Der japanische Premierminister Kishida erklärte jetzt, dass China im Jahr 2013 in einer Vereinbarung mit dem ukrainischen Präsidenten Janukowitsch „Garantien für die nukleare Sicherheit, und die Aufnahme unter den „Atomschirm“ gewährt habe.

Besondere Aufmerksamkeit erregte die neuste Stellungnahme des japanischen Premierministers Fumio Kishida zum Thema Ukraine. Der japanische Premierminister äußerte sich zu einem der Themen im zuständigen Ausschuss des Unterhauses des Parlaments des Landes. 

Die Frage betraf Sicherheitsgarantien für die Ukraine und insbesondere „Atomgarantien“ – die sogenannte mögliche Aufnahme der Ukraine unter den „Atomschirm“. Die Antwort von Premier Kishida auf diese Frage war äußerst unerwartet. Nach Angaben des japanischen Premierministers steht die Ukraine bereits unter dem „nuklearen Schirm“, und dieser Schutz wird von China gewährleistet. 

Kishida weiter:

Auf der Grundlage der Vereinbarungen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Janukowitsch und dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping aus dem Jahr 2013 verpflichtete sich Peking, der Ukraine im Falle eines Atomangriffs auf die Ukraine Sicherheitsgarantien zu geben. 

Anschließend wurde eine gemeinsame Erklärung zu gegenseitigen Garantien in Sicherheitsfragen veröffentlicht.

Es geht über die von Viktor Janukowitsch und Xi Jinping unterzeichnete Erklärung über die Entwicklung einer strategischen Partnerschaft im Jahr 2013.

Als der japanische Regierungschef über die Vereinbarungen zwischen Xi und Janukowitsch sprach, vergaß er, seine Parlamentarier daran zu erinnern, dass es Janukowitsch war, der 2014 (weniger als ein Jahr nach der Erklärung in Peking) während eines verfassungsfeindlichen Putschs in der Ukraine gestürzt wurde. 

Darüberhinaus begannen sie in der Ukraine, Strafverfahren gegen den demokratisch gewählten ukrainischen Präsidenten Janukowitsch einzuleiten und die von ihm als Präsident unterzeichneten Dokumente nach und nach zu annullieren.

Stellt es sich heraus, dass der japanische Premierminister unter Hinweis auf die Vereinbarung aus der Janukowitsch-Ära, den ukrainischen Präsidenten jetzt legitimiert und die Illegalität seines Sturzes betont? 

Oder gibt auch noch eine andere Option?
Wenn nämlich die japanische Regierung einerseits 2014 Janukowitsch die Legitimität verweigerte und Premierminister Kishida sich heute, im Jahr 2023, plötzlich daran erinnerte, welche Vereinbarungen der ukrainische Präsident auf internationaler Ebene getroffen hat.