Diplomat u. Politikwissenschaftler Kishore Mahbubani über Geopolitik in Coronazeiten: „USA missbrauchen das Virus“ Wegen Corona könnte die US-Dominanz in der Welt vorbei sein (TAZ)

Interessantes Interview in der TAZ vom Mai 2020:

https://taz.de/Diplomat-ueber-Geopolitik-in-Coronazeiten/!5684495/

China.Table schreibt:
Kishore Mahbubani ist einer der angesehensten Diplomaten Asiens. Er war für Singapur Botschafter in den USA und bei der Uno. Zwischenzeitlich ging er unter die Wissenschaftler und lehrte an der National Universiy of Singapore. In allen diesen Rollen pflegte er eine Asien-zentrische Sicht auf die Welt. Im Interview mit dem China.Table provoziert er nun mit der These, dass China genau die Freiheiten hat, die es haben möchte und braucht. Mahbubani vergleicht zudem die Erstürmung des Hongkonger Parlaments durch die dortigen Demokratie-Anhänger mit dem Sturm auf das Kapitol in Washington durch Trump-Anhänger – beides seien Gesetzesverstöße, beides werde zu Recht bestraft. Auf abstrakter Ebene ist das völlig richtig, wird aber zu einigem Stirnrunzeln führen.
Weniger kontrovers ist dagegen Mahbubanis Diagnose: Die USA befinden sich in erbärmlichem Zustand, haben ihren globalen Führungsanspruch eigentlich schon verspielt – und ein deutlich rationaleres und besser organisiertes China steht bereit, in die Lücke vorzustoßen. Der Führungsstil wird jedoch ein anderer sein: „China will nicht die Welt verändern oder gar missionarisch verbessern. China wird sich nicht in unnötigen Kriegen wie im Irak oder Syrien verheddern.“

Hier interessante Auschnitte aus einem Interview mit Kishore Mahbubani:

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