Archive for Juli 26th, 2022

26. Juli 2022

Strategie der Spannung (german-foreign-policy.com)

Kommentar von Hans-Rüdiger Minow

„Russland ruinieren“ zu wollen, diese Absichtserklärung des deutschen Außenministeriums hat sich binnen weniger Monate als das erwiesen, was sie von Anfang an war: wirklichkeitsfremd und Ausdruck eines aggressiven Affekts, der in der deutsch-russischen Diplomatiegeschichte, ja in den deutsch-russischen Beziehungen überhaupt, das deutsche Scheitern vorwegnimmt. „Russland ruinieren“ wollten schon andere im Auswärtigen Amt, deren Namen zu nennen sich hier verbietet, weil sie nichts weiter waren und nichts weiter sind als Inkarnationen eines wirtschaftlich begründeten Größenwahns, den der antislawische Rassismus reitet. In Ost- und Südosteuropa sind ihm Millionen zum Opfer gefallen. Die deutschen Truppen standen zwar vor Leningrad, das sie aushungern wollten, sie haben in Warschau gehaust und in Pančevo gemordet – aber sie mussten den Rückzug antreten.

Russische Horden
Der antislawische Rassismus, jetzt „Russophobie“ genannt, unterströmt die vom Auswärtigen Amt ausgelöste Vernichtungshetze in der tonangebenden deutschen Publizistik. Insbesondere das Paradeblatt der deutschen Wirtschafts- und Feuilletonelite, die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ), öffnet ihre Seiten seit Monaten einem Gegnerbild, das ins Mittelalter ausgreift und verängstigend ist. Im regressiven Zentrum der Vernichtungshetze, „Russland ruinieren“ zu wollen, wüten antislawische Schreckgespenster mit asiatischem Aussehen: So wie heute sei es auch „damals“ gewesen, „als Dschingis Khans tatarisch-mongolische Horden das Gebiet der Ukraine angriffen“ (FAZ vom 10. Mai 2022). „Nun treibt die Invasion der russischen Horden erneut Ukrainer nach Westen.“

Feindprojektionen
Dass die Redaktion dieses Blattes solche Texte unkommentiert abdruckt, darf man ihr nicht vorwerfen. Es handelt sich nicht um ein Versäumnis. Presseorgane dieser Art, die öffentlich-rechtlichen Anstalten ARD und ZDF eingeschlossen, sind meinungsbildender Teil einer staatlichen, rassistisch unterlegten Militarisierung im Krieg gegen „Russen“ geworden. Zwar würden „Russen europäisch aussehen“, hieß es in einer prominenten TV-Runde des ZDF, aber „wir dürfen nicht vergessen …, dass es keine Europäer sind – im kulturellen Sinne“ (12. April 2022). Demnach sind die uneuropäischen Russen ethnisch (rassisch) hybrid, und ihr Krieg ist genetisch codiert: das antislawische Gegnerbild wird um Projektionen erweitert, die den Asiaten gelten – einer künftigen Schlacht gegen China. Einreden des Deutschen Presserats, eines Organs der „Freiwilligen Selbstkontrolle“, das über „ethische Qualitätsstandards im (deutschen) Journalismus wacht“, sind nicht bekannt.

Zusammenfluss
Man möchte hoffen, dass die offen rassistischen Elemente der Vernichtungshetze einem extremen Milieu der deutschen Politik und ihrer Medien zugerechnet werden könnten. Diese Hoffnung zerschellt an den Tatsachen. Offen rassistische Elemente werden an höchsten Stellen der deutsch dominierten EU grundiert. Im Fall der zitierten Äußerungen über „Russen“, die europäisch aussehen, aber „keine Europäer sind“, stammen sie aus dem Wortbeitrag einer Politikwissenschaftlerin, die das ZDF als stellvertretende Direktorin des „Instituts der Europäischen Union für Sicherheitsstudien“ (EUISS) vorstellte. Sie ist keine Extremistin und verfügt über Universitätsabschlüsse in München und Berlin. Allerdings versäumte es die TV-Anstalt, über die Wissenschaftlerin und das EU-Institut umfassend zu informieren: Das steuerfinanzierte Institut ist „für die Beschaffung von Militärgütern in der EU aktiv“ und arbeitet „eng mit Personen aus der Rüstungsindustrie … zusammen“, heißt es bei Wikipedia. Ein Blick auf die „Personen aus der Rüstungsindustrie“ offenbart, dass sie aus der allerersten Reihe kommen. Sie sind die Chief Executive Officers (CEO) der europaweiten Großindustrie für Kriegsgerät, von panzerbrechenden Artilleriewaffen über Drohnen bis zu Lenkraketen, wie sie der Ukraine angeliefert werden. Bei Airbus, MBDA, BAE, SAAB, Indra oder Liebherr Aerospace steigern sie Milliardenumsätze. Ihre enge Kooperation mit dem EU-Institut offenbart den Zusammenfluss der wirtschaftlichen Rüstungsinteressen mit dem antislawischen Rassismus, der die Vernichtungshetze popularisiert.

Erinnerung
Aber trotz aller Gewaltpropaganda, die an die Exzesse des Kalten Krieges heranreicht, stellt sich in der deutschen Gesellschaft keine Begeisterung ein. „Russland ruinieren“ zu wollen erinnert an die Folgen des vorerst letzten historischen Versuchs, an die Familiengeschichten der heute Sechzigjährigen, deren Großväter nicht zurückkehrten und deren Väter beschwiegen, was vor Leningrad, in Warschau oder an der Friedhofsmauer in Pančevo geschehen war. Jeder zweite Deutsche im kriegsfähigen Alter ängstigt sich vor der Ausweitung der Gewalt in Osteuropa und plädiert für Friedensverhandlungen. Indem das Auswärtige Amt dieses Verlangen als Kriegs- müdigkeit verwarnt („fatigue“), als einen Zustand schläfriger Bewusstseinstrübung (FAZ vom 2. Juni 2022), wertet es den Friedenswunsch nicht nur ab; es forciert zugleich den Bellizismus, den Gewaltaffekt.

Feuerkraft
Hier schließt das aggressivste Segment der operativen und theoretischen deutschen Militärbürokratien mit einem Aufruf an, die Gewalt in der Ukraine durch westliche Lieferung verstärkter „Feuerkraft“ zu perpetuieren (FAZ vom 14. Juli 2022). Die Unterzeichner können erfolgreiche Laufbahnen in den deutschen Bundeswehrakademien vorweisen oder haben ihren universitären Standort in Potsdam, dort, wo das Einsatzführungskommando die kriegerischen Interventionen deutscher Soldaten im Ausland koordiniert. In Potsdam besteht für eine diplomatische Lösung „kein Spielraum“.

Formierung
Wenn es für Verhandlungen „keinen Spielraum“ gibt, welche Ziele verfolgt Berlin? Galten sie anfangs einem Waffenstillstand, so wird an der Spitze des parlamentarischen Verteidigungsausschusses ein Siegfrieden verlangt (17. Juli 2022), also der unbegrenzte Einsatz der Waffen in einem unbekannten Zeitraum des Kriegsgeschehens, welches Konzentration aller Kräfte, Vereinheitlichung der Widersprüche, kurz: Formierung erfordert, um über den Feind auf dem Schlachtfeld zu triumphieren. Berlin radikalisiert seine Ziele.

Spannungszustand
Dass diese Ziele nicht erreicht werden können, ist der deutschen Strategie nebensächlich; Erörterungen über die tatsächlichen Kräfteverhältnisse, die offensichtliche Fehlkalkulation und den drohenden Einsatz atomarer Tötungsmittel lenken von den eigentlichen Intentionen ab. Sie gelten der Dehnung des Zeitraums, in dem der Spannungszustand des Krieges aufrechterhalten werden kann, so dass die soziale Kontrolle legitimer Gewalt durch Sonderanordnungen der Exekutive erst eingeschränkt, dann ausgesetzt wird.

Deregulierung
Der deutsche Kanzler hat den ersten Schritt zu dieser Deregulierung mit einer unangekündigten, das Parlament überraschenden Budgetentscheidung getan, als er ein „Sondervermögen“ in Höhe von 100 Milliarden Euro für den staatlichen und privaten Militärapparat ankündigte (27. Februar 2022). Seitdem setzt er diese Deregulierung fort und radikalisiert sie, indem er nach Innen die Lähmung der gewerkschaftlichen Tarifautonomie betreibt („Konzertierte Aktion“). In deren Ergebnis sei „zwischen Arbeitgebern, Gewerkschaften, Wissenschaften und politischen Entscheidungsträgern“ bereits vereinbart worden, man müsse „zusammenhalten“ und sich „unterhaken“ (FAZ vom 18. Juli 2022).

Fragmentierung im Innern
Die auf Senkung der effektiven Lohnzuwächse bei gleichzeitigem Streikverzicht zielende „Aktion“ ist das ökonomische Herzstück der inneren Deregulierung. Bei Preiszusätzen von mehr als 20 Prozent für den täglichen Brotkorb führt die „Aktion“ zu einem objektiven Verfall der Existenzsicherung vor allem in jenen Bevölkerungsschichten, die in der deutschen Statistik am Rande der Armut firmieren. Was mit der Absicht begann, Russland „ruinieren zu wollen“, ruiniert die gesellschaftliche Kohäsion durch soziale Fragmentierung. Das Scheitern im Innern ist absehbar und wird in Berlin gefürchtet.

Sondersteuern
In geradezu vorbildlicher Weise verfolgt das deutsche Wirtschaftsministerium die Strategie der Spannung und ängstigt das Medienpublikum fortwährend mit der Aussicht auf Katastrophen, sofern den Sonderanordnungen der Exekutive nicht gefolgt werde. Bestimmungen zum Umweltschutz, für die sich Bürgerinitiativen jahrzehntelang einsetzten, verfallen dem höheren Interesse angeblicher Sicherheitsbelange. Natur- und Landschaftsreservate werden der Großindustrie geöffnet, kleinere Wasserkraftanlagen sind von Stilllegung bedroht (zum Nutzen großer Energieanbieter). Die Strategie der Spannung versucht einen Zustand zu erreichen, in dem selbst Atomanlagen, die in Deutschland blockiert waren, freigeschaltet werden können, um den angeblichen Zusammenbruch der deutschen Wirtschaft zu verhindern. Diese Atmosphäre einer durch den Krieg ausgelösten, vermeintlich unüberschaubaren Notlage ermöglicht es, kriselnde Privatunternehmen mit Milliardenbeträgen zu stützen und der deutschen Bevölkerung Sondersteuern aufzuerlegen, weil „Russland“ sanktioniert werden müsse.

Kriegsökonomie
Die internationale Währungsspekulation bildet das Scheitern dieser Politik bereits ab. Spekulanten am Geldmarkt kaufen die Ankerwährung der globalen Kriegsökonomie des Westens, während der Euro in der Wertrelation sinkt. Dies führt zu höheren Preisen beim deutschen Warenimport. Die Wertdifferenz wird an die Verbraucher weitergegeben, verstärkt die Inflation und lässt den täglichen Brotkorb noch karger aussehen. Die Bereitschaft, den Spannungszustand weiter mitzutragen, nimmt nicht nur bei den Bedürftigen ab.

Drohungen
Möglichst abgewendet werden soll das faktische Scheitern mit einer nationalistischen Aufblähung Deutschlands in Europa und in der Welt. Ist der Untergrund dieser Hypertrophie der wirtschaftliche Wachstumszwang im globalen Konkurrenzkampf um die letzten Ressourcen, so ist der schöne Schein „Deutschlands Verantwortung für Europa und in der Welt“ (Bundeskanzler Scholz am 18. Juli 2022). Deutschland müsse „führen“, „als Land der Mitte in Europa“, nämlich „Ost und West, Nord und Süd in Europa zusammenführen“, heißt es in Anspielung auf die verhängnisvolle Mitteleuropa-Ideologie, eine Verbrämung des deutschen Machtwillens zwecks ökonomischer Beherrschung des Kontinents. Der deutsche Kanzler befindet sich bereits in der sprachlichen Nachfolge deutscher Apologeten zweier Weltkriege, die im Auswärtigen Amt nach „Mitteleuropa“strebten, womit sie die Unterordnung des nicht-deutschen Auslands meinten. Die deutsche „Führung“ werde „Schluss“ machen „mit den egoistischen Blockaden europäischer Beschlüsse einzelner Mitgliedsstaaten“, heißt es heute ähnlich bei Scholz. Man geht nicht fehl, diese Ankündigung als eine Drohung zu verstehen, die an die übrigen EU-Mitglieder gerichtet ist: Aus einer Position angemaßter Größe und Souveränität, die Berlin in Anspruch nimmt, andere zur Aufgabe ihrer eigenen Souveränität veranlassen und sie für den wirtschaftlichen Nutzen der deutschen Zentralmacht verstärkt in Gebrauch nehmen – gegen Beteiligung.

Fragmentierung Europas
Die Beteiligung am stetigen Wuchs der deutschen Zentralmacht war in der EU bereits in der Vergangenheit umstritten. Der dafür ausgehandelte Preis führte zu ständigen Auseinandersetzungen mit den Gefolgschaftsstaaten, und dieser Preis wird höher, seitdem der deutsche Kanzler gefordert hat, „in einer Welt konkurrierender Großmächte“ müsse „die EU … ein geopolitischer Akteur werden“; „nationale Vetos, etwa in der Außenpolitik“ könne sich die EU „nicht mehr leisten“ (18. Juli 2022). Im Spannungszustand eines Krieges, der „Russland ruinieren“ soll, geht Scholz über „Mitteleuropa“ hinaus, nimmt die Welt in den Blick und verlangt die Formierung der europäischen Staaten, um sie unter deutscher Ägide den sogenannten Großmächten anzuschließen, wahlweise ihnen den Weg zu verlegen. Diese globale Auffaltung der Berliner Zentralmacht, die zum „geopolitischen Akteur“ der EU werden will, würde Paris, Rom, Madrid, Warschau oder Budapest zu Satelliten werden lassen. Die Berliner Forderungen sind wirklichkeitsfremd. Sie fragmentieren Europa, sie einigen nicht.


https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8990

26. Juli 2022

Kriegstaumel – Der hysterische Bellizismus verhindert jedes Nachdenken über Hintergründe und Zusammenhänge des russischen Angriffs.

26. Juli 2022

Moon-Sekte, Vereinigungskirche und Bezüge zum Attentat auf Japans Ex-Premierminister Shinzo Abe. Die „Moonies“ sind auch in Berlin aktiv und veranstalten ein „Friedensfest“. Die Sekte hat beste Beziehungen zu rechten Politikern in westlichen Staaten.

Verband Familienarbeit e.V.
http://www.familyfed.de

Was hat die Ermordung von Shinzo Abe mit einer Sekte zu tun, die für Massenhochzeiten bekannt ist?
https://www.nzz.ch/international/mord-an-abe-verbindungen-zu-moon-sekte-in-japan-ld.1693600

Shinzo Abe: Attentäter nennt Motiv für Ermordung von Japans Ex-Premier
https://web.de/magazine/politik/shinzo-abe-attentaeter-nennt-motiv-ermordung-japans-ex-premier-37119848

Universal Peace Federation – Deutschland
https://upf-deutschland.de/peaceroad2022berlin-invitation.html

Nach dem Tod des Sektenführers erschien der folgende Artikel:

Reverend Moon: Sektenführer, CIA-Aktivist und Freund der Bush-Familie ist tot –
von Bob Fitrakis

https://www.scoop.co.nz/stories/HL1209/S00029/reverend-moon-cult-leader-cia-asset-and-bush-family-friend.htm

  1. September 2012

Der Tod von Reverend Sun Myung Moon beendet hoffentlich eines der seltsamsten Kapitel in der Geschichte des US-Sicherheitsindustriekomplexes. Der selbsternannte „Messias“, dem Dutzende von Unternehmen gehörten, darunter Kahr Arms, und der einst behauptete, posthum die Hochzeit Jesu geleitet zu haben, um den christlichen Retter in den Himmel zu bringen, war in den Vereinigten Staaten letztendlich eine Fassade für Freunde in den Vereinigten Staaten CIA wie George Herbert Walker Bush.

Moon gründete 1982 die Zeitung Washington Times und die Washington Post gab sich alle Mühe, die „dunkle Seite des Mondes“ nach seinem Tod am Montag, dem 3. September 2012 im Alter von 92 Jahren nicht zu erwähnen. Als George W. Bush ins Stocken geriet in New Hampshire Anfang 2000, war es Moons schattiges sektiererisches rechtes Netzwerk, das in South Carolina zu seiner Rettung kam. Moons Streitkräfte halfen dabei, eine gewisse primäre Niederlage in einen zweistelligen Sieg zu verwandeln, indem sie Moonies, seine zombieähnlichen Anhänger, im ganzen Staat verbreiteten. Wie die Washington Post berichtete: „Eine Reihe konservativer Gruppen ist gekommen, um Bushs Botschaft mit Telefonbanken, Radiowerbung und eigenen Mailings zu verstärken.“

Unterdessen titelte die Washington Times von Moon: „Bush spottet über die Behauptung, er sei zu weit nach rechts gegangen.“ Das bizarre, fast unglaubliche politische Bündnis zwischen der Familie Bush und Rev. Moon ist eines der schmutzigen kleinen Geheimnisse der CIA-Einmischung in die US-Innenpolitik.

Um die historische Bedeutung von Rev. Moon und seinen Moonies zu verstehen, muss man mit Ryoichi Sasakawa beginnen, der in einem Untersuchungsbericht von Frontline aus dem Jahr 1992 als die wichtigste Geldquelle hinter Moons weit verstreutem religiösen/wirtschaftlichen Weltimperium identifiziert wurde. Sasakawa prahlte gegenüber dem Time Magazine, er sei „der reichste Faschist der Welt“.

In den 1930er Jahren war Sasakawa einer der führenden Faschisten Japans. Er organisierte eine Privatarmee von 1500 Mann, ausgerüstet mit 20 Kampfflugzeugen. Seine Anhänger waren Japans Version von Mussolinis Schwarzhemden. Sasakawa war eine Schlüsselfigur bei der Führung Japans in den Zweiten Weltkrieg und ein „unverurteilter Kriegsverbrecher der Klasse A“. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wegen Kriegsverbrechen gefangen genommen und inhaftiert. Laut US-Dokumenten wurde Sasakawa plötzlich zusammen mit einem anderen angeklagten Kriegsverbrecher, Yoshio Kodama, einer prominenten Figur in Japans Syndikat für organisiertes Verbrechen, der Yakuza, freigelassen. Sie wurden 1948 freigelassen, ein Jahr nachdem der National Security Act die CIA als Nachfolger des Office of Strategic Services (OSS) etabliert hatte. Im Januar 1995 deckte der japanische KYODO News Service Dokumente auf, die belegten, dass Kodama‘ Seine Freilassung fiel mit einer Vereinbarung zusammen, die er zwei Monate zuvor mit dem US-Militärgeheimdienst getroffen hatte, um als Informant zu dienen. Freigegebene Dokumente bringen Kodamas Freilassung mit der CIA in Verbindung.

Während des Zweiten Weltkriegs bestanden die Aktivitäten von Kodama laut Aufzeichnungen der Spionageabwehr der US-Armee darin, „China systematisch von seinen Rohstoffen zu plündern“ und mit Heroin, Waffen, Wolfram, Gold, Industriediamanten und Radium zu handeln. Sowohl Sasakawas als auch Kodamas CIA-Verbindungen sind ein wiederkehrendes Thema in ihrer Beziehung zu Rev. Moon.

1997 leitete der Kongressabgeordnete Donald Fraser eine Untersuchung des Moon-Kultes ein. Der 444-seitige Kongressbericht behauptete, Moonie sei an Bestechung, Bankbetrug, illegalen Schmiergeldern und Waffenverkäufen beteiligt gewesen. Der Bericht enthüllte, dass Moons 20.000 Mitglieder zählende Vereinigungskirche eine Schöpfung der koreanischen Central Intelligence Agency (KCIA) war. Die Moonies arbeiteten mit KCIA-Direktor Kim Chong Phil als politisches Instrument, um die US-Außenpolitik zu beeinflussen. Die US CIA war die Agentur, die nach dem Zweiten Weltkrieg hauptsächlich für die Gründung der KCIA verantwortlich war. Die Moon-Organisation hat jede Verbindung zu den US-Geheimdiensten oder der koreanischen Regierung bestritten.

Der Koreaner Moon und seine beiden faschistischen japanischen Freunde Kodama und Sasakawa arbeiteten Anfang der 1960er Jahre zusammen, um mit Hilfe von KCIA-Agenten die Antikommunistische Liga der asiatischen Völker zu gründen. Die Liga verwendete angeblich japanisches Geld für organisierte Kriminalität und finanzielle Unterstützung des chinesischen Generalissimus Chiang Kai-Shek. Die Liga konzentrierte ihre Bemühungen darauf, faschistische und rechte Militaristen in ganz Asien zu einer antikommunistischen Kraft zu vereinen.

1964 gründeten League-Gelder das Moon’s Freedom Center in den Vereinigten Staaten. Kodama diente als Chefberater der Moon-Tochter Win Over Communism, einer Organisation, die als Kanal zum Schutz der südkoreanischen Finanzinvestitionen von Moon diente. Sasakawa fungierte als Vorsitzender des Win Over Communism.

1966 fusionierte die Liga mit einer anderen faschistischen Organisation, dem Antibolschewistischen Block der Nationen. Aus der Fusion entstand die World Anti-Communist League (WACL). Später, in den 1980er Jahren, tauchte der pensionierte US-Generalmajor John Singlaub aus dem Schatten der Liga auf, um in den Iran-Contra-Skandal verwickelt zu werden. Als Vorsitzender der WACL rekrutierte Singlaub Glücksritter und andere paramilitärische Gruppen, um die Sache der Contra in Nicaragua gegen die Sandinisten zu unterstützen.

Moon’s Freedom Center diente als Hauptquartier der Liga in den USA. Während der Iran-Contra-Anhörungen wurde die Liga als „multinationales Netzwerk von Nazi-Kriegsverbrechern, Anführern lateinamerikanischer Todesschwadronen, nordamerikanischer Rassisten und Antisemiten“ beschrieben und faschistische Politiker aus allen Kontinenten.“

In Zusammenarbeit mit der KCIA unternahm Moon 1965 seine erste Reise in die USA und erhielt schockierenderweise eine Audienz beim ehemaligen Präsidenten Dwight D. Eisenhower. Sowohl „Ike“ als auch der frühere Präsident Harry S. Truman verliehen ihre Namen dem Briefkopf der von Moon gegründeten Korean Cultural Freedom Foundation. 1969 gründeten Moon und Sasakawa gemeinsam die Freedom Leadership Foundation, eine Organisation, die sich für den Vietnamkrieg einsetzte und sich für die US-Regierung einsetzte.

In den 1970er Jahren erlangte Moon im sogenannten Koreagate-Skandal Berühmtheit. Weibliche Anhänger der Vereinigungskirche wurden beschuldigt, US-Kongressabgeordnete zu unterhalten und horizontal Lobbyarbeit zu leisten, während sie vertrauliche Akten über diejenigen führten, für die sie in einer von den Moonies gemieteten Suite des Washington Hilton Hotels „Lobbyarbeit“ leisteten. Der US-Senat führte Anhörungen zu Moons „programmatischer Bestechung von US-Beamten, Journalisten und anderen als Teil einer Operation der KCIA zur Beeinflussung des Kurses der US-Außenpolitik“ durch. Der Fraser-Bericht dokumentiert, dass Moon „von der KCIA bezahlt wurde, um Demonstrationen bei den Vereinten Nationen zu veranstalten und pro-südkoreanische Propagandakampagnen durchzuführen“. Der Ermittler des Kongresses für den Fraser-Bericht sagte: „Wir stellen fest, dass ihr (Moonies) Hauptinteresse, zumindest in den USA zu dieser Zeit,

Nach dem Wahlsieg von Ronald Reagan im Jahr 1980 nahm Moons politischer Einfluss dramatisch zu. Vizepräsident George Bush, ehemaliger CIA-Direktor, lud Moon als seinen Gast zur Amtseinführung von Reagan ein. Bush und Moon teilten unappetitliche Verbindungen zu südamerikanischen Unterweltfiguren. Laut dem investigativen Magazin IF kollaborierte die Moon-Organisation 1980 mit einem rechten Militärputsch in Bolivien, der den ersten Drogenstaat der Region gründete.

Moons Referenzen stiegen in konservativen Kreisen sprunghaft an. 1982, mit der Gründung der Propaganda-Boulevardzeitung Washington Times. Vizepräsident Bush erkannte sofort den Wert, ein Bündnis mit der politisch mächtigen Moon-Organisation zu schmieden, ein Bündnis, von dem Moon behauptet, dass es Bush zum Präsidenten machte. Eine ehemalige Moonie-Website behauptet, dass Rev. Moon während der Schlacht zwischen Bush und Dukakis im Jahr 1988 seinen Anhängern gedroht habe, dass sie aus den Vereinigten Staaten vertrieben würden, wenn die bösen Dukakis gewinnen würden.

Moon selbst fehlten saubere Hände. Moon wurde 1982 wegen Steuerhinterziehung verurteilt und verbrachte ein Jahr in einem US-Gefängnis. Ebenfalls 1982 half die Moon-Organisation mit Sitz an der Ohio State University in Columbus, Ohio, John Kasich, jetzt Gouverneur von Ohio, in den US-Kongress im 12. Bezirk zu wählen. Während des Golfkriegs organisierte die von Moonie gesponserte American Freedom Coalition im ganzen Land Kundgebungen zur Unterstützung der Truppen.

Die Frontline-Dokumentation identifizierte die Washington Times als das teuerste Stück in Moons Propaganda-Arsenal, mit geschätzten Verlusten von bis zu 800 Millionen Dollar. Dennoch behauptet der Dokumentarfilm, dass das virtuelle Monopol seines alten Freundes Sasakawas über die japanische Schnellboot-Glücksspielindustrie es ermöglichte, dass kontinuierlich Geld in die US-Kassen floss.

Die Bush-Moonie-Verbindung löste im September 1995 erhebliche Kontroversen aus, als der ehemalige Präsident ankündigte, dass er im Namen einer Moonie-Frontorganisation, der Women’s Federation for World Peace, die von Moons Frau gegründet und geleitet wurde, fast eine Woche in Japan verbringen würde.

Bush spielte die Vorwürfe der Gehirnwäsche und Nötigung durch Moonie herunter. Die New York Times stellte fest, dass Bushs Anwesenheit „von einigen als Legitimität für die Gruppe [Moonies] angesehen wird“.

Das langjährige Moonie-Mitglied SP Simmonds schrieb einen Leitartikel für den Portland Press Herald, in dem er feststellte, dass Bushs „die von Moon gezahlte Million Dollar nicht benötigte und sich der Geschichte der Kirche bewusst war“. Andere Nachrichtenquellen bezifferten die Zahl für die Anwesenheit des ehemaligen Präsidenten auf 10 Millionen Dollar. Bush teilte sich das Podium mit Moons Frau und sprach vor 50.000 Menschen in der Kuppel von Tokio. Bush sagte den Gläubigen: „Reverend und Mrs. Moon sind heute an den wichtigsten Aktivitäten der Welt beteiligt.“

Im folgenden Jahr finanzierte Moon eine Reihe von Konferenzen zu „Familienwerten“ von Oakland bis Washington DC. Der San Francisco Chronicle berichtete: „In Washington öffnete Moon sein Scheckbuch für solche Hauptstützen der Republikanischen Partei wie den ehemaligen Präsidenten Gerald Ford und George Bush, den GOP-Präsidentschaftskandidaten Jack Kemp und Christian Coalition-Führer Ralph Reed.“

Anson Shupe, Professor für Soziologie an der Purdue University, ein langjähriger Mondbeobachter, sagte: „Der Mann, der beschuldigt wird, die größte Gehirnwäsche in Amerika zu sein, ist in den Mainstream der republikanischen Americana eingetreten.“

Moon verkündete bei seinen Familien-Wertekonferenzen, dass er nur einer sei, der „alle Geheimnisse Gottes“ kenne. Einer davon war laut Chronicle, dass „der Ehemann der Besitzer der Geschlechtsorgane seiner Frau ist und umgekehrt“.

„Präsident Ford, Präsident Bush, die an der ersten Weltversammlung der Familienföderation für den Weltfrieden teilgenommen haben, und alle Sie verehrten Gäste sind berühmt, aber es gibt etwas, das Sie jetzt wissen“, zitierte der Chronicle Moon. „Gibt es jemanden Hier, wer mag keine Geschlechtsorgane? . . . Bis jetzt hast du es vielleicht nicht für tugendhaft gehalten, die Geschlechtsorgane zu schätzen, aber von jetzt an musst du sie schätzen.“

Im November 1996 kam Bush der Ältere in Buenos Aires, Argentinien, an, inmitten einer Kontroverse über eine neu geschaffene spanischsprachige Moon-Wochenzeitung namens Tiempos del Mundo. Bush glättete die Dinge als Hauptredner beim Eröffnungsdinner der Zeitung am 23. November.

Der ehemalige Präsident reiste dann mit Moon ins benachbarte Uruguay, um ihm bei der Eröffnung eines Seminars in Montevideo zu helfen, um 4200 junge Japanerinnen auszubilden, um das Wort der Vereinigungskirche in ganz Lateinamerika zu verbreiten. Laut der St. Petersburg Times wurden die jungen japanischen Seminaristen später beschuldigt, 80 Millionen Dollar über eine uruguayische Bank gewaschen zu haben. Die Times berichtete auch, dass Moon, als die Liberty University von Rev. Jerry Falwell vor dem Bankrott stand, sie mit Millionen von Dollar an Krediten und Zuschüssen rettete.

1997 schrieb die New York Times, dass Moon „sich in den letzten Jahren an konservative Christen in diesem Land gewandt hat, indem er gemeinsame Ziele wie die Unterstützung sexueller Abstinenz außerhalb der Ehe und die Ablehnung von Homosexualität betont hat“. Moon appellierte auch an die Befürworter des zweiten Verfassungszusatzes. Im März 1999 berichtete die Washington Post, dass der Sektenführer über Saeilo Inc. die lukrative Firma Kahr Arms besaß.

Es ist das schattenhafte Netzwerk um die Moonies und die CIA, das dazu beigetragen hat, sowohl George HW Bush als auch George W. Bush in die Präsidentschaft zu führen. In letzter Zeit hat die Zeitung „Messiah’s“ die meiste Zeit damit verbracht, Präsident Obama anzugreifen.

Neben der Washington Times hatte die Vereinigungskirche Geschäftsbeteiligungen, darunter die United Press International (UPI). Moon wurde oft in den Mainstream-Medien gezeigt, wie er Massenehen seiner Anhänger leitete. Noch wichtiger war seine Verbindung mit der CIA und der Familie Bush. Seine Korruption der US-amerikanischen Politik lebt weiter.

26. Juli 2022

Rock against Russia – The Rolling Stones – Paul McCartney – Patti Smith – Bon Jovi – Dee Snyder – Twisted Sister – Queen – Sting – Arcade Fire – The Cure

Liste der Rockstars , die den NATO-Krieg gegen Russland aktiv unterstützen.

26. Juli 2022

How Corrupt is Ukrainian President Volodymyr Zelensky? (CovertAction Magazine)

26. Juli 2022

Das Warten auf das Verlassen der von der Ukraine kontrollierten Gebiete kann bis zu einem Tag dauern (TASS)

MOSKAU, 25. Juli. /TASS/. Es gibt viele Menschen, die die Ukraine in Richtung der von den Alliierten kontrollierten Gebiete verlassen wollen, das Warten in den Schlangen kann von 10 Stunden bis zu einem Tag dauern. Dies teilte der stellvertretende Leiter der Volksmilizabteilung der Volksrepublik Donezk (DVR) Eduard Basurin am Montag mit.

„In der Region Zaporozhye gibt es einen solchen Grenzübergang zwischen der Ukraine und dem Gebiet, das nicht mehr von den ukrainischen Behörden kontrolliert wird. Menschen aus der Ukraine passieren diesen Grenzübergang, die nicht nur in Zaporozhye, Cherson [Regionen] leben, sondern auch in Luhansk und Donezk [Volksrepubliken] „Die Leute kehren zurück. <…> Die Warteschlangen sind sehr lang. An manchen Tagen sind es 10 Stunden das Minimum – die Leute stehen, um zu gehen, manchmal tagelang. Aber die Leute stehen, gehen zu diesen Schwierigkeiten, um dorthin zu gelangen, um nach Hause zurückzukehren“, sagte er auf dem First Channel .

Basurin erklärte, dass sich unter denjenigen, die in die von den Alliierten kontrollierten Gebiete einreisen, viele Einwohner der Republiken Donbass befinden, die die Ukraine zuvor aufgrund der aktuellen Covid-Beschränkungen nicht verlassen konnten. „Als eine Pandemie angekündigt wurde, wurden die Grenzen zwischen uns und der Ukraine geschlossen, und viele Menschen, die aus verschiedenen Gründen dort abgereist waren, konnten nicht raus. <…> Jetzt haben die Menschen die Möglichkeit, nach Hause zurückzukehren“, erklärte er.

Ihm zufolge gehen einige Leute zu Verwandten, um „es abzuwarten“. „Menschen versuchen, der Gesetzlosigkeit in der Ukraine zu entkommen. Manche Leute kommen hierher, um ihre Verwandten und Freunde zu besuchen. Das ist nicht ihr Zuhause. 

https://tass.ru/mezhdunarodnaya-panorama/15302717

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Menschen fliehen aus der Ukraine in den Donbass
hier der Link zu der russischsprachigen Seite von Euronews

https://ru.euronews.com/2022/07/21/ukraine-2107ma

26. Juli 2022

Kiew bittet EU-Länder um Visaerteilung für Russen auf Grundlage ihrer schriftlichen Verurteilung der Sonderoperation (RT)

Die ukrainischen Behörden sind der Ansicht, dass die EU-Mitgliedstaaten Russen, die die spezielle Militäroperation in der Ukraine unterstützen, nicht in ihr Hoheitsgebiet einreisen lassen sollten. Außerdem sollte die EU eine entsprechende Frage in den Fragebogen aufnehmen, der bei der Beantragung eines Visums auszufüllen ist. Dies hat der ständige Vertreter der Ukraine bei der EU, Alexei Makejew, in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der europäischen Ausgabe der Zeitung Politico gesagt. Der Botschafter behauptete: „Wir bestehen darauf, dass diejenigen Russen, die diesen genozidalen Krieg unterstützen – und verschiedene Umfragen zeigen, dass 80 Prozent der Russen den Krieg unterstützen -, keinen Zugang zur freien Welt haben sollten.“

Der Zeitung zufolge beinhaltet die Initiative einen obligatorischen Fragebogen für russische Bürger, die ein Visum beantragen. Der Fragebogen soll nach Angaben Kiews Fragen zur Einstellung des Antragstellers zu der Sonderoperation und dazu enthalten, ob er oder sie „Verwandte hat, die Kriegsverbrechen begangen haben“. Auf diese Weise, so Makejew, könne man die russische Bevölkerung „kritisch“ gegenüber der Sonderoperation stimmen und „Druck auf die russische Regierung ausüben“.

26. Juli 2022

»Nie wieder Sklave« Kuba feiert. Kritik anhaltender und verschärfter US-Blockade gegen die sozialistische Inselrepublik. (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/431234.m-26-7-nie-wieder-sklave.html

26. Juli 2022

Moskau warnt Kiew vor weiteren gefährlichen Provokationen gegen Atomkraftwerke (RT)

https://pressefreiheit.rtde.tech/international/131481-liveticker-zum-ukraine-krieg-scholz/

Russland warnt die ukrainische Führung unter Präsident Wladimir Selenskij vor weiteren Provokationen gegen das Kernkraftwerk Saporoschschje und vor der Verbreitung von Desinformation diesbezüglich. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums Maria Sacharowa erklärte in einem Kommentar am Montag:

„Wir warnen das Selenskij-Regime vor weiteren Provokationen gegen Europas größtes Kernkraftwerk. Diese bergen stets das Risiko nuklearer Unfälle, deren schwerwiegende Folgen nicht nur die Ukraine betreffen könnten. Wir fordern die internationale Gemeinschaft auf, in dieser Frage wachsam zu sein und das Vorgehen der Kiewer Regierungsbehörden zu verurteilen.“

Weiter erklärte Sacharowa: „In letzter Zeit ist die angespannte Situation rund um das KKW Saporoschschje, die von den ukrainischen Behörden unter anderem durch die Verbreitung von Fehlinformationen über die angeblichen negativen Auswirkungen der dort anwesenden Vertreter Russlands auf die Sicherheit der Anlage angeheizt wird, immer besorgniserregender geworden.“

UN torpedierte IAEO-Inspektion
Zudem erinnerte die Sprecherin des russischen Außenministeriums daran, dass der gemeinsame Besuch der Russischen Föderation und des Sekretariats der Internationalen Atomenergie-Organisation unter der Leitung des IAEO-Generaldirektors Rafael Grossi ausschließlich „aufgrund der destruktiven Haltung der Führung des UN-Sekretariats, die sich weigerte, die Initiative des IAEO-Sekretariats unter dem weit hergeholten Vorwand der unzureichenden Sicherheit und der zeitlichen Unangemessenheit der Veranstaltung zu unterstützen“, nicht stattgefunden habe.

Sacharowa wertete, dass die Absage des Besuchs „dem Kiewer Regime und seinen westlichen Sponsoren in die Hände gespielt hat. Diese waren nicht damit zufrieden, dass die Teilnehmer der Mission – der Generaldirektor, die Experten der Agentur und die internationalen Vertreter – die Möglichkeit haben würden, sich ein Bild von der tatsächlichen Situation im KKW Saporoschschje zu machen und sich vom Normalbetrieb dort zu überzeugen“.

Kiews Drohnenangriffe auf Kühlsystem und Personal
Der Diplomatin zufolge hat sich nach der Unterbrechung der Reise „die Zahl der gegen das Atomkraftwerk Saporoschje gerichteten bewaffneten Provokationen Kiews vervielfacht. Es gab Angriffe auf das Gelände des Kraftwerks mit Hilfe unbemannter Flugzeuge sowie Aktionen zur Einschüchterung des Personals“:

„Tatsächlich hat die Ukraine mit ihrem Vorgehen alle sieben vom IAEO-Generaldirektor formulierten Grundsätze der nuklearen Sicherheit und Sicherung eklatant verletzt und die Resolutionen der IAEO-Generalkonferenzen von 1985 und 1990 ignoriert, wonach jeder bewaffnete Angriff oder die Androhung eines Angriffs auf friedlich genutzte kerntechnische Anlagen einen Verstoß gegen die Grundsätze der UN-Charta, des Völkerrechts und der IAEO-Satzung darstellt.“

26. Juli 2022

„Kein Krieg, kein Embargo!“ – Deutsche Handwerker begehren gegen Russland-Sanktionen der Regierung auf

Immer mehr deutsche Handwerker begehren gegen die Sanktionspolitik auf. Ein Kreishandwerksmeister griff zudem den Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks scharf an. Hintergrund für die Auseinandersetzung sind dessen „allgemeinpolitische Äußerungen zum Ukraine-Konflikt“.

Karl Krökel, Kreishandwerksmeister in Dessau-Roßlau (Sachsen-Anhalt), hat zusammen mit den Obermeistern der verschiedenen Handwerkerinnungen der Region einen Brief an die Handwerkskammer Halle/Saale zum Ukraine-Konflikt verfasst. In diesem erklären die Handwerker, dass sie Krieg als Mittel der Politik ablehnen und sich daher auch gegen Waffenlieferungen an die Ukraine stellen. Der Konflikt werde nicht auf militärischem Wege zu lösen sein.

Auch die Sanktionspolitik des Westens lehnen die Handwerksvertreter ab. Die Sanktionen beeinflussen ihnen zufolge die Kriegsführung nicht. Es sei damit auch nicht gelungen, den Profit Russlands aus den Geschäften mit seinen fossilen Energiequellen zu verringern. Ganz im Gegenteil: Die Handwerker verweisen darauf, dass die Exporteinnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 60 Prozent gestiegen sind. Der Brief kritisiert scharf die Absurditäten der westlichen Sanktionspolitik: „Private indische Ölraffinerien, die billiges Öl aus Russland abnehmen, beliefern den Weltmarkt mit Benzin und Diesel, während die PCK-Raffinerie in Schwedt vor dem Aus steht.“
Das heize zudem die Inflation in Europa weiter an, da die Importe auf dem Seeweg teurer seien als per Pipeline.

„Für Millionen von Menschen führt das Handeln der EU zu immer höheren Preisen und der Frage, wie sie ihre täglichen Grundbedürfnisse noch erfüllen können. Die Menge Öl aus Russland, die in Nicht-EU- und Nicht-G7-Häfen angelandet wurde, ist sprunghaft angestiegen.“  Die Wirtschaftssanktionen würden sich „massiv“ gegen die eigene Bevölkerung und Wirtschaft richten.

„Es sind durch gravierende Unfähigkeit (der Politiker) erhebliche materielle Schäden in der Bevölkerung und der Wirtschaft entstanden und das ist erst der Anfang. Das Embargo ist zum Bumerang geworden, nimmt zunehmend kuriosere Züge an, trifft die eigene Bevölkerung und Wirtschaft. Hinzu kommen Milliarden Unterstützung für den Krieg in der Ukraine.“

Die Obermeister der Leipziger Handwerkerinnungen verfassten einen ähnlichen Appell, der auch vom Präsidenten des Zentralverbandes des Deutschen Schuhmacherhandwerks unterzeichnet wurde. Darin heißt es, an die Politiker gerichtet, unter anderem:
„Denken Sie die Dinge vom Ende her! Unterlassen Sie außenpolitische Provokationen, die uns als rohstoffarmes Land und globalisierte Volkswirtschaft schaden! … Kein Krieg, kein Embargo, zurück zu unseren Wurzeln, die in den letzten Jahrzehnten unsere Lebensgrundlage gesichert haben!“
Ohne eine „Rückkehr zum realpolitisch Machbaren und Verantwortbaren“ werde die deutsche Gesellschaft auseinanderdriften.

Die Dessauer Handwerker kritisierten zudem scharf den deutschen Handwerkspräsidenten Hans Peter Wollseifer, wie die BerlinerZeitung berichtete:
„Umso unverständlicher und unverantwortlicher ist es, wenn ZDH-Präsident Wollseifer nun behauptet, ‚dass das Handwerk den Sanktionskurs der Bundesregierung gegen Russland ausdrücklich unterstützt‘.“

Erstens seien die Positionen unter Handwerkern „deutlich differenzierter“, die „Kriegs- und Sanktionspolitik“ stoße sogar „auf breiten Widerstand“. Zudem dürfe sich „eine Handwerksorganisation, die sich auf die Zwangsmitgliedschaft gründet, (nicht) allgemeinpolitisch … äußern“.

Der Chef des deutschen Handwerks hatte sich gegenüber der Deutschen Presse-Agentur positiv zur Politik der Sanktionen Berlins gegen Russland geäußert.

26. Juli 2022

Sergei Lawrow: Russlands Position zum Abkommen über Getreideexporte durch Westen verzerrt

https://pressefreiheit.rtde.tech/international/144395-sergei-lawrow-russlands-position-zum/

Mit der Unterzeichnung des Abkommens über Getreideexporte in Istanbul habe sich Russland zur Beendigung der Militäroperation nicht verpflichtet. Dies erklärte Sergei Lawrow nach dem Angriff auf ein ukrainisches Schiff und Munitionslager mit Harpoon-Raketen im Hafen von Odessa.

Die westlichen Länder sollen den Kern des Istanbuler Abkommens über die Lieferung von Nahrungsmitteln und Getreideexporten verfälscht haben. Dies verkündete der russische Chefdiplomat Sergei Lawrow. Wörtlich hieß es:

„Unsere westlichen Kollegen sind im Prinzip schon erfahren darin, jede Nachricht verzerrt darzustellen, und zwar ausschließlich in der Form, in der sie gegen Russland verwendet werden kann, was mich nicht mehr überrascht.“

Mit diesen Worten antwortete Sergei Lawrow auf die Bitte eines Journalisten, sich zu den im Westen geäußerten Aussagen über den russischen Angriff auf das ukrainische Schiff im Hafen von Odessa zu äußern. Der Minister betonte, dass es keine Hindernisse für den Export von Getreide gebe:

„Die Ziele der Präzisionsschläge befinden sich in einem separaten Teil des Hafens von Odessa, im sogenannten militärischen Teil des Militärhafens. Bei den Zielen handelt es sich um ein Kampfboot der ukrainischen Marine und ein Munitionslager, in das kürzlich Harpoon-Raketen zur Schiffsabwehr geliefert wurden.“

Dabei unterstrich der russische Außenminister, die von Russland eingegangenen Verpflichtungen, auch im Rahmen der am 22. Juli in Istanbul unterzeichneten Vereinbarungen „verbieten Russland in keiner Weise“, die spezielle Militäroperation fortzusetzen, indem die russischen Streitkräfte weiter militärische Infrastruktur und andere militärische Ziele zerstören.

Sergei Lawrow präzisierte ferner, die Harpoon-Raketen hätten eine Bedrohung für die russische Schwarzmeerflotte dargestellt, jetzt „stellen sie keine Bedrohung für uns dar“. Der hochrangige Diplomat betonte, dass der Getreideterminal weit vom militärischen Teil des Hafens von Odessa entfernt sei, sodass es keine Hindernisse für die Lieferung von Getreide an die Kunden gemäß den in Istanbul getroffenen Vereinbarungen gebe.

Wladimir Selenskij und Vertreter westlicher Länder äußerten sich negativ über den russischen Luftangriff. Das russische Verteidigungsministerium teilte später mit, dass dadurch ein ukrainisches Militärboot und ein Lager mit von den USA gelieferten Harpoon-Raketen im Hafen von Odessa vernichtet worden seien.

26. Juli 2022

Die Finanzmacht treibt in den Krieg (Ossietzky)

26. Juli 2022

Party mit Ruf nach Waffen: »Arm Ukraine – Make Pride in Mariopol Possible« (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/431096.lgbtiq-rechte-party-mit-ruf-nach-waffen.html

Politik spielte dort – soweit überhaupt zu erkennen – keine widerständige, sondern eine staatstragende Rolle. So erinnerte Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Die Linke) zur Eröffnung an Russlands Krieg in der Ukraine. »Tausende Menschen sind geflüchtet, darunter viele queere Menschen«, so Lederer. CSD-Pressesprecher Ulli Pridat erklärte gegenüber dem RBB, man sei froh, »auch die Community aus der Ukraine mit zwei Trucks« dabei zu haben. Wie in der »Tagesschau« mittags zu sehen war, lautete deren zentrales Motto »Arm Ukraine – Make Pride in Mariopol Possible« (Bewaffnet die Ukraine – Ermöglicht Pride in Mariupol).

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