Von westlichen Regierungen und der UN geduldete ukrainische Angriffe mit Drohnen und Raketenartillerie gegen das Atomkraftwerk Saporoschje

Russlands IAEO-Vertreter: Westen gegenüber Strahlensicherheit gleichgültig
Das Verhalten der westlichen Länder zeigt, dass ihnen die nukleare Sicherheit am Kernkraftwerk Saporoschje – gänzlich entgegen ihren eigenen Erklärungen – vollkommen gleichgültig sei. Diese Einschätzung teilte Michail Uljanow, Ständiger Vertreter Russlands bei internationalen Organisationen in Wien (und somit auch bei der Internationalen Atomenergieorganisation), am Freitag im Pressezentrum der internationalen Mediengruppe Rossija Sewodnja, als er den wiederholten Beschuss des AKW durch ukrainische Streitkräfte kommentierte:
„Die Position der westlichen Länder ist verwunderlich – oder vielleicht auch nicht mehr verwunderlich. Sie weigern sich im Wesentlichen, solche Handlungen zu verurteilen oder sich zumindest dafür einzusetzen, dass sie eingestellt werden. Ich denke, dass sie auch auf bilateralem Weg nicht allzu intensiv auf die Ukrainer einwirken. Das heißt, sie zeigen: Entgegen ihren Erklärungen und Behauptungen haben sie auf die Belange der nuklearen Sicherheit in Wirklichkeit gepfiffen.“


Sekretär des russischen Sicherheitsrates: Kiews Angriffe auf AKW Saporoschje auf Betreiben der USA
Der Sekretär des russischen Sicherheitsrates, Nikolai Patruschew, ist überzeugt, dass die ukrainischen Streitkräfte das Kernkraftwerk Saporoschje „auf Betreiben der Amerikaner“ angreifen. Diese Einsicht teilte er am Freitag beim 17. Treffen der Sicherheitsratssekretäre der Mitgliedsstaaten der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ):
„Auf Betreiben der US-Amerikaner greifen die Ukrainer unaufhörlich kritisch wichtige Infrastrukturobjekte des Kernkraftwerks Saporoschje an. Wenn sich [dort] eine technogene Katastrophe ereignet, werden deren Folgen in jedem Winkel der Welt zu spüren sein.“
Patruschew fügte hinzu, dass Provokationen von ähnlichem Grad an Zynismus von den USA und ihren „Vasallen“ regelmäßig organisiert werden.
Das Treffen der Sicherheitsratssekretäre findet im Vorfeld des Gipfeltreffens der SOZ-Staats- und Regierungschefs statt, das vom 15. bis 16. September im usbekischen Samarkand geplant ist.


Verwaltung des Gebiets Saporoschje lehnt Schaffung einer demilitarisierten Zone um das AKW ab
Der Vorschlag des UN-Generalsekretärs António Guterres über die Einrichtung einer demilitarisierten Zone um das Saporoschje-Atomkraftwerk sei unverantwortlich und könne nicht realisiert werden, erklärte das Mitglied des Hauptrats der Verwaltung des Gebiets Saporoschje Wladimir Rogow.

Zuvor hatte Guterres erklärt, dass das Kraftwerk demilitarisiert werden solle, indem Soldaten und Kriegsgerät das Kraftwerk verlassen und dort künftig nicht stationiert werden. Darauf bezugnehmend erklärte Rogow der Nachrichtenagentur RIA Nowosti:
„Das ist ausgeschlossen. Diese Erklärung ist verantwortungslos. Ein Atomkraftwerk ohne Schutz zu lassen, kann nur jemand vorschlagen, der die Risiken entweder nicht versteht oder sie versteht und eine Tragödie provozieren will.“
Rogow zufolge wäre eine konstruktive Maßnahme die Vereinbarung eines Waffenstillstands sowie eine Verhängung von militärischen und wirtschaftlichen Sanktionen für dessen Bruch. Er sagte:
„Sobald ein Waffenstillstand vereinbart wird und Selenskijs Militärs die schweren Folgen für dessen Bruch bewusst werden, wird es keine Probleme in und um das Atomkraftwerk geben.“
Das unter russischer Kontrolle stehende Saporoschje-Atomkraftwerk in der Stadt Energodar ist das leistungsfähigste Kernkraftwerk in Europa. Es war in den letzten Tagen von ukrainischen Truppen mehrmals unter Artilleriebeschuss genommen worden.


Moskaus Diplomaten in den USA: Anschuldigungen gegen Russland zum AKW Saporoschje „Breitfront-Verleumdung“ bei „Totschweigen der Fakten“
Die Vereinigten Staaten schrecken bei ihren pauschalen Erklärungen zur Lage um das Kernkraftwerk Saporoschje nicht vor unverhohlenen Lügen zurück, um Russland zu verleumden. Fakten der ukrainischen Angriffe mit Kamikaze-Drohnen, Rohr- und Raketenartillerie auf das Gelände des AKW und die Umgebung werden hingegen totgeschwiegen – und diese Angriffe setzt Kiew, hierdurch gedeckt und ermutigt, fortgesetzt. Dies geht aus einem am Donnerstag vom Pressedienst der russischen Botschaft in Washington veröffentlichten Kommentar hervor.

Quelle: Russia Today