Archive for April 28th, 2022

28. April 2022

Aufruf zur internationalen Solidarität mit den Menschen in Odessa! Gedenken an das Massaker in Odessa am 2. Mai 2014

NEIN zum Faschismus! NEIN zur Nato! JA zu einer multipolaren Welt
auf Kooperation basierend, und nicht auf Konfrontation!

Angesichts der eskalierenden militärischen und politischen Konfrontation zwischen den westlichen Mächten und der Russischen Föderation und ihren Verbündeten müssen wir uns mehr denn je daran erinnern, was zu der aktuellen Krise geführt hat.

Am 2. Mai 2014 ereignete sich in Odessa, Ukraine, ein Ereignis, das als einer der schlimmsten zivilen Gewalttätigkeiten in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet wird. Ein rechter Mob, angeführt von offen neonazistischen Organisationen, jagte eine viel kleinere Gruppe von Progressiven in das Haus der Gewerkschaften der Stadt und steckte das Gebäude dann in Brand. Mindestens 42 Menschen starben in den Flammen und durch das Einatmen von Rauch oder wurden zu Tode geprügelt, als sie versuchten, aus dem brennenden Gebäude zu fliehen. Bis heute wurde keiner der Täter bestraft, obwohl der Angriff von zahlreichen Personen dokumentiert wurde, die Videos des Vorfalls im Internet veröffentlichten.

Dieses Massaker von Odessa ereignete sich nur wenige Monate nach dem gewaltsamen Putsch durch Rechte, mit Unterstützung westlicher Mächte, insbesondere der Vereinigten Staaten und in Folge wurde der demokratisch gewählte Präsidenten der Ukraine gestürzt.

Seitdem wurde das Land zunehmend zur Schachfigur in der US/NATO-Strategie und wurde benutzt, um Russland militärisch, politisch und diplomatisch zu isolieren, während die am Putsch beteiligten Neonazi- Organisationen zahlenmäßig und finanziell immer einflussreicher geworden sind. Heute sind Videos von entsetzlichen Übergriffen gegen Minderheiten, pro-russische Menschen und russische Kriegsgefangene online zu sehen.

All dies ist Teil einer andauernden und zunehmend aggressiven Kampagne der US-Regierung und ihrer Verbündeten gegen fortschrittliche Bewegungen und Regierungen auf der ganzen Welt. Es ist Teil eines verzweifelten Versuchs, die Entwicklung einer multipolaren Welt zu verlangsamen, die auf Kooperation statt Konfrontation basiert.

Diese destruktive Politik der militärischen Intervention und des illegalen „Regimewechsels“ hat zu einer militärischen Konfrontation mit Russland geführt, die einen neuen Weltkrieg auslösen könnte. Inzwischen hat die ukrainische Regierung elf politische Parteien verboten, die Kontrolle über die Fernsehsender des Landes übernommen und Journalisten und Linke verhaftet, während sie die immer häufigeren gewalttätigen Angriffe von Neonazis ignoriert, auf jeden, den sie als nicht ausreichend nationalistisch ansehen.

Dem müssen wir mit Taten internationaler Solidarität begegnen. Jedes Jahr am 2. Mai kommen die mutigen Menschen von Odessa zum Haus der Gewerkschaften, wo sie Bilder der dort Verstorbenen zeigen, rote Rosen niederlegen und schwarze Luftballons als Zeichen der Trauer aufsteigen lassen. Und jedes Jahr erneuern sie ihre Forderung nach einer internationalen Untersuchung des Massakers, etwas, das die ukrainische Regierung nie zugelassen hat. Und sie tun dies trotz der allgegenwärtigen Gefahr, von den Neonazis angegriffen zu werden, die den Tag mit Massenaufmärschen in der Stadt begehen.

Ebenfalls am 2. Mai veranstalten Antifaschisten in anderen Ländern Solidaritätsaktionen mit den Menschen in Odessa und zur Unterstützung ihrer Forderung nach einer internationalen Untersuchung. Im Jahr 2021 nahmen mehr als 20 Städte in ganz Europa und Nordamerika teil. Diese Aktionen lassen nicht nur die Menschen in Odessa wissen, dass sie nicht allein sind, sie tragen auch dazu bei, Menschen in anderen Ländern über den Putsch von 2014, die Rolle der Neonazi-Organisationen und den wahren Charakter der ukrainischen Regierung zu informieren, die vom Westen als als „kämpfende Demokratie“ dargestellt wird und nicht als eine rechte Schachfigur des Westens, was sie tatsächlich ist.

Indem sie diese Aktionen durchführen, tragen Antifaschisten in vielen verschiedenen Ländern dazu bei, Bande der Solidarität untereinander aufzubauen, eine dringend notwendige Entwicklung in dieser gespaltenen Welt.

Die Odessa Solidarity Campaign wurde 2016 gegründet, um die antifaschistische Bevölkerung von Odessa zu unterstützen.

Jetzt appelliert die Odessa Solidaritätskampagne in Zusammenarbeit mit der Union of Political Emigrants & Political Prisoners of Ukraine und dem Coop Anti-War Cafe in Berlin an antifaschistische Kräfte auf der ganzen Welt, am 2. Mai 2022 lokale Veranstaltungen zu organisieren.

Es kann eine öffentliche Versammlung sein, eine Kundgebung, eine Demonstration oder auch nur ein paar Menschen mit roten Rosen, schwarzen Luftballons und Schildern, die ihre Solidarität mit Odessa bekunden. Die Anzahl der Teilnehmer ist weniger wichtig als die Anzahl der Veranstaltungen, weil wir versuchen zu zeigen, dass die Menschen in vielen Ländern wissen, was 2014 in Odessa passiert ist, und dass immer noch eine internationale Untersuchung gefordert wird.

Dies ist jetzt besonders wichtig angesichts der anhaltenden militärischen Konfrontation in der Ukraine, die viele Menschen in den fortschrittlichen Bewegungen verwirrt.

Wenn Ihre Organisation bereit ist, eine Aktion am 2. Mai zu veranstalten, senden Sie bitte den Namen Ihrer Organisation, Kontaktinformationen und den Namen der Stadt, in der die Aktion stattfinden wird, und, wenn möglich, alle Einzelheiten über die Aktion, an die Solidaritätskampagne von Odessa zu schicken. Sie können die Kampagne auch per E-Mail erreichen, wenn Sie Fragen, Kommentare oder Vorschläge haben.

Für eine Welt frei von Krieg und frei von Faschismus!

Odessa Solidarity Campaign – Richmond, Virginia, USA
Coop Anti-War Cafe – Berlin, Deutschland
Union of Political Emigrants & Political Prisoners of Ukraine, Russland

In Berlin sind bisher mehrere Kundgebungen angekündigt:

BERLIN, GERMANY

Am 30. April: Brandenburger Tor am Pariser Platz – Vor US-Botschaft
(im Rahmen der Kundgebung Frente Unido America Latina): 18.00 bis 19.30 Uhr
Am 2. Mai: Vor der Ukrainischen Botschaft: 17.00 Uhr bis 17.45 Uhr
Am 2. Mai: Brandenburger Tor am Pariser Platz – Vor US-Botschaft: 18.00 bis 19.30 Uhr

RICHMOND, VIRGINIA, USA

May 2: A vigil in front of the Federal Courthouse; 6:30-7:30 pm. Sponsor: Odessa Solidarity Campaign.

VANCOUVER, BRITISH COLUMBIA, CANADA

May 2: A vigil in downtown Vancouver. Sponsor: The Fire This Time Movement for Social Justice

Kontakt:
email@hbuecker.net

WEBINAR:
May 2: Webinar on the Day of International Solidarity with the People of Odessa
https://www.youtube.com/watch?v=cLCwNWCBhBs

28. April 2022

Statement on increasing Russophobia in Germany and the hostilities against the Coop Anti-War Cafe Berlin (Heinrich Bücker)

Berlin is a city where people from over 150 countries live together. How can it be that such incomprehensible racism is rampant again in this cosmopolitan city? This time in the form of Russophobia, hatred of everything Russian. And it is essentially Germans who take part in it and support or tolerate this racism.

It would not have been possible for Germany to be reunited and for Berlin as a result to become the German capital without Russia’s consent. Despite Moscow’s doubts, Russia’s agreement came about because the West repeatedly assured that NATO would not advance eastwards, not even by one inch.

But Russia was betrayed, all promises were broken, and now NATO is threatening Russia right on its borders. And Germany is supplying heavy weapons to win the war against Russia in Ukraine. And again at the side of fascists, the successors of the Banderists, who already acted as auxiliary troops of the German fascists in World War II.

A self-confessed admirer of Stefan Banderas is Andrij Melnyk, Ambassador of Ukraine in Germany. Melnyk is a guest in the German Bundestag, he is on the evening-news and in German talk shows.
Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy, himself of Jewish descent, also supports the far-right brigades of the Azov Battalion. In his video-transmitted speech in the Greek parliament, he even presented self-confessed right-wing extremist Asov fighters from Mariupol. Many of the Greek MPs left the plenary hall or protested massively afterwards against the appearance of fascists.

In the past few weeks and days there has also been increased hostility towards the Coop Anti-War Café which I run in downtown Berlin.

There is graffiti on the outside of the café, there are sporadic accusations in the guest room, some of which are quite loud, and there are now numerous negative reviews on the Internet. #LINK
Even regular guests either don’t come anymore or they criticize me.

The allegations relate to my expressed support for Russia, support for the Russian government, for Russian culture and for the people of Russia.

It is extraordinarily depressing that all bridges of understanding with Russia are being torn down in these difficult times. All responsible Germans should now take a stand.

We should all know that wars are catastrophic for everyone involved. But the war that Russia is now waging in Ukraine is a continuation of a war that actually started back in 2014. And Ukraine started it.

After the violent coup in February 2014, the extremely anti-Russian right-wing coup government in Kyiv began waging war against parts of its own population. A war against the Russian-speaking population of Ukraine. The Russian language and culture were restricted, there was a fascist massacre in Odessa in May 2014 with over 40 dead, there were kidnappings, arrests and torture. Right-wing and fascist structures dug themselves deeper and deeper into the military, the police and the secret service. The majority of Western countries, including Germany, supported these developments in their efforts and desire to weaken and demonize Russia.

Russia did not want this war, but instead has repeatedly called for an end to violence against its citizens.

Moscow recently set concrete conditions: Guarantee of the neutrality of Ukraine. Guarantee of Ukraine’s non-accession to NATO. Withdrawal of western arms from Ukraine. This was not addressed in any way. As well as previously the Minsk-2 agreement was not implemented. Then, even before the invasion of Russia, the attacks from Kyiv on the People’s Republics intensified.

Now the conflict has widened and every decent German should take a stand. Everyone should now express their solidarity with Russia. The right-wing government in Kyiv should give up now and immediately. No arms to Ukraine!

Berlin on April 28, 2022
Heinrich Bucker

See also:
Statement on the Ukraine-Russia conflict (Coop Antikriegscafe Berlin)
https://cooptv.wordpress.com/2022/02/28/statement-on-the-ukraine-russia-conflict-coop-antikriegscafe-berlin

28. April 2022

Ukraine: Der Zweite Weltkrieg geht weiter – von Thierry Meyssan (voltairenet.org)

Die NATO-Propaganda versucht, die Präsenz von Neonazis in der Ukraine herunterzuspielen, indem sie sie mit den gleichartigen kleinen Gruppen im Rest des Westens vergleicht. Die Wahrheit sieht ganz anders aus. Die „Banderisten“ haben in den letzten dreißig Jahren allmählich die Macht in diesem Land übernommen, indem sie die Geschichte umgeschrieben, die Jugend geformt und nacheinander alle Symbole des Staates geändert haben. Sie haben ein Drittel der Bevölkerung indoktriniert und machen gut ein Drittel der Streitkräfte aus. Ihr Ziel ist es, Russland zu zerstören.

weiterlesen hier:
https://www.voltairenet.org/article216617.html

28. April 2022

Verehrter Faschist des Tages: Stepan Bandera (junge Welt)

Melnyk hat schon ein bisschen recht: »Belehrungen« sind bei Leuten, die die Kiewer Geschichtspolitik neueren Typs verantworten, irgendwie unangebracht.

weiterlesen hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/425455.verehrter-faschist-des-tages-stepan-bandera.html

28. April 2022

BMW sagt, dass es die „Seidenstraße“ nutzt, um den chinesischen Markt zu bedienen (Global Times)

Der deutsche Autobauer BMW will die „Seidenstraße“ über Weißrussland und Russland nach China nutzen, heißt es in einer Erklärung von BMW, die am Mittwoch an die Global Times gesendet wurde.

Ausländische Medien berichteten, dass Autohersteller, darunter BMW und Volkswagen, wegen der Ukraine-Krise Lieferungen per Zug nach China – dem größten Automarkt der Welt – eingestellt haben und die Fahrzeuge auf dem Seeweg transportieren. 

„Unser aktueller Transportweg für Fahrzeuge nach China ist: von den europäischen Werken per Bahn nach Bremerhaven, von dort per Schiff nach China. Bisher nutzen wir auch die ‚Seidenstraße‘ über Weißrussland und Russland nach China“, heißt es laut BMW-Erklärung.

Die Aussage klärt aber nicht, ob sich die „Seidenstraße“ auf die Bahnstrecke bezieht und welche Art von Produkten auf diesem Weg verschifft wurden.

Bremerhaven ist eine Hafenstadt in Norddeutschland. Die europäischen BMW Werke sind weniger als 10 Autostunden von Bremerhaven entfernt.

Unmittelbar nach Beginn des Ukraine-Konflikts habe Audi den Schienentransport von und nach China über Russland mit der Transsibirischen Eisenbahn proaktiv eingestellt, heißt es in einer Mitteilung des VW-Konzerns an die Global Times vom Mittwoch.

Audi teilte außerdem mit, dass seine Fahrzeug- und Materialtransporte sowohl per Seefracht als auch per Lkw über die sogenannte Südroute über Rumänien abgewickelt wurden.

„Wir prüfen derzeit, ob in naher Zukunft auch ein Bahntransport über die Südroute möglich ist“, heißt es in der Mitteilung.

Im Jahr 2021 hat die BMW Group weltweit 2,521 Millionen Fahrzeuge ausgeliefert. BMW verkaufte 2021 in China 846.237 Fahrzeuge, 8,9 Prozent mehr als im Vorjahr, was bedeutet, dass China 33,5 Prozent des Weltmarktes von BMW ausmachte.

BMW hat ein Joint-Venture-Werk in Shenyang in der nordostchinesischen Provinz Liaoning, dem größten Produktionsstandort der BMW Group weltweit. 

Audi lieferte im vergangenen Jahr 726.288 Autos in China aus, was 43 Prozent seiner weltweiten Auslieferungen von 1,68 Millionen Autos entspricht.

28. April 2022

Uruguay lehnt Sanktionen gegen Russland ab und will bilateralen Handel stärken

Uruguay hat bislang keine westlichen Sanktionen gegen Russland im Zusammenhang mit dem Ukraine-Krieg unterstützt. Der Botschafter des südamerikanischen Landes in Moskau, Daniel Castillos, sieht seine diplomatische Aufgabe darin, den bilateralen Handel zu stärken.

Der uruguayische Botschafter in Russland, Daniel Castillos, hat nach einem Bericht des örtlichen Medienunternehmens Grupo R Multimedio bei einer Veranstaltung in der russischen Hauptstadt Moskau erklärt, dass die Regierung seines Landes keine Sanktionen gegen Russland unterstütze.
„Trotz der aktuellen Situation, trotz gewisser Kritiken und Stimmen gegen die militärische Sonderoperation hat Uruguay keine wirtschaftlichen oder finanziellen Sanktionen gegen Russland verhängt und unterstützt sie nicht.“

Der südamerikanische Diplomat hob hervor, eine der Aufgaben seiner Mission in Moskau sei es, Probleme zu lösen, die infolge der Sanktionen im Schiffsverkehr und in den europäischen Häfen für bereits vereinbarte Exporte entstanden seien. Ein langfristiges Ziel sei es aber, den Handel, der in diesem Jahr einbrechen könnte, nachzuholen oder neue kommerzielle Routen zu stärken. Castillos zufolge sei die Regierung in Montevideo daran interessiert, den Handel und die bestehenden guten Beziehungen zu Moskau zu stärken:
„Zu diesem Zweck muss man gemeinsame Anstrengungen mit den russischen Behörden und Firmen unternehmen, um Lösungen für die zunehmenden Schwierigkeiten, die durch die Sanktionen entstanden sind, zu finden und eventuelle neue Möglichkeiten, die auftauchen können, zu fördern.“

Bei der Gesprächsrunde „Neue Möglichkeiten für Exporte nach Russland aus den Ländern Lateinamerikas und der Karibik“, die am vergangenen Freitag in der russischen Handelskammer stattfand, führte der Botschafter einige Statistiken an. 

Castillos zufolge hätten insgesamt 80 uruguayische Unternehmen im Jahr 2021 Waren im Wert von 118 Millionen US-Dollar nach Russland exportiert, während sich die Importe auf 101 Millionen US-Dollar belaufen hätten. Für Uruguay sei somit ein Handelsüberschuss in Höhe von 17 Millionen US-Dollar entstanden. Die Hälfte der Exporte sei auf Milchprodukte entfallen. „Russland wurde zu unserem größten Markt für Butter und zum drittgrößten für Käse.“

Mit jeweils sieben Prozent Anteil sei das euroasiatische Land zum viertgrößten Markt für Milchprodukte und Fleischnebenprodukte aus Uruguay geworden. Nach Angaben des Botschafters habe Russland im Jahr 2021 den 13. Platz in Bezug auf die Gesamtzahl der Exporte aus dem südamerikanischen Land belegt.

Castillos warnte jedoch bei der Gesprächsrunde, dass die Exporte aus Uruguay nach Russland in diesem Jahr deutlich zurückgehen könnten. Als Grund nannte er die westlichen Sanktionen, die die Logistik wesentlich erschwerten.

28. April 2022

Stellungnahme der Russischen Botschaft zu Mitteilungen, dass die Teilnahme russischer offizieller Vertreter an Gedenkveranstaltungen anlässlich der Befreiung von Konzentrationslagern in Deutschland unerwünscht ist

Bei der russischen Botschaft in Deutschland sind Mitteilungen deutscher Stiftungen eingegangen, die Gedenkstätten ehemaliger Nazi-Konzentrationslager in Deutschland, unter anderem Buchenwald, Dachau, Sachsenhausen, Ravensbrück und weitere, betreuen. In diesen Mitteilungen wird nachdrücklich gebeten, auf unsere Teilnahme an traditionellen offiziellen Gedenkveranstaltungen anlässlich der anstehenden Jahrestage ihrer Befreiung durch die alliierten Truppen zu verzichten.

Wir sind zutiefst enttäuscht über diese Entscheidungen, die wegen der aktuellen politischen Konjunktur getroffen wurden. Sie sind mit der deutschen Erinnerungskultur unvereinbar, widersprechen der historischen russisch-deutschen Aussöhnung und sind für die Zusammenarbeit unserer Länder im Bereich Kriegsgräberfürsorge und Gedenkarbeit kontraproduktiv.

Die Mitarbeiter russischer Auslandsvertretungen in Deutschland werden eine Möglichkeit finden, der Opfer von Nazi-Konzentrationslagern und der sowjetischen Soldaten, die den entscheidenden Beitrag zur Befreiung Europas vom Nazismus geleistet hatten, gebührend zu gedenken.

28. April 2022

Stellungnahme zur zunehmenden Russophobie in Deutschland und zu den Anfeindungen gegen das Coop Antikriegscafe Berlin (Heinrich Bücker)

Berlin ist eine Stadt, in der Menschen aus über 150 Ländern leben. Wie kann es sein, dass in dieser so weltoffenen Stadt jetzt wieder ein so unfassbarer Rassismus um sich greift? Diesmal in Form der Russophobie, des Hasses gegen alles Russische. Und es sind im Wesentlichen Deutsche, die sich daran beteiligen und diesen Rassismus mittragen oder ihn tolerieren.

Dass Deutschland wiedervereinigt werden konnte und dass Berlin in Folge zur deutschen Hauptstadt wurde, wäre ohne die Einwilligung Russlands nicht möglich gewesen. Diese Einwilligung Russlands kam trotz allem Zweifel in Moskau zustande, weil der Westen wiederholt zusicherte, dass die NATO nicht nach Osten vorrücken würde, und zwar keinen Zentimeter.

Aber Russland wurde verraten, alle Versprechen wurden gebrochen und jetzt bedroht die NATO Russland direkt an seinen Grenzen. Und Deutschland liefert schwere Waffen um den Krieg gegen Russland in der Ukraine zu gewinnen. Und wieder an der Seite von Faschisten, den Nachfolgern der Banderisten, die bereits im 2. Weltkrieg als Hilfstruppen der deutschen Faschisten agierten.

Ein bekennender Verehrer Stefan Banderas ist Andrij Melnyk, Botschafter der Ukraine in Deutschland. Melnyk ist zu Gast im Deutschen Bundestag, in den Tagesthemen und in deutschen Talkshows.
Sein Präsident Volodymyr Zelenskyy, selbst jüdischer Herkunft, unterstützt ebenfalls die rechtsextremen Brigaden des Asov-Battalions. Er präsentierte bei seiner per Video übertragenen Rede im griechischen Parlament sogar bekennende rechtsextreme Asov-Kämpfer aus Mariupol. Viele der griechischen Abgeordneten verließen den Plenarsaal oder protestierten danach massiv gegen den Auftritt von Faschisten.

In den vergangenen Wochen und Tagen kommt es auch zu vermehrten Anfeindungen gegen das von mir betriebene Coop Anti-War Café in Berlin-Mitte.

Es gibt Schmierereien im Außenbereich des Cafés, sporadisch kommt es auch im Gastraum zu teils lautstarken Anschuldigungen und es gibt inzwischen zahlreiche negative Bewertungen im Internet.
Hier LINK. Auch langjährige Gäste kommen entweder nicht mehr, oder sie kritisieren mich.

Die Vorwürfe beziehen sich auf meine ausdrückliche Unterstützung für Russland, für die russische Regierung, für die russische Kultur und für die Menschen in Russland.

Dass alle Brücken der Verständigung mit Russland in diesen schwierigen Zeiten abgerissen werden, ist außerordentlich deprimierend. Alle verantwortungsvollen Deutschen sollten jetzt Stellung beziehen.

Wir alle sollten wissen, dass Kriege eine Katastrophe bedeuten, für alle Beteiligten. Aber der Krieg, den Russland jetzt in der Ukraine führt ist die Fortsetzung eines Krieges, den die Ukraine tatsächlich bereits 2014 begonnen hat.

Nach dem gewaltsamen Umsturz im Februar 2014 begann die extrem russlandfeindliche rechtsextreme Putsch-Regierung in Kiew, Krieg gegen Teile ihrer eigene Bevölkerung zu führen. Einen Krieg gegen die russischsprachige Bevölkerung der Ukraine. Die russische Sprache und Kultur wurde eingeschränkt, es kam zu einem faschistischen Massaker in Odessa im Mai 2014 mit über 40 Toten, es gab Entführungen, Verhaftungen und Folter. Rechte und faschistische Strukturen gruben sich immer tiefer ein, in das Militär, in die Polizei und in den Geheimdienst. Der überwiegende Teil der westlichen Staaten und auch Deutschland unterstützte diese Entwicklungen, in seinem Bestreben Russland zu schwächen und zu dämonisieren.

Russland wollte diesen Krieg nicht, hat vielmehr immer und immer wieder ein Ende der Gewalt gegen seine Bürger gefordert.

Moskau stellte zuletzt konkrete Bedingungen: Vertraglich gesicherte Neutralität der Ukraine. Garantie für den Nichtbeitritt der Ukraine in die NATO. Abzug westlicher Waffen aus der Ukraine. Darauf wurde in keiner Weise eingegangen. Sowie zuvor bereits das Minsk-2 Abkommen nicht umgesetzt wurde. Dann kam es noch vor der Invasion Russlands zur Intensivierung der Angriffe aus Kiew auf die Volksrepubliken.

Jetzt hat sich der Konflikt ausgeweitet und jeder anständige Deutsche sollte Stellung beziehen. Jeder sollte jetzt seine Solidarität mit Russland zum Ausdruck bringen. Die rechte Regierung in Kiew sollte jetzt und zwar sofort aufgeben. Keine Waffen an die Ukraine!

Berlin am 28. April 2022
Heinrich Bücker

Siehe auch:
Stellungnahme zum Ukraine-Russland Konflikt (Coop Antikriegscafe Berlin)
https://cooptv.wordpress.com/2022/02/28/stellungnahme-zum-ukraine-russland-konflikt-coop-antikriegscafe-berlin

28. April 2022

Maria Zakharova, Spokeswoman for the Ministry of Foreign Affairs of the Russian Federation on Italian TV show


Parla Marija Zacharova, la voce del Cremlino – Zona bianca Video | Mediaset Infinity
Marija Zacharova, Portavoce Ministro Esteri Russo, è in collegamento a Zona Bianca durante il giorno della Pasqua ortodossa.
https://www.mediasetplay.mediaset.it/video/zonabianca/parla-marija-zacharova-la-voce-del-cremlino_F311546901017C03

28. April 2022

Direktlieferung deutscher Panzer an die Ukraine – Schweizer Veto in Sachen Munition – von Claudia Wangerin (Telepolis)

https://www.heise.de/tp/features/Direktlieferung-deutscher-Panzer-an-die-Ukraine-Schweizer-Veto-in-Sachen-Munition-7067136.html

28. April 2022

Friedenskräfte erinnern in Torgau an historischen Handschlag. Weltfrieden in Gefahr (Unsere Zeit)

28. April 2022

Köpfe rollen in Kiew. Schändung sowjetischer Denkmäler. Aufregung um gestoppte Gaslieferung Russlands. Anschlag auf Munitionslager in Transnistrien. (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/425417.krieg-in-der-ukraine-k%C3%B6pfe-rollen-in-kiew.html

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