Archive for Mai 11th, 2021

11. Mai 2021

Afghanistan: Russland sieht Niederlage des Westens (Telepolis)

https://www.heise.de/tp/features/Afghanistan-Russland-sieht-Niederlage-des-Westens-6043524.html

11. Mai 2021

»jW soll Wasser abgegraben werden« Regierung rechtfertigt Überwachung durch Verfassungsschutz. Ein Gespräch mit Amira Mohamed Ali (junge Welt)

https://www.jungewelt.de/artikel/402334.pressefreiheit-jw-soll-wasser-abgegraben-werden.html

11. Mai 2021

US-Truppen aus Afghanistan sollen näher an russische Grenze verlegt werden (RT DE)

https://de.rt.com/international/117259-medien-us-truppen-aus-afghanistan/
11.5.2021


Die US-Regierung verkündete unlängst, dass die USA ihre Truppen vollständig bis zum 11. September aus Afghanistan abziehen wollen. Die Truppen sollen jedoch offenbar nicht nach Hause geschickt, sondern in die GUS-Mitglieder Usbekistan oder Tadschikistan verlegt werden.

Die US-Regierung verkündete unlängst, dass die USA ihre Truppen vollständig bis zum 20. Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001 („9/11“) aus Afghanistan abziehen wollen. Nach knapp 20 Jahren Einsatz am Hindukusch haben die USA und die NATO am 1. Mai begonnen, ihre Truppen aus Afghanistan abzuziehen. Die US-Truppen sollen jedoch offenbar nicht gänzlich nach Hause geschickt, sondern direkt an die russische Grenze verlegt werden.

Die US-Beamten, die mit dem Wall Street Journal sprachen, sagten, dass die US-Truppen neben der Option „Zentralasien“ auch in eine oder mehrere Einrichtungen am Persischen Golf verlegt werden könnten. Die USA würden es jedoch „vorziehen“, Truppen und Ausrüstungen aus Afghanistan nach Usbekistan oder Tadschikistan zu verlegen, berichtet das Wall Street Journal unter Berufung auf die mit der Situation vertrauten Regierungs- und Militärbeamten der USA.

Mit den Vorbereitungen für den Rückzug braucht die US-Militärführung Stützpunkte für Truppen, Drohnen, Bomber und Artillerie, um „die afghanische Regierung zu stützen“ und den „Aufstand der Taliban in Schach zu halten“ sowie andere Extremisten zu überwachen, meldet das Wall Street Journal unter Berufung auf Militärbeamte der USA.

Der US-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, besuchte in der vergangenen Woche Tadschikistan und Usbekistan. Er soll die Notwendigkeit erörtert haben, um zu verhindern, dass die „Gewalt in Afghanistan außer Kontrolle gerät, bevor die USA und ihre Verbündeten ihren Rückzug bis zum 11. September abschließen“.
Die Quellen der US-Zeitung geben allerdings zu, dass die militärische Präsenz Russlands in der Region und der wachsende Einfluss Chinas „die Pläne für US-Einsätze in Zentralasien komplizieren“.

Tadschikistan ist ein Mitglied der von Russland geführten Organisation des Vertrags für kollektive Sicherheit (OVKS). Und Usbekistan, das zwar 2012 seine Mitgliedschaft in dieser Organisation aussetzte, unterhält jedoch weiterhin starke wirtschaftliche und sicherheitspolitische Beziehungen nach Moskau, einschließlich eines Beobachterstatus in der Eurasischen Wirtschaftsunion und der Mitgliedschaft in der Schanghaier Organisation für Zusammenarbeit.

11. Mai 2021

Entwicklungshilfe beim Landraub

(Eigener Bericht) – Die deutsche Entwicklungshilfe fördert in zunehmendem Maß den Landraub („Land Grabbing“) in Entwicklungsländern. Dies geht aus Berichten mehrerer Nichtregierungsorganisationen hervor. So unterstützt Berlin, und zwar nicht zuletzt über die staatliche Entwicklungsbank DEG, Agrarkonzerne und teils in Deutschland ansässige Investoren, die in Sambia riesige Flächen aufgekauft haben und Kleinbauern von ihrem Land vertreiben. Das gefährdet nicht nur die Nahrungsversorgung, sondern führt auch zur Herausbildung von Machtverhältnissen, die dem Aktionsnetzwerk FIAN zufolge „an unsere feudalen Strukturen im Mittelalter“ erinnern. Die Welthungerhilfe konstatiert, indem die DEG Anteile an Investmentfirmen erworben habe, die in großem Stil Land Grabbing in Entwicklungsländern betrieben, sei sie „selbst Landinvestor geworden“. Längst mache sich in der „Entwicklungshilfe“ „Investorenjargon“ breit. Der Konzentrationsprozess agrarischer Nutzflächen schreitet, nicht zuletzt mit deutscher Hilfe, weltweit in dramatischem Ausmaß voran – auf Kosten zahlloser Kleinbauern.

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https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8596/

11. Mai 2021

UN-Generalsekretär ruft Personal zu Impfungen mit Sputnik V auf (RT DE)

https://de.rt.com/international/117346-un-generalsekretar-ruft-personal-zu-impfungen-mit-sputnik-v-auf/11.5.2021

Im Vorfeld seines Besuchs in Russland hat der Generalsekretär der Vereinten Nationen António Guterres Mitarbeiter der internationalen Organisation dazu aufgerufen, sich in den Ländern, in denen Sputnik V bereits zugelassen ist, mit dem russischen SARS-CoV-2-Impfstoff impfen zu lassen. Viele in Russland tätige UN-Angestellte seien schon mit dem Präparat immunisiert worden. Ihm zufolge wartet die UNO noch auf eine Entscheidung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), um den russischen Impfstoff in ihren eigenen Impfprogrammen benutzen zu dürfen. „Wir rufen unsere Mitarbeiter, die in jenen Ländern, wo mit Sputnik V geimpft wird, dazu auf, sich mit diesem Vakzin impfen zu lassen.“

Nach WHO-Angaben sinkt die Zahl der Corona-Fälle in den meisten Regionen der Welt, darunter Europa und der amerikanische Kontinent. In Südasien und Südostasien gibt es jedoch weiterhin einen starken Anstieg. Weltweit hat man allein in der vergangenen Woche mehr als 5,4 Millionen Fälle und fast 90.000 Tote im Zusammenhang mit der Pandemie gezählt.

Guterres reist am Dienstag zu einem offiziellen Besuch nach Russland. Für den 12. Mai ist ein Treffen zwischen ihm und dem russischen Außenminister Sergei Lawrow anberaumt. Als mögliche Themen der Verhandlungen werden die Krisen in der Ukraine, in Syrien, Libyen und Ostjerusalem genannt. Der Portugiese führt die Vereinten Nationen seit dem Jahr 2017. Guterres bewirbt sich inzwischen für eine zweite Amtszeit als UN-Chef. Die neue Amtsperiode soll am 1. Januar 2022 starten und fünf Jahre dauern.

11. Mai 2021

Israels Militär beginnt größte Truppenübung seit Jahrzehnten (RT DE)

https://de.rt.com/der-nahe-osten/117231-israels-militar-beginnt-grosste-truppenubung/

11. Mai 2021

Nuclear weapons are now illegal! Now out of Germany! Second series of 9 large billboards are up in Berlin! Thanks to Roger Waters, World Beyond War and all other donors! Special Rally on Sat May 15th

Thanks to Roger Waters, World Beyond War and all other donors!

Second series of large billboards up in Berlin. From May 7 through May 18.


In cooperation with the international peace-network World Beyond War and Roger Waters (Pink Floyd) we are organizing a campaign to draw attention to the Treaty on the Prohibition of Nuclear Weapons on January 22, 2021. We have already booked large sized billboards in downtown Berlin for the period from February 2 to 11. 2021. And now again billboards are up from May 7 through May 18. Furthermore we organize a campaign on social media, put up posters and organize events to promote the campaign.

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11. Mai 2021

Von den neuen Spannungen des Westens mit Russland und China. Beitrag von Rüdiger Rauls und Rede von Liane Kilinc von der Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe e.V.

Foto: Ingrid Koschmieder

Dieser Tage jährte sich wieder einmal das Ende des Zweiten Weltkriegs und die Niederlage des Hitler-Faschismus. Die meisten von uns Heutigen haben weder das eine noch das andere erlebt. Zum Glück. Noch immer und immer wieder gibt es Menschen, die diese Zeit idealisieren oder gar verherrlichen. Sie gelten als die sogenannten „Ewiggestrigen“. Gegen sie richtete sich die Parole:

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!“

Aber viele von denen, die vor Jahren noch in diesen Ruf mit einstimmten, sind mittlerweile selbst zu Kriegstreibern geworden. Aktiv beteiligten sich die ehemals friedensbewegten Grünen am völkerrechtswidrigen Krieg gegen Jugoslawien und Serbien. Die rot-grünen Friedenskrieger sagten, es ginge ihnen um die Menschenrechte. Sie wollten angeblich ein neues Auschwitz verhindern und erkannten nicht den Unterschied zwischen Auschwitz und Jugoslawien. Wollten sie ihn nicht erkennen oder fehlte es ihnen an den analytischen und intellektuellen Fähigkeiten dazu, mangelte es am politischen Bewusstsein?

Den Kriegseinsatz in Afghanistan trugen die rot-grünen Friedensengel mit. Denn es ging um unsere Sicherheit und Frauenrechte, also wieder um eine gute Sache. Auch dem NATO-Einsatz in Libyen konnte man gute Seiten abgewinnen, denn es ging auch hier um Menschenrechte, vornehmlich aber um die derjenigen, die auf der richtigen Seite standen. Diese hohen Werte galten aber offensichtlich nicht für diejenigen, die in Tripolis von der NATO bombardiert wurden.

Im Syrien-Konflikt forderte gar die Theologin und friedensbewegte Grüne Göring-Eckert den aktiven Kampfeinsatz der Bundeswehr zum Schutz der Menschenrechte der Jesiden. Das ging ihr leicht über die Lippen, handelte es sich ja nicht um ihre eigenen Kinder, Freunde oder Angehörigen, die dort für grüne Wertemissionen den Kopf hinhalten sollten. Das Menschenrecht der Bundeswehrsoldaten oder gar anderer Unbeteiligter aus der Zivilbevölkerung schien für sie keine Bedeutung zu haben. Oder war sie gar so naiv zu glauben, dass in solchen Einsätzen nur die Schuldigen dem Kugel- und Bombenhagel der Guten, also der Unsrigen, zum Opfer fallen?

Inzwischen beteiligen sich weltweit wieder deutsche Soldaten an der Herstellung von Recht und Ordnung. Es sind nicht das Recht und die Ordnung jener Völker, es geht vielmehr um die Durchsetzung westlicher Werte und Vorstellungen. All diese Einsätze finden Duldung und Unterstützung durch die ehemalige grüne Friedenspartei.

Im erneuten Aufflammen der Feindseligkeiten gegenüber Russland und der Propaganda gegen China stehen Grüne und andere Wertemissionare an vorderster Front. Sie fühlen sich berufen, anderen Völkern und Gesellschaften die eigenen Vorstellungen von Zusammenleben und politischer Gestaltung überstülpen zu können. Diesen Anspruch leiten sie ab aus ihrem Einsatz für Menschenrechte. Sie scheinen zu glauben, dass ihr Eintreten für diese Werte, die sie selbst definieren, ihnen auch höhere Rechte verleiht. Im Namen dieser höheren Werte nehmen sie für sich in Anspruch, andere Völker mit Wirtschaftssanktionen gefügig machen, mit Krieg drohen und gar überziehen zu dürfen.

Faschismus gründet sich auf der Vorstellung eigener Überlegenheit. Daraus leiten seine Anhänger höhere Rechte ab sogar bis hin zu dem, über das Lebensrecht anderer entscheiden zu dürfen. Aber auch Faschismus unterliegt in seinen Ausformungen einer Entwicklung. Die Formen des Faschismus aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begründeten ihre Überheblichkeit vor allem auf die Vorstellung von der Überlegenheit der eigenen Rasse oder Nation.

Heute stützt er sich vor allem auf den Glauben an die eigene intellektuelle, besonders aber moralische Höherwertigkeit. Diese sieht man als gerechtfertigt an vor allem durch die Überlegenheit der Werte, für die man eintritt. Das sind die westlichen Werte. Die Vorstellung, dass diese Werte nur dem Westen eigen sind und dass sie denen anderer Kulturen, Völker und Gesellschaften überlegen sind, führt zu einer Selbstermächtigung der Wertemissionare und Werteaktivisten. Sie glauben der Welt vorschreiben zu dürfen, nach welchen Wertmaßstäben andere leben, handeln und zunehmend auch denken müssen. (siehe dazu auch: Rüdiger Rauls Die Werte-Elite Und wer sich nicht danach richtet, den darf man getrost bevormunden und maßregeln bis hin zu Sanktionen und Kriegseinsätzen.

Der neue Faschismus ist immer weniger braun. Er ist inzwischen oliv geworden, NATO-oliv. Und Oliv hat nach der Farbenlehre hohe Anteile an Grün. Dieser neue Faschismus hat mit dem alten nur noch wenig Berührungspunkte. Neben dem Gefühl der Überlegenheit scheint ihnen aber der Hass auf Russland gemeinsam und die Erhebung nicht nur über andere Völker sondern über das einfache Volk allgemein. Das äußerte sich im Hass auf die Kommunisten in der früheren Sowjetunion, neuerdings aber auch besonders bei Grünen und vielen Lifestyle-Linken auf die Kommunistische Partei Chinas.

Diesem Thema widmet sich der nachfolgende Text von Liane Kilinc von der Friedensbrücke-Kriegsopferhilfe e.V. zum heutigen Jahrestag, gehalten am Denkmal für die Gefallenen der Roten Armee in Berlin-Treptow.

Beginn des Redetextes

Wir treffen uns hier, heute, wie jedes Jahr, um den Soldaten der Roten Armee für unsere Befreiung vom Faschismus zu danken. Wir wissen, dass die Sowjetunion der Motor dieser Befreiung war; dass ihre Truppen die Naziwehrmacht zerschlagen haben; dass ihre Städte, ihre Dörfer, ihre Menschen den Preis für den Frieden bezahlt haben, der durch die Niederlage des Hitler-Faschismus ermöglicht wurde.

Wir wissen das, auch wenn das offizielle Deutschland nach Wegen sucht, diese einfache Wahrheit zu leugnen. Unser Dank kommt von Herzen, und ist uns eine Verpflichtung, über diesen Frieden zu wachen. Aber dieses Jahr liegt unser Gedenken unter einem doppelten Schatten.

Der erste ist der Jahrestag des Überfalls auf die Sowjetunion, der dieses Jahr achtzig Jahre zurückliegt. Ein Überfall, an den man in Deutschland ungern erinnert. So ungern, dass kürzlich erst Bundestagspräsident Schäuble eine Gedenkstunde im Parlament zu diesem Anlass abgelehnt hat. So ungern, dass der grausame Vernichtungskrieg, der an jenem Tag gegen die Völker der Sowjetunion begonnen wurde, im Unterricht an den Schulen keine Rolle spielt.

Man spricht nicht von der Belagerung Leningrads, man spricht nicht von der Schlacht von Stalingrad, man spricht nicht von den Kämpfen um Sewastopol… aber man spricht von der Landung in der Normandie. Der 22.Juni 1941 und der heimtückische Angriff, der um viertel nach drei Uhr morgens begann, soll nicht Teil des historischen Gedenkens sein.

Der zweite Schatten ist unsere Gegenwart. Nicht nur in Gestalt der beständigen, aggressiven Rhetorik von der ‚russischen Bedrohung‘, die als ‚russische Desinformation‘ oder als ‚russische Wahlmanipulation‘, als ‚russischer Cyberangriff‘ regelmäßig aus den Druckpressen oder Fernsehlautsprechern rinnt; ja, sogar Impfstoffe soll dieses imaginierte Russland nur als Waffen gebrauchen…

Nein, der Schatten hat konkretere und fassbarere Formen. Er fährt auf Eisenbahngleisen in Panzergestalt gen Osten; er fährt in den Uniformen der NATO-Armeen vieltausendköpfig den Panzern hinterher; er dreht als Spionageflieger oder -drohne seine Kreise rund um die Krim oder entlang der Frontlinie des ukrainischen Bürgerkriegs, und er streckt sich in jedem der vielen Manöver, Defender 2021 oder eines der kleineren, immer und immer wieder hin zur russischen Grenze.

Der schwarze Schatten, der schon an der Wiege der NATO stand, die als Angriffspakt gegen die Sowjetunion gegründet wurde und nun meint, als Angriffspakt gegen Russland ihre Bestimmung erfüllen zu können. Eine NATO, die genau jenen Deutschen an die Spitze ihrer militärischen Planungen setzte, der schon das ‚Unternehmen Barbarossa‘ geplant hatte, den Nazigeneral Adolf Heusinger.

Damals zeigte sich ein demokratischer Senator noch entsetzt über diese Ernennung. Er sagte: „Das State Department sollte wirklich verstehen, dass ich dieses Argument nicht kaufe, dass … es nötig ist, um die militärische Stärke Westdeutschlands aufzubauen, einen Nazigeneral in eine Stellung des höchsten Kommandos zu hieven … wo er Einfluss, Autorität und Macht hat, die gemeinsame Militärpolitik zu bestimmen, deren Teil die Vereinigten Staaten sind. Dieser Nazigeneral ist ohne jeden Zweifel mitverantwortlich für den Tod tausender amerikanischer Jungs … was ist mit unserem Gedächtnis passiert? Ist es wirklich so kurz?“

Ja diese NATO wurde nicht nur von Nazigenerälen mit aufgebaut; diese NATO verbündet sich auch mit jenen, die einst Verbündete der Nazis waren. Wie die Anhänger Banderas in der Ukraine. Vor Beginn des deutschen Überfalls hatte der spätere Adenauer-Minister Theodor Oberländer monatelang jene ukrainischen Truppen gedrillt, die dann als ‚Bataillon Nachtigall‘ mit der Wehrmacht in die Ukraine eindrangen und von Lemberg bis Babij Jar sich vor allem mit Massakern an ihren jüdischen Nachbarn hervortaten.

Die heutige Ukraine, die so gerne in die NATO aufgenommen werden will, hat Bandera zum Nationalhelden erklärt und verherrlicht den Kriegsverbrecher Schuschkewitsch, der das Bataillon Nachtigall kommandierte. Die NATO hält jedes Jahr gemeinsame Manöver mit dieser Ukraine ab, schickt Ausbilder in ihre Armee und beliefert sie mit den Daten jener eifrig kreisenden Fluggeräte.

Dieser schwarze Schatten hat die Gestalt der ukrainischen Truppen, die an die Front im Donbass gekarrt werden; hat die Gestalt der Haubitzen und Raketenwerfer, die die Dörfer im Donbass unter Feuer nehmen. Dort, im Donbass, berühren sich der Krieg, den die Nazis begannen, und der, den die Freunde der NATO heute dort führen, wie zwei einander überlagernde Bilder.

Es gibt dort einen Ort, Saur-Mogila, an dem schon im zweiten Weltkrieg eine Schlacht stattfand, für die ein großes Denkmal errichtet worden war. Dieses Denkmal wurde 2014 in Trümmer geschossen, und unter dem großen eisernen Stiefel, der von der Statue übriggeblieben ist, liegen die Gräber derer, die den Hügel in den neuen Gefechten verteidigt hatten.

Von diesem Krieg wird bei uns erzählt, als würde er von Moskau betrieben. Dabei war es die illegal an die Macht gekommene Regierung in der Ukraine, die begann, ihre eigenen Bürger zu beschießen. Eben jene, deren große Vorbilder Bandera und Schuschkewitsch heißen. Und die nur allzu gern bereit sind, den Anlass zu einem zweiten ‚Unternehmen Barbarossa‘ zu liefern.

Dieser schwarze Schatten spricht aus den Mündern der NATO-Kriegsminister. Ich möchte noch ein kleines Zitat bringen: „Heute stehen rund 160 russische Divisionen an unserer Grenze. Seit Wochen finden dauernde Verletzungen dieser Grenze statt, nicht nur bei uns, sondern ebenso im hohen Norden, wie in Rumänien. Russische Flieger machen es sich zum Vergnügen, unbekümmert diese Grenzen einfach zu übersehen, um uns wohl dadurch zu beweisen, dass sie sich bereits als die Herren dieser Gebiete fühlen.”

Klingt das vertraut? Russische Divisionen, die bedrohen, weil sie auf eigenem Gebiet stehen? Klagen über russische Flieger? All das hören wir seit Jahren, mit stetig steigender Frequenz. Das Zitat ist aber nicht von heute. Es stammt aus der Rede, mit der Hitler am 22.Juni 1941 den Beginn des deutschen Überfalls im Radio bekannt gab. In dieser Rede finden sich viele Motive wieder, die uns aus den Medien bekannt sind.

Nein, in Wirklichkeit ist es ja andersherum – die heutigen Medien verwenden Motive, die schon damals Bestandteil der Propaganda waren. Noch eine Kostprobe gefällig? “Die jüdisch-bolschewistischen Machthaber in Moskau haben es unentwegt unternommen, unserem und den anderen europäischen Völkern ihre Herrschaft aufzuoktroyieren.”

Ja, die Formulierung ‚jüdisch-bolschewistisch‘ ist nicht mehr so aktuell. Aber es ist schon interessant, dass der kleine Taschenspielertrick, das Wort ‚Regierung‘ durch ‚Machthaber‘ zu ersetzen, schon dem Herrn Hitler geläufig war. Hören wir den Satz noch einmal, ohne die störende Vokabel: “Die Machthaber in Moskau haben es unentwegt unternommen, unserem und den anderen europäischen Völkern ihre Herrschaft aufzuoktroyieren.” Das ist schon aktuelle NATO-Sprache.

Noch näher kommen wir mit diesem Satz: “Die Aufgabe dieser Front ist daher nicht mehr der Schutz einzelner Länder, sondern die Sicherung Europas und damit die Rettung aller.” Wie bei den heutigen NATO-Manövern waren am Überfall auf die Sowjetunion Truppen aus vielen Ländern beteiligt. Rumänen, die die jüdischen Einwohner Odessas massakrierten; Holländer, Franzosen, Italiener, Finnen….

Die meisten Menschen hier bei uns erkennen diesen schwarzen Schatten nicht. Weil man über diesen Angriff nicht spricht. Sie kennen auch diese Rede Hitlers nicht, sonst würde die Propaganda auf taube Ohren treffen. In Russland kennt man allerdings diese Sprache noch sehr gut, und man erkennt sie wieder, wenn man sie in den deutschen Sendern hört. In Russland hat man diesen schwarzen Schatten nie vergessen. Dafür hat schon die ungeheure Zahl der Opfer gesorgt.

Das offizielle Deutschland sieht sich, und darin ist es zumindest ehrlich, weit eher in der Nachfolge der Überfallenden als in der Nachfolge der Befreiten. Es meint, der Roten Armee vorhalten zu können, die Naziarmee nicht durch Blumenwürfe niedergerungen zu haben, sondern mit Katjuschas und T34.

Es versucht, den Überfallenen die Schuld zuzuschieben, statt schon für die Tatsache zu danken, dass keine 70 000 deutschen Dörfer und über 1100 deutsche Städte dem Erdboden gleichgemacht wurden. Niemand hat in Deutschland die Bewohner eines Dorfes in eine Kirche getrieben und diese dann angezündet.

Nein, der erste sowjetische Stadtkommandant von Berlin, Nikolai Bersarin, kümmerte sich nicht nur sofort um die Lebensmittelversorgung der Bevölkerung, er öffnete auch Kinos und Theater, um den Menschen Lebensmut zu geben. Nach der Annektion der DDR wurden übrigens alle sowjetischen Ehrenbürger Berlins von der Liste gestrichen, im Gegensatz zu den US-amerikanischen; Bersarin wurde erst 2003 als einziger wieder aufgenommen…

Das offizielle Deutschland wagt es, der Sowjetunion vorzuwerfen, dass sie Nazis in Lager gesperrt hat. Es macht sich dabei nie die Mühe, darauf hinzuweisen, dass die Hitler-Armee Anweisung hatte, jedes Mitglied der Kommunistischen Partei sofort zu ermorden. Keinen Augenblick, nie, darf der Gedanke aufkommen, auf welchem Feld die Rote Armee ihren größten Sieg errang: bei der Bewahrung der Menschlichkeit im Angesicht der größten Barbarei.

Für diesen Sieg steht das große Denkmal in Treptow. Das kleine Mädchen auf dem Arm des sowjetischen Soldaten soll nicht nur an eine Episode, eine einzelne Heldentat erinnern. Es steht für den Triumph der Humanität über Vernichtung und Tod, und es steht für das neue Leben, das zumindest einem Teil unseres Landes danach für vier Jahrzehnte vergönnt war. Wenn wir uns heute an diesen Sieg erinnern und unserem Dank dafür Ausdruck verleihen, dann dürfen wir es nicht halb tun; wir dürfen die Verpflichtung nicht vergessen, die damit einhergeht.

Wir müssen über diesen Frieden wachen.

Ende der Rede

Aus Imre Szabo: Die Unsichtbaren

… Hansen saß an einem warmen Apriltag am Place Jeanne d’Arc. Er genoss die ersten warmen Strahlen der Frühjahrssonne und den Kaffee. Er las einen Artikel über die Affäre Vogell. Er las ihn nicht zu Ende. Er faltete die Zeitung zusammen, schüttelte angewidert den Kopf und wandte sich den Sonnenstrahlen zu. Der Himmel über Metz war klar und blau, wunderschön blau. Der kleine Brunnen auf dem Platz plätscherte vor sich hin. Französische Eltern mit französischen Kindern an der Hand suchten ihren Weg zwischen den Stühlen hindurch. Sie neigten ihren Kopf zu den Kindern hinab und hörten ihnen zu. Es war ein friedliches Bild. „Oh, Herr, im Himmel, du weißt, ich glaube nicht an Dich. Aber wenn es Dich gibt, dann tue mir einen Gefallen: erhalte diesen Frieden.“ Nach einer Weile stand Hansen auf. Er zog seinen Mantel enger um sich. Im Vorbeigehen warf er die Zeitung in einen der Mülleimer am Rande des Platzes.

11. Mai 2021

Atomwaffen sind jetzt illegal! Jetzt raus aus Deutschland! 2. Serie von 9 Großwerbetafeln in Berlin! Danke an Roger Waters, an World Beyond War und an alle anderen Spender! Attac-Kundgebung. Samstag 15. Mai

Danke an Roger Waters, an World Beyond War und an alle anderen Spender!

Aktuell läuft die 2. Serie von 9 Großwerbetafeln in Berlin!

Atomwaffen sind jetzt illegal! Nukes are now illegal!

Jetzt raus aus Deutschland! Now get them out of Germany!

http://atomwaffen-sind-jetzt-illegal.de

Am 22. Januar 2021 trat das UN-Atomwaffenverbot in Kraft, das 2017 auf einer Konferenz der Vereinten Nationen von 122 Staaten beschlossen wurde. 86 Staaten haben den Vertrag bisher unterzeichnet und viele Staaten haben ihn ratifiziert. Der Vertrag verbietet die Entwicklung, die Produktion, den Test, den Erwerb, die Lagerung und den Transport, die Stationierung und den Einsatz von Atomwaffen sowie die Drohung mit diesen. Mit der Aufnahme des Verbotsvertrags in das Völkerrecht wird Atomwaffen die Legitimität entzogen.

In Zusammenarbeit mit dem internationalen Netzwerk World Beyond War und Roger Waters (Pink Floyd) organisieren wir eine Kampagne, um auf das Inkrafttreten des Vertrags über das Verbot von Atomwaffen am 22. Januar 2021 aufmerksam zu machen. Dazu arbeiten wir mit den unten genannten Organisationen zusammen, um Werbetafeln in der Innenstadt von Berlin anzumieten bzw. die Aktionen bekannt zu machen.

Die erste Serie von 10 Werbetafeln für den Zeitraum vom 2. 2. bis zum 11. 2. 2021 wurde bereits aufgestellt.
Die zweite Serie von 9 Werbetafeln ist seit dem 8.5. bis zum 18.5.2021 in Berlin zu sehen.

Am kommenden Samstag, en 15. Mai findet wieder eine Kundgebung statt.
In Zusammenarbeit mit Attac Berlin in der Knaackstraße Ecke Kollwitzstraße in der Nähe vom Kollwitz-Platz.

Beginn um 12 Uhr

https://www.neues-deutschland.de/termine/88508.html

http://atomwaffen-sind-jetzt-illegal.de/ex/kundgebung15.5.2021.html



11. Mai 2021

Protest in Dänemark gegen Juan Guaidó – Hände weg von Venezuela!

Protesta en Dinamarca contra Juan Guaidó

Juan Guaidó ist in Dänemark nicht willkommen, Nein zum Putsch, Wir fordern Respekt für die venezolanische Souveränität und Nein zum Militarismus der NATO

Am Montag, dem 10. Mai, fand vor der Tür des Künstlerhauses in Kopenhagen (Skuespilshuset i København) ein Protest dänischer politischer Parteien und ziviler Organisationen statt.

Dieser Protest zielte darauf ab, die digitale Teilnahme von Juan Guaidó an einem „Seminar über Demokratie“ abzulehnen, das vom dänischen rechten Politiker Anders Fogh (der in der Vergangenheit Premierminister von Dänemark und Generalsekretär der Atlantikvertragsorganisation Nord war) organisiert wurde. NATO) und wird als Hauptverantwortlicher für die Beteiligung Dänemarks an den Kriegen in Afghanistan und im Irak bezeichnet =.

Bei der Mobilisierung wurde Guaidó als Instrument der Regierungen der USA und anderer NATO-Mitgliedstaaten zur Plünderung des Wirtschaftsvermögens der Venezolaner im Ausland und zur Destabilisierung der venezolanischen Demokratie denunziert.

Guido wurde auch beschuldigt, ein Befürworter der Wirtschaftssanktionen zu sein, die den Verlust von 88 Milliarden Dollar für Venezuela und den Tod von mindestens 40.000 Menschen aufgrund von Ursachen im Zusammenhang mit der Wirtschaftsblockade des Landes verursacht haben. Darüber hinaus wurde auf ihre Verantwortung bei den versuchten Staatsstreichen, Invasionen und Verbindungen zu paramilitärischen Organisationen hingewiesen, die die Ermordung sozialer Führer sowohl in Kolumbien als auch in Venezuela organisieren. Aktionen, die in jedem Land Europas zu seiner Inhaftierung als Terrorist führen würden.

Die Demonstranten drückten auch ihre uneingeschränkte Unterstützung für die Bolivarische Revolution und den von den Ländern der Bolivarischen Allianz für unser Amerika (Alba) geförderten Entkolonialisierungsprozess in Lateinamerika aus. Darüber hinaus äußerten die Teilnehmer ihre besondere Besorgnis über die Unterdrückung der Bürger in Kolumbien und die Heuchelei in Fragen der Menschenrechte und der Verteidigung der Demokratie internationaler Organisationen bei der Behandlung des venezolanischen und des venezolanischen Falls.

Die teilnehmenden Organisationen waren: Gewerkschaft der Bau-, Land- und Umweltarbeiter, Internationales Komitee der Einheitenliste; DKP, Revolutionäre Sozialisten, dänisch-kubanische Vereinigung, dänische kommunistische Partei, dänische kommunistische Jugend, Hände weg von Venezuela, Sozialisten, Salvador Allende Group, Freundschaftsvereinigung mit der Demokratischen Republik Korea, Allendist Circles und Patria Grande.

CCS City / Hans Off Venezuela / Foto Niklas Zenius Jespersen