Archive for Juli 7th, 2021

7. Juli 2021

Türkische Vorbereitungen für den Transport einer Anzahl von syrischen Militanten nach Afghanistan (Linke Zeitung)

https://linkezeitung.de/2021/07/07/tuerkische-vorbereitungen-fuer-den-transport-einer-anzahl-von-syrischen-militanten-nach-afghanistan/

7. Juli 2021

Operation Pike: Für den Sommer 1940 geplante und vorbereitete Bombardierung sowjetischer Ölfelder und -anlagen durch britisch-französische Truppen

Bis kurz vor dem Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht ab Mai 1940 auf Niederlande, Belgien, Luxemburg und Frankreich planten Paris und London Luftangriffe auf die Sowjetunion mit dem Ziel die Ölfelder Ölfelder im Südkaukasus einzunehmen. Dies geht aus jüngst veröffentlichten Unterlagen hervor, die 1945 von der Sowjetunion in Berlin erbeutet wurden, nachdem die Nazis diese 1940 in Paris erbeutet hatten.

Der Deckname Operation Pike bezieht sich auf eine für den Sommer 1940 geplante und vorbereitete Bombardierung sowjetischer Ölfelder und -anlagen durch britischfranzösische Truppen unter dem Kommando von Air Commodore John Slessor.[1] Der Westfeldzug verhinderte die Ausführung des Unternehmens.

Die militärische Planung der Briten für dieses Unternehmen erfolgte während der ersten zwei Jahre des Zweiten Weltkriegs, als die Sowjetunion durch den Hitler-Stalin-Pakt zu einem Verbündeten Hitlerdeutschlands wurde, zumindest bei der Aufteilung Osteuropas und durch den Deutsch-Sowjetischen Wirtschaftsvertrag auch in rüstungs- bzw. rohstoffwirtschaftlicher Hinsicht. Die geplanten Luftangriffe hatten das strategische Ziel, die sowjetische Ölindustrie mit Schwerpunkt Baku zu zerstören, um die Mobilität der Roten Armee zu reduzieren und einen möglichen Zusammenbruch der sowjetischen Wirtschaft zu verursachen. Die Operation hatte auch das Ziel, damit Deutschland den Zugriff auf die sowjetischen Ressourcen zu verwehren.[2] Die Planungen begannen im Dezember 1939. Im April 1940 wurde begonnen, sechs französische und drei britische Bomberstaffeln nach Syrien und Mossul im Irak zu verlegen. Am 17. April 1940 berichtete Maxime Weygand an Maurice Gamelin, dass die Vorbereitungen für die Bombardierung der Erdölfelder des Kaukasus so weit fortgeschritten seinen, dass die Operation im Zeitraum Ende Juni, Anfang Juli beginnen könne.[3] Unter der Leitung von Sidney Cotton wurden im März und April Luftbilder der Ölfelder erstellt. Es sollten 117 Flugzeuge der Typen Farman F.221Martin Maryland und Vickers Wellington eingesetzt werden. Sie waren mit Zusatztanks ausgestattet und sollten im Zeitraum von 10 bis 45 Tagen 324 t Bomben auf BatumiPotiGrosny und Baku abwerfen. Da der Boden der Ölfelder völlig mit Erdöl durchtränkt ist, nahm man an, die Ölfelder leicht in nicht löschbare Brände setzen zu können. Es wurde auch ein Einsatz von Bodentruppen und die Herbeiführung eines islamistischen Aufstandes erwogen.

Am 16. Juni 1940 erbeutete die 9. deutsche Panzerdivision in La Charité-sur-Loire eine große Menge Geheimakten des französischen Generalstabs. Darunter befanden sich auch Akten zur Operation Pike. Nachdem ein Expertenstab die Echtheit bestätigt hatte, wurde der Plan ab dem 3. Juli 1940 von der deutschen Presse der Öffentlichkeit als Sensationsfund präsentiert. Hitler erwähnte den Plan in seiner Reichstagsrede vom 19. Juli 1940. Die Dokumente wurden im „Weißbuch Nr. 6“ publiziert.

Bei den Nürnberger Prozessen sagte Hermann Göring aus, dass er mit Fernaufklärern des Kommando Rowehl die Zusammenziehung französischer und englischer Flugzeugstaffeln für die Operation Pike in Syrien beobachten ließ.[4]

Im Oktober 1940 schlug der britische Botschafter in Moskau Richard Stafford Cripps dem sowjetischen Außenminister Molotow ein Quid pro quo für eine neutrale Haltung der Sowjetunion im deutsch-britischen Krieg vor. Ein Punkt der britischen Gegenleistung umfasste den Verzicht von militärischen Maßnahmen gegen Baku und Batum.

7. Juli 2021

UK, France planned joint attack on USSR before Nazis did, DECLASSIFIED docs reveal

Bis kurz vor dem Überfall der faschistischen deutschen Wehrmacht ab Mai 1940 auf die Niederlande, Belgien, Luxemburg und auf Frankreich planten Paris und London Luftangriffe auf die Sowjetunion mit dem Ziel die Ölfelder Ölfelder im Südkaukasus einzunehmen. Dies geht aus jüngst veröffentlichten Unterlagen hervor, die 1945 von der Sowjetunion in Berlin erbeutet wurden, nachdem die Nazis diese 1940 zunächst in Paris erbeutet hatten.

https://en.wikipedia.org/wiki/Operation_Pike

7. Juli 2021

Peru: Tausende auf der Straße, um den Sieg des Linken Pedro Castillo bei der Präsidentenwahl gegen Putschpläne zu verteidigen. (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/406012.pr%C3%A4sidentenwahl-in-peru-unterst%C3%BCtzung-der-stra%C3%9Fe.html

7. Juli 2021

Llerena Robles, member of Peruvian political organization La Junta: We are in the middle of a coup, a coup is ongoing

7. Juli 2021

Britischer Außenminister Raab: Kriegsschiffe werden weiterhin „ukrainische“ Gewässer befahren – Moskau warnt vor Konsequenzen (RT DE)

https://de.rt.com/europa/120331-london-britische-schiffe-werden-weiterhin-durch-ukrainische-gewasser-durchgehen/
7.7.2021

Der britische Außenminister Dominic Raab äußert sich zum Vorfall mit dem Kriegsschiff HMS Defender vor der Küste der Krim. Ihm zufolge werden britische Schiffe auch weiterhin „ukrainische“ Gewässer befahren. Moskau warnte hingegen vor Konsequenzen und droht jedem mit einem „Schlag auf die Nase“, der gefährliche Spiele im Schwarzen Meer spielt.

Schiffe der britischen Marine werden weiterhin „die Hoheitsgewässer der Ukraine“ passieren. Dies hat der britische Außenminister Dominic Raab am Dienstag mitgeteilt, als er sich zu den Aktionen des britischen Zerstörers Defender vor der Küste der Krim äußerte. In einer Rede vor dem Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten des Unterhauses im britischen Parlament sagte Raab:

„Der Zerstörer Defender folgte der kürzesten direkten, international anerkannten Route. Wir hatten jedes Recht, eine friedliche Passage durch die Hoheitsgewässer der Ukraine in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht durchzuführen. Wir werden weiterhin so handeln.“

Gleichzeitig betonte Raab, dass er die Handlungen der Besatzung des Kriegsschiffes voll und ganz unterstütze. Zuvor hatte The Daily Telegraph unter Berufung auf Regierungsquellen berichtet, die Idee, den Zerstörer vor der Küste der Krim kreuzen zu lassen, sei Anlass für einen Streit zwischen Raab und Verteidigungsminister Ben Wallace gewesen. Laut der Zeitung habe Raab die Pläne des Verteidigungsministers nicht unterstützt. Infolgedessen habe man die endgültige Entscheidung hierüber dem britischen Premierminister Boris Johnson überlassen.

Am 23. Juni hatte das russische Verteidigungsministerium bekanntgegeben, dass ein britischer Zerstörer in die Hoheitsgewässer der Russischen Föderation bei Kap Fiolent vor der Küste der Krim eingedrungen war. Russische Grenzschutzeinheiten gaben Warnschüsse in Richtung des Schiffes ab, woraufhin dieses umkehrte und die Hoheitsgewässer der Russischen Föderation verließ. Das russische Verteidigungsministerium bezeichnete das Vorgehen der Besatzung des britischen Zerstörers als einen groben Verstoß gegen die UN-Seerechtskonvention.

In der jährlichen Fernsehfragestunde am 30. Juni teilte der russische Präsident Wladimir Putin mit, der Vorfall mit dem Zerstörer sei eine komplexe Provokation, die „nicht nur von den Briten, sondern auch von den US-Amerikanern durchgeführt wurde“. Das russische Staatsoberhaupt hob hervor, das Eindringen des Zerstörers in russische Hoheitsgewässer im Schwarzen Meer habe der Aufklärung gedient.

Am Dienstag warnte der stellvertretende Außenminister der Russischen Föderation, Sergej Rjabkow in einem Interview, dass das Schwarze Meer kein Platz wäre, wo „Spiele erlaubt sind“. Solche Provokationen und Eindringen in russische Gewässer würden dazu beitragen, dass sich das Risiko eines Konfliktes in der Region erhöht. Rjabkow sagte dazu:
„Die Provokateure müssen sehr direkt und objektiv behandelt werden. Ihnen muss erklärt werden, dass es das nächste mal für sie besser wäre, wenn sie ihre Provokationen einstellen und nicht hierher kommen, weil sie einen Schlag auf diese Nase erhalten werden.“
„Die Essenz des Problems ist der Wunsch von Britannien und natürlich der Vereinigten Staaten, Kiew zu verhätscheln“, so der russische Spitzendiplomat.  

7. Juli 2021

Russische Delegation verlässt aus Protest OSZE-Sitzung (SNA News)

https://snanews.de/20210706/russische-delegation-verlaesst-aus-protest-osze-sitzung-2742060.html
6.7.2021


Die russische Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung der OSZE hat die Sitzung in Wien aus Protest gegen die Verletzung der Geschäftsordnung bei der Entscheidung über die Prüfung einer Resolution verlassen. Das Dokument soll die Maßnahmen bezüglich der Ukraine und der Krim bewerten, die von den ukrainischen Vertretern vorgeschlagen wurden.
Der Leiter der russischen Delegation, stellvertretender Vorsitzender der Staatsduma (Unterhaus des russischen Parlaments), Pjotr ​​Tolstoi, sagte in der Sitzung, dass die Versammlung gegen die Regeln verstoße. Die Entscheidungen müssen demnach mit einer Zweidrittelmehrheit aller Mitglieder getroffen werden und nicht nur mit den Stimmen der Parlamentarier, die im Moment anwesend sind.

„Wir sind dagegen, die Regeln im Laufe des Spiels zu ändern … Wir selbst verwandeln unsere Organisation in einen Gerichtssaal mit einer begrenzten Anzahl von Ländern und einer begrenzten Anzahl von Teilnehmern, die zwei Länder erörtern. Falls Sie diesen Ansatz für fair halten, werden wir daran nicht teilnehmen“, betonte der Politiker.
Er unterstrich auch, die russische Seite wolle keine Konfrontation, sondern einen Dialog, der aber bei Regelverstößen unmöglich sei. „Wenn Sie nicht nach den Regeln arbeiten wollen, wenn Sie politisierte einseitige Entscheidungen mit sich selbst treffen wollen, ist dies Ihr Recht, aber wir können uns daran nicht beteiligen“, so Tolstoj abschließend.

7. Juli 2021

Globale US-Militärpräsenz und die Rolle Deutschlands (Heise.de)

https://www.heise.de/tp/features/Globale-US-Militaerpraesenz-und-die-Rolle-Deutschlands-6121113.html

7. Juli 2021

Peru: Landesweiter Streik, um die Proklamation von Pedro Castillo zum Präsidenten zu fordern (Telesur)

https://www.telesurenglish.net/news/National-Strike-to-Demand-Proclamation-of-Castillo-as-President-20210706-0009.html

Der Allgemeine Arbeiterbund und die Partei Freies Peru werden sich sozialen Organisationen anschließen, die im ganzen Land Demonstrationen durchführen.

Am Dienstag riefen progressive soziale und politische Organisationen zu einem Streik am 7. Juli auf, um zu fordern, dass die Nationale Wahljury (JNE) Pedro Castillo offiziell zum nächsten Präsidenten Perus ausruft.

Die Peruaner lehnen mehrheitlich auch die für Mittwoch geplante Auswahl neuer Richter für das Verfassungsgericht (TC) ab. Diese rechten Jurys versuchen, das Parlament zu übernehmen und die Wahlen vom 6. Juni für null und nicht zu erklären.

Im ganzen Land wird es Demonstrationen geben. Jede Region wird jedoch entsprechend ihrer konkreten Realität handeln. „Während einige Provinzen massiv streiken werden, werden andere Regionen mobilisieren oder Sitzstreiks durchführen“, erklärte Perus Front for Democracy and Governance (FDG).

In diesem Zusammenhang hob die FDG auch den demokratischen und friedlichen Inhalt der bevorstehenden Proteste hervor, die auf die Unterstützung des Allgemeinen Arbeiterbundes und der Partei Freies Peru zählen werden.

Bislang hat die JNE noch nicht verkündet, wer der gewählte Präsident ist. Nach den offiziellen Wahlergebnissen vom 6. Juni hat Castillo jedoch einen Vorsprung von 44.000 Stimmen vor Keiko Fujimori erzielt.

Trotz des Drucks der öffentlichen Meinung analysieren die Wahlrichter weiterhin die von der rechten Politikerin vorgebrachten Rechtsansprüche, um den Triumph ihrer Gegnerin offiziell zu verhindern.

„Ich fordere die Wahlbehörden auf, den Volkswillen in diesem Land zu respektieren“, sagte Lehrer Castillo und lehnte die antidemokratischen Manöver der peruanischen wirtschaftlichen und politischen Eliten ab.

7. Juli 2021

Verfassungskonvent in Chile tritt zum ersten Mal zusammen. Linke, Indigene und bewegungsnahe Kräfte überwiegen. (amerika21)

https://amerika21.de/2021/07/252127/verfassungskonvent-chile

7. Juli 2021

Die Multipolare Allianz als letzte Verteidigungslinie der UN-Charta (Strategic Culture Foundation)

Die Frage sollte gestellt werden: War die Absicht von FDR, das Britische Empire zu zerschlagen, nur eine List, um die anglo-amerikanischen Sonderbeziehungen in einer neuen US-geführten Rückeroberung der Welt zu schaffen, oder war sein Plan echt?

https://strategic-culture.org/news/2021/07/01/the-multipolar-alliance-as-the-last-line-of-defense-of-the-un-charter/

von Matthew Ehret

Viele haben sich zunehmend mit der Realität abgefunden, dass das heutige multipolare System unter Führung Russlands und Chinas auf der Verteidigung des Völkerrechts und der nationalen Souveränität basiert, wie es in der am 26. Juni 1945 unterzeichneten UN-Charta dargelegt ist.

Die imperialen Wurzeln der regelbasierten Ordnung

Das gegensätzliche Paradigma, das mit der Auflösung der Sowjetunion 1992 entstand, hat die Form einer Sicherheitsdoktrin mit dem Titel Responsibility to Protect (R2P) angenommen, die den Ton für die unipolare „regelbasierte Ordnung“ des anglo-amerikanischen Establishments angab, die sich schrittweise entwickelt hat versucht, alle Spuren von Nationalstaaten durch supranationale Mechanismen zu ersetzen, die die UN-Charta und alle darauf aufbauenden Rechtsstrukturen ungültig machen.

Dieses Paradigma nach dem Nationalstaat wurde zuletzt in der absurden „New Atlantic Charter“ skizziert, die Präsident Biden und Premierminister Johnson am 10. Juni 2021 gemeinsam unterzeichnet haben.

Während die ursprüngliche Atlantik-Charta vom 12. August 1941, die von FDR und Churchill gemeinsam unterzeichnet wurde, internationale Souveränität und Selbstbestimmung als Organisationsprinzip festlegte, versucht die neue Atlantik-Charta, die kollektive Verteidigung, die „Offene Gesellschaft“ und die „Rechtsstaatlichkeit“ der NATO zu befolgen “ als primitiv. Unter diesen Bedingungen ist jeder Versuch, auf der Erde einen Anstrich harmonischen Zusammenlebens aufrechtzuerhalten, alles andere als bedeutungslos.

Es ist nicht verwunderlich, dass diese regelbasierte Ordnung“ für die überwiegende Mehrheit der UN-Mitgliedstaaten unwillkommen ist und warum sie ein direkter Angriff auf die UN-Charta selbst ist (die selbst nur zwei Tage nach der Atlantik-Charta verfasst wurde) wurde am 14. August 1941 veröffentlicht).

Seit dem krebsartigen Wachstum von R2P im Weltgeschehen hat sich das unipolare System hinter humanitären Bombenkampagnen, supranationalen Regimen, die die Unterwerfung unter neue Dekarbonisierungsprotokolle fordern, und neuen internationalen Bankenregimen, die fordern, dass die nationale Souveränität durch etwas namens „Aktionärskapitalismus“ ersetzt wird, getarnt, in dem private Unternehmen, große Technologie, Geheimdienste, zivilgesellschaftliche Gruppen und zwielichtige Teams von Technokraten, die anstelle jener unverantwortlichen demokratischen Institutionen, von denen uns erzählt wird, dass sie alle Übel der letzten 200 Jahre verursacht haben, eine verdummte Gesellschaft verwalten.

Was ist die UN-Charta und warum muss sie verteidigt werden?

Da Putin und Xi Jinping diesen Betrug ausgerufen und sich dafür entschieden haben, gegenüber dem Hobbesschen Nullsummendenken für eine Win-Win-Kooperation einzutreten, und da ihre gesamte Strategie auf der UN-Charta basiert, lohnt es sich, sich die Zeit zu nehmen, um diese Rechtslage kurz zu untersuchen Dokument, wie es entstand und warum seine schönen Prinzipien sabotiert wurden, als es noch in der Wiege war.

Beginnen wir mit der Überprüfung der ersten vier Abschnitte des ersten Artikels der Charta, in denen wir feststellen, dass die neue Organisation beauftragt wurde:

  1. Wahrung des Weltfriedens und der internationalen Sicherheit und zu diesem Zweck: wirksame kollektive Maßnahmen zur Verhütung und Beseitigung von Bedrohungen des Friedens und zur Unterdrückung von Angriffshandlungen oder anderen Friedensbrüchen zu ergreifen und mit friedlichen Mitteln herbeizuführen , und in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Gerechtigkeit und des Völkerrechts, Anpassung oder Beilegung internationaler Streitigkeiten oder Situationen, die zu einem Bruch des Friedens führen könnten;
  2. freundschaftliche Beziehungen zwischen den Nationen zu entwickeln, die auf der Achtung des Prinzips der Gleichberechtigung und der Selbstbestimmung der Völker beruhen, und andere geeignete Maßnahmen zu ergreifen, um den Weltfrieden zu stärken;
  3. Internationale Zusammenarbeit bei der Lösung internationaler Probleme wirtschaftlicher, sozialer, kultureller oder humanitärer Art und bei der Förderung und Ermutigung der Achtung der Menschenrechte und der Grundfreiheiten für alle ohne Unterschied der Rasse, des Geschlechts, der Sprache oder der Religion; und
  4. Ein Zentrum für die Harmonisierung der Aktionen der Nationen zur Erreichung dieser gemeinsamen Ziele zu sein.

Und für den Fall, dass irgendein imperialistisch gesinnter Legalist die Charta locker lesen wollte, machte Artikel zwei schnell klar, dass „die Organisation auf dem Prinzip der souveränen Gleichheit aller ihrer Mitglieder basiert“.

Diese und andere Artikel in diesem historischen Dokument , das hier vollständig gelesen werden sollte , sind ein klarer Bruch mit dem früheren Völkerbund , der nach dem Ersten Weltkrieg geschaffen wurde und eine vollständige Auflösung der nationalen Souveränität aller Mitglieder forderte . Während sich patriotische Kräfte auf der ganzen Welt versammelten, um den Völkerbund bis Mitte der 1930er Jahre daran zu hindern, seine imperiale Agenda umzusetzen, ging die Gründung der jungen Vereinten Nationen von der Absicht aus, die kapitalintensive Infrastruktur in Form eines internationalen New Deals auf der ganzen Welt auszubauen .

Dies waren Programme, die dem Nachkriegszeitalter wirtschaftliche Vitalität und Bedeutung verleihen sollten, als Hunderte von internationalen Delegierten aus Indien, Lateinamerika, China, Russland und Afrika großartige Infrastrukturprogramme in Bretton Woods umrissen. Diese Projekte genossen die volle Unterstützung der amerikanischen Delegation unter der Leitung von Harry Dexter White und Henry Morgenthau einerseits und der Verachtung der britischen imperialen Delegation unter der Führung von Lord Keynes und seinen Bancor-liebenden britischen Delegierten, die nur der City of London treu ergeben waren, und Bank von England.

Trotz der Tatsache, dass diese Geschichte allen bekannt sein sollte, wirken 80 Jahre Revisionismus Wunder, um den Zeitgeist zu verwirren, und so sollte die Frage gestellt werden: War die Absicht von FDR, das britische Empire zu zerschlagen, nur eine List, um das anglo-amerikanische Special zu schaffen? Beziehung in einer neuen US-geführten Rückeroberung der Welt, oder war sein Plan echt?

Wie FDR-Sohn Elliot Roosevelt in seinem Buch „As He Saw It“ von 1946 skizzierte , fand 1941 eine vielsagende Konfrontation zwischen seinem verstorbenen Vater und Winston Churchill statt. Im Verlauf dieses Zusammenstoßes trieb FDRs Absicht einer Win-Win-Kooperation nach der Welt sein strategisches Denken zu Churchills Verdruss.

Elliot erzählt seinen Vater Churchill von der Notwendigkeit zu sagen, loszulassen von 19 th Jahrhunderten Methoden für 20 – ten Jahrhunderts Methoden der Governance zu sagen:

„Welcher Ihrer Minister empfiehlt eine Politik, die einem Kolonialland den Reichtum an Rohstoffen entzieht, aber den Menschen dieses Landes im Gegenzug nichts zurückgibt. Die Methoden des 20. Jahrhunderts beinhalten, Industrie in diese Kolonien zu bringen. Zu den Methoden des 20. Jahrhunderts gehört es, den Reichtum eines Volkes zu erhöhen, indem man seinen Lebensstandard erhöht, es erzieht, indem man es saniert – indem man dafür sorgt, dass es den rohen Reichtum seiner Gemeinschaft zurückbekommt.“

Im Raum beugten wir uns alle aufmerksam vor. Hopkins grinste. Commander Thompson, Churchills Adjutant, sah bedrückt und alarmiert aus. Der Premierminister selbst begann, apoplektisch auszusehen.

„Du hast Indien erwähnt“, knurrte er.

„Ja. Ich kann nicht glauben, dass wir einen Krieg gegen die faschistische Sklaverei führen und gleichzeitig nicht daran arbeiten können, Menschen auf der ganzen Welt von einer rückständigen Kolonialpolitik zu befreien.“

„Was ist mit den Philippinen?“

„Ich bin froh, dass Sie sie erwähnt haben. Sie erhalten ihre Unabhängigkeit, wissen Sie, im Jahr 1946. Und sie haben moderne sanitäre Einrichtungen, moderne Bildung; ihre Analphabetenrate ist stetig zurückgegangen…“

„Es darf keine Manipulationen an den wirtschaftlichen Vereinbarungen des Imperiums geben.“

„Sie sind künstlich…“

„Sie sind die Grundlage unserer Größe.“

„Der Friede“, sagte Vater fest, „kann keinen anhaltenden Despotismus beinhalten. Die Struktur des Friedens fordert und wird die Gleichheit der Völker erreichen. Die Gleichberechtigung der Völker beinhaltet die größtmögliche Freiheit des wettbewerbsorientierten Handels. Kann jemand behaupten, dass Deutschlands Versuch, den Handel in Mitteleuropa zu dominieren, kein wesentlicher Faktor für den Krieg war?“

Elliot beschrieb das Gespräch des folgenden Tages, in dem Churchill mit den Worten begann:

„Herr. President“, rief er, „ich glaube, Sie versuchen, das Britische Empire abzuschaffen. Jede Vorstellung, die Sie über die Struktur der Nachkriegswelt haben, zeigt dies. Aber trotzdem“ – und sein Zeigefinger winkte – „doch wissen wir, dass Sie unsere einzige Hoffnung sind. Und“ – seine Stimme sank dramatisch – „Sie wissen, dass wir es wissen. Sie wissen, dass wir wissen, dass das Imperium ohne Amerika nicht bestehen wird.“

Churchill gab in diesem Moment zu, dass er wusste, dass der Frieden nur nach Maßgaben gewonnen werden könne, die die Vereinigten Staaten von Amerika aufstellen würden. Und mit seinen Worten räumte er ein, dass die britische Kolonialpolitik eine tote Ente sein würde, die britischen Versuche, den Welthandel zu dominieren, eine tote Ente und die britischen Ambitionen, die UdSSR gegen die USA auszuspielen, wären eine tote Ente. Oder wäre es gewesen, wenn Vater gelebt hätte.“

Nur zwei Monate nach diesem Treffen stimmte ein wütender Churchill der Ausarbeitung der Atlantik-Charta vom 12. Wenn man die FDR- Rede der Vier Freiheiten von 1941 vor dem Kongress Anfang des Jahres liest , kann man nicht nur die Keime der späteren UN-Charta sehen, die am 14. August 1941 ausgearbeitet und am 26. Juni 1945 in Kraft gesetzt wurde, sondern auch den Aufstieg der Multipolaren Alliance und BRI Framework heute.

Tragischerweise starb FDR am 12. April 1945 unter fragwürdigen Umständen, was zu einer schnellen Übernahme der US-Regierung durch supranationale Kräfte führte, die heute als „der tiefe Staat“ bezeichnet werden. Es war nur eine kurze Zeitspanne nach dem Tod von FDR, dass jeder wichtige Verbündete, der die Vision des großen Präsidenten für ein Nachkriegszeitalter der Zusammenarbeit teilte, entweder tot war oder als Verräter der Roten Kommie abgestempelt wurde, um nie wieder Einfluss zu gewinnen.

Stalins Warnung an Elliot

Stalin erklärte Elliot, warum der Antrag seiner Mutter auf Einreise nach Russland abgelehnt wurde, und erklärte leidenschaftlich, dass Eleanor alle Anträge sowjetischer Vertreter ablehnte, die Leiche zu untersuchen oder sogar eine Autopsie zuzulassen. Als Elliot nach Antworten auf diejenigen drängte, die Stalin für die Morde seines Vaters hielt, antwortete der russische Führer: „Die Churchill-Bande! Sie haben deinen Vater vergiftet und versuchen weiterhin, mich zu vergiften … die Churchill-Bande!“

Es ist auch bezeichnend, dass Churchill sich am Ende des Zweiten Weltkriegs nicht dazu durchringen konnte, den Strumpfbandorden anzunehmen, da er seine Hauptaufgabe als britischer Kriegsführer nicht erfüllt hatte. Viele Historiker wissen bis heute nicht, dass Churchills primäre Mission nicht der Gewinn des Krieges oder die Zerschlagung des Faschismus war, sondern eher die Rettung des britischen Empire, das ein Frankenstein-Monster geschaffen hatte , das sich weigerte, die zweite Saite in der Neuen Weltordnung zu spielen erkannte, dass Deutschlands Militärmacht Hitler den Vorsprung verschaffte, den er brauchte, um diesen dystopischen Tanz zu führen.

Doch nur eine Woche nach Stalins Tod am 5. März 1953 erlaubte Churchills Gewissen ihm, die Ehrung anzunehmen. Vielleicht betrachtete der tollwütige Imperialist das neue Zeitalter des Kalten Krieges, das er zuvor zusammen mit der Anglo-Amerikanischen Allianz in Gang gesetzt hatte, damit der tollwütige Imperialist zufrieden schlafen konnte, wenn er wusste, dass er seinen Job erledigte.

In der nächsten Ausgabe werden wir die Ursprünge der UN-Charta genauer beleuchten, gefolgt von einem dritten Teil über den Westfälischen Vertrag von 1648, der den 30-jährigen Krieg beendete, und die strategische Bedeutung dieser weltverändernden Politik für heute.

7. Juli 2021

Lektion für den Westen – China geht gegen Datenmissbrauch vor (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/406115.lektion-f%C3%BCr-den-westen.html