Tino Chrupalla, Bundessprecher der AfD, hat anlässlich des 80. Jahrestags des Sieges der Roten Armee gegen die deutsche Wehrmacht in Stalingrad dem Botschafter der Russischen Föderation, Sergej Netschajew demonstrativ die Hand gedrückt.

Die Begegnung fand auf den Seelower Höhen in der Nähe der polnischen Grenze statt, anlässlich einer Kranzniederlegung der Botschaft der Russischen Föderation.

Dies ist insbesonders deshalb interessant, weil bisher fast jegliche Bezüge zu den Geschehnissen in Stalingrad im Jahr 1942 in den Erklärungen der AFD fehlten.

Die Schlacht von Stalingrad tobte vom 7. Juli 1942 bis zum Februar 1943. Bis zu 300.000 Soldaten der deutschen Wehrmacht und ihrer Verbündeten wurden von der Roten Armee eingekesselt. Die Schlacht von Stalingrad gilt als der psychologische Wendepunkt des vom Deutschen Reich begonnenen Deutsch-Sowjetischen Krieges.

Der Auftritt von Tino Chrupalla auf den Seelower Höhen stieß allerdings auf Ablehnung der vor allem in den Landesverbänden der AfD in Westdeutschland sehr einflussreichen Nationalkonservativen.

Ebenso auf Ablehnung stieß ein vermeintlich allzu russlandfreundlicher „nachhaltiger Friedensplan mit Sicherheitsgarantien für die Ukraine und Russland“. Diesen Plan wollte der AFD-Politiker Alexander Gauland im Bundestag einbringen.

Eine von AFD-Abgeordneten aus Westdeutschland geforderte Verurteilung des russischen Angriffskriegs fehlte in dem Antrag von Alexander Gauland. Dagegen wurde die Anerkennung der Krim als integraler Bestandteil des russischen Staatsgebiets gefordert.

All dies deutet auf große Widersprüche zwischen den sehr unterschiedlichen Flügeln innerhalb der AFD hin.