Archive for Oktober 30th, 2022

30. Oktober 2022

Lula ist der neue Präsident von Brasilien (teleSUR)

Der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat laut dem Superior Electoral Court (TSE) bei der ersten Stimmenauszählung der Stichwahl gegen Präsident Jair Bolsonaro an diesem Sonntag einen unüberwindlichen Vorsprung übernommen.

Der frühere brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva (2003-2011) hat die am Sonntag abgehaltene Stimmenauszählung gegen den derzeitigen Präsidenten Jair Bolsonaro gewonnen.

Lula hat bisher 50,82 Prozent der Stimmen gegen Bolsonaros 49,18 Prozent erhalten, wobei 98,72 Prozent der Mitten ausgezählt wurden. 

Alle wichtigen Umfragen in Brasilien für die Stichwahl an diesem Sonntag zeigten den ehemaligen Präsidenten und Vorsitzenden der Arbeiterpartei (PT), Luiz Inácio Lula da Silva, als Favoriten für die Präsidentschaft gegen den ultrarechten Jair Bolsonaro von den Liberalen Partei (PL). 

Verschiedene nationale und sieben internationale Missionen haben die Wahlen genau überwacht. Die Wahlbehörde sagte, dass rund 500 Beobachter im ganzen Land eingesetzt seien.

Dies war das sechste Mal, dass der linke Kandidat Lula für das Präsidentenamt kandidierte, während der rechtsextreme Führer Bolsonaro eine Wiederwahl für die Liberale Partei (PL) anstrebte.

Der heute für eine dritte Amtszeit gewählte Kandidat hat sein Wahlrecht in São Bernardo do Campo, der Wiege der Gewerkschaftsbewegung in São Paulo, ausgeübt. Er hoffte, diesen Sonntag, den 30. Oktober, zu einem „historischen Tag“ für Brasilien zu machen.

Am vergangenen 2. Oktober gewann Lula die erste Runde der brasilianischen Wahlen mit 48,43 Prozent der gültigen Stimmen, während Bolsonaro mit 43,20 Prozent zurückfiel. 

Da keiner der beiden die absolute Stimmenmehrheit erreichte (mehr als die Hälfte der gültigen Stimmen, Leer- und ungültige Stimmen ausgenommen), traten sie in der Stichwahl am Sonntag an.

30. Oktober 2022

Putin: »Kämpft für höhere Löhne« Russlands Präsident richtete auf dem Waldai-Diskussionsforum in Moskau Worte an die Bevölkerung im Westen. (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/437735.putin-k%C3%A4mpft-f%C3%BCr-h%C3%B6here-l%C3%B6hne.html

30. Oktober 2022

27 Millionen Russen starben beim Sieg über das letzte Naziregime in Europa

27 Millionen Russen starben beim Sieg über das letzte Naziregime in Europa.
Haben wir wirklich geglaubt, sie würden ein zweites Naziregime direkt an ihrer Grenze zulassen?

30. Oktober 2022

Zum Erstschlag bereit. Eskalationsgefahr wächst (german-foreign-policy.com)

(Eigener Bericht) – Die Vereinigten Staaten beschleunigen die Modernisierung ihrer Nuklearwaffen in Europa und werden schon in wenigen Wochen mit der Stationierung der neuen, präziseren und flexibleren Atombomben des Typs B61-12 beginnen. Darüber haben US-Regierungsmitarbeiter einem Medienbericht zufolge NATO-Vertreter Mitte Oktober in Kenntnis gesetzt. Ersetzt werden demnach die gut 100 Bomben, die in fünf europäischen NATO-Staaten eingelagert sind, darunter Deutschland. Zugleich bestätigt die Biden-Administration in ihrer neuen, am Freitag vorgelegten Nuklearstrategie, dass sie einen atomaren Erstschlag explizit nicht ausschließt. Vielmehr hält sie sich einen nuklearen Angriff für den Fall offen, dass „vitale Interessen“ der USA oder verbündeter Staaten bedroht sind – „unter extremen Bedingungen“, wie es heißt; das kann auch ein konventioneller Angriff sein. Mit je eigenen Atomkriegsübungen haben in der vergangenen Woche die NATO und Russland nukleare Operationen geprobt – die NATO dabei unter Beteiligung der Bundeswehr. Unterdessen bringt eine führende deutsche Tageszeitung zum wiederholten Mal die Forderung nach einer deutschen Bombe ins Gespräch.

Beschleunigte Modernisierung

Die Vereinigten Staaten beschleunigen die Modernisierung ihrer in Europa stationierten Nuklearwaffen und werden noch in diesem Jahr beginnen, die Atombomben des Typs B61, die unter anderem in Büchel (Eifel) eingelagert sind, durch die neue Version B61-12 zu ersetzen. Dies berichtet das Nachrichtenportal Politico, das sich im Besitz der Axel Springer SE befindet.[1] Demnach informierten US-Regierungsmitarbeiter im Oktober in Brüssel Vertreter der anderen NATO-Staaten, die Maßnahme solle bereits im Dezember umgesetzt werden. Sie betreffe alle europäischen Standorte, an denen US-Atomwaffen eingelagert seien. Bei den Standorten, die derzeit Berichten zufolge rund 100 US-Bomben beherbergen, handelt es sich um Büchel, Kleine Brogel (Belgien), Volkel (Niederlande), Ghedi, Aviano (Italien) sowie İncirlik (Türkei). Die B61-12 könnten mit den bisher dafür vorgesehenen Kampfjets an ihr Einsatzziel geflogen werden, heißt es nun – darunter die Tornados, die die Bundeswehr gegenwärtig verwendet, aber auch die US-amerikanischen F-35, die Berlin beschaffen will und die spätestens bis zum Januar kommenden Jahres für die neuen Atombomben zertifiziert werden sollen.

Die vitalen Interessen des Westens

Der beschleunigte Austausch der B61 durch die B61-12 ist unmittelbar vor der Präsentation der neuen US-Nuklearstrategie am vergangenen Donnerstag bekanntgeworden. Die neue Strategie (Nuclear Posture Review) hält, wie Experten feststellen, im Wesentlichen an den Elementen der Trump’schen Nuklearstrategie fest.[2] So schließt sie explizit jeden Verzicht auf einen nuklearen Erstschlag aus: Ein solcher Verzicht, wie ihn etwa China erklärt hat, stelle für die Vereinigten Staaten „ein inakzeptables Risiko“ dar, heißt es in dem Papier.[3] Ausdrücklich heißt es, die USA zögen „den Einsatz nuklearer Waffen unter extremen Bedingungen“ in Betracht, falls „ihre vitalen Interessen“ oder diejenigen ihrer Verbündeten und Partner bedroht seien; dies kann demnach auch der Fall sein, wenn der Feind keinen nuklearen Angriff eingeleitet hat. „Die US-Nuklearstreitkräfte“ blieben auch für die NATO, ihre Abschreckung und ihre Verteidigung „wesentlich“, erklärt die Biden-Administration. Dabei gelte es nicht zuletzt, „die nuklearen und die nicht-nuklearen Fähigkeiten und Konzepte der NATO“ in Zukunft enger zu verzahnen.

Atomkriegsmanöver

Praktisch trainiert hat die NATO den Atomkrieg in den vergangenen beiden Wochen – mit ihrem jährlich abgehaltenen Manöver Steadfast Noon, das am gestrigen Sonntag offiziell zu Ende ging. Beteiligt waren rund 60 Flugzeuge aus 14 NATO-Staaten, darunter Deutschland; neben den Kampfjets, die im Rahmen der sogenannten nuklearen Teilhabe Atombomben abwerfen sollen, waren etwa auch Überwachungs- und Tankflugzeuge sowie viele Soldaten am Boden involviert.[4] Protest hat ausgelöst, dass die NATO das Atomkriegsmanöver trotz des Ukraine-Kriegs durchgeführt hat – schließlich werden exponierte Militärübungen oft bereits aus Gründen weitaus geringerer Bedeutung abgesagt; dies ist etwa, wie der einstige NATO-Oberbefehlshaber James Stavridis berichtet, der Fall, wenn ein US-Präsident zu einem Gipfeltreffen reist, an dem auch ein russischer Präsident teilnimmt: Derartige Treffen sollten nicht durch einen nie vollständig auszuschließenden Manöverzwischenfall gestört werden, erläutert Stavridis.[5] Diesmal habe das westliche Militärbündnis freilich einer Demonstration der Stärke Vorrang vor Sicherheitsüberlegungen gegeben.

Risikowillig

Stavridis räumt die Risiken, die mit der Durchführung von Steadfast Noon in der aktuellen Situation verbunden waren, offen ein. Bei der NATO werde man sorgsam beobachtet haben, wie Russland reagiere, erläutert der Ex-Oberbefehlshaber des Militärbündnisses – so etwa, ob Moskau die NATO-Machtdemonstration zum Anlass nehme, seinerseits Manöver auf einem höheren Eskalationsniveau durchzuführen oder gar Atomwaffen in der russischen Exklave Kaliningrad zu stationieren.[6] In der Tat hat Russland seinerseits in der vergangenen Woche seine nuklearen Fähigkeiten bei dem ebenfalls regelmäßig abgehaltenen Atomkriegsmanöver Grom unter Beweis gestellt. Berichten zufolge probten die russischen Streitkräfte dabei die Reaktion auf einen Atomangriff, der gegen Russland gerichtet war. Dabei feuerten sie land- und seegestützte atomwaffenfähige Interkontinentalraketen von Plessezk im russischen Norden sowie von einem Atom-U-Boot in der Barentssee ab; außerdem brachten strategische Bomber atomar bestückbare Cruise Missiles auf den Weg.[7] Faktisch ist damit in den vergangenen Tagen das Szenario eines alles umfassenden Atomkriegs in Europa vollständig durchexerziert worden.

Die Eskalationsgefahr wächst

Dabei erhöht die Stationierung der modernisierten US-Atombomben vom Typ B61-12 in Europa laut Einschätzung der russischen Regierung die Atomkriegsgefahr erneut. So wies der stellvertretende russische Außenminister Alexander Gruschko darauf hin, dass die B61-12 präziser ist und mit stark abgestufter, bei Bedarf auch massiv reduzierter Sprengwirkung eingesetzt werden kann. Damit werde sie zur „Schlachtfeldwaffe“ und senke die Schwelle zur nuklearen Konfrontation.[8] Genau davor warnen auch Kritiker im Westen seit Jahren.[9] Gruschko betonte zudem, Moskau werde in Rechnung stellen müssen, dass in Zukunft der US-Kampfjet F-35 die in Europa gelagerten US-Atombomben an den Einsatzort bringen soll. Der F-35 verfügt als Kampfjet der zur Zeit modernsten, fünften Generation über diverse Eigenschaften, die zum Beispiel der alternde Tornado-Jet nicht aufweist, mit dem zur Zeit die Bundeswehr einen etwaigen Atomangriff plant. Die Tatsache, dass die B61-12 viel präziser und damit weitaus gezielter eingesetzt werden könne, besitze auch deshalb „strategische Bedeutung“, erläuterte gestern der russische Botschafter in Washington, Anatoli Antonow, weil die Lager, in denen Russlands taktische Nuklearwaffen gebunkert seien, sich in relativer Reichweite der US-Atomstandorte in Europa befänden. Damit steigt das Eskalationsrisiko.

Die deutsche Bombe

Davon unabhängig legt eine führende deutsche Tageszeitung zum wiederholten Mal die nukleare Aufrüstung der Bundesrepublik nahe. Wie es in einem Beitrag heißt, den die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung gestern auf ihrer Titelseite unter der Überschrift „Brauchen wir die Bombe?“ publizierte, könne man zwar „für völlig verrückt … erklärt“ werden, „wenn man vorschlägt, dass Deutschland sich … einen eigenen Atomschirm anschaffen“ solle.[10] Doch sei es „die schlechteste Wahl“, nicht in Rechnung zu stellen, dass unter einer zweiten US-Präsidentschaft von Donald Trump oder unter einer französischen Präsidentschaft von Marine Le Pen ein transatlantischer oder europäischer „Atomschirm“ für die Bundesrepublik nicht mehr gewährleistet sei. Die „strategische Selbstvergewisserung“, von der in Berlin gesprochen werde, dürfe „nicht Wortgeklingel bleiben“.[11]

[1] Bryan Bender, Paul McLeary, Erin Banco: U.S. speeds up plans to store upgraded nukes in Europe. politico.com 26.10.2022.

[2] Emma Claire Foley: Biden’s nuclear posture review maintains nuclear status quo. thebulletin.org 28.10.2022.

[3] 2022 Nuclear Posture Review. Washington 2022.

[4] S. dazu Das NATO-Atomkriegsmanöver.

[5], [6] James Stavridis: NATO’s Nuclear War Games Are a Risk It Needs to Take. washingtonpost.com 20.10.2022.

[7] Trevor Filseth: Russia Simulates ‘Massive Nuclear Strike’ During Drills. nationalinterest.org 27.10.2022.

[8] Russia Says U.S. Lowering ‘Nuclear Threshold’ With Newer Bombs In Europe. chahidvip.com 29.10.2022.

[9] S. dazu Die Atomkriegsübung der Bundeswehr.

[10] Berthold Kohler: Brauchen wir die Bombe? Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 30.10.2022.

[11] S. auch Griff nach der BombeDie deutsche Bombe und Griff nach der Bombe (III).


https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/9068

30. Oktober 2022

Alle wollen auf den BRICS-Express aufspringen – Von Pepe Escobar (The Cradle)

https://thecradle.co/Article/Columns/17447

https://seniora.org/politik-wirtschaft/alle-wollen-auf-den-brics-express-aufspringen

Eurasien wird bald noch viel größer werden, denn die Länder stehen Schlange, um sich den von China und Russland geführten BRICS und SCO anzuschließen – zum Nachteil des Westens

Beginnen wir mit einer Geschichte über den Handel im globalen Süden zwischen zwei Mitgliedern der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO/SOZ). Im Mittelpunkt steht die bereits berüchtigte Shahed-136-Drohne – oder Geranium-2, wie sie in Russland genannt wird: die AK-47 der postmodernen Luftkriegsführung.

Die USA beschuldigten Teheran in einem weiteren typischen Hysterieanfall voller Ironie, die russischen Streitkräfte zu bewaffnen. Sowohl für Teheran als auch für Moskau ist die Superstar-Drohne, die auf dem ukrainischen Schlachtfeld losgelassen wurde, ein Staatsgeheimnis: Ihr Einsatz führte zu einer Reihe von Dementis von beiden Seiten. Ob es sich um im Iran hergestellte Drohnen handelt oder ob das Design gekauft wurde und die Herstellung in Russland erfolgt (die realistische Option), ist unerheblich.

Die Aufzeichnungen zeigen, dass die USA die Ukraine bis zum Äußersten gegen Russland bewaffnen. Das Imperium ist de facto ein Kriegsteilnehmer durch eine Reihe von „Beratern“, Beratern, Ausbildern, Söldnern, schweren Waffen, Munition, Satelliteninformationen und elektronischer Kriegsführung. Und dennoch schwören die imperialen Funktionäre, dass sie nicht Teil des Krieges sind. Sie lügen, wieder einmal.

Willkommen zu einem weiteren anschaulichen Beispiel dafür, wie die „regelbasierte internationale Ordnung“ funktioniert. Der Hegemon entscheidet immer, welche Regeln gelten und wann. Jeder, der sich ihm widersetzt, ist ein Feind der „Freiheit“, der „Demokratie“ oder welcher Plattitüde auch immer, und sollte – was sonst – mit willkürlichen Sanktionen bestraft werden.

Im Fall des mit Sanktionen belegten Irans ist das Ergebnis seit Jahrzehnten vorhersehbar: eine weitere Runde von Sanktionen. Das ist unerheblich. Entscheidend ist, dass nach Angaben des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) nicht weniger als 22 Nationen – und es werden immer mehr – sich in die Schlange einreihen, weil sie ebenfalls in den Shahed-Groove einsteigen wollen.
Sogar das Oberhaupt der Islamischen Revolution, Ayatollah Ali Khamenei, hat sich fröhlich in den Kampf eingeschaltet und kommentiert, dass der Shahed-136 kein Photoshop ist.

Der Wettlauf zu BRICS+
Was das neue Sanktionspaket gegen den Iran wirklich „erreicht“ hat, ist ein zusätzlicher Schlag gegen die zunehmend problematische Unterzeichnung des wiederbelebten Atomabkommens in Wien. Mehr iranisches Öl auf dem Markt würde Washingtons Zwangslage nach der jüngsten epischen Brüskierung durch die OPEC+ tatsächlich lindern.

Ein kategorischer Imperativ bleibt jedoch bestehen. Die Iranophobie – genau wie die Russophobie – ist für die Straussianer/Neokriegsbefürworter, die für die US-Außenpolitik und ihre europäischen Vasallen verantwortlich sind, immer vorherrschend.

Wir haben es also mit einer weiteren feindseligen Eskalation in den Beziehungen zwischen dem Iran und den USA sowie zwischen dem Iran und der EU zu tun, da die nicht gewählte Junta in Brüssel auch den Hersteller Shahed Aviation Industries und drei iranische Generäle mit Sanktionen belegt hat.

Vergleichen Sie dies mit dem Schicksal der türkischen Bayraktar TB2 Drohne – die im Gegensatz zu den „Blumen am Himmel“ (Russlands Geranien) auf dem Schlachtfeld kläglich versagt hat.

Kiew versuchte, die Türken davon zu überzeugen, eine Waffenfabrik von Motor Sich in der Ukraine zu nutzen oder ein neues Unternehmen in Transkarpatien/Lwiw zu gründen, um Bayraktars zu bauen. Der 84-jährige Oligarch und Präsident von Motor Sich, Vyacheslav Boguslayev, wurde wegen seiner Verbindungen zu Russland des Hochverrats angeklagt und könnte gegen ukrainische Kriegsgefangene ausgetauscht werden.
Letztendlich scheiterte der Deal am außergewöhnlichen Enthusiasmus Ankaras, ein neues Gasdrehkreuz in der Türkei zu errichten – ein persönlicher Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin an seinen türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan.

Und damit sind wir bei der zunehmenden Verflechtung zwischen den BRICS und der aus 9 Mitgliedern bestehenden SCO, mit der dieser russisch-iranische Fall von Militärhandel untrennbar verbunden ist.

Die von China und Russland geführte SCO ist eine paneurasische Institution, die sich ursprünglich auf die Terrorismusbekämpfung konzentrierte, jetzt aber zunehmend auf geoökonomische – und geopolitische – Zusammenarbeit ausgerichtet ist. Die BRICS, die von der Triade Russland, Indien und China angeführt wird, überschneidet sich geoökonomisch und geopolitisch mit der SCO-Agenda und dehnt sie auf Afrika, Lateinamerika und darüber hinaus aus: Das ist das Konzept von BRICS+, das in einem kürzlich erschienenen Bericht des Valdai-Clubs ausführlich analysiert und von der strategischen Partnerschaft zwischen Russland und China voll und ganz übernommen wurde.

Der Bericht wägt die Vor- und Nachteile von drei Szenarien ab, die mögliche, zukünftige BRICS+ Kandidaten betreffen:

Erstens, Nationen, die von Peking eingeladen wurden, am BRICS-Gipfel 2017 teilzunehmen (Ägypten, Kenia, Mexiko, Thailand, Tadschikistan).
Zweitens, Nationen, die am BRICS-Außenministertreffen im Mai dieses Jahres teilgenommen haben (Argentinien, Ägypten, Indonesien, Kasachstan, Nigeria, VAE, Saudi-Arabien, Senegal, Thailand).
Drittens, wichtige G20-Volkswirtschaften (Argentinien, Indonesien, Mexiko, Saudi-Arabien, Türkei).

Und dann ist da noch der Iran, der bereits Interesse an einem BRICS-Beitritt gezeigt hat.
Der südafrikanische Präsident Cyril Ramaphosa hat kürzlich bestätigt, dass „mehrere Länder“ unbedingt den BRICS beitreten wollen. Darunter auch ein wichtiger westasiatischer Akteur: Saudi-Arabien.

Noch erstaunlicher ist, dass Kronprinz Muhammad bin Salman (MbS), der faktische Herrscher des Königreichs, noch vor drei Jahren, unter der Regierung des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, fest entschlossen war, einer Art arabischen NATO als privilegierter imperialer Verbündeter beizutreten. Diplomatische Quellen bestätigen, dass die Gesandten von MbS am Tag nach dem Rückzug der USA aus Afghanistan ernsthafte Verhandlungen mit Moskau und Peking aufgenommen haben.

Angenommen, die BRICS stimmen der Kandidatur Riads im Jahr 2023 im notwendigen Konsens zu, kann man sich die weltbewegenden Folgen für den Petrodollar kaum vorstellen. Gleichzeitig sollte man die Fähigkeit der US-Außenpolitiker, Chaos zu stiften, nicht unterschätzen.

Der einzige Grund, warum Washington das Regime in Riad toleriert, ist der Petrodollar. Man kann den Saudis nicht erlauben, eine unabhängige, wirklich souveräne Außenpolitik zu betreiben. Wenn das passiert, wird die geopolitische Neuausrichtung nicht nur Saudi-Arabien, sondern den gesamten Persischen Golf betreffen.
Doch das wird immer wahrscheinlicher, nachdem die OPEC+ de facto den von Russland und China angeführten BRICS/SCO-Weg eingeschlagen hat – was als „weiche“ Präambel für das Ende des Petrodollars interpretiert werden kann.

Der Dreiklang Riad-Teheran-Ankara
Der Iran hat sein Interesse an einem BRICS-Beitritt noch vor Saudi-Arabien bekundet. Diplomatischen Quellen am Persischen Golf zufolge sind sie bereits auf einem etwas geheimen Kanal über den Irak dabei, die Sache in die Hand zu nehmen. Die Türkei wird bald folgen – sicherlich bei den BRICS und möglicherweise bei der SCO, wo Ankara derzeit den Status eines äußerst interessierten Beobachters hat.

Stellen Sie sich nun vor, dass diese Triade – Riad, Teheran, Ankara – eng mit Russland, Indien, China (dem eigentlichen Kern der BRICS) und schließlich in der SCO zusammenarbeitet, in der der Iran bisher das einzige westasiatische Land ist, das als Vollmitglied aufgenommen wurde.
Der strategische Schlag für das Imperium wird gewaltig ausfallen. Die Diskussionen, die zu BRICS+ führen, konzentrieren sich auf den anspruchsvollen Weg zu einer rohstoffgestützten Weltwährung, die die Vorherrschaft des US-Dollars umgehen kann.

Mehrere miteinander verknüpfte Schritte deuten auf eine zunehmende Symbiose zwischen BRICS+ und SCO hin. Die Mitgliedsstaaten der SCO haben sich bereits auf einen Fahrplan geeinigt, um den Handel in nationalen Währungen bei gegenseitigen Abrechnungen schrittweise zu erhöhen.
Die State Bank of India – der wichtigste Kreditgeber des Landes – eröffnet spezielle Rupienkonten für den Handel mit Russland.
Russisches Erdgas für die Türkei wird zu 25 Prozent in Rubel und türkischer Lira bezahlt, zusammen mit einem 25-prozentigen Rabatt, den Erdogan persönlich von Putin verlangt hat.
Die russische Bank VTB hat Geldtransfers nach China in Yuan eingeführt und umgeht damit SWIFT, während die Sberbank begonnen hat, Geld in Yuan zu verleihen. Der russische Energieriese Gazprom hat mit China vereinbart, dass die Zahlungen für Gaslieferungen zu gleichen Teilen in Rubel und Yuan erfolgen sollen.
Der Iran und Russland vereinheitlichen ihre Bankensysteme für den Handel in Rubel/Rial.
Die ägyptische Zentralbank will einen Index für das Pfund einführen – über eine Gruppe von Währungen plus Gold – um die nationale Währung vom US-Dollar abzulösen.
Und dann ist da noch die TurkStream-Saga.

Das Geschenk der Gasdrehscheibe
Ankara versucht seit Jahren, sich als privilegierte Ost-West-Gasdrehscheibe zu positionieren. Nach der Sabotage des Nord Streams hat Putin es auf dem Silbertablett serviert, indem er der Türkei die Möglichkeit anbot, die russischen Gaslieferungen an die EU über einen solchen Knotenpunkt zu erhöhen. Das türkische Energieministerium erklärte, dass Ankara und Moskau bereits eine grundsätzliche Vereinbarung getroffen haben.

In der Praxis bedeutet dies, dass die Türkei den Gasfluss nach Europa nicht nur aus Russland, sondern auch aus Aserbaidschan und einem großen Teil Westasiens, vielleicht sogar aus dem Iran, sowie aus Libyen in Nordostafrika kontrolliert. LNG-Terminals in Ägypten, Griechenland und der Türkei selbst könnten das Netz vervollständigen.

Russisches Gas wird über die Pipelines TurkStream und Blue Stream transportiert. Die Gesamtkapazität der russischen Pipelines beträgt 39 Milliarden Kubikmeter pro Jahr. TurkStream war ursprünglich als viersträngige Pipeline mit einer Nennkapazität von 63 Millionen Kubikmetern pro Jahr geplant. Bislang sind nur zwei Stränge mit einer Gesamtkapazität von 31,5 Milliarden Kubikmetern gebaut worden.

Theoretisch ist eine Erweiterung also mehr als machbar – mit der gesamten Ausrüstung, die in Russland hergestellt wird. Das Problem ist einmal mehr die Verlegung der Rohre. Die erforderlichen Schiffe gehören der Schweizer Allseas-Gruppe – und die Schweiz ist Teil des Sanktionswahns. In der Ostsee wurden russische Schiffe eingesetzt, um den Bau von Nord Stream 2 abzuschließen. Aber für eine Erweiterung von TurkStream müssten sie viel tiefer im Meer operieren.

TurkStream wäre nicht in der Lage, Nord Stream vollständig zu ersetzen, da es viel kleinere Mengen transportiert. Der Vorteil für Russland ist, dass es nicht vom EU-Markt verdrängt wird. Offensichtlich würde Gazprom die beträchtlichen Investitionen für eine Erweiterung nur dann in Angriff nehmen, wenn es unumstößliche Garantien für die Sicherheit der Leitung gibt. Und es gibt den zusätzlichen Nachteil, dass die Erweiterung auch Gas von Russlands Konkurrenten transportieren würde.

Was auch immer geschieht, Tatsache ist, dass die US-amerikanisch-britische Combo immer noch großen Einfluss auf die Türkei ausübt – und BP, Exxon Mobil und Shell zum Beispiel sind Akteure bei praktisch jedem Ölförderprojekt in Westasien. Sie würden sich also mit Sicherheit in die Funktionsweise des türkischen Gasdrehkreuzes einmischen und auch den Gaspreis bestimmen. Moskau muss all diese Variablen abwägen, bevor es sich auf ein solches Projekt einlässt.

Die NATO wird natürlich wütend sein. Aber unterschätzen Sie niemals den Hedging-Spezialisten Sultan Erdogan. Seine Liebesgeschichte mit den BRICS und der SCO hat gerade erst begonnen.

30. Oktober 2022

Publizierte US-Archivalien über Stepan Bandera, zur deutschen Finanzierung des ukrainischen Nationalismus seit 1917 und die antirussische US-Übernahme dieses Gehlen-Propaganda-Komplexes seit 1945

Zuhörer der Konferenz vom 15. Oktober 2022 über interimperialistische Zusammenstöße in der Ukraine seit dem Ende des 19. Jahrhunderts (direkter Link hier:  https://youtu.be/19iN-lznZaY ) baten um Klärung der zitierten Werke (Autoren und Titel nicht immer ausreichend verständlich):

Siehe insbesondere die Dissertation, essential, des deutsch-polnischen Forschers Grzegorz Rossolinski-Liebe :

Stepan Bandera, The Life and Afterlife of a Ukrainian Nationalist. Fascism, Genocide and Cult, Stuttgart, ibidem Press, 2014 (sa thèse) et

« Debating, obfuscating and disciplining the Holocaust: Post-Soviet historical discourses on the OUN-UPA and other Nationalist movements », East European Jewish Affairs, vol. 42, n° 3, December 2012, p. 199-241, en ligne (« The OUN and Ethnic and Political Violence During and Ater the Second World War », p. 201-204), article qui résume la thèse

Christopher Simpson, Blowback. America’s recruitment of Nazis and its effects on the Cold War, New York, Weidenfeld & Nicolson, 1988 (Der amerikanische Bumerang : NS-Kriegsverbrecher im Sold der USA, 1988), à paraître chez Delga, sous l’excellent titre allemand: Le boomerang américain : les criminels de guerre nazis à la solde des États-Unis, avec ma préface

Richard Breitman et Norman Goda, , Hitler’s Shadow : Nazi War Criminals, US Intelligence and the Cold War, National Archives, 2010, http://www.archives.gov/iwg/reports/hitlers-shadow.pdf, dont le stupéfiant chapitre 5 « Collaborators : Allied intelligence and the Organization of Ukrainian Nationalists », p. 73-97. Traduction française récente, que je ne connais pas, À l’ombre d’Hitler, préface d’Éric Branca, Éditions Jean-Cyrille Godefroy, 2022

Charles Bloch, Le IIIè Reich et le monde, Paris, Imprimerie nationale, 1986

Fritz Fischer, ressortissant de RFA, ancien nazi nommé professeur à l’université de Hambourg en 1942, remarquable spécialiste des Buts de guerre de l’Allemagne impériale 1914-1918 ‑‑ traduction, très adoucie-censurée, du titre clair « La recherche de la puissance mondiale » Griff nach der Weltmacht, 1961, qui a fait scandale dans l’Allemagne d’Adenauer (et bien au-delà)

Raùl Hilberg, La destruction des juifs d’Europe, Paris, Gallimard, 1991, 2 vol.

Gregor Mitrovich, Undermining the Kremlin : America’s strategy to subvert the Soviet Bloc, 1947-1956, Ithaca, Cornell University Press, 2009 (1e édition 2000)

Lacroix-Riz, Le Vatican, l’Europe et le Reich, Le choix de la défaite, Paris, Armand Colin, 2010

Aux origines du carcan européen, 1900-1960. La France sous influence allemande et américaine, Paris, Delga-Le temps des cerises, 2016

Bibliographie, surtout anglophone, sur la ligne Curzon, https://en.wikipedia.org/wiki/Curzon_Line, très succincte dans https://fr.wikipedia.org/wiki/Ligne_Curzon

Nicht erwähnt, aber wichtig, sogar unverzichtbar:

Sigmund Diamond, Compromised Campus : the collaboration of Universities with the Intelligence Community, 1945-55, New York, Oxford University Press, 1992, sur l’embauche des Européens de l’Est collaborationnistes, ex-soviétiques ou non, dans les universités américaines, dont Nicolas Poppe (dont j’ai écorché le nom pendant la conférence)

Uki Goñi, The Real Odessa : smuggling the Nazis to Perón’s Argentina, London, Granta Books, 2002, traduction, La véritable opération Odessa, La fuite des nazis vers l’Argentine, Paris, Delga, 2021

Richard Aldrich, The hidden hand : Britain, America, and Cold War secret intelligence, London, John Murray, 2001

Benjamin Tromly, Cold War Exiles and the CIA. Plotting to free Russia, Oxford, Oxford University Press, 2019.

Stewart A. Stehlin, Weimar and the Vatican 1919-1933, German-Vatican Diplomatic Relations in the Interwar Years, Princeton, Princeton University Press, 1983

Douglas Tottle, pionnier pas cité sur le nazisme dans l’Ukraine uniate, Fraud, Famine and Fascism. The Ukrainian Genocide Myth from Hitler to Harvard, Toronto, Progress Book, 1987, ouvrage en ligne

Hansjakob Stehle, Eastern Politics of the Vatican 1917-1979, Athens, Ohio, 1981

Alle weiteren Literaturhinweise finden sich in:

meinem Beitrag zu dem bei Delga erschienenen Buch Russland ohne Scheuklappen, Paris, 2022, „Dominant imperialisms in Ukraine from before 1914 to the German-American Rescue-Recycling of Banderist War Criminals (1890-1990)“, p. 145-169,

Das bereits erwähnte Vorwort zu Christopher Simpson, Blowback.

30. Oktober 2022

Hinweise für einen Plan einen atomaren Blitzangriff auf den Kreml auszuführen? – Von Eric Zuesse

Alexander Mercouris titelte am 29. Oktober: „Biden bringt die Welt leise dem Armageddon näher. Finnland ist bereit, Atomwaffen aufzunehmen“, und erörterte den Plan der USA, Russland in eine Falle zu locken, indem sie ihre Atomraketen etwa 500 Meilen oder 7 Minuten Flugentfernung vom Kreml positionieren, ein „Schachmatt“ (eine Enthauptung des russischen Zentralkommandos, so dass Russland nicht genug Zeit hat, seine Vergeltungsraketen zu starten) und die Kapitulation Russlands zu fordern (da das russische Zentralkommando unmöglich in der Lage wäre, die Situation innerhalb von nur 7 Minuten zu beurteilen und seine Raketen zu starten).

Es gibt eine Vorgeschichte zu diesem Plan, und die Entscheidung der US-Regierung, so vorzugehen, scheint um das Jahr 2006 herum getroffen worden zu sein, als die beiden renommiertesten akademischen Fachzeitschriften für nationale Sicherheit, Foreign Affairs und National Security, beide (wenn auch sehr taktvoll) empfahlen, die Idee (eigentlich eine Meta-Strategie) der „Mutually Assured Destruction“ oder „M.A.D.“ (dass Atomwaffen nur existieren, um einen Dritten Weltkrieg zu verhindern) durch die neue US-Metastrategie der „Nuklearen Vorherrschaft“ zu ersetzen – damit die USA sie anwenden wird, um einen Atomkrieg, den Dritten Weltkrieg, gegen Russland zu gewinnen. Die Positionierung dieser Raketen in der Ukraine sollte der Weg dazu sein, aber da dies nun immer unwahrscheinlicher wird, soll Finnland (die dem Kreml am zweitnächsten gelegene Nation) diese Funktion übernehmen (falls der türkische Präsident Tayyip Erdogan dem Land die Aufnahme in die NATO gestattet, was seine verhängnisvollste Entscheidung überhaupt sein wird).

Dann, am 1. März 2017, veröffentlichten zwei führende US-Experten für Atomwaffenkontrolle im Bulletin of the Atomic Scientists, dass ein neuer Typ von Nuklearzünder, der in US-Raketen installiert wurde, „genau das erzeugt, was man erwarten würde, wenn ein nuklear bewaffneter Staat die Fähigkeit hätte, einen Atomkrieg zu führen und zu gewinnen, indem er seine Feinde mit einem überraschenden Erstschlag entwaffnet.“ Es wird erwartet, dass dieser Schlag nun von Finnland und nicht mehr von der Ukraine ausgeht.

Am 28. Oktober meldete der russische Nachrichtensender RT News: „Biden macht einen Rückzieher beim Atomversprechen: The Pentagon has failed to impose a limit on use of the atomic option despite president’s promise“, und berichtete, dass Präsident Biden seine Politik aufgrund von Ratschlägen des Pentagons geändert habe, die besagen, dass Amerika die Option haben muss, einen Atomkrieg mit Russland zu beginnen – und nicht nur, um auf einen solchen von Russland zu reagieren. Russlands Politik des nuklearen Ersteinsatzes ist sehr klar – und ist KEINE russische Version der amerikanischen Nuclear-Primacy-Politik:

Es gibt vier Szenarien, in denen sich Russland das Recht vorbehält, Atomwaffen einzusetzen, d.h. über die nukleare Abschreckung hinauszugehen.

1. die Erlangung zuverlässiger Informationen über den Start ballistischer Raketen, die Russland angreifen;

2. der Einsatz von Kernwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen gegen Russland;

3. einige Einschläge auf Objekte, deren Versagen zur Unterbrechung der Reaktion der Nuklearstreitkräfte führen wird;

4. eine Aggression gegen Russland unter Einsatz konventioneller Waffen, wenn die Existenz des Staates selbst bedroht ist.

Natürlich besteht auch die Möglichkeit, dass sich die Situation in der Ukraine zu einer Situation entwickelt, in der die Bedingung Nr. 4 der Auslöser für einen russischen Erstschlag gegen die USA und Verbündete sein könnte. Aber das scheint jetzt weniger wahrscheinlich als ein Erstschlag der USA von Finnland aus. (Außerdem: Finnland war Teil von Hitlers Operation Barbarossa, dem Überfall auf die Sowjetunion – es war mit Hitler verbündet. Diesmal würde es sich mit Biden verbünden).

30. Oktober 2022

Norwegischer Premierminister für Wiederaufnahme der Kontakte mit Russland: „Isolation führt zu nichts Gutem“ Oslo weist „Kriegsgewinnler“-Vorwurf zurück und sagt, hohe Energiepreise „schaden auch Norwegen“.(infobrics.org)

https://infobrics.org/post/36915

Der norwegische Ministerpräsident Jonas Gahr Store sagte, die westlichen Länder sollten Russland nicht isolieren und stattdessen eine direkte Kommunikation mit Moskau aufnehmen, um die außerordentlich schwierige Situation in der Ukraine zu lösen. Norwegen, ein NATO-Mitglied, ist jedoch auch eines der führenden Länder, die sich Russland durch Sanktionen und Unterstützung des ukrainischen Militärs widersetzen.

„Es ist nicht gut, Russland zu isolieren. Es ist beunruhigend, dass wir heute so wenig Kontakte und direkte Kommunikation mit Russland haben“, sagte Store am 25. Oktober vor dem norwegischen Parlament.

Diese Aussage ist umso überraschender, als Norwegen der Ukraine 4.000 M72-Panzerabwehrwaffen, ein Flugabwehrsystem, 22 Panzerartilleriefahrzeuge, Langstreckenraketen und gepanzerte Fahrzeuge geschenkt hat. Norwegen wird auch das Mikrodrohnensystem Black Hornet und Hellfire-Raketen spenden und ukrainische Soldaten in Großbritannien ausbilden.

Obwohl Norwegen wie Washington und Brüssel die Ukraine unterstützt und sich Moskau gegenüber feindselig verhält, setzt sich in Oslo vielleicht die Erkenntnis durch, dass der Krieg nicht damit endet, dass das ukrainische Militär Donezk, Cherson, Luhansk und Saporoschje von Russland einnimmt. Die einzige realistische Option, die bleibt, ist die Forderung nach direkter Kommunikation mit Russland, die der Westen in dem Irrglauben unterbunden hat, dass anhaltende Isolation und wirtschaftlicher Druck Moskau zum Einlenken und zur Beendigung seiner militärischen Operationen in der Ukraine bewegen würden.

Dies war natürlich ein naiver Glaube, da der Kreml seit Jahren versucht, die Situation im Donbass durch Verhandlungen und Gespräche zu lösen, was Kiew mit Unterstützung des Westens nie unterstützt hat. Moskau war gezwungen, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, um die russischsprachige Minderheit vor der faschistischen Politik Kiews zu schützen. Obwohl Moskau den militärischen Weg eingeschlagen hat, ist es nach wie vor offen für einen ehrlichen und offenen Dialog, aber natürlich mit anderen Forderungen, da sich die Situation vor Ort deutlich verändert hat.

Nach Ansicht des norwegischen Premierministers untergräbt der fehlende Dialog mit Moskau die Möglichkeit, eine friedliche Lösung in der Ukraine zu erreichen. Er fügte hinzu, dass die derzeitige politische Situation die schwierigste seit dem Zweiten Weltkrieg sei, und auch aus diesem Grund müssten die Kommunikationskanäle wieder geöffnet werden.

Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Westen wiederholt gewarnt, dass Russland nicht isoliert werden dürfe. Dies spiegelt sich in der Tatsache wider, dass sich mehrere große Länder, darunter China, Indien und Brasilien, lautstark gegen die Verhängung einseitiger Sanktionen gegen Moskau ausgesprochen und die Fortsetzung des Dialogs im Interesse einer friedlichen weltweiten Entwicklung gefordert haben.

Die Sanktionen gegen Russland haben zu einer Störung von Logistik- und Finanzoperationen und zu einem weltweiten Anstieg der Energiepreise geführt, was viele europäische Regierungen dazu veranlasst hat, Notmaßnahmen zu ergreifen. Gleichzeitig sucht Brüssel nach Alternativen zu russischem Erdgas, da es sich verpflichtet hat, seine Abhängigkeit von Energielieferungen aus Russland zu beenden, wodurch Norwegen für die EU noch wichtiger wird.

Das skandinavische Land ist inzwischen der führende Erdgaslieferant der EU und hat Russland überholt. Man darf nicht vergessen, dass die Leckagen der Nord Stream-Pipelines mit der Eröffnung einer neuen Pipeline von Norwegen nach Polen einhergingen. Obwohl Norwegen als Retter für das von Energieproblemen geplagte Europa gepriesen wird, steht es in der Kritik, im Wesentlichen Kriegsgewinnler zu sein.

„Es steht außer Frage, dass die Folgen des Krieges Norwegen reicher gemacht haben. Der Staat ist ein wichtiger Akteur in der Öl- und Gasindustrie. Insgesamt rechnet Oslo in diesem Jahr mit Einnahmen in Höhe von 109 Milliarden Dollar aus dem Erdölsektor – 82 Milliarden Dollar mehr als im Jahr 2021. Ein Großteil davon wird in den Staatsfonds des Landes fließen, einen nationalen Notgroschen im Wert von mehr als 1 Billion Dollar“, berichtet die Washington Post.

Andreas Bjelland Eriksen, Staatssekretär im Ministerium für Energie und Erdöl, bestritt, dass Norwegen vom Krieg profitiert, und betonte, dass die hohen Energiepreise „auch Norwegen schaden“. Er wies darauf hin, dass die Gasexporte nach Europa im Vergleich zum Vorjahr um 8 Prozent gestiegen sind. „Europa sieht das, und es sieht, dass wir ein guter Partner sind“, fügte Eriksen hinzu.

Auf diese Weise ist Norwegen im Grunde ein großer Gewinner des Krieges in der Ukraine, da es nun trotz astronomischer Preise zum Hauptlieferanten von Erdgas nach Europa geworden ist. Dies spiegelt sich jedoch nicht im Leben der normalen Bürger wider, da Norwegen nicht vor den Auswirkungen der sich selbst sabotierenden Anti-Russland-Sanktionen gefeit ist.

Zusätzlich zu den höheren Stromrechnungen, die jeden Monat eingehen, müssen die Norweger auch für fast alles andere höhere Preise bezahlen. Das staatliche Statistikamt SSB (Statistics Norway) meldete kürzlich einen Anstieg der Transportkosten um 11,3 Prozent, einen Anstieg von 12,1 Prozent bei Lebensmitteln und alkoholfreien Getränken, einen Anstieg von 8,7 Prozent bei Hotel- und Restaurantrechnungen und einen Anstieg von 7,6 Prozent bei den Preisen für Haushaltsgegenstände und Wartung. Auch die größte norwegische Bank, DNB, berichtete, dass ihre Kunden jetzt viel weniger Geld für teure Dinge ausgeben.

Aus diesem Grund wünscht sich Norwegen trotz der Rekordgewinne im Energiesektor eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Moskau, um die Krise bei den Lebenshaltungskosten und in anderen Wirtschaftssektoren zu mildern. Oslo selbst trägt jedoch wenig zu den Friedensbemühungen bei, da es die antirussischen Sanktionen aufrechterhält und weiterhin das ukrainische Militär ausbildet, finanziert und beliefert.

30. Oktober 2022

Russischer Diplomat fordert USA auf, alle im Ausland stationierten Atomwaffen zurückzubringen

Der russische Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, rief die US-Behörden auf, alle im Ausland stationierten Atomwaffen in ihr Heimatland zurückzubringen. Antonow unterstrich, alle Nuklearwaffen Russlands werden im Land gelagert und bedrohen die USA nicht.

Anatoli Antonow, der russische Botschafter in den Vereinigten Staaten, hat am 28. Oktober zum Ausdruck gebracht, dass Washington alle von den Vereinigten Staaten im Ausland stationierten Atomwaffen auf das Territorium der USA zurückbringen sollte. Der hochrangige Diplomat betonte, in der „gegenwärtigen Zeit der Spannungen und erhöhten Risiken“ hätten die Atomwaffenstaaten eine besondere Verantwortung, eine Eskalation zu verhindern. Wörtlich hieß es:
„In diesem Zusammenhang fordere ich Washington erneut auf, alle im Ausland stationierten Atomwaffen auf nationales Territorium zurückzubringen und die ausländische Infrastruktur für deren Lagerung und Wartung zu eliminieren.“

Überdies sollten die USA die Praxis des Einsatzes nuklearer Munition mit Nichtkernwaffenstaaten im Rahmen „gemeinsamer Nuklearmissionen“ der NATO beenden, so Antonow. Dies widerspreche den Grundprinzipien des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen, hieß es weiter.

Damit nahm der russische Diplomat Stellung zu einem Artikel von Politico, wonach die USA die Lieferfrist der ersten modernisierten B61-12-Atombomben nach Europa verkürzen könnten. Nach Ansicht des russischen Botschafters seien die B61-12 aufgrund ihrer Nähe zu den russischen Grenzen von strategischer Bedeutung, obwohl ihre Leistung begrenzt sei und „die Amerikaner versuchen, sie als taktische Klasse einzustufen“. Antonow unterstrich, dass Russlands Waffenarsenal einer ähnlichen Klasse keine Bedrohung für die USA darstelle:
„Alle unsere TNWs (taktische Nuklearwaffen – Anm. d. Red.) befinden sich in zentralen Lagern auf russischem Territorium und können keine Bedrohung für die Vereinigten Staaten darstellen.“

Die B61-12 kann im freien Fall und im Korrekturmodus vom strategischen Bomber B2, von den Jagdbombern F-15, F-16 und PA-200 Tornado sowie von den „zukünftigen Flugzeugplattformen F-35, B-21 und F/A-18F“ aus eingesetzt werden.

Ende September erklärte Wladimir Putin in einer Ansprache an die russischen Bürger, dass der Westen mit „seiner antirussischen Rhetorik“ eine Grenze überschritten und zu einer nuklearen Erpressung gegriffen habe. Der russische Außenminister Sergei Lawrow teilte seinerseits mit, dass die Gefahr eines Atomkriegs beträchtlich sei, betonte jedoch, dass Moskau grundsätzlich den Einsatz solcher Waffen ablehne.

30. Oktober 2022

Der „Krieg gegen den Terror“ wird wohl demnächst Europa treffen – Von Pepe Escobar (presstv.ir)

Das Imperium wird sein Lieblingsprojekt, die Ukraine, verlieren. Aber es wird niemals akzeptieren, den europäischen „Garten“ aufgeben zu müssen. Europa droht zu einem neuen Syrien zu werden. Die Zerstörung der Ostseepipelines war nur ein erster Vorgeschmack.

Man soll niemals ein verwundetes und zerfallendes Imperium unterschätzen, das in Echtzeit vor aller Augen zusammenbricht. Die Funktionäre des Imperiums, selbst in „diplomatischer“ Funktion, verkünden weiterhin dreist, dass ihre außergewöhnliche Kontrolle über den Rest der Welt zwingend weiterhin erforderlich sei. Denn wenn diese Kontrolle nicht mehr gegeben ist, dann könnten Konkurrenten die Weltbühne betreten und sich in jenes Rampenlicht drängen, auf das die US-Oligarchie derzeit das Monopol hat. Diese Vorstellung ist für das Imperium natürlich ein absoluter Horror.

Der imperiale Modus operandi gegen geopolitische und geoökonomische Konkurrenten bleibt derweil derselbe: eine Lawine von Sanktionen, Embargos, Wirtschaftsblockaden, protektionistische Maßnahmen, Kultur-Boykotte, militärische Aufrüstung der Nachbarländer des Gegners und permanente Drohungen. Vor allem aber eine kriegstreibende Rhetorik, wie sie derzeit auf Hochtouren betrieben wird.

Der Hegemon mag zumindest in diesem Bereich „transparent“ sein, weil er immer noch ein massives internationales Netzwerk von Institutionen, Finanzinstitutionen, Politikern, Konzernvorständen, Propaganda-Agenturen und die Industrie der Popkultur kontrolliert. Daher diese vermeintliche Unverwundbarkeit, die diese Unverschämtheit hervorbringt.

Panik im „Garten“

Mit der Zerstörung von Nord Stream 1 (NS1) und Nord Stream 2 (NS2) – jeder weiß, wer dahinter steckt, aber der Verdächtige darf nicht genannt werden – wurde das zweigleisige imperiale Projekt, billige russische Energie sowohl von Europa als auch von der deutschen Wirtschaft zu kappen, auf die nächste Stufe gehoben. Aus imperialer Sicht wäre die ideale Nebenhandlung die Entstehung eines von den USA kontrollierten Intermarium – einer Konföderation von Staaten von der Ostsee über die Adria bis hin zum Schwarzen Meer unter der Führung Polens – das eine Art neue Hegemonie in Europa ausübt, im Geiste der Drei-Meere-Initiative. Aber so, wie es aussieht, bleibt das ein feuchter Traum.

Bei der zwielichtigen „Untersuchung“ dessen, was wirklich mit NS1 und NS2 passiert ist, wurde Schweden als „Der Aufräumer“ gecastet, als wäre man in einer Fortsetzung von Quentin Tarantinos Krimi „Pulp Fiction“, weshalb die Ergebnisse dieser „Untersuchung“ nicht mit Russland geteilt werden dürfen. „Der Aufräumer“ war da, um alle belastenden Beweise zu beseitigen.

Was Deutschland betrifft, so hat es bereitwillig die Rolle des Sündenbocks übernommen. Berlin behauptete, es habe sich um Sabotage gehandelt, vermied es jedoch zu benennen, wer diese durchgeführt haben könnte. Das alles ist eigentlich so unheimlich, wie es nur geht, denn Schweden, Dänemark und Deutschland und die ganze EU wissen, dass, wenn man das Imperium öffentlich konfrontieren würde, das Imperium zurückschlagen und einen Krieg auf europäischem Boden anzetteln wird. Hier geht es um Angst – und damit meine ich nicht Angst vor Russland.

Das Imperium kann es sich einfach nicht leisten, seinen „Garten“ zu verlieren. Und die Eliten des „Gartens“, mit einem IQ, der gerade mal über Raumtemperatur liegt, wissen, dass sie es mit einem psychopathischen Serienmörder zu tun haben, der einfach nicht zu besänftigen ist.

Unterdessen deutet die Ankunft von General Winter in Europa auf einen sozioökonomischen Abstieg in ein Tal der Dunkelheit hin – noch vor wenigen Monaten undenkbar im vermeintlichen „Garten“ der Menschheit, weit weg von den Gefahren des „Dschungels„. Aber ab jetzt findet die Barbarei im eigenen Hause statt und die Europäer können sich dafür beim amerikanischen „Verbündeten“ bedanken, der gekonnt die ängstliche, unterwürfige EU-Elite manipuliert hat.

Viel gefährlicher ist jedoch ein Gespenst, das nur wenige erkennen können: die bevorstehende Syrisierung Europas. Das wird eine direkte Folge des NATO-Debakels in der Ukraine sein. Aus imperialer Sicht sind die Aussichten auf dem ukrainischen Schlachtfeld düster. Russlands spezielle militärische Sonderoperation ist nahtlos in eine Antiterror-Operation übergegangen: Moskau betrachtet Kiew nun offen als ein terroristisches Regime. Die Schmerzskala steigt schrittweise an, mit präzisen Schlägen gegen die ukrainische Energieinfrastruktur, die Kiews Wirtschaft und sein Militär völlig lahmlegen werden. Und im Dezember kommt ein gut ausgebildetes und hoch motiviertes Kontingent von mobilisierten Reservisten an der Front an.

Die einzige offene Frage betrifft den Zeitplan. Moskau ist jetzt dabei, das Regime in Kiew langsam aber sicher zu enthaupten und damit letztendlich die „Einheit“ der NATO zu zerschlagen. Der Prozess der Folterung der EU-Wirtschaft geht unerbittlich weiter und die wirkliche Welt außerhalb des kollektiven Westens – der globale Süden, von Afrika über Lateinamerika bis Asien – steht auf Seiten Russlands.

Es ist Moskau – und bezeichnenderweise nicht Peking –, das die hegemonial geprägte „regelbasierte internationale Ordnung“ auseinanderreißt. Und in Abstimmung mit China, dem Iran und wichtigen eurasischen Akteuren arbeitet Russland daran, alle von den USA kontrollierten internationalen Organisationen endgültig außer Dienst zu stellen, während der globale Süden praktisch immun geworden ist gegen die Ausbreitung psychologischer Einflussnahme durch die NATO.

Die Syrisierung Europas

Auf dem ukrainischen Schlachtfeld ist der Kreuzzug der NATO gegen Russland zum Scheitern verurteilt – auch wenn an mehreren Frontabschnitten bis zu 80 Prozent der dort kämpfenden Truppen aus NATO-Personal bestehen. Wunderwaffen wie HIMARS sind dünn gesät und abhängig vom Ergebnis der US-Zwischenwahlen wird die weitere Bewaffnung der Ukraine ab 2023 wohl nachlassen. Die Ukraine könnte bis zum Frühjahr 2023 auf ein verarmtes schwarzes Loch reduziert worden sein, das nur noch aus dem Rumpf seiner bisherigen Existenz besteht. 

Der imperiale Plan A bleibt die Afghanisierung der Ukraine: eine Armee von Söldnern zu betreiben, die in der Lage ist, die Russische Föderation gezielt zu destabilisieren und/oder zu terrorisieren. Parallel dazu bleibt Europa mit amerikanischen Militärstützpunkten übersät. All diese Stützpunkte könnten die Rolle als Stützpunkte für diesen Terror übernehmen – ganz ähnlich wie in Syrien, in al-Tanf und am östlichen Euphrat. Die USA verloren zwar den langen Stellvertreterkrieg in Syrien, wo sie Dschihadisten gegen die Regierung von Baschar al-Assad instrumentalisierten, wurden aber immer noch nicht vollständig aus dem Land vertrieben.

In diesem Prozess der Syrisierung Europas könnten US-Militärstützpunkte zu idealen Zentren werden, in denen Truppen aus osteuropäischen Emigranten konzentriert und/oder „trainiert“ werden, deren einzige Verdienstmöglichkeit – abgesehen von Drogengeschäften und Organhandel –, darin bestehen wird, als imperiale Söldner zu dienen, die gegen jedes Aufflammen zivilen Ungehorsams eingesetzt werden können, der in einer zusehends verarmenden EU auftauchen wird. Es versteht sich von selbst, dass diese „Neue Modell-Armee“ von den Eurokraten in Brüssel – die lediglich der öffentlichkeitswirksame Arm der NATO sind – vollständig unterstützt werden wird.

Eine deindustrialisierte EU, eingebettet in mehrere Schichten einer toxischen Zwischenkriegsperiode, in der die NATO die bewährte Rolle des Robocop spielt, ist das perfekte Mad-Max-Szenario, das dem gegenübersteht, was zumindest in den Träumereien der amerikanischen Neokonservativen eine Insel des Wohlstands wäre: die US-Wirtschaft als idealer Hafen für globales Kapital, einschließlich europäischen Kapitals.

Das Imperium wird sein Lieblingsprojekt, die Ukraine, verlieren. Aber es wird niemals akzeptieren, den europäischen „Garten“ aufgeben zu müssen.

Pepe Escobar ist ein altgedienter Journalist, Autor und unabhängiger Analyst für Geopolitik, dessen Fokus auf Eurasien liegt.

Dieser Artikel echien zuerst auf englischer Sprache bei presstv.ir.

30. Oktober 2022

Harri Gruenberg über grünlackierte Kriegstreiber

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Einige grünlackierte bellezistische Schnösel*innen ( hiermal gegendert) wollen mir den Mund verbieten

Dazu sage ich: ich bin israelischer Staatsbürger und sage das was auch israelische Regierung in diesem Konflikt sagt nein zu Sanktionen nein zu Waffenlieferungen Diplomatie muss her.

Ich bin mit der Regierung Israels hier einer Meinung obwohl ich die Besatzungspolitik Israels gegen die Palästinenser verurteile. Es gibt einen weiteren Grund warum Israel die Ukraine trotz des enormen Druckes der USA die Ukraine nicht unterstützt, das ist der faschistisch Bandera Kult in der Ukraine. Israel hat dagegen mehrmals protestiert und jüngst Melniks Aussagen über israelischen Holocaust Revisionismus scharf verurteilt.

Es geht hierbei darum, dass der Faschistenfreund Melnik bestreitet das Bandera an der Seite der in Kollaboration mit den Nazis hunderttausende ukrainische Juden liquidierte. Auch über die Rede von Zelensky in der Knesseth gab es stürmische Empörung in Israel als er als Jude das russische Vorgehen in der Ukraine mit dem Holocaust verglich. Das wurde scharf zurückgewiesen. Da sieht man was für eine Marionette Zelensky in den Händen jener ist, die die reale Macht in der Ukraine haben. Da muss er seine jüdische Identität verleugnen. Denn auch seine Familie hat Opfer durch die Bandera Banditen zu beklagen.

Trotz des faschistischen Tiefenstaates der in der Ukraine herrscht, besitzen linke Politiker die immer wieder ihre Solidarität mit Israel bekunden die Frechheit Waffen für die Ukraine zu fordern und jubeln der Forderung zu, Russland müsse besiegt werden. In Israel wird die Befreiung Ausschwitz durch die Rote Armee wachgehalten. In Israel wurde im Beisein von Putin eine Gedenkstätte über die Befreiung Ausschwitz durch die Rote Armee eingeweiht. In meiner persönlichen Geschichte sagte mir mein Vater immer wieder, vergesse niemals wer Ausschwitz errichtete und wer Ausschwitz befreite. Mein Vater hatte immer eine große Dankbarkeit der Roten Armee gegenüber. Eine solche vermisse ich bei den grünlackierten Bellizisten.

Den Grünlackierten Kriegstreibern gegenüber sage ich. Mal sehen ob die Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches sich wagen einen israelischen Staatsbürger wegen dessen Meinung zum Krieg zu kriminalisieren. Selbst während und nach dem Jomkipur Krieg 1973 durfte ich in der israelischen Armee eine abweichende Meinung zum Krieg äußern ohne Konsequenzen. Ich durfte sagen, dass der arabische Angriff folge der Besetzung arabischer Gebiete 1967 war, das war die Übernahme des Narrativ des sogenannten Feindes, war aber in Israel nicht kriminalisiert. Es machte mir zwar nicht viele Freunde, aber es war möglich ohne kriminalisiert zu werden.

ber die grünlackierten Kriegstreiber möchten kritische Meinungen ausgrenzen Hier zeigt sich im Grunde genommen, dass in den Köpfen jener der Antikommunismus und Russophobie sich fortsetzt die vom Grossvater zum Vater und Enkel im Familiennarrativ westdeutscher Familien fortlebte. Das ist ein echtes Problem zeigt es doch mangelnde Entnazifizierung. Fast genüsslich als historische Rache sind sie jetzt davon befreit, aus der Täter Rolle schlüpfen zu dürfen und darauf hinzuweisen schaut her die wahren Faschisten sitzen in Moskau. Dies nachdem ihre Großväter über 20 Millionen Sowjetmenschen umgebracht haben.

30. Oktober 2022

Ruslan Kotsaba, Pazifismus im Russland-Ukraine Konflikt / Joppel Reimer – Coop Anti-War Café Berlin

30. Oktober 2022

Daniel Davis, Oberstleutnant der US-Armee a.D. verlangt vom Weißen Haus eine Erklärung für die Entsendung von Truppen nach Europa

Der Veröffentlichung zufolge haben die USA trotz der Äußerungen von Präsident Biden, dass sie keine amerikanischen Truppen zum Kampf gegen die russische Armee in der Ukraine entsenden werden, 100.000 Soldaten in Osteuropa stationiert und ein US-Flugzeugträger führt Übungen in der Adria durch.

«Doch niemand in Washington oder Brüssel hat sich die Mühe gemacht, der US-Bevölkerung zu erklären, warum das so ist.» — fragt der Autor.

Davis kritisierte das Weiße Haus für das Schüren von Ängsten und stellte fest, dass eine Beteiligung der USA an dem Konflikt den nationalen Sicherheitsinteressen der USA zuwiderläuft und nur zu einer Eskalation und einem möglichen Atomkrieg führen wird.

«Wie ich bereits eingangs sagte, möchte ich noch einmal betonen, dass der Konflikt zwischen den Nachbarstaaten Russlands und der Ukraine in keiner Weise unsere nationale Sicherheit (oder die Sicherheit unseres NATO-Bündnisses) bedroht», fasst der Kolumnist zusammen.

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30. Oktober 2022

Ohne Prüfung oder Beweise des Gegenteils hat der Westen Russlands Befürchtung, die Ukraine könnte eine „schmutzige Bombe“ einsetzen, als „durchschaubare Lüge“ abgetan. (Hintergrund)

30. Oktober 2022

Dennis Kucinich: where are the pro-peace Democrats?

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