Archive for Juni 13th, 2022

13. Juni 2022

„Definitiv keine Kolonie“ – Indien fährt souveränen Kurs und trotzt antirussischen Sanktionen (RT)

https://pressefreiheit.rtde.tech/asien/140853-definitiv-keine-kolonie-indien-fahrt-souveraenen-kurs

13. Juni 2022

Sand im Getriebe der ukrainischen Propagandamaschine – von Rainer Rupp

von Rainer Rupp

Die Ideologie des Neoliberalismus hat in den letzten 30 Jahren wie ein Virus alle Lebensbereiche der westlichen Gesellschaften durchdrungen und erfüllt damit das Kriterium des Totalitarismus. Als Nebeneffekt dieser totalitären Gesellschaftsideologie ist es bei der Auswahl von Führungspersönlichkeiten egal in welchen gesellschaftlichen Bereichen zu einer Entwicklung gekommen, die einer Negativauslese den Vorrang gibt: Nur noch die miesesten, korruptesten und professionell unfähigsten Jasager, aber dafür die größten Schaumschläger kommen in die Top-Positionen. Wer daran zweifelt, schaue sich doch nur einmal die Regierungsvertreter in den westlichen Staaten an und welche Knalltüten sich an der Spitze solch geheiligter, aber alles andere als demokratische gewählter Institutionen wie EU, NATO oder Europäischer Zentralbank (EZB) tummeln.

Wenn man sich umschaut, könnte man glauben, dass sich in den Ländern des NATO-Imperiums ein Politiker erst durch nachweisliche Unfähigkeit und/oder starke kriminelle Energie für ein hohes Regierungsamt qualifiziert. Aber warum ist das die Voraussetzung für eine politische Karriere? Weil das US-geführte neoliberale System der „regelbasierten Weltordnung“ mit integren Menschen nichts anfangen kann, denn die sind nicht oder nur weniger gut erpressbar. Aber wer sollte sie denn erpressen? Das sind die Leute, die Kurt Tucholsky meinte, als er von den Politikern schrieb: „Sie dachten, sie seien an der Macht, dabei waren sie nur an der Regierung.“ Für wen genau die Politiker die Regierung stellen, lässt Tucholsky unausgesprochen.

Meinung

Mit geschlossenen Augen durch die Krise – Selten gab es so wenig befähigtes politisches Personal

Aber ganz gewiss ist es nicht das Volk, das die Macht hat, denn auch hier gilt mit mathematischer Präzision die alte politische Gleichung aus bürgerlichen Demokratien, nämlich: Geld = Macht, und sehr viel Geld = sehr viel Macht. Und sehr viel Geld haben nur 0,01 Prozent der Bevölkerung. Und dennoch gaukeln uns Westpolitiker und -medien ständig vor, wir lebten in einer Demokratie.

Weil wir in einer doch so hervorragenden Demokratie leben, ist die große Mehrheit der neoliberalen deutschen Eliten, also die Schlimmsten der Schlimmen aus allen Gesellschaftsbereichen, ohne das gegen Krieg eingestellte deutsche Volk zu fragen, freudig auf den Kriegstross der US-Amerikaner in Richtung Russland aufgesprungen. Als willige Helfer waren vor allen anderen die Grünen bereit, den Wünschen Washingtons mit deutschen Waffenlieferungen an die Ukraine nachzukommen, um dort „die Russen auszubluten“. Genau das hatte US-Kriegsminister Lloyd Austin bei seinem Besuch in Kiew unvorsichtigerweise als das wahre Kriegsziel von USA/NATO benannt.

In den ersten zwei, drei Monaten glaubten sich die selbstgerechten westlichen „Eliten“ auf dem richtigen Dampfer, denn die Medien überschlugen sich mit Schlagzeilen in diesem Stil:

„Die Ukraine gewinnt“, „Die Ukraine gewinnt“, „Die Ukraine gewinnt“, „Die Russen haben Nachschubprobleme“, „Die Russen haben riesige Verluste“, „Den Russen gehen die Raketen aus“, „Die Russen müssen sich vor einem Angriff der Ukraine zurückziehen“, „Die Ukraine ist stärker als angenommen“, „Putin muss und wird diesen Krieg verlieren“.

Solange solche Schlagzeilen die Medien und den politischen Diskurs im Westen bestimmten, hatten die herrschenden Kriegstreiber in der Berliner Regierung das gute Gefühl, in diesem neuen Krieg gegen Russland endlich mal auf der Gewinnerseite zu stehen. Aber sie hätten sich besser an die warnenden Worte erinnert, die schon vor über hundert Jahren der damalige Reichskanzler Otto von Bismarck ausgesprochen hatte, nämlich auf keinen Fall einen Krieg gegen Russland zu unternehmen.

Meinung

Das Recht und der Krieg

Nach dem dritten Monat der russischen Sonderoperation in der Ukraine begann die normative Kraft des Faktischen, sich langsam gegen das vom Washingtoner Imperium der Lügen genährte Gespinst aus Fake-Siegesmeldung aus Kiew durchzusetzen.

Selbst sogenannte Sesselstrategen, die in den TV-Nachrichten und Talkshows vor wenigen Wochen noch den Sieg der Ukraine als gegeben ansahen, sorgen sich nun über einen bevorstehenden Zusammenbruch der ukrainischen Streitkräfte, da deren Zersetzungsprozess tatsächlich nicht mehr zu übersehen ist. Entsprechend mehren sich in NATO-Kreisen die Rufe nach einem Waffenstillstand mit den Russen. Ein solches Ansinnen wird von der Selenskij-Propagandafilm-Truppe in Kiew jedoch strikt abgelehnt, weil das Filmskript vom Produzenten in Washington noch nicht entsprechend umgeschrieben worden ist und auch Regisseur Boris Johnson in London seiner Schauspieltruppe in Kiew noch keine neuen Anweisungen gegeben hat.

In Berlin scheint die Realität jedoch noch nicht angekommen zu sein. Hier herrscht sowohl zwischen den Parteien als auch innerhalb der Parteien weiter ein Wettbewerb, wer der härtere Kriegstreiber gegen die Russen ist. Dagegen hat man in Paris und Rom bereits angefangen darüber nachzudenken, wie es in Europa weitergehen soll, wenn – wie jetzt absehbar ist – Russland gewinnt. Alles deutet darauf hin, dass die Ukraine in ihrer postsowjetischen Form nicht länger existieren wird. Die Regionen, und damit ist nicht nur der Donbass gemeint, die seit Jahrhunderten Urbestandteil Russlands waren, werden nach allem, was seit dem Maidan-Putsch 2014 geschehen ist, nicht mehr unter der Knute des Kiew-Regimes leben wollen.

Narrativwechsel: In US-Medien kippt die Meinung zum möglichen Ausgang des Ukraine-Kriegs

Bei der Gründung der Sowjetunion hatte Lenin diese bereits teilweise industrialisierten urrussischen Regionen der neuen Ukrainischen Sozialistischen Sowjetrepublik zugeschlagen. Ziel war es gewesen, der neuen Teilrepublik bessere wirtschaftliche Entwicklungschancen zu geben, indem ein ausgewogeneres Verhältnis zum von rückständiger Landwirtschaft geprägten riesigen Westteil der Ukraine geschaffen worden war. Für die Russen hatte es damals keine Rolle gespielt, ob sie in der Russischen oder Ukrainischen Sowjetrepublik leben und arbeiten. Das war lediglich eine Verwaltungsfrage gewesen. Das änderte sich nach der Auflösung der Sowjetunion 1991 und der Unabhängigkeit der Ukraine, die ohne Volksabstimmung die urrussischen Gebiete einfach behielt.

Dramatische Züge nahm die Lage der Russen in der Ukraine erst nach dem von den USA über viele Jahre mit fünf Milliarden Dollar vorbereiteten Nazi-Putsch im Jahre 2014 an. Mit den nachfolgend in Kiew erlassenen antirussischen Gesetzen wurde den in der Ukraine lebenden Russen die Benutzung ihrer Sprache, ihrer Kultur, ihrer Bücher und Zeitungen und alle äußeren Zeichen ihrer Verbundenheit mit Russland verboten. Es waren die freiwilligen Nazi-Bataillone, die diese Gesetze mit brutaler Gewalt und Willkür im Donbass, aber auch in Mariupol und Odessa oft mit Mord und Totschlag durch setzten. So kam es zu dem Aufstand im Donbass und der Abtrennung der zwei selbst erklärten Volksrepubliken.

Aktuell finden in zwei der von der russischen Armee befreiten urrussischen Regionen, Cherson und Saporoschje, politische Veränderungen statt, die auch nach einem Waffenstillstand oder einem Friedensvertrag mit einer wie auch immer aussehenden Restukraine mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht mehr rückgängig gemacht werden können, weil die lokale Bevölkerung bei einem Referendum dagegen wäre. Denn Russland hat nicht nur überlegenes militärisches Potenzial zu bieten, sondern auch viel Soft Power, erst recht im Vergleich zu dem seit Jahren kaputten Staat Ukraine, in dem der Lebensstandard der arbeitenden Bevölkerung um ein Vielfaches unter dem in Russland liegt.

Analyse

Wie sieht die Zukunft der von Russland kontrollierten Regionen der Ukraine aus?

Aktuell baut Russland in den Regionen Cherson und Saporoschje laut lokaler Quellen bereits eine vollwertige zivil-militärische Verwaltung auf, u. a. mit der Umstellung des Zahlungsverkehrs auf Rubel, der Anbindung ans russische Fernsehen und Internet sowie der Umstellung der SIM-Karten auf russische Mobilfunkbetreiber. Russische Autokennzeichen werden ausgegeben, Symbole der ukrainischen Staatlichkeit werden entfernt, und ein beschleunigtes Verfahren bei der Beantragung russischer Pässe wurde auf den Weg gebracht. Alles deutet darauf hin, dass Russland es mit diesem Territorium ernst meint und beabsichtigt, dort für lange Zeit zu bleiben. Im Gegensatz zu den von Russland kontrollierten Bezirken in der Region Charkow, wo bisher nichts dergleichen bisher beobachtet wurde.

Zugleich bekommt Wladimir Selenskij von allen Seiten, aus dem In- und Ausland, erstmals richtigen Gegenwind zu spüren. Die jüngsten Vorstöße der russischen Armee und die wahnsinnigen Befehle, bis zum letzten Mann in den vom russischem Militär eingekesselten Regionen zu kämpfen, erinnern nicht nur an Nazi-Durchhalteparolen in der Endphase des Zweiten Weltkrieges, sondern sie haben auch von der ukrainischen Gesellschaft in Form von Toten und Verwundeten und zerstörte Infrastruktur einen hohen Tribut gefordert. Insgesamt stellen die jüngsten Entwicklungen einen nicht mehr zu leugnenden schweren Rückschlag für die vom Westen unterstützte Regierung dar.

Gleichzeitig scheint der von den Medien hochgespielte angebliche nationale Konsens in der Ukraine verflogen zu sein, dass sich alle politischen Gruppierungen hinter der siegreichen ukrainischen Armee versammeln müssten, anstatt Kritik an den Entscheidungen von Präsident Selenskij zu üben. Offensichtlich stecken Selenskij und seine Produktionsteam in Kiew jetzt in großen Schwierigkeiten. Immer schriller klingen die vorgetragenen Beschwörungen der ukrainischen Einheit. Immer drängender werden die oft mit unflätigen Worten begleiteten Forderungen nach noch mehr westlichen Waffen.

Auch in den Ohren seiner einstigen Bewunderer klingt Selenskij mit seinen oft irren, realitätsfernen Erklärungen zunehmend hohl. Vor dem Hintergrund des absehbaren Zusammenbruchs von Armee und Gesellschaft wir für alle deutlich: Selenskij ist kein Staatsmann, sondern ein Schauspieler in einer Rolle, bei der er das Skript vergessen hat und seine Souffleure in London und Washington selbst ratlos sind. Die von Kiew unter aktiver angloamerikanischer Mithilfe in Gang gesetzte Propagandamaschine war anfangs enorm effektiv. Ihr Mantra lautete:

„Wir werden angegriffen, der kollektive Westen unterstützt uns, denn wir sind das Bollwerk, das Europa vor den Barbaren schützt. Gemeinsam haben wir uns behauptet, und mit westlicher Hilfe werden wir den Feind zum Rückzug zwingen und den Donbass und die Krim zurückerobern.“

Die Lesemaschine hat längst angefangen zu stottern, und angesichts der tagesaktuellen Entwicklungen kommt immer mehr Sand ins Getriebe. Dies hat auch damit zu tun, dass die einfachen ukrainischen Soldaten inzwischen verstanden haben, dass sogar das im Stil der Waffen-SS bewunderte, als besonders hart und mutig geltende Nazi-Bataillon Asow im gleichnamigen Stahlwerk in Mariupol nur als Kanonenfutter eingesetzt wurde, mit der die Propagandamaschine gefüttert wurde.

Wenn aber die gefeierten Asow-Helden nicht wie befohlen bis zum letzten Mann im Stahlwerk in Mariupol kämpfen wollten, warum sollen das die einfachen Soldaten tun, die oft von der Straße weg zwangsrekrutiert, in Uniformen gesteckt und nach kurzem Schießtraining an die Front in den Kampfeinsatz gegen die professionellen Soldaten des Gegners geschickt wurden? So lässt sich sicher erklären, dass kurz nach dem Fall von Mariupol auch die Front im Donbass ins Bröckeln geriet. Angesichts drohender Einkesselungen ziehen sich Kiews Soldaten jetzt immer häufiger zurück, geben kampflos ganze Städte und Dörfer auf oder ergeben sich oft in Kompaniestärke den Russen, die ihnen Essen, Behandlung ihrer Wunden, Benachrichtigung ihrer Familien und ein sicheres Überleben dieses Wahnsinns bieten.

Was unsere politischen „Eliten“ in Berlin betrifft, so ist es gefährlich, von ihnen auf Vernunft basierende Entscheidungen zu erwarten. Alles ist möglich. Erkenntnisse, die seit Jahrzehnten ein solides Fundament für die Sicherheitspolitik Deutschlands gebildet hatten, egal unter welcher Regierung, werden kurzum über Bord geworfen, um durch konfuses Blabla ersetzt zu werden.

Meinung

Wer andern eine Grube gräbt, fällt selbst hinein – Briten im Dienst von „Asow“

Noch vor weniger als zehn Jahren hatte man in Berlin verstanden und das auch immer wieder betont, dass „es ohne Russland keine Sicherheit in Europa gibt. Und gegen Russland erst recht nicht“. Diese Formel wurde jetzt durch „Die Ukraine muss gewinnen“ ersetzt.

Zugleich scheinen sich Deutschlands Eliten in Politik und Medien weiter krankhaft der Realität zu verweigern, dass die insgesamt sechs EU-Sanktionspakete gegen Russland alle Rohrkrepierer waren. Vor allen anderen hat sich Deutschland damit selbst fortwährend ins Knie geschossen. In der deutschen Bevölkerung ist diese Erkenntnis längst angekommen, und die Menschen reiben sich verwundert die Augen und fragen, warum sie es sind, die hauptsächlich unter diesen gegen Russland gerichteten Sanktionen leiden. Und sie leiden wirklich und sie werden noch viel schlimmer leiden, wenn die deutsche Bundesregierung ihre wahnsinnigen Sanktions- und grünen Reset-Pläne weiterverfolgt.

Russland hat alles, was Deutschland und andere Industrienation zum Funktionieren brauchen. Es ist wahrscheinlich das autarkste Land der Welt, selbst im Bereich Landwirtschaft und Lebensmittel gehört es zu den weltgrößten Exporteuren. Zu versuchen, den Export dieser überall auf der Welt begehrten, nicht im Überfluss vorhandenen, sehr wettbewerbsfähigen russischen Rohstoffe einzuschränken oder gar zu stoppen, ist mit Don Quijotes Kampf gegen Windmühlen zu vergleichen.

Milliardenschwere Hilfe für deutsche Firmen, die wegen Russland-Sanktionen leiden

Aber selbst wenn diese Erkenntnis auch im politischen Berlin demnächst ankommen würde, dass nämlich Russland ganz gut ohne EU und ohne Deutschland auskommen kann, aber Deutschland nicht ohne Russland, so ist es doch zweifelhaft, dass Berlin daraus die einzig richtige Schlussfolgerung zieht. Diese wäre: sich zur Rettung Deutschlands sofort aus der EU- und NATO-Umklammerung zu lösen, aus deren Sanktionsregimen gegen Russland auszusteigen und wieder normale diplomatischen Beziehungen zu Russland aufzunehmen.

Dazu aber müssten wir an der Spitze unseres Staates kluge und durchsetzungsfähige Patrioten haben. Selbst in der Opposition gibt es die nur vereinzelt. Stattdessen haben wir eine Negativauslese aus Versagern in den Top-Positionen, die sich als Eliten aufspielen und die unter US-Aufsicht fest in das neoliberale Netzwerk von Washingtons „regelbasierter Weltordnung“ eingebunden sind. Diesem Netz kann man durch politischen Selbstmord entkommen. So rast der führerlose Zug Deutschland weiter auf die eingestürzte Brücke zu; die Bremsen sind defekt, und eine Weiche, um den Zug in eine andere Richtung zu lenken, gibt es nicht.

https://pressefreiheit.rtde.tech/meinung/140650-sand-im-getriebe-ukrainischen-propagandamaschine/

13. Juni 2022

Veranstaltung mit Lühr Henken: Deutschlands Anspruch als Globalplayer – Aufrüstungsprogramme und Militarisierung – Freitag, 17. Juni (mez-berlin.de)

Abendveranstaltung , 19:00–21:00 Uhr

Nur wenige Tage nach dem russischen Angriff auf die Ukraine verkündete Bundeskanzler Olaf Scholz ein gigantisches Aufrüstungsprogramm für die Bundeswehr in Höhe von nicht weniger als 100 Milliarden Euro. Damit nicht genug kündigte er zugleich an, dass der deutsche Wehretat künftig zwei Prozent des Bruttoinlandsprodukts und mehr betragen werde. Damit gibt die Sozialdemokratie jeglichen Widerstand gegenüber den Forderungen der Waffenlobby und der Befürworter einer Militarisierung auf.  

Mit der Lieferung nun auch schwerer Waffen an die Ukraine verschärft die Bundesregierung den Krieg dort und begibt sich in eine gefährliche Konfrontation mit Russland.

Auch im indopazifischen Raum und in Afrika verstärkt die Bundeswehr ihre Aktivitäten. Deutschland erhebt damit den Anspruch, künftig auch als Militärmacht eine globalpolitische Rolle spielen zu wollen.

Darüber welche Konsequenzen sich aus all dem für die Linken und die Friedensbewegung ergeben, diskutieren wir am Freitag, dem 17. Juni 2022, um 19.00 Uhr, im MEZ, Spielhagenstraße 13, 10585 Berlin-Charlottenburg, nahe U-Bhf. Bismarckstraße (U2 und U7) und Bus 109.

https://mez-berlin.de/veranstaltung/deutschlands-anspruch-als-globalplayer-aufruestungsprogramme-und-militarisierung.html

13. Juni 2022

Deutsche Rüstungsgüter für 350 Millionen Euro in die Ukraine (handelsblatt.com)

https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-deutsche-ruestungsgueter-fuer-350-millionen-euro-in-die-ukraine/28420154.html

13. Juni 2022

Die US-Falken mögen die Ukraine nicht mehr – Wladimir Prochwatilow (RT)

Wladimir Prochwatilow

Die Falken von der Heritage Foundation, einer der wichtigsten neokonservativen Denkfabriken in den USA, haben sich scharf und kritisch über die US-Militärhilfe für die Ukraine geäußert. Sie sind der Meinung, diese widerspreche den Interessen der USA.  

Eine Analyse von Wladimir Prochwatilow

Am Vorabend der Abstimmung im US-Repräsentantenhaus über ein militärisches Hilfspaket für die Ukraine erklärte die leitende Direktorin der US-Denkfabrik Heritage Action (einer Schwesterorganisation der Heritage Foundation) Jessica Anderson:
„Das vorgeschlagene Hilfspaket für die Ukraine nimmt das Geld für die dringendsten Bedürfnisse des amerikanischen Volkes weg und schickt leichtfertig unsere Steuergelder an einen unverantwortlichen ausländischen Staat.“

Daran erinnernd, dass der Kongress gerade vor zwei Monaten ein 13-Milliarden-Dollar-Hilfspaket gebilligt hatte, bemerkte die Heritage Action, dass „das Hilfspaket für die Ukraine Amerika an die letzte Stelle stellt“, und spielte damit auf den Kontrast zum Slogan „America First“ an.

Ungeachtet der Tatsache, dass das 40-Milliarden-Dollar-Militärhilfepaket für die Ukraine dennoch vom US-Kongress gebilligt wurde, zeugt die kritische Haltung der Heritage Action – von führenden Neokonservativen mit einer weitreichenden Vergangenheit als US-Falken – von einem sich abzeichnenden Wandel in der Haltung der US-Eliten gegenüber den Ereignissen in der Ukraine.

Seinerzeit hatte die Heritage Foundation den Überfall auf den Irak durch die USA und deren Verbündete unterstützt und seither ihren Standpunkt nie geändert, obwohl im Irak niemals Massenvernichtungswaffen gefunden worden waren.

Auch war die Heritage Action ein ständiger Befürworter der US-Truppenpräsenz in Afghanistan und prägte Berichte mit Schlagzeilen wie „Afghan Review Shows Troop Increase Is Working“ und „Maintain the Momentum in Afghanistan“.

Doch die neokonservativen Heritage-Leute haben eine ganz andere Einstellung zur Militärhilfe für die Ukraine. „Die Zustimmung des Kongresses zu einem überzogenen und übereilten Hilfspaket für die Ukraine in der vergangenen Woche hat gezeigt, wie weit unsere Politiker von ihren Bürgern und unseren Problemen entfernt sind“, sagte Kevin Roberts, Präsident der Heritage Foundation, der New York Times. Diese pragmatische Haltung der Heritage Foundation ist Ausdruck eines tiefgreifenden Stimmungswandels bei den US-Eliten. Thomas Graham, einer der führenden US-Experten für Russland und Vizepräsident von Kissinger Associates, hat bereits eine ganze Reihe von Artikeln verfasst, in denen er zu einem Kompromiss mit Russland und zur Beachtung von dessen Interessen aufruft. Graham hält eine diplomatische Lösung des Ukraine-Konflikts auch nach Beginn der Sonderoperation Z für möglich.

Im Gespräch mit der russischen Nachrichtenagentur RBC erinnerte Graham daran, dass seine Kollegen und er bereits vor dem Ausbruch der Feindseligkeiten in der Ukraine eine Formel vorgeschlagen hatten, mit der „die Sicherheitsbedürfnisse Russlands, der Ukraine, der NATO-Länder und der Vereinigten Staaten erfüllt werden könnten“. Unter anderem wurden ein Moratorium für die NATO-Erweiterung über einen längeren Zeitraum, die Initiierung einer Reihe ernsthafter Verhandlungen zur Lösung festgefahrener Konflikte in Europa und die Modernisierung des Helsinki-Abkommens von 1975 vorgeschlagen.

Graham zufolge hätte das mehrere Jahre dauern können, bis eine Einigung erzielt worden wäre. „Immerhin konnten die UdSSR und der Westen während des Kalten Krieges 1975 die Helsinki-Vereinbarungen aushandeln, und das dauerte drei Jahre. Ich verstehe nicht, warum wir jetzt diese Erfahrung nicht wiederholen können“, betonte er und wies darauf hin, dass solche Verhandlungen nach dem Beginn der Militäroperation „viel härter sein könnten, weil das Vertrauen zwischen den westlichen Hauptstädten und Moskau zerstört ist“. Graham ist keineswegs ein Freund Russlands. Ende der 1980er Jahre schrieb er den Artikel „Eine Welt ohne Russland“, in dem er die Machtergreifung eines harten und pragmatischen Führers in der Russischen Föderation vorhersagte, der versuchen werde, seinem Land den Status einer Großmacht wiederzugeben, dessen Pläne jedoch scheitern, wodurch das Land in die Reihen der Dritten Welt abrutschen und möglicherweise zerfallen werde. „Wir sollten ernsthaft und systematisch über die Möglichkeit einer Welt ohne Russland nachdenken“, resümierte er damals.

Grahams Vorhersage über den Zerfall Russlands hat sich nicht bewahrheitet, was jedoch nicht der Grund dafür ist, dass seine Kollegen von der Denkfabrik und er aufgehört haben, „ernsthaft und systematisch über die Möglichkeit einer Welt ohne Russland nachzudenken“. Sie schlagen lediglich einen anderen Weg vor, um dieses Ziel zu erreichen, nämlich ein Ende der Offensive der russischen Streitkräfte in der Ukraine zu erzielen und unser Land in einen Sumpf langwieriger diplomatischer Verhandlungen zu zerren, in deren Verlauf die ukrainischen Streitkräfte die Möglichkeit haben werden, ihre Kampffähigkeit wiederherzustellen und auszubauen.

Henry Kissinger, der aktuelle Chef Grahams, hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos genau diese Sicht der Dinge dargelegt. Er sagte, der anhaltende Konflikt zwischen Russland und der Ukraine könnte die Welt zum Nachteil der westlichen Länder verändern. „Die Parteien müssen innerhalb der nächsten zwei Monate zu Friedensgesprächen herangezogen werden. Ansonsten werden wir mit einer Situation konfrontiert, in der Russland seine Beziehungen zu Europa vollständig abbrechen und anderswo ein dauerhaftes Bündnis suchen könnte. Das würde uns um Jahrzehnte zurückwerfen. Wir sind dazu verpflichtet, einen langfristigen Frieden anzustreben“, erklärte der Veteran der US-Diplomatie.

Den Worten Kissingers zufolge sollte der Westen aufhören zu versuchen, „den russischen Streitkräften in der Ukraine eine vernichtende Niederlage“ beizubringen, weil dies katastrophale Folgen für die langfristige Stabilität des europäischen Kontinents hätte. Besonders erwähnte er, dass Russland seit über 400 Jahren ein integraler Bestandteil Europas und ein Garant für das europäische Gleichgewicht der Kräfte sei. Deswegen sollte Russland nicht „in ein dauerhaftes Bündnis mit China gedrängt werden“. Bemerkenswert ist, dass Kissinger und sein Stellvertreter kein Wort über die Notwendigkeit der Entnazifizierung und Entmilitarisierung der Ukraine sagten. Ohne Lösung dieses Problems wird es aber keinen Frieden in Europa geben.

Der Standpunkt Kissingers und seines Teams ist derzeit kein allgemeiner Konsens im kollektiven Westen. Doch in der westlichen Presse häufen sich die „Angriffe“ auf das Kiewer Regime. So schrieb beispielsweise die Washington Post in einem Leitartikel, dass die ukrainische Russophobie kein gutes Ende nehmen werde. „Literarischer Nationalismus, wie andere Formen kultureller Zensur, erzeugt historische Ignoranz, unterdrückt kritisches Denken und behindert die internationale Verständigung“, heißt es in der Zeitung, die das Sprachrohr der liberalen USA ist. In dem Leitartikel werden „Versuche von [ukrainischen] Ultranationalisten, Alexander Puschkin aus dem historischen Gedächtnis und dem kulturellen Leben der Ukraine zu löschen“, verurteilt. Je erfolgreicher sich die Offensive Russlands und der verbündeten Donbass-Republiken in der Ukraine entwickelt, desto lauter werden die Stimmen kluger Analysten in der westlichen Welt zu hören sein, die zu Kompromissen und Verhandlungen mit Russland aufrufen.

Sollten wir nur einen Moment lang vergessen, dass der Westen grundsätzlich und eindeutig unkooperativ ist und alle Vereinbarungen selbst mit seinen Verbündeten aufkündigt – zu denen Russland nicht gehört –, sobald diese Vereinbarungen lästig werden, dann werden wir in die Falle tappen, dann ließen wir uns von fortschrittlichen westlichen Analysten wie Graham täuschen, die niemals aufhören werden, „ernsthaft und systematisch über eine Welt ohne Russland nachzudenken“.

Übersetzt aus dem Russischen
Wladimir Prochwatilow ist Präsident der Akademie für Realpolitik und Senior Researcher an der Akademie der Militärwissenschaften.

https://pressefreiheit.rtde.tech/international/140769-die-us-falken-moegen-die-ukraine-nicht-mehr/

13. Juni 2022

MKUltra: Wie die CIA geheime LSD-Experimente an ahnungslosen Bürgern durchführte (RT)

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Forschung der US-Geheimdienste darüber, wie man Kontrolle über den Verstand einer Person erlangen kann, zu einer ihrer Hauptbeschäftigungen. Das jahrzehntelang durchgeführte Programm namens MKUltra führte diese „Untersuchungen“ auch an ahnungslosen Bürgern aus.

Dazu und zu noch viel mehr hier weiterlesen: https://pressefreiheit.rtde.tech/international/140435-wie-die-cia-geheime-lsd-experimente-an-ahnungslosen-machte/

Auszug:
(…)
Im Jahr 1975 untersuchte ein Ausschuss des US-Senats unter dem Vorsitz vom Frank Church, einem Senator der Demokratischen Partei aus Idaho, Missbräuche durch den Geheimdienst, die möglicherweise in der Vergangenheit begangen wurden. Dies war Teil des sogenannten „Jahres der Geheimdienste“, in dem eine Reihe von Untersuchungen von Geheimdienstoperationen durchgeführt wurde, die „illegale, unangemessene oder unethische Aktivitäten“ umfassten, wie es in der Resolution zur Einrichtung des Ausschusses hieß.

Tatsächlich gab es für die US-Öffentlichkeit gute Gründe, die Methoden „ihrer“ Geheimdienste infrage zu stellen. Nach dem Watergate-Skandal wurde bekannt, dass die CIA eine direkte Rolle bei allem spielte, was da vor sich gegangen war. Im Artikel der New York Times über die Vorgänge rund um den Watergate-Skandal beschrieb der Journalist Seymour Hersh Operationen anderer Geheimdienste, die gegen amerikanische Bürger gerichtet waren. Die CIA selbst hat die Dokumente zu diesem Thema erst im Jahr 2007 veröffentlicht.

Der Ausschuss rund um Senator Church bekamen also ziemlich viel zu tun. Die Mitglieder hielten 126 Ausschusssitzungen und 40 Anhörungen in Unterausschüssen ab und befragten rund 800 Zeugen. Nachdem der Ausschuss 110.000 Dokumente durchforscht hatte, veröffentlichte er im April 1976 seinen Abschlussbericht und gab zudem auch ein Dokument mit dem Titel „Mutmaßliche Attentatspläne gegen ausländische Staatsoberhäupter“ heraus, in dem detailliert Pläne der Geheimdienste beschrieben wurden, bei denen mehrere hochrangige Persönlichkeiten wie Patrice Lumumba und Fidel Castro ermordet werden sollten [Patrice Lumumba wurde tatsächlich 1961 ermordet].
(…)

13. Juni 2022

Die Glaubwürdigkeit der EU (german-foreign-policy.com)


(Eigener Bericht) – Vor der Entscheidung der EU-Kommission über die Vergabe des EU-Beitrittskandidatenstatus an die Ukraine gerät der Beitrittsprozess in Südosteuropa immer weiter ins Stocken. Am Wochenende ist Kanzler Olaf Scholz mit seinem Versuch gescheitert, Bulgarien zur Aufgabe seines Vetos gegen die geplanten Beitrittsverhandlungen mit Mazedonien aufzugeben. Die bulgarische Regierung begründet ihr Veto mit völkischen Behauptungen, nach denen die Bevölkerung Nordmazedoniens Teil des „bulgarischen Volkes“ ohne eine wirkliche Eigenständigkeit sei; Skopje müsse seine Zugehörigkeit zum „Bulgarentum“ anerkennen. Sofia hat ein „bulgarisches Kulturzentrum“ in der nordmazedonischen Stadt Bitola nach einem NS-Kollaborateur benannt, der den Kampf für seine großbulgarischen Zielsetzungen an der Seite NS-Deutschlands führte. Dass 19 Jahre nach dem förmlichen Beitrittsversprechen der EU nicht einmal die notwendigen Verhandlungen gestartet werden können, stößt in Nordmazedonien auf starken Unmut. Die EU müsse sich im Klaren sein, dass letzten Endes nicht Versprechungen, sondern Taten zählten, heißt es in Skopje.

Weiterlesen
https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8946

13. Juni 2022

Russische TV-Sender im Livestream (DE/ENG/CAST/FRA/RUSS) / Webseiten

http://freestream.vpntester.org:8080/index.html

WEBSEITEN:

https://test.rtde.tech

https://meinungsfreiheit.rtde.life

https://pressefreiheit.rtde.tech

https://gegenzensur.rtde.world

https://fromrussiawithlove.rtde.world

https://freeassange.rtde.me

RT DE auf Odysee:

https://odysee.com/@RTDE:e

RT DE auf VK:

https://vk.com/rt_de

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