Querdenker unterstützen „Neuen Krefelder Appell“, der mutig vor einem drohenden Krieg warnt, dann aber argumentiert, dass dieser auch unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung geführt würde. Erste prominente Erstunterzeichner aus der Friedensbewegung haben ihre Unterschrift jetzt zurückgezogen.

Ein gemeinsamer Appell von Querdenkern und Persönlichkeiten aus der Friedensbewegung hat innerhalb von 2 Wochen weit über 3000 Unterstützer gewonnen. Die Liste der Unterstützer ist ein eindringlicher Beweis für die zunehmende Spaltung innerhalb der Friedensbewegung.

Immerhin haben jetzt zwei wichtige Unterstützer des Appells ihre Unterschrift zurückgezogen. Wolfgang Gehrcke und Norman Paech erklärten in einer gemeinsamen Stellungnahme: „Unser Motiv, den Appell zu unterstützen, waren Wunsch und Hoffnung, zu einer deutlichen Verbreiterung der Friedensbewegung beizutragen“. Sie müssten jetzt aber zur Kenntnis nehmen, dass sie damit „in dieser Form“ gescheitert seien.

Ein „Schulterschluss über ideologische Grenzen hinweg“ ist den Initiatoren somit nicht vollständig gelungen. So hatten sie ihren Appell nämlich ankündigt.

Unter dem Titel „Neuer Krefelder Appell“ hatten die Initiatoren des Aufrufs sinngemäß dazu aufgefordert, einen öffentlichen Meinungsdruck aufzubauen, um eine Politik herbeizuführen gegen das US-Imperium inklusive Deutschland und der anderen NATO-Staaten mit dem Ziel Frieden und Freundschaft mit allen Staaten bzw. Völkern der Welt herzustellen.

Dies ist durchaus richtig.

Aber sehr nachdenklich muss es machen wenn es dann weiter heißt:

„Es geht …. zum anderen um den extrem gefährlichen Krieg gegen die Menschheit, der unter dem Deckmantel der Pandemiebekämpfung geführt wird und bereits Millionen Todesopfer gefordert hat. Ziel ist auch die Bündelung aller verfügbaren Kräfte über ideologische Grenzen hinweg…. und weiter: Unter dem Deckmantel der Pandemie-Bekämpfung wird das Leben von Milliarden Menschen gefährdet. Das betrifft vor allem Länder der so genannten „Dritten Welt“. Allein in Indien hat der Lockdown nach Angaben der „World Doctors Alliance“ Millionen Menschenleben gekostet. Eine noch größere Gefahr geht von der „Impf“-Kampagne aus – für Milliarden von Menschen. Dahinter steht die Strategie des „Great Reset“ des Forums der Superreichen, das sich „Weltwirtschaftsforum“ nennt, mit dem der Kapitalismus über einen gezielten Zusammenbruch und einen „Neustart“ auf eine noch perversere Stufe gehoben werden soll – unter weitergehender Verletzung der bürgerlichen Rechte, der Menschenrechte und des Völkerrechts – d.h. mit weniger Rechten und mehr Überwachung für den überwiegenden Teil der Menschheit.“

Die im Text referierte „World Doctors Alliance“ ist ein Sammelbecken für Impfkritiker und Corona-Skeptiker. Beispielsweise ist Heinrich Fiechtner, Ex-AfD-Abgeordneter und Arzt als Mitglied der „World Doctors Alliance“, immer wieder auf „Querdenker“-Protestveranstaltungen aufgetreten. Befürworter von Corona-Impfungen bezeichnete er als „Jünger Josef Mengeles“. In dem verlinktem Videobeitrag einer Rede als Abgeordneter im Landtag spricht er über den der Corona-Politik angeblich zugrundeliegenden Plan einer Bevölkerungsreduzierung der Menschheit auf 500 Millionen Menschen. Neben anderen Behauptungen betitelt er einen Politiker als Pol Pot der grünen Khmer. VIDEO LINK

Ein anderes Mitglied der Gruppe „World Doctors Alliance“, Dr. Mohammad Adil hat u.a. behauptet, die Pandemie sei ein globaler Schwindel einer Elite, um die Welt zu kontrollieren.

Eine weitere Vertreterin des „World Doctors Alliance“, Dolores Cahill arbeitete am University College in Dublin (UCD). Sie erklärte u.a. das Folgende: „Wenn mich jemand [mit einem RNA-Impfstoff] impfen würde, würde ich ihn des versuchten Mordes anklagen.“. Sie ist gleichzeitig die Präsidentin der World Freedom Alliance. https://worldfreedomalliance.org

Man fragt sich warum etwa Personen wie etwa Michael Ballweg, Heiko Schöning, Mathias Bröckers, Dr. Eugen Drewermann, Dr. Daniele Ganser, Anselm Lenz und Dr. Wolfgang Wodarg neben dem Herausgeber der Nachdenkseiten Albrecht Müller diesen Appell unterzeichnen. Hier werden wichtige Forderungen nach Frieden und Deeskalation mit Argumenten der Querdenker-Bewegung vermengt.

Kritiker werfen Michael Ballweg, dem Gründer von Querdenken, Kontakte zu Reichsbürgern vor, nachdem er im Sommer zu einem Treffen bei Peter Fitzek, dem selbsternannten König von Deutschland, eingeladen hatte.

Nachdenklich machen muss zudem, wenn man zum Ende des Appells auffordert, sich einer Politik zu verweigern, die unter dem Deckmantel der Pandemie-Bekämpfung Milliarden Menschenleben gefährdet und die Überlebenden einer Totalkontrolle unterwerfen will.

Inzwischen schließen sich immer mehr Menschen erneut den stärker werdenden Protesten gegen die Corona-Maßnehmen an. Die neuen Proteste, die auch von dem durchaus berechtigten Widerstand gegen eine allgemeine Impfpflicht und die zunehmenden Einschränkungen von Grundrechten getragen sind verbreitern jetzt eine Bewegung, die seit dem Frühjahr 2020 in vielen Städten präsent ist. Dieselbe Bewegung hat aber zu großen Teilen auch immer die Corona-Erkrankung verharmlost, Masken oft komplett abgelehnt und nicht selten sogar die Theorie vertreten, China sei für die „Inszenierung“ der Pandemie maßgeblich mitverantwortlich. Viele der Köpfe der Bewegung unterstützen glücklicherweise nicht die Dämonisierung Russlands, sind aber oft Trump-Fans, massiv antikommunistisch und mehrheitlich gegen die kommunistische Führung Chinas eingestellt.

Die Eskalation gegen China und Russland nimmt stetig zu und der hier kritisierte Appell ist für viele gerade deshalb so attraktiv, weil er diese Eskalation vehement zurückweist. Diese Position ist richtig und sehr wichtig. Nur die Tatsache, dass dies im „Schulterschluss über ideologische Grenzen“ geschehen soll, dazu vermengt mit Argumenten gegen Masken, Corona-Tests und mit der Verharmlosung der Pandemie ist grundsätzlich falsch und gefährlich.

Sehr leicht kann man diese kritischen Aspekte des Appells allerdings auch übersehen. Man kann nur hoffen, dass sich weitere Unterstützer wegen der hier angesprochenen Kritikpunkte jetzt doch von diesem Appell distanzieren. Dringend erforderlich ist jetzt vielmehr eine Initiative, die bestimmte Maßnahmen und die zunehmende Einschränkung der Grundrechte kritisiert und gleichzeitig unbedingte internationale Solidarität einfordert.


Wir fordern internationale Zusammenarbeit und Solidarität! Frieden mit China und Russland. Weltweite Zulassung für russische, chinesische und kubanische Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19. 

INTERNATIONALE SOLIDARITÄT IN DER CORONAKRISE (UPDATE 29.11.2021)

http://www.berlin-gegen-krieg.de/ex/covid19appell/

Bereits im Frühjahr dieses Jahres haben wir in einem Appell die Zulassung von Medikamenten und Impfstoffen gegen Covid-19 aus Russland, Kuba und China gefordert.

Aber während seither weltweit nach offiziellen Angaben über 5,2 Millionen Menschen an der Virus-Erkrankung verstorben sind, werden Impfstoffe und Medikamente aus ideologischen und wirtschaftlichen Gründen noch immer nicht überall zugelassen.

Jetzt scheint sich die Lage weltweit erneut zuzuspitzen. Dies führt auch dazu, dass Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht impfen lassen wollen, häufig diskriminiert und ausgegrenzt werden. Als Resultat erleben wir zunehmend auch von Gewalt geprägte Proteste und als Reaktion darauf staatliche Repressionen.Zahlreiche Impfskeptiker vertrauen den auf Basis von inaktivierten Viren hergestellten chinesischen Totimpfstoffen wie Coronavac des Herstellers Sinovac und Vero von Sinopharm. Diese Vakzine wurden weltweit milliardenfach in mehr als 60 Ländern verimpft. Andere wiederum würden sich gerne mit dem russischen Vektor-Vakzin SputnikV, bereits in über 70 Ländern zugelassen, oder mit dem als hochwirksam geltenden kubanischen Präparat impfen lassen.

In Russland und auch in anderen Ländern wiederum gibt es Menschen, die den westlichen Impfstoff auf mRNA-Basis von Pfizer/BioNTech, oder Präperate von anderen westlichen Herstellern, dem von der russischen Regierung empfohlenen Sputnik-Impfstoff vorziehen.

Eine allgemeine Anerkennung und Bereitstellung all dieser Impfstoffe könnte sehr viele der Impfskeptiker umstimmen. Die Meinung derjenigen, die sich auch dann weiterhin nicht impfen lassen wollen, ist zumindest zu tolerieren.Zusätzlich zur Impfempfehlung sollten vorbeugende Methoden zur Krankheitsvermeidung in einer angstfreien Weise vermittelt werden. Hierbei geht es um Vitamine, Spurenelemente, und naturheilkundliche Wirkstoffe, die bereits in vielen Ländern, wie beispielsweise auch in China, angewendet werden.

Medikamente, die im Fall der Erkrankung Linderung verschaffen, und auch in anderen Ländern bereits erfolgreich eingesetzt werden, sollten bereitgestellt und deren Vorhandensein kommuniziert werden. Möglichkeiten, die unsere internationalen Kontakte bieten, sollten genutzt werden, um alles global vorhandene Wissen solidarisch zu teilen.

Die Krankenpflege darf keinerlei Profitinteressen untergeordnet werden und in allen Pflegebereichen müssen deutlich höhere Löhne gezahlt werden. Auch sollte erfahrenes Pflegepersonal durch positive Arbeitsbedingungen gehalten werden und nicht durch immer strengere Auflagen eingeschüchtert werden.

Unsere Forderung muss lauten: Geprüfte und bewährte Impfstoffe und Medikamente aller Länder müssen endlich ein globales Gemeingut werden. Eine globale Pandemie kann nur global überwunden werden. Wir brauchen internationale Solidarität und Zusammenarbeit in dieser Krise.

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