Zur Münchener Sicherheitskonferenz: Den Kopf tief im Sand – Von Thomas Immanuel Steinberg

Zur Münchener Sicherheitskonferenz vom 17. bis 19. Februar 2023 wurden alle in Bundestag vertretenen Parteien eingeladen – außer der AfD, aber einschließlich der Partei Die Linke. Die AfD bleibt – zusammen mit russischen und iranischen Offiziellen – draußen vor der Tür.

Die Partei Die Linke hat zwar eine Teilnahme am Münchener Treffen privater Waffenverkäufer mit staatlichen Einkäufern abgelehnt, aber ganz übersehen, dass die ausgesperrte AfD ihr inzwischen in den Augen des kriegerischen Mainstreams den ersten
Platz als Friedenspartei streitig macht, zumindest propagandistisch.
https://www.youtube.com/watch?v=WlSy3W55c1o

Kein Zweifel, Bernd Höcke ist ein Rassist. Aber sein scheinbar ehrliches Bekenntnis zum Frieden verfängt.

Auch sozialpolitisch hat die AfD die Nase vorn. Im proletarischen Berliner Bezirk Marzahn- Hellersdorf errang sie vergangenen Sonntag zwei Direktmandate, wenn auch unter Rekurs auf Fremdenfeindlichkeit, statt, wie es geboten wäre, unter Verweis auf die westlich verursachten Migrationsströme.
https://www.youtube.com/watch?v=XSyJnkmzsuI

Nota bene: Eine wie die Bundestagsabgeordnete der AfD, Alice Weigel, ist rhetorisch, und teilweise argumentativ, all ihren schein-demokratischen, schein-linken Widersachern weit überlegen.
https://www.youtube.com/watch?v=2ImCFvfWkdk


Die Linken in Deutschland sollten, anders als die halsstarrige, weil fast mumifizierte Partei Die Linke, den Kopf aus dem Sand ziehen und zur Kenntnis nehmen: Genau dort, wo die AfD auf Resonnanz gestoßen ist, können Linke gegen Ausplünderung und Kriegstreiberei mobilisieren. Dazu allerdings müssten sie selber rhetorisch und argumentativ ins Proletarische eintauchen, jedenfalls solange olivgrüne Studienratsehepaare das in der Ukraine herrschende Nazi-Pack für demokratisch halten.
Hamburg, 14. Februar 2023