https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-iaea/ 9.8.2022
07:50 Uhr
Moskau über Kiews Versuch, Beschuss des AKW Saporoschje auf Russland abzuwälzen:
„Gesunder Menschenverstand hat die ukrainische Führung endgültig verlassen“
Russland ist erstaunt über den Zynismus des ukrainischen Präsidenten Wladimir Selenskij, der russische Truppen beschuldigt, das Atomkraftwerk Saporoschje beschossen zu haben. Dies brachte Igor Wischnewezki, stellvertretender Direktor der Abteilung für Nichtverbreitung und Rüstungskontrolle des russischen Außenministeriums, am Montag auf der Konferenz zur Überprüfung des Kernwaffen-Nichtverbreitungsvertrags zum Ausdruck. Hier zitiert ihn die TASS:
„Der Zynismus der Äußerungen aus Kiew einschließlich der Aussage von Selenskij, dass russische Truppen das AKW Saporoschje angegriffen hätten, ist frappierend. Man hat den Eindruck, dass die derzeitige ukrainische Führung vom gesunden Menschenverstand vollends verlassen wurde. Sie versuchen alle davon zu überzeugen, dass russische Truppen sich selbst beschießen, denn gerade sie bewachen ja die Anlage jetzt. Gleichzeitig behaupten die Kiewer Propagandisten, dass angeblich ein Vertreter des russischen Staatskonzerns Rosatom diesen Beschuss koordiniere, um das AKW Saporoschje vom ukrainischen Energiesystem abzuschneiden.“
Weiteren Unmut äußerte der Diplomat über die Bereitwilligkeit, mit der westliche „Freunde“ der Kiewer Eliten derartige Behauptungen aufnehmen und weiterverbreiten:
„Solche ungeheuerlichen Lügen werden von den Sponsoren des Kiewer Regimes bereitwillig aufgegriffen. Etwa der Oberste Vertreter der EU für Außen- und Sicherheitspolitik Borrel hat erklärt, die EU verurteile insbesondere ‚Russlands militärische Aktivitäten rund um das AKW Saporoschje‘, da dies ‚ein weiteres Beispiel für die Missachtung internationaler Normen‘ sei. Ähnliche Spekulationen sind aus einer Reihe von europäischen Ländern zu vernehmen.“
Wischnewezkis ermahnte alle am Beschuss des Kernkraftwerks Beteiligten, schnellstens zur Vernunft zurückzufinden: „Man kann nur hoffen, dass das Verständnis für die kritische Situation und das Gefühl für die reale Gefahr die Oberhand über die politischen Neigungen gewinnen. Wir brauchen harte Forderungen an die Kiewer Behörden, direkt an Präsident Selenskij, damit die Angriffe auf die größte in Betrieb befindliche Nuklearanlage in Europa eingestellt werden“.
13:31 Uhr
Moskau: „Kiews Angriffe auf Saporoschje-Atomlager ist nuklearer Terrorismus“
Für mehrfachen Beschuss des Kernkraftwerks Saporoschje durch die ukrainischen Streitkräfte ist Kiew in harsche Kritik aus Russland geraten. Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums verursachte der Angriff im Kernkraftwerk einen Spannungssprung, der zu starker Rauchentwicklung führte. Der Angriff beschädigte vor allem auch die Hochspannungsleitung Kachowskaja, die die Regionen Saporischschja und Cherson mit Strom versorgt:
„Am 7. August verübte das Selenskij-Regime einen neuen Akt des Nuklearterrorismus gegen die Energieinfrastruktur des Kernkraftwerks Saporoschje, um eine humanitäre Katastrophe in den Gebieten Cherson und Saporoschje zu verursachen. Gegen 12:40 Uhr schossen ukrainische Einheiten der 44. Artilleriebrigade aus dem Gebiet des Dorfes Marganez am gegenüberliegenden Ufer des Kachowka-Stausees auf das KKW Saporoschje.“
Sollte sich im Kernkraftwerk Saporoschje ein Unfall ereignen, würde dies zu einer globalen, vom Menschen verursachten Katastrophe führen, die die Folgen der Katastrophen von Tschernobyl und Fukushima deutlich übertreffen würde, so das russische Verteidigungsministerium. Die fatalen Folgen würden auch nach Jahrzehnten nur schwer zu beseitigen sein und weite Landgebiete Osteuropas betreffen; bei der ungünstigsten Entwicklung wäre das Schwarze Meer unbeschiffbar und die Küsten der meisten Anrainerstaaten verseucht.
Maria Sacharowa, die Sprecherin des russischen Außenministeriums, erklärte, dass die Kiewer Behörden mit dem Beschuss des KKW Saporoschje „ganz Europa als Geisel nehmen und es ihnen offenbar nichts ausmacht, es in Brand zu setzen, um ihre Nazi-Götzen zufriedenzustellen“.
Auch Dmitri Peskow, der Pressesprecher des russischen Präsidenten Wladimir Putin, appellierte an die westlichen Staaten, die „absoluten Einfluss auf die ukrainische Führung“ haben, diesen auch zu nutzen, um solche Angriffe in Zukunft auszuschließen.
13:08 Uhr
Verwaltung von Saporoschje:
Kiews Angriffe auf Atommüll-Trockenendlager am AKW Saporoschje eine False Flag gegen Russland
Die ukrainischen bewaffneten Formierungen haben das Trockenlager für abgebrannte Brennelemente am Kraftwerk Saporoschje mit voller Absicht beschossen – im Rahmen eines Angriffs unter falscher Flagge, um Russland hierfür zu beschuldigen. So wertete Wladimir Rogow, Mitglied des Hauptrates der zivil-militärischen Verwaltung des Gebiets Saporoschje, die jüngsten Angriffe auf das AKW gegenüber der Nachrichtenagentur TASS:
„Es gibt große Befürchtungen bezüglich des Kernkraftwerks. Jetzt schießen die kiewtreuen Truppen gezielt auf das Trockenlager für abgebrannte Brennelemente. Ich denke, damit wollen sie irgendeine unkontrollierbare Reaktion auszulösen, und dann Russland die Schuld in die Schuhe schieben. Auf diese Weise würde das, was jetzt geschieht – die russische Offensive und die Befreiung des ostukrainischen Raums – eingefroren werden.“
Rogow zufolge handelt es sich dabei um „eine klassische Provokation, ähnlich wie beim Flug MH17“. Die Parlamentarische Versammlung der Vereinten Nationen (PACE) hatte zum Absturz der malaysischen Boeing in der Ostukraine im Jahr 2014 eine Resolution verabschiedet und Russland dafür verantwortlich gemacht.
In der Tat liegt bereits eine Ansprache des ukrainischen Präsidenten vor, in der er Russland „nukleare Erpressung“ durch angeblichen Beschuss eben dieses Kraftwerks vorwirft. Dass Russland das Kraftwerk seit März 2022 komplett kontrolliert und jetzt ebenso wenig Interesse an dessen Beschädigung hat wie damals, stört den vom ehemaligen russischen Präsidenten Medwedew als „ukrainischer Hauptclown“ bezeichneten Selenskij dabei nicht im Geringsten.
Am 7. August beschossen die ukrainischen Streitkräfte das Kernkraftwerk Saporoschje in der Stadt Energodar erneut. Das anliegende Trockenlager für abgebrannte Brennelemente fand sich dabei in der Beschusszone wieder. Nach Angaben des Pressedienstes der zivil-militärischen Verwaltung der Stadt Energodar setzten die ukrainischen Sicherheitskräfte Mehrfachraketenwerfer vom Typ Uragan im Kaliber 220 Millimetern ein. Die Geschosse beschädigten diverse Verwaltungsgebäude und den umliegenden Bereich des Trockenlagers. Auch am Freitag und Samstag beschossen ukrainische Streitkräfte das Gebiet um das Kernkraftwerk.
