Aktionstag der Friedensbewegung 1. Oktober – Schriftwechsel zwischen Laura v. Wimmersperg (Moderatorin der Berliner Friedenskoordination) und dem Landesgeschäftsführer DIE LINKE, Berlin

Liebe Freundinnen, liebe Freunde,
ich hatte, wie immer, wenn wir eine größere Aktion vorhaben, an den Vorstand der Linkspartei wegen einer finanziellen Unterstützung für LKWs und Tontecnik geschrieben.
Wie Ihr dem Schreiben am Ende der Mail entnehmen könnt,  hat der Berliner Vorstand dies abgelehnt und begründet das mit unserem Aufruf. Ich habe drauf eine Erwiderung geschrieben. Diese und das Schreiben von der LINKEN gebe ich Euch hiermit zur Kenntnis.
Seid sehr herzlich gegrüßt
Laura 

An den
geschäftrsführenden Landesvorstand der Partei DIE LINKE,

Danke für Eure schnelle Antwort auf meine Bitte, mir Eure Entscheidung über unseren Finanzantrag mitzuteilen. Sie hat mich nicht überrascht.

In unserem Aufruf steht, was heute dringend gesagt werden muß. Wer das nicht tut, vielmehr, die kritisiert, die es tun, macht sich schuldig. Schuldig vor unserer Vergangenheit, aber vor allem gegenüber denen, die die Konsequenzen dieser Regierungspolitik zu spüren bekommen werden.

Ich erwarte von einer sich „links“ nennenden Partei, dass sie die Interessen unserer Bevölkerung gegenüber der Regierung vertritt – diese  notfalls  auch erkämpft – nicht aber, dass sie tatenlos danebensteht und zulässt wie eine verantwortungslose Regierung unsere Lebensbedingungen in Gefahr bringt, möglicherweise sie zerstört.

Die politischen Einschätzungen und Analysen, die wir als Berliner Friedenskoordination während unseres 42-jährigen Bestehens zu allen relevanten friedenspolitischen Ereignissen abgeben haben, und für die wir oft, wenn sie noch nicht populär waren, Prügel bezogen haben , haben sich alle im
nachherein als richtig erwiesen. Oft werden wir gefragt, woher wißt ihr, was ihr sagt, und wir  antworten,  wir lesen. Das empfehlen wir Euch auch. Es sei denn ihr bevorzugt für Eure Informationen Markus Lantz und co. 

Es grüßt Euch
Laura  v. Wimmersperg                                
(Moderatorin der Berliner Friedenskoordination)

Hier der Aufruf zum AKTIONSTAG DER FRIEDENSBEWEGUNG
http://www.frikoberlin.de/20221001/flyer.pdf

Am 22.09.2022 um 12:50 schrieb Sebastian Koch:

Liebe Laura,

der geschäftsführende Landesvorstand lehnt eine finanzielle Unterstützung im Angesicht eures formulierten Aufrufs ab. Das pauschale Ende der Sanktionen sowie die Zuschreibung als Aggressor in Richtung der Bundesregierung entspricht nicht der Haltung und Beschlusslage der LINKEN.

Wir werden also keine finanzielle Unterstützung leisten.

Beste Grüße

Sebastian

Sebastian Koch

Landesgeschäftsführer
DIE LINKE. Berlin

Kleine Alexanderstraße 28

10178 Berlin

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