Archive for Oktober 10th, 2021

10. Oktober 2021

9. Oktober 2021 – Eindrücke von der Kundgebung Frente Unido América Latina Berlin #haendewegvonvenezuela

Renate (Irlandgruppe Omega) 9. Oktober / Frente Unido América Latina Berlin
https://youtu.be/RS8srVwjavQ

Rede von Salvador Lopez für Frente Unido América Latina Berlin – 9. Oktober / Castellano / DE
https://youtu.be/2M0027GGOGg

9. Oktober 2021 – Eindrücke von der Kundgebung Frente Unido América Latina #Berlin #haendewegvonvenezuela
https://youtu.be/RQfvLFCWx9A

Bilder:
https://bit.ly/3cHYImw

10. Oktober 2021

Ölmulti setzt sich durch – US-Anwalt zu Haft verurteilt. Sein Vergehen: Erfolgreiche Klage gegen Energieriesen Chevron zugunsten Indigener (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/412171.kampf-gegen-chevron-%C3%B6lmulti-setzt-sich-durch.html

10. Oktober 2021

Infostand AG Globalisierung & Krieg am 9.10.2021, Kollwitzplatz in Berlin / Themen Atomwaffenverbotsvertrag, Afghanistan

10. Oktober 2021

„Zeit der Verleumder“ Ideologiekritische Intervention – Dokumentarfilm von Dror Dayan und Susann Witt-Stahl –  Im Anschluss diskutieren  Moshe Zuckermann, Rolf Becker, Jackie Walker, Ali Abunimah, Moshé Machover, Judith Bernstein, Esther Bejarano u.a.


Dokumentarfilm von Dror Dayan und Susann Witt-Stahl, Deutschland 2021

Mit Moshe Zuckermann, Rolf Becker, Jackie Walker, Ali Abunimah, Moshé Machover, Judith Bernstein, Esther Bejarano u.a.

FILMPREMIERE
Zeit der Verleumder
Sonntag 10. Oktober 2021, 18 Uhr
Direkt im Anschluss diskutieren Moshe Zuckermann, Rolf Becker und die Filmemacher mit dem Publikum

Eine ideologiekritische Intervention
Dokumentarfilm von Dror Dayan und Susann Witt-Stahl, Deutschland 2021

Mit Moshe Zuckermann, Rolf Becker, Jackie Walker, Ali Abunimah, Moshé Machover, Judith Bernstein, Esther Bejarano u.a.

»Der Rechtstrend in der westlichen Welt hat bizarre Erscheinungsformen. Linke werden als ›Nazis‹, jüdische Antifaschisten als ›Verräter‹ diffamiert«, hieß es in dem Aufruf zu einer Konferenz mit dem Titel »Zur Zeit der Verleumder« – in Anlehnung an ein Gedicht des österreichischen Schriftstellers Erich Fried. Am 10. Februar 2018 waren deutsche, israelische, palästinensische, britische und US-amerikanische Wissenschaftler, Publizisten, Künstler und politische Aktivisten in Berlin zusammengekommen und haben vor rund 250 Besuchern die ideologische Instrumentalisierung von Juden, dem Judentum und der jüdischen Katastrophe für die Legitimierung von rechter Machtpolitik, Antikommunismus, Geschichtsrevisionismus und (antimuslimischem) Rassismus analysiert. Eingeladen zu der Konferenz hatte das Projekt Kritische Aufklärung – ein Zusammenschluss für Ideologiekritik, der im Sommer 2017 von deutschen und israelischen Marxisten ins Leben gerufen worden war.

Bereits Anfang der 1980er-Jahre hatte Erich Fried die Stigmatisierung jüdischer Linker als »rote Antisemiten« durch »Sprecher des Westens« angeklagt. Was seinerzeit mit wütenden Polemiken begann, ist heute zu einem Komplex aus Rufmordkampagnen und Sanktionen ausgewachsen, die aus den etablierten Parteien und der AfD, sogar von »Antisemitismusbeauftragten« der Bundes- und Landesregierungen, von christlichen Fundamentalisten, von neokonservativen »Antideutschen« und von »Antinationalen« initiiert oder gefördert und von etablierten Medien propagiert werden. Dabei wird selbst vor Opfern des Naziterrors nicht mehr haltgemacht (beispielsweise wurde die Auschwitz-Überlebende Esther Bejarano von einer »Antifagruppe« als Unterstützerin des »antisemitischen Vernichtungskampfs der Hamas« verleumdet).

Der Großteil der deutschen Linken schweigt bestenfalls zu diesem bedrohlichen Treiben und begeht damit einen Verrat, der unweigerlich einer Kapitulation vor dem deutschen Großmachtstreben, der bellizistischen Regimechange-Politik der NATO, der mörderischen Aggression gegen Flüchtlinge und andere Migranten gleichkommt und irrationale kulturkämpferische bis antisemitische Welterklärungsmodelle sowie Islamophobie fördert. »Nicht zuletzt«, so das Projekt Kritische Aufklärung, »sind die damit einhergehende Inflationierung des Antisemitismusvorwurfs und die Entleerung und Verdinglichung des kategorischen Imperativs ›Nie wieder!‹ untrügliche Zeichen der Auflösung linker Fundamentalopposition und der Errungenschaften des historischen Materialismus.«

Der Film »Zeit der Verleumder« dokumentiert Höhepunkte und zentrale Thesen der Konferenz. Ergänzt werden die Szenen durch Interviews, umfangreiches Recherchematerial, Fotos und Videos, darunter auch bislang unveröffentlichte Aufnahmen einer Lesung von Erich Fried aus dem Jahr 1988. Der Film ist Esther Bejarano gewidmet, die mit einer mahnenden Grußbotschaft mitgewirkt hat und am 10. Juli 2021 im Alter von 96 Jahren verstorben ist.

102 Minuten, Deutsch/Englisch mit deutschen Untertiteln
© 2021 Dror Dayan und Susann Witt-Stahl

»Diese Konferenz kam zur rechten Zeit«
Ken Loach, Filmregisseur

DIE FILMEMACHER

Dror Dayan, geboren 1981 in Jerusalem, ist Filmemacher, Filmwissenschaftler und politischer Aktivist. Er lehrt Dokumentarfilm und Medienproduktion an der John-Moores-Universität in Liverpool, ist Regisseur von zwei Dokumentarfilmen sowie mehreren Kurzfilmen und engagiert sich in Palästina-Solidaritätskampagnen und in der antikapitalistischen Klimabewegung.
Susann Witt-Stahl arbeitet als Journalistin, Autorin und Kulturredakteurin in Hamburg und Berlin. Sie hat für Tageszeitungen und Magazine aus dem Nahen Osten und anderen Krisengebieten berichtet. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Ideologiekritik des Neoliberalismus, der Rechtsentwicklung in den westlichen Gesellschaften, der Kulturindustrie und regressiver Tendenzen in der Linken. Dazu hat sie diverse Bücher und Essays veröffentlicht.

TRAILER
Youtube: http://www.youtube.com/watch?v=GUow8f7lkZs
Homepage Projekt Kritische Aufklärung: projektkritischeaufklaerung.de

AUSSCHNITTE

I. (Anti-)Deutsche Zustände: http://www.youtube.com/watch?v=ke7RVKENjPU
II. Erich Fried: http://www.youtube.com/watch?v=ryJiuiBn69M&t=6s
III. Israel und die internationale Rechte: http://www.youtube.com/watch?v=IJ40gJaymgE

WEITERE INFORMATIONEN
Nach der Premiere wird es in mehreren deutschen Städten Aufführungen geben. Die Termine stehen bislang noch nicht fest.
Eine englische Version des Films für das internationale Publikum ist in Arbeit. Die Premiere ist für Winter 2021/22 geplant.

10. Oktober 2021

Malis Premier wirft Frankreich vor, militante Gruppen im Land auszubilden: „Wir haben Beweise“ (RT)

Militante Gruppen in der Region Kidal im Nordosten Malis seien von französischen Offizieren ausgebildet worden, behauptet Malis Premierminister Choguel Kokalla Maïga in einem Interview mit „RIA Novosti“. Er erklärte zudem, zwei Drittel seines Landes seien „von Terroristen besetzt.“

Die Französischen Streitkräfte sind in Mali mit dem Auftrag anwesend, dort terroristische Gruppen zu bekämpfen. Das Land verfüge aber über Beweise dafür, dass die Franzosen stattdessen militante Gruppierungen „ausbilden“. Das erklärte Choguel Kokalla Maïga, Premierminister der Übergangsregierung Malis am 08. Oktober 2021 gegenüber der russischen Nachrichtenagentur RIA Novosti. Nach Angaben des malischen Politikers kontrolliert Frankreich jetzt eine Enklave in Kidal, eine Region im Nordosten des Landes, zu der Mali keinen freien Zugang hat. Maïga sagte: 

„Sie haben dort militante Gruppen, die von französischen Offizieren ausgebildet wurden. Wir haben Beweise dafür. In unserer Sprache gibt es eine Redewendung, die besagt, dass wenn man eine Nadel in seinem Zimmer sucht und jemand, der einem angeblich bei der Suche hilft, auf der Nadel steht, man sie nie finden wird. Das ist die Situation, die sich derzeit in Mali abspielt, und wir wollen das nicht hinnehmen.“

Der Übergangspremier erklärte, dass die Terroristen, die jetzt in Mali operieren, „aus Libyen kamen“, nachdem Frankreich und seine Verbündeten den nordafrikanischen Staat 2011 in einer erfolglosen Militärintervention unter Führung der NATO zerstört hatten. Ursprünglich wollte Bamako mit Paris im Kampf gegen die Terroristen zusammenarbeiten und bat um Hilfe in Form von Geheimdienst-Informationen oder Luftunterstützung. Niemand habe jedoch um einen Einsatz französischer Truppen gebeten, erklärte der Premierminister.

Während „vor acht Jahren die Terroristen nur im nördlichen Teil Malis, in Kidal, präsent waren, sind jetzt zwei Drittel des Landes von Terroristen besetzt“, fügte er hinzu.

Im Jahr 2014 startete Frankreich in der Sahelzone seine Operation „Barkhane“ und arbeitete mit den lokalen Behörden zusammen, um terroristische Gruppen zu bekämpfen und zu verdrängen, darunter auch mit Al-Qaida verbundene Kämpfer. Zudem soll durch den französischen Einsatz die Lage in den fünf Sahel-Ländern – Burkina Faso, Mali, Niger, Tschad und Mauretanien, allesamt ehemalige französische Kolonien – stabilisiert werden. Anfang 2021 kündigte der französische Präsident Emmanuel Macron an, dass sein Land seine Militärpräsenz in der afrikanischen Sahelzone umstrukturieren und seine Stützpunkte im Norden Malis schließen werde. Dieser Prozess soll bis Anfang 2022 abgeschlossen sein.

In einer Rede vor der UN-Generalversammlung im September 2021 erklärte Maïga, Paris habe sein Land mit dieser Entscheidung überrumpelt und im Stich gelassen. Seitdem sei eine massive diplomatische und mediale Kampagne gegen Mali geführt worden, so der Premierminister in dem jüngsten Interview mit der russischen Nachrichtenagentur. Sein Land wolle aber „nur verlässliche Partner, die im Interesse des Landes handeln“, sagte er und fügte hinzu, dass Mali als souveräner Staat „ein Recht darauf hat.“

Im diplomatischen Streit zwischen Bamako und Paris hatte Präsident Macron in einem Gespräch mit französischen Medien verlauten lassen, dass die derzeitige Übergangsregierung in Mali „nicht einmal eine Regierung“ sei. Er behauptete, ohne das Engagement Frankreichs wäre das Land längst von Terroristen überrannt worden. Das malische Außenministerium hatte daraufhin den französischen Botschafter einbestellt, um seine „Empörung und Missbilligung“ über Macrons Äußerungen zum Ausdruck zu bringen und die französischen Behörden aufzufordern, eine auf „gegenseitigem Respekt“ basierende Beziehung aufzubauen, die sich auf die Bekämpfung des Terrorismus konzentriert. Frankreich ist im Rahmen des Kampfeinsatzes „Barkhane“ mit bis zu 5.100 Soldaten in der Region aktiv.

10. Oktober 2021

Mali: Premierminister bezeichnet Medienberichte über russische Ausbilder als Desinformationskampagne (ria.ru)

https://ria.ru/20211008/mali-1753687031.html

Medienberichte über russische Ausbilder in Mali seien eine Desinformationskampagne, sagte der Ministerpräsident der malischen Übergangsregierung Shogel Kokalla Maiga in einem Interview mit RIA Novosti. Am Tag zuvor sagte ein französischer Militär, man habe keine Hinweise auf die Präsenz des privaten Militärunternehmens Wagner in Mali gefunden. „Wissen Sie, im Westen wird viel über die Zusammenarbeit zwischen Mali und Russland gesprochen , es wurde viel erfunden, es gibt viele Artikel in den Medien, aber alle sind negativ orientiert. Was ich sagen möchte ist, dass Mali und Russland , vor langer Zeit, während der Sowjetunion sehr gute Freunde waren. Die Sowjetunion und dann Russland ist ein Freund von Mali, der Mali in den frühen Jahren der Unabhängigkeit sehr viel geholfen hat. In Russland wurden viele Kader ausgebildet. Sowohl Militärs als auch Zivilisten in verschiedenen Bereichen.“

Die Unabhängigkeit des Landes gibt Mali das Recht, mit jedem Staat im Interesse seiner Bevölkerung zusammenzuarbeiten.

„Das ist unser einziges Ziel. Aber wenn man genau hinsieht, so gab es in den letzten Wochen eine große Kampagne in den Medien, eine diplomatische Kampagne gegen den malischen Staat. Aber wir beachten diese Vorwürfe nicht. Wir arbeiten für die Interessen von unserer eigenen Bevölkerung“, betonte er. Der Premierminister Malis betonte, dass diese Kampagne darauf abzielt, Mali zu erpressen, um die Zusammenarbeit des Landes mit Russland zu beenden.

„Dies ist eine Erpressung, die unsere Absicht, unser Territorium, unser Land zu schützen, nicht schwächen kann. Diese Erpressung wird kein Grund für die Beendigung der Zusammenarbeit mit so zuverlässigen Partnern wie Russland sein“, fügte der Premierminister hinzu.

Der Kreml hatte zuvor erklärt, dass sich auf dem Territorium Malis keine Vertreter der russischen Streitkräfte befinden. Auf die Frage, ob der malische Verteidigungsminister bei seinem Besuch in Russland die Frage der Militärhilfe angesprochen habe, antwortete der Pressesprecher des russischen Präsidenten Dmitri Peskow, dass Moskau mit vielen Ländern, auch mit den Staaten des afrikanischen Kontinents, Kontakte unterhalte, auch über das Militär . Peskov kommentierte Berichte westlicher Medien unter Berufung auf anonyme Quellen, die behaupteten, die malischen Behörden stünden angeblich in Kontakt mit mit der privaten russischen Militärfirma Wagner.

Mali ist die Heimat der Multidimensional Integrated Stabilization Mission in Mali (MINUSMA) der Vereinten Nationen, die durch eine Resolution des Sicherheitsrats vom 25. April 2013 eingerichtet wurde. Sie ist verantwortlich für den Schutz der Zivilbevölkerung, die Achtung der Menschenrechte und die Schaffung von Bedingungen für die Bereitstellung humanitärer Hilfe. Im Dezember 2012 genehmigte der UN-Sicherheitsrat die Einreise von 3,3 Tausend Soldaten der Mission der afrikanischen Länder (AFISMA) nach Mali. 2013 entsandte die Europäische Union eine Ausbildungsmission (EUTM Mali) in dieses Land, die Einheiten der malischen Armee ausbilden und beraten soll.

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