Archive for Juli 24th, 2022

24. Juli 2022

Strategisches Umdenken in Berlin (I) german-foreign-policy.com

(Eigener Bericht) – Berlin zieht eine Verschärfung der Konfrontationspolitik gegenüber China in Betracht. Dies zeigt ein aktuelles Strategiepapier, das die CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung jetzt vorgelegt hat. Zu den Vorschlägen, die das Papier enthält, gehören eine verstärkte Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Volksrepublik, zudem „öffentliche Kampagnen“, in denen Beijing „Desinformation und Propaganda“ vorgeworfen werden, sowie der Versuch, China die Kooperationspartner etwa in Afrika abspenstig zu machen. Parallel gelte es die Widerstandsfähigkeit („Resilienz“) der eigenen Bevölkerung zu stärken – zum Beispiel durch „eine strategische Medien- und Informationspolitik in Deutschland und der EU“. Um die Stellung der Volksrepublik in der Weltwirtschaft zu schwächen, könne man die global verankerte WTO durch einen neuen Zusammenschluss der G7 mit der OECD („WTO des Westens“) ersetzen, schreibt die CDU-Stiftung. Sie weist darauf hin, dass mit chinesischer Gegenwehr und mit massiven Schäden für deutsche Unternehmen zu rechnen sei – zu einer Zeit, zu der die deutsche Wirtschaft schwer unter dem Sanktionskrieg gegen Russland zu leiden beginnt.

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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8988

24. Juli 2022

100 Milliarden für uns statt für ihre Kriege! – Kundgebung in Frankfurt (M) am 23. Juli

DKP & SDAJ, Solid Hessen, SDS Frankfurt, Cuba Sí Hessen, Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba und DIDF-Jugend Frankfurt am Main haben am 23.07. zu einer gemeinsamen Kundgebung und Demonstration unter dem Titel „100 Milliarden für uns statt für ihre Kriege!“ aufgerufen. Daran haben sich auch viele Freidenker beteiligt.

Sebastian Bahlo, Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes, hielt auf dieser Kundgebung eine Rede, die wir nachstehend dokumentieren.

Sebastian Bahlo

Wir protestieren gegen die unvernünftige, schädliche und gefährliche Konfrontationspolitik der Bundesregierung gegen Rußland.

Wir protestieren gegen einen 100-Milliarden-Kriegskredit, den wir in Form von Steuererhöhungen zurückzahlen sollen.

Wir protestieren gegen die Waffenlieferungen an die Ukraine, die einen nicht gewinnbaren Krieg unter gewaltigen Opfern sinnlos verlängern und ausweiten.

Wir protestieren gegen die selbstmörderische Sanktionspolitik.

Nicht zuletzt protestieren wir gegen die Lügen, mit denen wir dazu gebracht werden sollen, an die Berechtigung oder gar Alternativlosigkeit dieser Politik zu glauben.

Wenn man der Regierungspropaganda glaubt, brach am 24. Februar zum ersten Mal seit 1945 Krieg in Europa aus, und diesmal hat Rußland angefangen, indem es aus heiterem Himmel völlig unprovoziert die Ukraine überfiel.

Um den ganzen Irrsinn unserer Politik zu verstehen, ist es notwendig, dieser Erzählung die historischen Tatsachen gegenüberzustellen.

Erstens: Es gibt kein Land, das seit dem Zweiten Weltkrieg so viele brutale völkerrechtswidrige Aggressionen verübt hat wie unser hochverehrter großer Bruder USA. Tatsächlich ist die Liste dieser Aggressionen zu lang, um sie vorzulesen, die Opfer zählen nach vielen Millionen. Am 6. August gedenken wir des bislang einzigen Einsatzes der atomaren Massenvernichtungswaffe, den die USA 1945 zynisch und militärisch sinnlos gegen zwei zivile Großstädte durchgeführt haben.

Zweitens: Der erste Krieg in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg begann 1991, als sich Kroatien mit Unterstützung Deutschlands von Jugoslawien abspaltete, aber den in Kroatien lebenden Serben nicht das Recht gewährte, in Jugoslawien zu verbleiben. Der blutige Krieg in Jugoslawien fand seinen Höhepunkt 1999 mit dem lupenreinen unprovozierten, völkerrechtswidrigen und brutalen Angriffskrieg der NATO gegen Jugoslawien, an dem sich auch Deutschland mit Luftangriffen auf Belgrad beteiligte.

Drittens: In diesem Krieg bombardierte die NATO die chinesische Botschaft in Belgrad, nach dem Friedensschluß befahl der NATO-Oberbefehlshaber den  bewaffneten Angriff auf russische Friedenstruppen in Pristina, der zum Glück von klügeren Untergebenen verweigert wurde. Die NATO ist ein gemeingefährliches Terrornetzwerk, das schon vor 23 Jahren offen seine feindlichen Absichten gegenüber China und Rußland demonstrierte.

Viertens: Rußland und die Ukraine lebten über 20 Jahre lang zwar nicht immer harmonisch, aber friedlich nebeneinander. Obwohl Rußland und die Krimbewohner mit der willkürlich entstandenen Zugehörigkeit der Krim zur Ukraine nicht glücklich waren, akzeptierte Rußland diese Zugehörigkeit im Austausch für Sicherheitsgarantien.

Was geschah dann? Im Februar 2014 wurde durch einen gewaltsamen Umsturz ein antirussisches Terrorregime unter Einbeziehung offener Faschisten in Kiew installiert. Die Putschisten konnten aber  nicht die Kontrolle über alle Landesteile erringen, auf der Krim und im Donezbecken wurde die verfassungsmäßige Ordnung verteidigt. Dessenungeachtet erkannten die NATO-Länder sofort und ohne irgendwelche Bedingungen die Putschregierung an, die nur einen Teil des Landes kontrollierte. Wie nennt man das? Das war eine völkerrechtswidrige Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine. Und jeder weiß, daß der Maidanputsch die direkte und entscheidende Ursache für die Wiedervereinigung der Krim mit Rußland war.

Nicht seit Februar 2022, sondern seit dem Frühjahr 2014 ist in der Ukraine Krieg, die Ursache ist der von NATO und EU unterstützte Maidanputsch. Kiew weigert sich seit sieben Jahren, die in den Minsker Abkommen vorgesehenen Verhandlungen mit den Vertretern der Volksrepubliken Donezk und Lugansk um Autonomierechte zu führen. 2021 wurden die ukrainischen Angriffe auf militärische und zivile Ziele im Donezbecken intensiviert, mit inoffizieller Unterstützung durch NATO-Länder.

Für eine rechtliche und moralische Bewertung der russischen Intervention in der Ukraine bleibt Raum, aber niemand, der die Ereignisse objektiv analysieren will, kommt an diesen historischen Tatsachen vorbei.

Und der eskalierende Charakter der westlichen Politik setzt sich im Krieg fort. Was würde ein Land normalerweise tun, wenn zwei fremde Länder, mit denen es keinen Bündnisvertrag hat, Krieg führen? Vielleicht vermitteln? Nicht so die deutsche Regierung. Es ist nahezu sicher, daß der Krieg bereits vor Monaten wenigstens durch ein Waffenstillstandsabkommen hätte beendet werden können, wenn die ukrainische Kriegsmaschine nicht durch Waffenlieferungen am Laufen gehalten würde. Jeden Tag sterben Hunderte für das wahnsinnige Ziel der NATO, Rußland auf dem Schlachtfeld zu besiegen. Je größer die Reichweite der gelieferten Waffen, desto weiter nach Westen wird Rußland die Frontlinie treiben. Je offener die NATO als direkte Kriegspartei auftritt, desto größer wird die Gefahr eines nuklearen Weltkriegs.

Dazu kommt ein Wirtschaftskrieg gegen Rußland, der auf dem Rücken der deutschen Bevölkerung ausgetragen wird, wobei sich zu der falschen politischen Strategie auch noch politische Idiotie gesellt, die den Schaden vergrößert. Daß die Gaspreise infolge des Embargos einiger Länder auf ein Rekordniveau gestiegen sind, hat Rußland mehr genützt als geschadet. Und Polen, das sich heldenhaft weigert, russisches Gas in Rubel zu bezahlen, erhält durch die Jamal-Pipeline im Reverse Flow Gas aus Deutschland, wo ein Gasnotstand ausgerufen wird. Während die Ukraine trotz des Krieges russisches Gas erhält, hat sie den Durchfluß zu ihren dämlichen Freunden im Westen gedrosselt, worunter auch Deutschland leidet. Und daß die betriebsfertige Pipeline Nord Stream II nach jahrelangem Bau stillgelegt wird, anstatt sie zur Senkung des Gaspreises und zur Füllung der Speicher zu nutzen, wie soll man das nennen? Es geschieht auf Geheiß aus Washington, wo Präsident Biden Bundeskanzler Scholz schon im Januar brüskierte, als er bei einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündete: „Wir werden Nord Stream beenden.“ Bevor wir uns um die Souveränität der Ukraine Sorgen machen, sollten wir mit unserer eigenen Souveränität anfangen.

Wir fordern, daß die Bundesregierung sich dem Diktat aus Washington widersetzt und Nord Stream II in Betrieb nimmt, alles andere ist eine kriminelle Vernachlässigung der lebenswichtigen Interessen der deutschen Bevölkerung.

Die ganze Krise nützt überhaupt nur den USA, die uns ihr schmutziges und teures Frackinggas verkaufen wollen und für die das von Wladimir Putin einst vorgeschlagene Projekt eines gemeinsamen Wirtschaftsraums von Lissabon bis Wladiwostok ein Alptraum ist.

Frieden mit Rußland und China!

Deutschland: Raus aus der NATO! NATO: Raus aus Deutschland!

Sebastian Bahlo ist Vorsitzender des Deutschen Freidenker-Verbandes
https://www.freidenker.org/?p=13846

24. Juli 2022

Volles Rohr. Habeck legt Sparkatalog für Privathaushalte vor, verbietet u. a. Heizen von Pools. Schuld sei das Russland Putins – Von Arnold Schölzel (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/430946.energiepolitik-volles-rohr.html

24. Juli 2022

Ex US-Oberst: Europa leidet „entsetzlich“ und könnte es militärisch nicht mit Russland aufnehmen (RT)

VIDEO LINK HIER

„Die meisten sogenannten militärischen Einrichtungen in Europa sind symbolisch, sie sind lediglich Fassaden.“

Zudem leidet Europas Wirtschaft aufgrund der Russland-Sanktionen „entsetzlich“ und die Flüchtlingskrise sowie die von der Presse verschwiegene Kriminalität tun ihr Übriges, um Europa in seine Situation zu bringen, wo an eine militärische Konfrontation mit Russland überhaupt nicht zu denken sei. Dies erklärte der ehemalige Oberst der US-Armee und Militärexperte, Douglas Macgregor, in einem Interview am Dienstag.

Die Verbündeten der USA seien auf Bidens Vorstellung hereingefallen, dass all die Sanktionen und Maßnahmen der NATO-Länder Putin in die Knie zwingen und Russland in eine Katastrophe stürzen würden.

„Doch jetzt sind sie eines Besseren belehrt worden.“ Russland „ist wahrscheinlich das ressourcenreichste Land der Welt“, so Macgregor. Und er fügte hinzu: „Putins Beliebtheitswerte sind durch die Decke geschossen.“

24. Juli 2022

Der Aufstieg von BRICS: Der Wirtschaftsriese, der es mit dem Westen aufnimmt – Von Ramzy Baroud (Counter Punch)

The Rise of BRICS: The Economic Giant that is Taking on the West

Der G7- Gipfel in Elmau, Deutschland, vom 26. bis 28. Juni, und der NATO – Gipfel in Madrid, Spanien, zwei Tage später, waren praktisch nutzlos, wenn es darum ging, tatsächliche Lösungen für die anhaltenden globalen Krisen zu finden – den Krieg in der Ukraine, die drohenden Hungersnöte, das Klima ändern und mehr. Aber die beiden Ereignisse waren nichtsdestotrotz wichtig, da sie ein krasses Beispiel für die Ohnmacht des Westens inmitten der sich schnell verändernden globalen Dynamik liefern.

Wie schon seit Beginn des Russland-Ukraine-Krieges versuchte der Westen, Einheit zu zeigen, obwohl immer wieder deutlich wurde, dass eine solche Einheit nicht existiert. Während Frankreich, Deutschland und Italien einen hohen Preis für die kriegsbedingte Energiekrise zahlen, gießt der Brite Boris Johnson Öl ins Feuer, in der Hoffnung, sein Land nach der Demütigung durch den Brexit auf der globalen Bühne relevant zu machen. Unterdessen nutzt die Biden-Administration den Krieg aus, um Washingtons Glaubwürdigkeit und Führung gegenüber der NATO wiederherzustellen – insbesondere nach der katastrophalen Amtszeit von Donald Trump, die das historische Bündnis beinahe zerschlagen hätte.

Selbst die Tatsache, dass mehrere afrikanische Länder anfällig für Hungersnöte werden  als Folge der Unterbrechung der Lebensmittelversorgung aus dem Schwarzen Meer und der daraus resultierenden steigenden Preise – schien die Führer einiger der reichsten Länder der Welt nicht zu beunruhigen. Sie bestehen immer noch darauf, sich nicht in den globalen Lebensmittelmarkt einzumischen, obwohl die explodierenden Preise bereits zig Millionen Menschen unter die Armutsgrenze gedrückt haben.

Obwohl der Westen anfangs nur wenig Glaubwürdigkeit hatte, hat die derzeitige Besessenheit der westlichen Führer, Tausende von Sanktionen gegen Russland aufrechtzuerhalten, die NATO weiter zu erweitern, noch mehr „tödliche Waffen“ in die Ukraine zu werfen und ihre globale Hegemonie um jeden Preis aufrechtzuerhalten, alles vorangetrieben ihre Glaubwürdigkeit auf einem neuen Tiefpunkt.

Seit Beginn des Ukraine-Krieges hat sich der Westen für das gleiche „moralische“ Dilemma eingesetzt, das George W. Bush zu Beginn seines sogenannten „Krieges gegen den Terror“ aufgeworfen hat. „Entweder Sie sind für uns oder für den Terroristen“, erklärte er im Oktober 2009. Aber der andauernde Russland-NATO-Konflikt lässt sich nicht auf einfache und eigennützige Klischees reduzieren. Man kann in der Tat ein Ende des Krieges wollen und sich dennoch gegen den amerikanisch-westlichen Unilateralismus stellen. Der Grund, warum amerikanische Diktate in der Vergangenheit funktionierten, ist jedoch, dass im Gegensatz zur aktuellen geopolitischen Atmosphäre einige wenige es wagten, sich Washingtons Politik zu widersetzen.

Die Zeiten haben sich geändert. Russland, China, Indien und viele andere Länder in Asien, dem Nahen Osten, Afrika und Südamerika nutzen alle verfügbaren Räume, um der erstickenden westlichen Dominanz entgegenzuwirken. Diese Länder haben deutlich gemacht , dass sie sich nicht an der Isolierung Russlands im Dienste der Expansionsagenda der NATO beteiligen werden. Im Gegenteil, sie haben viele Schritte unternommen, um Alternativen zur vom Westen dominierten Weltwirtschaft und insbesondere zum US-Dollar zu entwickeln, der fünf Jahrzehnte lang die Rolle einer Ware und nicht einer Währung an sich erfüllt hat. Letzteres war Washingtons wirksamste Waffe, verbunden mit vielen von den USA orchestrierten Krisen, Sanktionen und, wie unter anderem im Fall des Irak und Venezuelas, Massenhunger.

China und andere verstehen, dass es im aktuellen Konflikt nicht um die Ukraine gegen Russland geht, sondern um etwas weitaus Bedeutsameres. Wenn Washington und Europa siegreich hervorgehen und Moskau hinter den sprichwörtlichen „Eisernen Vorhang“ zurückgedrängt wird, hätte Peking keine andere Wahl, als dem wiedererstarkenden Westen schmerzhafte Zugeständnisse zu machen. Dies wiederum würde Chinas globales Wirtschaftswachstum begrenzen und seine Argumente in Bezug auf die Ein-China-Politik schwächen.

China ist nicht falsch. Fast unmittelbar nach der grenzenlosen militärischen Unterstützung der Ukraine durch die NATO und dem anschließenden Wirtschaftskrieg gegen Russland begannen Washington und seine Verbündeten , China wegen Taiwan zu bedrohen. Viele provokative Äußerungen sowie Militärmanöver und hochrangige Besuche von US-Politikern in Taipeh sollten die US-Dominanz im Pazifik unterstreichen.

Zwei Hauptgründe veranlassten den Westen, weiter in den derzeitigen konfrontativen Ansatz gegen China zu investieren, zu einer Zeit, in der es wohl vorteilhafter gewesen wäre, ein gewisses Maß an Diplomatie und Kompromissen zu üben. Erstens die Befürchtung des Westens, dass Peking sein Vorgehen als Schwäche und Beschwichtigung missdeuten könnte; und zweitens, weil die historische Beziehung des Westens zu China immer auf Einschüchterung, wenn nicht sogar auf offener Demütigung beruhte. Von der portugiesischen Besetzung Macaus im 16. Jahrhundert über die britischen Opiumkriege Mitte des 19. Jahrhunderts bis hin zu Trumps Handelskrieg gegen China hat der Westen China immer als Untertan und nicht als Partner betrachtet.

Genau aus diesem Grund schloss sich Peking nicht dem Chor westlicher Verurteilungen Russlands an. Obwohl der eigentliche Krieg in der Ukraine China keinen direkten Nutzen bringt, könnten die geopolitischen Ergebnisse des Krieges für die Zukunft Chinas als Weltmacht von entscheidender Bedeutung sein.

Während die NATO weiterhin auf Erweiterung besteht, um ihre Beständigkeit und Einheit zu demonstrieren, verdient die von Russland und China geführte alternative Weltordnung ernsthafte Aufmerksamkeit. Nach Angaben der Frankfurter Allgemeinen Zeitung arbeiten Peking und Moskau daran , den BRICS-Club der großen Schwellenländer als Gegengewicht zu den G7 weiterzuentwickeln. Das deutsche Papier ist korrekt. Der jüngste BRICS-Gipfel am 23. Juni war als Botschaft an die G7 gedacht, dass der Westen nicht länger am Steuer sitzt und dass sich Russland, China und der globale Süden auf einen langen Kampf gegen die westliche Dominanz vorbereiten.

Der russische Präsident Wladimir Putin schlug in seiner Rede auf dem BRICS-Gipfel die Schaffung einer „internationalen Reservewährung auf der Grundlage des Währungskorbs unserer Länder“ vor. Die Tatsache, dass es allein dem Rubel gelungen ist, unter den jüngsten westlichen Sanktionen zu überleben, ja sogar zu gedeihen, lässt hoffen, dass es den BRICS-Währungen zusammengenommen gelingen wird, den US-Dollar als weltweit dominierende Währung an den Rand zu drängen.

Berichten zufolge war es der chinesische Präsident Xi Jinping, der darum bat , das Datum des BRICS-Gipfels vom 4. Juli auf den 23. Juni zu verschieben, damit er nicht als Antwort auf den G7-Gipfel in Deutschland erscheint. Dies unterstreicht weiter, wie die BRICS beginnen, sich selbst als direkten Konkurrenten der G7 zu sehen. Auch die Bewerbung Argentiniens und Irans um die BRICS-Mitgliedschaft verdeutlicht, dass sich das Wirtschaftsbündnis in eine politische, ja geopolitische Einheit verwandelt.

Der bevorstehende globale Kampf ist vielleicht der folgenreichste seit dem Zweiten Weltkrieg. Während die NATO weiterhin um Relevanz kämpfen wird, werden Russland, China und andere in verschiedene wirtschaftliche, politische und sogar militärische Infrastrukturen investieren, in der Hoffnung, ein dauerhaftes und nachhaltiges Gegengewicht zur westlichen Dominanz zu schaffen. Der Ausgang dieses Konflikts wird wahrscheinlich die Zukunft der Menschheit prägen.

Ramzy Baroud ist Journalist und Herausgeber des Palestine Chronicle. Er ist Autor von fünf Büchern. Sein neustes Buch ist „ These Chains Will Be Broken : Palästinageschichten von Kampf und Trotz in israelischen Gefängnissen“ (Clarity Press, Atlanta). Dr. Baroud ist ein Non-Resident Senior Research Fellow am Center for Islam and Global Affairs (CIGA) der Istanbul Zaim University (IZU). Seine Website ist www.ramzybaroud.net

24. Juli 2022

Fiesta de solidaridad con Cuba! Berlin 23. Juli

Eindrücke Cuba Si – Fiesta de Solidaridad con Cuba! Berlin
https://youtu.be/gOsxcSftQGM

Cuba Si – Fiesta de Solidaridad – Lichtenberger Parkaue – Frente Unido America Latina
https://youtu.be/PvG0mbywFM4

24. Juli 2022

Kolumne von Phil Wilayto: Die Provokationen hinter dem „unprovozierten“ Krieg – Von Phil Wilayto

https://richmond.com/opinion/columnists/phil-wilayto-column-the-provocations-behind-the-unprovoked-war/article_ea0e7635-8bd4-5fa7-beef-56d0f2d149f6.html#tncms-source=signup

Bereits 1949 bildeten die Vereinigten Staaten, Kanada und 10 westeuropäische Länder ein Militärbündnis namens North Atlantic Treaty Organization oder NATO. Washington hatte entschieden, dass die Sowjetunion, ihr Kriegsverbündeter – der der Nazi-Kriegsmaschine das Rückgrat gebrochen hatte – nun ihr Friedensfeind war.

1990 brachen die Sowjetunion und die meisten ihrer sozialistischen Verbündeten zusammen, das Ergebnis interner Widersprüche und äußeren Drucks. Die USA förderten die Wiedervereinigung Deutschlands – ein Schritt, der von Sowjetführer Michail Gorbatschow abgelehnt wurde, der sich noch daran erinnerte, wie sein Land 20 Millionen Menschen durch die Nazi-Invasion verloren hatte, und nicht wirklich begeistert von der Aussicht auf ein wiederbelebtes Deutschland war.

Also bot US-Außenminister James Baker einen Deal an: Wenn Gorbatschow einem vereinten Deutschland zustimmen würde, würde die NATO – die zu diesem Zeitpunkt von ursprünglich 12 auf 16 Mitglieder angewachsen war – versprechen, keinen Zentimeter nach Osten vorzudringen. Gorbatschow stimmte zu.

Heute liegt jedes der 14 neuen NATO-Mitgliedsländer im Osten. Von den sieben an Russlands Westflanke angrenzenden Ländern sind Estland, Lettland und Norwegen bereits Nato-Mitglieder. Finnland, Georgien und die Ukraine haben einen Beitrittsantrag gestellt.

Sobald dieser Prozess abgeschlossen ist, wäre Weißrussland Russlands einziger Verbündeter an der westlichen Grenze. Jeder andere Anrainerstaat wäre durch Artikel 5 der NATO-Charta verpflichtet, sich im Falle einer militärischen Konfrontation gegenseitig zu verteidigen.

Und das sollte Russland beunruhigen, warum?

1999 führte die NATO 78 Tage einen Luftkrieg gegen Jugoslawien durch, an der 400 Flugzeuge, 5.000 Mitarbeiter und der Einsatz von krebserregender Munition mit abgereichertem Uran beteiligt waren.

Von 2003 bis 2014 führte die NATO die westlichen Militäranstrengungen im US-Krieg in Afghanistan an, eine Katastrophe sowohl für die USA als auch für die Afghanen.

Nach der US-geführten Invasion im Irak im Jahr 2003 – derjenigen, die auf der Lüge über Massenvernichtungswaffen beruhte – hat die NATO die US-dominierten irakischen Sicherheitskräfte ausgebildet, betreut und unterstützt. Diese Mission dauert bis heute an.

Im Jahr 2011 führte die NATO eine massive Bombenkampagne gegen Libyen durch – einst das wohlhabendste Land in ganz Afrika – und degradierte es zu einem gescheiterten Staat und einem Zufluchtsort für Extremisten, die seitdem ihre Operationen auf den größten Teil Westafrikas ausgeweitet haben.

Lassen wir der Argumentation halber die Frage beiseite, ob einer dieser NATO-Kriege gerechtfertigt war. Schauen wir uns stattdessen das relative Kräfteverhältnis zwischen Russland, den USA und der NATO an.

Nach Angaben des Stockholm International Peace Research Institute beliefen sich die Militärausgaben Russlands im Jahr 2021 auf 65,9 Milliarden US-Dollar. Die USA beliefen sich auf 801 Milliarden Dollar – mehr als 12 Mal so viel wie Russland.

Für die NATO betrugen die kombinierten Militärausgaben aller 30 Mitgliedsländer im Jahr 2021 schätzungsweise 1,2 Billionen US-Dollar – mehr als das 18-fache der Ausgaben Russlands.

Und obwohl Russland und die NATO in Bezug auf Atomwaffen ungefähr gleichauf sind, ist es durchaus möglich, dass die stetige Osterweiterung einer stetig wachsenden, feindseligen NATO einige berechtigte Sicherheitsbedenken in Russland aufgeworfen hat.

Dann ist da noch die Frage der US-Unterstützung für den antirussischen Putsch in der Ukraine von 2014. Dieser begann mit friedlichen Protesten gegen den damaligen Präsidenten Wiktor Janukowitsch wegen seiner Ablehnung engerer Wirtschaftsbeziehungen mit Westeuropa. Es verwandelte sich in einen gewalttätigen Aufstand, in dem offen neonazistische Organisationen eine wichtige Rolle spielten.

Die US-Unterstützung war unbestritten. Senator John McCain, R-Ariz., war angereist, um den Demonstranten ermutigende Reden zu halten. Die stellvertretende US-Außenministerin für europäische und eurasische Angelegenheiten, Victoria Nuland, verteilte Gebäck an die Menge. Noch wichtiger ist, dass sie später offen damit prahlte, wie die USA 5 Milliarden Dollar ausgegeben hätten, um „Pro-Demokratie“-Gruppen im Land zu fördern.

Der Putsch hat die Ukraine grundlegend verändert. Die neue Regierung verbot den Gebrauch der russischen Sprache für offizielle Geschäfte, obwohl 17 % der Bevölkerung ethnische Russen waren und etwa 30 % Russisch als Muttersprache sprachen.

Statuen zu Ehren ukrainischer Faschisten wie Stepan Bandera, die mit der Nazi-Besatzung kollaboriert hatten, wurden errichtet, während Denkmäler für sowjetische Kriegshelden abgerissen wurden. Die Neonazi-Organisationen konnten frei durch die Straßen streifen und jeden angreifen, der sich dem Putsch widersetzte. Zu diesen Gewaltakten gehörte das Massaker von Odessa im Mai 2014, bei dem Dutzende Menschen in der Hafenstadt am Schwarzen Meer ermordet wurden.

In der Zwischenzeit begann die Ukraine, als NICHT-NATO-Mitglied mit allem außer dem Namen zu operieren, einschließlich der Durchführung gemeinsamer Militärübungen bis hin zur russischen Grenze.

Nichts davon soll Russlands Krieg befürworten. Aber da die Biden-Regierung der Ukraine bereits 5,3 Milliarden Dollar an Militärhilfe gegeben hat, könnte es eine gute Idee sein, den Krieg in einem historischen Kontext zu sehen.

Und wenn wir das tun, ist „unprovoziert“ vielleicht nicht das erste Wort, das uns in den Sinn kommt.

Phil Wilayto ist Herausgeber von The Virginia Defender und Koordinator der Odessa Solidarity Campaign. Kontaktieren Sie ihn unter: virginiadefendernews@gmail.com

24. Juli 2022

Russophobia: History of Hate | RT Documentary

https://rumble.com/v1ccpcx-russophobia-history-of-hate-rt-documentary.html

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