Archive for Juli 28th, 2022

28. Juli 2022

„Welt“-Reporter: Fakt ist, Ukraine positioniert ihre Geschütze auch inmitten von Wohngebieten

Der Journalist Steffen Schwarzkopf berichtet für die „Welt“ live aus dem Donbass über die Kriegsschäden und die militärische Lage. Dabei weist er insbesondere darauf hin, dass das ukrainische Militär seine Abwehrsysteme absichtlich in Wohngebieten positioniert.
Hier sehen und lesen: https://pressefreiheit.rtde.tech/international/144653-welt-reporter-fakt-ist-ukraine/

28. Juli 2022

BITTE UNTERSTÜTZEN: Verhandlungen Jetzt! Stopp dem Kriegsgeschehen in der Ukraine!

http://www.berlin-gegen-krieg.de/ex/ukraine-kriegsgeschehen-stoppen

ENGLISH: http://www.berlin-gegen-krieg.de/ex/stop-warfare-in-ukraine

Nach der überraschenden militärischen Intervention Russlands in der Ukraine ging es darum, den jähen Beginn der Kriegshandlungen einzuordnen, zu dem aus russischer Sicht mehrere Faktoren geführt haben:

die sich dynamisch steigernden Ausbildungs- und Aufrüstungsinitiativen von NATO-Staaten, um das ukrainische Militär schlagkräftig und kompatibel zu NATO-Standards zu machen;

sodann der seit Mitte Februar sich vervielfachende Beschuss der Donbassrepubliken aus gut befestigten Stellungen der ukrainischen Streitkräfte;

zuletzt die Überlegung, dass ein weiteres Zuwarten das Risiko des Ausbaus von NATO-Waffenlagern und –Stützpunkten und des Atomwaffeneinsatzes in der Ukraine die Gefahren noch steigern würde.


Der ukrainische Präsident hatte noch vor dem Angriff Russlands in seiner Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz den Ausstieg seines Landes aus dem Budapester Memorandum unwidersprochen in den Raum gestellt. Ein Fingerzeig darauf, dass die Ukraine die Verfügung über Atomwaffen anstreben würde.

Auch das russische Wording „Spezielle Militäroperation“ (SMO) war erklärungsbedürftig: Russland wollte seine Kriegsziele von denen üblicher (westlicher) Kriege im 21. Jahrhundert abgrenzen. Die mehrmals beschriebenen operativen Ziele sind

militärische Sicherheit für die Donbassrepubliken,

Anerkennung der Sezession der Krim zu Russland,

die De-Militarisierung und De-Nazifizierung der Ukraine und

deren Verzicht auf die NATO-Mitgliedschaft.

Die Ukraine nimmt aus geografischen Gründen eine Sonderstellung ein – sind doch militärische Ziele bis tief ins Landesinnere Russlands vom ukrainischen Ostteil je nach Waffenart in wenigen Minuten zu erreichen. Die De-Nazifizierung wurde notwendig wegen der seit 2014 verstärkten Durchdringung aller staatlichen Macht-Strukturen mit neo-faschistischen und extrem russophoben Gruppen und Milizen sowie einer Kultur der nationalistischen Huldigung der Kollaborateure der Nazi-Besatzung von 1941-44.

Bei einem weiteren Thema ist offen, was der russischen Regierung vor dem Waffengang bekannt war: von seinen Truppen wurden knapp 30 vom US-Verteidigungsministerium geführte Bio-Labore entdeckt, deren Aufgabenspektrum so gefährliche Forschungen wie mit Ebola-, Pocken- und Milzbrand-Kulturen umfasste. In den USA selbst sind solche Forschungen verboten.

Ganz grundsätzlich will Russland seine vielfach diplomatisch erklärten und übermittelten legitimen Sicherheitsinteressen vom Westen endlich respektiert wissen, statt Teil eines Wettrüstens zu sein. Russland verlangt vom Westen eine Politik, die das militärische Drohpotential zurücknimmt, das durch die unablässige NATO-Osterweiterung und militärische Massierung vor Russlands Westgrenze aufgebaut wurde.

In den 90er Jahren hatte Russland nicht damit gerechnet, dass die NATO eine Serie von „Weltordnungs“-Kriegen und Interventionen beginnt. Die 1997 in der NATO-Russland-Grundakte zugesicherte „unteilbare Sicherheit aller Staaten“ und einer „gemeinsamen und umfassenden Sicherheit“ in der euro-atlantischen Gemeinschaft erwiesen sich als Täuschungen, analog vermeintlich friedenswilliger Versprechen, keine Ausweitung der NATO und der Schlagkraft des Militärbündnisses nach Osten anzustreben.

Ende vergangenen Jahres unternahm die russische Regierung einen nochmaligen Versuch mit den NATO-Mächten einen Sicherheitsvertrag zur friedlichen Beilegung der Spannungen an seiner Westgrenze abzuschließen, was Ende Januar 2022 endgültig von USA und NATO zurückgewiesen wurde. Darin war die Einrichtung einer beiderseitigen demilitarisierten Sicherheitszone entlang der russischen Westgrenze enthalten, einschließlich Luftraum und angrenzenden Meeren.

Zur Überwindung des durch den US-gesteuerten Putsch ausgelösten innerstaatlichen Konflikts in der Ukraine hätte das völkerrechtlich gültige Minsk 2-Abkommen von 2015 eine wichtige Rolle spielen können. Diese von Russland favorisierte Chance, den Konflikt mit den abtrünnigen Republiken friedlich zu lösen, wurde aber vereitelt.

Im Nachhinein wird vom ukrainischen Ex-Präsidenten eingeräumt, nie an die Implementierung des Abkommens gedacht zu haben. Die beiden westlichen Garantiestaaten Deutschland und Frankreich beteiligten sich an dieser Posse.

Die Ukraine wurde ermuntert, die abtrünnigen Gebiete einschließlich der Krim auf dem Schlachtfeld zurück zu zwingen. Die nach dem Staatsstreich mit NATO-Unterstützung neu aufgebauten ukrainischen Streitkräfte haben seit 2014 darauf hingearbeitet, gegen die missliebigen russischsprachigen Bewohner der Ostukraine und Russland selbst einen gewinnbaren Krieg zu führen. Die russischen Truppen fanden tatsächlich Ende Februar schriftlich ausgearbeitete ukrainische Angriffspläne für den 8.März.

Wie hat der Westen reagiert?

Mit einseitiger oder falscher Information über das Kriegsgeschehen in der Ukraine. Mit einem beispiellosen ökonomischen „Sanktionsregime“, inzwischen über 30.000 Einzelmaßnahmen. Mit Desinteresse an einer raschen Beendigung des Blutvergießens. Mit Rohstoff- und Getreide-Spekulationsblasen an den Weltbörsen. Mit deutscher Verweigerung der Zulassung der fertiggestellten Nordstream 2-Pipeline, was den Gas-Preis weiter nach oben trieb. Mit der beweisfreien Behauptung, Russland benutze die Energieabhängigkeit von Ländern als “Waffe“. Mit einem stufenweisen Embargo gegen russisches Öl. Mit dem Abschneiden Russlands vom westlich kontrollierten Zahlungssystem SWIFT. Mit Versuchen, Russland global zu isolieren. 

Mit der Behauptung, wegen „Putin“ komme es zu Sozial- und Wirtschaftskrisen – nicht durch Börsen-Spekulation, Inflation und absichtlich herbeigeführtem! Gasmangel. Wir sollen glauben, die Gefahr von Hungerkrisen und großflächigen sozialen Verwerfungen ist die Schuld „Putins“.

Mit zunehmenden Waffenlieferungen, samt Ausbildungseinheiten, samt Beratern, samt Bodenaufklärung an die Ukraine. Ihr anfängliches Verhandlungsinteresse mit Russland wurde der ukrainischen Regierung ausgeredet. Der Westen sieht ungerührt zu, wie die ukrainischen Streitkräfte massenhaft sterben, dass Waffenlieferungen keine grundsätzliche Wende herbeiführen können. Die Ukraine, das Armenhaus Europas, wird von Woche zu Woche mehr zerstört und verelendet.

Für den Westen, auch unsere Regierung, zählt einzig, ob es Anzeichen gibt, dass Russland wirtschaftlich und militärisch massiv geschwächt wird. Wie es den Menschen in der Ukraine geht, darauf wird keine Rücksicht genommen. Auch nicht auf die Bevölkerung in der EU.

Dem Westen geht es um die Niederringung Russlands! Mit welchem Recht?! Das ist vollkommen verantwortungslos und blanke, imperialistische Kriegstreiberei! Der Westen schreckt nicht mal vor der Gefahr eines 3. Weltkriegs zurück.

Das wollen wir nicht!

SCHLUSS MIT DER INSTRUMENTALISIERUNG DER UKRAINE!
SANKTIONEN UND WAFFENLIEFERUNGEN STOPPEN!
VERHANDLUNGEN JETZT!!
KEIN FRIEREN UND HUNGERN FÜR DIE BEKÄMPFUNG RUSSLANDS!
NEIN ZUM PRIMAT DES MILITÄRISCHEN!
AUFRÜSTUNGSWAHN SOFORT BEENDEN!
NEIN ZUR NATO!

Berlin, 25. Juli 2022

Zur Unterstützung:
Namen, Wohnort und ggf. Organisationen/Tätigkeit senden an info@hbuecker.net oder das Webformular ausfüllen.

Unterschriften
Heinrich Buecker, Coop Anti-War Café Berlin, Vorstandsmitglied Deutscher Friedensrat e.V.
Ingrid Koschmieder, Friedensaktivistin, Freidenkermitglied, Berlin
Ray McGovern, CIA Analyst/Berater des US-Präsidenten (i.R.), USA
Bahman Azad, Executive Secretary, U.S. Peace Council, New Jersey, USA
Agneta Norberg, No to Nato, Hägersten, Schweden
Roger Waters, Musician, UK
Alfred L. Marder, President, US Peace Council, New Haven, Connecticut, USA

Joachim Bonatz, Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden e.V., Berlin
Dr. Dieter Dehm, ehem. Abgeordneter des Deutschen Bundestages, DIE LINKE
Dr. Matthias Werner, Präsidium des OKV e.V., Berlin

Mathilde Furtner, Aktion Freiheit statt Angst e.V., Berlin
Jesús Rodríguez-Espinoza, Editor Orinoco Tribune, Caracas, Venezuela

Bärbel Brede, Bildende Künstlerin, Teltow
Eunju Lee, freiberuflich, Seoul, Süd-Korea
Bruce Gagnon, Veteran & peace activist, Maine, USA
Gina Pietsch, Sängerin, Berlin
Henry Lowendorf, US Peace Council, New Haven, CT USA
Norman Paech, Professor i.R., Universität Hamburg

Evelin Genzel, Aufstehen, Berlin
Rudolf Denner, Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden e.V., Berlin

Hans-Joachim Genzel, Berlin
Claudia Karas, AG Palästina, Frankfurt (M)
Dr. Edgar Göll, Zukunftsforscher, Berlin
Philip Janssen, Frente Unido América Latina Berlin
Lilly Häussler, Berlin
Volker Bräutigam, Mölln

Dr. Izzeddin Musa, Wachtberg
Harri Gruenberg, Aufstehen Vorstand Trägerverein, Berlin
Wolfram Elsner, Professor, Bremen
Jörg Tiedjen, Journalist, Berlin
Liane Kilinc, Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe e.V., Wandlitz
Ana Barbara von Keitz, Berlin

Alvaro Rodriguez, International Secretary of the CPUSA, Houston, USA
Wolfgang Behr, Herdw.-Schönach
Klaus Helms, Mitglied Gewerkschaft Industrial Workers of the World (IWW), Schwerin/Meckl.
Dr. Manfred Groll, Prof. (i.R.), Gerlingen
Dr. Dieter Luhn, Vorsitzender Arbeitskreis Geschichte der Jugendhochschule „Wilhelm Pieck“, Berlin
Monika Brendel, Berlin

Immanuel Ness, University Professor. New York, U$
Erika Zeun, Sehmatal-Cranzahl

Rainer Rupp, Free lance journalist, Saarburg
Bernd Gnant, Kühlungsborn
Christiane Anders, Rotfuchs e.V., Galenbeck
Norbert Staffa, Großolbersdorf
Frank Pfeifer, Traditionsverband der NVA, Bonn
Gerald Böhm, ISOR e.V. TIG Leipzig

Klaus Wegner, Berlin
Barbara Böhm, Leipzig
Wolfgang Weigelt, Fallschirmjäger-Traditionsverband Ost e.V., Berlin
Christine Weigelt, Politischer Beobachter, Berlin
Nyave Yahaya Salifu, Cameroon, Africa

Sean Donnell, Bloomfield, CT USA
Jose R Oro, No Embargo Cuba, Wallingford, New Haven USA
Reinhold Lang, Dipl. Ing. Rentner, Wandlitz

Heinz Krummey, Chemnitzer Friedensinitiative, Chemnitz
Cynthia Heil, Asheville, NC USA
Harry Schöppe, Berlin

Peter Kurze, Leipzig
John Walsh, Scientist, writer, Alameda, CA, USA
Manfred Jonischkies, Friedensbündnis, Schwerin

Nancy Jean Eberg, North Haven, USA
Emile M Schepers, retired educator, Woodbridge, USA
Kathy Boylan, Catholic Worker, Washington, USA
Len Yannielli, Naugatuck, USA
Ken Heard, Volunteer Collective Producer Polemics a. Volunteer Treasurer Phila. Chpt. National Writers Union, USA
Mark Colville, Catholic Worker, New Haven, USA
Elizabeth Aaronsohn, retired teacher, peace activist, New Britain, USA
Louis Wolf, Journalist – CovertAction Magazine, Washington, DC USA
Elizabeth Oram, Nurse, New York City, USA
Rosalie Paul, Teacher and Peace Activist, Brunswick, ME. USA
Corinna Mullin, Academic, New York, Turtle Island, USA

Diane Nahas, Retired teacher, college instructor, Port Washington, USA
Mary Beth Sullivan, Social Worker. Peace Activist, Brunswick, USA
Richard Hill, Radio broadcaster, Branford, CT, USA
Günter Reum, Leipzig
F. Klinkhammer, Bad Bevensen
Heinrich Waller, Bregenz

Howard Pflanzer, Playwright/Poet, New York, USA
Wren Wilson, Community Organizer, Student, Woodbridge, USA
Laura Kaplan, Professor, New York, NY USA
Lisa Savage, Retired teacher & peace activist, Solon, USA
Helge Böhme, Rentner Oberst a.D.
Dr.jur. Dr. phil. Ernst Albrecht, Dormagen

Richard Ochs, Peace activist, songwriter, Baltimore Maryland USA
Patricia McSweeney, Taunton, MA USA
Bernd Carlowitz, Ingenieurökonom / Betriebswirt, Leipzig

Dr. Iris Berndt, Kunsthistorikerin, Potsdam     
Dr. Marisa Walther, Ärztin, Berlin

Gunter Emmaus, ISOR e.V. TIG Neubrandenburg     
Choi Sung-hee, peace activist, Jeju, Korea               
Dr. Harald Wachowitz, Wandlitz           
Adrienne Twupack, Görlitz

Uta Mader, Freidenkermitglied, Bernau b. Berlin
Jeannette Graulau, Professor CUNY, NY, USA
Ilse Graupner, Hamburg

Jana Gleichmann, Berlin
Siegfried und Gisela Lorenz, Isor e.V., TIG Leipzig, Leipzig
Hans-Jürgen Metzner, ISOR e.V., TIG Leipzig, Markkleeberg
Monika Kremmer, Lehrerin a. D., Berlin
Christine Lohbauer, Barcelona, Spanien
Udo Michael, ISOR e.V., Geithain
Christine Melcher, Lehrerin, Winsen
Carsten Wölk, Berlin
Uwe Böhnhardt, Oranienburg
Elke Koza, Berlin
Bernd Koza, Berlin
Helga Böhnhardt, Oranienburg
Michael Ducak, Oranienburg

Karlheinz Fietz, Bündnis für soziale Gerechtigkeit Lichtenberg, Berlin
Sascha Gottwald, Berlin
Günter Willmer, Berlin
Klaus Schönfeld, Oranienburg
Karl Rehbaum, Bernau bei Berlin
Gisela Kluge, Chemnitz
Dieter Ammer, Chemnitz
Claudio C S Ribeiro, Maestro. Anthropologist, Member Brazilian Communist Party
Anton Latzo, Michendorf, OT Langerwisch
Gisbert Heilemann, Zühlsdorf
Jürgen Schimmelpfennig, SPD OV Scharmützelsee, Reichenwalde
Jürgen Weidner, Plauen
Hans Jürgen Vogelsang, DIR LINKE/KPF, ISOR, Chemnitz
Georg Ehmke, Oberstleutnant a.D. / Diplomatie, Rentner, Werder
Horst Finger, Berlin
Torsten Nitsche, u.a. Mediengestalter, Region Rostock
Carsten Zöllner, Angestellter, Berlin
Bonnie Weiss, Emeryville, CA, USA
Gerhard Lange, Göttingen
Hans E. Schmitt-Lermann, Rechtsanwalt, München
Michael Knischka, Sievershagen
Wilfried Roß, Berlin
Uta Roß, Berlin
Lutz Gläsel, ISOR Leipzig, Leipzig
Rolf Uhlig, Berlin
Hans-Jürgen Zachow, ISOR, Löwenberger Land
Jürgen Böhnhardt, Dachwig
Lukas Welke, Arnsdorf
Sue Wheaton, Retired Federal (U.S.) Government Employee, Washington, DC USA
Joachim Guilliard, Heidelberg
Renate Rüdiger, Bernau bei Berlin
Günter Küsters, Mitgl. IMI, Attac BAG „Globalisierung und Krieg“, Rösrath
Michaela Sohn, Edemissen
Gabriele Riedl, Soziologin, Erkrath
Gabriele Jäger, Berlin-Schöneberg
Deena Stryker, writer, Phila. PA USA
Carol Kaplan, Professor Emeritus, Fordham University, New York, New Jersey, USA
Dr. Ernest S. Far, Chirurg i.R., Bonn
Evelyn Hecht-Galinski, Publizistin, Sicht vom Hochblauen, Malsburg-Marzell
Horst Hommel, Berlin
Ute Koité-Herschel, dieBasis, Aachen
Dr. Roger Kotila, President, Democratic World Federalists, San Francisco, USA
Ralph Schöpke, Rentner, Hydrochemiker, Cottbus
Reiner Liebau, Minden
Lothar Schlüter, ISOR e.V. / TIG-Vorsitzender Berlin-Weissensee
Walter Tauber, Grünendeich
Gisela Vormann, Friedensfrau, Bremen
Reinhard u. Gertraude Frohberg, ISOR e.V. TIG Geithain
Klaus Zeun, Cranzahl
Regina Silbermann, Sprecherin LAG Deutsch-Russische Freundschaft Sachsen, Chemnitz
Hans-Günter Schleife, Ostdeutsches Kuratorium von Verbänden e.V., Fredersdorf-Vogelsdorf
Constanze Dost, Leipzig
Klaus Linder, Landesvorsitzender Berliner Freidenker
Dieter Erler, Die Linke Rochlitz/Geringswalde
Sigrid Melanchthon, Berlin
Hermann Kopp, Vorstand Marx-Engels-Stiftung, Düsseldorf
Thomas Hohnerlein, Sprachwissenschaftler, Gersheim-Medelsheim
Bernd Reimer, Sozialarbeiter, Berlin
Klaus Büttner, Berlin
Christiane Bärenz, Berlin
Maik Zeun, Zerspanungsmechaniker, Walthersdorf
Christel Buchinger, Rentnerin, Lektorin u. Übersetzerin, Gersheim-Medelsheim
Karin Rother, Berlin
Irene Wagner, Berlin
Werner Becker, Potsdam
Elke Nußbaum, Erkrath
Michael Lang, Berlin
Harry T Cason, Adjunct Professor City University of New York, USA
Renate Börger, Journalistin, München
Magdalene Westendorff, Eberswalde
Gottfried Neis, Ehrenvorsitzender Fallschirmjäger-Traditionsverband Ost, Ahlbeck
Monika Brendel, Berlin
Katja Geggel, Wandlitz
Daniel Palloks, Berlin

Thomas Geggel, Wandlitz
Mauro Valderrama, Erzieher, Berlin
Frank Priebus, Altenpfleger, Weimar
Avidan Dov, Raanana, Israel
Leonore Schröder, ehemals Friedenskreis Castrop-Rauxel, Castrop-Rauxel
Volker Wirth, Berlin
Shraga Elam, Journalist & Peace Activist, Zürich, Schweiz
Günter Grzega, Pensionist, Treuchtlingen
Dr. Amir Mortasawi, Arzt und Autor, Herbstein / Germany
Dr. Nancy Larenas Ojeda, Architektin, Berlin
Frank da Cruz, Bronx NY USA
Ditmar Hanke, Altendiez
Hans-Jörg Waskowski, Rentner, Gera
Remedios García Albert,  Madrid, Spain
Stefan Simon, selbststädiger Bäckermeister, Waldbrunn
Alexander Letz, Chefredakteur Weltnetz.tv, Berlin
Paul Arndt, Die Linke, Eggesin
Karen Breuer, Berlin
Manfred Fischer, Politikwissenschaftler, Pasewalk
Werner Wandelt, Quedlinburg
Axel Plasa, Journalist, Frente Unido América Latina, Berlin
Ursula Knischka, Sievershagen
Gisa Hoppe, Quedlinburg
Pedro López López, Professor Universidad Complutense de Madrid, España
Guenter Schenk, Strasbourg, France
Eberhard Rebohle, Rentner/Buchautor, Berlin
Ulrich Lenz, Kreistagsmitglied, Kreissprecher Die Linke Rhein-Lahn, Katzenelnbogen
Zool Zulkowitz, Rising Together, New York, USA
Georg Ehmke, Oberstleutnant a.D., Werder
Eckhard Messerschmidt, Schwedt
Gar Smith, Co-founder and Director of Environmentalists Against War, Berkeley, California USA
Wolfgang Schröder, Bernau
Dr. Rainer Hammerschmidt, Physiker, Berlin
Henrik Schulze, Antiquariatsbuchhändler, Jüterbog
Jörg Bansemer, Ex-NVA und Bundeswehr Zeitsoldat jetzt Friedensaktivist, Umweltschützer, Bad Langensalza
Ulrike Braun, Laufersweiler
Ward Reilly, Disabled Veteran, Baton Rouge, USA
Karin Pflug, Die Linke, Quedlinburg
Bernd Biedermann, Berlin
Jeff Brown, Normandy, France
Douglas Zachary, Landlord, Sac Miguel de Allende, Mexico
Dan Gilman, retired labor organizer, Seattle, WA, USA
Ron Unger, Engineer, Dallas, USA
Klaus Hartmann, Deutscher Freidenker-Verband, Offenbach
David Cooley, Veterans For Peace member, Excelsior, USA
Jill Godmilow, filmmaker, New York, USA
Sally-Alice Thompson, retired, USA
Todd Pierce, St. Paul, MN USA
Fred Nagel, Rhinebeck, NY USA
Mirko Pflug, Quedlinburg
Vicki Ryder, Mediator (Retired), Durham, NC, USA
Tarak A. Kauff, Veteran, Peace & Planet News editor-in-chief, Woodstock, USA
Joanne Savio, Woodstock USA
Christa und Horst Schumann, Wandlitz
Esmeralda Gomez Concostrina, Translator, Madrid, Spain
Dr. Meinhard Landmann, Physiker, Arnstadt
Dr. Jim Driscoll, Co-Coordinator of Operation Real Security, Retired, Bethesda, USA
Werner Becker, Potsdam

Geli Benischke, Waldbrunn
Mike Ferner, Former president, Veterans For Peace, Toledo, USA
Rolf Becker, ver.di Hamburg, Schneverdingen
Dr.Holger Eichhorn, Berlin
Ursula Mathern, Merxheim
Dr. Hans-Peter und Hannelore Slodowski, Dresden
Sima Kassaie-van Ooyen, Frankfurt am Main          
Wolfgang Fründt, Rostock
Robert Keilbach, Queens Village, NY, USA
Larry Meisgeier, Milwaukee, USA
Irene Himbert, aktiv für den Frieden, Saarlouis
Anja Lücke, Sozialpädagogin, Quedlinburg
Akbar Doostdar, Dortmund
Parviz Shahin, Sozialarbeiter, Bonn
Dr. Christiane Bratanow, Markkleeberg
Maliehe Mohammadi, Journalist, Berlin
Frank Daniel Dorrel, Publisher of ADDICTED To WAR, Culver City USA
Horst Blücher, Merenberg
Mohammad Haghighat, politischer Aktivist, Deutschland
Michael David Morrissey, Niestetal
Carsten Wölk, Berlin
Dr. Amir Mortasawi, Arzt und Autor, Herbstein
Andreas Peglau, Psychologe/Psychoanalytiker, Strasburg
Ute von Halasz, Aktion Freiheit statt Angst e.V., Berlin
Gregor Böckermann, Neu-Isenburg
Margit Jende, Oranienburg
Klaus Jende, Oranienburg
Steven Geiger, USA
Samy Yildirim, Zaandam, Netherlands
Stefan Kytzia, Offenbach
Roghieh Daneshgari, Deutschland
Mehrafagh Nouri Marahheh, Dortmund
Jim Wohlgemuth, retired Teacher, Nashville, USA
Maria Froitzheim, Pädagoge, Bonn
Barry Sweeney, Ireland
Marita Brune-Koch, Lehrerin i.R., Stettfurt, Schweiz
Michael Schindler, Oberstleutnant der Kosaken in Deutschland, Dresden
Christina Nannarone, Queens, NY, USA

28. Juli 2022

Österreichs Bundespräsident Van der Bellen hat scharfe Kritik an Menschen geäußert, die sich gegen die aktuelle Sanktionspolitik gegen Russland positionieren. „Sanktionskritiker sind Kollaborateure“


Den russischen Präsidenten Wladimir Putin bezeichneteder österreichische Bundespräsident Alexander Van der Bellen als einen Diktator, der einen „imperialistisch geprägten Krieg“ führe.

wörtlich:
„Wir befinden uns in dieser Lage, weil ein Diktator es nicht ertragen kann, dass Menschen in individueller Freiheit und Unabhängigkeit leben wollen. Weil er uns Europäer belächelt und für verweichlicht hält. Weil er es nicht erträgt, dass wir in einer Gesellschaft leben wollen, in der jeder Mensch gleich viel wert ist.“

Van der Bellen unterstellte dem russischen Präsidenten, dass dieser „glaube, das Recht des Stärkeren sei das einzig gültige Recht“. Die westlichen Demokratien würden „seine Aggression nicht einfach stillschweigend hinnehmen“, da diese „allem widerspricht, woran wir glauben, deswegen will er nicht nur die Ukraine, sondern auch uns in die Knie zwingen“. 

Der russische Präsident Putin führe auch „keinen Krieg gegen Sanktionen“. Er betreibe vielmehr einen „imperialistisch geprägten Krieg“ und „träumt offenbar von der vergangenen Größe Russlands im 18. und 19. Jahrhundert“.

Politiker und Bürger, die „jetzt insgeheim oder ganz ungeniert mit den Interessen Putins sympathisieren oder tatsächlich oder vermeintlich mit ihm kollaborieren“, würden „unseren Zusammenhalt doppelt“ gefährden.

„Jetzt die Sanktionen zu beenden, zurückzuweichen, würde bedeuten, das Recht des Stärkeren zu akzeptieren. Und warum sollte der vermeintlich Stärkere dann aufhören, sich auch künftig den Raum zu nehmen, den er will? Wir würden künftig einen noch höheren Preis bezahlen. Davon bin ich überzeugt. Wir würden in diesem Szenario mit unserer Souveränität, mit unserer Sicherheit und vor allem mit unserer Freiheit bezahlen.“

Van der Bellen äusserte weiterhin, dass „Putin den brutalen Krieg fortführt und uns die Gaslieferungen weiter drosselt und diese möglicherweise sogar einstellt, wenn es ihm gefällt. Er wird keine Sekunde zögern, das zu tun, wenn er es für opportun hält. Darauf müssen wir uns vorbereiten. Und zwar jetzt“.

Weiter erklärte Van der Bellen:
„Vor diesem Hintergrund kann niemand einen Anspruch auf Egoismus geltend machen. Wir alle gemeinsam sollten jetzt damit beginnen, den Überfluss dort zu reduzieren, wo es möglich ist, damit wir im Winter das Notwendige für alle aufrechterhalten können. Jede und jeder, so gut er oder sie eben kann.“

28. Juli 2022

Hoffnung auf eine bessere australische Politik gegenüber Südostasien? – Von Mark J. Valencia

Hope for a better Australian policy toward Southeast Asia?

Die USA haben versucht, die südostasiatischen Länder und die ASEAN in seinem Wettbewerb mit China um die regionale Vorherrschaft zu nutzen, und Australien ist der US-Führung lange gefolgt. Aber jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer, dass sich zumindest die australische Haltung gegenüber Südostasien zum Besseren wenden könnte.

„Sie können darauf vertrauen, dass die US-Amerikaner das Richtige tun, nachdem sie alles Falsche versucht haben “ – Winston Churchill zugeschrieben

In den Beziehungen zu Südostasien könnte man in Churchills Aphorismus „die Australier“ durch „die Amerikaner“ ersetzen. Die USA haben im Grunde versucht, die südostasiatischen Länder und die ASEAN in seinem Wettbewerb mit China um die regionale Vorherrschaft zu nutzen, und Australien ist der Führung der USA lange gefolgt. Beide haben immer wieder ihre Unterstützung für die ASEAN-Zentralität in regionalen Sicherheitsangelegenheiten zum Ausdruck gebracht und diese mit ihren Aktionen untergraben. Aber jetzt gibt es einen Hoffnungsschimmer, dass sich zumindest die australische Haltung gegenüber Südostasien zum Besseren wenden könnte.

Trotz ihrer Rhetorik haben die strategischen Machenschaften der USA und Australiens die Bestrebungen der ASEAN nach einer zentralen Rolle in regionalen Sicherheitsangelegenheiten ignoriert. In der Tat ist die von den USA geführte Wiederbelebung des Quad – ein strategischer „Dialog“, der gemeinsame Militärprojekte zwischen den USA, Australien, Indien und Japan fördert – ein Beweis für ihre Wahrnehmung, dass die ASEAN im Umgang mit kritischen regionalen Sicherheitsfragen wie dem ineffektiv war Südchinesisches Meer und Myanmar. AUKUS – das Abkommen zwischen Australien, dem Vereinigten Königreich und den USA, Australien mit Atom-U-Boot- und maritimer Drohnentechnologie zu beliefern sowie mehr Stützpunkte für US-Truppen und Vermögenswerte zu ermöglichen – hat auch die ASEAN-Länder umgangen und verunsichert. Diese Vereinbarungen fördern nur das US- und australische Militär – erste Annäherung an die Region. Aber die Region heisst nich alle von außen initiierte strategische Arrangements oder Machtprojektionen willkommen. Die südostasiatischen Staaten appellieren an China und an die USA, ihre kriegerischen Machtprojektionen zu verringern.

Es gab Grund zur Hoffnung, dass die USA ihre Haltung gegenüber Südostasien ändern und Australien folgen würde. Bidens Indopazifik-Koordinator Kurt Campbell und der nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan hatten sich öffentlich für eine „kompetitive Koexistenz“ mit China ausgesprochen. Fast zeitgleich mit seiner Ernennung im Januar 2021 war er Mitautor eines Artikels in Foreign Affairs die Politik der US-Regierung von Präsident Donald Trump kritisieren und dafür plädieren, „die Situation mit diplomatischer Finesse, kommerzieller Innovation und institutioneller Kreativität umzukehren, ernsthaftes Wiederengagement; und [ein] Ende des Abschüttelns von Verbündeten“. Doch offenbar haben er und seine Kollegen ihre Meinung geändert – oder für sich ändern lassen. Bidens US-China-Politik hat nicht nur die von Trump fortgesetzt, sondern sogar dessen Heuchelei, Herablassung, Konfrontation und Militarismus übertrumpft. Tatsächlich ist die US-Diplomatie weit hinter ihren militärischen Signalen zurückgeblieben.

Viele südostasiatische Länder befürchten, dass dies eine Fortsetzung des Zyklus von militärischen Aktionen und Reaktionen zwischen den USA und China bedeutet, die die Möglichkeit von Konflikten und Kollateralschäden für Südostasien erhöhen. Sie befürchten auch, dass die USA die südostasiatischen Staaten zwingen werden, sich zwischen der Unterstützung der USA oder der Unterstützung Chinas zu entscheiden. Darüber hinaus befürchten sie, dass die USA ein politisches und militärisches Chaos anrichten und sich dann wie aus Vietnam zurückziehen werden – und es ihren „Verbündeten und Partnern“ überlassen, sich um das zu kümmern, was sie zurücklassen – einschließlich eines wütenden und rachsüchtigen Chinas.

Unter Premierminister Scott Morrison unterstützte und unterstützte Australien die US-Annäherung an die Region.

Aber das könnte sich ändern. Am 6. Juli hielt die neue australische Außenministerin Penny Wong eine zentrale Rede am Institute for Strategic and International Studies in Singapur. Aneinandergereiht relevante Auszüge ergeben einen eindrucksvollen Eindruck einer neuen Politik gegenüber Südostasien und ASEAN im Entstehen. Sie erklärte, dass Australien von nun an ASEAN aus eigener Kraft und nicht durch ein „China-Prisma“ engagieren werde. „Alle Länder, die mit der Region zusammenarbeiten wollen, haben die Verantwortung, konstruktiv mit und durch die ASEAN zusammenzuarbeiten – einschließlich der Großmächte.“ „ASEAN-Partner können sich darauf verlassen, dass Australien die Interessen der Länder Südostasiens versteht und respektiert. Wir werden unsere Sicherheit in Asien finden, nicht von Asien.“

Diese Worte sind Musik in den Ohren der ASEAN-Führer. Aber sie werden ihre Umsetzung sehen wollen und insbesondere, wie Australien diese „aufgeklärte“ Sichtweise mit der der USA in Einklang bringt, die ihre Beziehungen zu den ASEAN-Ländern und der ASEAN selbst tatsächlich durch das „China-Prisma“ betrachtet.

Ihre Rede enthielt einige Hinweise auf diesen Versuch, ein Gleichgewicht zwischen den Wünschen der ASEAN-Länder und der USA herzustellen. Sie behauptete, Australien sehe das Quad als Seite an Seite mit der ASEAN, um unsere gemeinsamen Interessen mit den Ländern Südostasiens zu stärken.“ Deshalb reisten mein Premierminister [Anthony Albanese] und ich gleich nach unserer Wahl nach Tokio zum Treffen der Quad-Führungskräfte.“ Ich bezweifle, dass die ASEAN-Führungskräfte der Meinung sind, dass der Zweck ihrer Reise und des Treffens hauptsächlich in ihrem Wunsch bestand, der ASEAN zu nützen. Das ist, gelinde gesagt, unaufrichtig.

Wong behauptete auch, dass sich Australien beim Aufbau der von uns angestrebten regionalen Ordnung „von den Prinzipien des ASEAN-Ausblicks auf den Indopazifik“ leiten lassen würde. Aber dieser Ausblick ist „inklusive“, was bedeutet, dass er China einbeziehen möchte, während die US-amerikanische Free and Open Indo-Pacific-Strategie China ausschließt. Sie behauptete auch, dass „Australien in Südostasien auf der richtigen Seite der Geschichte stand“. Dies ignoriert ihre tatkräftige Unterstützung für das politische und militärische Debakel der USA in Vietnam.

Es gibt auch einige Einblicke aus dem außenpolitischen Establishment der USA, an denen einige zu erkennen glauben, dass sein derzeitiger Ansatz gegenüber Südostasien, der ihn gegen China einsetzt, keine Unterstützung findet und geändert werden muss. Tatsächlich sagen einige, die China-Politik der Biden-Regierung sei „bipolar“. Dies bedeutet zumindest, dass es einen gewissen Dissens gegen die militaristische Herangehensweise an die Region gibt.

Vielleicht werden die USA dieses eine Mal Australiens Beispiel folgen – oder zumindest daraus lernen. Es scheint, dass Australien sich entschieden hat, seine Südostasienpolitik von der des „Sheriffs“ zu unterscheiden. Wenn Wongs Rhetorik umgesetzt wird – und bei der Verbesserung der Beziehungen zwischen Australien und Südostasien erfolgreich ist – vielleicht – nur vielleicht könnten die USA folgen.

Eine bearbeitete Version dieses Artikels erschien in der South China Morning Post.

28. Juli 2022

Drei große multinationale Konzerne haben 17 Millionen Hektar ukrainisches Ackerland aufgekauft. Hauptaktionäre sind Vanguard, Blackrock, Blackstone

Drei große multinationale Konzerne haben 17 Millionen Hektar ukrainisches Ackerland aufgekauft.

Es handelt sich dabei um die multinationalen Konzerne Cargill, Dupont und Monsanto (offiziell deutsch-australisch, aber mit US-Kapital). 

Zum Vergleich: Ganz Italien hat 16,7 Millionen Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche.

Das bedeutet, dass drei US-Unternehmen in der Ukraine mehr landwirtschaftliche Nutzflächen aufgekauft haben, als das gesamte Ackerland in Italien.

Zu den Hauptaktionären dieser drei Unternehmen gehören Vanguard, Blackrock, Blackstone.

28. Juli 2022

Die USA drängen auf „Chip-Gesetz“ um China einzukreisen, sind aber „nicht in der Lage, Firmen dazu zu verleiten, sich vom Festland abzukoppeln“ (Global Times)

https://www.globaltimes.cn/page/202207/1271588.shtml

Der US-Senat hat am Mittwoch ein Chip-Gesetz verabschiedet, das Chinas High-Tech-Aufstieg unter dem Deckmantel der Stärkung der US-Wettbewerbsfähigkeit und des Schutzes der nationalen Sicherheit entgegenwirken soll, ein „Traum“, der angesichts von Problemen wie steigenden Schulden und industrieller Aushöhlung sehr schwer zu verwirklichen ist -out in der größten Volkswirtschaft der Welt, sagten Experten.

Für Länder und Regionen, die durch das US-Gesetz dahingehend beeinflusst wurden, um ihre Chip-Lieferketten von China zu trennen, könnten einige symbolische Gesten machen, um den US-Befehlen zu folgen, aber echte Maßnahmen verschieben, wie die Errichtung von Fabriken in den USA, weil das, was die USA vorantreiben, im Gegensatz zu den greifbaren Vorteilen steht, stellten Beobachter fest.

Das Gesetz, das darauf abzielt, die US-Halbleiterproduktion anzukurbeln, wurde am Mittwoch vom US-Senat mit 64 zu 33 Stimmen verabschiedet und wird dem Repräsentantenhaus und US-Präsident Joe Biden zur Genehmigung vorgelegt, berichteten US-Medien.

Das als „CHIPS-plus“ bekannte Paket umfasst etwa 52 Milliarden US-Dollar an Finanzmitteln für US-Unternehmen, die Computerchips herstellen, eine Bestimmung, die eine Steuergutschrift für Investitionen in die Chipproduktion bietet, sowie Mittel zur Förderung von Innovation und Entwicklung anderer US-Technologien , stellte der Bericht fest.

Obwohl US-Beamte viele Argumente angebracht haben, um den Gesetzentwurf zu rechtfertigen, wie wirtschaftliche Sicherheit, nationale Sicherheit oder „Amerikas Zukunft“, kann sich seine wahre Absicht, Chinas Entwicklung einzudämmen, nircht verbergen lassen, wenn man von der Forderung des Gesetzentwurfs ausgeht, dass Unternehmen nur eine von zwei Möglichkeiten wählen müssen – Geschäftsbeziehungen mit China oder Subventionen der US-Regierung.

Die Gesetzgebung würde es Unternehmen verbieten, ihre Halbleiterfertigung in China für 10 Jahre zu erweitern, nachdem sie einen Zuschuss zum Bau einer US-Anlage erhalten haben, berichtete Bloomberg am 18. Juli. Unternehmen könnten weiterhin in die „alte“ Chipfertigung in China investieren, aber die Definition von dieser Begriff ist ungelöst.

„Die USA nutzen das Gesetz, um Unternehmen in Ländern und Regionen mit Schlüsselstatus in der globalen Chipversorgung und den Industrieketten zu zwingen, sich an die US-Regeln zu halten, sowie die Chipindustrien in Schwellenländern einzukreisen und zu unterdrücken“, sagte Wang Peng, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Beijing Academy of Social Sciences, sagte der Global Times am Mittwoch.

Gao Lingyun, ein Experte an der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften (CASS) in Peking, sagte am Mittwoch gegenüber der Global Times, dass das Gesetz darauf abziele, Chinas Entwicklung einzudämmen und die USA auf eine wettbewerbsfähigere Basis gegenüber China als technologischem Vorsprung zu bringen.

In schwieriger Position

Während US-Beamte Anstrengungen unternehmen, um das Gesetz zur Verabschiedung zu bringen, was Experten als Abkehr von einem „Stock“-Ansatz interpretierten, indem Unternehmen gezwungen wurden, China zu einer „Karotten“-Taktik mit Subventionen als Köder zu verlassen. Chip-Unternehmen, sei es in den USA oder in anderen Ländern und Regionen, befinden sich in der schwierigen Lage, Partei ergreifen zu müssen.

Ein CNBC-Bericht stellte fest, dass das CHIPS-Gesetz geteilte Reaktionen in der US-Chipindustrie hervorgerufen hat, da einige Akteure befürchten, dass das Gesetz Herstellern wie Intel unverhältnismäßige Unterstützung bieten könnte, während es wenig tut, um andere Chipfirmen zu unterstützen, die nicht selbst Chips produzieren.

Aber auch Unternehmen wie Intel sind mit der Rechnung nicht hundertprozentig zufrieden. Laut einem Bericht von Politico setzen sich Intel und andere Chiphersteller dafür ein, die Beschränkungen ihrer Aktivitäten in China einzuschränken.

Experten betonten, dass große US-amerikanische Chipunternehmen immer wissen, dass ein globaler Vertrieb die beste Option für sie ist, da dieser Modus ihr Geschäftswachstum über viele Jahre unterstützt hat.

„Wenn Unternehmen Fabriken in den USA bauen, woher bekommen sie dann billige Arbeitskräfte und Baumaterialien? Wie decken sie ihre Fabrikbetriebskosten? Warum eine Fabrik bauen, wenn der Endmarkt weit entfernt ist?“ befragte Ma Jihua, ein erfahrener Technologieanalyst.

Xiang Ligang, Generaldirektor der in Peking ansässigen Information Consumption Alliance, sagte am Mittwoch, dass es für einige große US-Unternehmen mehr Verluste als Gewinne bedeuten würde, die Subventionen zu erhalten und den chinesischen Markt aufzugeben. So wird Intel den chinesischen Markt, der 20 bis 30 Prozent des gesamten Jahresumsatzes ausmacht, voraussichtlich nicht vollständig aufgeben.

Für US-Verbündete wie Japan und Südkorea, deren Halbleiterindustrieketten sehr stark in den chinesischen Festlandmarkt integriert sind, ist die Situation sogar noch schwieriger.

„Wenn sie auf die USA hören, könnten ihre Unternehmen Dutzende von Milliarden Dollar von den USA bekommen, aber sie werden Hunderte von Milliarden Dollar oder sogar mehr verlieren, weil sie sich von den Märkten auf dem Festland abkoppeln“, sagte Ma.

Sie werden nicht nur chinesische Chipkunden verlieren, sondern könnten auch Spillover-Effekte auf andere Produkte sehen, ähnlich wie südkoreanische Unternehmen auf dem chinesischen Festlandmarkt nach der Terminal High Altitude Area Defense (THAAD)-Krise gelitten haben, sagte der Experte.

Ma geht davon aus, dass Japan dazu neigt, Biden zuzustimmen, aber seine Zusammenarbeit mit China in Wirklichkeit nicht einschränken würde, während Südkorea wahrscheinlich auf heftigen Widerstand seiner großen Chiphersteller stoßen wird.

Xiang sagte, dass Unternehmen aus Japan und Südkorea im Rahmen dieses Gesetzentwurfs einige symbolische Anpassungen vornehmen könnten, wie den Bau von Fabriken in den USA, aber sie könnten solche Investitionen wegen der hohen Kosten der Technologie wiederholt verschieben.

Die USA schlugen die Idee der Halbleiterallianz „Chip 4“ vor und schickten Einladungen nach Japan, Südkorea und auf die chinesische Insel Taiwan. Obwohl Südkorea dem Block letztendlich beitreten könnte, zeigt Seouls langes Zögern, eine klare Antwort zu geben, sein Dilemma.

Plan ungültig

Experten sagten, dass die Auswirkungen der US-Chip-Rechnung möglicherweise nicht die Erwartung der USA erfüllen, die Halbleiter-Lieferketten der Welt neu zu gestalten, in denen China jetzt eine wichtige Rolle bei der Herstellung von Teilen spielt.

Zum Beispiel sagte Gao Lingyun von CASS, dass die Gesamtkosten für die Herstellung von Chips in den USA auf dem Weltmarkt nicht sehr wettbewerbsfähig sind, hauptsächlich aufgrund der hohen Arbeitskosten, obwohl es möglicherweise starke Fähigkeiten in vorgelagerten Industriebereichen wie Forschung und Entwicklung hat.

„Die Erfahrungen der Vergangenheit hat gezeigt, dass die Bemühungen zur Errichtung einer Chipfabrik in den USA, beispielsweise der US-Anlage der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC), nur langsam vorangekommen sind, was die Schwierigkeit der Errichtung von Chipfabriken in den USA weiter unterstreicht“, sagte er sagte der Global Times.

Andere Faktoren belasten die USA ebenfalls, wie steigende Schulden, die Washingtons Fähigkeit einschränken, Subventionen zu realisieren, ihre Produktionsaushöhlung, die zu einem Mangel an Arbeitskräften bis hin zu Materialien führt, sowie die Tatsache, dass die USA bald eine andere haben könnten Präsident, sagten Analysten.

Laut Ma könnte es mit der Verabschiedung des Gesetzentwurfs zwei Ergebnisse geben. Erstens wird es nicht richtig implementiert. Zweitens könnte die US-Regierung zum „Stick“-Ansatz zurückkehren, wenn sie nur geringe Unterstützung von Unternehmen erhält. Wenn der zweite Weg Realität wird, könnte die weltweite Halbleiterindustrie, die bereits unter Abwärtsdruck steht, in eine dunkle Phase eintreten, in der viele Unternehmen bankrott gehen, sagte er.

Chinas Aufstieg

Trotz der Versuche der USA, die Chip-Lieferketten der Welt in eine von den USA geführte umzugestalten, entwickelt sich Chinas Chipindustrie stabil, sei es bei den Technologien oder den Märkten, was unter Analysten das Vertrauen weckt, dass China bei wichtigen Chiptechnologien Durchbrüche erzielen wird und zwar in etwa drei bis fünf Jahren.

Laut südkoreanischer Zollstatistik beliefen sich Südkoreas Exporte nach China im Mai dieses Jahres auf insgesamt 13,4 Milliarden US-Dollar, während die Importe 14,9 Milliarden US-Dollar erreichten, was zum ersten Mal ein Defizit auf südkoreanischer Seite zeigte, berichtete das Elektronik-Informationsportal ijiwei.com.

Ein wichtiger Impuls für die Situation ist, dass Chinas Exporte von Halbleiterprodukten, die etwa ein Sechstel der Gesamtexporte des Landes nach Südkorea ausmachen, im Monat um 40,9 Prozent gestiegen sind, wie Daten der Korea International Trade Association aufzeigen.

Außerdem hat die steigende Popularität von Chinas elektronischen Produkten wie Mobiltelefone die Nachfrage nach inländischen Chipprodukten angekurbelt. Medienberichten zufolge hat beispielsweise die chinesische Mobiltelefonmarke Xiaomi kürzlich ein Telefon auf den Markt gebracht, das mit einem in China hergestellten Chip JR510 ausgestattet ist.

Auch technologisch machen chinesische Unternehmen rasante Fortschritte. Der Chipgigant des Landes, Semiconductor Manufacturing International Corp (SMIC), sagte, er habe einen Durchbruch in der FinFET-Technologie der ersten Generation erzielt und sei im vierten Quartal 2019 in die Massenproduktion eingetreten, während die zweite Generation der Technologie dem 7-nm- und 5-nm-Fertigungsprozess von TSMC entspricht. befindet sich ebenfalls in einer Phase der Pilotproduktion.

Die Gewinne von SMIC stiegen im Jahr 2021 in Yuan um 147,7 Prozent auf Jahresbasis, wie der Jahresbericht des Unternehmens zeigte.

Laut Ma hat sich Chinas Dringlichkeitsbewusstsein für die Unabhängigkeit der Chipindustrie in den letzten Jahren stark verbessert. Dies führt zu einem verstärkten Input von Seiten der Industrie, Forschung und Universitäten in die Industrie, was zu positiven Ergebnissen führt, wie z. B. einem Anstieg der Chipproduktkategorien von Hunderten auf Tausende.

In Bezug auf die Technologien sei China ebenfalls „auf dem Vormarsch“, sagte er und fügte hinzu, dass China, obwohl es noch mehrere technologische Engpässe zu überwinden habe, in der Lage sein sollte, diese Engpässe nach 3-5 Jahren stabiler Entwicklung zu lösen.

Xiang prognostizierte, dass die groß angelegte Lagerung in Chinas Chipindustrie im Jahr 2023 beginnen wird, im Vergleich zu Chips aus Europa, den USA und Südkorea sind Chinas einheimische Chips von guter Qualität.

28. Juli 2022

UN und Türkei vermitteln Vereinbarung zu Getreideexport – Westen setzt in Energiekrise weiter auf Eskalation – Jörg Kronauer (Unsere Zeit)

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