ELBE DAY – Torgau – Aufeinandertreffens der sowjetischen und US-amerikanischen Soldaten an der Elbe

Am 25. April 1945 begegneten sich sowjetische und US-amerikanische Soldaten an der Elbe. Auf der Elbebrücke in Torgau reichten sie sich die Hände und besiegelten damit den nahen Sieg über den Hitler-Faschismus und das Ende des Krieges.

Heute, 76 Jahre später erleben wir mit einem US-Präsidenten Biden, der den russischen Präsidenten einen „Killler“ nennt, einen Tiefpunkt der US-Beziehungen zu Russland. Deshalb sei an die gemeinsame Erklärung des russische Präsidenten Wladimir Putin und US-Präsidenten Donald Trump erinnert, die trotz aller Schwierigkeiten, vor einem Jahr noch möglich war:

„Am 25. April 2020 jährt sich zum 75. Mal das historische Aufeinandertreffen von amerikanischen und sowjetischen Truppen, die sich auf der zerstörten Elbbrücke die Hand reichten. Dieses Ereignis leitete die entscheidende Niederlage des Nazi-Regimes ein.

Die Begegnung an der Elbe stellte einen Höhepunkt der immensen Anstrengungen der vielen Länder und Völker dar, die sich im Rahmen der Erklärung der Vereinten Nationen von 1942 zusammenschlossen. Dieser gemeinsame Kampf erforderte enorme Opfer von Millionen von Soldaten, Matrosen und Bürgern auf mehreren Kriegsschauplätzen.

Wir würdigen auch die Anstrengungen von Millionen von Männern und Frauen an der Heimatfront, die riesige Mengen an Kriegsmaterial für den weltweiten Einsatz produzierten. Arbeiter und Handwerker spielten eine entscheidende Rolle bei der Versorgung der alliierten Streitkräfte mit den für den Sieg notwendigen Materialien.

Der „Geist der Elbe“ ist ein Beispiel dafür, wie unsere Länder Differenzen beiseitelegen, Vertrauen aufbauen und bei der Erfüllung einer größeren Aufgabe zusammenarbeiten können. Während wir heute daran arbeiten, die wichtigsten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen, zollen wir der Tapferkeit und dem Mut all derer Tribut, die gemeinsam gekämpft haben, um den Faschismus zu besiegen. Ihre heroische Leistung wird nie vergessen werden.“

„Historisches Gedächtnis nicht verlieren“
Der sowjetische Marschall Konew, der 1. Ukrainischen Front erinnerte sich an die Begegnung. Alle seien damals mit Freude erfüllt gewesen und hätten geglaubt, dass ein beständiger Frieden auf den so schwer erkämpften Sieg folgen werde.„Offiziere und Soldaten brachten damals die Überzeugung zum Ausdruck, dass ein langer Frieden erst dann beginnt, wenn die Großmächte – Amerika, Russland, England – als Freunde und Verbündete leben würden.“

Der Vorsitzende der Russischen Gesellschaft für Militärgeschichte und Russlands ehemaliger Kulturminister, Wladimir Medinski, bezeichnete die Begegnung an der Elbe als einen Höhepunkt im Verhältnis zwischen den Alliierten in den Zeiten des Zweiten Weltkriegs. Sofort nach Kriegsende, schon während der Potsdamer Konferenz vom 17. Juli bis zum 2. August 1945, hätten sich die Umrisse einer zukünftigen Konfrontation zwischen der UdSSR und den westlichen Alliierten abgezeichnet. „Trotzdem ist es für uns und vor allem für unsere Alliierten in der Anti-Hitler-Koalition wichtig, die Geschehnisse an der Elbe nicht zu vergessen, um unser historisches Gedächtnis nicht zu verlieren“, so der Ex-Minister.