenhilfe bei Instandsetzungen und Bausicherheit zur Verfügung gestellt werden.
Sehr interessant ist auch der technische Hintergrund des Wohnungsprogramms.Dieses wird massgeblich auch durch ein iranischesUnternehmen betrieben.

Die iranische Baufirma Kayson war viele Jahre nur in Teheran tätig. Seine Projekte waren oft sehr großflächig und infrastrukturell, darunter auch Arbeiten wie am Internationalen Flughafen in Teheran, die Gas Pipelines und die ersten U-Bahn-Tunnel in Teheran. Im Jahr 2006 kam es zu einer Verschiebung des Arbeitsbereichs des Unternehmens, auch eine Reihe von Verträgen über die Lieferung von über 20.000 Wohneinheiten in sieben Provinzen Venezuelas in Form von kleinen Townships getragen vom Projekt Gran Misión Vivienda Venezuela , dem oben beschriebenen von Hugo Chavez ins Leben gerufenen nationalen Wohnbauprogramms.

Dann kamen weitere Großprojekte im Irak und in Iran

Das Unternehmen Kaysons hat ein „wegweisendes“ Konstruktionssystem erfunden, das Techniken der Vorfertigung und des Beton-Gusses beinhaltet. Komplexe Stahlschalungen werden im Iran entworfen und hergestellt und dann wird vor Ort der Beton in die Schalungen gegossen

Mit nur wenigen Schalungen wurde eine große Anzahl von Modulen hergestellt, die in verschiedenen Konfigurationen wiederholt und neu angeordnet werden konnten. So wurden 16.080 Wohneinheiten des Kayson-Gehäuses in Teheran mit insgesamt 16 Wandschalungen produziert.

Die Technik erlaubt wenig Abwechslung, und die Gebäude scheinen von außen identisch zu sein. Sie werden in parallelen Reihen eng aneinander anlgelegt. Jedes Gebäudehat fünf Stockwerke und der identischen Anordnung der Fassadenöffnungen.

Auf Kosten bestimmter Konstruktionsbeschränkungen erlaubt die Technologie von Kayson eine Rekordgeschwindigkeit bei der Konstruktion. Diese Geschwindigkeit wird durch eine bestimmte Arbeitsorganisation möglich. Die Schalungen dieser Elemente werden in der Fabrik erstellt. Sowohl das kreative Design der Häuser als auch die wissenschaftliche Rationalisierung ihrer Bauelemente und die robotergestützte Herstellung der Schalungen finden in Teheran statt. Eine besondere Arbeitsteilung erhöht die Konstruktionsgeschwindigkeit auf 600 Einheiten pro Monat und eine Wohneinheit pro Stunde

Zigtausende haben in Berlin und in anderen Städten an der Demo „Mietenwahnsinn stoppen“ teilgenommen – Venezuela: Man bekommt die Wohnungen zum Baupreis übereignet, finanziert durch eine langfristige Hypothek. Nach 5 Jahren darf man weiterverkaufen, aber nicht über dem Kaufpreis. So könnte man besipielsweise auch in Deutschland verfahren.

http://haendewegvonvenezuela.net/links/

19. Juni 2020

Putschisten versuchen es erneut. Bolivien: Wieder Polizeieinsatz gegen Exregierungsmitglieder im mexikanischen Botschaftsasyl – Von Axel Plasa (junge Welt)

Während die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verstärkt in Erklärungsnot bezüglich ihrer Einschätzung der Präsidentschaftswahl im Oktober 2019 in Bolivien als »irregulär« kommt, verschärfen die Machthaber in La Paz erneut den Druck auf die mexikanische Botschaft in der Hauptstadt. Nachdem auch die New York Times vergangene Woche die mutmaßliche Parteinahme der OAS für die Putschisten an die Öffentlichkeit gebracht hatte, fühlte sich die Organisation am Dienstag genötigt, in einer Pressemitteilung »eine böswillige Desinformationskampagne gegen die OAS« anzuprangern.

weiterlesen hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/380445.bolivien-putschisten-versuchen-es-erneut.html

17. Juni 2020

Wie die Niederlage Nazideutschlands Lateinamerika rettete (Sputniknews)

Original in english:
https://sptnkne.ws/CGJR

Die Niederlage von Nazideutschland war ein Sieg für die ganze Menschheit – und dies ist keine Redewendung. Es gab keinen Ort auf der Erde, den die Nazis nicht gesehen hatten, und Lateinamerika war keine Ausnahme.

 

Sputnik diskutierte darüber mit dem venezolanischen Publizisten Vicente Quintero, Autor des Buches „Nationalsozialismus und das Dritte Reich in Venezuela während des Zweiten Weltkriegs“.

„Deutschland hat sich lange vor Beginn des Zweiten Weltkriegs für Lateinamerika interessiert. Von besonderem Interesse waren die Gebiete an der Nordküste Südamerikas, insbesondere Venezuela und seine Inseln in der Karibik. Es gibt Dokumente, die bestätigen, dass Berlin Ende des 19. Jahrhunderts versuchte, die politische Instabilität Venezuelas auszunutzen, um die Kontrolle über diese Inseln zu übernehmen. In diesem Zusammenhang war Venezuela sogar gezwungen, internationale Hilfe zu suchen. Es ist dokumentiert, dass Deutschland seine Präsenz in der Region ausbauen wollte. Venezuela hatte aus geopolitischen Gründen Interesse daran: Aufgrund seiner geografischen Lage können Sie ein wichtiger Akteur in der Karibik sein. Aus dem gleichen Grund lag die Aufmerksamkeit Deutschlands auf Kolumbien und Panama. In ihrem Fall Wir sprechen auch über die Kontrolle des Wasserkorridors zwischen Atlantik und Pazifik, der wichtigsten Handelsader. In diesem Sinne gab es Pläne, militärische Hochburgen in Kolumbien und Venezuela zu errichten, um den Panamakanal zu erobern “, sagte er.

Laut dem Publizisten „ sollte man die reichlich vorhandenen natürlichen Ressourcen Lateinamerikas nicht vergessen “.

„Vor dem Zweiten Weltkrieg war Venezuela der weltweit größte Ölexporteur. Zu dieser Zeit konnten die Ölländer des Nahen Ostens nicht damit konkurrieren. Die Vereinigten Staaten produzierten auch große Mengen Öl, aber ein erheblicher Teil davon war für den Inlandsmarkt bestimmt. So haben die venezolanischen Ölressourcen sowie die natürlichen Ressourcen anderer Länder in der Region einen großen „Appetit“ Deutschlands ausgelöst “, betonte der politische Analyst.

Laut Vicente Quintero wäre der Sieg des Dritten Reiches eine Katastrophe für die Bevölkerung der lateinamerikanischen Staaten gewesen.

„Im Kontext der ethnosozialen Struktur der Gesellschaft, die durch die Ideologie des Dritten Reiches impliziert wird, brauchten die lateinamerikanischen Länder eine Aufhellung und die dominierende Rolle der deutschen Nation. Einerseits bedeutete diese Strategie eine bedeutende Umsiedlung der deutschen Bevölkerung in die Länder der Region. Auf der anderen Seite implizierte dies eine ernsthafte Diskriminierung von Vertretern der „falschen“ Rassen “, stellte der Publizist fest.

Abschließend enthüllte Vicente Quintero die Dringlichkeit des nationalsozialistischen Ideologieproblems für Lateinamerika.

„Zum Beispiel hatte ein in Estland geborener Nazi-Verbrecher, Harry Männil, mehrere Jahrzehnte in Venezuela gelebt, wo die lokale‚ High Society ‚genau wusste, wer er war und welche Verbrechen er begangen hatte. Es kümmerte jedoch niemanden. Ich betrachte dies als Hilfe. Und nur unter dem Druck internationaler Geheimdienste am Ende seines Lebens musste er nach Costa Rica fliehen, wo er 2011 starb. Für das, was er getan hatte, wurde er jedoch nie bestraft. Dies ist einer der Beweise dafür, dass in bestimmten sozialen Schichten lateinamerikanischer Gesellschaften immer noch Ideen existieren, die das Dritte Reich predigte. In diesem Sinne sticht Argentinien hervor, was sich in vielen Werken ausführlich widerspiegelt. Und das ist eine potenzielle Bedrohung. Schauen Sie sich nur an, wie der Neonazismus angesichts der bestehenden Probleme seinen Kopf in Europa erhebt. In Frankreich zum Beispiel Es wird zunehmend gefordert, jüdische Gemeindemitglieder anzugreifen. Dasselbe kann in Lateinamerika passieren, wo ernsthafte Verfolgung gegen Juden, Schwarze oder Zigeuner beginnen kann. Dies ist eine echte Bedrohung “, warnte der Experte.

17. Juni 2020

Maduro fordert von EU: „Hände weg von Venezuela“ und attestiert der Europäischen Union „koloniale Ansichten“ und warnt sie vor einer Einmischung.

hier zum Artikel:
https://sptnkne.ws/CGVN

17. Juni 2020

Andrej Hunko ( MdB, Die Linke) über Venezuela: Hintergründe & Perspektiven“

16. Juni 2020

Der mexikanische Präsident Andres Manuel Lopez Obrador sagt, er würde Benzin für humanitäre Zwecke nach Venezuela liefern, wenn er darum gebeten würde

Obrador sagte am Montag, er werde aus „humanitären“ Gründen Benzin nach Venezuela verkaufen, wenn er darum gebeten würde, trotz der US-Sanktionen gegen das südamerikanische Land und seine staatliche Ölfirma PDVSA.

In den letzten Jahren hat PDVSA venezolanisches Rohöl gegen importierten Kraftstoff ausgetauscht. Diese Swaps sind jedoch rückläufig, seit die Trump-Regierung im Januar 2019 Sanktionen gegen PDVSA verhängt hat.

Der ebenfalls sanktionierte Iran schickte trotz US-Drohungen bis Anfang Juni eine Flottille mit fünf Ladungen Benzin und Komponenten nach Venezuela.

Obrador sagte, Mexiko sei ein unabhängiges Land und fügte hinzu: „Wir treffen unsere eigenen Entscheidungen und spielen nicht mit der Politik anderer Länder.“

14. Juni 2020

Brasilien wird COVID-19-Impfstoff aus China produzieren

Brasilien wird einen chinesischen COVID-19-Impfstoff herstellen, nachdem eine Einigung mit Chinas Sinovac Biotech erzielt wurde, gab der Gouverneur von Sao Paulo, Joao Doria, am Donnerstag bekannt.

Die Produktion beginnt am Butantan-Institut im Bundesstaat Sao Paulo, wo im nächsten Monat Tests mit 9.000 Freiwilligen durchgeführt werden.

„Die Studien zeigen, dass der Impfstoff bis Juni 2020 verteilt werden könnte, wenn sich die Tests als schlüssig erweisen“, sagte Doria. „Diese Vereinbarung würde es uns ermöglichen, in großem Maßstab zu produzieren und Millionen von Brasilianern zu immunisieren.“

Sinovac Biotech teilte kürzlich mit, dass sie bereit seien, 100 Millionen Dosen des Impfstoffs herzustellen. Der Name, der zur Kommerzialisierung verwendet wird, ist Coronavac.

„Wir mussten die Meinungsverschiedenheiten Brasiliens mit China, mit anderen Ländern und mit Organisationen wie der WHO überwinden“, betonte Doria und warf Präsident Jair Bolsonaros Kritik an China einen Pfeil zu. Peking forderte im März eine Entschuldigung, nachdem einer von Bolsonaros Söhnen China beschuldigt hatte, Informationen über die Pandemie versteckt zu haben.

Andererseits gab die Sao Paulo State University letzte Woche bekannt, dass Mitte Juni 2.000 brasilianische Freiwillige ebenfalls mit einem Impfstoff getestet werden, der von der Universität Oxford entwickelt wird.

Beide Ankündigungen treffen in einem sehr heiklen Moment für die südamerikanische Nation ein, da die Zahl der Todesopfer 40.000 Todesfälle übersteigt und mehr als 770.000 Infektionen bestätigt wurden. Nur US-Zahlen weisen die schlechteste Fallzahl auf.

14. Juni 2020

International declaration in support of socialist China

Chilean Communist Party (Proletarian Action)
Representation in Germany Juni 5 2020

While the neoliberal world continues to grapple with the coronavirus pandemic, socialist nations have practically overcome it, with a low cost of human life.

Instead of questioning capitalist societies and their neoliberal policies implemented in almost all countries since the 1980s, responsible for destroying public health through privatization and transforming medicine into a profit-making business, China is blamed for the pandemic. Racism against the Chinese government and anti-communism is spreading in international media.

US imperialism lies when it accuses China of producing the virus and proposes sanctions and expropriations against China.

China would be responsible for the economic crisis, which in turn would be a product of the pandemic, some postulate. Therefore, it would be fair to confiscate Chinese assets abroad as compensation.

However, it is a structural crisis that has been in the makinh for a long time and deepened only as a result of the outbreak of the corona virus at the latest in the middle of last year.

This crisis is rooted in the low rate of profit, which borders on zero, international overproduction of goods and in an immeasurable accumulation of fictitious capital that no longer has any place to invest itself.

The current crisis is not the product of the pandemic.

On the contrary, the pandemic could mean restructuring and even restructuring the economies based on finance capital.

With the worldwide closure of countries‘ borders and the quarantine of people in their homes, economies have only allowed the sectors that produce and move the essential elements of society to function.

Others believe that the international sanitary measures that have been taken have seen the spread of the „Chinese Communist dictatorship“ in the world, but what this country has shown is great international solidarity against this pandemic.

Its doctors and medical products have helped numerous countries.

The world watched.

The World Health Organization (WHO) has recognized Beijing’s great role in the fight against COVID-19.

The US government, on the other hand, initially announced that it would stop contributing to the WHO and then definitely ended its cooperation with it. The contrast between the number of infections and deaths makes this very clear: As of June 1, 2020, China had 83,017 confirmed cases of COVID-19 and 4,634 people died from the disease. The United States has 1,779,853 cases and 104,081 deaths, according to Johns Hopkins University.

How could China control the virus? It is because of China’s socialist character, that is, its centrally planned economy.

Collective ownership of large industries, including healthcare, from biological and genetic research centers to the pharmaceutical industry; the ability to massively mobilize the population against the pandemic; the non-parasitic role of the Chinese People’s Army, which sent thousands of doctors to Wuhan.

The People’s Army of China dealt with the construction of new hospitals, the renovation of streets, buildings and squares, and many other elements typical of socialist societies. This was critical to the results achieved under the leadership of the government, the CCP, and President Xi Jinping.

Even in economies much smaller than China, socialist planning of the economy (and thus society as a whole) was critical to overcoming the crisis.

Cuba, with a population of 11 million, controlled the virus and sent doctors to 25 countries around the world, including „developed“ European countries.

For this reason, we have joined the worldwide Nobel Peace Prize campaign for the Cuban medical brigade HenryReeve:

Signatures for joining can be sent to the email nobeldelapazbrigadahenryreeve @ gmail and at https://www.facebook.com/nobelpaz.brigadahenryreeve.7

It is unfortunate that many of the delusions advanced by the centers of imperialism are subject to China being of a capitalist and imperialist nature.

The Trotskyist sectors are part of those who propagate this anti-communist lie.

In practice, these postulates do not lead the international proletariat to break free from the chains imposed on them by capitalist exploitation.

On the contrary, they act for imperialism, which is very interested in China having a negative image within the working class and its allies, e.g. the democratic petty bourgeoisie, the peasantry, the indigenous peoples, etc.

The current attacks by imperialism on China are based on two main aspects. One of these is the technological advance that Beijing has achieved with its 5G networks and the Huawei cooperative. The other is China’s advances in achieving a COVID-19 vaccine that President Xi Jinping has already declared a „global public good“ once it is manufactured.

The working class needs to know that its upcoming uprisings against big business to achieve emancipation from wage slavery need not start from scratch, but can start from a solid foundation, with China, the DPRK, Cuba, Vietnam and Laos as pillars of this struggle.

It is good for the workers to fight against big business and monopolies, knowing that there are nations in our present that have been building socialist society for decades, with progress and setbacks, with successes and failures.

We thank China, Cuba, DPRK, Vietnam as well as Russia, Iran, Venezuela and other countries for their international solidarity.

Therefore our international declaration of support to all of them …

We are convinced that China will take first place in world politics and economy in the coming years, which gives us hope that a new, better and more superior social order is emerging all over the world …

The pandemic and the economic crash indicate that we are facing a global crisis. The suffering and uprisings of the population in the United States and other countries, on the one hand, and the prestige of socialism, particularly in China and Cuba, show two things, namely that there is no place for defeatism. And that the option: socialism or barbarism is more valid than ever.

Chilean Communist Party (Proletarian Action)

-Representation in Germany June 5, 2020

14. Juni 2020

Internationale Erklärung in Unterstützung des sozialistischen Chinas

pcgermany

Partido Comunista Chileno (Acción Proletaria)
Repräsentation in Deutschland 5. Juni 2020

Während sich die neoliberale Welt weiterhin mit der Coronavirus-Pandemie auseinandersetzt, haben die sozialistischen Nationen sie praktisch überwunden, mit geringen Kosten an menschlichem Leben.

Anstatt die kapitalistischen Gesellschaften und ihre seit den 1980er Jahren in fast allen Ländern implementierte neoliberale Politik in Frage zu stellen, die für die Zerstörung der öffentlichen Gesundheit durch Privatisierung und der Umwandlung der Medizin in ein gewinnorientiertes Geschäft verantwortlich sind, wird China für die Pandemie verantwortlich gemacht. Rassismus gegen die chinesische Regierung und Antikommunismus verbreitet sich in der Weltpresse.

Der US-Imperialismus lügt, wenn er China beschuldigt, das Virus erzeugt zu haben, und schlägt Sanktionen und Enteignungen gegen China vor.

China wäre für die Wirtschaftskrise verantwortlich, die wiederum ein Produkt der Pandemie sein würde, postulieren einige. Daher wäre es fair, chinesische Vermögenswerte im Ausland als Entschädigung zu beschlagnahmen.

Es handelt sich jedoch um eine seit langem angekündigte Krise struktureller Natur, die sich spätestens Mitte letzten Jahres durch den Ausbruch des Coronavirus vertieft hat.

Diese Krise hat ihren Kern in der niedrigen Profitrate, die an den Wert Null grenzt, in einer internationalen Überproduktion von Waren und in einer unermesslichen Anhäufung von fiktivem Kapital, das keinen Platz mehr findet, um sich selbst zu verwerten.

Die aktuelle Krise ist nicht das Produkt der Pandemie.

Im Gegenteil, die Pandemie könnte eine Sanierung und sogar eine Umstrukturierung der auf Finanzkapital basierenden Wirtschaften bedeuten.

Während der weltweiten Schließung der Grenzen der Länder und der Quarantäne der Menschen in ihren Häusern haben die Volkswirtschaften nur die Sektoren funktionieren lassen, die die wesentlichen Elemente der Gesellschaft produzieren und bewegen.

Andere glauben in den international ergriffenen Hygienemaßnahmen die Ausweitung der „chinesischen kommunistischen Diktatur“ in der Welt zu erkennen, aber was dieses Land gezeigt hat, ist große internationale Solidarität gegen diese Pandemie.

Seine Ärzte und medizinischen Produkte haben zahlreichen Ländern geholfen.

Die Welt konnte es beobachten.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die große Rolle Pekings im Kampf gegen COVID-19 anerkannt.

Die US-Regierung dagegen hat zunächst die Einstellung ihrer Beiträge an die WHO angekündigt und daraufhin definitiv ihre Kooperation mit ihr beendet. Der Kontrast zwischen der Anzahl der Infektionen und Todesfälle macht dies sehr deutlich: Zum 1.Juni 2020 hatte China 83.017 bestätigte Fälle von COVID-19 und 4.634 Menschen starben an der Krankheit. Die Vereinigten Staaten haben nach Angaben der Johns Hopkins University 1.779.853Fälle und 104.081 Todesfälle.

Wie könnte China das Virus kontrollieren? Es liegt am sozialistischen Charakter Chinas, d.h. seiner zentral geplanten Wirtschaft.

Kollektives Eigentum an der Großindustrie, einschließlich der Gesundheitsbranche, von biologischen und genetischen Forschungszentren bis hin zur Pharmaindustrie; die Fähigkeit, die Bevölkerung massiv gegen die Pandemie zu mobilisieren; die nicht parasitäre Rolle der Volksarmee Chinas, die Tausende von Ärzten nach Wuhan schickte.

Die Volksarmee Chinas befasste sich mit dem Bau neuer Krankenhäuser, der Sanierung von Straßen, Gebäuden und Plätzen sowie vielen anderen für sozialistische Gesellschaften typischen Elementen. Dies war entscheidend für die Ergebnisse, die unter der politischen Führung der Regierung, der KPCh und von Präsident Xi Jinping erzielt wurden.

Selbst in Volkswirtschaften, die viel kleiner als China sind, war die sozialistische Planung der Wirtschaft (und damit der Gesellschaft insgesamt) entscheidend für die Überwindung der Krise.

Kuba mit 11 Millionen Einwohnern hat das Virus kontrolliert und Ärzte in 25 Länder der Welt geschickt, darunter auch in „entwickelte“ europäische Länder.

Aus diesem Grund haben wir uns der weltweiten Kampagne für den Friedensnobelpreis für die kubanische medizinische Brigade HenryReeve angeschlossen:

Unterschriften für Beitritte können an die E-Mail nobeldelapazbrigadahenryreeve @ gmail gesendet werden und unter https://www.facebook.com/nobelpaz.brigadahenryreeve.7

Es ist bedauerlich, dass viele der von den Zentren des Imperialismus vorangetriebenen Täuschung unterliegen, China eine kapitalistische und imperialistische Natur zuzuschreiben.

Die trotzkistischen Sektoren sind Teil derer, die diese antikommunistische Lüge propagieren.

In der Praxis führen diese Postulate das internationale Proletariat nicht dazu, sich von den Ketten zu lösen, die ihnen durch die kapitalistische Ausbeutung auferlegt sind.

Im Gegenteil, sie agieren für den Imperialismus, der sehr daran interessiert ist, dass China ein negatives Bild innerhalb der Arbeiterklasse und seiner Verbündeten, z.B. dem demokratischen Kleinbürgertum, der Bauernschaft, den indigen Völkern usw. hat.

Die gegenwärtigen Angriffe seitens des Imperialismus auf China stützen sich auf 2 wesentliche Aspekte. Einer davon ist der technologische Fortschritt, den Peking mit seinen 5G-Netzen und der Genossenschaft Huawei erzielt hat. Der andere sind die chinesischen Fortschritte bei der Erreichung eines COVID-19-Impfstoffs, den Präsident Xi Jinping bereits als „globales öffentliches Gut“ deklariert hat, sobald er hergestellt ist.

Die Arbeiterklasse muss wissen, dass ihre kommenden Aufstände gegen das Großkapital, um die Emanzipation von der Lohnsklaverei zu erreichen, nicht von vorn zu beginnen brauchen, sondern von einer soliden Basis ausgehen können, mit China, der DVRK, Kuba, Vietnam und Laos als Stützen dieses Kampfes.

Es ist gut für die Arbeiter, gegen das Großkapital und Monopole zu kämpfen, mit dem Wissen, dass es in unserer Gegenwart bereits Nationen gibt, die seit Jahrzehnten, mit Fortschritten und Rückschlägen, mit Erfolgen und Fehlern, die sozialistische Gesellschaft aufbauen.

Wir danken China, Kuba, der DVRK, Vietnam wie auch Russland, Iran, Venezuela und anderer Länder für die internationale Solidarität.

Deshalb unsere internationale Unterstützungserklärung an sie alle…

Wir sind davon überzeugt, dass China in den kommenden Jahren den ersten Platz in der Weltpolitik und -wirtschaft einnehmen wird, was uns Hoffnung gibt, dass eine neue, bessere und überlegenere Gesellschaftsordnung auf der ganzen Welt im Kommen ist…

Die Pandemie und der Wirtschaftskrach deuten darauf hin, dass wir einer globalen Krise gegenüberstehen. Die Leiden und Aufstände der Bevölkerung in den USA und in anderen Ländern auf der einen Seite und das Prestige des Sozialismus, insbesondere in China und Kuba, zeigen zwei Dinge, nämlich dass es keinen Platz für Defätismus gibt. Und dass die Option: Sozialismus oder Barbarei mehr denn je gültig ist.

Partido Comunista Chileno (Acción Proletaria)

-Repräsentation in Deutschland 5. Juni 2020

 

14. Juni 2020

Kundgebung Berlin 13.6. Frente Unido Latino America #Berlin

13. Juni #NoMasBloqueo / Nancy Larenas PCChile Frente Unido Latino America #ManosfueraVenezuela

Junio 13 #NoMasBloqueo / Nancy Larenas PCChile Frente Unido Latino America #ManosfueraVenezuela

#Cuba #NoMasBloqueo Berlin 13.6. Frente Unido Latino America #Berlin #CubaSi

Deutsch #NoMasBloqueo Berlin 13.6. Frente Unido Latino America / Axel Plasa #HaendewegvonVenezuela

#NoMasBloqueo Berlin 13.6. Frente Unido Latino America / Axel Plasa #HaendewegvonVenezuela

Bilder:
https://kurzelinks.de/2gp3

14. Juni 2020

Friedensnobelpreis für Kubas Ärzte

ScreenHunter 3774

https://www.cubanobel.org/nobelcuba

Selbstlosigkeit, Solidarität und das Streben nach dem Gemeinwohl prägen das, worum es beim Friedensnobelpreis gehen sollte. Diese Eigenschaften beschreiben treffend die kubanische Henry Reeve International Medical Brigade, die seit 2005 über 80.000 Menschenleben gerettet hat und in 27 Ländern gegen COVID-19 gekämpft hat. Bitten Sie gemeinsam mit uns das Nobelkomitee, der kubanischen Henry Reeve International Medical Brigade einen Friedensnobelpreis zu verleihen!

An das Friedensnobelpreiskomitee:

Inmitten dieser in der modernen Geschichte beispiellosen globalen Pandemie gibt es eine Gruppe aus einem kleinen Land, die Menschen auf der ganzen Welt Hoffnung und Inspiration gegeben hat: die kubanischen Ärzte und Krankenschwestern, die Teil der Henry Reeve International Medical Brigade sind, in der sie jetzt arbeiten und in 22 Ländern gegen Covid-19 kämpfen. In Anerkennung ihrer großartigen Solidarität und Selbstlosigkeit, die Tausende von Menschenleben retten, indem sie ihr eigenes Leben gefährden, bitten wir Sie, ihnen den diesjährigen Friedensnobelpreis zu verleihen.

Henry Reeve war ein 19-jähriger US-Amerikaner, der sein Zuhause in Brooklyn, New York, verließ, um sich Ende des 19. Jahrhunderts dem kubanischen Befreiungskampf gegen die Spanier anzuschließen. Die nach ihm benannte Brigade wurde 2005 vom verstorbenen kubanischen Führer Fidel Castro gegründet, nachdem die USA ein Angebot abgelehnt hatten, 1.500 kubanische Ärzte zu entsenden, um nach dem Hurrikan Katrina Hilfe zu leisten.

Seit ihrer Gründung ist das medizinische Personal der Brigade, das sich nun aus 7.400 freiwilligen Mitarbeitern des Gesundheitswesens zusammensetzt, an vorderster Front, um Katastrophenhilfe zu leisten. Vor COVID-19 hatte es mehr als 3,5 Millionen Menschen in 21 Ländern behandelt, die von den schlimmsten Naturkatastrophen und Epidemien der Welt heimgesucht wurden. Schätzungsweise 80.000 Menschenleben wurden als direkte Folge der medizinischen Notfallbehandlungen an vorderster Front der Brigade gerettet.

Eine ihrer heldenhaftesten Taten war 2014-2015, als die Brigade über 400 Ärzte, Krankenschwestern und andere Gesundheitshelfer nach Westafrika entsandte, um sich der gefährlichen Ebola-Pandemie zu stellen. Sie arbeitete in Regionen, in denen Gesundheitseinrichtungen und sogar grundlegende Infrastrukturen wie Straßen und Kommunikation nur minimal vorhanden sind und kaum ein Gesundheitswesen existiert. Dieses Team war die größte medizinische Operation vor Ort in Sierra Leone, Guinea und Liberia. In Anerkennung der Arbeit dieser Spezialisten verlieh ihnen die Weltgesundheitsorganisation (WHO) 2017 den renommierten Dr. Lee Jong-Wook-Gedenkpreis für öffentliche Gesundheit.

Die Henry Reeve Brigade ist nur ein Teil des kubanischen medizinischen Systems, das vom kubanischen Gesundheitsministerium koordiniert wird und mehr Beschäftigte im Gesundheitswesen nach Übersee entsandt hat als die gesamte Weltgesundheitsorganisation.

Jetzt, da die Welt unter einer verheerenden Pandemie leidet, arbeitet die Brigade weltweit daran, die Ausbreitung zu stoppen und sich um die Kranken zu kümmern. Die Welt war so bewegt zu sehen, wie die Kubaner in den am stärksten infizierten Teil Italiens, in die Lombardei, zogen, um Leben zu retten. Bis zum 1. Mai kämpften über 1.450 kubanische Mediziner in 22 Ländern gegen COVID-19: Andorra, Angola, Antigua und Barbuda, Barbados, Belize, Kap Verde, Dominica, Grenada, Haiti, Honduras, Italien, Jamaika, Mexiko, Nicaragua, Katar, St. Lucia, St. Kitts und Nevis, St. Vincent und die Grenadinen, Südafrika, Suriname, Togo und Venezuela.

Mit freundlichen Grüßen,
Heinrich Buecker
Coop Anti-War Cafe Berlin

Erstunterzeichner:

Adolfo Pérez Esquivel, Nobel Peace Prize Laureate, Argentina; Alice Walker, author, USA; Alicia Jrapko, National Network on Cuba, USA; Chico Buarque, singer, Brazil; Choco, artist; Cuba, Danny Glover, actor, USA; Fernando Morais, author, Brazil; Fuster, artist, Cuba; Gail Walker, Pastors for Peace, USA; Gloria Rolando, filmaker, Cuba; Ignacio Ramonet, academic, journalist and writer, Spain; James Early, cultural historian, USA; João Pedro Stédile, Landless Workers’ Movement (MST), Brazil; Jodie Evans, CODEPINK, filmmaker, USA; Kcho, artist, Cuba; Luis Britto, writer, Venezuela; Magglio Ordóñez, former Major League Baseball Player, USA; Mark Ruffalo, actor, USA; Medea Benjamin, CODEPINK, author, USA; Mendive, artist, Cuba; Nancy Morejón, poet, Cuba; Noam Chomsky, author, linguist, USA; Oliver Stone, filmmaker, USA; Petra Costa, filmmaker, Brazil; Rafael Correa, former president of Ecuador, Roberto Chile, filmmaker and photographer, Cuba; Tin Cremata, director, La Colmenita National Children’s Theater, Cuba; Tom Morello, musician, USA; Silvio Rodriguez, musician, singer-songwriter, Cuba; V formerly Eve Ensler, poet, author, founder V-Day and One Billion Rising, USA; Vijay Prashad, journalist, author, USA; Winona LaDuke, Honor the Earth, USA

Unterstützende Organisationen:

ALBA Movimientos, International
Alliance for Global Justice, USA
Asociación Hermanos Saíz, Cuba
Casa Natal de José Martí, Cuba
Centro de Intercambio y Referencia Iniciativa Comunitaria, Cuba
Centro de Desarrollo Local y Comunitario, Cuba
Centro de Estudios Martianos, Cuba
CODEPINK, USA
Confederation of Workers, Honduras
Cooperation Cuba-France
Coop Anti-War Cafe Berlin, Germany
Council on Hemispheric Affairs (COHA), USA
Cuba Linda, France
Cuba Support group Spain
Cuba Solidarity Campaign, Great Britain
Cuban Americans for Engagement (CAFÉ), USA
ELAM Doctors, Tunisia
Euskadi Cuba Foundation for Alternatives, Barcelona
Federación de Mujeres Cubanas, Cuba
Federacion juvenile universitaria, Cuba
France-Cuba Friendship Group in the National Assembly, France
Friends of Cuba, Belgium
Friends of Latin America, USA
Foro de São Paulo, USA
Fuerza Alternativa Revolucionaria del Común, Colombia
Green Cities Fund, USA
Irish Cuba Network
International Committee for Peace, Justice and Dignity, International
Justice and Dignity for the People, UK,
Latin America Tarsasag Magyar Munkaspart, Budapest
La Via Campesina, International
Left Party, Europe
Movimiento Juvenil Martiano, Cuba
Movimento dos Trabalhadores Rurais Sem Terra, Brazil
Museo Nacional De Bellas Artes, Cuba
Network in Defense of Humanity, US Chapter, USA
Netzwerk Cuba, Germany
Nobel for Cuban Doctors, Hungary
Oficina Programa Martiano, Cuba
Pastors for Peace, USA
Popular Resistance, USA
Richmond Regla Friendship Committee, USA
SHARE El Salvador, USA
Sociedad Cultural José Martí, Cuba
Task Force on the Americas, USA
Universidad Tecnológica de La Habana – CUAJE, Cuba
Umbra Solidarity Committee, Italy
US Women and Cuba Collaboration, USA
Western Kentucky University, USA
Witness for Peace Solidarity Collective, USA

 

12. Juni 2020

Versteckt sich der selbsternannte Interimspräsident Venezuelas Guaidó in Frankreichs Botschaft? Verteidigung der Souveränität Venezuelas gegen Trump! – Von Dr. Volker Wirth

 

An den Anfang meiner Worte möchte ich die Überraschung stellen, als ich heute die „junge Welt“ aufschlug – es war fast wie ein Schlag! Der Interimspräsident von Venezuela mit dem sog. „Außenbeauftragten“ der EU Josep Borrell! Hat denn die „junge Welt“ die Seiten gewechselt?

Aber was wie eine Niederlage aussieht, beinhaltet einen diplomatischen Durchbruch, einen Sieg: Die Panamerikanische Gesundheitsorganisation, Organización Panamericana de Salud/Panamerican Health Organization (OPS/PAHO), eine Regionalorganisation der WHO, aber auch ein Teil des Systems der OAS, die auch „Kolonialministerium der USA“ genannt wird, eröffnet den Weg für die Nutzung der angeblich „strittigen“, in Wahrheit Venezuela vorenthaltenen Mittel in aller Welt, um damit die Coronavirus-Pandemie bekämpfen zu können. Denn da unterzeichnete der wirkliche Gesundheitsminister Venezuelas zusammen mit dem Leiter der Coronavirus-Kommission des entmachteten Parlaments, das von der Opposition beherrscht wird, ein Dokument mit dem OPS- Vertreter Julio Castro über die Freigabe dieser Mittel – man kann nur hoffen, dass sich Trump nicht querstellt.

Auch in dieser ersten Juniwoche, ist einiges passiert in der Sache der Verteidigung der Souveränität Venezuelas gegen Trump!

In dieser Woche kam der letzte der fünf iranischen Tanker mit Benzin für Venezuela an – ungeachtet aller Drohungen aus Washington, die somit leere Drohungen blieben. Zuletzt wurden sie von venezolanischen Flugzeugen und Marieneinheiten eskortiert – deren Besatzungen, aber auch die iranischen Seeleute haben hier großen Mut bewiesen! Denn die Vierte Flotte derr USA lag auf der Lauer – aber ein Einsatzbefehl kam nicht!

In dieser Woche hat die US-Regierung vier Gesellschaften „gebannt“ und ihre vier Schiffe, die Erdöl Venezuelas transportiert haben, wohl vor allem nach Kuba, als „umgehend zu beschlagnahmen“ erklärt – sobald sie US-Häfen anlaufen; das werden sie nicht tun. Wahrscheinlich werden sie verkauft, umbenannt und „umgeflaggt“, um die Verfolgung durch die USA zu erschweren.

Man kann nur hoffen, dass sich die Trump-Regierung aller Piratenakte auf hoher See enthält, Aktionen also, nur damit Trump sich als starker Mann zeigen kann. Aber das ist er nicht – wenn sogar sein eigener Kriegsminister ihn vor dem Einsatz der US Armee gegen die Bevölkerung warnt!

In dieser Woche dementierte Frankreich, dass sich der selbsternannte Interims- präsident Venezuelas Guaidó in der französischen Botschaft in Caracas aufhält – aber wo ist er dann? Etwa in der deutschen? Ihm droht ein Verfahren wegen der Mit-Organisierung der Angriffe von Kommandoeinheiten aus Kolumbien Anfang Mai.

Sein früherer Boss in der Partei mit dem schönen Namen „Volkswillen“ (Voluntad Popular) Leopoldo López befindet sich seit langem in der spanischen Botschaft – das ist bekannt, und zwar seit dem Putschversuch bei der Hubschrauberbasis La Carlot in Caracas am 30. April 2019.

In dieser Woche reden alle von dem gewaltsamen Tode von George Floyd, den ein Polizist ermordet hat, Der alltägliche Rassismus in den USA, den wir in Deutschland in vielleicht geringerer Intensität aber auch haben (NSU, Halle, Hanau, usw. usf.)

Doch von den vielen Lateinamerikanern, die da in US-Polizeigewahrsam sterben, wird kaum gesprochen; in dieser Woche auch wieder einer, Sean Monterrosa, aus einem Pkw mit fünf Kugeln „erledigt“, weil er in einer Tasche einen Hammer trug, der angeblich aussah wie eine Schusswaffe. Und obwohl er sich hinkniete, wure er  abgeknallt – das ist schon „normal“, auch im so „demokratischen“ Kalifornien.

All das betrifft aber nicht die weißen Eliten Lateinamerikas. Die sind z.T. Inhaber US-amerikanischer Pässe oder haben ein Konto in Miami, oder Wertpapiere von US- Konzernen, sprechen teilweise fließend nordamerikanisches Englisch, denn sie haben dort studiert, sind US-Bürger „ehrenhalber“ und stehen unter dem Schutz der Vierten Flotte und des Südkommandos der US-Truppen (des Southern Command) und der NSA. Als Fünfte Kolonne des US-Imperialismus.

Wen der Alltagsrassismus in den USA betrifft, das sind die Latinos, erkennbar Indigenen, Mestizen, Mulatten, Schwarzen und Braunen, Caboclos, also Farbigen
unter ihnen. Sie alle protestieren daher ebenfalls, wie die Afroamerikaner und viele liberale und linke Weiße, Juden und Nichtjuden, gegen die rassistische „weiße“ Polizeigewalt, der Trump Rückendeckung geben möchte…

In dieser Woche mussten die USA begreifen, dass ihr „Angebot“ gescheitert ist, dass, wenn sowohl Präsident Maduro als auch ihre Marionette Guaidó zugunsten eines „Übergangsrates“ auf die Macht verzichten – bei Guaidó muss man „Macht“ ja in Gänsefüßchen setzen, er hat gar keine, – die Sanktionen wegfallen würden, – ja, „mit Speck fängt man Mäuse“, Dass dieses „Angebot“ bei denkenden Menschen, v.a. bei den in Venezuela regierenden Sozialisten bzw. Chavisten keinen Anklang findet.

Nicht nur ist Guaidó nun nicht mehr Parlamentspräsident, und darauf stützte er ja seine Selbstproklamation zum Präsidenten des Landes vor 16 Monaten – er ist offenbar auch nicht mehr Pompeos Liebling! Das muss weh tun.

Vielleicht wurde deshalb die Kommandoaktion am 3. Mai an der Küste Venezuelas zusammen mit einer privaten US-Sicherheitsfirma vorbereitet, durch Guaidó persönlich auch noch. Von der will nun Trump nichts wissen. Wer´s glaubt, wird selig…

Kennzeichnend auch, dass Pompeo sogleich erklärt hat, alle Länder, die Guaidó als Präsidenten anerkannt haben – beschämenderweise gehört auch die Bundesrepublik dazu – würden nach einer Übergangsperiode die Sanktionen aufheben – haben die anderen etwa 55 Länder Washington bzw. ihn, Pompeo persönlich, dazu bevollmächtigt, das zu versprechen? Wann, wo und wie denn?? Der peinliche Satellitencharakter dieser Länder, auch des unsrigen, wird da wieder mal sehr deutlich!

Wir stehen hier, weil wir die völkerechtswidrige Anerkennung dieses Herrn Juan Guaidó durch die Bundesregierung für ein Verbrechen und – vielleicht schlimmer noch – für einen großen Fehler der Politiker dieses Landes halten. Wir verlangen die Rückkehr zum Völkerrecht und die Anerkennung der Regierung Maduro als einzige reale und legitime Macht in Venezuela durch die Merkel-Scholz-Seehofer-Maas- Regierung!

Ich danke für die Aufmerksamkeit.

10. Juni 2020

Covid-19: Mortalität unter schwarzen Brasilianern viermal höher (amerika21)

Zahlen aus dem von der Corona-Pandemie am stärksten betroffenen Verwaltungsbezirk der brasilianischen Metropole São Paulo, Brasilândia, belegen erneut, dass die sozial benachteiligten afrobrasilianischen Gemeinden von dem Virus überdurchschnittlich betroffen sind. Die Mortalität unter schwarzen Brasilianern liegt demnach viermal über dem Landesdurchschnitt.

weiterlesen hier:
https://amerika21.de/2020/06/240572/brasilien-schwarze-covid-corona

10. Juni 2020

Luis Sepúlveda – Von einem, der den Präsidenten mit der Waffe in der Hand verteidigte, die Welt umreiste, Kriminalromane schrieb und am Corona-Virus starb (Nachdenkseiten)

Mit dem Chilenen Luis Sepúlveda, Autor von mehr als 30 Romanen, schied am vergangenen 16. April im spanischen Oviedo der meistübersetzte und meistgelesene lateinamerikanische Schriftsteller der vergangenen zwanzig Jahre aus dem Leben. Von Frederico Füllgraf.

weiterlesen hier:

Luis Sepúlveda – Von einem, der den Präsidenten mit der Waffe in der Hand verteidigte, die Welt umreiste, Kriminalromane schrieb und am Corona-Virus starb

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