Susann Witt-Stahl: »Rote Flora« im NATO-patriotischen Rausch: Hamburger Autonomen-Zentrum »Rote Flora« führt einen Propagandafilm für die FK-Arsenal-Kiew-Hooligans Hoods Hoods Klan auf

Die »Rote Flora« im NATO-patriotischen Rausch: Das Hamburger Autonomen-Zentrum führt einen Propagandafilm für die FK-Arsenal-Kiew-Hooligans Hoods Hoods Klan (die Namensähnlichkeit mit dem KKK ist sicher rein zufällig) auf. Die Mitglieder dieser Schläger-Truppe wollen »Spaß haben« und »russische Schweine killen«. Sie wollen mit ihrem Panzerabwehr-Granatwerfer »pow pow!« machen, und dann regnet es »eine Menge Finger, Beine, Hände und andere Scheiße«. Da Russen für sie keine Menschen sind, haben sich Hoods-Hoods-Klan-Männer auch schon an der »Anti-Terror-Operation« der ukrainischen Armee gegen die aufständische Bevölkerung im Donbass beteiligt, die seit 2014 andauert und bisher über 12.000 Opfer gefordert hat – zu einem erheblichen Teil Zivilisten. Dass sie Seite an Seite mit nationalistischen und faschistischen Einheiten kämpfen, kümmert die Hoods-Hoods-Klan-Männer nicht: »Wir haben einen großen Feind, ein großes Problem – einen Krieg gegen unser Land.« Ihr bizarres Weltbild etikettieren sie als »antiautoritär«, »antifaschistisch« und »antirassistisch«. Schließlich geht es ja gegen den »neuen Hitler«. Nur konsequent, dass der Film mit dem Gruß der faschistischen Banderisten »Slawa Ukranjini!« endet.

Außerdem hat die »Rote Flora« ein Interview mit einem »Genossen« vom Kastus-Kalinouski-Regiment angekündigt. Die Einheit besteht vorwiegend aus belarussischen Nationalisten (in PR-Videos auf seinem Telegram-Kanal ist auch ein Ausbilder mit einem T-Shirt des Nazi-Regiments Asow zu sehen). Zu seinen Kämpfern gehört auch Dsjanis Urbanowitsch, der Vorsitzende der rechten Jugendorganisation Malady Front (einer Schwesterorganisation der Jungen Union Deutschlands), der vorher in der belarussischen Kompanie von Asow gedient und dort den Spitznamen »Wehrwolf« bekommen hat.

Als er noch Bürgermeister war, wusste Olaf Scholz schon, warum er sich vor einigen Jahren für den Erhalt der »Roten Flora« eingesetzt hat – nun winken vielleicht sogar Fördermittel von der Konrad-Adenauer-Stiftung.