INTERNATIONALE SOLIDARITÄT IN DER CORONAKRISE: Appell für eine zügige weltweite Zulassung für russische, chinesische und kubanische Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19.

INTERNATIONALE SOLIDARITÄT IN DER CORONAKRISE (UPDATE 29.11.2021)

Bereits im Frühjahr dieses Jahres haben wir in einem Appell die Zulassung von Medikamenten und Impfstoffen gegen Covid-19 aus Russland, Kuba und China gefordert.

Aber während seither weltweit nach offiziellen Angaben über 5,2 Millionen Menschen an der Virus-Erkrankung verstorben sind, werden Impfstoffe und Medikamente aus ideologischen und wirtschaftlichen Gründen noch immer nicht überall zugelassen.

Jetzt scheint sich die Lage weltweit erneut zuzuspitzen. Dies führt auch dazu, dass Menschen, die sich aus den unterschiedlichsten Gründen nicht impfen lassen wollen, häufig diskriminiert und ausgegrenzt werden. Als Resultat erleben wir zunehmend auch von Gewalt geprägte Proteste und als Reaktion darauf staatliche Repressionen.

Zahlreiche Impfskeptiker vertrauen den auf Basis von inaktivierten Viren hergestellten chinesischen Totimpfstoffen wie Coronavac des Herstellers Sinovac und Vero von Sinopharm. Diese Vakzine wurden weltweit milliardenfach in mehr als 60 Ländern verimpft. Andere wiederum würden sich gerne mit dem russischen Vektor-Vakzin SputnikV, bereits in über 70 Ländern zugelassen, oder mit dem als hochwirksam geltenden kubanischen Präparat impfen lassen.

In Russland wiederum gibt es Menschen, die den westlichen Impfstoff auf mRNA-Basis von Pfizer/BioNTech, oder Präperate von anderen westlichen Herstellern, dem von der russischen Regierung empfohlenen Sputnik-Impfstoff vorziehen.

Eine allgemeine Anerkennung und Bereitstellung all dieser Impfstoffe könnte sehr viele der Impfskeptiker umstimmen. Die Meinung derjenigen, die sich auch dann weiterhin nicht impfen lassen wollen, ist zumindest zu tolerieren.

Zusätzlich zur Impfempfehlung sollten vorbeugende Methoden zur Krankheitsvermeidung in einer angstfreien Weise vermittelt werden. Hierbei geht es um Vitamine, Spurenelemente, und naturheilkundliche Wirkstoffe, die bereits in vielen Ländern, wie beispielsweise auch in China, angewendet werden.

Medikamente, die im Fall der Erkrankung Linderung verschaffen, und auch in anderen Ländern bereits erfolgreich eingesetzt werden, sollten bereitgestellt und deren Vorhandensein kommuniziert werden. Möglichkeiten, die unsere internationalen Kontakte bieten, sollten genutzt werden, um alles global vorhandene Wissen solidarisch zu teilen.

Die Krankenpflege darf keinerlei Profitinteressen untergeordnet werden und in allen Pflegebereichen müssen deutlich höhere Löhne gezahlt werden. Auch sollte erfahrenes Pflegepersonal durch positive Arbeitsbedingungen gehalten werden und nicht durch immer strengere Auflagen eingeschüchtert werden.

Unsere Forderung muss lauten: Geprüfte und bewährte Impfstoffe und Medikamente aller Länder müssen endlich ein globales Gemeingut werden. Eine globale Pandemie kann nur global überwunden werden. Wir brauchen internationale Solidarität und Zusammenarbeit in dieser Krise.

Nachfolgend unser Appell vom Frühjahr 2021
HIER UNTERZEICHNEN:
http://www.berlin-gegen-krieg.de/ex/covid19appell

Appell für eine zügige weltweite Zulassung für russische, chinesische und kubanische Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19. Für internationale Zusammenarbeit und Solidarität!

Nachdem bereits vor Monaten erstmals über den erfolgversprechenden Impfstoff Sputnik V aus Russland und die erfolgreiche Einführung chinesischer Impfstoffe berichtet wurde, werden jetzt in der globalen Gesundheitskrise die Forderungen nach Einsatz dieser Impfstoffe lauter.

Sogar die westlichen Medien veröffentlichen zunehmend positive Berichte über den Sputnik V-Impfstoff, insbesondere nach der Veröffentlichung einer Studie in der renommierten wissenschaftlichen Zeitschrift Lancet. Und jetzt gibt es auch zahlreiche positive Berichte über chinesische Impfstoffe, nachdem zunächst überwiegend negative Bewertungen in den westlichen Medien veröffentlicht wurden.

Wir fordern daher, dass schnellstmöglich Produktionskapazitäten oder Importlizenzen für russische und chinesische Impfstoffe bereitgestellt werden. Die gesundheitliche Versorgung der Bevölkerung in westlichen Ländern darf nicht noch zusätzlichen Schaden nehmen, indem sie zum Spielball geopolitischer Machtkämpfe gemacht wird. Angesichts der dramatischen Eskalation der Spannungen zwischen den USA, den NATO-Staaten und ihren Verbündeten auf der einen Seite und Russland, China und anderen Ländern auf der anderen Seite könnte eine intensive Zusammenarbeit in diesem Bereich sogar zur Entspannung dieser sehr gefährlichen Situation beitragen.

Sputnik V hat laut einer Studie, deren Ergebnisse jetzt in der britischen medizinischen Zeitschrift Lancet veröffentlicht wurden, eine hohe Schutzwirkung von 91,6 % erreicht. Schwere Erkrankungen wurden vollständig verhindert und weitere Probleme sind offenbar nur äußerst selten aufgetreten. Ähnliche Ergebnisse wurden über chinesische Impfstoffe berichtet.

Sputnik V wurde bisher in 15 Ländern registriert und wird teilweise in Lizenz hergestellt. In einigen Ländern zeichnet sich eine mögliche Zusammenarbeit mit Pharma-Unternehmen ab. Der russische Impfstoff, der in zwei Dosen verabreicht wird, soll weniger als zehn Dollar pro Dosis kosten. Die Impfung ist für russische Staatsbürger kostenlos. Chinesische Impfstoffe, die ebenfalls zu erschwinglichen Preisen verkauft oder sogar kostenlos vertrieben werden, werden in vielen Ländern bereits erfolgreich eingesetzt. Milliarden von Dosen der russischen und chinesischen Vakzine werden voraussichtlich noch in diesem Jahr hergestellt.

Russland, China und Kuba haben seit Beginn der Covid-19-Krise in vielen Ländern massive Hilfe geleistet. Hilfe, die im Westen kaum anerkannt wurde. Häufig kam es sogar, trotz der außerordentlichen Anstrengungen dieser Länder in der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten, zu Verleumdungen und Schuldzuweisungen in den westlichen Medien.

Kubas medizinische Brigaden wurden in viele vom Virus betroffene Länder entsandt und dafür sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen. Russland schickte Hilfsflüge mit hunderten von Militärärzten, Virologen und Epidemiologen in zahlreiche Länder. Neben Medikamenten beinhalteten die Hilfslieferungen Spezialausrüstung und Notkrankenhäuser. Ärzteteams und Berater des Chinesischen Roten Kreuzes halfen in einer Reihe von Ländern. Chinas Hilfslieferungen umfassten Millionen von Masken, große Mengen von Beatmungsgeräten und zuletzt auch Impfstoffe.

Als Partner der Blockfreien Bewegung, der auch Kuba angehört, haben Russland und China in der Vergangenheit immer die Bedeutung einer friedlichen internationalen Zusammenarbeit betont und folgerichtig auch in dieser Krise Hilfteams in die von der Krise am stärksten betroffenen Regionen entsandt.

China, das mit seiner Initiative „Neue Seidenstraße“ einen immensen Infrastrukturplan für die Verbindung von Asien, Europa und Afrika initiiert hat, erweitert dies nun um ein neues multipolares Projekt namens „Seidenstraße der Gesundheit“.

In der Umsetzung der Idee von Multilateralismus werden Impfstoffe und Medikamente preisgünstig oder sogar kostenlos in andere Länder geliefert. Westliche Staaten hingegen setzten ihre Sanktionspolitik gegen Länder wie Kuba, Venezuela, Nicaragua, Iran und Syrien auch auf dem Höhepunkt dieser globalen Krise fort.

In den meisten westlichen Ländern wurde während dieser Pandemie eine an Profitinteressen ausgerichtete Strategie betrieben. Insbesondere private Pharmaunternehmen und Dienstleister konnten – so auch in Deutschland – von der Gesundheitskrise in hohem Maße profitieren.

Dass die deutsche Regierung hohe staatliche Subventionen zur Entwicklung von Impfstoffen zur Eindämmung der COVID-19 Pandemie nicht an Auflagen geknüpft hat, Forschungsergebnisse der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen, damit Hersteller weltweit wirksame Mittel nachproduzieren können, verdient schärfste Kritik.

Zahlreiche Nichtregierungsorganisationen in Deutschland verlangen, produzierte Covid-19 Impfstoffe weltweit und in ausreichenden Mengen und zu bezahlbaren Preisen zugänglich zu machen. Es wird umfassende Transparenz gefordert, was Testdaten, Herstellungskosten, finanzielle Investitionen in die Impfstoffe und den Anteil öffentlicher Fördergelder betrifft. Es wird zudem gefordert, dass die Unternehmen sich verpflichten, ihr geistiges Eigentum nicht geltend zu machen, sondern dieses durch offene Lizenzierung mit qualifizierten Herstellern zu teilen.

Immer lauter wird die Forderung , dass öffentliche Unterstützung mit der Verpflichtung einhergehen muss, Menschen weltweit Zugang zu Covid-19-Impfstoff zu gewähren. UN-Generalsekretär António Guterres hat es auf den Punkt gebracht: „Ein Impfstoff an sich ist nicht genug. Wir brauchen globale Solidarität, um sicherzustellen, dass jede Person überall Zugang dazu hat.“

Wir fordern die schnellstmögliche Zulassung russischer, chinesischer und kubanischer Impfstoffe und Medikamente zur Bekämpfung von Covid-19 weltweit. Geprüfte und bewährte Impfstoffe müssen globales Gemeingut werden. Eine globale Pandemie kann nur global überwunden werden. Wir brauchen internationale Solidarität in dieser Krise.