Der aus der Ukraine stammende Großvater von Chrystia Freeland, der Finanzministerin Kanadas, war tatsächlich ein Nazi-Kollaborateur

Freeland, die die Ukraine stark unterstützt und eine massive Kritikerin der russischen Besetzung der Krim ist, deutete jetzt gegenüber Journalisten an, dass die Artikel über ihren Großvater Teil einer russischen Desinformationskampagne seien. 

„US-Beamte haben öffentlich gesagt, und sogar Angela Merkel hat öffentlich gesagt, dass es auf russischer Seite Bemühungen gab, westliche Demokratien zu destabilisieren, und ich denke, es sollte nicht überraschen, wenn dieselben Bemühungen gegen Kanada unternommen wurden“, sagte Freeland gegenüber Reportern, nachdem diese Fragen zu den Artikeln über ihren Großvater gestellt hatten.

Ukrainische Archivunterlagen der kanadischen Provinz Alberta belegen allerdings, dass ihr Großvater als als Redakteur für die Zeitung Krakivski Visti arbeitete. Die Zeitung erschien zuerst in Crakow (Krakau), Polen und dann in Wien. Der Grund, warum er die Zeitung in Wien redigierte, war, dass er mit seinen Nazi-Kollegen fliehen musste, als die Russen nach Polen vordrangen. Der Grund war, dass die Russen Kollaborateure sowie SS-Mitglieder exekutieren.

Was war also der Krakivski Visti ? Sie war, wie eine Reihe von Publikationen, von den Nazis ihren jüdischen Besitzern enteignet und dann als Propaganda-Zeitschrift betrieben worden.

Hier ist, was das Los Angeles Holocaust Museum über Krakivski Visti und eine ähnliche Zeitung, Lvivski Visti, zu sagen hat ,  beides Veröffentlichungen, die mit dem Naziregime in Verbindung stehen.

„Die Redaktionen verfolgten eine Politik, ukrainische Unterstützung für die deutsche Sache zu erbitten“, stellte das Holocaust-Museum fest. „Es war typisch, dass innerhalb dieser Veröffentlichungen keine Berichte über die deutsche Völkermordpolitik gegeben wurden, und größtenteils griffen die Ausgaben darauf zurück, die Massentötung von Juden in Galizien zu verschweigen. Ukrainische Zeitungen präsentierten die Judenfrage im Lichte der offiziellen Nazi-Propaganda als Folge der jüdischen Weltverschwörung.“

„In den Jahren 1943 und 1944 begrüßten sowohl  Lvivski Visti  als auch Krakivski Visti  die von Deutschland genehmigte Formation der 14. Waffen-SS-Division Halychina, die sich aus ukrainischen Freiwilligen zusammensetzte“, heisst es im Text des Museums.

Kürzlich berichtete die in Toronto, in Kanada erscheinende Zeitung Globe and Mail, dass die Außenministerin Chrystia Freeland seit mehr als zwei Jahrzehnten wusste, dass ihr ukrainischer Großvater mütterlicherseits der Chefredakteur einer Nazi-Zeitung war.

Die russische Regierung hat inzwischen ein Einreiseverbot gegen sie verhängt.

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