Ukraine: Angriffe auf Atomkraftwerk Saporoschje

Militärisch-zivile Verwaltung von Energodar: Ukrainische Armee nimmt AKW Saporoschje erneut unter Beschuss
Die militärisch-zivile Verwaltung der von der russischen Armee kontrollierten Stadt Energodar hat über einen weiteren ukrainischen Angriff auf das AKW Saporoschje berichtet. Die Attacke sei in der Nacht zum Sonntag erfolgt. Die ukrainische Armee habe ein reaktives 220-Millimeter-Geschoss vom Typ Uragan abgefeuert. In der entsprechenden Mitteilung vom Sonntag hieß es: „Beim Anflug auf die Energieblöcke öffnete sich die Rakete und setzte ihre Splitterelemente frei.“
Durch die Splitter seien Verwaltungsgebäude und das Gelände um ein Trockenlager mit verbrauchtem Kernbrennstoff beschädigt worden. Das Raketentriebwerk und die Splitterelemente seien kaum 400 Meter entfernt von einem funktionierenden Energieblock gelandet.


Russisches Verteidigungsministerium: UN verhindert weiterhin die Überwachung des AKW Saporischschja durch die IAEA
Der Leiter des nationalen russischen Verteidigungskontrollzentrums, Generaloberst Michail Misinzew, warf Beamten der Vereinten Nationen am Samstag vor, die Leitung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) weiterhin daran zu hindern, eine objektive Überwachung des Kernkraftwerks Saporischschja durchzuführen, das am Vortag unter regelmäßigen Artilleriebeschuss von ukrainischer Seite geraten war.
Er erklärte, dass ukrainische Nationalisten am 5. August während einer routinemäßigen Schicht des AKW-Personals einen Artillerieangriff auf das Gelände des AKW durchgeführt haben sollen.
„Im Einklang mit der internationalen Konvention, die durch die Resolution der UN-Generalversammlung vom 13. April 2005 angenommen wurde, betrachten wir die kriminellen Handlungen der ukrainischen Behörden als Nuklearterrorismus. Gleichzeitig behindern die Mitarbeiter der Vereinten Nationen weiterhin eine objektive internationale Überwachung des Zustands des Kernkraftwerks Saporischschja durch die Leitung der Internationalen Atomenergiebehörde“, sagte Misinzew.
Misinzew wies auf den „systematischen Charakter der Provokationen Kiews“ hin, die die Sicherheit der ukrainischen Kernenergieanlagen gefährdeten. Zuvor hatte der Generaldirektor der IAEA, Rafael Grossi, seine Besorgnis über den Beschuss des Kernkraftwerks Saporischschja zum Ausdruck gebracht. Grossi zufolge könne ein Besuch eines IAEA-Teams vor Ort helfen, die nukleare Sicherheit vor Ort zu garantieren und unabhängige Informationen über den Zustand des AKWs zu liefern.

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