China lässt kein Chaos oder Krieg zu und wird sein Wort halten: Leitartikel der Global Times China

https://www.globaltimes.cn/page/202201/1245803.shtml

Als der chinesische Staatsrat und Außenminister Wang Yi am Montag mit dem russischen Außenminister Sergej Lawrow über die Lage in Kasachstan telefonierte, sagte er: „China und Russland müssen als ständige Mitglieder des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen und befreundete Nachbarn Zentralasiens verhindern, dass in der Region Chaos oder Krieg ausbricht.“ Das Signal, das China ausgesandt hat, ist sehr klar und muss von den betroffenen Parteien sorgfältig abgewogen werden. 

Kasachstan ist das größte Land Zentralasiens und seine gemeinsame Grenze zu China ist mehr als 1.700 Kilometer lang. Es ist unbedingt zu verhindern, dass „Farbrevolutionen“ und die „Drei Übel“ – nämlich Terrorismus, Extremismus und Separatismus – in Kasachstan regionale Unruhen verursachen und auf die umliegenden Regionen übergreifen. Dies steht in direktem Zusammenhang mit Chinas nationaler Sicherheit und dient den zentralasiatischen Ländern als gemeinsame Aufgabe. Chinas klare Haltung, Chaos oder Krieg zu verhindern, verkörpert die Verantwortung einer Großmacht – das heißt, China wird nicht tatenlos zusehen und geschehen lassen, was Chinas nationalen Interessen und dem Gemeinwohl der gesamten Region abträglich ist. 

China hat die meisten Nachbarn der Welt, 14 grenzen an China. Es war schon immer Chinas Ziel, dafür zu sorgen, dass seine Nachbarn frei von Chaos und Krisen sind, die Chinas Souveränität, Sicherheit und Entwicklungsinteressen beeinträchtigen. Kein Chaos und Krieg zuzulassen, ist Chinas ernstgemeinte Haltung, wenn es um wichtige Sicherheitsbedenken geht, die durch Störungen von außen bedroht sind, wie etwa die koreanische Halbinsel und das Südchinesische Meer. China ist in internationalen Angelegenheiten sehr besonnen und wird immer seine Worte halten.

Ohne ein stabiles Umfeld kann die Entwicklung eines Landes nicht voranschreiten. Wenn Nachbarländer in Aufruhr geraten, ihre politische und soziale Stabilität nicht mehr aufrechterhalten können und sich sogar in Chaos und Krieg verwickeln, kann ihr Einfluss überschwappen. Die USA wissen das gut. Und es hat ständig Unruhe in den Nachbarn anderer großer Länder geschürt, während die Umwelt um sich herum stabil gehalten wurde. 

Nach dem Zerfall der Sowjetunion hat die NATO wiederholt nach Osten expandiert, um Russlands Umgebung zu erodieren. Jetzt nimmt es China als Ziel und schlägt im Südchinesischen Meer und im Ostchinesischen Meer Wellen. Nicht selten steckt Washington hinter bestimmten Unruhen in China. 

Insofern sind die Bemerkungen „Man muss den Ausbruch von Chaos oder Krieg verhindern“ die Grundgedanken, die eine rote Linie ziehen, die im kritischen Moment nicht überschritten werden darf. 

Dies bedeutet keine Änderung des Grundsatzes der „Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten“. Sei es die Situation in Kasachstan, die nationale Aussöhnung in Afghanistan oder die Unruhen in Myanmar – China hat die Souveränität dieser Länder respektiert und betont, dass friedliche Gespräche unter Einhaltung der Regeln geführt werden. China hat friedliche Mittel wie Dialoge, Verhandlungen und Konsultationen aufrecht erhalten, um Divergenzen zu mildern und Streitigkeiten beizulegen. 

Manche Leute in den USA und im Westen finden das vielleicht schwer zu verstehen. Nach den Erfahrungen ihrer Länder bedeutet „Einmischung“ eher der destruktive Umsturz von Regimen und die Neugestaltung von Systemen. Oft sind militärische Mittel im Spiel. Die Kriege im Nahen Osten und in Nordafrika des 21. Jahrhunderts haben zu schweren Flüchtlingskrisen geführt, die zu einem regionalen Problem geworden sind. Die USA und der Westen, die solche Katastrophen verursacht haben, haben sich jedoch wiederholt ihrer Verantwortung entzogen. Dies erinnert an das berühmte Zitat von Tacitus: „Sie schaffen Verwüstung und nennen es Frieden.“ 

Tatsachen haben bewiesen, dass es selten vorkommt, dass die USA und der Westen nicht in größere regionale Krisen auf der ganzen Welt verwickelt sind, und in vielen Fällen sind sie die größten Verursacher von Chaos und Krieg. Im Streben nach geopolitischen Gewinnen hetzen sie Oppositionsparteien auf und suchen Stellvertreter in anderen Ländern mit der Überlegenheit von „Missionaren“. Sie zögerten sogar nicht, mit Gewalt eine Gesellschaft mit einer ganz anderen Geschichte und kulturellen Tradition gewaltsam zu verändern, egal ob die Schuhe, die sie anbieten, passen.

Wang sagte in dem Telefonat mit Lawrow: „Wir sollten unsere jeweiligen Stärken nutzen, um den zentralasiatischen Ländern bei der Bekämpfung der Pandemie zu helfen, ihre Wirtschaft zu entwickeln und den Nährboden für Unruhen zu beseitigen.“ 

Dies unterscheidet sich grundlegend von den USA und dem Westen, die fast täglich ihre Ideologie exportieren und „Farbrevolutionen“ anfachen. Immer mehr Länder haben einen so starken Kontrast bereits gespürt. 

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