Friedensinitiative von Wagenknecht und Schwarzer findet viel Zuspruch. Doch Linke-Vorstand lehnt Abstimmung über Anträge auf Unterstützung ab – Von Nick Brauns (junge Welt)

Hier zum Artikel:
https://www.jungewelt.de/artikel/444736.aufstand-f%C3%BCr-frieden-die-eskalation-stoppen.html

dazu: Aufruf von Wagenknecht und Schwarzer: Ruiniertes Lebenswerk
Sahra Wagenknecht und Alice Schwarzer haben ein „Manifest für den Frieden“ veröffentlicht. Sie entblößen sich damit als amoralisch.
Quelle: taz

Anmerkung unseres Lesers U.B.: Die taz ist allen Ernstes der Auffassung, dass Menschen, die Friedensverhandlungen fordern, „amoralisch“ sind. Das Friedensmanifest, dass Alice Schwarzer und Sahra Wagenknecht initiiert haben, sei „empörend falsch“, weil es die Angegriffenen “obszön moralisch ins Unrecht stelle“ – und obendrein „ihre westlichen Freund*innen, die Staaten der Nato etwa“.

Dieser taz-Artikel ist ein Paradebeispiel für das moralisierende Schwarz-Weiß-Denken des linksliberalen Milieus. Entblößt hat sich hier jemand anders: die taz-Redaktion. Sie zeigt, was sie unter Politik versteht: Die Einteilung der Welt in Freunde und Feinde.

Ich frage mich bei solchen und ähnlichen medialen Statements: Wieso eigentlich darf Deutschland kein eigenes Interesse haben und dies vertreten? Wieso müssen wir uns auf Gedeih und Verderb den ukrainischen und US-Interessen unterordnen? Woher wissen diese kriegsbegeisterten Medien und die Strack-Zimmermanns, dass nur Waffenlieferungen zu einem Ende des Krieges führen können – und dass diese nicht zu einem atomaren Inferno führen? Warum darf man nicht andere Lösungen erwägen? Und warum darf man die NATO nicht kritisieren? Wird es demnächst wieder Gerichtsverfahren wegen „Wehrkraftzersetzung“ geben?

Anmerkung unseres Lesers W.K.: So eine absurde Umkehrung von Tatsachen lässt mich entsetzt zurück.